[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Cannstatt Study Hour, heute mit einem besonderen Thema: Bilder der Einheit. Wir studieren die Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 10. November. Am Anfang würde ich gerne mit euch beten. Allmächtiger Vater, wir wollen dich loben und preisen für deine große Liebe zu uns und für uns. Ich bitte dich, dass du uns heute segnest, wenn wir dieses besondere Thema studieren zusammen: die Einheit. Danke, dass du uns liebst. Bitte hilf uns, dass wir immer näher zu dir kommen und deinen Charakter widerspiegeln. Wir brauchen deinen Heiligen Geist, um all das, was wir lernen werden, auch wirklich umzusetzen nach deinem Willen. Im Namen Jesu Christi bete ich das. Amen.
[1:20] Es ist sehr schön, dass es in der Bibel viele Symbole und Gleichnisse gibt, die über die Einheit sprechen. Und es ist ganz wichtig für uns, die Einheit, weil wir im Auftrag Gottes diese der Welt zeigen sollen. Und heute werden wir die Bilder auf drei Ebenen betrachten: die Beziehung der Mitglieder untereinander, dann die Beziehung der Gemeinde zur Umgebung und die Beziehung der Gemeinde zu Gott.
[1:54] Lass uns zusammen in 5. Mose Kapitel 4, Vers 20 lesen: „Euch aber hat der Herr angenommen und aus dem eisernen Ofen aus Ägypten geführt, dass ihr sein Erbvolk sein solltet, wie es euch der Fall ist.“ Woher erkennen wir, dass wir Erbvolk Gottes sind? Gott hat uns aus der Sklaverei der Sünde befreit, aus Ägypten. Fühlen wir uns erlöst von Gott? Hier steht auch in diesem Werk: Er hat uns angenommen und wir gehören ihm. Gehörst du dem Herrn? Sieht das bei dir so aus, wie wenn zwei Menschen zusammen sind oder verheiratet sind? Man sieht, sie gehören zusammen. Der eine spricht immer über den anderen, man hilft sich miteinander, man hat so eine enge Beziehung zueinander. Aber lasst uns weiterlesen in 1. Petrus 2, Vers 9: „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugend dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat.“
[3:12] Was bedeutet praktisch, ein auserwähltes Geschlecht zu sein, ein königliches Priestertum zu sein? Zuerst: Gottes Kinder haben ein besonderes Kennzeichen. Sie sind völlig mit dem ganzen Herzen dabei und sie dienen Gott und sie dienen den Nächsten. Und in der Bibel finden wir auch ganz oft, zum Beispiel in 5. Mose Kapitel 10, Vers 8, in 5. Mose 18, Vers 7, in 2. Chronik 29 usw., dass die Priester das Vorrecht hatten, vor Gott zu stehen. Und das dürfen wir auch. Sind wir vor Gott? Stehen wir jeden Tag im Gebet vor seinem Thron? Genießen wir seine Gegenwart? Verstehen wir, was er uns zu sagen hat? Aber dieses Begriff des Priestertums im Alten Testament ist auch eine Berufung, eine Einstellung. Und was musste damals der Priester machen? Er war da, dem Volk Israel Zugang zu Gott zu erleichtern und irgendwie diese Gemeinschaft zu Gott zu helfen, dem Volk zu helfen, diese Gemeinschaft mit Gott zu haben.
[4:35] Jetzt aber bedeutet das für uns nicht, dass wir die Ehre beanspruchen müssen. Eigentlich ist es nicht so, wie in manchen Denominationen oder Kirchen manchmal passiert, dass die Priester der einzige Weg sind, um die Vergebung der Sünde zum Beispiel zu bekommen. Jesus Christus ist der einzige Weg, und durch ihn dürfen wir zum Vater und die Vergebung der Sünde bekommen. Nur wir dürfen unseren Mitmenschen helfen, Jesus Christus zu finden. Aber lasst uns weiterlesen, was bedeutet, Volk Gottes zu sein. Und lasst uns zusammen in 2. Mose Kapitel 19, Verse 5 und 6 anschauen. Da steht: „Werdet ihr nun meine Stimme Gehör schenken und gehorchen und meinen Bund bewahren, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde ist mein. Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“ Das sind die Worte, die du den Kindern Israel sagen sollst.
[5:52] Hier gibt es drei wichtige Punkte, die wir betrachten, wenn wir ein Volk vor allen Völkern sein wollen, die Gott bezeichnen: Und zwar, wie da steht, der Stimme Gottes Gehör schenken und gehorchen. Der dritte Punkt ist, einen Bund mit Gott zu machen. Hören wir die Stimme Gottes? Was bedeutet die Stimme Gottes zu hören und vor allem, was sagt sie uns? Ellen White spricht auch sehr oft darüber, und ich wollte euch vier besondere Punkte, die Ellen White darüber schreibt, in „Testimonies for the Church“ nennen. Zuerst in Band 6, Seite 393, da steht: „Die Bibel ist ebenso sehr Gottes Stimme, die zu uns spricht, wie wenn wir sie mit unseren Ohren hören könnten.“ Also Punkt Nummer eins: Die Bibel ist die Stimme Gottes. Und aus dem gleichen Buch, Band 5, Seite 163: „Der Ruf der Pflicht ist Gottes Stimme.“ Was bedeutet das? Jedes Mal, wo ich denke, vielleicht muss ich das und das erledigen, vielleicht muss ich diese Schwester anrufen, vielleicht muss ich eine Mission machen – dieser Ruf der Pflicht ist Gottes Stimme. Das ist interessant, oder?
