[3:01] Die Geschichte der Rebellion.
[3:04] Wir beginnen mit diesem Vortrag sozusagen einen neuen Abschnitt in Entscheidung 21. Wir haben uns in den letzten zwölf Themen einige verschiedene Dinge angeschaut. Wir haben zunächst einmal einige Fragen beantwortet, die fast jeder Mensch hat, wenn es um das Christentum geht. Wir haben die Frage beantwortet, ist die Bibel zuverlässig? Wir haben die Frage beantwortet, warum haben so viele Christen im Mittelalter so viel Unfug getrieben? Wir haben die Frage beantwortet, warum lässt ein liebender Gott so viel Leid zu? Das waren die ersten drei Vorträge. Wenn Sie die verpasst haben, warten Sie darauf, dass sie im Internet online gestellt werden oder schauen Sie sich die Downloadmanuskripte an, wo Sie alles nochmal in einer Zusammenfassung lesen können.
[3:43] Wir sind dann weitergegangen, haben gesehen, dass für jeden Menschen es ein wunderbares Angebot gibt. Licht in der Finsternis, Gottes Wort spricht jeden Menschen an und jeder Mensch kann seine Schuld mit der Gerechtigkeit Jesu tauschen. Wir haben gesehen, dass das Heiligtum den Weg darstellt, für jeden Menschen zu Gott zurückzufinden. Wir haben gesehen, dass Jesus auf die Welt kam, um für Sie und für mich zu sterben. Und zwar nicht einfach nur so, sondern präzise auf die Minute getimt nach biblischer Prophetie. Wir haben gesehen, dass seit 1844 ein Untersuchungsgericht stattfindet, das uns vorbereiten soll auf die bald bevorstehende Wiederkunft. Wir haben gesehen, dass in diesem Gericht es einen Maßstab gibt, den ewigen Maßstab. Was ist der ewige Maßstab noch einmal? Das Gesetz Gottes, ganz genau. Und wir haben dann gesehen, dass es dort um das gesamte Gesetz geht, das nicht aus neun Geboten besteht, sondern aus zehn Geboten. Viele Christen halten neun Gebote, die Bibel fordert uns auf aber zehn Gebote zu halten. Und wir haben dann in zwei Themen uns dafür entschieden, Jesus zu folgen und nicht menschlicher Tradition. Gestern Abend haben wir die Wiederkunft gesprochen, wie die Wiederkunft sein wird und was alles damit einhergeht. Wir haben es kurz vorhin wiederholt. Und heute früh hatten wir die Gelegenheit, noch einmal zu studieren, wie die Bibel sich eigentlich selbst auslegt. Wir hatten das ABC des Bibelstudiums gelernt und werden es gleich anwenden.
[5:02] Wir haben, und das hoffe ich, in allen zwölf Themen bisher, eine Person kennengelernt: Jesus Christus. Er ist derjenige, der schon in Daniel 2, der ist, der wiederkommt. Er ist derjenige, der im großen Kampf auf unserer Seite steht. Er ist derjenige, der uns das ewige Leben anbietet, der für uns gestorben ist. Die Bibel sagt: „Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ Jesus Christus hat sein Leben gelassen für Sie. Egal, ob Sie schon alle Vorträge gesehen haben oder heute zum ersten Mal da sind: Jesus Christus ist die einzige Antwort auf alle Ihre Fragen. Und die Bibel sagt: „Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie.“ Und jetzt lesen wir gemeinsam: „Und sie folgen mir nach.“
[5:46] Jeder wahre Christ, egal welcher Denomination, welcher Konfession, welcher Kirche angehört, muss sich an dieser Aussage Jesu messen lassen: Folgt er Jesus nach? Jesus hat viele, viele Schafe. Weiße Schafe und braune Schafe und schwarze Schafe und gelbe Schafe. Und jedes Schaf, manche sind klein, manche sind groß, manche haben viel Wolle, manche haben wenig Wolle. Aber jedes echte Schaf folgt Jesus nach. Wir haben davon gesprochen, dass es auch Wölfe im Schafspelz gibt. Können Sie sich daran erinnern? In einigen unserer Themen. Aber jedes echte Schaf kann man an einer Tatsache erkennen: Nicht, dass es einfach mit in der Schafherde mitgeht, sondern dass es Jesus nachfolgt.
[6:29] Warum sage ich das? Weil uns die Bibel etwas berichtet, von dem wir ab heute in den nächsten Vorträgen mehr und mehr hören wollen. Die Bibel berichtet uns etwas, was kurz vor der Wiederkunft eine Rolle spielt. Und zwar lesen wir in Offenbarung 18, Verse 1 und 2. Dieser Abschnitt in der Bibel spielt nach dem Beginn des Gerichts, also nach 1844 und vor der Wiederkunft. Mit anderen Worten: Er spricht von unserer Zeit. Seine Botschaft an unsere Zeit. Wir haben ja bereits gesehen, Jesus kann erst wiederkommen, wenn alle Welt von dem Evangelium gehört hat. Und das ist genau, was hier steht. Was gemeint ist, dass die ganze Erde erleuchtet ist von der Herrlichkeit und das Licht, haben wir gesehen, ist ein Bild für das Evangelium. Licht in der Finsternis. Sie erinnern sich. Wenn die ganze Erde erleuchtet wird, wenn das ganze Evangelium allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen verkündigt wird, gibt es eine andere Botschaft, die ebenfalls wichtig ist für jeden Menschen, der vorgibt, Jesus zu folgen. Und diese Botschaft heißt: Gefallen. Gefallen ist wer? Wer? Babylon, die Große. Und es geht weiter zu sagen in Vers 4: „Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: Und jetzt lesen wir gemeinsam bitte: Geht hinaus, ihr mein Volk.“
[7:59] Wer spricht hier? Es ist Jesus, es ist Gott, der spricht. Er sagt: „Mein Volk, meine Schafe, die mir treu nachfolgen, sind wo?“ Viele sind in Babylon. Andernfalls würde es keinen Sinn machen, wenn er sagt: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk.“ Ich kann auch etwas hinausgehen, wenn ich drin bin. Macht das Sinn? Das heißt, Jesus geht davon aus, dass kurz vor der Wiederkunft zumindest ein Teil, wenn nicht sogar die größte Menge aller seiner Nachfolger sich in Babylon befinden und sie eine Bewegung machen müssen, nämlich aus Babylon hinaus, indem sie Jesus in dieser Hinsicht auch nachfolgen.
