[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.tv.de. Herzlich willkommen auch allen Zuschauern auf Amazing Discoveries zur dritten Folge unserer Serie über die Einheit in Christus. Wir wollen dieses so hochaktuelle und brisante Thema gemeinsam in der Bibel studieren, um zu sehen, wie wir echte geistliche Einheit erlangen können und wie wir sie bewahren können, auch in dieser Endzeit.
[0:50] Wir wollen uns heute mit dem wahrscheinlich wichtigsten Kapitel in der ganzen Bibel beschäftigen, das das Thema der christlichen Einheit sehr stark beleuchtet und das ist Johannes Kapitel 17, das sogenannte hohe priesterliche Gebet von Jesus. Wir haben in der ersten Folge schon kurz einmal darauf Bezug genommen am Anfang, aber wir wollen heute uns Vers für Vers dort hineinarbeiten, um zu verstehen, was die Grundlage, was das Prinzip der Einheit ist, wie Jesus sie meint, denn wir wollen eine Einheit in Christus. Wie wir das schon gesagt haben, keine Einheit, die auf politischem Konsens basiert, die auf Kompromissen basiert und auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Nein, wir wollen eine Einheit, die vom Heiligen Geist geführt ist. Und deswegen wollen wir dieses besondere Gebet studieren. Wir bereiten uns damit vor auf das Bibelgespräch am 20. Oktober.
[1:41] Und bevor wir mit dem Studium dieser einzelnen Verse beginnen, wollen wir gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für dieses Gebet von Jesus in Johannes 17. Dieses hohe priesterliche Gebet, das uns zeigt, wie sehr Jesus uns liebt und wie sehr er für uns einsteht und sich wünscht, dass wir mit dir verbunden sind. Bitte gib, dass wir durch deinen Geist erleuchtet verstehen, was echte Einheit ist und dass wir noch viel mehr schätzen, was Jesus jetzt gerade im himmlischen Heiligtum für uns tut. Bitte erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und bitte zeig uns die Wahrheit. Heilige uns durch dein Wort, wie Jesus es gebetet hat. In seinem Namen bitten wir das. Amen.
[2:31] Johannes 17 und wir beginnen dort in Vers 1. Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach. Die gleiche Geste finden wir schon in Johannes 11, als Jesus Lazarus auferweckt. Vielleicht ein wenig Kontext für dieses Kapitel. Schon in den Kapiteln vorher finden wir Jesus kurz vor seiner Kreuzigung. In Johannes 13 wird die Fußwaschung, das Passa, mal beschrieben, dass die Jünger mit Jesus einnehmen. Und dann in Johannes 14, 15 und 16 finden wir die letzten Instruktionen Jesu an seine Jünger, bevor sie dann für einige Zeit getrennt werden würden. Diese Instruktionen sprechen vor allem über den Heiligen Geist und es ist gesagt worden, dass das Thema vom Heiligen Geist Jesus Lieblingsthema gewesen ist und als er die letzten Minuten, die letzten Momente mit seinen Jüngern verbringt, bevor die Krise hineinbricht, spricht er über das Erfüllte mit dem Heiligen Geist, er spricht über die Wirkung des Heiligen Geistes, er spricht davon, wie sie in Christus bleiben können und dann beendet er diese letzte Instruktion mit dem letzten Gebet mit seinen Jüngern vor Gethsemane. Denn was direkt danach folgt ist der Gang nach Gethsemane, ist das Ringen Jesu und dann seine Gefangennahme bis hin zu seinem Tod.
[4:03] Es ist das letzte Gebet vor Gethsemane und wenn wir dieses Gebet studieren, sollten wir uns vor Augen halten, dass Jesus diese Worte betete in dem Bewusstsein, dass die nächsten Schritte zur direkten Konfrontation mit dem Satan führen würden. Dieses Gebet wird auch genannt das hohe priesterliche Gebet und das hat einen Grund. Es ist eine Illustration für den Dienst Jesu im himmlischen Heiligtum, mit anderen Worten, er hat schon hier auf der Erde, schon vor seiner Kreuzigung ein Gebet gebetet, so dass seine Jünger hören konnten, wir werden später noch darauf eingehen, damit sie später verstehen würden, was Jesus genau im Himmel für sie spricht. Denn wir glauben nach der Bibel, dass Jesus nach seinem Tod und seiner Auferstehung in den Himmel aufgefahren ist, um dort als Hohepriester vor Gott für uns zu erscheinen und man könnte sich die Frage stellen, was genau sagt er da, was sind die Worte, was sind die Ideen, was sind die Argumente, die er vorbringt. Johannes 17 präsentiert genau das, es zeigt quasi als ein Beispiel, so eine Art Typus in gewisser Weise, wie Jesus dann als Hohepriester für die Gläubigen einstehen würde.
[5:12] Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen. Es fällt auf, wie oft Jesus Vater sagt in den Gebeten, wir erinnern uns zum Beispiel auch an das Vaterunser, der du bist im Himmel. Die Worte, die Stunde ist gekommen, sind mit großer Bedeutung aufgeladen. Mehrmals finden wir im Johannes-Evangelium die Idee, dass Jesus getötet werden sollte, aber es gelang nicht, die Priester, die Schriftgelehrten, die Obersten hatten Pläne geschmiedet ihn umzubringen und immer wieder finden wir im Johannes-Evangelium zum Beispiel in Kapitel 7 Vers 30 oder auch in Kapitel 8 Vers 20 die Idee, dass seine Stunde noch nicht gekommen war. Das bezieht sich natürlich auf Daniel Kapitel 9, wo eindeutig gesagt wird, dass nach dreieinhalb Jahren nach seiner Taufe er die Schlacht und Speisopfer abschaffen würde, dass dreieinhalb Jahre nach dem Beginn seines öffentlichen Wirkens als Messias, als Gesalbter, er getötet werden würde. Jesus wusste also, dass er dreieinhalb Jahre Zeit hat und er hat immer wieder auch sich auf Daniel ja bezogen in seinem Wirken und er wusste dann nach dreieinhalb Jahren, jetzt ist die Zeit gekommen, er wusste das Passafest war ein Typus auf seinen Tod und er konnte das ausrechnen. Er wusste jetzt ist das Jahr, es ist der Monat, es ist der Tag, er wusste seine Stunde ist gekommen. Wir finden das schon vorher in den Kapiteln, schon in Kapitel 13 Vers 1 zum Beispiel, da heißt es vor dem Passafest, aber da Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war aus dieser Welt zum Vater zu gehen.