[7:18] Und nochmal, „Testimonies for the Church“, Band 5, Seite 120: „Das Gewissen ist die Stimme Gottes.“ Jedes Mal, wo wir im Herzen spüren: Ich muss das nicht mehr tun, ich soll nicht lügen. Dieses Verhalten ist nicht gut nach Gottes Willen. Das ist die Stimme Gottes. Und dazu am Ende in „Testimonies for the Church“, Band 5, Seite 512, da steht: „Ein anderer Weg, auf dem Gottes Stimme vernehmbar ist, ist das Mahnen seines Heiligen Geistes.“ Der Heilige Geist spricht zu uns auf verschiedene Arten und Weisen, sicher durch die Propheten zum Beispiel, die direkt von Gott diese Botschaft bekommen, um sie uns zu teilen. Und durch andere Menschen, durch die Bibel haben wir schon gesehen. Also der Heilige Geist hat auch mit uns viel zu teilen.
[8:21] Und wie und wann passiert das? In dem gleichen Buch steht auch, dass nur, wenn wir ganz still sind, dann kann Gott zu uns sprechen. Und lasst uns, Geschwister, vornehmen, wirklich jeden Tag Zeit zu haben und diese besondere Gemeinschaft mit Gott zu haben, um seinen Willen zu verstehen und umzusetzen.
[8:39] Dazu steht auch, dass wir auch gehorchen sollen. Was nutzt es, wenn wir nur hören? Und hier noch ein interessantes Zitat von Ellen White aus der „Schatzkammer der Zeugnisse“, Band 1, Seite 241, Punkt 2: „Die Adventisten sollen hier auf Erden Vertreter des göttlichen Wesens sein. Doch jede Sünde trennt sie von Gott und entehrt in gewisser Hinsicht seinen Namen, weil dadurch den Feinden seines Heiligen Geistes Gelegenheit gegeben wird, sein Werk und sein Volk zu schmähen.“ Ist das nicht interessant?
[9:19] Und noch dazu in dem gleichen Kapitel: „Die Kinder Gottes, die mit dem Gesetz des Herrn auf Kriegsfuß stehen und es als besonderes Verdienst betrachten, die spöttischsten und gehässigsten Dinge zu reden, zu schreiben, zu tun und diesem Gesetz Ehre, nicht Achtung zu zeigen, mögen ein begeisterndes Bekenntnis ihrer Liebe zu Gott ablegen und zweifellos auch einen gewissen religiösen Eifer besitzen. Aber sie sehen so aus wie die jüdischen Hohenpriester und Ältesten. Denn auch weder am Tag des Herrn die Majestät des Himmels von diesem Volk, sagen, zu leicht gefunden.“ Ist es nicht eine starke Mahnung für uns? Wir sollen aufpassen, nicht nur zu zeigen, dass wir Gott lieben, sondern wirklich unser Herz zu verändern, weil das möchte Gott. Er möchte uns befreien von der Sünde und uns heiligen, damit wir endlich vor Gottes Thron stehen können.
[10:26] Dazu ganz wichtig ist eine Eigenschaft des Volkes Gottes: der Bund zu bewahren. Was bedeutet diesen Bund zu bewahren? Sicher durch unsere Bekehrung, durch die Taufe. Wir schließen einen Bund mit Gott und wie in Jeremia 31, Vers 33 steht, Gott möchte, dass dieser Bund, der aus Gesetzen besteht, und das ist das ganze Gesetz, in unseren Herzen hineingeschrieben wird. Und in unserem Sinne will Gott das Gesetz schreiben. Aber Ellen White schreibt auf diesen Punkten, dass es noch mehr geht. Es geht noch mehr um den Kern des Bundes. Und dieser Kern des Bundes ist für unsere Zeit sehr, sehr wichtig, vor allem für die Endzeit, die wir erleben. Sie sagt: „Wir haben uns durch einen feierlichen Bund verpflichtet, dem Gott und ihm allein zu dienen.“ Sie zitiert dann 2. Mose 31, Verse 13, 14, 16, 17, wo Gott sagt: „Beobachtet nur meine Sabbate, denn sie sind das Zeichen zwischen mir und euch für alle eure Geschlechter, damit man weiß, dass ich der Herr bin, der heiligt. Das ist ein ewiger Bund, das ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israels.“ Bezeichnet das uns als Gottesvolk? Es ist ein Unterscheidungsmerkmal, den wir in Ehre trachten sollen, vor allem am Ende der Zeit. Das ganze Gesetz ist der Charakter Gottes, und wir wollen ihn hochhalten mit unserem ganzen Herzen.
[12:25] Der eine oder andere könnte aber sagen: Aber vielleicht ist dieses Volk heutzutage doch real? Gibt es wirklich ein Volk, das Gott bezeugen kann und das als heiliges Volk zu sehen ist? Wenn wir wirklich darüber nachdenken, ist es sehr schwierig, so etwas zu finden. Alle Nationen und Völkergruppen haben gegen Gott gesündigt. Und natürlich hat Gott in der Herausbildung eines Volkes, eines Volks Gottes am Anfang, einen Akt der Liebe gemacht, damit wir durch das Nachkommen Abrahams seinen Charakter erkennen und die ganze Welt von Gott erfahren kann. Nun haben leider die Juden mit der Zeit den Messias verachtet und nicht angenommen, sondern abgelehnt. Vor Pilatus haben sie geschrien: „Kreuzige ihn, kreuzige ihn! Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!“ (Matthäus 27, Vers 25). Und das ist in der Tat passiert dann mit der Zerstörung Jerusalems und des Tempels im Jahr 70 nach Christus.