[8:44] Das stellt uns vor die wichtige Frage: Wer oder was ist Babylon? Ich meine, wenn Jesus mir sagt: „Geh hinaus“, damit ich weiß, was sein Wille für mein Leben ist, muss ich wissen, wer Babylon ist, oder? Macht das Sinn? Ich kann Jesus nicht nachfolgen, wenn ich nicht weiß, wer oder was Babylon ist. Und wir wollen heute nicht alle Antworten geben, wir wollen heute anfangen, eines dieses Themas zu studieren. Und wir werden es wie studieren. Wie sollten wir es Ihrer Meinung nach studieren? Nach welchem Prinzip? Nach dem ABC-Prinzip aus Lukas 24, Vers 27. Und was ist das ABC-Prinzip? A für Anfang, wir fangen von vorne an, B für die gesamte Bibel und C für Christus. Wir müssen alles auf Jesus beziehen, wir müssen die gesamten Texte zusammenführen und wir müssen von vorne anfangen. Das heißt, wir werden uns heute damit beschäftigen, wo kommt Babylon her? Die Geschichte der Rebellion.
[9:41] Die Bibel sagt: „Und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben: Geheimnis Babylon.“ Das heißt, Babylon ist nichts etwas, was Sie einfach in der Tageszeitung lesen können. Es ist ein Geheimnis. Und Geheimnisse müssen sorgfältig studiert werden. Die Bibel sagt: „Dabei solltet ihr vor allem das erkennen, dass, wie viel Prophezeiung? Keine einzige der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist.“ Ich habe viele Menschen schon sagen hören: „Ich glaube, Babylon ist für mich der Fernseher, weil der Fernseher raubt mir viel Zeit, ich habe keine Zeit für Gott. Deswegen sage ich einfach, Babylon ist der Fernseher.“ Nun, wir sind nicht hier jetzt, um den Fernseher zu sprechen. Und es mag sein, dass der Fernseher viel Zeit raubt. Aber ich kann nicht einfach hergehen und sagen: „Für mich ist Babylon das, für mich ist Babylon jenes.“ Wir müssen der Bibel selbst erlauben, zu definieren, was Babylon ist. Macht das Sinn? Denn die Bibel sagt: „Denn niemals wurde eine Weisheit durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“ Und deswegen müssen wir das Geistliche geistlich erklären. Und wo ist das Geistliche nochmal? Es ist in der Bibel. Denn die Bibel ist vom Heiligen Geist getrieben. Deswegen müssen wir Bibeltext mit Bibeltext vergleichen.
[10:51] Und hier steht etwas, ein Prinzip, das sehr, sehr wichtig ist. Wir haben es heute früh kurz angesprochen. „Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, ich spreche von den alttestamentlichen Geschichten, von denen wir vielleicht sagen: Naja, das sind schöne Kindergeschichten, nicht wahr? Damit kann man sein Kind in den Schlaf schaukeln. Das hat nichts mit mir zu tun.“ Die Bibel sagt: „Sie sind Vorbilder und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das was? Das Ende der Weltzeiten gekommen ist.“ Für wen sind die Geschichten des Alten Testaments geschrieben? Natürlich für alle Menschen aller Zeitalter. Für wen besonders? Für alle Menschen kurz vor der Wiederkunft. Wir haben gesehen, wir haben aus der Prophetie gesehen, wir stehen bereits in der Zeit des Gerichts. Wir sind in der letzten Zeit. Das heißt, die Geschichten des Alten Testaments sind für wen geschrieben? Für Sie und für mich. Wir tun gut daran, diese Geschichten zu studieren. Nicht einfach nur als interessante Geschichten, die uns einfach ein bisschen unterhalten, sondern als Geschichten, die uns zeigen, was am Ende der Welt passieren wird.
[11:53] Und wie gesagt, Babylon ist ein Zustand, ist etwas, irgendetwas, was auch immer es ist, das sich kurz vor der Wiederkunft manifestiert oder eine Bedeutung hat für Gottes Volk. Deswegen fragen wir Jesus: Wie ist es dann kurz vor der Wiederkunft? Und Jesus sagt uns etwas, was wir heute früh angedeutet haben, was wir heute vertiefen wollen: „Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein.“ Jetzt, wenn ich wissen will, wie wird es kurz vor der Wiederkunft sein? Was bedeutet dieses Babylon? Welche Geschichte in der Bibel wird mir wohl interessante Antworten geben, was wohl Babylon bedeuten wird? Die Geschichte von Noah.
[12:39] Nun, wie war es zur Zeit Noahs? Das wäre die logische Frage, die wir uns stellen müssen. Schauen wir einfach mal an, was die Bibel uns sagt. Die Bibel sagt: „Und es geschah, als sich die Menschen zu vermehren begannen auf der Erde und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren und sie nahmen sich von allen jene zu Frauen, die ihnen gefielen.“ Nun, das ist ein Vers. Damit geht die Geschichte mit Noah los. Und das ist ein Vers, der hat schon zu den wüstesten Spekulationen Anlass gegeben. Vielleicht haben Sie ja schon mal gehört, dass jemand behauptet hat, das sind die Gottessöhne, das sind Engel, die damals vor der Sintflut zur Erde hinabgestiegen sind und sich dann mit Menschen verbunden haben. Das sind so Wesen entstanden, halb Mensch, halb Engel, große Giganten. Haben Sie das schon mal gehört? Wir wollen mal fragen: Was sagt die Bibel dazu? Ist die Bibel Science-Fiction oder kann man das auch vernünftig erklären?
