[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.tv.de. Herzliches Willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zu diesem zweiten Thema unserer interessanten Studienreihe über die Einheit in Christus. Wie wir das letzte Mal gesagt haben, ein äußerst wichtiges, relevantes und sehr brisantes Thema in unseren Tagen, auch wenn wir in die Gemeinde hineinschauen. Und wir möchten gemeinsam in diesen Wochen uns die Frage stellen: Was ist echte geistliche Einheit? Wie kann sie erreicht werden und vor allem auch, wie kann sie bewahrt werden?
[0:59] Wir haben in der letzten Woche so ein bisschen auch die Grundlagen angeschaut, was Jesu Ideal der Einheit ist, was so die Prinzipien der Einheit sind und wie das durch die Schöpfung und den Sündenfall beeinflusst worden sind und wie diese beiden Prinzipien Schöpfung und Sündenfall ja als Faktoren einwirken auf dieses Thema. Wir wollen uns heute etwas mehr mit der Uneinigkeit beschäftigen und die Ursachen für die Uneinigkeit herausarbeiten. Deswegen heißt das Thema heute: Gründe für die Uneinigkeit. Und das wird, denke ich, ein sehr praktisches und wichtiges Thema sein. Wir wollen uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am 13. Oktober.
[1:37] Und bevor wir beginnen, möchten wir natürlich, bevor wir Gottes Wort lesen und studieren, ein Gebet sprechen, wozu ich dich, liebe Freunde, liebe Freundinnen, ganz herzlich einlade. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für dein Wort, das uns klare Orientierung gibt in unsicheren Zeiten und auf das wir uns verlassen können und das uns tröstet und stärkt und das uns immer wieder zeigt, wie sehr du uns gern hast und was du alles für uns tust. Wir möchten dich bitten, dass, wenn wir jetzt dein Wort studieren, du uns die Wahrheit zeigst, die heilsame Wahrheit, wie sie nur in dir zu finden ist, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir festhalten an dem Guten und dass wir immer näher zu dir hinwachsen, dass wir über diese Einheit nicht nur reden, sondern dass wir sie in unserem Leben, in unseren Familien, in unseren Gemeinden, auch in der weltweiten Gemeinde, wirklich erleben können. Wir bitten dich um eine enge, enge Verbindung zu dir und danken dir, dass du durch dein Wort zu uns jetzt sprechen möchtest und dass du alle Störende fernhalten wirst. Im Namen Jesu, Amen.
[2:41] Gründe für die Uneinigkeit. Wollen auch hier zunächst einmal beginnen mit einer grundsätzlichen Aussage von Jesus. Denn das Thema ist die Einheit in Christus. Keine politische Einheit, keine Konsenseinheit, einfach nur die auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner basiert, sondern eine geistliche Einheit, die, wie wir letzte Woche gesehen haben, ihren Ursprung in der Gottheit selbst hat, die einig ist, weil sie Liebe ist.
[3:11] Jesus hat über das Thema der Uneinheit oder der Uneinigkeit auch gesprochen in Matthäus Kapitel 12 und dort Vers 25. Da aber Jesus ihre Gedanken kannte, sprach er zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und keine Stadt, kein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen. Jesus macht hier eine generelle Aussage. Er sagt, egal ob es sich um ein Haus, eine Familie, eine Stadt oder ein ganzes Reich, ein Königreich handelt, wenn Uneinigkeit das charakterisierende Merkmal dieser Einheit ist, kann sie nicht bestehen. Mit anderen Worten, es kann nur dauerhafte Stabilität geben mit echter geistgewirkter Einigkeit. Uneinigkeit führt immer am Ende ins Verderben.
[4:07] Wir haben in der letzten Woche schon einige Beispiele gesehen, auch aus der Prophetie, in Daniel 2 zum Beispiel, wo am Ende deutlich wird, dass sie nicht aneinander haften werden und in Offenbarung 17 ja auch. Uneinigkeit ist niemals eine stabile Grundlage und deswegen ist Uneinigkeit zu fürchten. Als Christen wollen wir die Uneinigkeit vermeiden und wir wollen uns heute natürlich Gedanken machen, warum kommt es überhaupt zu Uneinigkeit, was sind die Faktoren, die dazu beitragen. Und wenn wir diese Faktoren kennen und durch die Gnade Gottes in unserem persönlichen Leben oder auch in der Gemeinde ausschalten können, dann werden wir auch viel mehr geistgewirkte Einheit erleben.
[4:47] Wir wollen unser Studium beginnen in 5. Mose Kapitel 28. Das Kapitel ist berühmt, weil es genauso wie 3. Mose 26 den Segen und den Fluch gegenüberstellt. In 5. Mose 28 und dort Vers 1 und 2 finden wir zunächst einmal die Bedingungen für den Segen Gottes. Dort heißt es hier: Mose hat es aufgeschrieben. Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, wirklich gehorchst und darauf achtest, alle seine Gebote zu tun, die ich dir heute gebiete, dann wird dich der Herr, dein Gott, als Höchstes über alle Völker der Erde setzen und alle diese Segnungen werden über dich kommen und dich erreichen, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchst.
[5:34] Die Bedingung für Segen und damit letztlich auch die Bedingung für Einheit, denn Einheit ist ein Segen, ist Gehorsam. Ohne echten, wirklichen Gehorsam – man beachte das Wort „wirklich“ hier in Vers 1 – es geht einfach nicht um einen oberflächlichen Gehorsam aus Tradition oder Routine, es geht um wirklichen, echten Gehorsam aus Liebe. Nur dieser echte Gehorsam kann dazu führen oder kann die Segnung Gottes, die er vorbereitet für sein Volk, in dieser Fülle Realität werden lassen. Nun, Gott segnet auch Menschen, die ungehorsam sind, in einem gewissen Umfang, in einem gewissen Grad. Wir wissen, dass er die Sonne aufgehen lässt und es regnen lässt über Böse und Ungerechte und auch Gute natürlich. Aber diese Verheißung sagt, dass, wenn wir im Gehorsam sind, dann werden wir alle diese Segnungen empfangen.
[6:25] Wirklicher Gehorsam ist entscheidend. Und wir lesen dann auch in den weiteren Versen, zum Beispiel ab Vers 9, 10, da heißt es: Der Herr wird dich als heiliges Volk für sich bestätigen, wie er dir geschworen hat. Wenn du die Gebote des Herrn, deines Gottes, hältst und in seinen Wegen wandelst, dann werden alle Völker auf Erden sehen, dass der Name des Herrn über dir ausgerufen ist und werden sich vor dir fürchten. Wenn Gottes Volk gehorsam ist, dann werden alle Völker, sagt die Bibel, werden alle Völker das Volk Gottes kennen. Und zwar nicht in einer abschätzigen Art und Weise, sondern sie werden sich vor diesem Volk sogar fürchten, im Sinne von, dass sie es sehr hoch achten werden. Sie werden sehen, dass der Name des Herrn – das ist der Charakter Gottes – über diesem Volk ausgerufen ist.
