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Manuskript: 10-Der Text den es nicht gibt

In dieser Predigt von Christopher Kramp wird die biblische Grundlage des Sabbats untersucht und die Frage gestellt, warum die meisten Christen heute den Sonntag halten. Es wird detailliert auf biblische Texte eingegangen, die den Sonntag erwähnen, und analysiert, ob diese Texte tatsächlich eine Verlagerung des Ruhetages vom Samstag auf den Sonntag belegen. Darüber hinaus wird die historische Entwicklung der Sonntagsheiligung beleuchtet und die Frage nach der Herkunft dieser Praxis gestellt.


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Serie: Entscheidung 21

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Transkript

[2:14] Womit haben wir gestern aufgehört? Was haben wir gestern besprochen? Was war gestern unser Thema? Der Sabbat. Wir haben gestern einige Verse studiert und ich fasse nur noch einmal ganz kurz zusammen, sozusagen in zwei Minuten das Thema, das wir gestern 60 Minuten behandelt haben. Wir haben gesehen, dass am Ende der Schöpfung, als Gott sechs Tage lang Dinge schuf, die für alle Menschen, für alle Rassen und alle Völker waren, nämlich das Licht, den Himmel, Sonne, Mond und Sterne, das Wasser, Pflanzen, alle Tiere, Vögel, Fische. Alles galt für alle Menschen. Am siebten Tag schuf er den Sabbat, indem er ihn segnete, ihn heiligte und ruhte an diesem Tag. Wir haben gesehen, dass der Sabbat ein Gedenktag ist für die Schöpfung. Können Sie sich erinnern? Ein Gedenktag für die Schöpfung. Und deswegen hat Gott ihn auch als Ruhetag geboten.

[3:12] Die Bibel sagt: "Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn." Und wir haben darüber gesprochen, dass Schöpfung ganz eng verknüpft ist mit einem anderen Konzept in der Bibel. Mit welchem Konzept? Mit Erlösung. Wir haben gesehen, dass jeder Mensch, der Jesus Christus annimmt, der diesen Tausch macht, von dem wir gesprochen haben, dass er eine neue Schöpfung ist. Mit anderen Worten: Der Sabbat ist nicht nur ein Zeichen für die Schöpfung, der Sabbat ist auch ein Zeichen für die Erlösung, aber der Sabbat war auch noch ein Zeichen für die – wer weiß es noch? – für die Heiligung, ganz genau. Wir hatten gesehen in Ezechiel 20, Vers 12: "Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, dass ich der Herr bin, der sie heiligt." Und Heiligung war was nochmal? Was war Heiligung nochmal? Ganz einfach erklärt für jedermann. Was war Heiligung? Heiligung war die Vorbereitung auf die Wiederkunft. Wir haben gesehen, Gott möchte uns heiligen, dass wir vorbereitet sind für die Wiederkunft. Wir haben zusammengefasst: Der Sabbat ist ein Zeichen für die Vergangenheit, für meine Schöpfung, dass ich ein geschaffenes Wesen bin. Ein Zeichen für meine Gegenwart, dass ich erlöst bin in Jesus Christus. Und ein Zeichen für die Zukunft, dass ich auf die Wiederkunft warten darf, von der wir schon mehrmals gesprochen haben, und ich auch vorbereitet werden darf durch Jesus Christus.

[4:35] Und dann haben wir gesehen, was Jesus über den Sabbat sagt. Jesus sagt, der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen. Ganz genau, nicht nur für die Israeliten. Er wurde um des Menschen willen geschaffen, und Jesus selbst ist der Herr des Sabbats. Wir haben gesehen, dass Jesus gesagt hat, wie lange in der Zukunft noch der Sabbat gehalten werden wird. Wir haben gesehen, dass auch die Heiden, also nicht nur die Juden, auch die Heiden in der Apostelgeschichte den Sabbat gepredigt bekommen haben und den Sabbat gehalten haben und keinen anderen Tag. Und dass sich die ganze Stadt dort am Sabbat versammelt hat. Und wir haben gesehen, dass der Sabbat sogar wo noch gehalten werden wird? Auf der neuen Erde. Das heißt, der Sabbat ist ein Zeichen für die Schöpfung, für die Erlösung und für die Ewigkeit.

[5:19] Und wenn Sie gestern Abend zugeschaut haben oder hier gewesen sind und Sie das zum ersten Mal gehört haben, wie wir einige Reaktionen auch im Internet gehabt haben, dann könnte es sein, dass Sie nach den 60 Minuten gestern ein großes, tiefes Fragezeichen in Ihrem Gehirn gehabt haben. Das könnte ungefähr damit zu tun haben: Warum ist es dann, dass schätzungsweise mindestens 95, wenn nicht mehr Prozent aller Christen niemals am Samstag in die Kirche gehen, sondern am Sonntag? Und vielleicht ist Ihnen das auch bisher so ergangen, dass Sie selbstverständlich davon ausgegangen sind, dass der Sonntag der Tag ist, wo man in die Kirche geht, der Sonntag der Tag ist, der für die Ruhe bestimmt ist. Und wie Sie vielleicht wissen, hat vor wenigen Wochen sich eine Allianz geformt, die auf europäischer Ebene im Europäischen Parlament durchsetzen möchte, dass der Sonntag zu einem arbeitsfreien Tag wird. Und das ist eine Bewegung, die schon seit vielen Jahrzehnten dafür kämpft, weil in unserem allgemeinen Bewusstsein wir fast alle davon ausgehen, dass der Sonntag der Tag ist, an dem man von der Arbeit ruht, der ein religiöser Tag ist, wo man in die Kirche gehen kann, wenn man möchte.

[6:33] Und die Frage, die wir uns hoffentlich gestellt haben gestern, nachdem wir so viel Text über den Sabbat studiert haben und so deutlich gesehen haben, dass der Sabbat der Samstag ist, die Frage, die wir uns stellen müssen: Wie in alles in der Welt kommt es dazu, dass Menschen den Sonntag fallen? Ich meine, das ist ja nicht einfach vom Himmel gefallen. Wie kam es dazu? Wie kommt es dazu, dass die meisten Menschen denken, dass der Sonntag gehalten werden muss? Nun, ich möchte Ihnen etwas verraten. Ich glaube ganz fest, dass die allermeisten Menschen, die den Sonntag halten, tatsächlich auch glauben, dass der Sonntag in der Bibel steht. Wenn ich ein Christ bin und ich gehe am Sonntag in die Kirche, dann gehe ich das deswegen, weil ich die Bibel für wahr halte. Und deswegen glaube ich ganz fest, dass die meisten Menschen den Sonntag halten, weil sie tatsächlich davon überzeugt sind, dass die Bibel in irgendeiner Art und Weise den Sonntag als Ruhetag erwähnt. Und das ist eine Vermutung, die naheliegend ist, aber die überprüfbar ist.

[7:32] Wie kann man sie überprüfen? Was meinen Sie? Wie kann man diese Vermutung überprüfen? Wie könnte man sie überprüfen? Man müsste einfach mal alle Texte in der Bibel lesen, wo der Sonntag vorkommt. Und irgendwo muss doch ein Text zu finden sein, der die Veränderung von Samstag im Sonntag beschreibt, oder? Denn eins können wir sicher sein: Gott, der Herr, tut wie viel? Das ist ein bisschen zu leise. Wie viel? Nichts, ganz genau. Und nichts heißt wie viel? Null Komma nichts, genau. Ohne, dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat. Jetzt, wo schreiben die Propheten? In welchem Buch? In der Bibel. Das heißt, wenn Gott jemals den Samstag auf den Sonntag verlegt hat, wenn er das irgendwann einmal getan hat, vielleicht zusätzlich zum Sabbat oder wie auch immer, dann müsste es auf jeden Fall in der Bibel zu finden sein, weil die Logik uns sagt, er tut nichts, ohne dass es die Knechte, die Propheten, in irgendeiner Weise geoffenbart bekommen.

[8:35] Also, stellen wir uns die Frage: Wie oft kommt der Sonntag im Neuen Testament vor? Und was wir heute vorhaben, die ersten Minuten, ist so ein bisschen Detektivarbeit. Mögen Sie Detektivarbeit? Wenn man sich einfach mal alle Beweisstücke nimmt und einmal mal schaut und sich auf Herz und Nieren prüft, was es damit auf sich hat. Was meinen Sie? Lassen Sie mich mal raten. Raten Sie einfach mal. Bin mal gespannt, was Sie meinen. Wie oft kommt der Sonntag im Neuen Testament vor? Zweimal. Bietet jemand mehr? Einmal? Das ist weniger. Also viel weniger kann man nicht sein, denn sie hat immer noch ein Gebot. Zweimal, einmal? Wie oft, beim Bibellesen, wie oft liest man da Sonntag? Oder erster Tag der Woche? Viermal. Ist immer noch zu wenig, immer noch zu wenig. Noch ein Gebot. Sechsmal, achtmal, ganz genau. Der erste Tag der Woche oder der Sonntag kommt in der Bibel achtmal vor, haben Sie das gewusst? Das ist also ein Thema, das sich lohnt zu studieren. Das ist kein Nebenthema der Bibel. Es kommt achtmal vor in der Bibel.

[9:44] Was wir jetzt machen wollen, die nächsten Minuten, wir schauen uns zunächst mal alle acht Texte ganz objektiv an. Es ist ein faires Angebot auch all denjenigen, die zuschauen, die vielleicht innerlich in so einer kleinen Kampfeshaltung sind, die sagen: "Ich möchte meinen Sonntag halten." Wir schauen uns einfach mal alle Texte an. Und dann entscheiden Sie, ob diese Texte in irgendeiner Weise darüber sprechen, dass der Sonntag Ruhetag ist. Das ist der erste Text. In Markus 16, Vers 1 und 2. "Und als der Sabbat vorüber war, logischerweise erstmal der jüdische Sabbat, kauft Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Salome, wohlriechende Gewürze, um hinzugehen, um ihn zu salben. Und sehr früh am ersten Tag der Woche, als die Sonne aufging, kamen sie zu dem Grab." Was sagt dieser Text über den ersten Tag der Woche? Was sagt der Text? Sagt, dass hier einige Frauen zu einem Grab gegangen sind. Sagt der Text mehr? Spricht der Text von einer Veränderung des Ruhetages? Das tut er erstmal nicht.

[10:45] Schauen wir uns den zweiten Text an. "Nach dem Sabbat aber, als der erste Tag der Woche anbrach, sie sind jetzt im Paralleltext, fast genauso, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen." Und dann haben wir den nächsten Text. Der dritte Text, Lukas 24. "Sie sehen, das wiederholt sich so ein bisschen inhaltlich. Am ersten Tag der Woche aber kamen sie am frühen Morgen zum Grab und brachten die wohlriechenden Gewürze, die sie bereitet hatten, und auch etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein von dem Grab weggewälzt." Was war passiert? Das ist übrigens ganz kurz. Sie kamen mit wohlriechenden Gewürzen. Dann kehrten sie zurück und bereiteten wohlriechende Gewürze und Salben. Am Sabbat aber ruhten sie nach dem Gesetz. Das war am Freitag gewesen. Am Freitag war Jesus gestorben. Jesus war am Freitag am Kreuz gestorben. Am Sabbat hatte er selbst im Grab geruht. Am Freitag hatten wir gestern gesehen, dass Jesus selbst bei unserer Erlösung den Sabbat gehalten hat, und am Sonntag ist er auferstanden.