[13:33] Aber diese besonderen Eigenschaften, eine besondere Kontinuität gibt es doch von dem Volk Israel. Wenn wir schon von Adam an denken, die ganzen Patriarchen, Noah und dann Abraham und die Gemeinde, die erste Gemeinde und die vielen Christen, die verfolgt wurden und die Märtyrer. Gott hatte bis zur heutigen Zeit sein Volk, das das Gesetz wirklich gehalten hat. Aber wie wir gelesen haben, in 1. Petrus 2, Vers 9 steht: „damit ihr die Tugend dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat.“ Welche sind diese Tugenden, diese Eigenschaften Gottes? Und die Bibel sagt: „Der ist barmherzig, gnädig, langsam zum Zorn, von großer Gnade und Treue.“ Und das ist ein Vorrecht für uns, und das ist eine Verantwortung. Wir dürfen Gottes Charakter widerspiegeln.
[14:42] Dazu benutzt die Bibel ein interessantes Bild für die Gemeinde, und zwar das Haus Gottes. Und darüber wollen wir ein bisschen lesen, die Verse, die in 1. Petrus, Kapitel 2 stehen, Verse 4 und 5: „Da ihr zu ihm gekommen seid, als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und köstlich ist, so lasst ihr euch nun aufbauen als lebendige Steine zum geistlichen Haus, zum heiligen Priestertum, um geistliche Opfer zu opfern, die Gott angenehm sind durch Jesus Christus.“ Und dann dazu in Epheser 2, da werden wir die Verse 19 bis 22 lesen: „So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, auferbaut auf die Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selber der Eckstein ist, in welchem der ganze Bau zusammengefügt wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in welchem auch ihr mitgebaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.“
[16:09] So hier spricht Paulus nicht nur über das Haus als Gebäude, das ein dynamisches Haus ist, weil hier steht, dass es sogar wächst, wie wir gerade gelesen haben, sondern er spricht auch über die Gemeinschaft, die Leute, die Wohnung in einem Haus. Aber lasst uns ein bisschen betrachten, was es bedeutet, Glieder der Gemeinde zu sein und lebendige Steine zu sein. Es ist interessant, dass wenn die Steine zusammen sind, dann werden sie zusammen quasi eingeklebt. Und das ist ein schönes Symbol für uns, dass wir näher aneinander sind. Wir haben verschiedene Beziehungen, die uns verbinden. Aber jeder Stein muss sich auch quasi schleifen lassen, damit er ganz genau passt in den Ort, wo er hingesetzt wird. Und das passiert auch, dass Gott unseren Charakter durch die Gemeinde, in der Gemeinde, modifiziert und an ein paar Kanten schon wegmacht oder ein bisschen schleift. Und interessant ist es auch, dass diese Steine an verschiedenen Orten des Hauses sein können. Manche sind zum Beispiel an den Wänden, manche in der Küche oder in der Garage oder manche in den Treppen oder im Schlafzimmer usw. Und das bedeutet, dass wir verschiedene Rollen haben, verschiedene Aufgaben haben. Und zusammen, diese Steine bilden einen geschützten Raum.
[17:30] Warum ist es so wichtig, diesen Raum zu schaffen? Dadurch, dass wir die Verletzten, die Bedürftigen einladen und dort werden sie Schutz und Erholung finden. Noch dazu, die ganzen Steine, wenn wir darüber nachdenken, sie tragen zusammen eine Last, die ein Stein allein nicht tragen könnte, das ganze Dach usw. Diese Last, das können quasi unsere Probleme sein und die Sünde, die wir auch oder die Folge der Sünden, die wir erleben, wenn sie quasi aufgeteilt sind mit unseren Geschwistern, ist es viel besser, erträglicher. Und wenn wir denken, sogar ein ganzes Haus wird wertvoller. Natürlich ist ein Stein schon sehr, sehr wichtig. Aber könnt ihr euch vorstellen, wenn man ein schönes Haus hat mit angeordneten Räumen, der Wert von diesem Haus ist definitiv noch höher als ein einziger Stein.
[18:32] Und die Bibel sagt ganz deutlich, was ist der Hauptpunkt in dem ganzen Haus? Und zwar, der Eckstein ist Christus. Damit das Gebäude stabil bleibt, wir brauchen ein starkes Fundament. Ohne dieses Fundament, das Christus ist, die Gemeinde würde gar nicht existieren. Nicht nur das, die Bibel sagt nicht nur, dass Christus quasi der Fels ist, wie zum Beispiel in 1. Korinther 10, Vers 4, oder auch wenn wir an Daniel denken, dass dieser Fels quasi das Ganze in Daniel 2, bei dem der König Nebukadnezar mit seinem Traum von Eisen, Ton, Herz, Silber, Gold zerstört und daraus kommt ein großer Berg, und das ist ein Symbol für das Reich Gottes.
[19:26] Die Bibel sagt auch, dass dieser Fels wichtig ist für das Aufbauen. In Matthäus 7 lesen wir die Verse 24 und 25, dass Jesus selbst spricht und sagte: „Wer diese meine Worte hört und sie tut, ist einem klugen Mann zu vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute.“ Und was passiert danach? Klar kommen Wasserströme, kommen Stürme und so weiter, aber dieses Haus kann nicht fallen, weil es auf den Felsen gegründet ist. Stützen wir uns auf dem Felsen, der Jesus Christus ist?