[7:18] Und die Frage, die wir uns stellen müssen natürlich ist: Wenn wir sagen, wir sind das Volk Gottes, sieht die Welt, dass der Name Gottes über uns ausgerufen ist? Und da spielen wir diese Idee hinein, die wir letzte Woche angeschaut haben, dass, wenn wir echte Einheit haben in Christus, dann wird die Welt glauben, dass Gott, der Vater, Jesus gesandt hat und die Liebe dann verstehen, die Gott, der Vater, für diese Welt hat.
[7:42] Vers 12, in 5. Mose 28: Der Herr wird dir den Himmel, seinen guten Schatz, auftun, um deinem Land Regen zu geben zu seiner Zeit und um alle Werke deiner Hände zu segnen. Und du wirst vielen Völkern leihen, du aber wirst dir nichts ausleihen müssen. Die Idee ist also, dass das Volk Gottes mehr hat als alle anderen. Also, das meine ich nicht nur materiell sicherlich, aber ist sicherlich auch gar nicht nur geistlich zu verstehen. Denn in Vers 13 lesen wir: Und der Herr wird dich zum Haupt setzen und nicht zum Schwanz. Und es wird mit dir immer nur aufwärts gehen und nicht abwärts, wenn du den Geboten des Herrn, deines Gottes, gehorchst, die ich dir heute gebiete, dass du sie bewahrst und tust.
[8:23] Nun, wir wissen alle, es gibt im Leben Schwierigkeiten und Herausforderungen, es gibt Katastrophen und es gibt Dinge, für die wir nichts können. Aber die generelle Tendenz des christlichen Lebens sollte aufwärts sein. Die generelle Tendenz der Ortsgemeinde sollte aufstrebend sein. Die generelle Tendenz der weltweiten Adventgemeinde sollte so sein, dass nach einem Jahr, nach zwei Jahren, nach drei Jahren, man weiter ist als drei Jahre zuvor. Und die Frage, die wir uns stellen müssen in unserem persönlichen Leben, in der Ortsgemeinde, in der weltweiten Gemeinde: Geht es mit uns gerade aufwärts oder abwärts?
[8:57] Und 5. Mose ist sehr deutlich, der entscheidende Faktor darüber bestimmt, ob wir gesegnet werden, ob der Regen kommt. Und das lässt sich auch übertragen auf den Frühregen, auf den Spätregen dann auch, wenn wir an die Endzeit denken. Der entscheidende Faktor, ob wir als Volk Gottes Trendsetter sind in dieser Gesellschaft oder ob wir immer hinterher hinken, ist der Gehorsam, der Gehorsam den Geboten Gottes gegenüber.
[9:25] Nun, nicht, dass wir uns missverstehen. Hier geht es nicht einfach um eine Art Kadavergehorsam, wo man Regeln vorgesetzt bekommt, die man völlig emotionslos einfach ausführt, um nicht bestraft zu werden. Es geht um echten Gehorsam, nicht nur um einen vorgetäuschten. Und dieser echte Gehorsam, der ist möglich. 5. Mose macht das sehr, sehr deutlich. Das Buch ist unter anderem deswegen ja geschrieben worden, weil Gott deutlich machen wollte, dass die Gebote, die er gegeben hat, tatsächlich haltbar sind. Es ist möglich, sie zu halten, aber nicht durch eigene Kraft, sondern aufgrund der Verheißungen Gottes.
[9:59] Zum Beispiel in 5. Mose 30 wird es ganz deutlich, wenn es dort ab Vers 11 heißt: Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar für dich und nicht zu fern. Also, es ist möglich. Es ist nicht im Himmel, dass du sagen müsstest: Wer will von uns zum Himmel fahren und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun? Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen müsstest: Wer will von uns über das Meer fahren und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun? Sondern das Wort ist sehr nahe bei dir, in deinem Mund und in deinem Herzen, sodass du es tun kannst.
[10:33] Der Gehorsam von 5. Mose 28 ist nach 5. Mose 30 ein Gehorsam, der nicht ein Idealbild ist, das sowieso nie erreicht werden kann, sondern ein Gehorsam, der real in unserem Leben geschehen kann, womit auch die ganzen Segnungen Gottes, inklusive der Einheit, eine Realität werden können. Der Gehorsam basiert eben nicht auf meiner Leistung und auf meinem Können, sondern auf dem Wort Gottes, auf seiner Verheißung. Wenn ich dem Wort Gottes glaube, ihm vertraue und so lebe, als ob es wahr wäre, dann kann ich auch durch die schöpferische Kraft Gottes und durch seinen Heiligen Geist tun, was er mir gesagt hat, weil er in mir wirkt.
[11:14] Wir hatten letztes Mal auch schon Römer 13 kurz angesprochen und dort Vers 10. In Römer 13 Vers 10 wird diese Beziehung sehr schön deutlich, die zwischen dem Gesetz und der Liebe besteht. In Römer 13 Vers 10 heißt es: Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses, so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. Wenn wir also Einheit haben wollen – wir haben letztes Mal herausgearbeitet, dass das Wesen der Einheit Liebe ist, denn nur wo Liebe ist, da gibt es echte Einheit –, dass Liebe letztlich die Erfüllung des Gesetzes ist. Wenn also in 5. Mose 28 geschrieben steht, dass wir Gottes Gebote wirklich halten, dann werden wir gesegnet. Dann lässt sich das mit diesem Vers auch so ausdrücken: Wenn wir echte, vom Geist gewirkte Einheit haben, die ihre Korrespondenz hat zur Einheit Gottes, dann wird das Volk Gottes gesegnet werden.
[12:08] Eine Gemeinde, auch eine Ortsgemeinde, kann nicht gesegnet werden von Gott, wenn sie im Streit und in Uneinigkeit verharrt. Es ist unmöglich. Denn ein Haus, das mit sich uneins ist, das kann nicht bestehen bleiben. Und in diesem Sinne sollten wir wirklich für die Einheit kämpfen, wie wir das letzte Mal auch besprochen haben.
[12:28] Nun, Gott ruft sein Volk immer und immer wieder im Alten Testament durch die Propheten auf, umzukehren zu ihm. Ein Beispiel finden wir in Jeremia 3 und dort Vers 14. Jeremia 3 und dort Vers 14, da sagt Gott zum Volk Israel: Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der Herr, denn ich bin euer Eheherr. Und hier haben wir wieder diese Verbindung zwischen Gott und seinem Volk, er möchte eine Einheit haben. Wir haben letztes Mal gesehen, dass die Ehe so ein erstes Abbild ist dieser Einheit Gottes und dass in der Ehe zwei Menschen ein Fleisch werden, eine Einheit bilden. Und Gott gebraucht dieses Bild natürlich auch für die Beziehung zwischen dem Volk Gottes und ihm selbst.
[13:09] Und die Idee ist also, dass Gott das Volk auffordert, wieder zu ihm zurückzukehren, lesen wir weiter: Und ich will euch nehmen, einen aus jeder Stadt und zwei aus jeder Familie und euch nach Zion bringen. Dieser Vers ist sehr interessant. Gott sagt nicht, dass er alle, auch die Abtrünnigen, in ihrer Abtrünnigkeit einfach weiter als das Volk Gottes behandelt und sie einfach segnen wird. Nein, nein, nein, nein, nein. Er sagt, alle, die umkehren aus dem abtrünnigen Volk, die wird er nach Zion bringen. Und wenn es nur eine oder zwei pro Stadt sind.