[12:02] All diese Texte sprechen von einem erstaunlichen Ereignis, nämlich von dem Ereignis der Auferstehung Jesu. Es gibt heute viele Christen, die sich nicht mehr ganz sicher sind, ob man als aufgeklärter Mensch des 21. Jahrhunderts noch an die Auferstehung Jesu glauben kann. Ist das nicht ein Mythos? Ist das nicht ein Märchen? Nun, ich möchte Sie etwas fragen: Wenn Sie die Auferstehung Jesu bezweifeln wollten, damals in der Zeit, nehmen wir an, Sie sind ein Pharisäer oder ein Sadduzäer oder ein Zelot oder ein Römer oder ein griechischer Philosoph, die sich daran ärgern, dass diese kleine Gruppe von Christen immer wieder behauptet, Jesus wäre auferstanden. Was wäre das Einfachste, was Sie hätten tun müssen? Wenn ich Ihnen heute erzähle, dass Lenin auferstanden ist und ich mache öffentliche Vorträge und predige, dass Lenin auferstanden ist und ich glaube sogar, dass es heute in unserer Gesellschaft bestimmt Leute geben würde, die mir nachfolgen, oder? Es gibt heute so viele verrückte Leute. Ich glaube, ich würde einige Nachfolger sogar auf Facebook bekommen, die sagen: "Ja, tatsächlich, Lenin ist auferstanden." Aber glauben Sie, dass dieses Gerücht lang überleben würde? Man müsste nur sich auf den Weg machen, dort in die Aufbewahrungsstätte von Lenin gehen, der ist ja nach wie vor noch einbalsamiert, und man würde ihn dort sehen, er liegt immer noch tot. Man könnte ein Foto schießen, es in die Bild-Zeitung setzen und sagen: "Christopher Kramp hat Unrecht, Lenin ist tot."

[13:39] Wissen Sie, dass es im ganzen ersten Jahrhundert nicht ein einziges Zeugnis gibt, dass nur irgendein Jude oder Grieche oder Römer in der Lage waren nachzuweisen, dass dieses Grab noch zu war? Wir haben viele Zeugnisse, dass es offen war, aber jedes Zeugnis, dass es zu wäre, wäre ja eine echte Herausforderung für uns Christen, aber es gibt nicht ein einziges. Es wäre das Leichteste gewesen. Haben Sie jemals darüber nachgedacht, dass es so einfach gewesen wäre, den christlichen Glauben ad absurdum zu legen? Und glauben Sie, es gab genügend Menschen, die das wollten? Die Geschichte der frühen Christenheit zeigt uns, Christen waren so verhasst, wurden so verfolgt, dass es so viele Menschen gab, denen es am Herzen lag, diesen christlichen Glauben auszulöschen. Und wie einfach wäre es gewesen, dieses Grab einfach noch mal zu fotografieren? Gut, damals hatte man kein Fotoapparat. Aber mit Zeugen zu beschreiben, dass dieses Grab tatsächlich zu ist.

[14:37] Übrigens, es gibt einige Menschen, die behaupten, dass dieses Grab leer ist, aber dass der Grund dafür ist, dass die Jünger ihn gestohlen haben. Haben Sie das Argument schon mal gehört? Die Jünger sind dorthin, haben ihn gestohlen und haben dann die Geschichte sich ausgedacht. Was ist daran merkwürdig? Ich will Ihnen sagen, was daran merkwürdig ist: Wenn Sie sich eine Geschichte ausdenken, angenommen, Sie machen etwas, was nicht ganz richtig ist, und dann erfinden Sie einen kleinen Mythos, um diese Geschichte so wahr wie möglich erscheinen zu lassen. Was würden Sie wohl in Ihrer Geschichte einbauen? Haben Sie sowas schon mal gemacht? Eine Geschichte erfunden und versucht, sie so wahr wie möglich erscheinen zu lassen? Das macht man mit Kindern, wenn sie etwas ausgefressen haben. Schon mal versucht? Was versucht man dann einzufügen? Man versucht doch, das so darzustellen, dass es möglichst glaubhaft ist, oder? Mit möglichst glaubhaften Zeugen.

[15:37] Jetzt fragen Sie: Was wären wohl die schlechtesten Personen, um in diese Geschichte einzufügen, wenn sie erfunden gewesen wäre? Was wären wohl die schlechtesten Zeugen, die man hätte finden können? In der damaligen Zeit. Was meinen Sie? Was wären wohl die schlechtesten Personen, die schlechtesten Zeugen, die man hätte finden können? Ich sage es Ihnen: Frauen. Nicht, weil die Bibel frauenfeindlich ist, aber weil die Gesellschaft damals so frauenfeindlich war, dass vor dem jüdischen Gerichtshof eine Frau nicht mal als Zeugin aussagen durfte. Nehmen Sie an, Sie sind eine Frau, Sie sehen einen Mordfall, eine Person wird erschlagen, Sie sind die einzige Person, die es sieht, und Sie kommen vor Gericht, das Gericht würde Sie noch nicht mal anhören, nur weil Sie eine Frau gewesen sind. Das heißt, wenn die Jünger diese Geschichte erfunden haben, das Allerdümmste, was sie hätten machen können, ist, in jedem einzelnen Evangelium zu schreiben, dass nur die Frauen Jesus am Grab gesehen haben. Ich glaube, Gott hatte ein bisschen Humor gehabt, als er dafür gesorgt hat, dass nicht Petrus als Erster am Grab gewesen ist, und auch nicht Johannes, und auch kein anderer der Jünger, sondern Frauen. Damit hat Gott übrigens wieder bewiesen, dass Frauen tatsächlich echte Zeugen sind. Sie konnten zwar keine Zeugen sein im jüdischen Gerichtshof, aber sie konnten Zeugen sein von dem ganzen Universum für die Auferstehung Jesu Christi. Ist das nicht wunderbar? Dazu brauche ich ein Amen von allen Frauen. Amen.

[17:12] Gut, gehen wir weiter. Der nächste Text. Es geht weiter. Wer sind sie? Die Jünger. Selbst die Jünger Jesu haben es nicht geglaubt, weil es eine Frau gewesen ist. Unglaublich. Wenn wir das Neue Testament lesen, stellen wir fest, dass die Jünger viele, viele populäre Irrtümer in ihrem Kopf gehabt haben. Also, wenn Sie zuschauen und feststellen, dass Sie ab und zu mal populäre Irrtümer in Ihrem Kopf haben, trösten Sie sich. Auch die Jünger hatten solche populären Irrtümer. Jesus kann auch mit Menschen arbeiten, die lange Zeit falsche Dinge im Kopf abgespeichert gehabt haben. Und es dauert Zeit, bis sie das entwickelt. Aber indem Jesus den Frauen erscheint und dann die Frauen zu Zeugen beruft, möchte den Jüngern etwas sagen. Meinen sie nicht auch?

[18:26] Jetzt kommen wir zum fünften Text. Zum sechsten. Wir haben jetzt fünf Texte gesehen und an diesen fünf Texten von den acht, das ging schon relativ schnell, konnten wir nur sehen, wie Frauen zum Grab gehen und das Grab ist leer. Jesus ist auferstanden. Jesus hat den Tod besiegt. Irgendein Hinweis auf eine Veränderung von Sabbat, von Samstag in Sonntag. Konnten wir irgendwas im Text erkennen, was auch nur andeutungsweise so aussieht? Nichts. Aber die letzten drei haben es ein bisschen mehr in sich. Und das ist der Grund. Denn Johannes 20, Vers 19a heißt es: "Als es nun an jenem Tag, dem ersten der Woche, Abend geworden war und die Türen verschlossen waren an dem Ort, wo sich die Jünger versammelt hatten." Also hier haben wir es doch. Die Jünger, die frühen Christen, versammeln sich an welchem Tag? Am ersten Tag der Woche. Die Auferstehung hat stattgefunden und die Jünger versammeln sich, um diesen ersten Auferstehungstag als Ruhetag zu feiern, oder?

[19:24] Wenn Sie genau hingeschaut haben, sehen Sie, dass hier Johannes 20, Vers 19a steht. Das heißt immer, dass es nur die erste Hälfte des Verses ist. Die zweite Hälfte sagt aus: "Furcht vor den Juden." Nicht zum Gottesdienst. Warum haben sie sich versammelt? Aus Furcht vor den Juden. "Da kam Jesus und trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch." Also diese Versammlung am Sonntagabend war aus Furcht vor den Juden. Haben die Jünger überhaupt gewusst, dass Jesus auferstanden ist? Der Text sagt uns: Nein. "Danach offenbart er sich den Elfen selbst, als sie zu Tisch saßen und tadelte ihren Unglauben und die Härte ihres Herzens, dass sie denen, die ihn auferstanden gesehen hatten, nicht geglaubt hatten." Obwohl dieser Text immer wieder angeführt wird, dass sich die Jünger versammelt haben am Auferstehungstag, macht Jesus ganz deutlich, dass sie sich zwar versammelt haben, aber gar nicht an die Auferstehung geglaubt haben. Also wenn ich den Sonntag halte als Tag der Auferstehung und mich auf diesen Text hier berufe, dann muss ich feststellen, dass die Jünger, die sich versammelt haben, gar nicht gewusst haben, dass Jesus auferstanden ist. Das heißt, ihre Versammlung war nicht an die Auferstehung. Macht das Sinn soweit? Macht Sinn.

[20:38] Jetzt kommen wir zu dem vorletzten Text, 1. Korinther 16, Vers 1 und 2. Da sagt uns die Bibel: "Was aber die Sammlung für die Heiligen anbelangt, so sollt auch ihr so handeln, wie ich es für die Gemeinden Galatiens angeordnet habe. An jedem ersten Wochentag lege jeder unter euch etwas beiseite und sammle." Und ich habe schon viele Menschen mir sagen hören: "Klarer Hinweis darauf, wenn man Geld sammelt unter Christen, dann ist das eine Kollekte. Und die findet, wo es statt? Im Gottesdienst." Also haben sich die Christen in Korinth, weil sie gesammelt haben, am ersten Wochentag in der Gemeinde, in der Kirche, in der Synagoge immer versammelt. Was meinen Sie? Gibt der Text das her? Schauen wir mal, wie der Text in anderen Übersetzungen übersetzt wird. Erlesen wir jetzt mal noch den Rest des Verses. "Je nachdem er gedeihen hat, damit nicht erst dann die Sammlung durchgeführt werden müssen, wenn ich komme. Wenn ich aber angekommen bin, will ich die, welche ihr als geeignet erachtet, mit Briefen absenden, damit sie eure Liebesgabe nach Jerusalem überbringen."

[21:42] Schauen wir uns diesen Text in anderen Übersetzungen an. "An jedem ersten Tag der Woche" – das ist jetzt nach Luther – "lege an jeder von euch, was steht hier? Bei sich." Bei sich? Zu Hause, ganz genau. Etwas zurück und sammle an. Das finden Sie in der Nachricht, die an dieser Stelle einfach am besten ist: "Jeden Sonntag legt ihr bei euch zu Hause etwas auf die Seite, so viel jeder oder jede entbehren kann." Das heißt, wo sollten die Sammlungen stattfinden? Wo sollten sie stattfinden? Zu Hause, bei mir im stillen Kämmerlein, in meinen Sparstrumpf oder in meinem Sparschwein oder wo immer ich mein Geld hingetan habe, als Christ von Korinth, sollte ich etwas zurücklegen, damit, wenn dann der Paulus irgendwann nach etlichen Monaten kommt in die Gemeinde, ich meinen Sparstrumpf und meinen Sparschwein mit zum Paulus geben kann und sagen kann: "Das habe ich angespart." Macht das Sinn? Heute würden wir vielleicht ein Konto anlegen oder so.