[6:45] Und weil Jesus weiß, dass jetzt die Stunde der Kreuzigung, die Stunde kommt, auf die die Menschheit seit Jahrtausenden gewartet hat, all die Gläubigen der Generation, hat er eine entscheidende Bitte. Wir lesen in Vers 1, wie Jesus zum Vater bittet: Verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche. Und am Anfang dieses Gebetes steht die Bitte um Kooperation, um Einheit zwischen dem Vater und dem Sohn. Jesus bittet, dass der Vater ihn verherrlicht, denn wenn Jesus verherrlicht wird, wird durch Jesus auch der Vater verherrlicht und wir werden das gleich später noch deutlich sehen. Das zeigt schon ein Wesensmerkmal der Gottheit, nicht, dass jeder selbst so für sich sich verherrlicht und sich überbietet, sondern einer verherrlicht den anderen Gott, der Vater verherrlicht Jesus, Jesus verherrlicht den Vater und wenn wir dann später auch den Heiligen Geist hinzunehmen, der ja schon in Kapiteln 4 erwähnt wird, dann finden wir dasselbe Prinzip.
[7:48] Vers 2: Gleich wie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, damit er allen ewiges Leben gebe, die du ihm gegeben hast. Jesus hat Vollmacht. Er sagt später seinen Jüngern beim Missionsauftrag: Alle Macht ist mir gegeben im Himmel und auf Erden. Auch im Johannes Evangelium finden wir immer wieder diese Idee, zum Beispiel Johannes 3 und dort Vers 35, dort heißt es: Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Nun, die Idee mit diesem gegeben ist vielleicht missverständlich, man könnte den Eindruck haben, dass früher Gott der Vater alles hatte und Jesus nichts hatte und jetzt Gott der Vater ihm etwas abgegeben hat. Aber wenn wir die Bibel genau lesen, wissen wir, dass Jesus der Schöpfer aller Dinge ist und alles für ihn geschaffen worden ist und alles ihm auch gehört. Also, was bedeutet es, dass der Vater ihm diese Dinge gibt und ihm die Vollmacht gibt? Die Idee wird deutlich, wenn man sich den Vers weiter anschaut, damit er allen ewiges Leben gebe, die du ihm gegeben hast.
[8:54] Nun, wer sind die, die Gott Jesus gegeben hat? In Johannes 6 und dort Vers 37 werden wir fündig: Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Wer sind diejenigen, die der Vater ihm gegeben hat? Es sind diejenigen, die auf die Einladung Jesu reagieren und sich freiwillig für ihn entscheiden. Die Bibel lehrt ja, dass jeder Mensch einen freien Willen hat und sich aufgrund des Wirkens des Geistes, der Einladung des Vaters, der Einladung Jesu für Jesus entscheiden kann. Und alle, die sich freiwillig für ihn entscheiden, die werden hier in dieser Sprache dargestellt, als ob der Vater sie Jesus gegeben hat. Mit anderen Worten, der Vater hat Jesus die Erlaubnis gegeben, jedem, der freiwillig zu Jesus kommt, ewiges Leben zu geben. Es geht also weniger um eine Fähigkeit, die Jesus nicht gehabt hat und jetzt dankenswerterweise doch haben darf, sondern es geht darum, dass der Vater übereinstimmt, dass er zustimmt, dass Jesus diese Vollmacht, die er in sich hat, nämlich das Leben, auch weitergeben kann. Es geht darum, dass die beiden, dass in den beiden ewiges Leben ist, dass sie sich abgesprochen haben und kooperieren und das ist schon ein wesentliches Element dieser Einheit. Dazu gleich noch mehr.
[10:16] Vers 3: Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Nun, über diese Stelle gibt es viel Verwirrung. Einige lesen diese Stelle so, als ob hier Jesus sagen würde, dass er gar nicht wahrer Gott ist, sondern lediglich Gott der Vater im höchsten Sinne wirklich wahrer Gott ist. Nun, diese Phrase "wahrer Gott" kommt in der Bibel noch an vier Stellen vor. Wir haben sie im Sendemanuskript vermerkt und ihr könnt sie dann nachschlagen: 2. Korinther 15, 3. Jeremia 10, Vers 10. 1. Thessalonicher 1, Vers 9. Vers 20. Und wenn man sich den Kontext aller vier Passagen anschaut, geht es immer ausnahmslos um den Unterschied zwischen dem Gott der Bibel und den heidnischen Götzen. Es geht niemals um eine Differenzierung zwischen Gott dem Vater und dem Sohn. Es geht immer um die Differenzierung zwischen dem wahren biblischen Gott und den heidnischen Göttern. Und in diesem Sinne muss man auch Johannes 17, Vers 3 hier verstehen. Jesus will nicht einen Unterschied machen zwischen dem Vater und dem Sohn, er will einen Unterschied machen zwischen dem wahren Gott der Bibel und den heidnischen Götzen mit all dem, was damit auch zusammenhängt. Denn Götzen müssen ja nicht nur goldene Bilder sein mit komischen Namen, sondern können ja auch materielle Dinge sein oder bestimmte Gedanken und so weiter und so fort.
[11:45] Jesus erklärt in diesem Vers, worin das ewige Leben besteht, das übrigens erworben wird, wenn wir Gott den Vater und Jesus erkennen. Und erkennen meint hier nicht einfach ein theologisches, theoretisches Wissen haben, das ist ja auch ein weiteres Missverständnis an diesem Vers immer, sondern erkennen ist hier verstanden im Sinne von 1. Mose 4, Vers 1. Adam erkannte seine Frau und sie ward schwanger. Gemeint ist eine innige, eine persönliche, intime Beziehung. Und wenn wir in 1. Korinther 6, Vers 16 und 17 das nachlesen, dann macht der Paulus ganz deutlich, dass das Einswerden von Mann und Frau in der Ehe, wir haben schon darüber gesprochen, dass die Ehe eine Grundlage, ein grundlegendes Abbild der Einheit Gottes ist, dass dieses auch ein Typus ist für die Einheit, die der Gläubige haben soll mit Gott. Mit anderen Worten, diese Erkenntnis, von der Jesus hier spricht, ist nicht theoretisches Wissen, sondern ist Einheit mit Gott, Einheit im Geist mit Gott.
[12:46] Das ewige Leben, könnte man anders formulieren, besteht darin, dass wir mit Gott eins sind, verbunden sind. Und zwar zumindest in diesem Sinne, dass die Sünde uns nicht mehr von Gott trennt, keine Uneinigkeit mehr zwischen uns und Gott ist, das ist das ewige Leben und dazu ist Jesus gekommen. Er ist gekommen, um diese Einheit mit Gott, diese Gemeinschaft mit Gott wieder möglich zu machen, alles Trennende, alles Störende, das heißt die Sünde hinwegzunehmen, damit die ursprüngliche Einheit zwischen Mensch und Gott wieder möglich wird, das ist die Idee des Verses.