[13:31] Die Frage ist also: Wer sind Gottessöhne? Ja, fragen wir mal erst Jesus. Und wir können sehen, dass es keine Engel gewesen sind. Warum? Weil Jesus sagt: „Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, so heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Engel, die im Himmel sind.“ Nun, können Engel heiraten, ja oder nein? Nein. Also können es Engel gewesen sein, die dort die Menschentöchter genommen haben? Nein, definitiv nicht. Aber wer sind nun Söhne Gottes? Schauen wir mal, was die Bibel sagt: „Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, sind Söhne Gottes.“ Sie können ein Sohn und eine Tochter Gottes sein, ja oder nein? Wenn sie durch den Geist Gottes geleitet werden, dann sind sie ein Sohn Gottes oder natürlich auch eine Tochter Gottes. Das gleiche sagt Galater 3, Vers 26: „Ihr alle seid durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus.“ Und hier heißt es: „Glückselig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes.“ Jesus sagt selbst: Jeder, der friedfertig ist, ist ein Sohn Gottes. Jeder, der glaubt an Jesus, ist ein Sohn Gottes. Und jeder, der vom Geist Gottes geleitet wird, ist ein Sohn Gottes.
[14:47] Das heißt, wenn man das alles zusammenfasst, wie könnte man die Söhne Gottes definieren? Wer waren die Söhne Gottes? Gläubige Menschen.
[14:59] In dem Vers wird ja deutlich, dass es zwei Gruppen gibt, nicht wahr? Wir haben hier in unserem Raum zwei Gruppen. Wir haben den Block an dem Fensterblock und wir haben den Türblock. Wenn ich sage: „Die Männer im Fensterblock sahen, dass die Frauen im Türblock schön waren und sie nahmen sich zu Frauen“, dann wird deutlich, dass es zwei Gruppierungen sind. Gottes Söhne und Menschen sind genau das Gleiche. Mit anderen Worten: Die Gottessöhne, wenn sie Gläubige sind, wer sind wohl die Menschen? Ungläubige. Macht das Sinn? Sie haben eine Gruppe, sie haben die andere Gruppe. Durch den Kontrast. Wenn die eine Gruppe die Gläubigen sind, dann sind logischerweise die Anderen. Wenn diese Gruppe definiert sind als die Gläubigen, dann sind das offensichtlich die Nichtgläubigen. Das heißt, Menschen in diesem Kontext in der Passage der Bibel meinen einfach Ungläubige Menschen.
[16:03] Fassen wir zusammen bis dahin: Wie viele Gruppen von Menschen gab es vor der Sintflut? Zwei Gruppen: Gläubige und Ungläubige. Was passierte mit diesen beiden Gruppen, gemäß der Bibel? Sie haben sich vermischt. Die Vermischung von Gläubigen und Ungläubigen.
[16:17] Jetzt, wie kam es überhaupt zu der Entstehung dieser beiden Gruppen? Gehen wir noch ein bisschen weiter zurück in die Vergangenheit und versuchen wir, das Geheimnis noch besser zu verstehen. Die Bibel sagt uns, kurz nach dem Sündenfall, dass Adam und Eva ein Kind gebaren. Also Eva gebar das Kind, Adam war der Vater, und sie wurde schwanger und gebar den Kain. Und sie sprach: „Ich habe einen Mann erworben mit der Hilfe des Herrn.“ Und dann bekommen sie noch ein zweites Kind und der heißt wie? Abel. Kain und Abel. Wer von Ihnen hat schon mal den Namen Kain und Abel gehört? Das sind fast alle. Wunderbar. Das heißt, Sie werden wahrscheinlich schon die Geschichte kennen. Aber diese Geschichte hat mehr mit Babylon zu tun, als Sie glauben.
[17:01] Warum? Die Bibel sagt uns: „Es geschah nach geraumer Zeit, dass Kain dem Herrn ein Opfer brachte.“ Jetzt, wir haben schon ein ganzes Thema gehabt, oder zwei Themen über Opfer. Wozu hat Gott überhaupt Opfer erfunden? Wozu waren Opfer da? Sie sollten auf Jesus hinweisen, nicht wahr? Egal ob es Sündopfer, Schuldopfer, was auch immer für Opfer. Ein Lamm oder ein Stier oder ein Widder oder was auch immer sollte geschlachtet werden. Und das Blut sollte darstellen, dieses makellose Tier und ich, wir tauschen den Platz. Und Kain bringt ein Opfer. Aber wovon bringt er ein Opfer? Früchte des Erdwurms. Jetzt, sind Früchte schlecht? Was sagt die Bibel über die Früchte, die Gott geschaffen hat? Sie sind sehr gut. Aber was ist das Problem mit Früchten, wenn sie geopfert werden? Sie können nicht das darstellen, was Jesus für uns getan hat, als er für uns gestorben ist. Es gibt diesen Wechsel nicht. Die Bibel sagt, dass Gott Adam und seiner Frau Kleider aus Fell gemacht hatte, indem sie dieses erste Tier schlachten sollten.