[13:43] Lieber Bruder, liebe Schwester, lieber Freund, liebe Freundin, die Einheit, die Gott sich wünscht, geschieht dadurch, dass Menschen, wo immer sie sind, in welcher Stadt, Gemeinde, wo immer, dass sie zur Umkehr durch den Geist Gottes gebracht werden. Dass sie umkehren, dass sie sich bekehren, dass sie Buße und Reue und Erweckung und Reformation erleben. Und dass sie zusammengeführt werden in eine Bewegung. Und das können manchmal vielleicht nur ein oder zwei pro Gemeinde sein, oder pro Stadt, oder pro Dorf, oder pro Familie, je nachdem.
[14:14] Vers 15. Und ich will euch Hirten nach meinem Herzen geben, die sollen euch weiden mit Erkenntnis und Einsicht. Lieber Freund, liebe Freundin, was für eine Verheißung, die wir Gott vorlegen können im Gebet. Er hat versprochen, dass, wenn wir uns zu ihm bekehren und wenn wir die Einzigen sind, die Einzige in unserer Familie, in unserer Stadt, in unserer Gemeinde, wo immer wir sind. Wenn wir die Einzigen sind, die nach echter Erfahrung mit Gott dürsten, dann wird er uns Hirten geben. Er wird dafür sorgen, dass es Menschen gibt, die uns das Wort Gottes so klar und so deutlich erklären, dass wir nicht irre gehen müssen. Er sorgt für die echten, die guten Hirten, die uns mit Erkenntnis und mit Einsicht in das Wesen Gottes und das Wort Gottes versorgen.
[15:02] Vers 16. Und es wird geschehen, wenn ihr euch dann in jenen Tagen mehrt und fruchtbar werdet im Land, spricht der Herr, so wird man nicht mehr sagen: Die Bundeslade des Herrn. Und sie wird niemand mehr in den Sinn kommen. Man wird an sie nicht mehr gedenken und sie nicht mehr vermissen. Es wird auch keine mehr gemacht werden. Zu jener Zeit wird man Jerusalem Thron des Herrn nennen und alle Heidenvölker werden sich dorthin versammeln zum Namen des Herrn nach Jerusalem und sie werden künftig nicht mehr dem Starrsinn ihres bösen Herzens folgen.
[15:29] In jenen Tagen spricht das Haus Juda mit dem Haus Israel, wird das Haus Juda mit dem Haus Israel ziehen und sie werden miteinander aus dem Land des Nordens in das Land kommen, das sich euren Vätern zum Erbtal gegeben hat. Das ist eine messianische Prophezeiung. Und hier wird gesagt, wenn das geschieht, dann wird das Haus Israel und das Haus Juda – das gespaltene Volk Gottes, werden später noch darauf zu sprechen kommen – werden wieder vereint werden und gemeinsam dort in dem Land leben, das Gott verheißen hatte, dem Land der Verheißung. Dann werden auch die Heiden noch dazu stoßen. Es wird eine echte geisterfüllte Einheit geben.
[16:10] Halten wir fest: Was ist Gottes Plan, um das zerspaltene Königreich Israel, das in zwei Hälften geteilt ist und das zum Teil zerstreut ist? Was ist sein Plan, um es zu einen? Echte Bekehrung, echte Umkehr. Und selbst wenn das nur einer pro Stadt oder zwei pro Dorf sind oder pro Familie. Alle, die zurückkehren, die umkehren zu Gott, bilden eine echte Einheit, die dann so attraktiv ist, weil sie den Charakter Gottes widerspiegelt, dass sogar die, die vorher niemals zum Volk Gottes gehört haben, die Heiden dazukommen werden. Und ich glaube, wir leben in einer Zeit, wo sich das vor unseren Augen erfüllt, wo Gott genau das tun möchte. Er sucht nach der echten, der geistlichen Einheit. Er sucht nicht einfach nur nach einer politischen Lösung, wo mit einem Kompromiss irgendwie die Gemeinde zusammengehalten werden kann, so wichtig das auch sein mag. Er sucht nach echter Einheit, die eine Gruppe von Menschen produziert, die in seiner Gemeinde ein solches Leuchtfeuer ist, dass Menschen von außen gerne zur Gemeinde kommen. Das ist die Einheit, die Gott sich wünscht.
[17:15] Wie wir gesehen haben, das Haupthindernis ist unsere Sünde. Wir müssen uns bekehren, müssen umkehren. Die Abtrünnigkeit verhindert die wahre Einheit des Volkes Gottes. Das wird sehr deutlich, wenn man sich das Buch Richter anschaut. Ein Buch, in dem es größtenteils dem Volk Gottes schlecht geht. Nicht, weil Gott es verlassen hätte, sondern weil es Gott verlassen hat und weil es die Frucht des eigenen Tuns erleben muss.
[17:42] In Richter 21, ganz am Ende des Buches, da heißt es in Vers 25, im letzten Vers, quasi als Schlussstatement, als Refrain des Richterbuches sozusagen, was im Prinzip die gesamte Essenz des Richterbuches zusammenfasst, da finden wir diesen bemerkenswerten Satz in Richter 21, Vers 25: Zu jener Zeit gab es keinen König in Israel. Jeder tat, was recht war in seinen Augen. Die Zeit der Richter war so chaotisch, dass nicht einmal die Chronologie der Ereignisse richtig klar ist. Während sonst vorher und hinterher die biblische Chronologie sehr deutlich und präzise ist, ist es hier ein völliges Durcheinander. Man weiß manchmal gar nicht, wer mit wem eigentlich zeitlich gelebt hat und es ist alles so ein bisschen Durcheinander. Ein regelrechtes Chaos. Warum? Weil jeder tat, was in seinen Augen recht war.
[18:31] Nun, wir glauben an Freiheit, wir glauben an Religionsfreiheit, wir glauben daran, dass jeder vor Gott alleine verantwortlich ist. Aber im Volk Gottes ist es trotzdem nicht möglich, dass jeder einfach das tut, was ihm so in den Sinn kommt. Wenn jeder das tut, was in seinen Augen recht ist, dann gibt es Chaos. Und wenn das im Volk Israel der Fall war, wie viel mehr auch in unserem modernen, endzeitlichen, geistlichen Israel. Wenn jeder Gläubige, wenn jede Ortsgemeinde, wenn jeder Verband einfach tut, was recht ist in seinen Augen, dann haben wir chaotische Verhältnisse im Volk Gottes.
[19:08] Nun, interessanterweise heißt es hier: Zu jener Zeit gab es keinen König in Israel. Das Problem war nicht, dass es an einem menschlichen König mangelte. Später wird jetzt sehr deutlich im Samuelbuch, dass die Wahl des Königs Saul eigentlich nicht wirklich Gottes Plan war. Er wollte König sein über Israel, aber genau den haben sie nicht anerkannt, diesen König. Sie haben Gott nicht als den Herrn ihres Lebens anerkannt und deswegen gab es dieses Chaos. Und deswegen hat jeder gemacht, was er wollte.