[13:24] Vers 4: Ich habe dich verherrlicht auf Erden, ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll. Nun, dieser Vers ist ziemlich gewaltig, wenn man daran denkt, dass Jesus ein Werk hat, das er vollendet hat, dann muss man unweigerlich an Johannes 4 denken, wo Jesus am Jakobsbrunnen mit der Frau spricht und dann ihr offenbart, dass er der Messias ist, sie zu einer Missionarin macht und die ganze Stadt fast gerettet wird dann und die Jünger kommen währenddessen zurück aus der Stadt. Sie haben gekauft verschiedene Nahrungsmittel und Jesus sagt ihnen, dass er etwas zu essen schon hat, nämlich eine Speise, von der sie nichts wissen und dann sagt er in Johannes 4 und dort in Vers 34: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat und sein Werk vollbringe. Also Jesus kam auf die Welt, um die Menschen mit Gott bekannt zu machen und dieses Werk musste er vollenden und jetzt hier nach dreieinhalb Jahren als Messias sagt er: Ich habe das Werk vollendet. Wenige Stunden später am Kreuz wird er rufen: Es ist vollbracht. Das Wesen Gottes ist erklärt worden in seinen Predigten, in seinen Heilungswundern, in seinem Benehmen, in seinen Worten, in allem, wie Jesus sich gegeben hat, ist der Charakter Gottes deutlich geworden, er hat das Werk vollendet und das hilft uns auch so ein bisschen zu verstehen, was damit gemeint ist, wir werden später noch darauf kommen, dass auch wir ein Werk haben, das vollendet werden muss.
[15:01] Was also Jesus hier in diesem Gebet sagt ist: Ich habe meinen Teil des Planes erfüllt, denn damals im Himmel sind der Vater und Jesus übereingekommen, dass Jesus auf die Erde kommen würde, dass er ein vollkommenes Leben leben würde, einen Charakter entwickeln würde inmitten der sündigen Welt, der als Vorbild gilt und der auch als Gerechtigkeit den Sündern angerechnet werden kann und dass durch seinen Tod dieser Tausch möglich gemacht wird und er durch seine Auferstehung den Tod besiegen würde und Jesus sagt jetzt: Ich habe meinen Teil des Planes getan, jetzt bist du dran, lieber Vater, jetzt bist du dran, deine Verheißung auch wahrzumachen, alle diejenigen, die an mich glauben, auch wirklich formal juristisch zu tatsächlichen Kindern Gottes zu machen, denn bis zu dem Zeitpunkt waren ja alle Gläubigen, Gläubige hin auf Hoffnung in dem Sinne, dass ja der Tod Jesu noch gar nicht geschehen war und sie nur im Glauben sozusagen schon das erlangen konnten, was erst durch den Tod Jesu auch formal juristisch tatsächlich real wurde. Jesus sagt mit anderen Worten: Ich habe meinen Part erfüllt, Vater, jetzt bist du dran. Das ist das, was er im himmlischen Heiligtum immer und immer wieder gesagt hat und sagt, er verweist auf seine Verdienste, auf das, was er getan hat und erinnert Gott nicht, dass Gott es vergessen hätte, aber es ist ein Symbol, dass sozusagen die die Kraft dieses Bundes deutlich machen soll, dass Jesus darauf achtet, dass Gott, der Vater, tatsächlich auch das tut, was er versprochen hat. Als eine Zusicherung für uns, dass wir nicht Angst haben müssen, dass wir vielleicht irgendwie verloren gehen könnten, obwohl wir an Jesus glauben.
[16:41] Schauen wir mal in Vers 5, Johannes 17, Vers 5: Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Jesus wünscht sich, dass seine Gläubigen, seine Nachfolger auch seine Göttlichkeit noch viel besser verstehen. Seine Menschlichkeit ist augenscheinlich. Jeder hat gesehen, dass er Hunger hat, dass er Durst hat, dass er Schlaf braucht, aber seine Göttlichkeit war vielen verborgen geblieben und Jesus wünscht sich, er betet mit anderen Worten: Zieh den Schleier beiseite, dass alle erkennen, wer ich wirklich bin. Und übrigens sagt dann der Paulus in Römer 1, Vers 4, dass durch die Auferstehung der Toten die Göttlichkeit Jesu in Vollmacht, in Kraft bewiesen worden ist. Jesus wünscht sich, dass er, nachdem er Mensch geworden ist, er trotzdem, obwohl er Mensch bleiben wird, wieder in den Himmel aufgenommen wird, um dort als König wieder aufgenommen zu werden und damit die Menschheit, die er für immer angenommen hat, mit dem Thron Gottes zu verbinden. Das ist sein Wunsch. Er sagt: Ich bin Mensch geworden, aber jetzt musst du auch dafür sorgen, lieber Vater, dass ich auch wieder König des Universums werde, damit diese Verbindung zwischen Himmel und Erde ganz fest und unzerbrüchlich ist.
[17:51] Vers 6: Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Jesus hat den Charakter Gottes, den Namen Gottes offenbart. Die Menschen, die ihm geglaubt haben, haben sich von der Welt distanziert. Sie haben die Welt hinter sich gelassen. Gott hat sie ihm aus der Welt gegeben und wenn es heißt, sie waren dein, bedeutet es nicht, dass sie erst Gott, dem Vater, gehört haben und nicht Jesus und dann hat Gott sie dem Jesus gegeben. Jetzt gönnen sie sich mal dem Vater. Nein, nein, das meint es nicht, sondern es bedeutet, dass lange bevor die Menschen zu Jesus kamen, Gott, der Vater, schon wusste, wer sich für Jesus entscheiden würde. Wir sehen das ganz deutlich in Römer 8, Vers 28 bis 30. Gott hat schon immer gewusst, er hat vorhergesehen, wer zu den Gläubigen gehören würde.
[18:40] Vers 7: Nun erkennen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt. Wahre Nachfolger Jesu erkennen, dass was immer Jesus getan hat, was immer er gesagt hat, hat seinen Ursprung in Gott, dem Vater. Sie erkennen, dass zwischen Jesus Christus, wie er sich auf dieser Erde offenbart hat, wie die Evangelien ihn präsentieren und dem Vater kein Blatt Papier passt. Jesus hat das selbst deutlich gemacht in Johannes 14, als er sagte ab Vers 7: Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus spricht: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du hast mich noch nicht erkannt. Philippus, das ist am selben Abend, das ist nur wenige Stunden, vielleicht sogar einige Augenblicke, bevor er dieses Johannes 17 Gebet spricht. Wer hat mich gesehen? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du das sagen? Zeige uns den Vater. Glaubst du nicht, dass ich ein Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke. Jesus hat das so sehr betont, kurz vor der Kreuzigung, um deutlich zu machen, was ich jetzt tue, ist nicht eine Sondereigenschaft des Sohnes, mit der der Vater nichts zu tun hat, sondern obwohl jetzt aufgrund der Sünde Vater und Sohn getrennt werden müssen, seid euch gewiss, dass all das, was ich jetzt sagen werde am Kreuz zu meinen Peinigern, was ich zu meinen Betrügern sagen werde, wie ich sie behandeln werde, all das widerspiegelt den konkreten Charakter meines Vaters. Mit anderen Worten, wenn mein Vater an meiner Stelle wäre, würde er jetzt genauso handeln in den nächsten kommenden Stunden, wie ihr es bei mir sehen werdet. Es gibt nichts, was wir bei Jesus sehen, was wir nicht auch beim Vater sehen können. Das ist das Wesen der Einheit zwischen den beiden. Das wird sehr wichtig, weil später werden wir sehen, dass diese Einheit ja die Grundlage unserer Einheit ist.