[18:21] Nun schauen wir, was Abel gemacht hat. Was hat Abel gemacht? Abel, sagt die Bibel, und auch Abel brachte ein Opfer dar von den Erstlingen seiner Schafe und von ihrem Fett. Jetzt, war Kain in dieser Phase der Geschichte, war er ein offener Gottesleugner? Ja oder nein? Hat er versucht, Gott zu gefallen? Hat er versucht, Gottesdienst auszuführen? Das Problem war nur: Er tat es nicht so, wie Gott es gesagt hatte. Es gibt viele Menschen heute, die möchten Gott gerne dienen, aber sie möchten es gerne auf ihre eigene Weise, nicht so, wie Gott gesagt hat. Und Gott hat ja einen Grund. Gott hat sich etwas dabei gedacht in der Art und Weise, wie er die Dinge angeordnet hat. Aber Abel hat es genauso gemacht, wie Gott gesagt hatte, und es entsteht etwas ganz Interessantes.
[19:17] Schauen wir, was passiert: „Und der Herr sah Abel und sein Opfer an, aber Kain und sein Opfer sah er nicht an.“ Die Bibel macht ganz deutlich, dass wenn wir Gott anbeten, sollten wir ihn so anbeten, wie er es gesagt hat. Und wir haben zwei Themen darüber gehabt, über dieses Thema, über den Tag der Anbetung, und es wird ganz deutlich, dass ganz am Anfang dieser Geschichte der Rebellion, die Frage der Anbetung gemäß dem, was Gott gesagt hat, oder gemäß dem, wie ich mir als Mensch das zurechtlege, wie es mir am besten passt, dass das das entscheidende Thema an der ganzen Geschichte ist. Bald wird es im Hinterkopf, wenn wir weitergehen.
[19:59] Da wurde Kain was? Sehr wütend. Wer von Ihnen war schon mal wütend auf sein Geschwisterkind? Schon mal vorgekommen, dass Sie wütend gewesen sind? Ich war schon sehr wütend auf meinen Bruder. Ich habe drei Brüder, aber einer ist ungefähr mein Alter, und bevor wir uns beide bekehrt haben zu Christus, haben wir uns fast jeden Tag gestritten und gezofft, und wir haben uns so gehasst, ich sage das ganz ehrlich, wir haben uns so gehasst, ich hätte mir niemals vorstellen können, dass ich ihn jemals nochmal wirklich lieben könnte. Aber wir haben uns beide zu Christus bekehrt und heute sind wir ein Herz und eine Seele. Gott kann Großes tun, auch im Leben unserer Familie. Da wurde Kain sehr wütend und sein Angesicht senkte sich.
[20:39] Die Bibel macht das psychologisch sehr deutlich. Und dann kommt Gott zu ihm und stellt ihm eine Frage. Er stellt ihm die Frage, die er schon so vielen Menschen gestellt hat, sowohl in der Bibel als auch heute. Er fragt: „Warum bist du so wütend?“ Gott sagt ihm einfach: „Ich habe gesehen, dass du wütend bist. Ich bestrafe dich.“ Er fragt den Menschen: „Warum? Gibt es einen Grund?“ Und vielleicht fragt auch Gott Sie heute: Gibt es einen Grund, warum Sie Groll haben auf Ihr Familienmitglied? Gibt es einen Grund, warum Sie Groll haben auf diese und jene Person? Was ist in Ihrem Gedankengut los? Warum bist du so wütend? Und warum senkt sich dein Gesicht? Wenn wir ganz ehrlich sind, ist vieler Zorn, den wir haben, sind viele Ärgernisse eigentlich das Produkt unseres eigenen Stolzes. Und weil wir oft selbst einen Fehler gemacht haben. Nicht immer, aber in vielen Fällen.
[21:29] Und Gott spricht zu ihm: „Wenn du Gutes tust, so darfst du den Haupt erheben. Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet. Du sollst über sie herrschen.“ Können wir sehen, wie Jesus ihn nicht einfach verdammt? Wie Jesus ihn nicht einfach in die Wüste schickt und sagt: „Du hast es falsch gemacht, hau ab.“ Jesus streckt ihm die Hand aus und sagt: „Du hast einen Fehler gemacht, du bist wütend, aber ich habe die Antwort.“ Egal, was in unserem Familienleben, egal, was in unserem Leben vorgefallen ist, Jesus kommt zu uns und fragt uns: „Was ist eigentlich los?“ Und er streckt die Hand aus, nach mir und nach Ihnen und sagt Ihnen: „Wollen Sie das Angebot nicht annehmen, das ich für Sie habe?“
[22:07] Was meinen Sie? Wenn Sie in der Situation gewesen wären und Sie waren zornig auf Ihren Vater oder auf Ihren Freund oder auf was immer, auf wen auch immer, und Jesus kommt zu Ihnen und sagt: „Ich biete dir an Vergebung und dass du wieder auf dem rechten Weg gehen kannst.“ Hätten Sie es angenommen? Wäre es nicht sinnvoll, diese Entscheidung zu fällen? Viele von uns haben in den vorigen Vorträgen schon die Entscheidung für Christus gefällt, ihn als unseren persönlichen Erlöser anzunehmen, und es ist die beste Entscheidung, die man fällen kann. Aber kein ...
[22:37] ... fällte diese Entscheidung nicht. Die Bibel sagt: „Und Kain redete mit seinem Bruder Abel, und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da hob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.“
[22:55] Und hier dringen wir ganz tief ein in eines der Geheimnisse Babylons. Wenn wir uns weigern, die Erlösung aus Gnade Jesu ausgestreckte Hand abzulehnen, wenn wir uns weigern, das anzunehmen, dann dauert es nicht früher oder später, und wir fangen an, diejenigen zu verfolgen, die sie angenommen haben. Es ist nicht möglich, im großen Kampf zwischen dem Gesetz Gottes und Ich – wer von Ihnen war bei Krieg der Sterne dabei? – die beiden Prinzipien, entweder der Liebe, der Erfüllung des Gesetzes, oder dem Ich, der Selbsterhöhung Luzifers. Es ist nicht möglich, in diesem Kampf, dass die beiden Parteien friedlich nebeneinander stehen. Satan kann es nicht ertragen, wenn Menschen gehorsam sind, wenn Menschen Jesus ganz nachfolgen, und er fängt an, sie zu verfolgen. Und manchmal schlagen wir die Menschen nicht tot, manchmal töten wir sie mit Worten oder mit Blicken oder mit Gesten. Aber das Prinzip ist immer dasselbe.