[20:07] Wie gesagt, haben wir auch gerade erwähnt, dass Paulus hier spricht auch von der Wohnung, von der Gemeinschaft. Und hier in Epheser 2, Vers 19 stand auch, dass wir Gottes Hausgenossen sind, so wie eine Familie, wo eigentlich kein Zweifel sein sollte, keine Lüge, kein Unglaube, ansonsten kann diese Familie nicht glücklich sein. Und gerade darüber ermutigt uns Paulus in Epheser 4, Verse 1 bis 6, wo er wirklich die Menschen, die Geschwister ermutigt und sagt: „Ihr sollt zusammen sein mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld, ertragt einen den anderen in der Liebe und seid fleißig, haltet die Einheit, die Einigkeit, Entschuldigung, im Geist durch das Band des Friedens: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf allerlei Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott, ein Vater aller und so weiter.“ Ist es nicht wunderschön, dieses Bild von dieser göttlichen Familie? Manche von uns haben vielleicht nicht dieses Glück gehabt, wirklich eine liebevolle Familie zu haben, wo Ermutigung und Geduld herrscht und Loyalität. Deshalb lasst uns wenigstens in der Gemeinde das erleben, weil Gott, Jesus Christus, das Zentrum ist.
[21:40] Wir sind in der Tat alle verwandt, aber nicht nur, weil wir alle von Adam kommen, sondern auch durch diese Wiedergeburt, durch die Bekehrung. Wir werden zu einer engen Familie, die die gleichen Erfahrungen gemacht hat. Und das verbindet uns ganz stark. Und wir haben ein einziges Ziel, ein gemeinsames Programm. Und unser Programm ist Jesus Christus und nichts anderes.
[22:09] Dazu sagt auch die Bibel, dass wir so wie ein Tempel des Heiligen Geistes sind. In verschiedener Art und Weise sagt sie das. Aber einmal spricht Paulus darüber in 1. Korinther 6, die Verse 19 und 20. Und hier spricht Paulus über den Körper, den menschlichen Körper. „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, welchen ihr von Gott empfangen habt und dass ihr nicht euch selbst angehört? Denn ihr seid teuer erkauft. Darum verherrlicht Gott mit eurem Leib.“
[22:54] Hier sehen wir, dass es ganz persönlich anfängt. Und wir können es nicht alleine schaffen, ein Tempel zu sein, so rein zu werden vor Gott, weil wir voller Sünde sind. Gott möchte das in uns machen, aber er zwingt uns nicht. Wie wir lesen in Offenbarung 3, Vers 20: Jesus sagt: „Ich stehe an der Tür und klopfe an.“ Und nur, wenn wir diese Tür öffnen, dann kann er hineinkommen und mit uns sein.
[23:28] Interessant ist darüber ein Zitat von Ellen White aus „The Review and Herald“ vom 25. Oktober 1892. Sie schreibt: „Ein Mensch kann sich nicht selbst zu einer Behausung des Geistes Gottes umbauen. Wenn der menschliche Wille nicht mit dem Willen Gottes kooperiert, kann der Herr nichts für ihn tun. Er schafft die Meisterwerke, und dennoch muss das menschliche Werkzeug mit dem göttlichen Meister zusammenarbeiten. Andernfalls kann das himmlische Gebäude nicht vollendet werden.“ Alle Macht kommt von Gott und alle Ehre gebührt ihm. Und dennoch liegt die ganze Verantwortung bei den Menschen. Denn ohne eine Kooperation kann Gott nichts tun. Es ist eine starke Verantwortung, die wir haben. Es ist unsere Entscheidung, ob wir uns zum Gottestempel umbauen lassen oder nicht.
[24:28] Aber Paulus spricht auch in anderen Stellen über die Gemeinde als Tempel. Und das steht im 1. Korinther 3, Verse 16 und 17, ganz ähnlich. Er schreibt: „Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, dann wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr.“
[24:54] Interessant ist noch, was über dieses Bild oder Gebäude Paulus schreibt. Ich lese auch in 1. Korinther 3, die Verse 11 und 13: „Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf diesem Grund baut: Gold, Silber, Edelsteine und dann sagt er Holz, Heu, Stroh, so wird eines jegliches Werk offenbart werden. Der Tag wird es klar machen, denn mit Feuer wird er sich offenbaren, und welcher Leich eines jeglichen Werks sein wird, das wird das Feuer bewähren.“
[25:40] Warum ist es so wichtig, was hier Paulus sagt? Es gibt verschiedene Materialien, die wir bauen, und hier spricht es vor allem über diesen Tempel der Gemeinde. Mit welchem Material baust du, baue ich? Mit Gold, mit Silber, Stein oder mit Holz und Heu? Das bedeutet, was ist die Qualität der Sache, die du in die Gemeinde einbringst? Es kann zum Beispiel Zeit sein. Wie viel Zeit bringst du in die Gemeinde hinein oder deine Talente und so weiter. Alles wird am Ende der Zeiten offenbart sein.