[22:42] Damit kommen wir zum letzten Vers. Geht relativ schnell, oder? Aber der ist am allerspannendsten, denn das ist ein wirklich interessanter Vers. Der wird von allen am meisten gebraucht. Apostelgeschichte 20, Vers 7. "An welchem Tag am? Ersten Tag der Woche, das ist der Sonntag. Aber als die Jünger versammelt waren, um das Brot zu brechen, und da redete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tag abreisen wollte, und er dehnte die Rede bis Mitternacht aus." Also wir haben hier den ersten Tag der Woche, den Sonntag, wir haben Paulus, der unter ihnen ist, eine Versammlung und Paulus redet. Und wenn Paulus redet, dann gibt er keinen Vortrag zur Sozialwissenschaft, sondern er predigt aus dem Wort Gottes, nicht wahr? Seine Predigt. Und das Brot wird gebrochen, es gibt Abendmahl. Klarer Fall für einen Gottesdienst, oder?

[23:32] "Es waren aber zahlreiche Lampen in dem Obersaal, wo sie versammelt waren. Und dann passiert etwas Erstaunliches." Wer von Ihnen ist froh und dankbar, dass Entscheidung 21 immer nur einen 60-Minuten-Vortrag hat und keine 2 oder 3 Stunden? Stellen Sie sich vor, wir wären heute in diesem Ort irgendwo in einem griechischsprachigen Raum und hier vorne würde nicht Paulus stehen, was vielleicht noch viel besser wäre. Hier vorne würde Paulus stehen. Und wir würden hier einen Raum haben und dort auf der Fensterbank, drehen Sie sich mal um. Sehen Sie, dass dort das Fenster offen ist. Dort auf der Fensterbank würde jemand sitzen. Oft ist es ja leider so, dass die Jugendlichen mehr so im hinteren Teil des Gottesdienstraumes sitzen. Nicht überall. Mir hat mal jemand gesagt, man kann an der Platzierung der Person im Gottesdienstraum in etwa ablesen, wie aktiv die Person in der Kirche ist. Machen Sie mal einen Test. Personen, die sehr aktiv sind, tendieren dazu, weiter vorne zu sitzen und Personen, die eher nur mitnehmen, was so geht und sehr passiv sich am Gottesdienst beteiligen und am gesamten Kirchenleben, sitzen meist hinten. Das hat bestimmt sehr viele Ausnahmen, die aber nur die Regel bestätigen.

[24:56] Und wir hätten dort eine Person sitzen und es würde jetzt gepredigt werden und ich würde nicht in 37 Minuten und 18 Sekunden aufhören, weil mir als Paulus nicht das Vorrecht vergönnt ist, dort so einen Timer zu haben, der mir sagt, wie lange ich noch habe. Und wenn ein Paulus anfängt zu predigen, dann ist er so begeistert, dass er einfach von einem Evangelium zum nächsten geht und dann ins Heiligtum und zur Prophetie und er kann gar nicht aufhören. Und die meisten der Zuhörer sind auch total begeistert und fällen eine Entscheidung nach der anderen, füllen ihre Entscheidungskarten aus. Aber einer hat die letzte Nacht sehr lange geschlafen. Vielleicht hat er zu lange in Facebook verbracht oder was auch immer er getan hat. Er wird müde und müde und müde und der Paulus kann predigen und der Paulus predigt besser als alle Prediger, die Sie von heute kennen. Aber der Paulus schafft es nicht, diese Person wach zu halten und während diese Person anfängt zu schlafen, sitzt sie halt eben dort auf der Fensterbank. Und damals gab es noch keine Rollos, wie wir sie heute haben. Und es passiert, was passieren muss.

[26:00] Und ein junger Mann namens Eutychus, der ist am Fenster, der sank in einen tiefen Schlaf, während Paulus weiterredete. Er hat viele vom Schlaf überwältigt. Vom dritten Stock hinab. Und wurde tot aufgehoben. Tod durch Predigt. Bibel sagt zwar, dass wir der Sünde absterben sollen, aber dieser Paulus war sicherlich geschockt. Meinen Sie nicht auch? Wir sind nicht mehr im dritten Stock. Wir wären im dritten Stock und jemand fällt aus dem dritten Stock. Haben Sie mal im dritten Stock gewohnt? Ich habe lange Zeit meines Lebens im vierten Stock gewohnt. Es ist noch höher, wenn man da sitzt. Es ist noch höher, es ist noch tiefer geht es hinab, als es in Wirklichkeit ist. Es sieht ganz extrem aus. Und wenn man aus dem dritten Stock fällt, dann sah die Person bestimmt nicht so seelenruhig aus. Hat bestimmt ein paar mehr Kratzer und Blut und überall. Und zum Glück war Paulus gegenwärtig und nicht Christopher Kramp. Denn Paulus konnte etwas, was er nicht kann. Da ging Paulus hinab und warf sich über ihn, umfasst ihn und sprach: "Macht keinen Lärm, denn seine Seele ist in ihm." Und er ging wieder hinauf und brach Brot, aß und unterredete sich noch lange mit ihm, bis der Tag anbrach und zog dann fort. Paulus hat diese Person wieder zum Leben erweckt.

[27:14] Aber trotzdem haben wir damit noch nicht das Problem gelöst. Warum war diese Predigt, warum war dieser Gottesdienst an einem Sonntag? Fragen wir zunächst mal diese Frage: Deutet das Brotbrechen auf einen Gottesdienst am Ruhetag hin? Und die Antwort ist: Nein. Warum? In der Apostelgeschichte lesen wir und wie oft? Jeden Tag. Das heißt, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag waren sie beständig und einmütig im Tempel und brachen das Brot in den Häusern, nahmen die Speise mit Frohlocken und den Einfall des Herzens. Das heißt, wie oft haben die frühen Christen dieses Brotbrechen gehandhabt? Einfach jeden Tag. Das heißt, es war nichts Besonderes. Ich habe nur ganz wenig Menschen getroffen, aber ich habe schon welche getroffen, die aufgrund dieses Beweises sagen, dass man jeden Tag als Ruhetag halten soll. Können Sie sich das vorstellen? Jeden Tag als Ruhetag? Ist das biblisch? Die Bibel sagt: "Sechs Tage sollst du arbeiten und den siebten Tag ruhen." Ist eigentlich auch schön, dass die Bibel uns nicht nur zum Ruhetag auffordert, auch zu sechs Tagen Arbeit. Lass mich dazu eine praktische Applikation machen. Wenn Sie sich entscheiden, den Samstag heilig zu halten, dann haben Sie ganz viel Zeit am Sonntag, nicht wahr? Ich kenne einige Menschen, die halten zwei Ruhetage. Die halten den Samstag, weil er in der Bibel steht und dann den Sonntag auch noch, weil es ja so angenehm ist, nicht wahr? Aber das Gebot sagt nicht: "Fünf Tage sollst du arbeiten, einen Tag ruhen und dann noch einen Tag genießen", sondern: "Du sollst sechs Tage arbeiten und einen Tag ruhen." Aber da können Sie selbst mal drüber nachdenken.

[28:44] Wann fand jetzt diese Versammlung statt? Machen wir doch mal einige Beobachtungen am Text. Wir sind ja kleine Detektive. Am ersten Tag der Woche, okay? Am Sonntag. Und zwar dehnte die Rede bis Mitternacht aus. Mitternacht ist wie viel Uhr? Zwölf Uhr. Was meinen Sie, wie lange hat der Paulus gepredigt, so in Stunden? Schätzen Sie mal. Ich weiß es nicht. Das ist reine Spekulation. Steht nicht in der Bibel. Was glauben Sie, ist das noch ein menschenmögliches Maß, das ein Zuhörer selbst im ersten Jahrhundert noch aufnehmen kann? Die hatten ein größeres Aufnahmebewusstsein, die konnten noch mehr verkraften, die waren nicht so vollgedröhnt mit Informationen wie wir heute. Aber was meinen Sie, wie lange kann Paulus predigen, ohne dass es dann gegen die Gesundheitsregeln verstößt, von denen wir noch mehr hören werden? 6 Stunden, okay. Eine 6-Stunden-Predigt, das ist ja das absolute Maximum, oder? Wer von Ihnen hat schon eine 6-Stunden-Predigt erlebt? Ich nicht. Also 3 Stunden, 2 Stunden, wie auch immer. Jedenfalls, es waren ein paar Stunden vorher, aber er wird nicht vor Sonnenuntergang angefangen haben. Macht das Sinn?

[29:46] Wie auch immer. Er hat einige Stunden gepredigt, es waren aber zahlreiche Lampen in dem Obersaal. Also auch wiederum können wir ganz deutlich feststellen, es war dunkel. Und dieser Mann fiel in einen tiefen Schlaf und das tut man meistens, wenn es kein Licht mehr gibt. Was ich Ihnen hier zeigen möchte und was wir sehen können an dem Text ist, dass an diesem Tag, als Paulus predigt, es dunkel war. Zwar so dunkel wie jetzt, wenn Sie rausschauen. Warum ist das so wichtig? Aus einem ganz gewissen Grund. Gehen wir nochmal zurück an den Anfang der Schöpfungsgeschichte. Wenn Gott am ersten Tag das Licht geschaffen hat, dann heißt es am Ende: "Und es wurde Abend und es wurde Morgen, der erste Tag." Das heißt, der erste Tag besteht aus was? Aus Abend und Morgen. Was kommt zuerst? Abend. Können Sie sehen, dass der Tag immer am Abend beginnt in der Bibel? Das bedeutet übrigens nur ganz nebenbei gesagt, dass der erste Schöpfungstag nicht damit begann, dass Gott gesagt hat: "Es werde Licht." Das kam erst ungefähr 12 Stunden. Aber es ist ein anderes Thema. Es wurde Abend und es wurde Morgen.

[30:50] Lassen wir mal einen praktischen Test machen. Wann beginnt der biblische Mittwoch? Wir sind schon längst am biblischen Mittwoch, haben Sie das gewusst? Nach der Bibel ist jetzt schon Mittwoch, denn der Sonnenuntergang ist vorbei. Wann beginnt der biblische Freitag? Donnerstag Abend und endet dann am Freitag Abend bei Sonnenuntergang. Wenn Sie das jetzt im Hinterkopf behalten und sich überlegen, dass Paulus gepredigt hat vor Mitternacht, es war schon dunkel und es war der erste Tag der Woche. Das heißt, es war Sonntag, aber wann beginnt der biblische Sonntag? Der biblische erste Tag der Woche, wann beginnt er? Samstag Abend und wann endet er? Sonntag Abend. Wenn es jetzt dunkel war, kann Paulus an einem Sonntagabend gepredigt haben. An einem Sonntagabend nach moderner Zeitrechnung. Nein, denn der moderne Sonntagabend ist biblisch ein Montag. Nach Sonnenuntergang ist dann schon Montag. Das heißt, wann hat er gepredigt? Paulus predigt am Samstagabend.