[23:57] Und Gott stellt diese Frage jetzt zu Kain: „Wo ist dein Bruder Abel?“ Diese Frage gilt vielleicht auch einem von uns: Wo ist derjenige, den ich dir anvertraut habe, dass du für ihn wirkst? Er antwortete: „Ich weiß es nicht. Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ Spüren Sie in den Worten die Gleichgültigkeit von Kain, dass er nicht gewillt war, auf den letzten Versuch Gottes noch einmal ihn zum Nachdenken zu bringen. Er war nicht gewillt, darauf überhaupt nur einzugehen. Die kalte Wand der Ablehnung wird stärker und stärker und stärker.
[24:41] Und Gott sagt zu ihm: „Er sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Blutes seines Bruders schreit zu mir von dem Erdboden. Und nun sollst du verflucht sein von dem Erdboden hinweg, der seinen Mund aufgetan hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen. Wenn du den Erdboden bebaust, soll er dir künftig seinen Ertrag nicht mehr geben. Ruhelos und flüchtig sollst du sein auf der Erde.“
[25:07] Und so sehen wir, wie Kain das Gnadenangebot Jesu abgelehnt hat. Und die Bibel macht dann deutlich, dass seine Nachkommen eine Gruppe von Menschen bilden, die sich gegen Gott stellten, die gegen ihn rebellierten. Wir alle waren oder sind Sünder. Wir alle sind mitten in der Sünde gewesen und haben vielleicht noch nicht das Gnadenlicht Jesu angenommen oder haben es bereits angenommen. Wir alle waren eine Sünde. Niemand hat jemals gelebt, ohne gesündigt zu haben. Aber es gibt einige Menschen, die lehnen das Angebot Jesu ab, und sie werden von Sündern zu Rebellen. Menschen, die sich direkt gegen Gott stellen und sich nicht bekehren wollen. Und diese beiden Gruppen existierten kurz vor der Sintflut. Das heißt, die Ungläubigen, die Menschen sozusagen, waren die Nachkommen von Kain, und die Gläubigen waren natürlich nicht die Nachkommen von Abel, denn er konnte keine Nachkommen zeugen, sondern die Nachkommen des nächsten Sohnes Seths, der gläubig gewesen ist.
[26:14] Und jetzt berichtet uns die Bibel, und jetzt können wir das besser verstehen: „Es geschah, als sich die Menschen, also die Ungläubigen, zu vermehren begannen auf der Erde und ihnen Töchter geboren wurden.“ Das heißt, diese Ungläubigen, diese eine Gruppe, die von Kain abstammt, sie verbreitet sich über die ganze Erde. Und das Interessante ist, dass wir eine Parallele sehen zu unserer Zeit, dass der Unglaube sich immer mehr ausbreitet über unsere Erde. Aber es heißt ja, dass die Gottessöhne, „da sahen die Gottessöhne, die Gläubigen, dass die Töchter der Menschen schön waren und sie nahmen sich von allen jenen zu Frauen, die ihnen gefielen.“
[26:50] Die Bibel berichtet uns, wie sich diese beiden Gruppen vermischen. Könnte es sein, dass wir heute in der gleichen Situation sind, dass sich viele gläubige Menschen, Menschen, die sich eigentlich zu Christus bekennen, nach ihrem Namen oder nach ihrer Kirchenzugehörigkeit immer mehr mit dem Unglauben vermischen? Dass es eine Vermischung gibt zwischen Christentum und der Welt? Wäre das möglich? Und können Sie vielleicht so etwas sehen in unserer Zeit?
[27:18] Woran erinnert sie das, dieses Gedanke? Sie schauten sich die Töchter an, dass sie schön waren, sie überlegten sich und nahmen sich dann welche ihnen gefielen. Woran erinnert sie das, dieser Gedanke, dieses Anschauen? Ganz genau, an Adam und Eva, nicht wahr? Wir hatten gesehen, dass Eva sie sofort angeschaut hatte. Und es war eine Lust für die Augen und gut zu essen. Und er sollte weise machen. Und wir hatten gesehen, das war eine völlige Fehlentscheidung. Denn all das, das gut zu essen und die Lust für die Augen und die Weisheit, hätte man von allen anderen Bäumen auch haben können. Können Sie sich erinnern? Alle anderen Bäume waren auch gut zu essen, also alle Früchte waren auch gut zu essen. Sie waren auch eine Lust für die Augen. Und durch den Baum des Lebens hätte man weise werden können. Aber Satan hatte sie verführt, etwas zu suchen, was sie gar nicht brauchten. Und Gottes Gesetz zu übertreten. Es war eine Lust für die Augen.
[28:10] Und genau das passiert kurz vor der Sintflut. Die Gläubigen wiederholen den Fehler von Eva. Sie glauben: „Es ist ja nicht so schlimm, es ist so schön, vielleicht haben wir Vorteile davon, wenn wir uns mit der Welt vermischen, wenn wir weltliche Methoden in das Christentum hineinbringen. Vielleicht bringt uns das irgendetwas.“ Was meinen Sie, bringt das irgendetwas?