[20:44] Zwischen die beiden passt kein Blatt Papier. Was bedeutet das? Johannes 8, Vers 28: Darum sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr kennen, dass ich es bin und ich tue nichts von mir selbst aus, sondern wie mich mein Vater gelehrt hat, so rede ich. Jesus sagt: Alles, was ich sage, sage ich in Übereinstimmung mit dem Vater. Da gibt es nichts, was ich sage und ich habe nicht vorhin mit meinem Vater darüber gesprochen. Alles, was ich tue, tue ich in Übereinstimmung mit meinem Vater. Nun, manche missverstehen diese Aussage und glauben, Jesus wäre an sich unfähig gewesen, aber Jesus war Mensch und Gott. Er war fähig, ganz alleine zu heilen. Er war fähig, ganz alleine Tote aufzuwecken. Er war fähig, ganz alleine das Wort Gottes zu sagen, aber trotzdem, obwohl er zu allem fähig war, hat er sich mit seinem Vater ständig abgesprochen und nichts getan, was nicht mit dem Vater in Übereinstimmung war. Hier haben wir das Wesen wahrer Einheit vor uns. Einheit ist nicht nur dann, wenn ich andere brauche, sondern wenn ich mich mit anderen abspreche und mit ihnen gemeinsam kooperiere, obwohl ich sie gar nicht brauchen würde. Die Idee ist, Jesus ist selbst Gott und trotzdem hat er sich erniedrigt und hat alles, was er getan hat, mit seinem Vater abgesprochen. Er konnte sagen: Ich habe nicht ein Wort gesagt, nicht eine Tat getan, nicht einen Gedanken gedacht, den ich nicht mit meinem Vater vorher abgestimmt habe. Wir sind uns einig. Das ist die Einheit, von der Jesus später sagt: Ich wünsche mir, dass meine Nachfolger dieselbe Einheit haben, wie wir sie haben, nämlich Vater und ich. Und das zeigt uns, wie weit wir wahrscheinlich in unserem Leben, in unseren Familien und in unseren Gemeinden entfernt sind von der Einheit, von der Jesus hier gebetet hat.
[22:35] Zurück zu Johannes 17 und dort Vers 8: Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin und glauben, dass du mich gesandt hast. Jesus hatte schon vorher darüber gesprochen, dass die Worte, die er gesagt hat, die Worte des Vaters sind in Johannes 12 und dort Vers 49 und 50: Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat. Er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. Und ich weiß, dass sein Gebot ewiges Leben ist. Da haben wir es wieder, das ewige Leben, dass sie dich, der allein wahre Gott bist und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Darum, was ich rede, das so, wie der Vater es mir gesagt hat. Das Wort Gottes, das Jesus weitergegeben hat, das war das Gebot Gottes. Heute gibt es einige Christen, die glauben, es wäre ein großer Unterschied zwischen dem, was Gott der Vater im Alten Testament geboten hat und was Jesus geboten hat im Neuen Testament, dass die Gebote Jesu anders wären als die Gebote Gottes. Aber das ist totaler Unfug, wenn man Johannes 12 richtig liest, denn Jesus sagt: Alles, was ich gesagt habe, alles, was ich geboten habe, das sind die Gebote Gottes. Wenn also Jesus davon spricht, dass wer mich liebt, wird meine Gebote halten, dann meint er die Gebote Gottes. Er meint nicht einfach nur die Dinge, die er selbst gesagt hat hier und da, er meint alle Gebote Gottes, die er ja offenbart hat in seinem Leben.
[24:06] Die Jünger haben das Wort Gottes angenommen. Wenn wir Zeit hätten, könnten wir über 5. Mose 18 reden, wo deutlich wird, dass das Volk nicht Gottes Wort hören wollte, aber jetzt Jesus als der verheißene Prophet gekommen war, der das Wort Gottes mitgebracht hatte. Später vielleicht noch mehr dazu. Und die rettende Erkenntnis ist die, dass sie glauben, dass Jesus von Gott gesandt ist, dass er der Messias ist. Die Rettung besteht daran, dass wir glauben, dass Jesus derjenige ist, der den Plan Gottes ausführt. Er ist der verheißene Messias. Die Jünger haben das selbst erkannt. Schaut mal mit mir in Johannes 16 und dort Vers 30, wo sie sagen am Ende dieser ganzen Ausbildung durch Jesus, dieser letzten Instruktionen: Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und es nicht nötig hast, dass dich jemand fragt, darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist. Sie haben seine Göttlichkeit zumindest zu einem ganz entscheidenden Ausmaß schon begriffen hier und sie sagen: Wir wissen, dass man dich nicht belehren muss. Wir glauben, deswegen glauben wir, dass du wirklich der bist, der von Gott kommt, dass du der verheißene Messias bist.
[25:16] Vers 9: Jesus sagt: Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind. Er bittet als Hohepriester für die Gläubigen, er bittet nicht für die, die in der Rebellion verharren. Die Gläubigen sind Gottes besonderes Eigentum und man denkt da fast unweigerlich an 2. Mose 19, Vers 5 und 6, wo Gott sagt: Die ganze Erde gehört mir, alle Völker gehören mir, aber ihr, er spricht zu den Israeliten, die das Gebot Gottes, die zehn Gebote bekommen, ihr sollt ein besonderes Eigentum sein, ein heiliges Königreich, ein heiliges Volk, ein Königreich von Priestern. Und in diesem Sinne betet Jesus auch hier zu seinen Jüngern. Er sagt: Meine Jünger sind dieses besondere Eigentum. Natürlich hat er alle Menschen geschaffen und in dem Sinne gehören ihm alle, aber die Menschen, die sich für Jesus entschieden haben, dieses Evangelium angenommen haben, die diese Erkenntnis und immer im Hinterkopf 1. Mose 4, Vers 1 haben, diese enge Verbindung zu Gott haben durch Jesus, die sind das besondere Eigentum und für sie bittet Jesus als Hohepriester.