[19:39] Die Frage ist: Wenn wir in unseren Reihen, unter uns, in unseren Familien, in unseren Gemeinden, in der weltweiten Gemeinde dieses Phänomen sehen, dass jeder tut, was er denkt, dann ist die Frage: Erkennen wir Jesus wirklich tatsächlich als unseren König, dem wir gehorchen aus Liebe, oder singen wir immer nur, dass er unser König ist und kümmern uns nicht darum, was er uns konkret sagt? Denn wenn er ein König ist, dann wird er uns Dinge sagen, die wir zu tun haben. Dann wird er Regeln aufstellen, er wird Prinzipien uns zeigen. Dann wird er unser Leben führen wollen und auch regieren mögen. Und das ist die Frage: Ist Jesus der König in unserem Herzen, unserer Familie, ist er der König in unserer Gemeinde?
[20:32] Was war die Ursache? In Richter 2, schon ganz am Anfang des Buches, finden wir diese Aussage in Richter 2 ab Vers 11. Israeliten vergaßen, wie Gott sie geführt hatte in der Vergangenheit, in den Generationen vorher, und orientierten sich an all denen, die um sie herum waren. Und als sie vergaßen, wie Gott sie in der Vergangenheit geführt hatte, und sie sich vielmehr daran orientierten, was dann so die anderen Völker um sie herum so trieben, und sie versuchten, ihnen ähnlich zu werden, war die Folge Uneinigkeit und Chaos im Volk Gottes.
[21:34] Könnte es sein, dass wir ähnliche Probleme heute auch haben? Dass, wenn wir vergessen, wie Gott die Adventbewegung in der Vergangenheit geführt hat, uns nicht mehr für das interessieren, was Gott in der Vergangenheit getan hat, wie er uns geführt hat, in der Lehre, in den Methoden, in der Struktur, in der Art und Weise, wie die Gemeinde gewachsen ist, und wenn wir stattdessen nur noch danach schauen, was andere Kirchen und Gemeinden um uns herum so tun, und wir ihnen immer ähnlicher werden wollen, ihre Kultur, ihre Anbetungsform übernehmen wollen, könnte es dann sein, dass wir die Ursache gefunden haben, oder eine der wesentlichen Ursachen, warum es Uneinigkeit und Streit und Chaos manchmal im Volk Gottes gibt.
[22:17] Aber auch dafür gibt es mehrere Ursachen, oder Gründe, und einen davon finden wir erst in Richter 3, ab Vers 5. Richter 3, ab Vers 5-7: Als nun die Söhne Israels mitten unter den Kanaanitern, Hethitern, Amoriten, Perisiten, Hewitern und Jebusitern wohnten, und dann nahmen sie deren Töchter zu Frauen und gaben ihre Töchter deren Söhnen und dienten ihren Göttern. Und dann, als Folge dessen, im nächsten Vers: Und die Kinder Israels taten, was böse war in den Augen des Herrn, und sie vergaßen den Herrn, ihren Gott, und dienten den Baalen und Ascheren.
[22:55] Warum vergaßen die Israeliten immer wieder Gott? Es lag nicht einfach an Demenz oder Alzheimer. Nein, das Problem war, sie missachteten den eindeutigen und klaren Befehl Gottes, sich nicht mit den Kanaanitern zu vermischen. Aber sie taten es trotzdem, weil die Frauen dort so schön waren und ihre Emotion für die Frauen größer war als ihre Liebe zu Gott. Und diese ungleichen Ehen zwischen Gläubigen und Ungläubigen und diese Vermischung des Volkes Gottes mit den Kanaanitern führte zum Abfall von Gott, und der führte wiederum zu dem Chaos, das dann in der Richterzeit beschrieben wird, der völligen Uneinigkeit. Da gibt es Bürgerkrieg, da gibt es alles Mögliche, Probleme von außen, Probleme von innen, und jeder tut, was er will.
[23:45] Ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir uns wieder auch darauf besinnen, dass der biblische Standard der ist, dass wir uns fernhalten sollten von zu engen Beziehungen zu Ungläubigen. Ja, wir sollten uns unter die Leute mischen, wir sollten Kontakt zu ihnen haben, wir sollten ihnen unsere Sympathie zeigen, wir sollten ihnen helfen, wir sollten mehr an die Ungläubigen denken als an uns selbst. Wir wollen das Vorbild Jesu nachahmen. Aber gleichzeitig ist es wahr, dass durch zu enge intime Beziehungen mit Ungläubigen, wie zum Beispiel einer Ehe, dass dadurch unsere eigene Geistlichkeit stark herausgefordert wird und in vielen Fällen großen Schaden nimmt. Gott warnt uns davor. Und hier spreche ich insbesondere zu denjenigen, die noch nicht verheiratet sind und vielleicht in diesem Gedankenspielen jemanden zu heiraten, der nicht den gleichen Glauben hat. Die Bibel zeigt uns immer und immer wieder, dass das in den allermeisten Fällen große, schwere Konsequenzen nach sich gezogen hat, nicht nur für das eigene Leben, sondern auch für die möglicherweise vorhandenen Kinder usw. Schon bei der Sintflut haben wir ein ähnliches Phänomen gehabt und es lässt sich durch das Alte Testament immer und immer wieder zeigen. Auch hier sehen wir, dass Chaos in der Gemeinde hat unter anderem, nicht alleine, aber unter anderem auch seine Ursache in der Missachtung dieses göttlichen Gebotes.
[25:08] Eine andere Geschichte über die Uneinigkeit im Volk Gottes, die finden wir in 1. Könige Kapitel 12. Dort ist gerade Salomo gestorben, der berühmte König, der an Weisheit alles übertraf, was es so gab zu seiner Zeit, an klugen Männern von nah und fern. Und als Salomo gestorben war und sein Sohn Rehabiam den Thron dann bestieg, gab es sozusagen eine Konferenz des Volkes, eine Volksversammlung, und es wurde eine Bitte vorgetragen. Wir lesen die ersten vier Verse des Kapitels. Und Rehabiam zog nach Sichem, denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum König zu machen. Und es geschah, als Rehabiam, der Sohn Nebads dies hörte. Rehabiam war aber noch in Ägypten, wo er vor dem König Salomo geflohen war, denn Rehabiam war in Ägypten geblieben. Und man hatte hingesandt und ihn rufen lassen. Da kam Rehabiam und die ganze Gemeinde Israels und redeten mit Rehabiam und sprachen: Dein Vater hat unser Joch hart gemacht, so mache du nun den harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, das er uns auferlegt hat, leichter, so wollen wir dir dienen.
[26:19] Sie bringen eine Beschwerde vor. Sie sehen einen Missstand im Volk Gottes. Sie sehen, dass der Dienst, den Salomo dann angeordnet hat, im Laufe seines späteren Lebens für die Israeliten, dass der wirklich sehr schwer und sehr hart gewesen ist und dass man hier etwas verändern muss. Nun, warum war es überhaupt zu diesem schweren Sklavendienst gekommen? Wenn man das ein bisschen genauer, ausführlicher studiert, stellt man fest, das war eine Folge des Abfalls von Salomo. Salomo, der ja sehr gut begonnen hatte, sehr geistlich und mit großer Demut das Volk regierte, war irgendwann aufgrund der vielen Frauen aus dem Ausland, die er hatte – da sind wir wieder beim Thema – zum Götzendienst übergegangen, den er zumindest teilweise auch praktizierte. Das veränderte seinen Charakter und aus dem demütigen, weisen Salomo wurde ein Tyrann, der auch das eigene Volk in den Sklavendienst zwang und das Joch hart machte. Und diesen Missstand, der aus dem Abfall Salomos entstanden war, den wollte man wieder rückgängig machen.