[28:32] Das war die Situation kurz vor der Sintflut. Was war die Folge? „Als aber der Herr sah, dass die Bosheit des Herzens sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens nur böse.“
[28:50] Die Folge davon, dass gläubige Menschen ihren Fokus von Christus lenken und sagen: „Lasst uns doch alle gemeinsame Sache machen“, ist, dass die Bosheit sich ausbreitet über alle Maßen. Könnte es sein, dass einer der Hauptgründe, dass es in unserer Welt so ungerecht zugeht, der Grund ist, dass Christen nicht mehr klare Fahnen beziehen, klare Stellung beziehen, klare Flaggge zeigen für das, was sie glauben und wofür sie stehen? Und zwar durch alle Kirchen und alle Denominationen. Ich spreche jetzt nicht von einer bestimmten, und mir liegt es vollkommen fern, irgendjemanden zu kritisieren. Ich stelle die Frage ganz allgemein an alle Gläubigen, an alle, die sich zumindest zu Jesus bekennen. Dem Namen nach. Könnte es sein, dass der Versuch, mit der Welt eins zu werden und gemeinsame Sache zu machen, letztendlich einer der Gründe ist, dass so etwas passiert, wie auch bei der Sintflut?
[29:44] Und Gott sagt dann etwas Interessantes. Er sagt: „Mein Geist soll nicht für immer mit den Menschen rechten, denn er isst ja Fleisch, so sollen seine Tage 120 Jahre betragen.“ Jetzt die Frage, die wir uns stellen müssen: Wer von Ihnen hat schon mal das Wort „rechten“ gehört? Einige wenige. Ist ein bisschen ein altdeutsches Wort. Was meint die Bibel mit „rechten“? Was machen wir, wenn wir ein Wort nicht verstehen? Was müssen wir machen? Einen anderen Text finden, der von „rechten“ spricht. Schauen wir einen an: Jesaja 1, Vers 8. „Kommt doch, wir wollen miteinander rechten, spricht der Herr. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß wie der Schnee werden.“ Worin besteht das Rechten? Besteht das Rechten im Gericht halten und sagen: „Du bist falsch.“ Was bedeutet „rechten“ in der Bibel nach diesem Vers?
[30:30] Jesus sagt und lädt jeden Einzelnen von uns ein. Sie, die Sie hier sitzen, die Sie live zuschauen und sagt: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.“ Wie blutrot Ihre Sünde auch sein mag und wenn Sie fast ertrinken im Blut Ihrer Sünde, wie soll es werden? Weiß wie der Schnee. Wer von Ihnen hat schon mal Schnee gesehen? Wie viel rote Kristalle sind da im Schnee? Haben Sie schon mal Schnee gesehen, der im Wesentlichen weiß ist und da blinkt es ein bisschen rot und da ein bisschen rot und da ein bisschen rot? Schon mal gesehen? Ich nicht. Mit anderen Worten, das ist vollständig. Jesus kann uns alle Sünden vergeben und selbst wenn wir in die tiefste Rebellion, wie zur Zeit von Kain gefallen sind, Jesus kann uns vergeben. Jesus gibt die Menschheit nicht auf. Wir geben die Menschheit oft auf. Wir geben andere Menschen auf und sagen: „Bei dem ist Hopfen und Malz verloren.“ Aber Jesus nicht. Jesus sagt: „Kommt doch her. Ich will dir vergeben.“
[31:37] Jetzt sagt er aber auch: „Mein Geist soll nicht immer den Menschen rechten, denn er isst ja Fleisch.“ Meint Jesus, dass er seinen Geist zurückzieht, weil wir aus Fleisch bestehen? Das wäre ziemlich sinnlos, weil das müsste er schon längst wissen. Er hat uns geschaffen, oder? Er hat uns mit Fleisch geschaffen. Also dieses Fleisch kann nicht bedeuten, dass ich hier Fleisch in meinem Körper habe, okay? Ansonsten wäre diese Begründung total sinnlos. Was meint er mit Fleisch und was meint er mit Geist? Fragen wir die Bibel.
[32:05] Römer 8 sagt uns: „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.“ Können Sie sehen, dass es einen Unterschied gibt zwischen Fleisch und Geist? Wenn wir in Christus sind, sind wir dann im Fleisch oder im Geist? Wir wandeln nach dem Geist. Welcher Geist? Dem Heiligen Geist, okay?
[32:31] Schauen wir hier den nächsten Vers an: „Denn das Trachten des Fleisches ist der Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden, weil nämlich das Trachten des Fleisches was ist? Feindschaft gegen Gott.“ Wissen Sie, dass jeder von uns ein Feind Gottes gewesen ist? Und wissen Sie, dass die Bibel sagt, dass Jesus für uns gestorben ist, als wir noch seine Feinde waren? Jesus hat nicht darauf gewartet, dass wir irgendwann sagen: „Okay, ich werde dein Freund, dann sterbe ich für dich.“ Er ist für jeden von uns gestorben, obwohl wir noch alle seine Feinde waren, damit wir überhaupt seine Freunde sein können. Wie tragisch, wenn einige von uns sich entscheiden würden, Feinde zu bleiben. Das Fleisch hat Feindschaft gegen Gott. Warum? Denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht.
[33:17] Was meinen Sie wohl? Was werden diejenigen machen, die im Geist leben? Was werden die wohl bezüglich des Gesetzes machen? Sich unterwerfen. Macht das Sinn? Das heißt, es gibt Menschen, die leben nach dem Fleisch, sie lehnen den Heiligen Geist ab und sie unterwerfen sich dem Gesetz Gottes nicht, weil sie den Heiligen Geist nicht haben, der das möglich machen würde, und sie widerstreben Gott und sind ihm Feind. Und dann gibt es Menschen, die wandeln im Heiligen Geist, und der Heilige Geist schreibt das Gesetz Gottes in ihren Sinn, wie wir geschrieben haben, und sie folgen Jesus nach, wohin er auch geht.