[26:18] Vers 10: Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein, und ich bin in ihnen verherrlicht. Was für ein gewaltiger Satz. Zunächst einmal fällt hier auf, dass die Einheit zwischen dem Vater und dem Sohn so groß ist, dass es nichts gibt, was nur dem einen gehört und nicht dem anderen. Allein das sollte schon genug sein, zu zeigen, dass es existenziell eigentlich keinen Unterschied gibt zwischen der Macht Jesu und der Macht des Vaters, der Göttlichkeit Jesu und der Göttlichkeit des Vaters. Es gibt nichts, was man von dem einen sagen kann, dass er es hat und von dem anderen, dass er es nicht hat. Und trotzdem sind sie zwei klar, deutlich voneinander geschiedene Personen. Hier in diesem Abschnitt geht es jetzt nicht so sehr um den Heiligen Geist, den könnte man später noch hinzufügen, wenn man die Kapitel vorher liest. Aber allein das soll uns schon zeigen, worin wahre Einheit besteht, dass zwei Personen, die beide voneinander unterschieden werden können im Sinne von hier ist der Vater und hier ist der Sohn, so einig sind, dass man eigentlich sie fast austauschen könnte bezüglich ihrer Tätigkeit, ihres Charakters. Denn was der Vater hat, hat auch der Sohn und was der Sohn hat, hat auch der Vater. Jesus illustriert damit immer wieder das Wesen der göttlichen Einheit, die ja ein Maßstab ist für die Einheit, die wir haben sollten.
[27:40] In Jesus wohnt die ganze Fülle der Gottheit, das sagt Paulus deutlich in Kolosser 2 und dort Vers 9. Und dann sagt er etwas ebenfalls Gewaltiges. Er sagt, dass seine Herrlichkeit in der Gemeinde offenbar wird. Er sagt: Ich bin verherrlicht in ihnen. Jesus sagt: Meine Herrlichkeit, was mein Ruhm besteht in der Gemeinde. Und die Frage, die wir uns stellen müssen, lieber Freund, liebe Freundin, lieber Bruder, liebe Schwester, ist, wenn wir unser Leben anschauen, unsere Familien anschauen, unsere Ortsgemeinden anschauen, wird Jesus verherrlicht in ihnen. Kann Jesus sagen: Das ist, ich bin stolz auf diese Gemeinde, meinen Ruhm, den möchte ich auf meine Gemeinde, aufgrund meiner Gemeinde haben. Am Ende wird es so sein, denn wir lesen in 2. Thessalonicher 1 und dort Vers 12. Dort wird uns gesagt, in 2. Thessalonicher 1 und dort Vers 12, Verzeihung, Vers 10: An jenem Tag, wenn er kommen wird, um verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert in denen, die glauben, denn unser Zeugnis hat bei euch Glauben gefunden. Wenn Jesus wiederkommt, wird die treue ihm nachfolgende Gemeinde, die dann noch festhält am Glauben Jesu, an den Geboten Gottes, die standhaft ausgerichtet ist, Offenbarung 14 Vers 12, die wird Jesu Herrlichkeit sein. Jesus wird sagen: Das ist mein Stolz, das ist mein Ruhm. Die Gemeinde offenbart das Wesen Gottes.
[29:08] Zurück zu Johannes 17 und dort Vers 11: Und ich bin nicht mehr in der Welt, diese aber sind in der Welt und ich komme zu dir, heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleich wie wir. Hier wird ganz deutlich, dass dieses Gebet ein Exempel ist, ein Beispiel für das, was Jesus später im Himmel beten würde, wenn er nicht mehr in dieser Welt ist. Denn zu dem Zeitpunkt, wo er das jetzt hier spricht, ist er ja noch in der Welt, aber er weiß, ich werde jetzt sterben, ich werde auferstehen und dann werde ich in den Himmel fahren. Dann werde ich für Jahrhunderte im Himmel sein, nicht mehr in dieser Welt, aber ich werde für sie beten. Ich bin nicht mehr in der Welt, diese aber sind in der Welt. Und Jesus bittet Gott, dass er die Gemeinde, die noch in der Welt ist, bewahrt. Jesus hat ja direkt vorher noch gesagt, direkt vor dem Gebet, der letzte Satz vor dem Gebet in Johannes 16, Vers 33 war gewesen: Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Also Jesus bittet Gott, dass er die Gemeinde bewahrt, aber er weiß auch, dass Gott die Gemeinde bewahrt, wegen seines eigenen Opfers. Er sagt: Seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
[30:20] Jesus bereitet seine Jünger darauf vor, dass das Leben als Christ nicht ein einfacher Weg sein wird, dass es viele Schwierigkeiten geben wird, aber dass sie jemanden haben werden, der im Himmel für sie eintritt und damit sie das felsenfest glauben, betet er dieses Gebet schon einmal auf der Erde, damit sie es hören können mit ihren eigenen Ohren, damit sie wissen, was er sagt, dass wenn sie später einmal in Schwierigkeiten sind, sich daran erinnern können, was er damals gebetet hat und sie wissen können: Jetzt, obwohl ich ihn nicht sehen kann, obwohl ich nicht hören kann, ihn nicht fühlen kann, weiß ich, dass mein Erlöser, mein Schöpfer, mein Freund im Himmel am Thron Gottes steht und genau diese Worte für mich spricht. Lieber Freund, liebe Freundin, weißt du, dass Jesus jetzt am Thron Gottes steht und diese Worte für dich und für mich spricht. Wir sagen so oft, dass Jesus unser Hohepriester ist und machen uns gar nicht die Gedanken, was das bedeutet. Jesus bittet für diese Einheit, nicht nur vor 2000 Jahren, kurz vor Gethsemane, sondern ständig im himmlischen Heiligtum. Was bedeutet, dass ein wesentlicher Schlüssel für die Einheit in der Gemeinde, auch in die Einheit der weltweiten Adventgemeinde darin besteht, dass wir den Heiligtumsdienst studieren. Es kann, hört mir gut zu, liebe Freunde, es kann keine Einheit in der Adventgemeinde geben, wenn der Heiligtumsdienst in den Predigten, in den Bibelstunden, im Gemeindeleben vernachlässigt wird. Dann kann man noch viel von Einheit reden, dann kann man sogar Johannes 17 zitieren, so viel man will, aber das Wesen von Johannes 17 ist der Dienst Jesu im himmlischen Heiligtum und wenn der vernachlässigt wird, wenn das als Sonderlehre beiseite geschoben wird, dann ist Einheit nur noch ein Wunschtraum. Die Einheit der Gemeinde hängt davon ab, wie real wir in dem Glauben leben, dass Jesus unser Fürsprecher jetzt ist im Allerheiligsten seit 1844.