[26:27] Natürlich werden wir in diesem Aufbau der Gemeinde sicher Hindernisse haben. Und wie wir wissen, wie wir auch studiert haben, die Apostel damals hatten auch viele Hindernisse in der frühen Gemeinde. Und zum Beispiel gab es verschiedene Feinde, die gegen sie waren. Es gab Rassismus, es gab Verurteilung, es gab Hass. Und heutzutage müssen wir auch kämpfen. Ich habe mich wirklich die Frage gestellt, warum gibt es immer Probleme in allen Gruppen, in allen Gemeinden? Satan hat ganz viel Interesse daran, dass wir doch nicht zusammenbleiben, dass wir auseinandergehen, weil er weiß: Zusammen sind wir stark. Wir können natürlich Probleme von außen bekommen: Verfolgungen oder Irrlehrer. Und an dem Punkt musste ich sehr an Nehemia denken. Und damals, als quasi er aufgefordert hatte, das Volk, noch mal Jerusalem aufzubauen, steht in Nehemia 4, Vers 11: „Die, die die Last trugen, arbeiteten so, mit einer Hand taten sie die Arbeit und mit der anderen Hand hielten sie die Waffen.“ Das heißt, auch wenn wir für Gott arbeiten, müssen wir immer bereit sein, gegen Satan zu kämpfen, mit der Rüstung Gottes. Wir wissen das schon und wir müssen bereit sein.
[27:57] Aber Probleme können auch von innen kommen, von der Gemeinde selbst. Es gibt Spaltungen, es kann Neid sein, es kann Eifersucht sein. Und hier, diese Gegenwart Gottes kann nicht bleiben in seinem Tempel, wenn solche Probleme in der Gemeinde bleiben. So wollen wir, was Paulus uns empfiehlt, annehmen in Philipper 2, Verse 3 und 4, der sagt: „Nichts tut aus Parteigeist oder eitler Ruhmsucht, sondern durch Demut achtet einer den anderen höher als sich selbst. Indem jeder nicht nur das Seine ins Auge fasst, sondern auch das des Anderen.“ Es ist nicht wunderschön, wenn in der Gemeinde Demut herrscht und die eine den anderen zum Beispiel mehr als sich selbst achtet? So werden wir wirklich Gottes Gemeinde sein.
[29:09] Aber wir kommen jetzt zu einem anderen schönen Bild oder Gleichnis in der Bibel. Und zwar, die Bibel beschreibt die Gemeinde wie einen Körper. Lass uns zusammenlesen in 1. Korinther 12, Verse 12 bis 17: „Denn gleich wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, wie wohl sie viele sind, doch nur einen Leib bilden, also auch Christus. Denn wir wurden alle in einem Geist zu einem Leib getauft, seien wir Juden oder Griechen, Knechten oder Freien, und wurden alle mit einem Geist getränkt. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. Wenn der Fuß spräche: ‚Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zu dem Leib‘, so gehört er deswegen nicht weniger dazu. Und wenn das Ohr spräche: ‚Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib‘, so gehört er deswegen nicht weniger dazu. Wäre der Leib, der ganze Leib, Auge, wo bliebe das Gehör? Wäre er ganz Ohr, wo bliebe der Geruch? Nun aber hat Gott die Glieder, jedes einzelne von ihnen, so am Leib gesetzt, wie er es gewollt hat.“
[30:33] Vers 21: „Das Auge kann zur Hand nicht sagen: ‚Ich bedarfe deiner Hilfe nicht.‘ Oder das Haupt zu den Füßen: ‚Ich bedarfe euer nicht.‘“ So lassen wir zusammen betrachten: Hier steht, dass der Körper eine Einheit ist. Und in der Tat, er besteht aus verschiedenen Teilen. Und jeder Teil hat eine besondere Funktion, hat eine besondere Verantwortung. Und wenn diese Teile vollkommen sind, dann kann der Leib Christi vollkommen sein. Und das sind wir.
[31:13] In 1. Korinther 12 steht, dass wir verschiedene Gaben bekommen haben. Es gibt Propheten, es gibt Prediger, es gibt Leute, die anderen heilen. Es gibt die, die die Gabe der Sprachen haben und so weiter und so fort. Deshalb, wir sind unterschiedlich. Aber Einheit und Verschiedenheit sind nicht im Widerspruch, sondern sie ergänzen sich. Das ist wirklich ein sehr aktuelles Thema. Lass uns auch, wie unseren Präsidenten Ted Wilson in diesen letzten Zeiten bei der Generalkonferenz uns ermutigt hat: Lass uns beten, lass uns Ordnung und Struktur haben. Lass uns zusammenbleiben, in der Einheit, so wie Gott es möchte.
[31:54] Klar, in den letzten Jahrzehnten ist unsere Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten rasant gewachsen. Und es gibt ganz viele unterschiedliche Kulturen, es gibt ganz viele Hintergründe. Aber alles, das Einzige, was uns wirklich zusammenbindet, ist Jesus Christus. Und durch den Heiligen Geist finden wir in Gott so eine große Kraft. Alle sind gleich vor dem Kreuz, am Fuße des Kreuzes. Wir sind alle gleich, egal, woher wir kommen, egal, wie wir sind. Aber Selbstsucht führt zum Tod.
[32:44] Lass uns kurz betrachten, wie die Organe ungefähr funktionieren. Kein Organ des Körpers könnte sagen: „Jetzt will ich eigentlich nur für mich arbeiten. Den anderen will ich nicht dienen.“ Zum Beispiel, wenn das Herz plötzlich anfängt zu sagen: „Ich will nicht mehr das Blut weiterleiten im Kopf oder in der Hand.“ Nicht nur der Kopf oder die Hand würde sterben, sondern das Herz selbst. Weil seine Aufgabe ist es zu pumpen. Das hält das Herz am Leben. Es stärkt sogar das Herz selbst, so zu funktionieren. Diese Kraft und diese Aufgabe des Herzens ist so wichtig. Das Blut muss durchdringen durch das ganze Gewebe. Und wenn wir an das Blut denken, das Blut führt in den Körper Sauerstoff, Nahrung. Ist auch Teil des Abfalls für unsere Organe und sorgt dafür, dass alle Abfallstoffe abgeräumt werden. Und in dieser Art und Weise, genauso wie das Blut, muss die Liebe Gottes den ganzen Körper durchdringen und verbinden. Wir denken auch, in der Bibel ist das Blut ein Symbol der Liebe Gottes. Weil wir benutzen das auch beim Abendmahl. Es ist das Symbol des Opfers Jesu Christi. Er hat seine Liebe gezeigt, indem er für uns gestorben ist am Kreuz und auferstanden ist. Das ist, was uns bindet: die Liebe.