[31:56] Er predigt am Samstagabend. Kann es sein, dass man einen ganzen Sabbat verbringt, Predigten hat, Gemeinschaft hat, Potluck hat, was auch immer, und dann einfach so begeistert ist, dass man einfach immer weitermacht, bis die Sonne untergeht. Ist das möglich? Er predigt am Samstagabend und reist am Sonntagmorgen ab, übrigens. Frage: Wenn der Sonntag wirklich heimlich gewesen wäre, glauben Sie, Paulus wäre auf ein Schiff gestiegen, um in die nächste Stadt zu fahren? Paulus hat am Sonntag seinen Geschäften nachgegangen, er hat seine Reisen gemacht, und die Bibel sagt uns in Jesaja 58, dass das nicht am Ruhetag geschehen sollte.

[32:34] Jetzt haben wir alle acht Texte angeschaut und haben gesehen, keiner spricht davon von einem Gottesdienst am Sonntag. Aber vielleicht haben Sie noch diese Frage: Sagt Paulus nicht, dass es auf den Tag nicht genau ankommt? Warum machen Sie jetzt da so ein großes Ding drum? Sagt er Paulus nicht, und das sagt er doch ganz deutlich in Römer 14: "Dieser hält einen Tag höher als den anderen, jener hält alle Tage gleich. Jeder sei seiner Meinung gewiss." Mit anderen Worten: Es ist doch vollkommen egal, ob ich jetzt am Sonntag in die Kirche gehe, oder am Montag, oder am Freitag, oder am Samstag. Ist das nicht das, was der Text sagen will? Er hält einen Tag höher als den anderen, aber im Prinzip sind alle Tage gleich. Sie halten halt den Samstag, ich halte den Sonntag. Ist das das, was der Paulus sagen möchte?

[33:18] Schauen wir ganz kurz den Kontext an, die Verse vorher. "Wer isst, verachtet den nicht, der isst." Wovon spricht der Paulus? Er spricht von – nicht interpretieren, er spricht von – Essen. Was hat Essen und Tage zu tun? Es gibt Tage, wo einige essen und einige nicht essen. Was sind das für Tage? Jetzt können Sie kommen: Wer war das? Fastentage. Es gibt Fastentage, nicht wahr? Und manch einer isst am Fastentag und manch einer isst nicht. Wenn Sie einen Fastentag in der Kirche haben, dann fühlen Sie sich vielleicht besonders toll, wenn Sie den ganzen Tag lang nicht gefastet haben, oder wenn Sie einen ganzen Monat nicht gefastet haben, wie auch immer. Aber was sagt der Paulus? Darauf kommt es überhaupt nicht an. Fasten ist keine religiöse Pflicht. Wenn jemand einfach das nicht schafft oder sagt: "Ich möchte nicht fasten" und er isst, dann soll er nicht verachtet werden und auch andersrum: "Den nicht verachten, der isst." Und er sagt weiter: "Wer isst, der isst für den Herrn, denn er dankt Gott. Und wer nicht isst, der enthält sich der Speise für den Herrn und dankt Gott auch." Und das hat zu tun mit dem Tag, denn "wer auf den Tag achtet, der achtet auf den Herrn. Und wer nicht auf den Tag achtet, der achtet nicht auf den Herrn."

[34:32] Mit anderen Worten, hat dieser Text irgendwas mit dem Sabbat-Sonntag-Problem zu tun? Überhaupt nicht. Meinen Sie, wir haben am Anfang in Amos gelesen, dass Gott wie viel tut, ohne seinen Propheten zu offenbaren? Wie viel? Nichts. Jetzt haben wir alle Texte angeschaut und vielleicht ist Ihnen die Bedeutung nicht ganz so bewusst. Wir haben alle Texte angeschaut, die entweder direkt oder zumindest indirekt davon sprechen, dass der erste Tag der Woche eine Rolle spielt. Und keiner von ihnen deutet auch nur in irgendeiner Weise an, dass an diesem Tag heiliger Ruhetag wäre.

[35:08] Könnte es sein, dass die Apostel uns etwas verschwiegen haben? Könnte es sein, dass sie etwas eingeführt haben und es nicht in der Bibel aufgeschrieben haben und wir müssen jetzt einfach den Traditionen vertrauen, durch die Jahrhunderte hindurch, dass die Apostel das aus Tradition gemacht haben? Wie würden Sie über Paulus denken, der Ihnen sagt: "In der Bibel, ich habe nichts verschwiegen, ich habe den ganzen Ratschluss euch verkündigt" und dann hat er einfach unter der Hand für die gesamte Christenheit den Samstag und den Sonntag verändert und in Ihrer Bibel steht es nicht. Wäre der Paulus noch ein ehrlicher Mann? Der Paulus hat alles gesagt, was es zu dem Thema zu sagen gibt, nämlich gar nichts. Denn der Sabbat soll ja noch auf der neuen Erde gelten.

[35:58] Aber ich möchte Ihnen etwas zeigen, was noch schwerer wiegt, als alle Argumente bisher zusammen. Ich möchte Ihnen eine Frage stellen: Wer von Ihnen – und seien Sie mir nicht böse, wenn ich die Frage stelle – aber wer von Ihnen hat schon sein Testament gemacht? Hat jemand schon sein Testament gemacht? Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich hat noch niemand von Ihnen vor, zu sterben, oder? Aber Sie kennen alle schon Personen, die ein Testament gemacht haben, oder? Sie kennen alle Personen, die ein Testament gemacht haben. Jetzt, worauf kommt es an, bei einem Testament? Es ist wahr. Worauf noch? Es ist beglaubigend. Es muss offiziell sein, ganz genau. Bis wann habe ich Zeit, etwas in das Testament hineinzutun? Solange ich lebe. Deswegen muss ich mein Testament haben, bevor ich sterbe. Das ist der ganze Sinn davon.

[36:50] Hier ist der Punkt: Ein Testament muss alles enthalten, was gültig sein soll, bevor die Person stirbt, die das Testament gemacht hat. Macht das Sinn? Kann man, angenommen Ihre Oma, oder Ihr Opa, oder Ihr Uronkel, oder wer auch immer, hat ein Testament gemacht, er stirbt, und Sie machen das Testament auf und stellen fest, irgendetwas in diesem Testament passt Ihnen nicht. Vielleicht sind Sie nicht ausreichend mit Erbe versorgt worden. Vielleicht ist der Bruder, den Sie so sehr hassen, vielleicht hat er das Auto bekommen, und Sie das Haus, und Sie müssen ihn auszahlen, und Sie sind so ärgerlich. Können Sie jetzt noch dieses Testament ändern? Können Sie etwas hineinfügen? Nachdem die Person gestorben ist. Ist das rechtlich möglich? Auch wenn Sie der Ehepartner sind, oder sonst irgendwelche Vollmachten vorweisen. Können Sie etwas in das Testament einfügen? Nein.

[37:40] Die Bibel sagt genau das: "Brüder, ich rede nach Menschenweise, sogar das Testament eines Menschen. Hebt wer auf? Wenn es bestätigt ist. Sogar beim Menschen kann ein Testament nicht aufgehoben werden, oder hinzugefügt etwas werden, wenn es bestätigt ist." Die Frage ist: Gibt es in der Bibel ein Testament? Natürlich gibt es das Alte und das Neue Testament. Aber gibt es ein Testament, einen Willen, einen Bund, der wie ein Testament zu behandeln ist? Hebräer sagt: "Denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat. Denn ein Testament tritt auf den Todesfall hin in Kraft, das keine Gültigkeit hat, solange derjenige lebt, der das Testament gemacht hat."

[38:22] Gibt es in der Bibel jemanden, der ein Testament gemacht hat, der einen Bund geschlossen hat? Definitiv Jesus. Und das ist der Bund: "Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes." Wir haben in einigen der vorigen Vorträge schon öfter über den neuen Bund gesprochen. Was ist der neue Bund? Können Sie es mir noch sagen? Was ist der neue Bund? Es gibt ja eine große Diskussion in der Christenheit zwischen dem alten Bund und dem neuen Bund. Aber uns interessiert nicht, was die Christen im Allgemeinen sagen. Uns interessiert, was die Bibel sagt. Was ist der neue Bund in der Bibel? Wir haben das gesehen: "Das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen. Sprich daher: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben." Und den neuen Bund. Und es geht mir darum, dass das Gesetz Gottes, das er gegeben hat, die Zehn Gebote, nicht nur auf Steintafeln sind, sondern auf den Tafeln meines Herzens.

[39:24] Am Samstagabend haben wir lange darüber gesprochen. Können Sie sich erinnern, als wir am Samstagabend über den ewigen Maßstab gesprochen haben und den neuen Bund? Frage: Wann hat Jesus den neuen Bund eingesetzt? Logischerweise. Wann hat er ihn eingesetzt? Kurz vor seiner Kreuzigung. Warum vor seiner Kreuzigung? Er muss es zu Lebzeiten tun. Genau. Der Bund muss zu Lebzeiten geschrieben sein, damit wenn er dann unterschrieben ist, wenn er bestätigt ist, nicht mehr geändert werden kann.

[40:06] Frage: Womit hat Jesus den neuen Bund bestätigt? Womit hat er ihn unterschrieben? Mit seinem Blut, als Jesus am Kreuz gestorben ist. Kann nach dem Kreuz irgendetwas an diesem neuen Bund geändert werden? Nein, es geht nicht. Aber wissen Sie was? Wo stehen alle acht Sonntagstexte, die immer wieder angeführt werden in der Christenheit für die Heilighaltung des Sonntags? Wo stehen die? Wo stehen alle acht? Nach dem Kreuz. Die stehen alle auf der falschen Seite des Kreuzes? Mit anderen Worten, um es ganz deutlich zu sagen: Wenn man den Sonntag in den neuen Bund hineintut, dann tut man etwas, was man unter Menschen niemals tun würde. Man schreibt etwas in ein Testament, das bereits bestätigt ist, weil die Person gestorben ist.

[41:00] Das Testament sagt: Der neue Bund sind die Gesetze. Und als Jesus starb, selbst der, der – jeder Christ, auch der am Sonntag festhält, wird bestätigen, dass zu dieser Zeit vor dem Kreuz noch der Samstag galt. Und wenn zu dieser Zeit der Samstag galt und zu dieser Zeit der Bund geschrieben wurde, der Bund bestätigt wurde, dann kann man hinterher nicht mehr den Bund ändern. Alle Texte, die jemals am Sonntag angedeutet wurden, obwohl sie auch alle gar nicht davon sprechen, selbst wenn wir den Punkt geben würden, dass sie davon sprechen, kämen zur falschen Zeit.

[41:38] Und das führt uns zu einer sehr wichtigen Frage: Woher kommt die Sonntagsheiligung? Wenn alle Texte der Bibel von 1. Mose 1 bis Offenbarung 22 einzig und allein nur vom Samstag sprechen und keiner der 8 angeführten Texte zum Sonntag überhaupt was damit zu tun hat, was ist passiert? Vielleicht ist das passiert. Könnte es sein, dass sich in die Herde jemand geschlichen hat, der auf den ersten Blick aussieht wie ein Schaf, aber in Wirklichkeit nicht ein Schaf ist? Gott hat davor gewarnt. "Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied wer kommen wird? Räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen." Und aus eurer eigenen Mitte – wir haben da am zweiten und dritten Vortrag vor anderthalb Wochen sehr lange und ausführlich darüber gesprochen, können sich daran erinnern, dass wir darüber gesprochen haben, über diesen Text, dass aus der Christenheit selbst Männer aufstehen werden, die was reden werden? Verkehrte Dinge. Was sind verkehrte Dinge? Dinge, die einfach falsch sind, aber sie werden gelehrt und sie werden Jünger abziehen in ihre Gefolter. Mit anderen Worten, es wird viele geben, die dem folgen werden.