[32:25] Er sagt, dass die Einheit der Gemeinde ein Appell sein soll, der Einheit, die Gott selbst hat und schauen wir einmal, wie sehr Gott sich um uns kümmert. Johannes 10, Vers 29. Jesus sagt, das ist sehr interessant, er sagt: Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. Merken wir uns den Satz, wir kommen später darauf zurück. Jesus sagt, wenn ich meine Gemeinde in die Hände des Vaters lege, dann ist sie sicher, denn niemand kann sie gegen den Willen der Gemeinde aus der Hand des Vaters reißen.
[33:09] Judas 1, Vers 24. Judas 1, Vers 24. Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen. Wenn Jesus Gott den Vater bittet, für die Gemeinde zu sorgen, dann bittet er die höchste Autorität im Himmel, die größte Kraft, die stärkste Macht. Niemand kann dem widerstehen. Wenn wir Jesus nachfolgen und uns in den Händen Jesu, in die Hände Gottes geben lassen, dann sind wir sicher. Und vielleicht hat das der Psalmist auch im Hinterkopf gehabt, als er diese wunderschönen Worte sang in Psalm 17 und dort Vers 8 und 9: Behüte mich wie den Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel.
[34:02] Zurück zu Johannes 17. In Vers 12 heißt es: Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, habe ich behütet und keiner von ihnen ist verloren gegangen, als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde. Jesus hat sich persönlich auf Erden um seine Nachfolger gekümmert. Wir haben gerade gelernt, dass niemand uns aus der Hand des Vaters reißen kann. Interessant ist, dass im selben Johannes-Evangelium uns auch gesagt wird, in Vers 18 und dort Vers 28. Also wir haben gerade gesehen, dass niemand uns aus der Hand des Vaters reißen kann und genauso im selben Johannes-Evangelium heißt es in Johannes 10 und dort Vers 28: Und ich gebe ihnen ewiges Leben und sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Wiederum sehen wir, dass was für den Vater gilt, gilt auch für den Sohn. In der Hand des Vaters sind wir sicher, in der Hand des Sohnes sind wir sicher und wir müssen nicht einmal wählen, ob wir in der Hand des Vaters oder des Sohnes sein wollen, denn die beiden sind eins. Wer in der Hand des Vaters ist, ist auch in der Hand des Sohnes oder umgekehrt, wer in der Hand des Sohnes ist, der ist auch in der Hand des Vaters, denn Jesus hat sich mit uns verbunden, weil dadurch wir auch mit dem Vater verbunden werden können, weil Jesus und der Vater sind einig.
[35:34] Jesus hat dafür gesorgt, dass seinen Jüngern nichts passiert, als nach dem Ende des Gebetes und sie dann nach Gethsemane gehen und Jesus dort mehrmals betet und dann schließlich die Wachen kommen, den Soldaten. Da sagt Jesus in Johannes 18 und dort Vers 8 und 9: Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr nun mich sucht, so lasst diese gehen, damit das Wort erfüllt würde, dass er gesagt hatte: Ich habe keinen verloren von denen, die du mir gegeben hast. Er hat sich um seine Jünger gekümmert und Jesus wusste trotzdem, dass einer von ihnen nicht zu ihm gehört, dass einer ein Teufel ist, wie er in Johannes 6 Vers 70 sagt, der Sohn des Verderbens, Judas. Und übrigens, und das nur am Rande gesagt, dieser Begriff Sohn des Verderbens kommt noch einmal vor im Neuen Testament und das ist in 2. Thessalonicher, Kapitel 2 und dort Vers 3. 2. Thessalonicher 2 und dort Vers 3: Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen, denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbart werden, der Sohn des Verderbens. Paulus zitiert dann paraphrasierend einige Verse und Gedanken aus dem Buch Daniel über das kleine Horn. Er macht damit deutlich, dass das zukünftige kleine Horn, der Antichrist, das was wir in der Geschichte als das päpstliche System identifizieren, dass das letztlich nur der Antitypus ist zu Judas. Und jetzt kommt es: Wenn Jesus sagt, ich habe sie alle bewahrt bis auf den Sohn des Verderbens und es keine Einheit zwischen dem Sohn des Verderbens und den Jüngern Jesu geben konnte auf Dauer und es keine dauerhafte Verbindung zwischen Jesus und dem Sohn des Verderbens geben konnte, obwohl er dreieinhalb Jahre oder zumindest einige Jahre ihm die Gelegenheit gegeben hatte, dann kann es auch keine Einheit geben von wahrhaft gläubigen Jesusnachfolgern mit dem Papsttum. Das ist unmöglich.
[37:35] In einer Zeit, in der gerade der Begriff der Einheit und gerade Johannes 17 immer wieder verwendet wird, um Protestanten und bibeltreue Christen zurück nach Rom zu führen, sei eindeutig darauf verwiesen, dass in Johannes 17 Jesus für die Einheit aller Nachfolger bittet und gleichzeitig anerkennt, dass der Sohn des Verderbens nicht dazu gehört und Paulus diesen Sohn des Verderbens auf den kommenden Antichristen bezieht, ganz deutlich sich auf Daniel bezieht, auf das kleine Horn, was in Daniel nichts weiter ist als das päpstliche System. Jesus wünscht sich, dass jeder Mensch gerettet wird. Er wünscht sich auch, dass viele Menschen aus der katholischen Kirche ihn in seinem wahren Charakter kennenlernen, aber für einen bibeltreuen Christen, für einen Menschen, der Jesus nachfolgt, kann es keine Einheit mit Rom geben. Das wäre keine Einheit in Christus, denn das hohe priesterliche Gebet warnt genau davor.
[38:30] Vers 13: Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit sie meine Freude völlig in sich haben. Jesus offenbart also, dass dies ein Gebet ist. Er weiß ja, dass er noch nicht beim Vater ist, sondern dass er noch auf der Erde ist. Er sagt: Ich bete das jetzt, damit sie zuhören, damit die Jünger, die gerade noch um mich herum sind, es sind ja nur noch elf, der Judas ist ja schon unterwegs, dass sie das hören und sich freuen, weil sie wissen, dass auch wenn Jesus dann einmal im Himmel ist, wenn sie in den Wolken emporgefahren sind, sie wissen, das was er damals gebetet hat, vor einigen Tagen, das was er da bei unserem letzten gemeinsamen Mal gebetet hat, diese Worte wird er beständig im Himmel für uns sprechen.