[27:26] Nun beriet sich der König mit seinen Ratgebern. Er hatte die Volksversammlung auf drei Tage vertröstet. Und der Rat der Ältesten war so in Vers 7: Wir beantworten ihm so: Wenn du heute diesem Volk ein Knecht wirst und ihm dienst und auf es hörst und zu ihm gute Worte sprichst, so werden sie deine Knechte sein, dein Leben lang. Also die Idee ist, wenn du, König, dem Volk dienst, werden sie dir erst recht dienen. Und hier sehen wir einen sehr weisen Rat, der das Prinzip geistlicher Leiderschaft illustriert. Jesus diente uns und aus Dankbarkeit werden wir unser ganzes Leben bis in die Ewigkeit ihm dienen. So sollte das Volk Gottes geleitet werden von Menschen, die bereit sind, dem Volk zu dienen. Dann wird nämlich das Volk auch loyal sein und es wird nicht zu ständigem Streit und Konfusionen und Rebellionen kommen, sondern man wird zusammenstehen. Das Geheimnis einer einigen Gemeinde ist unter anderem also auch geistliche Leiderschaft von Personen, die an der Spitze des Werkes stehen und die bereit sind, auch zuzuhören auf die Missstände, die angesprochen werden, die bereit sind, auch Korrekturen vorzunehmen, wo es Abfall gegeben hat in der Vergangenheit, die bereit sind, Diener zu sein des Volkes.
[28:54] Aber es heißt, dass er diesen Rat verwarf, Vers 8, er verwarf den Rat der Ältesten, den sie ihm gegeben hatten, und hielt Rat mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, die vor ihm standen. Und was sagen die? Vers 10: Da redeten die Jungen zu ihm, die mit ihm aufgewachsen waren und sprachen: Dem Volk, das zu dir gesagt hat: Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht, du aber mache es uns leichter, dem sollst du antworten: Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines Vaters. Und nun, wenn mein Vater ein schweres Joch auf euch gelegt hat, so will ich euer Joch noch schwerer machen. Hat mein Vater euch mit Geißeln gezüchtigt, so will ich euch mit Skorpionen züchtigen. Die Idee ist also, noch weiter in diese Richtung.
[29:33] Und was ist die Folge? Dieses Rates, Vers 16: Als nun ganz Israel sah, dass der König ihnen kein Gehör schenkte, antwortete das Volk dem König und sprach: Was haben wir für einen Anteil an David? Wir haben kein Erbteil an dem Sohn Isai. Auf Israel zu deinen Zelten, sorge du nun für dein Haus, David. So ging Israel zu seinen Zelten. Es gibt eine Spaltung des Volkes Gottes, in Nord und Süd, die jahrhundertelang anhält, nie wieder aufgehoben wird. Das Volk geht irgendwann zugrunde als das Königreich Israel und nie wieder ist diese Spaltung behoben worden, weil der Leiter nicht bereit war, zuzuhören und zu dienen.
[30:20] Die Frage ist: Wie viel Spaltung in unseren Gemeinden, wie viel Spaltung vielleicht auch in der weltweiten Gemeinde, entsteht dadurch, dass man nicht zuhört und bereit ist, Diener zu sein, weil man vielleicht beweisen will, wie stark man ist und wie man das durchsetzen kann? Die Folge dieses schlechten Rates ist eine Spaltung der Gemeinde, Uneinigkeit.
[30:52] Wir brauchen Weisheit. In Sprüche Kapitel 4 wird uns etwas über die Weisheit gesagt. In Zeiten wie diesen, in denen die Einheit in Gefahr ist, ist Weisheit gefordert. Sprüche 4 und dort Vers 5: Er wirbt Weisheit, er wirbt Verständnis. Vergiss sie nicht und weiche nicht ab von den Reden meines Mundes. Verlässt du sie nicht, so wird sie dich bewahren. Liebe du sie, so wird sie dich behüten. Wir brauchen Weisheit und wenn wir sie haben, müssen wir sie festhalten. Wir müssen die Weisheit lieben, dann wird sie uns bewahren auch vor großem Schaden.
[31:32] Nun, wie geht das mit der Weisheit? Vers 7: Der Anfang der Weisheit ist, er wirbt Weisheit und um all deinen Erwerb, er wirbt Verstand. Was ist das Entscheidende, wenn es um Weisheit geht? Nicht der Intellekt, nicht das Können, nicht die Bildung, sondern die Priorität, die man der Weisheit zumisst. Bist du bereit, alles zu geben, um im biblischen Sinne weise zu werden?
[32:04] Und die Weisheit bei Salomo ist immer auch eigentlich ein Synonym für das, was wir im Neuen Testament Evangelium nennen, für das, was wir die Erkenntnis Gottes nennen, ein Leben mit Jesus, etwas, was mehr ist als nur Faktenwissen, sondern was hineinreicht ist in die tiefsten Kammern unserer Seele, wo wir erfüllt werden mit dem Heiligen Geist, wo wir wissen durch Gottes Führung, was wir zu tun haben, wie wir zu reden haben, wo wir wirklich kluge Entscheidungen treffen können, den Charakter Jesu widerspiegeln. Diese Weisheit zu erwerben, sollte unsere absolute Priorität sein.
[32:39] Und die Frage ist, liebe Freunde, die ich mir stellen muss und die du dir stellen musst: Wie viel investieren wir, um echte Weisheit zu haben, die uns in schwierigen Situationen, sowohl in der Gemeinde als auch in der Familie, in unserem persönlichen Leben dann wirklich helfen wird? Wie sehr willst du weise sein? Wir sagen manchmal: Jetzt ist Weisheit gefragt, aber wie viel investierst du, um weise zu werden?
[33:03] Die Bibel sagt uns ja, wie wir weise sein können. Die Grundlage aller Weisheit wird in Sprüche 9, Vers 10 beschrieben. Sprüche 9, Vers 10 sagt: Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit und die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht. Also die Grundlage aller echten Weisheit ist die Furcht Gottes. Wir haben hier nicht die Zeit, nochmal ein Studium über die Furcht Gottes zu halten. Wir haben das ja an verschiedenen Stellen immer wieder auch schon ausgeführt. Aber kurz zusammengefasst heißt die Furcht Gottes nach Sprüche 8, Vers 13, das Böse zu hassen. Und es bedeutet, wenn man gleichzeitig Psalm 97, Vers 10 liest, Gott zu lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, so sehr, dass man, so sagt es Sprüche 1, Mose 22, Vers 12, bereit ist, alles auf den Altar zu legen, selbst das, was einem das Liebste ist. Diese Haltung ist echte Gottesfurcht, wenn ich alles auf den Altar lege und dann aufgrund der Gnade Gottes und der Erfüllung mit dem Heiligen Geist tatsächlich ein Leben des Gehorsams lebe und nicht sündige, wie es in 2. Mose 20, Vers 20 dann als Gottesfurcht auch beschrieben wird.