[43:12] Jesus sagt uns: "Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in was kommen werden? In Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind." Jesus sagt, ich bin der gute Hirte. Damit sagt er, dass Schafe ein Symbol sind für das Volk Gottes. Aber die Wölfe kommen in das Volk Gottes nicht als Wölfe, sondern als Schafe, so dass man auf den ersten Blick sogar sie kaum erkennt. Und könnte es sein, dass so etwas auch passiert ist in der Christenheit?

[43:46] Wenn der Paulus als Prophet eindrücklich davor warnt, wir haben es gesehen in unserem Thema "Krieg der Tiere". Wer von Ihnen war bei "Krieg der Tiere" dabei? "Krieg der Tiere". Und es hieß hier: "Und er wird freche Reden gegen den Höchsten und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern. Und sie werden seiner Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten, eine halbe Zeit." Wir haben das alles ausführlich studiert und Sie können das nochmal nachlesen im Internet, im Download-Bereich oder dann auf die Videos. Er würde versuchen, das Gesetz zu ändern. Und zwar was im Gesetz? Das Gesetz, das zu tun hat mit Zeiten. Wie viele Gesetze der 10 Gebote haben mit Zeit zu tun? Eins. Das vierte. Und ist es ein Zufall, dass die Christenheit kein Problem hat mit dem ersten Gebot, mit dem zweiten, mit dem dritten, mit dem fünften, sechsten, siebten, achten, neunten, zehnten, aber das vierte Gebot einfach nicht beachtet wird?

[44:45] Wir haben das im Laufe der letzten Vorträge gesehen. Wir fassen das nochmal zusammen. Wir hatten in Daniel 2 gesehen, diese Statue aus Gold, Silber, Bronze, Eisen, Eisen und Ton. Dann die Tiere in Daniel 7 und so weiter in Daniel 8. Und wir hatten gesehen, dass Babylon, Medopersien, Griechenland und Rom gefolgt wurden durch die mittelalterliche Kirche bis 1798. Und genau von der spricht der Paulus. Der Paulus spricht davon, dass sich in die Kirche hinein – wir haben das ausführlich im zweiten Vortrag gesehen – sich etwas hineinschleicht, was verkehrte Dinge lehrt. Wir haben darüber gesprochen, dass viele Menschen das Christentum deswegen ablehnen, weil sie sagen: "Diese Kirche hat so viel Unfug getrieben." Und bis heute merken wir die Folgen, wenn sie nur an die Proteste gegen den Papst denken. Aber der entscheidende Punkt ist, dass wir verstehen wollen, dass diese mittelalterliche Kirche, die ganz Europa regiert hat, bis 1798, bis dann General Berthier in der Französischen Revolution den Papst gefangen genommen hat, dass diese mittelalterliche Kirche eben nicht die Wahrheit gepredigt hat, sondern das Gesetz verändert hat.

[45:53] Wir haben hier einen Text gehabt, der folgendes gesagt hat: "Der Papst ist von so großer Autorität und Macht, dass er sogar göttliche Gesetze was? Modifizieren, erklären und interpretieren kann. Der Papst kann göttliche Gesetze modifizieren, dass seine Macht nicht von Menschen, sondern von Gott kommt und er als Vizeregent Gottes auf der Erde handelt." Das war sozusagen, was die Engländer sagen, der Mindset. Das war der Gedankengang mittelalterlicher Menschen. Im Mittelalter galt der Papst von so großer Autorität, dass er göttliche Gesetze sogar modifizieren konnte und das hat er getan und wir haben es bereits angedeutet und hier wollen wir es nochmal ganz deutlich sehen. Die Bibel sagt: "Gedenke an den Sabbatag und heilige ihn." Und das dritte Gebot – weil das zweite sogar ausgelassen worden ist im Katechismus – "Du sollst den Tag des Herrn heiligen." Und es fehlt eine ganze Menge.

[46:41] Können Sie sich noch erinnern, wer von Ihnen kann sich erinnern, wie viel Prozent der 10 Gebote sind weg, rationalisiert worden im Mittelalter? 70 Prozent. Wir haben damals gesagt: Wenn heute die Bundesregierung 70 Prozent der Verfassung streichen würde, glauben Sie, die Regierung wäre noch sicher? Glauben Sie, die Bundesrepublik wäre noch sicher? Warum glauben die meisten Christen, man kann 70 Prozent der Verfassung Gottes streichen und ist immer noch auf sich im Grund? Besonders dieses vierte Gebot.

[47:17] Frage: Aber ist es nicht so, dass über viele, viele, viele Jahrhunderte, quasi alle Christen immer den Sonntag gehalten haben? Die können doch nicht alle falsch gelegen haben, oder? Das kann doch gar nicht sein. Jetzt wollen Sie mir erklären, weil Sie in der jüngsten Zeit vielleicht wieder den Samstag entdeckt haben, dass deswegen all die vielen Millionen Christen, gutgläubige Christen, treue Christen, all die Theologen, all die Wissenschaftler, all die Prediger, die Priester, all die falsch gelegen haben? All die falsch gelegen haben. Wollen Sie es wirklich sagen?

[47:55] Ich möchte Ihnen ein Beispiel geben. Hier sind wir mit mir in Nehemia 8, Vers 17. "Die ganze Gemeinde derer, die aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren, machten in den Hütten und wohnten in den Hütten. Denn die Kinder Israels hatten es – wir sind mit mir gemeinsam – es seit der Zeit Josuas, des Sohnes Nuhns, bis zu diesem Tag nicht so gemacht." Nur vielleicht sagt Ihnen der Text erstmal gar nichts. Schauen wir uns ganz kurz an, was der Text bedeutet. Wer hat den Text geschrieben? Nehemia. Was wissen Sie über Nehemia? Bezug auf Chronologie des Alten Testaments. Wo war Nehemia angesiedelt? Am Anfang, am Ende oder am Schluss? Er war am Ende. Er war am Schluss. Nehemia gehört chronologisch zu den allerletzten Büchern der Bibel. Da kommt nicht mehr viel. Da kommt noch Maleachi. Einer der letzten.

[48:45] Wo war Joshua in der Chronologie des Alten Testaments? Wo gehört Joshua hin? Ziemlich an den Anfang. Was meinen Sie, wie viele Jahrhunderte liegen zwischen Nehemia und Joshua? Viele Jahrhunderte. Schätzungsweise ungefähr. Je nachdem, wie man die Zeiten datiert. Ungefähr 900 Jahre mindestens. Mit anderen Worten: Das Volk Israel kam aus Ägypten, wurde durch Mose in die Wüste geführt, hat dort das Heiligtum bekommen, von dem wir am vierten Abend gesprochen haben, hat dort das Laubhüttenfest bekommen und hat es dann noch zehn Generationen gehalten zu Joshua. Und dann wie lange nicht? 900 Jahre lang nicht. Wissen Sie, wer alles in der Zwischenzeit gelebt hat? Leute wie David, Salomo, Daniel, Elija, Jesaja. Ich könnte fast die gesamte Reihe biblischer Helden aufzählen. Was meinen Sie, als Nehemia irgendwann, am Ende des Alten Testaments, durch das Studium der Bibel, wieder auf die Idee kommt, wie man das Laubhüttenfest richtig feiert, könnten dann nicht Leute gesagt haben: "Moment mal, Daniel hat es nie so gefeiert. David hat es nie so gefeiert. Jesaja hat es nie so gefeiert. Keiner der Propheten in den letzten 900 Jahren hat das richtig gefeiert. Ist es deswegen trotzdem richtig? Ändern 900 Jahre Nichtbeachtung etwas an der Richtigkeit? Definitiv nicht. Es ändert sich nichts. Auch wenn 900 Jahre lang es nicht gefeiert wurde, Gott sei gelobt, irgendwann wurde es wieder gefeiert. Und wenn 1200 Jahre lang der Sabbat nicht gefeiert worden ist, ändert das irgendetwas an seiner Richtigkeit? Überhaupt nicht.

[50:39] Aber wissen Sie was? Mit dem Sabbat ist es in einer Hinsicht anders als mit dem Laubhüttenfest. Denn das Laubhüttenfest ist tatsächlich nicht gefeiert worden. Aber wussten Sie, dass der Sabbat gefeiert worden ist? Von wem? Ich möchte Ihnen mit Ihnen in den letzten Minuten unseres Vortrags einige ausgewählte – und ich betone das Wort "ausgewählte" – Was heißt ausgewählt? Was möchte ich implizieren mit "ausgewählt"? Ich möchte damit implizieren, es gibt viel, viel mehr Zitate, als ich Ihnen heute zeigen kann. Ansonsten müssen wir bis Mitternacht predigen und dann würde ich Gefahr laufen, dass Sie einschlafen und aus dem Fenster fallen. Was Sie nicht auferwecken kann, sage ich Ihnen nur einige ausgewählte Zitate.

[51:21] Im ersten Jahrhundert, Josephus, der hebräische Geschichtsschreiber, sagt uns: "Es gibt nicht eine griechische Stadt, noch eine barbarische Stadt oder eine Nation, in welche unsere Gewohnheit des Ruhens am siebten Tag nicht vorgedrungen ist." Nicht eine griechische Stadt, nicht eine barbarische – barbarisch heißt alle nicht-Griechen. Die Griechen haben einfach alle nicht-Griechen als Barbaren bezeichnet, weil sie die Sprache nicht verstanden haben, deswegen haben sie gesagt: Barbar. Also, wo war der Sabbat? In der gesamten Welt verbreitet, im ersten Jahrhundert. Im zweiten Jahrhundert: "Die ersten Christen hatten große Ehrfurcht vor dem Sabbat und verbrachten diesen Tag mit Hingabe und Predigen. Es ist zweifellos, dass sie diese Gewohnheit von den Aposteln übernommen haben." Wir haben hier die Geschichtsquellen dazu, wie es in mehreren Schriften zu diesem Thema angeführt wird. Also haben die Apostel den Sabbat und den Sonntag gehalten? Wir haben schon die Bibel gesehen und auch die Geschichte beweist es.

[52:13] Hier heißt es: "Die ersten Christen hielten den Sabbat der Juden." So hielten die Christen wie lange? Wie lange? Lange Zeit ihre Versammlungen gemeinsam am Sabbat ab, wo einige Abschnitte des Gesetzes gelesen wurden. Dies wurde bis zur Zeit des Konzils in Laodicea fortgeführt." Jetzt, wann war das Konzil von Laodicea? Von der Zeit der Apostel bis zum Konzil von Laodicea, das etwa 364 stattfand, wurde die heilige Beachtung des jüdischen Sabbats fortgeführt, wie es von vielen Autoren beschrieben wurde. Haben Sie davon gehört? Auch die, die live zuschauen. Haben Sie davon gehört, dass über viele Jahrhunderte hinweg der Sabbat gehalten worden ist?

[52:43] Gehen wir weiter. In Indien werde das gedacht. Die Kushan-Dynastie von Nordindien rief das berühmte Konzil von... Können Sie Indisch? Ich nicht. Ein... zu dem sie alle buddhistischen Priester einlud. Wir sprechen hier nicht mehr von Christen, wir sprechen von Buddhisten. Um unter den Mönchen eine Einheit bezüglich der Beachtung des wöchentlichen Sabbats zu bewirken. Manche waren von den Schriften des Alten Testaments so beeindruckt, dass sie begonnen hatten, den heiligen Sabbat zu halten. Nicht erstaunlich? Sogar Buddhisten haben angefangen, den Sabbat zu halten. Ich kann sie nachempfinden.