[33:49] Die Bibel sagt, dass Jesus von uns gestorben ist und dass er lebendig gemacht worden ist durch den Geist. Und dann heißt es hier: „in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefängnis verkündete.“ Jetzt wird es sowas von mysteriös. Die meisten Menschen trauen sich an diesen Vers gar nicht ran. Aber gehen wir mal ganz analytisch ran: „in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefängnis verkündete.“ Klingt sehr, sehr mysteriös. Was heißt „in welchem“? Lesen wir den Vers vorher: „Aber lebendig gemacht durch den Geist.“ „In welchem?“ Wer ist welchem? Ganz sicher? In Geist Gottes. Wer ist er? Lesen wir vorher: „Denn Christus lebendig gemacht nach dem Geist.“ „In welchem er?“ Also Jesus ist im Geist hingegangen und hat wem verkündigt? Den Geistern im Gefängnis. Manche Leute sagen: „Oh, Jesus ist dann in die Hölle gegangen und hat den Dämonen gepredigt.“ Fragen wir die Bibel.
[34:53] Und Sie werden sehen, was das mit Noah zu tun hat. „Denn der Text sagt: Die vor Zeiten sich weigerten zu glauben, als Gottes Langmut einstmals zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in der wieviel? Wenige, nämlich 8 Seelen hindurch gerettet wurden.“ Also wann hat Jesus den Geistern im Gefängnis gepredigt? Wann? Zu welchen Zeiten? In den Tagen Noahs. Also nicht in der Hölle, nicht zu den Dämonen, sondern in den Tagen Noahs hat er durch den Geist, durch den Heiligen Geist an den Menschen gewirkt hat. An den Menschen gewirkt.
[35:27] Wieviel sind übrigens gerettet worden? Ich möchte Ihnen eine traurige, ernüchternde Frage stellen: Wenn Sie sich die Weltbevölkerung anschauen, meinen Sie, es wird die Mehrheit oder die Minderheit sein, die gerettet wird bei der Wiederkunft Jesu? Es wird die Minderheit sein. Mehrheit war und ist noch nie ein Beweis dafür, dass es wahr ist. Und das ist so entscheidend beim Thema Babylon. Denn wenn wir als Menschen, und wir neigen als Menschen oft dazu, dass wir dem Recht geben, wo die meisten zustimmen, oder? Es waren wenige, die gerettet wurden.
[36:07] Also, wer sind nun diese Geister? Die Bibel sagt: „Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister. Aber wer sind die Geister? Ob sie aus Gott sind? Denn es sind viele falsche Propheten.“ Jetzt meint „Geister“ irgendwelche transzendentalen, nicht fassbaren Substanzen, die durch das All schweben? Oder was meint es? Was meint „Geister“ in der Bibel? Menschen aus Fleisch und Blut. Die Bibel nennt sie manchmal Geister. Also zu wem hat Jesus gepredigt? Durch den Geist zu Menschen, die im Gefängnis waren. Und was ist das Gefängnis?
[36:39] Die Bibel sagt: „Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde.“ Jesus sagt: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkündigen.“ Was ist die frohe Botschaft? Das Evangelium. „Er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzen sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehen werden, Zerschlagenen in Freiheit zu setzen.“ Nun, das ist ein interessantes Zitat von unserem Thema. Warum? Jesus sagt, der durch den Geist des Herrn, verkündigt er was? Das Evangelium. Und worin besteht das Evangelium? Die Gefangenen zu befreien.
[37:17] Frage: Wie viel tatsächlich, buchstäblich Gefangene im Staatsgefängnis von Jerusalem hat Jesus befreit? Ist er mit einem Trupp Jünger ins Staatsgefängnis hineingegangen, hat die Wächter umgelegt und hat dann die Gefangenen befreit? Hat er das gemacht? Nein. Johannes der Täufer hat sich das gewünscht. Als Johannes der Täufer im Gefängnis war, hat er wahrscheinlich an diesen Vers gedacht und hat gesagt: „Jesus, du tust alle Wunder, jetzt musst du mich auch befreien.“ Aber Jesus meinte nicht damit, dass er buchstäblich Gefangene befreit, er meinte damit, dass er Menschen von dem Gefängnis der Sünde befreit.
[37:51] Also dieser unglaublich mysteriöse Text, „in welchem er auch hinging, um den Geistern im Gefängnis zu predigen“, heißt einfach: In welchem im Heiligen Geist er, Christus, auch hing, um den Menschen im Gefängnis in der Sünde verkündigte. Und zwar zur Zeit Noahs. Es gab zu der Zeit Noahs Menschen, Geister, in der Sünde, die im Gefängnis waren, aber Jesus selbst hat zu ihnen gesprochen, und zwar durch den Heiligen Geist. Haben Sie es gewusst?
[38:17] Dass die Bibel sagt, dass vor der Sintflut Jesus selbst sich offenbart hat, durch den Heiligen Geist. Ja, wie hat er das gemacht? In den Tagen Noahs, sagt die Bibel, durch einen Verkündiger der Gerechtigkeit: Noah. Halten wir fest: Vor der Sintflut gab es Menschen im Gefängnis der Sünde und Jesus hat durch bestimmte Menschen die Gerechtigkeit verkündigt. Jetzt, machen das viele Prediger oder wenige? Es war einer. Jetzt, einer ist gemessen an der damaligen Weltbevölkerung. Man schätzt, das ist wirklich nur reine Spekulation, zitieren Sie mich nicht, aber man schätzt, dass es mehrere Milliarden hätten sein können, wenn man die Genealogien hochrechnet. Auf jeden Fall viele, viele, viele Millionen. Das war nicht nur zehn Sippen. Es könnte gut möglich sein, dass sich vor der Sintflut eine Bevölkerung auf der Erde angesammelt hatte, die fast dem entspricht, was wir heute haben. Und wenn es ein paar Milliarden weniger sind, ob du zwei Milliarden oder fünf Milliarden, jedenfalls sehr viele. Aber es gab nur einen Prediger.