[34:16] Das heißt, wenn ich wirklich Gott so liebe, dass ich ihm gefallen möchte, dass ich nicht gegen ihn rebellieren möchte, dass ich ihm alles, auch das, was mir lieb und wert ist, gebe, damit er mir zurückgeben kann, was gut für mich ist, dann habe ich die Grundlage, mit der Gott mir mit Weisheit segnen kann.
[34:38] Die Weisheit, die wir brauchen, ist also nicht eine Weisheit von erfahrenen Leuten, die lange Kirchenpolitik gemacht haben. Auch nicht von Leuten, die einfach klug sind, über Abschlüsse verfügen und vielleicht Griechisch und Hebräisch können oder Manager sind oder in ihrem Berufsumfeld eine große Position haben. Was wir brauchen in unseren Gemeinden und Familien, um Einigkeit zu erhalten oder zu erreichen, ist eine Weisheit, die Menschen haben, die bereit sind, Gott ganz zu folgen, die bereit sind, alles auf den Altar zu legen und die lieber sterben würden, als Gott ins Angesicht zu rebellieren. Solche Weisheit ist jetzt dringend gefordert.
[35:28] Und wenn es uns an solcher Weisheit mangelt, dann gibt uns der Jakobus einen ganz klaren und einfach zu verstehenden Ratschlag. Jakobus 1 und dort Vers 5: Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt. So wird es ihm gegeben werden. Wir brauchen nur bitten. Uns muss bewusst werden, was wir brauchen. Es reicht nicht, wenn ich sage: Herr, gib mir Weisheit, sondern wenn ich mir bewusst mache, was Weisheit wirklich ist, und ich stelle fest, diese Weisheit habe ich nicht, dann darf ich um diese Weisheit bitten. Und ganz egal, wie gut ich in der Schule gewesen bin, und ganz egal, wie lange ich vielleicht schon in der Gemeinde bin oder wie viel Erfahrung ich im Leben gehabt habe, wenn ich um diese Weisheit bitte, wird sie mir gegeben werden. Und zwar gerne. Gott muss nicht erst lange überzeugt werden. Man muss ihn nicht lange erst beknien und bekneten und sagen: Bitte, bitte, bitte, bitte. Nein, er gibt gerne. Und er macht nicht mal einen Vorwurf, dass wir vorher so unweise gewesen sind. Er gibt gerne. Und er möchte, dass wir so viel Weisheit haben, dass es uns dann nicht mehr an Weisheit mangelt.
[36:33] Denn Vers 4 sagt, dass standhafte Aussagen, siehe Offenbarung 14, Vers 12, aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt. Auch nicht an Weisheit. Denn der nächste Vers sagt: Wenn es aber jemandem an Weisheit mangelt, so erbitte er von Gott. Gott möchte, dass es uns nicht an Weisheit mangelt, dass wir diese Weisheit tatsächlich besitzen.
[36:55] 1. Korinther gibt noch eine Geschichte, diesmal aus dem Neuen Testament, über die Uneinigkeit in der Gemeinde, die wir hier noch kurz ansprechen wollen. 1. Korinther und dort Kapitel 1. Paulus schreibt an die Korinther, denn er hört von Streit. Vers 10.
[37:20] Wie entsteht diese vollkommene Einheit? Indem wir dasselbe denken, dieselbe Gesinnung haben, auch wenn wir sicherlich unterschiedliche Persönlichkeiten sind, jeder eine andere Perspektive hat. Aber wir können dieselbe Gesinnung haben, wir können dieselbe Überzeugung haben, auch dieselbe theologische Überzeugung. Das ist sehr wohl möglich durch den Heiligen Geist. Und wir können auch dasselbe reden. Und wir können uns dagegen stemmen, gegen die Spaltung. Wir können so handeln, dass sie nicht zugelassen werden.
[37:56] Vers 11 und 12: Mir ist nämlich meine Brüder durch die Leute der Chloe bekannt geworden, dass Streitigkeiten unter euch sind. Ich rede aber davon, dass jeder von euch sagt: Ich gehöre zu Paulus, ich aber zu Apollos, ich aber zu Kephas, ich aber zu Christus. Was war passiert bei den Korinthern? Sie folgten Menschen nach. Und wenn in unserer geistlichen Erfahrung ein Mensch noch wichtiger ist als Jesus, dann ist Streit und Uneinigkeit eine unabwendbare Folge. Nur wenn alle Christus als wichtigste Person in ihrem Leben haben und ihm folgen, bedingungslos, dann kann er uns auch einhören. Deswegen ist es Einheit in Christus.
[38:36] Auch in dieser frisch neu gegründeten Gemeinde in Korinth war das Problem, dass Menschen zu sehr auf andere Menschen schauten und begeistert waren vielleicht von dem einen Prediger oder dem anderen Prediger und dann so Lager bildeten, so Spaltungen, kleine Grüppchen. Und Vers 13 ist interessant, wie Paulus jetzt damit umgeht. Schaut mal in Vers 13: Ist Christus denn zerteilt? Ist etwa Paulus von euch gekreuzigt worden? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft? Es ist interessant, dass er jetzt ganz speziell seine eigene Nachfolge anspricht. Er tadelt nicht die Nachfolge des Petrus und nicht die Nachfolge des Apollos, er tadelt die Nachfolge des Paulus. Das zeigt etwas von dem Geist. Und er wollte nicht, dass Menschen ihm nachfolgen, denn er wusste, er war der größte aller Sünder. Er wollte, dass die Menschen Jesus nachfolgen, denn wenn alle Jesus nachfolgen, dann kommen auch alle gemeinsam ans Ziel. Und so freute er sich sogar, dass er wenig Menschen dort getauft hat, damit niemand sich vielleicht für besonders hält, weil er von Paulus getauft worden ist.
[39:34] Vers 17: Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen und zwar nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz des Christus entkräftet wird. Paulus wollte durch das Evangelium Menschen zu Christus führen, er wollte nicht durch brillante Rhetorik die Menschen zu sich führen.
[39:51] Was immer du tust in der Gemeinde, möchtest du, dass die Menschen dir folgen oder möchtest du, dass die Menschen Jesus folgen? Möchtest du, dass sie dir zustimmen oder dass sie Jesus zustimmen? Möchtest du, dass sie dich unterstützen oder dass sie das Werk Jesu unterstützen? Und wir freuen uns über Gemeinschaft, wir freuen uns über Harmonie, aber die echte Harmonie kommt doch sowieso, wenn alle Jesus unterstützen. Lasst uns immer darauf hin zielen, dass die Menschen, denen wir Unterricht geben, die Menschen, die wir beeinflussen, dass sie auf Jesus hingewiesen werden. Und dann werden wir sehen, dass wir auch untereinander echte, wirklich erfüllende und glückliche Gemeinschaft haben.