[34:22] Und wenn wir schon in dem Kontext sind, ich möchte gerne mit euch ein Kapitel lesen, das für mich so ein bisschen die Anatomie der Liebe ist. Und das ist 1. Korinther 13. Lass uns die Verse 4-7 lesen: „Die Liebe ist langmütig, ist gütig. Die Liebe beneidet nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu. Sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber in der Wahrheit. Sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.“ Und das ist eine meiner Lieblingsverse über die Liebe. Und lass uns diese Liebe bewahren und von Gott bekommen. Das ist, was unseren Leib verbinden kann.
[35:21] 1. Korinther 12. Kommen wir zurück zum Paulus, ab Vers 22. Die Beschreibung des Leibes. „Vielmehr sind gerade die scheinbar schwächeren Glieder des Leibes notwendig.“ Verse 23-27: „Und die wir für weniger ehrbar am Leib halten, die umgeben wir mit desto größerer Ehre. Und die uns übel anstehen, die schmückt man am meisten. Denn sie, denen die uns wohlstehen, bedürfen es nicht. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem dürftigeren Glied umso größere Ehre gab, damit es keinen Zwiespalt im Leibe gebe, sondern die Glieder gleichmäßig füreinander sorgen. Und wenn ein Glied leidet, so leiden auch Glieder mit, alle Glieder mit. Und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit ihm. Ihr seid Christi Leib und jedes in seinem Teil Glieder.“
[36:38] Es ist so interessant zu lesen in diesen Versen. Hier spricht über diese weniger würdigen Glieder, die vielleicht auch, manchmal wir so betrachten, manche Glieder der Gemeinde, die wir denken, sie sind in der Tat anders oder geschwächt usw. Die Bibel sagt aber, dass sie sogar notwendig sind und sie sind hochzuschätzen. Aber manchmal bedeutet das auch, dass wir uns miteinander unterstützen sollen und sogar quasi entschuldigen sollen, den Schuld den anderen wecken und vergeben. Das ist, was dieses Miteinander helfen von den verschiedenen Gliedern und Schützen bedeuten kann.
[37:22] Dazu steht auch, dass wenn ein Glied schwach ist oder krank ist, das ganze Leib leidet. Und das ist wirklich so. Mir ist es auch persönlich passiert, als mein Fuß verletzt war, es war schwer für den ganzen Körper, sich zu bewegen. Das war ein Leid für den ganzen Körper. Was machen wir, wenn unser Bruder, unsere Schwester Probleme hat? Wollen wir nicht ihm helfen? Wollen wir zusammen trotzdem bewegen, dass der Körper sich trotzdem bewegt? Lassen wir diesen Glied, zum Beispiel den Fuß, in Ruhe, und dann werden wir sehen, wenn wir ihm Ruhe geschenkt haben. Und das bedeutet vielleicht für die anderen Glieder, ein bisschen mehr zu arbeiten. Am Ende kann dieser Glied sich so erholen, dass er nochmal eine Stützung für den ganzen Körper werden kann. Und die anderen profitieren auch davon, wenn wir unseren Mitgliedern, unseren Geschwistern helfen. Obwohl es am Anfang sieht quasi, dass wir etwas verlieren, dass wir mehr Zeit benutzen müssen, mehr Geld vielleicht investieren müssen.
[38:38] Dazu wollte ich gerne mit euch ein Zitat von Ellen White, „The Ministry of Healing“, also in „Der Weg der Gesundheit“ ist es geschrieben, Seite 251. Ellen White beschreibt, was ganz gut und wichtig ist für die Gesundheit des Leibes. Hier spricht sie über den echten Leib, aber ich möchte das auch auf die Gemeinde beziehen. Sie sagt: „Nichts ist der Gesundheit von Körper und Seele förderlicher als ein Geist der Dankbarkeit und des Lobens. Wir sollen es uns zur festen Pflicht machen, der Schwermut und Gedanken und Gefühle der Unzufriedenheit zu widerstehen. Das ist ebenso sehr eine Pflicht wie das Gebet.“ Was ist das Geheimnis der Gesundheit? Hier steht: Ein Geist der Dankbarkeit haben, des Lobens, gegenseitig und auch zu Gott natürlich. Und es ist unsere Pflicht, nicht die Gefühle der Unzufriedenheit zu erheben, zu betrachten, sondern zu beten, beten, beten.