[53:19] Im vierten Jahrhundert heißt es hier: "Es sei im Allgemeinen die Praxis der Ostkirche, das heißt alles östlich von Rom, vor allem Griechenland und die Gegend und eben dann im Nahen Osten, noch einige Kirchen aus dem Westen, zum Beispiel in der Kirche von Mailand, es scheint, als hätten sie den Samstag sehr hoch geachtet." Das heißt nicht, dass die Ostkirche oder irgendeine von den anderen diesen Tag heiligte, sich dem Judentum zuneigte, sondern, dass sie am Sabbat zusammenkamen, um Jesus Christus, den Herrn des Sabbats. Das ist das, was Markus 2, Vers 27 und 28 sagt. Wir halten den Sabbat nicht, weil wir einfach dem Alten Testament folgen wollen, weil wir Juden sein wollen. Nein, die Juden haben es nur richtig gemacht, denn die Juden haben ihre Gesetze von wem bekommen? Von wem haben die Israeliten ihre Gesetze bekommen? Von Jesus Christus, dem Herrn des Sabbats.

[54:07] Weiter heißt es hier im Konzil von Elvira: "Was das Fasten an jedem Sabbat betrifft, sie haben beschlossen, dass der Fehler korrigiert wird, was das Fasten an jedem Sabbat betrifft." Das ist das, was der Paulus sagt. Man muss nicht immer fasten. Fasten ist keine religiöse Pflicht, aber das sagt uns, dass in Spanien noch nach 300 der Sabbat gehalten wurde. Wenn man zwischen den Zeilen liest, wird es ganz deutlich.

[54:27] In Persien. Das ist ein interessantes Zitat, das müssen Sie mal verkraften. "Sie verachten unseren Sonnengott." Das sind jetzt Perser, die das sagen, sprechen von Christen. "Hat nicht Zoroaster, unser heiliger Gründer des göttlichen Glaubens, schon vor tausend Jahren den Sonntag zu Ehren der Sonne – sagt nicht ich, sagt jetzt auch nicht die Bibel, sagen einfach die Perser – eingesetzt und den Sabbat aus dem Alten Testament beseitigt." Diese Diskussion ist nicht neu, die Situation ist schon damals so gewesen. Trotzdem halten diese Christen am Samstag Gottesdienst ab, in Persien. Ist nicht erstaunlich?

[55:01] "Obwohl fast alle Kirchen der Welt jede Woche am Sabbat die Heiligen Geheimnisse feiern, weigerten sich wegen einiger alter Traditionen die Christen von Alexandria und Rom dies zu tun." Das heißt, alle Christen haben zu dieser Zeit im frühen Mittelalter den Sabbat gehalten, nur die Christen von Alexandria und Rom nicht. Aber welche Stadt war das Zentrum der mittelalterlichen Kirche? Rom. Wenn Sie die ersten Vorträge, vor allem die ersten zwei Vorträge gesehen haben, wissen Sie jetzt mehr, wovon ich spreche. Aber wir kriegen noch weitere Informationen in weiteren Vorträgen dazu.

[55:35] In der schottischen Kirche, die zum letzten Beispiel scheint es, als ob sie einem Brauch gefolgt sind, von dem wir Spuren in der frühsten klösterlichen Kirche von Irland finden, in der sie den Samstag als Sabbat gehalten haben, an dem sie von aller Arbeit ruhten. Das ist ein interessantes Zitat.

[55:51] Schauen Sie mal, das ist jetzt Papst Gregor I., der spricht. "Gregor, Bischof von Gottes Gnaden an seine geliebten Söhne, die römischen Bürger. Es kam ihr zu Ohren, dass gewisse Männer von perversem Geist unter euch lasthafte Dinge verbreitet haben und dem heiligen Glauben entgegenwirken, sodass sie es verbieten, irgendeine Arbeit am Sabbattag zu verrichten. Wie sonst soll ich sie nennen als Prediger des Antichrist?" Sie können denken, was sie wollen. Ich kommentiere das nicht. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, über ihn zu richten. Aber was wir zwischen den Zeilen lesen können, ist, dass um 600 in Rom Christen den Sabbat gehalten haben. Ansonsten hätte er das niemals geschrieben, oder? Die Tatsache, dass er dagegen spricht, beweist, es gab in Rom im 6. Jahrhundert um 600 Menschen, die den Sabbat gehalten haben. Aber diesen Christen ging es halt mitunter ziemlich schwer. Ziemlich schlecht. Wurden verfolgt und vertrieben.

[56:47] Ein anderes Zitat hier: "In den persischen Bergen und den Tälern des Tigris und Euphrates heilten ihre Loblieder wieder. Sie brachten ihre Kante ein und zahlten ihre Zehnten. Sie begaben sich am Sabbat in ihre Kirchen, um den Gottesdienst zu feiern." In Persien, Mesopotamien, Indien. Unter den Gläubigen der Ostkirche und den St. Thomas Christen von Indien, die nie eine Verbindung zu Rom pflegten, war die Beachtung des 7. Tags Sabbats weit verbreitet und beständig.

[57:15] Gehen wir weiter. China. Das ist ein ganz besonderes, interessantes Zitat. Und wie gesagt, wir könnten für jedes einzelne 700 viele, viele mehr anfügen. Aber das haben wir schon gesagt. Im Jahr 781 nach Christus wurde am berühmten Chinamoment eine beschriftete Marmortafel angebracht, die von dem Wachstum der Christenheit in China zu dieser Zeit berichtete. Diese Inschrift, bestehend aus 763 Wörtern, wurde 1625 in der Nähe der Stadt Schangan ausgegraben und steht nun im Wald der Tafeln. Und das steht auf dieser chinesischen Tafel: "Am 7. Tag bringen wir Opfer dar, nachdem wir unsere Herzen gereinigt und Vergebung für unsere Sünden erhalten haben." Diese Religion, so vollkommen und ausgezeichnet, ist schwer zu beschreiben, doch sie erhält die Finsternis durch ihre brillante Lehre. An welchen Vortrag müssen Sie denken, als Sie da gewesen sind letzte Woche? Licht in der Finsternis. Haben Sie gewusst, dass im 8. Jahrhundert viele, viele Menschen in China das Evangelium so verstanden haben, wie Sie es letzte Woche Montag erklärt bekommen haben hier?

[58:18] Bulgarien. Zu der Zeit der Evangelisierung Bulgariens wurden den Menschen gelehrt, dass am Sabbat keine Arbeit nachgegangen werden sollte. Sie arbeiteten am Sonntag, hielten jedoch den Samstag wie den Sabbat. Diese Dinge schuf Margret ab. Sie sehen immer wieder in einigen Jahrhunderten hier einige Sabbathalter, dort einige Sabbathalter, hier ein paar, dort ein paar wenige.

[58:36] Ich hatte das Vorrecht, letztes Jahr diese Insel zu besuchen. Wer von Ihnen kennt diese Insel? Das ist die Insel Iona. Wissen Sie, wie Sie zu dieser Insel kommen? Sie müssen erstmal nach Großbritannien, nach England. Dann fahren Sie von England viele, viele, viele Stunden mit dem Bus nach Schottland. Wenn Sie in Schottland sind, fahren Sie nochmal viele Stunden an die schottische Westküste. Dann nehmen Sie die Fähre, fahren mit der Fähre auf die große Insel Mull in den äußeren Hebriden. Dann fahren Sie mit dem Bus nochmal, ich glaube zwei Stunden über die Insel Mull. Dann nehmen Sie noch eine Fähre, sind jetzt quasi schon auf dem Ozean und fahren nochmal mit der Fähre über diese Insel. Sie haben das Gefühl, Sie sind am Ende der Welt. Die äußersten, die nördlichen Hebriden, westlichen Hebriden. Was ist so besonders an dieser Insel? Das ist einer der Orte, wo sich christliche Sabbathalter im frühen Mittelalter zentriert hatten. Die hatten hier, heute sind hier nur einige Touristenzentren und eine spätere Kirchenruine, hatten hier einige Schulgebäude und haben dort Menschen ausgebildet, die dann ohne Fähre und ohne Bus wieder zurück durch die Insel Mull über Schottland, Großbritannien bis nach Süddeutschland und nach Italien, die Schweiz, Südfrankreich gegangen sind. Um diesen Glauben heimlich, aber sicher weiter zu verbreiten. Das Motto war: Das Licht scheint in der Finsternis. Ein ganz wunderbarer Ort. Ich hatte die Gelegenheit, mich hier oben auf die Spitze zu setzen und ein paar Bibelverse zu lesen, die genau von dieser Zeit sprechen. Von der Zeit, von der wir im dritten Vortrag gehört haben, als die Frau, die wahre Gemeinde Gottes in die Wüste floh und verfolgt wurde und in der Stille, in der Abgekehrtheit, im Versteck die Wahrheit aufrechterhalten hat. Ich habe da oben gesessen. Wenn man da oben sitzt, sieht man die gesamte Insel. Das ist eine ganz kleine Insel. Ich habe mir vorgestellt, wie damals die Engel von oben nach unten gegangen sind und diese wenigen Gläubigen unterstützt haben.

[1:00:44] Wie auch immer, in der Lombardei, in der Zeit von Gregor dem Ersten und so weiter im 12. Jahrhundert, findet man in der Lombardei Spuren von Sabbathaltern in Wales. Wir sind jetzt mitten im Mittelalter. Wir haben einen Zeitsprung gemacht. Es gibt viele Hinweise, dass der Sabbath an der Universität von Wales bis 1115 nach Christus beachtet wurde. In diesem Jahr wurde der erste römische Bischof in St. Davids eingesetzt. Selbst dann haben nicht alle alten walisischen Sabbath-haltenden Kirchen ihre Knie vor Rom gebeugt, sondern sind in Verstecke geflüchtet, was ich Ihnen gerade berichtet habe. Es gab immer wieder in jedem Jahrhundert andere.

[1:01:16] Und das bringt uns jetzt zu den berühmten Waldensern. Unter den Dokumenten finden wir von denselben Völkern Erklärungen über die 10 Gebote, die von Boyer im Jahr 1120 datiert wurden. Es wird die Beachtung des Sabbaths, indem man von weltlichen Geschäften ablässt, vorgeschrieben. Das waren die Waldenser. Die haben gelebt in Südfrankreich, in Norditalien. Man kann heute noch die Waldenser-Täler besuchen. Und einige von ihnen haben den Sabbath gehalten.

[1:01:38] Im Jahr 1310, 200 Jahre vor Luthers Thesen, stellte die böhmische Brüderschaft ein Viertel der böhmischen Bevölkerung dar. Diese waren mit den Waldensern in Österreich, der Lombardei in Böhmen, in Norddeutschland, Thüringen, Brandenburg, Meren in Kontakt. Erasmus hob er vor. Und den kennen Sie, Erasmus, oder? Wer von Ihnen kennt Erasmus von Rotterdam? Kennen Sie Erasmus von Rotterdam? Das ist nicht irgendjemand. Das ist kein Geschichtsklitterer. Eine wichtige historische Quelle hob er vor, wie treu die böhmischen Waldenser den Sabbath am siebten Tag hielten. Und sie hatten Kontakte überall hin. Überall gab es kleine Zellen von Gläubigen.