[40:30] Gehen wir noch kurz zur Apostelgeschichte 20. Paulus hat hier den Ephesern nach drei Jahren Aufenthalt einiges zu sagen. Wir haben das ja gerade im letzten Quartal auch studiert, als wir die Apostelgeschichte durchgenommen haben. Ich habe es nur kurz daran erinnert. In Apostelgeschichte 20, ab Vers 25 heißt es, dass Paulus zu den Ältesten der Gemeinde Ephesus spricht. Und nun sieh, ich weiß, dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, ihr alle, bei denen ich umhergezogen bin und das Reich Gottes verkündigt habe. Darum bezeuge ich euch am heutigen Tag, dass ich rein bin von aller Blut. Denn ich habe nichts verschwiegen, sondern habe euch den ganzen Ratschluss Gottes verkündigt.
[41:20] Wie wir gleich sehen werden, spricht Paulus davon, dass in der Zukunft die Einheit der Gemeinde in Gefahr gerät durch Irrlehrer. Und ein wesentliches Mittel, um diese Uneinigkeit zu verhindern, ihr vorzubeugen, präventiv aktiv zu werden, ist es, die gesamte Wahrheit Gottes zu predigen. Heute ist es immer mehr in Mode, bestimmte Wahrheiten einfach beiseite zu lassen, als unwichtig abzutun oder es kommt vielleicht später oder manchmal auch nie. Aber Paulus predigt die ganze Wahrheit. Nun, auch Paulus kannte das missionarische Prinzip, dass man nicht alles auf einmal sagt, sondern dass man die Wahrheit entfaltet, Schritt für Schritt. Dass man, so wie Jesus, den Menschen nur das sagt, was sie auch verstehen können. Aber dann, im Laufe der Zeit, und Paulus war ja lange in Ephesus, hat er Schritt für Schritt alles entfaltet, was er wusste über die Wahrheit. Er hat nichts zurückgehalten.
[42:10] Ein wesentlicher Schutz vor Uneinigkeit ist, wenn der Gemeinde die ganze Wahrheit gesagt wird. Die ganze prophetische Wahrheit, die ganze Botschaft, die Jesus der Endzeitgemeinde aufgetan hat. Wenn da Dinge ferngehalten werden, über einen längeren Zeitraum, dann ist Uneinigkeit eine logische Folge.
[42:31] Vers 28: So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat. Da gibt es Menschen, insbesondere die Ältesten, die die Aufgabe haben, die Gemeinde Gottes zu bewahren, zu behüten. Gott hat sie erworben. Und Jesus ist für die Gemeinde gestorben. Aber die Ältesten sollen aufpassen. Warum sollen sie aufpassen?
[42:59] Vers 29: Denn das weiß ich. Paulus zeigt hier, dass er sehr sicher ist in dieser Sache. Er vermutet nicht, er ahnt nicht, er weiß es. Das ist eine prophetische Gewissheit, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen. Das ist eure eigene Mitte. Werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft.
[43:22] Paulus sagt nicht: Naja, wir werden immer ein großes theologisches Spektrum haben. Die einen sehen es so, die anderen sehen es so. Aber in Christus können wir alle irgendwie vereint sein. Lass uns da irgendwie einen kleinen gemeinsamen Nenner finden. Demokratisch irgendwie das zusammenbringen. Und dann konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Und der Rest ist egal. Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Wer immer so redet, hat das Wesen der biblischen Einheit nicht verstanden. Paulus sagt: Ich warne euch, es wird Irrlehrer geben. Gegen die müsst ihr euch zur Wehr setzen. Sie bekämpfen die Gemeinde. Wahre Einheit ist nur möglich, wenn gleichzeitig mit ganzer Entschiedenheit auch gegen falsche Lehre und falsches Evangelium vorgegangen wird. In der Gemeinde.
[44:05] Was machen diese Irrlehrer? Sie kreieren Parteien. Sie kreieren Nachfolger. Und sie möchten gern unterstützt werden, so wie in Korinth auch. Nur mit noch viel schlimmeren Folgen. Und über die Jahrhunderte hinweg entstanden dann Dinge, die wir dann in Daniel und Offenbarungen finden, das päpstliche System, das im Wesentlichen hier ja auch schon mit angedeutet wird.
[44:29] Vers 31: Darum wacht und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, jeden Einzelnen unter euch unter Tränen zu ermahnen. Paulus wusste, wie stark die Einheit der Gemeinde Gottes in Gefahr ist. Und er hat nicht gedacht: Naja, da kommt irgendwann mal was, wollen wir sie nicht so sehr damit belästigen. Er hat Tag und Nacht, drei Jahre lang, die Gemeindeglieder immer und immer wieder darauf vorbereitet, auf den kommenden Konflikt. Und zwar nicht einfach als von oben herab, sondern unter Tränen, so wie Jesus auch. Der, wenn er wichtige, ernste, dringliche Botschaften hatte, kein Blatt vor den Mund, aber trotzdem mit einer Liebe sprach, die ihm die Tränen in die Augen trieb.
[45:13] Wie sehr kämpfst du um die theologische Integrität der Adventgemeinde? Wie sehr setzt du dich ein in Liebe, nicht verurteilend, nicht verdammen, nicht mit dem Holzhammer, sondern in Liebe mit Tränen, dass alle Geschwister, die du kennst, vorbereitet werden, dass sie an der Adventbotschaft, die Gott uns gegeben hat, festhalten, egal ob Leute von außen oder von innen aufstehen und neue Dinge sagen, die verkehrt sind. Wie sehr setzt du dich ein, dass das Wort Gottes, das heilsam ist und auf den Charakter Gottes hinweist, auch unverfälscht in der Gemeinde gepredigt wird? Das ist die wahre Lehre der Bibel. Die wahre Lehre Jesu ist eine Schutzmauer vor sehr viel Uneinigkeit. Denn Herr, sie, ihre Lehre ist letztendlich Parteiung. Da entsteht Uneinigkeit.
[46:08] 2. Timotheus, Kapitel 2. Paulus gibt am Ende seines Lebens seinen Nachfolgern, unter anderem dem Timotheus, wichtige Ratschläge im Umgang mit Irrlehrern und auch in der Frage der Einheit. Schauen wir mal in 2. Timotheus 2 und dort Vers 14: Bringe dies in Erinnerung und bezeuge ernstlich vor dem Herrn, dass man nicht um Worte streiten soll, was zu nichts nütze ist als zur Verwirrung der Zuhörer. Wenn jemand kommt und neues Licht predigt, und alles basiert auf einer Wortstudie, vielleicht im Griechischen oder im Hebräischen, und an einer bestimmten Bedeutung eines Wortes, und die meisten können das nicht mal nachvollziehen, weil sie der Sprache gar nicht mächtig sind, dann können wir uns sicher sein, das ist vollkommen unnütz. Denn wahre biblische Lehre entfaltet sich immer so, dass jeder, der eine Bibel zur Verfügung hat, egal ob er die Ursprachen kennt oder nicht, egal ob er ein Experte ist oder nicht, dass er die Wahrheit kennen kann, denn die Wahrheit ist immer deutlich offenbart in der Bibel. Durch den Vergleich der Bibelverse lässt er sich klar umgehen. Also, lässt er sich klar und deutlich herausarbeiten. Spitzfindigkeiten, seien sie jetzt linguistische oder theologische Art, verwirren nur die Gemeinde, und Paulus sagt, man soll sich davon fernhalten. Denn die etablierte Methode der Bibelauslegung ist eine andere: Linie auf Linie, Text mit Text vergleichen, Linie auf Linie die Prophetie studieren.