[39:47] Und dazu kommen wir zu dem Kopf, zu dem Haupt dieses Körpers. In Epheser 5, Vers 23 sowie in Kolosser 1, Vers 18 steht, dass Jesus Christus ist das Haupt der Gemeinde. Warum ist es so wichtig? In der „Schatzkammer der Zeugnisse“ 1, Seite 87, Punkt 3, sagt, dass die Spiritisten den Einfluss des Hauptes missachten und glauben, dass alle Glieder des Leibes selbstständig handeln können und dass sie durch festgefügte Gesetze in einen fortschreitenden Zustand der Vollkommenheit geführt werden. Es ist so gefährlich. Und dazu immer in dem gleichen Buch: „Tausende setzen das Haupt beiseite und handeln ohne Christus. Ein anderer regiert ihren Leib: Satan.“ Wenn Jesus Christus nicht unser Körper, die Gemeinde führt, dann wird eine andere Person das machen, und das ist der Feind. Das kann so gefährlich sein.
[40:53] Aber noch etwas Interessantes: Dieses Bild des Körpers erinnert uns, dass der Körper auch Nahrung braucht. Welche Nahrung haben wir? Wir haben vor allem als Basis, sagen wir, Brot und Wasser. Und wie ist es interessant, dass der ganze Körper, die verschiedenen Organe, obwohl sie unterschiedlich und miteinander sich helfen können, von der gleichen Nahrung ernährt werden? Die Bibel ist das Brot. Das Brot ist das Wort Gottes. Das ist geschrieben in Matthäus 4, Vers 4. Und das Wasser. Was ist das Wasser? Ein Symbol für was? Wer dann später nachschlagen möchte, in Johannes 7, Vers 38, 39 steht, dass das Wasser ein Symbol des Heiligen Geistes ist. Und nur dadurch können wir uns wirklich ernähren, von Gott leben, mit ihm zusammen verbunden sein.
[42:02] Jetzt haben wir ein bisschen über zwei Ebenen gesprochen und vertieft auch die Beziehung der Mitglieder miteinander, die sich miteinander helfen und stärken. Und dann die Beziehung der Gemeinde zur Umgebung. Jetzt wollen wir ganz kurz zu dem dritten Punkt kommen: die Beziehung der Gemeinde zu Gott. Schon der Psalmist, der ganz berühmte Psalm 23, hat geschrieben: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Und dazu, wenn wir Hesekiel lesen, der Heilige Geist hat diesen Propheten inspiriert. Kapitel 34, Vers 23 ist geschrieben: „Ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll.“ Vers 26: „Ich will das Verlorene wieder suchen, das Zertrümmerte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken.“ Hesekiel 34, Vers 25: „Ich will einen Bund des Friedens mit ihnen schließen und alle bösen Tiere aus dem Land ausrotten.“ Vers 31: „Ihr sollt mein Volk sein, spricht der Herr, der Herr.“
[43:23] Interessant genug ist, dass Jesus Christus diese Weisheit auf sich wandte. Er sagt: „Ich bin der gute Hirte.“ Im Gegensatz zu den führenden Personen damals, den Juden. Und genau das finden wir in Johannes Kapitel 10, Verse 1 und 2. Jesus sagte: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Schafstall hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.“
[44:02] Jetzt damals hatten die Pharisäer gar nicht erkannt, dass eigentlich diese Worte gegen sie gerichtet waren. Aber Jesus spricht weiter in Johannes 10, Verse 9 und 10: „Ich bin die Tür; denn wenn jemand durch mich eingeht, der wird gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. Ein Dieb kommt nur, dass er stehle, würge und umbringe. Ich bin gekommen, dass sie das Leben in voller Genüge haben sollen.“ Das ist auch für mich eine der schönsten Verheißungen, dieses Leben in voller Genüge von Gott zu bekommen.
[44:49] So hier steht, dass Jesus die Tür ist zum Schafstall Gottes. Er ist der einzige Weg. Und eigentlich haben damals ganz viele andere Leute versucht, in diesen Schafstall Gottes hineinzukommen, aber durch andere Wege, die nicht Christus waren. Und die bezeichnen Jesus als Diebe und Räuber. In Hesekiel 43, Vers 4 spricht die Bibel über diese falschen Hirten: „Das Schwache steckt ihr nicht und das Kranke haltet ihr nicht. Das Verwundete verbindet ihr nicht. Das Zertrümmerte holt ihr nicht zurück und das Verlorene sucht ihr nicht. Das Starke aber tretet ihr nieder mit Gewalt.“ Das war die Situation damals von den Führern des Volkes Israel.
[45:49] Aber Johannes 10, Verse 1 und 2 schreibt, was Jesus noch sagte: „Wer aber zur Tür hineingeht, der ist der Hirt der Schafe.“ Wie kann es sein, dass Jesus Christus gleichzeitig die Tür ist und auch der Hirte? Kann das sein? Es gibt ein interessantes Zitat vom „Inneren Buch des Rebens Jesus“, Seite 476, wo steht: „Jesus tritt bei sich selbst ein und wird durch sein eigenes Opfer der Hirte der Schafe.“ Ist das nicht interessant? Durch dieses große Opfer, das ist der Schlüssel, das ist ein Wunder, das ist ein Geheimnis. Jesus Christus schafft den Weg und ist dasselbe die Tür, und durch das Opfer wird er unser Erlöser, unser Hirte, unser Hohepriester, der den Weg zum Vater wieder frei macht.
[46:42] Johannes 10, Verse 3 und 4: „Dem tut der Türhüter auf, und die Schafe hören seine Stimme, und er ruft seine Schafe mit Namen und führt sie aus. Und wenn er alle, die seinen hat, hinausgelassen, geht er vor ihnen hin, und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme.“ Die Schafe sind ziemlich furchtsame Tiere und hilflos, und sie brauchen wirklich einen Hirten, der sie führt und sie schützt, draußen von den Räubern oder von den Raubtieren. Und der Hirte damals musste wirklich mit dem Leben kämpfen, ganz häufig gegen Löwen, gegen Bären, gegen Leute. Interessant ist aber, dass der Hirte mag, wenn er die Schafe führen kann, und er sorgt, dass sie in die Wälder kommen, in Weideplätze, dass sie an die Ufer, an die Flüsse kommen, und er schützt sie. Er heilt wieder die Verletzten und sogar steht hier, er kennt jedes Schaf mit dem Namen.