[1:02:12] die den Sabbat hielten. Norwegen. Auch die Priester hielten die Menschen dazu an, die Samstage wie Sonntage zu halten. Anders konnte man sich das nicht erklären. Erasmus bezeugt, dass noch um 1500 herum, das ist jetzt die Zeit kurz vor Luther, die Böhmen nicht nur den siebten Tag gewissenhaft hielten, sondern auch Sabbatherianer genannt wurden.

[1:02:30] Der erste Fall betraf das Heilighalten des Samstags, das ist ein Kirchenkonzil. Es war dem Erzbischof zu Ohren gekommen, dass es Menschen an verschiedenen Orten des Königreichs gewagt hatten, den Samstag heilig zu halten. Es wird erklärt, dass nach dem Kirchengesetz es für jeden strikt verboten ist, außerhalb der vom Papst, dem Erzbischof oder den Bischöfen ernannten, irgendeinen anderen Tag heilig zu halten oder anzunehmen.

[1:02:54] Und können Sie sich noch erinnern an die Frage, die heute am Anfang jemand gestellt hat? Warum glauben manche Menschen mehr dem Papst als Gott? Im Mittelalter konnte es manchmal damit zu tun haben, dass man einfach nicht im Gefängnis landen wollte. Es konnte damit zu tun haben, dass man etwas zu essen haben wollte oder dass man seine Kinder selbst auferziehen wollte. Denn wer sich für die Wahrheit entschied und die Liebe zur Wahrheit hatte, dem waren diese Dinge oftmals nicht vergönnt. Das ist eine Sache, heute hier zu sitzen und zu sagen, ja, ich bin davon überzeugt, heute ist der richtige Tag. Was predigt der die ganze Zeit eigentlich? Der Punkt ist schon längst in meinem Kopf drin. Eine andere Sache ist es, in so einer Situation zu sagen, ich halte ihn trotzdem, weil ich Jesus liebe.

[1:03:38] Schauen wir hier, was König Louis der Zwölfte uns sagt. König von Frankreich wurde von den Gegnern der Valdensern, die in einem Teil der Provinz lebten, informiert, dass diese einige abscheuliche Verbrechen zur Last gelegt werden. Daraufhin entsandte er einen Beauftragten und einen bestimmten Doktor aus der Sorbonne, um für diesen Fall Nachforschung anzustellen. Nach ihrer Rückkehr berichteten sie, dass sie alle Kirchengemeinden besucht hatten, jedoch keine Spuren der Verbrechen entdecken konnten, die den Menschen vorgeworfen wurden. Ging ganz friedlich dazu.

[1:04:10] Denn wissen Sie was, wenn man die Gebote Gottes hält, hat man was. Erinnert sich noch an Samstagabend. Was hat man, wenn man die Gebote Gottes hält? Was hat man, wenn man die Gebote Gottes hält? Viel Frieden und ein langes Leben. Können Sie sich erinnern? All die vielen Verheißungen, die Gott uns gegeben hat. Was für einen Vorteil wir haben, wenn wir die 10 Gebote halten. Im Gegenteil, sie hielten den Sabbat, führten die gebeugte Taufe nach dem Vorbild der Urkirche durch und erwiesen ihren Kindern den Satzungen des christlichen Glaubens und den Geboten Gottes. Nachdem der König diesen Bericht von den Beauftragten gehört hatte, sagte er mit einem Schwur, dass diese Menschen besser waren als er selbst oder sein Volk.

[1:04:50] Finnland. Vor einiger Zeit hörten wir, dass einige Menschen in Finnland in einen großen Irrtum gefallen sind und den siebten Tag halten, den Sabbat genannt wird.

[1:04:58] Abessinien. Wer von Ihnen weiß, was Abessinien ist? Welches Land? Abessinien. Äthiopien. Äthiopien gilt als eines der afrikanischen Länder, die am längsten den Sabbat bewahrt haben. 1534. Wir beachten den Sabbat nicht, um die Juden zu imitieren, sondern weil wir Christus und seinen heiligen Aposteln gehorchen. Da stand ein Vertreter Äthiopiens am Hof von Lissabon in Portugal, mitten in einem Staat, der völlig durchdrungen war vom mittelalterlichen Kirchenstaat und sagt, wir folgen Christus und weil wir das tun, halten wir den Samstag.

[1:05:30] Wir sind gleich am Ende unserer kleinen Geschichtstour. Einige von euch halten entgegensetzt der Warnung den Samstag. Es gab jedes in jedem Jahrhundert Menschen, die sich durch nichts haben beirren lassen. Ihr sollt schwer bestraft werden. Wer immer gefunden wird, dass er den Samstag hält, muss eine Strafe von 10 Mark zahlen. Es muss damals viel Geld gewesen sein.

[1:05:50] Die Inschrift auf dem Gargdenkmal von Dr. Peter Chamberlain, Arzt von König James und Queen Anne. König Charles, Queen Catherine sagt, dass Dr. Chamberlain ein Christ war, der die Gebote Gottes hielt und den Glauben Jesu hatte. Wer von Ihnen Offenbarungen kennt, bei dem klingelt es. Im Jahre 1648 getauft wurde und den siebenten Tag Sabbat über 32 Jahre gehalten hat. Wir sind im 17. Jahrhundert. Es ist der Leib des Königs von England und er hält den Samstag als Sabbat.

[1:06:18] England, das ist jetzt der König selbst, Charles der Erste redet zum Parlament und sagt, da man in der Schrift, wo nirgendwo finden kann, dass der Samstag nicht mehr gehalten oder in den Sonntag verwandelt wurde, muss es die Autorität der Kirche sein, die den einen veränderte und den anderen einführte.

[1:06:36] Indien, sie hielten den Samstag heilig. Das sind Christen in Indien. Siebzehntes Jahrhundert. Sie haben feierliche Gottesdienste und haben Samstagen.

[1:06:44] Wir könnten immer weiter gehen. Noch ein Zitat hier aus Schweden und Finnland. In dieser Zeit können wir diese Absichten fast in ganz Schweden verfolgen. Von Finnland bis Nordschweden. Im Bezirk von Uppsala hielten die Farmer anstatt des Sonntags den Samstag. Das Jahr 1625 herum wurde diese religiöse Tendenz in diesen Ländern so deutlich, dass nicht nur der Großteil der gewöhnlichen Leute damit begann, den Samstag als Ruhetag zu halten, sondern auch viele Priester.

[1:07:10] China. Wer hätte das gedacht? Wenn die Taipings gefragt wurden, weshalb sie den siebten Tag Sabbat hielten, erwendeten sie erstens, weil die Bibel es lehrt. Ich wünschte mir, alle Christen wären so wie die Taipings. Viele dieser Christen in Äthiopien und in China, auf britischen Inseln irgendwo in Nordwestschottland, haben den meisten europäischen Christen etwas voraus. Nämlich eine Einstellung zu der Bibel, weil die Bibel es lehrt. Und zweitens, weil ihre Vorfahren ihn als ein Tag der Anbetung feierten.

[1:07:46] Vorletztes Zitatenreihe. Außerdem wird im gesamten Reich in Indien und Persien die feierliche Einhaltung des Gottesdienstes am siebten Tag aufrechterhalten und in Russland auch der Großteil zog auf die Krim und in den Kaukasus, wo sie bis heute ungeachtet der Verfolgung ihrer Überzeugung was bleiben? Treu.

[1:08:04] Und eine, ein kleiner Punkt, den ich mit dieser kleinen Geschichtsstunde Ihnen heute vermitteln möchte, ist, es gab zu allen Zeiten Menschen, die den Sabbat gehalten haben, aber noch mehr. Die meisten von Ihnen haben dafür gelitten. Wenn Sie heute den Sabbat hier in einem freien Deutschland hören, ohne dass die Polizei während dieses Vortrags hineinstürmt, mit Maschinengewehren und mich vom Rednerpult zehrt und Sie vor die Verantwortung stellt, ob Sie den Samstag halten wollen, dann ist das eher eine Ausnahme, wenn man die letzten 2000 Jahre anschaut. Seien Sie Gott froh und dankbar, dass wir in dieser Zeit leben. Wir werden gleich sehen, warum.

[1:08:46] Und dann im Jahre 1845 sehen wir, wie auch in Amerika dies entdeckt worden ist. Hier sehen wir Daniel 7, 25, erfüllt das kleine Horn, das Zeit- und Gesetz verändert.

[1:08:56] Auf Markus 14, Vers 7 steht, wir kommen jetzt in die letzten Minuten unseres Vortrags, unseres Vortrags. Die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Und was ist jetzt die Botschaft, wenn die Stunde des Gerichts gekommen ist? Betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.

[1:09:28] Wann war die Stunde des Gerichts? Wir haben es lang und breit ausführlich beschrieben und ganz einfach, für alle, die nicht da gewesen sind, schauen sich die Vorträge an. Es ist für jeden verständlich. Wir haben gezeigt, dass nach der biblischen Prophetie seit 1844 das Gericht beginnt. Das heißt, seit 1844 soll welche Botschaft, die jetzt weltweit gepredigt werden, betet den an, der den Himmel, die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat. Und das ist ein Zitat.

[1:10:00] Woher kommt dieses Zitat? Betet den an, der den Himmel, die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat. Das kommt aus diesem Teil der Zehn Gebote. In sechs Tagen hat Gott den Himmel und die Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist.

[1:10:14] Ab welchem Datum soll die Beachtung des Sabbats nicht nur eine für einige wenige treue Christen irgendwo in Nordwestschottland oder im Kaukasus oder hinter Indien sein, sondern ab welchem Datum soll das für alle Menschen gelten, die sich Christen nennen. Ab 1844.

[1:10:36] Ich glaube, es ist ein Grund, dass Gott eine Zeit des Friedens uns gibt, damit wir diese Botschaft in alle Welt tragen können. Schließen wir mit diesen Gedanken. Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen, denn es muss zuerst unbedingt der Abfall kommen und der Mensch der Sünde offenbart werden. Der Sohn ist verdammt. Sie haben es am zweiten Thema deutlich gesehen. Der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt, altert Gott und sich selbst für Gott ausgibt.

[1:11:10] Zum Ende zwei Zitate, die ihn erklären, warum heute das Thema hieß, der Text, den es nicht gibt. Sonntag ist eine katholische Institution und seine Beachtung kann nur durch katholische Bibeln verteidigt werden. Vom Anfang bis zum Ende der Schrift gibt es nicht eine einzige Passage, die den Wechsel des wöchentlichen öffentlichen Gottesdienstes vom letzten Tag der Woche auf den ersten erlaubt.

[1:11:36] Und noch ein Zitat von einem der wichtigsten Schreiber dieser Kirche. Sie können die Bibel von 1. Mose bis zur Offenbarung durchlesen und sie werden nicht einen einzigen Vers finden, der die Heiligung des Sonntags autorisiert. Und er hat absolut einhundertprozentig recht. Amen.

[1:11:54] Die Schrift erzwingt die religiöse Beobachtung des Samstags, einen Tag, den wir niemals heiligen. Was sagt Jesus? Jesus sagt, vergeblich aber verehren Sie mich, weil die Lehren vortragen, die Menschengebote sind. Was ist ein anderes Wort für verehren? Was ist ein anderes Wort für verehren? Anbieten. Vergeblich aber beten Sie mich an, weil sie was vortragen? Menschengebote.