[47:24] Vers 15: Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt. Also der weiß, wie man mit der Bibel umgeht. Es ist ganz entscheidend, dass wir klare Prinzipien der Bibelauslegung haben, der Hermeneutik haben, mit denen wir das Wort Gottes richtig erklären und richtig benutzen.
[47:48] Vers 16, 17, 18: Die unheiligen nichtigen Schwätzereien aber meide, denn sie fördern nur mehr die Gottlosigkeit. Dummes Gerede sollten wir einfach ignorieren, denn es fördert Gottlosigkeit und Gottlosigkeit fördert Uneinigkeit. Vers 17: Das Wort frisst um sich wie ein Krebsgeschwür. Zu ihnen gehören Hymenäus und Philetus, die von der Wahrheit abgeirrt sind, indem sie behaupten, die Auferstehung sei schon geschehen und so den Glauben etlicher Leute umstürzen. Irrlehre, merke, Irrlehre wirkt wie Krebs und muss bekämpft werden. Sie muss, kann nicht toleriert werden, denn Krebs, wenn er nicht bekämpft wird, frisst am Ende alles auf und führt zum Tod.
[48:33] In Vers 19 finden wir dann das Grundprinzip: Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen und jeder, der den Namen des Christus nennt, wendet sich ab von der Ungerechtigkeit. Woher kann man unterscheiden, was wirklich von Gott kommt und was nicht? Alles, was von der Sünde, von der Ungerechtigkeit wegführt, und zwar in der Tatsache, nicht nur in der Behauptung, das kommt von Gott. Gott führt von der Sünde weg. Gott führt zum Gehorsam hin. Jesus rettet uns von der Sünde. Das ist das Siegel des wahren Evangeliums.
[49:13] Ganz am Ende wollen wir noch 2. Timotheus 3 anschauen. Eine gewinnbringende Verse hier, 2. Timotheus 3 und dort ab Vers 12. Dort heißt es hier: Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden. Trotz aller Bemühungen um Einheit werden wir niemals als Gläubige in dieser Welt ein Leben leben können, wo es gar keine Verfolgung gibt. Wir werden Verfolgung auf die eine oder andere Weise erleben, durch üble Nachrede unserer Nachbarn, durch Schwierigkeiten auf der Arbeit, vielleicht durch Herausforderungen in der Ortsgemeinde. Es gibt verschiedene Arten von Verfolgung. Manche unserer Geschwister in dieser Welt werden tatsächlich mit dem Leben bedroht, also werden am Leben bedroht, mit dem Tod bedroht.
[50:00] Das heißt, unser Bemühen um Einigkeit in dieser Welt mit den Menschen um uns herum ist immer nur Stückwerk, weil Satan und die Sünde immer noch auch hier herrschen auf dieser Welt. Es ist an uns, mit den Menschen in Harmonie und in Einheit zu leben, aber wir können nur das tun, was mit Gottes Wort übereinstimmt. Und das wird mit Ungläubigen immer dann auch zu Schwierigkeiten führen.
[50:24] Vers 13: Böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, indem sie verführen und sich verführen lassen. Die potenzielle Gefahr, die von Irrlehre und von Verführung ausgeht, nimmt also zu und nicht ab. Das heißt, in der Endzeit sollten wir mehr Verführung und mehr Irrlehre erwarten als zur Zeit von Paulus. Und schon damals war ja einiges los. Wir sollten also davon ausgehen, dass die Gefahr für die Einheit der Gemeinde in der Endzeit objektiv größer ist als zur Zeit der Apostel oder zur Zeit des Alten Testamentes.
[50:56] Wie viel wichtiger ist es dann, dass wir all diese Prinzipien wirklich studieren und anwenden in unserem Leben und zu Christus kommen und ihn bitten, dass er uns befähigt, diese Dinge zu erkennen und vor allem in unserem Leben zu meiden und erfüllt vom Heiligen Geist ein Leben zu leben, das Jesus wirklich wohl gefallen kann. Es ist so entscheidend.
[51:18] Vers 14 und 15: Bleibe bei der einfachen, klaren, unmissverständlichen Wahrheit der Bibel. Lass dich nicht von jedem Wind der Lehre links und rechts wegfegen. Bleibe bei den klaren, offenbarten Wahrheiten der Bibel, die man nicht ewig lang erst begründen muss, sondern die sich sehr offensichtlich aus dem Wort ergeben. Bleibe bei denen und bleibe vor allem bei der Erkenntnis, dass das Wort Gottes Kraft hat, dass das Evangelium Kraft ist zur Errettung für jeden, der glaubt.
[52:12] Was ist das Handwerkszeug, das wir in die Hand bekommen von Gott, um die Gründe für die Uneinigkeit aufzudecken und uns selbst zu wappnen gegen diese Uneinigkeit, um ihr Einhalt zu gebieten, eine Mauer aufzubauen gegen die Häresie, gegen die Irrlehre, die die Gemeinde Gottes am Ende bedroht von allen Seiten? Was ist das Mittel, das Gott uns gegeben hat, lieber Freund, liebe Freundin, lieber Bruder, liebe Schwester? Es ist das Wort Gottes. Wenn wir das Wort Gottes lesen, wenn wir hören, was der Geist uns zu sagen hat, wenn wir darüber beten, wenn wir uns belehren lassen, überführen lassen, zurechtweisen lassen und erziehen lassen durch das Wort Gottes, dann kann Gott uns mit echter geistlicher Einheit segnen.
[52:59] Ist das dein Wunsch? Das Wort Gottes kennen zu lernen, nicht einfach nur die Fakten, sondern Gott kennen zu lernen durch sein Wort, um geistliche Einheit mit ihm zu haben und dann geistliche Einheit mit denen zu haben, die ebenfalls geistliche Einheit mit Gott haben, das ist dann schon ein Vorgeschmack auf den Himmel. Lass uns gemeinsam dafür beten, dass Gott uns vor der Uneinigkeit, vor der Spaltung bewahrt. Und wo sie schon zu sehen ist, wo sie schon Platz und Raum gefunden hat, wollen wir mit Gottes Hilfe daran gehen, durch das Predigen der Wahrheit und das Offenbaren der Liebe Gottes die Uneinigkeit mit geisterfüllter Einigkeit zu bekämpfen. Nicht den Streit mit Streit austreiben, sondern die Uneinigkeit mit göttlich inspirierter Einigkeit zu vertreiben. Das ist das Gegenmittel.
[53:48] Bist du bereit, dich dafür einzusetzen, die Uneinigkeit zu stoppen und möchtest du Gott persönlich bitten, dass er in deinem Leben dir die Gründe zeigt, warum es in deinem Leben Uneinigkeit gibt mit anderen Menschen und du mit seiner Kraft und durch seinen Geist und durch seine Gnade diese Gründe abstellen kannst, damit du Einigkeit erleben kannst, wo es immer in deiner Möglichkeit steht? Gott segne dich und Gott mache dich zu einem Botschafter der wahren Einheit in Christus.
[54:18] Nächste Woche werden wir hier weiter studieren, die nächsten Aspekte der Einheit in Christus zu vertiefen. Bis dahin wünsche ich euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.