[39:16] Vers 14: Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hasst sie, denn sie sind nicht von der Welt, gleich wie auch ich nicht von der Welt bin. Lieber Freund, liebe Freundin, kann Jesus von dir sagen: Er oder sie ist nicht von der Welt. Der Glaube an das Wort Gottes führt nicht zu einer Einheit mit allem und jedem. Die wahre Einheit in Christus führt auch zu einer scharfen Trennung von den Prinzipien dieser Welt und dazu, dass die Welt uns hassen wird. Wer Jesus nachfolgt, hat die gleiche Beziehung zur Welt wie Jesus. Jesus liebt die Welt und wollte sie retten, aber gleichzeitig war er nicht von dieser Welt. Er hat sich nicht an die Prinzipien der Welt gehalten. Er hat nicht die Tradition der Welt übernommen. Er hat nicht dem Lauf der Welt mitgemacht. Er wollte die Welt retten, aber nicht indem er wie die Welt wurde. Jesus liebte die Welt, aber war nicht weltlich. Genauso sollen auch wir die Welt lieben, das heißt die Menschen in der Welt sind, aber ohne weltlich zu sein und zu denken und zu reden.
[40:13] Vers 15: Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Aus der Welt zu nehmen würde bedeuten zu sterben. Jesus sagt: Es hilft nichts, wenn sie alle sterben und damit sie nicht mehr verführt werden können, denn ich brauche sie ja noch als Botschafter und als Apostel der Gnade und der Liebe Jesu. Denn wenn sie tot sind, können sie das Evangelium nicht nur weiterbringen. Ich bitte dich vielmehr darum, dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Jesus hat sich selbst hingegeben, so sagt es Galater 1, Vers 4, um uns aus dem bösen Weltlauf heraus zu erlösen. 2. Thessalonicher 3, Vers 3: Gott ist treu, er bewahrt uns vor dem Bösen. Und dann im Vers 16 wiederholt er den Gedanken noch mal: Sie sind nicht von der Welt, gleich wie auch ich nicht von der Welt. Wenn dieser Gedanke muss. Also enorme Wichtigkeit für Jesus gehabt haben und wir sollten uns das wirklich deutlich machen. Einheit in Christus kann nur funktionieren, wenn wir gleichzeitig nicht weltlich sind, uns nicht so verhalten wie die Welt, nicht so denken wie die Welt und nicht so reden wie die Welt. Wer so redet und denkt und sich verhält wie die Welt, kann nicht gleichzeitig Einheit in Christus erwarten. So viel wir auch Johannes 17 zitieren. Die Einheit in Christus ist nur möglich, wenn wir diesen Satz wirklich ernst nehmen und Jesus ähnlich werden und ihm nachfolgen. Dann gibt es auch Einheit in Christus.
[41:28] Vers 17: Heilige sie in deiner Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit. Wahre Heiligung geschieht nicht durch Gefühle und nicht durch Emotionen, sondern durch das Wort Gottes. Jesus sagt: Die Wahrheit wird euch frei machen. In Johannes 15, Vers 3 sagt er, dass wir rein sind durch das Wort, das er spricht. In Psalm 119 lesen wir, dass wenn wir das Wort Gottes im Herzen haben, werden wir nicht sündigen. Wir können unseren Weg reinigen durch sein Wort. Das Wort Gottes ist ein Same, sagt Jesus in Lukas 8, Vers 11, das Frucht bringen wird und wir wissen ja aus Galater 5, Vers 22, was die Frucht ist. Paulus sagt in Epheser 5, Vers 26, dass Jesus seine Gemeinde reinigen möchte durch das Wasserbad des Wortes. Jakobus 1, Vers 21 sagt, dass das Wort Gottes rettet. Dieses Wort Gottes, die Bibel, ist die Wahrheit. Das sagt nicht einfach nur ein Evangelist, das sagt Jesus selbst. Heute leben wir in einer Zeit, in der viele Christen, auch viele vorgeblich bibeltreue Christen, die Bibel für größtenteils wahr halten. Sie sagen, die Bibel enthält das Wort Gottes, aber nein, Jesus sagt: Dein Wort ist Wahrheit. Es ist wahr und zwar vollkommen. Psalm 12, Vers 7 sagt, dass Gottes Wort rein ist, geläutert, siebenmal und ohne Schlacke sozusagen, ohne etwas, was nicht dazugehört.
[42:45] Vers 18: Gleich wie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. Jesus hatte eine prophetische Mission, basierend auf den Prophezeiungen des Alten Testamentes und die musste er vollenden. Genauso haben auch wir eine Mission, die genauso auf Prophezeiungen, zum Beispiel auf denselben Prophezeiungen basiert und auch die muss vollendet werden. 2. Korinther 5, Vers 20: Wir sind Botschafter an Christi statt. Ist dir bewusst, dass du genauso eine Mission zu vollenden hast, wie Jesus sie zu vollenden hatte? Das bedeutet nicht, dass du alleine die ganze Welt erreichen musst. Selbst Jesus hat nicht jeden Menschen auf diesem Erdball erreicht, aber Gott hatte einen spezifischen Plan für Jesus als Teil des großen Erlösungsplanes und Jesus hat seinen Teil vollkommen ausgefüllt. Wie weit sind wir mit unserer Mission und was müsste geschehen, damit sie vollendet wird? Könnte es sein, dass wenn wir unseren Blick wieder auf die Vollendung der Mission richten, dass wir dann auch viel leichter die Einheit erleben können, von der Jesus hier gesprochen und gebetet hat?
[43:54] Vers 19: Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt sein in Wahrheit. Heiligen bedeutet für Jesus nicht, dass er früher Sünder war und jetzt in der Heiligung wieder Fortschritte macht. Heiligen bedeutet ja zunächst einmal, dass man abgesondert wird für einen heiligen Zweck. Jesus hat sich abgesondert. Er ist aus dem Himmel gekommen. Er hat sich eine besondere Aufgabe gegeben, eine heilige Mission. Warum? Damit auch wir geheiligt werden, damit auch wir erkennen, dass wir für einen heiligen Zweck abgesondert sind, um eine Mission auszuführen.
[44:30] Vers 20: Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden. Jesus denkt nicht nur an die zwölf Apostel, sondern er denkt an jeden, der diese Worte liest oder hört oder weitergesagt bekommt. Er denkt an jeden Gläubigen aller Zeitalter. Das heißt, hier geht es nicht nur um die Einheit der weltweiten Gemeinde, hier geht es sogar um die Einheit aller Gläubigen aller Zeitalter. Sie alle sollen eins sein. Nun, es sind verschiedenste Persönlichkeiten, in verschiedensten Kulturen, mit verschiedenen Geschichtsepochen. Trotzdem können sie alle durch denselben Glauben an dasselbe rettende Evangelium eins sein in Christus.