[1:12:22] Der Sabbat ist der Tag der Anbetung und viele Menschen beten am Sonntag an und solange wir das unwissentlich tun, sagt uns die Bibel ganz deutlich, dass Gott das übersieht. Aber wenn wir wissen und erkennen, dass es ein Menschengebot ist, dann ist unsere Anbetung was? Vergeblich. Vielleicht auch die, die Sie im Internet sehen. Vielleicht ist das etwas, was Sie herausfordert. Aber Jesus hatte damals genau die gleiche Situation. Wie viele Denominationen des Judentums haben Jesus zugestimmt? Wie war es mit den Pharisäern? Waren die für Jesus? Wie war es mit den Zeloten? Mit den Essenern? Alle Kirchen des Judentums haben dieser Botschaft widerstanden.

[1:13:14] Könnte es sein, dass wir heute auch in einer Zeit leben, wo die meisten Denominationen eben nicht Recht haben, sondern Menschengebote lernen? Petrus sagt uns, man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Und wenn jeder in unserer Familie, in unserem Umfeld, in unserem Freundeskreis, das anders sieht. Der Sabbat wurde um des Menschen willen. Jesus sagt uns heute und ich möchte, dass wir das heute auch verstehen.

[1:13:46] Dieses Thema ist nicht einfach nur ein Thema, um den Kalender richtig einzuordnen. Das ist nicht nur ein Thema, dass man sagt, ich habe die richtigen 24 Stunden ausgewählt. Ich bin ein Heiliger Christ. Es geht darum, folgen wir Jesus, denn er ist der Herr des Sabbats. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Und die Bibel sagt, meine Schafe hören meine Stimme und es ist so.

[1:14:12] Der Tag, den wir im Sonntag gehalten haben, da möchte ich Ihnen diesen Text heute hier ans Herz legen. Jesus kennt sie und er weiß, dass sie ein Schaf sind, das ihm folgt. Aber der Beweis dafür, dass sie ein Schaf sind, dass Jesus folgt, ist, dass sie seine Stimme hören. Und wenn heute die Stimme Jesus zu ihnen gesprochen hat am Sonntag gibt, dann gibt es für jede Schaf, sowohl für die methodistischen Schafe, als auch für die katholischen Schafe, die baptistischen Schafe und die evangelischen Schafe, alle Schafe nur eine Richtung, nämlich in diese.

[1:14:54] Sehen Sie das? Das ist keine Frage der Kirchenzugehörigkeit. Hier steht nicht, wenn Sie in der und der Kirche zugehören, dann sollen Sie das und das tun. Hier steht, meine Schafe, Sie haben den Sabbat gehalten. Können dann Katholiken den Sabbat halten? Wenn Sie ein Katholik sind, können Sie den Sabbat halten? Wenn Sie ein evangelischer Christ sind, wenn Sie ein orthodoxer Christ sind, wenn Sie ein Zeuge Jehovas sind, wenn Sie ein Mormone sind, wer auch immer Sie sind, wenn Sie ein Christ sind, der sich keiner Denomination zugehörig fühlt, egal wer Sie sind, Sie wollen doch Jesus nach.

[1:15:32] Fragen möchte, während wir ein Lied hören, ist folgende. Wollen Sie Jesus höher achten als Tradition? Nachdem wir heute in der Abendumfrage sehr unentschieden gewesen sind, was Tradition angeht, möchte ich Ihnen die Frage stellen, ob Sie in dieser Frage sich entscheiden wollen. Die Sie hier heute live dabei sind und die Sie zuschauen im Internet. Wollen Sie Jesus höher achten als Tradition und ihm folgen?

[1:16:02] Wir hören jetzt ein Lied.

[1:18:52] Ich möchte Ihnen eine kurze Geschichte erzählen. Vielleicht fragen Sie sich, ob Sie den Sabbat halten möchten. Ich war damals arbeitslos. Er ist gelernter Zimmermann. Konnte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausführen. Er hatte verschiedene Nebenjobs. Dann hat er sich beworben für eine Stelle im öffentlichen Dienst. Er hat sich beworben. Man hat ihm gesagt, an diesem Job müssen Sie eine Ausbildung machen. Diese Ausbildung wird nur sein am Freitag und am Samstag. Die Bedingung, dass Sie den Job bekommen. Ich war damals arbeitslos.

[1:19:30] Diese Zuschauern. Wäre es nicht ein Grund, einen Kompromiss zu machen? Und zu sagen, ich muss ja meine Familie ernähren. Ich muss ja irgendwie um die Runden kommen. Gott wird schon ein Auge zudrücken. Ich weiß, es ist falsch. Aber mein Vater hat gesagt, nein, ich kann nicht. Ich kann leider nicht. Und was haben sie ihm gesagt? Dann gehen Sie nach Hause. Wir haben noch 70 andere Kandidaten.

[1:19:56] Und als sie nach Hause kamen, hat ihnen die Behörde noch mal angerufen. Alle 70 Kandidaten waren nichts. Und sie haben gesagt, wir möchten Sie so gern haben. Kommen Sie doch. Und wir haben jetzt im Internet etwas gefunden. Wir haben eine Ausbildung gefunden. Es ist die letzte ihrer Art. Sie geht von Montag bis Freitag. Und da haben sie gesagt, was für ein Wunder. Gott der Herr sei gepriesen. Was für ein wunderbares Wunder. Und er hat sich dann angemeldet. Er hat sich an die Stelle angenommen.

[1:20:30] Er fuhr dann zu dieser Ausbildung. Die sollte dann alle 3 Wochen sein. Jeweils eine Woche. Und als er zum ersten Mal zu dieser Ausbildung kam, da hieß es, wie? Montag bis Freitag? Das muss ein Fehler gewesen sein. Die geht von Montag bis Samstag. Wir wissen nicht genau, ob sich der Chef oder die Chefin geirrt haben oder absichtlich geirrt haben. Wie auch immer.

[1:20:58] Er hat den Vertrag unterschrieben. Er fand sich angemeldet in dieser Ausbildung, die von Montag bis Samstag ging. Was hätten Sie gemacht? Hätten Sie zu Gott gesagt, ich habe ja guten Willen gezeigt. Aber jetzt sind die Umstände so, jetzt kann ich nicht mehr draus. Ich kann nicht meinen Vertrag brechen. Wenn ich jetzt rausbreche, das geht nicht, oder?

[1:21:22] Mein Vater hat etwas Interessantes gemacht. Er hat gesagt, ich werde am Montag hinfahren, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Am Freitag fahre ich nach Hause und bleibe am Samstag zu Hause und gehe in den Gottesdienst. Er hat sich natürlich gewundert, was passieren wird. Und in der nächsten Woche bekam er die Nachricht, dass am Samstag der Unterricht ausgefallen ist. Da haben alle gesagt, was für ein großer Zufall.

[1:21:48] Was dann passiert ist, sportet jeder Beschreibung. Fast ein gesamtes Jahr lang ist alle drei Wochen immer zur Ausbildung, immer nur am Samstag, der Unterricht ausgefallen. Und zwar jedes Mal aus einem anderen Grund. Mal war die Heizung kaputt, mal war der Lehrer krank, mal war der Raum anderweitig vermietet. Die Gründe haben sich noch nicht einmal wiederholt. Gott hat genügend Gründe gefunden, um fast ein gesamtes Jahr lang den Unterricht auszulassen. Nur einmal war Unterricht, aber das waren Konsultationen, wo es nur Wiederholungen gab, wo man nichts Neues gelernt hat. Er hat den gesamten Kurs bestanden und musste nicht am Samstag arbeiten.

[1:22:30] Warum ich Ihnen das erzähle? Ich verspreche Ihnen nichts und auch die Bibel verspricht Ihnen nicht ein einfaches Leben, wenn wir Gott getreu sind. Aber die Bibel verspricht, dass wenn wir im Glauben sind, dann verteilt sich manchmal das rote Meer, so wie wir uns vorher nicht geglaubt hätten. Und wenn Sie heute in der Situation sind, gerade auch wenn Sie zu Hause zuschauen und sagen, ich würde gerne den Sabbat halten, aber pfff, das hat ja die und die und die und die und die und die Konsequenzen.

[1:23:00] Lassen Sie mir eine Sache sagen. Wenn wir Jesus folgen, wer trägt dann die Konsequenzen? Jesus. Wenn ich Jesus felsenfest vertraue und er sagt, was ich will machen, dann trägt er die Konsequenzen. Dann kann ich sagen, Herr Jesus, du hast es gesagt. Ich mache nur, was du gesagt hast. Jetzt kümmerst du dich um die Konsequenzen.

[1:23:20] Viele Menschen entscheiden sich nicht für die Wahrheit, weil sie glauben, sie müssten für die Konsequenzen selbst gerade stehen. Aber wenn wir Jesus folgen, dann dürfen wir ihm die Konsequenzen überlassen. Wir können sagen, Herr Jesus, ich bin dir treu. Du hast es versprochen, dass du mich führst. Kümmer dich um die Konsequenzen. Und es ist dann so viel einfacher.

[1:23:40] Wenn es eine Situation ist, egal ob es ein Studienberuf ist, probieren Sie aus diesen einen Tag, den Gott selbst gehalten hat, den Jesus selbst gehalten hat, den so viele Menschen in größten Schwierigkeiten aufrechterhalten haben, weil es sie erinnert hat an die Schöpfung, an die Erlösung und an die Zukunft der Wiederkunft. Es lohnt sich für diesen Tag etwas zu riskieren. Wenn Sie das riskieren müssen. Und ich glaube, es lohnt sich, Jesus nachzufolgen.

[1:24:08] Diese Freude, diesen Frieden, diese Gemeinschaft, die wollen Sie nicht missen. Und wenn das Ihr Wunsch auch heute hier ist, sich für Jesus zu entscheiden und gegen Traditionen oder gegen Umstände, die mich hindern, dann lade ich Sie ein, das auszudrücken. Sagen, ich stehe auf für Jesus. Ich möchte das auch Jesus körperlich zeigen, indem ich aufstehe. Und dann wollen wir ein Abschlussgebet sprechen. Amen.

[1:24:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass dein Wort uns nicht im Unklaren lässt. Wir sehen, was du uns geboten hast und wir sehen, was du uns nicht geboten hast. Und wir sehen, dass es sich lohnt, Traditionen zu überdenken. So oft ist es so, dass wir wie die Jünger so festgefahren sind in unseren persönlichen Meinungen und gar nicht sehen, dass die Bibel etwas ganz anderes sagt. Und das kann nicht nur in der Sabbat-Sonntag-Frage der Fall sein. Wo wir so festgefahren sind, weil wir einfach irgendjemandem blind vertrauen, anstatt dich zu fragen.

[1:25:14] Und wir haben schon gesehen, dass ein Drittel aller Engel aus dem Himmel geschmissen worden ist, aus dem Himmel gefallen ist, weil sie dem Experten vertraut hat und nicht Gott. Und so möchten wir dich bitten, dass du uns hilfst, völliges Vertrauen dir gegenüber zu haben. Dass wir den Sabbat als ein Zeichen annehmen, was du Großes an uns getan hast. Dass du unser Schöpfer bist, unser Erlöser und der, der wiederkommen wird. Und wir danken dir von ganzem Herzen, dass du uns auch den Mut schenkst und die Kraft, in einer schwierigen Situation sich für dich zu entscheiden. Das sollen wir nicht aus eigener Kraft tun. Das können wir auch gar nicht. Aber du gibst uns die Möglichkeit dazu. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen, Herr Jesus. Amen.

[1:26:06] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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