[48:04] Es ist so eine wunderschöne Aussage von Gott. Das finden wir auch in Jesaja 43, Vers 1: „Ich habe dich bei Namen gerufen, du bist mein.“ Jesaja 49, Vers 16: „Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet.“ So sehr liebt uns Gott. Er kennt unsere Namen, er kennt uns persönlich, wo wir wohnen, was wir machen, was wir brauchen. Wir sind sein. Und manchmal sendet er uns auch, um seine Schafe zu finden, in bestimmte Orte, in bestimmte Straßen, in bestimmten Häusern, um die anderen zusammen zu sich zu holen. Und sie kennen seine Stimme.
[48:56] Johannes 10, Vers 5: „Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen von ihm, denn sie kennen die fremde Stimme nicht.“ Wir haben schon über die Stimme Gottes gehört. Viele Methoden gibt es, um sie zu hören. Aber sicherlich durch die Bibel, dieser Ruf der Pflicht, das Gewissen, der Heilige Geist und viel mehr. Und Johannes 10, Vers 27: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir.“ Gott sucht alle Schafe, die in verschiedenen Herden sich befinden.
[49:34] Es kann sein, aber das ist auch interessant, dass verschiedene Herden manchmal zusammen in demselben Gehege landen oder in demselben Schafstall sein sollen. Und wisst ihr, welche ist eine gute Methode, um sie wieder auseinander zu trennen? Das ist natürlich unmöglich. Aber was man machen muss, das Einzige ist, ein Hirte vor die Tür zu stellen, und er muss die Schafe rufen. Und dann automatisch werden die Schafe, die seine Stimme erkennen, ihm nachfolgen. Es ist nicht fantastisch, wie sehr Gott uns liebt. Ein Hirte liebt schon seine Schafe, aber wir sind viel mehr. Wir sind seine Kinder. Wir sind Söhne und Töchter Gottes. Wir sind nach seinem Ebenbild geschaffen. Jesus sagt: „Ich bin der gute Hirte, und ich kenne die Meinen, und ich bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater.“ (Johannes 10, Verse 14-15).
[50:34] Jetzt der eine oder der andere könnte aber sein: Was ist aber mit den anderen, die nicht zu unserer Gemeinde gehören? Hat Gott sie vielleicht vergessen? Es ist sehr schön, dass die Bibel uns erinnert, dass Gott allmächtig ist und möchte so viele wie möglich retten. Johannes 10, Verse 16 und 17 sagt: „Ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall, und auch diese muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, auf dass ich es wieder nehme.“ Wir müssen nicht denken, dass wir die Einzigen sind, die gerettet sind. Es gibt natürlich viele andere Kulturen, vielleicht viele andere Völker, Denominationen, viele andere Kirchen und Religionen, aber es gibt treue Menschen, die Gottes Stimme hören und ihm nachfolgen sollen. Und Jesus Christus hat genau so das Leben für sie gegeben, wie für jeden von uns, der vielleicht schon seit langem in der Gemeinde steht. Gott möchte, dass alle Schafe seine Stimme hören.
[51:50] Und das ist ein schöner Punkt für uns heute, für unsere persönliche Beziehung zu Gott, aber auch für die Einheit, weil wenn wir die gleiche Botschaft von Gott bekommen, dann können wir zusammen stark sein, dann können wir in die Mission reingehen und Großes mit Gott wirken. Er möchte mit uns so viel machen, er hat für uns so viel Segen vorbereitet, aber häufig sind wir nicht bereit, das aufzufangen, weil wir nicht hören und verstehen, was er uns geben möchte und sagt in seiner Stimme.
[52:24] So am Ende steht einfach nur eine einzige Frage, die vielleicht ganz wichtig ist: Hast du die Stimme Gottes gehört? Willst du ihr nachfolgen? Hast du Zeit mit Gott verbracht, damit du verstehst, wohin der Weg führt? Jesus ist der Weg, und das führt uns zu einer einzigen Herde. Möchtest du zu seiner Herde gehören?
[52:44] Lass uns zusammen beten. Allmächtiger Vater, wir möchten dich loben und preisen, dass du uns liebst und auch wenn wir wie Schafe manchmal verirrt sind und verloren gehen, du lässt alles und hast auch deinen Thron, das ganze Universum verlassen, nur zu uns zu kommen, Mensch zu werden und uns wieder zu retten. Jesus Christus, danke für dein großes Opfer. Danke, dass du wieder aufgestanden bist und dass du uns das Leben schenkst. Du hast aber gewollt, dass wir auch zusammenbleiben, dass wir als deine Kinder eine Einheit sind, weil damit sind wir stärker, damit können wir Großes wirken. Und du bist das Haupt, du bist der Hirte, du bist der Eckstein, und wir wollen dich anbeten und in deinem Boden fest bleiben. Du bist ein treuer Herr. Lass uns auch treu sein, dass wir nur dir nachfolgen und deiner Stimme gehorchen. Reinige du uns, Herr, damit wir bereit sind, im Himmel einmal zu sein mit dir und all unseren Geschwistern. Im Namen Jesu Christi. Amen.