[45:14] Vers 21: Auf dass sie alle eins sein, gleich wie du Vater in mir und ich in dir, auf dass auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Das Ziel ist wahre Einheit, wie sie in der Gottheit selbst zu finden ist. Und wenn das passiert, dann werden noch die Menschen oder viele Menschen, die die Wahrheit noch nicht erkannt haben, wie sie in Vers 3 beschrieben worden ist, nämlich den allein wahren Gott, den du gesandt hast, Jesus Christus. Sie werden diese Liebe, diese Herrlichkeit erkennen. Sie werden glauben, dass Jesus der Messias ist und die rettende Erkenntnis glauben und annehmen.
[45:48] Vers 22: Ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins sein, gleich wie wir eins sind. Hier nur ein kurzer Ausflug. In 5. Mose 5, Vers 24 wird deutlich, dass die Herrlichkeit Gottes sich offenbarte am Sinai. Doch das Volk wollte damals die Herrlichkeit nicht sehen und sagte: Stopp, wir wollen nicht mehr Gottes Worte hören, denn seine Herrlichkeit bedrohte ihre Sünde. Sie haben Mose vorgeschickt, von dem sie wussten, dass zwischen ihnen und Gott eine viel engere Beziehung war als zwischen ihnen und Gott. Und Mose sah viel mehr von der Herrlichkeit Gottes und sein Angesicht leuchtete von der Herrlichkeit so sehr, dass sogar das Volk davon erschrak. Und dazu gibt es übrigens interessante Verse auch in 2. Korinther 3. Das kann man in dem Zusammenhang dann noch persönlich weiter studieren. Ich möchte euch ganz herzlich dazu einladen, das persönlich für euch zu vertiefen, im zweiten Teil von 2. Korinther 3. Aber Gott versprach damals, den Messias zu senden, den Propheten, der die Herrlichkeit, die er am Sinai offenbaren wollte, durch sein Wort erklären würde. Und das geschah durch Jesus. Er kam, er kam, er hielt die Bergpredigt, um zu zeigen, was am Sinai eigentlich wirklich gemeint war. Er offenbarte die Herrlichkeit so sehr, dass später Johannes schreiben konnte: Und wir sahen seine Herrlichkeit als die eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit, sein Charakter. Der Charakter Gottes ist die Grundlage, die einzige Grundlage wahrer Einheit.
[47:11] Vers 23: Ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollem Ende der Einheit gelangen und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleich wie du mich liebst. Drei Ebenen in der Einheit, wie wir schon in der ersten Folge gesehen haben. Die Einheit in Gott, die Einheit zwischen Christus und den Gläubigen und die Einheit zwischen den Gläubigen durch Jesus. Sind alle diese drei Ebenen miteinander verbunden, aufeinander bezogen und diese Einheit wird deutlich, wie sehr Gott die Welt liebt. Es ist eine Einheit, die stärker ist als all das, was Engel jemals erlebt haben und erleben können.
[47:45] Vers 24: Vater, ich will, dass wo ich bin, auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt an. Jesus hatte nur wenige Minuten vorher gesagt, den Jüngern, dass sie alle ihn verlassen würden und trotzdem wollte er unbedingt sie bei sich haben. Jesus sehnt sich nach Gemeinschaft. Er sehnt sich nach echter geistlicher Einheit. Er wünscht sich, dass seine Nachfolger bei ihm sein dürfen. Er wünscht sich, dass sie noch viel mehr verstehen über seine Präexistenz, über die Position, die er früher im Himmel hatte, denn je mehr sie von dieser Position verstehen, je besser sie die Göttlichkeit Jesu begreifen, desto größer werden sie erkennen, wie groß das Opfer war, das er gebracht hat. Umso stärker werden sie spüren, wie sehr er sie liebt, je mehr wir die Göttlichkeit Jesu studieren und gleichzeitig die Menschlichkeit im Blick haben, desto größer wird dieses Opfer für uns sein, desto größer wird unsere Dankbarkeit sein, dass Jesus so viel riskiert hat, so viel aufgegeben hat, um dich und mich zu retten.
[49:54] Lieber Freund, liebe Freundin, er liebt dich wirklich und er möchte so gerne eine enge Beziehung zu dir haben. Er möchte so sehr Einheit haben mit dir und Einheit in der Gemeinde. Gerechter Vater, Vers 25: Die Welt erkennt dich nicht, ich aber kenne dich und diese erkennen, dass du mich gesandt hast. Die Welt hat nicht ewiges Leben, denn ihr fehlt die rettende Erkenntnis, dass Jesus der Messias ist. Es ist allein durch die Mission, die Jesus hatte, dass wir die rettende Liebe Gottes erkennen können.
[50:32] Vers 26: Jesus und ich habe ihnen deinen Namen verkündet und werde ihn verkünden, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen. Jesus sagt: Ich habe den Charakter Gottes, den Namen Gottes, sein Wesen verkündet, in den Predigten, in den Heilungswundern, in allem was ich getan habe, aber dann sagt er: Ich werde ihn weiter verkünden. Auch nach seinem Tod, auch nach seiner Auferstehung wird er im himmlischen Heiligtum durch seinen Dienst den Charakter Gottes verkünden. Wer also wirklich den Charakter Gottes studieren möchte, der sollte nicht nur die Evangelien studieren, sondern auch das, was Jesus im himmlischen Heiligtum tut. Dadurch können wir den Charakter Gottes noch besser verstehen, noch mehr die Liebe Gottes begreifen. Dadurch kann die Liebe noch mehr in unser Herz kommen, durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist und dadurch kann Christus noch klarer in unseren Herzen wohnen. Das sollte das Ziel all unserer Bemühungen sein, um Einheit. Dass die Liebe Gottes sich in unseren Herzen offenbart, dass Christus unserem Leben sichtbar wird, durch einen Charakter, der ihm ähnlich ist. Durch unseren Blick auf das, was auf Golgatha geschah und auf das, was im himmlischen Heiligtum jetzt geschieht, im Allerheiligsten, für uns seit 1844. Mit dem Blick darauf, was einmal sein wird, in Kürze, wenn Jesus wiederkommt, ist es dein Wunsch, liebe Freunde, die Antwort auf das Gebet von Jesus zu sein. Möchtest du einer von denen sein, von denen Jesus sagen kann im Himmel: Vater, du hast sie mir gegeben, bewahre sie, denn ich habe mich für sie geheiligt. Ich habe alles für sie gegeben und ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Einheit zwischen ihnen und zwischen mir und ihnen so groß und so intensiv und so eng ist, wie sie zwischen dem Vater und dem Sohn ist. Ist das dein Wunsch? Lass uns heute entscheiden, liebe Freunde, eine Gebetserhöhung des Gebetes von Johannes 17 zu sein. Gott segne dich in deiner Entscheidung. Nächste Woche werden wir uns hier wiedersehen, um gemeinsam weiter das Thema Einheit in Christus zu studieren. Lasst uns dieses Kapitel nicht vergessen. Gott segne euch und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.