[39:21] Was erwarten Sie für die Endzeit? Erwarten Sie, dass dort Tausende und Millionen von Menschen die Wahrheit verkündigen werden? Oder werden es wohl wenige sein? Und glauben Sie, dass sich die große Mehrheit der Menschen bekehren wird? Oder könnte es sein, dass genauso wie vor der Sintflut es wenige sind?
[39:41] Es gab in jener Zeit, sagt uns die Bibel, berühmte Männer. Aber wissen Sie, was das Interessante ist an diesen berühmten Männern zu dieser Zeit? Ich meine, gibt es heute berühmte Männer und Frauen? Menschen, zu denen die Leute aufschauen? Idole und Experten und Politiker und Leute und religiöse Führer, die so berühmt sind, dass alle Leute glauben, denen müsste man gehorchen? Wissen Sie, was das Berühmte an diesen Männern ist? Oder was das Besondere ist an diesen berühmten Männern? Die stehen nicht mal mit Namen in der Bibel. Aber dieser Noah, der von allen ausgelacht wurde, der kritisiert wurde, der verfolgt wurde, der gilt als Glaubensheld und steht noch tausend Jahre später in der Bibel. Was nützte all diesen Männern ihr Ruhm?
[40:31] Könnte es sein, dass damals viele, viele Menschen ihr ewiges Leben verloren haben, weil sie einfach geglaubt haben: „Wenn die berühmten Männer nicht dran glauben, dann muss ich auch nicht dran glauben.“
[40:45] Wissen Sie, dass die Bibel sagt, dass es vor der Sintflut niemals geregnet hat? Niemals. Das heißt, wir reden von ungefähr, grob geschätzt, 1600 Jahren ohne Regen. Der Grund war dafür, dass es die Bibel beschreibt, dass es eine Wasserfläche um die Erde gab, die eine konstante Temperatur auf allen Planeten gleichzeitig hatte. Das ist der Grund, warum wir viele Funde haben, die uns heute erstaunen, wie zum Beispiel Pflanzen in der Antarktis. Aber nebenbei gesagt, das nur nebenbei gesagt, der Grund, warum ich das sage, ist folgender: Die Botschaft des Noah war naturwissenschaftlich nicht erklärbar. Man konnte sie sogar naturwissenschaftlich widerlegen, scheinbar.
[41:29] Denken Sie kurz drüber nach. Es gab viele berühmte Männer und die Botschaft des Noah war naturwissenschaftlich äußerst zweifelhaft. Das war die Wahrheit, aber sie war äußerst zweifelhaft. Könnte das sein, dass es eine Parallele findet in unserer Zeit, wo jedermann sagt: „Diese Botschaft von Jesus kommt bald wieder und von der Schöpfung in sieben Tagen, das ist ja alles großer Humbug. Viele berühmte Männer glauben nicht daran.“ Wem vertrauen sie? Wir haben in unserem ersten Vortrag darüber gesprochen, dass es keinen Sinn macht, den Chaldäern und den Sterndeutern und den Astrologen Babylons und den Experten unserer Zeit zu vertrauen, wenn es um die ewigen Fragen Ihres und meines ewigen Lebens geht.
[42:09] Noah aber fand Gnade in den Augen des Herrn. Noah hat sich seine Schuld vergeben lassen. Noah ist zu Jesus gekommen. Noah hat sich für Jesus entschieden und weil er das tat, wurde er zu einem der wenigen Verkündiger der Gerechtigkeit. Die Bibel sagt, er war ein gerechter Mann und wie war er? Untadelig unter seinen Zeitgenossen. Und das ist ein wunderbares Wort. Ich liebe es. Was tat Noah? Er wandelte mit Gott. Was heißt wandeln? Sind Sie schon mal mit Jesus spazieren gegangen? Ich kenne Menschen, die sagen: „Ich glaube, dass Jesus für mich am Kreuz gestorben ist. Ich glaube, dass Jesus mein Herr ist.“ Aber wer von Ihnen geht mit Jesus spazieren? Wenn Sie aus der Haustür gehen, zur Arbeit, Sie haben das Gefühl, Jesus geht mit Ihnen. Sie kommen nach Hause, Sie haben das Gefühl, Jesus geht mit Ihnen. Und am Sonntag, wenn Sie Ihre Freizeit haben, Sie gehen in den Park, Sie haben das Gefühl, Jesus geht neben Ihnen her. Was wäre das für ein Gefühl? Noah hat so Jahrhunderte lang gelebt. So, als würde Jesus buchstäblich neben ihm gehen.
[43:13] Glauben Sie, Sie würden einige Dinge in Ihrem Leben anders machen, wenn Sie ständig im Bewusstsein wären, dass Jesus neben Ihnen steht? Würden Sie einige Dinge anders machen? Könnte es nicht sein, dass wir einfach immer wieder in Fallen tappen, weil wir genau vergessen, dass wir uns immer wieder nicht daran erinnern können, dass Jesus neben mir sein möchte? Er ging mit Jesus. Er wandelte mit Jesus. Und wir haben vorhin darüber gesprochen, dass es in der letzten Zeit Menschen gibt, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Gibt es in der letzten Zeit, wie vor der Sintflut, Menschen, die mit Gott wandeln? Gibt es die? Sie gibt es.
[43:47] Da sprach Gott zu Noah: „Das Ende alles Fleisches ist dabei beschlossen, denn die Erde ist durch sie mit Frevel erfüllt. Und siehe, ich will sie samt der Erde vertilgen. Mache dir eine Arche aus Tannholz.“
[44:01] Jetzt wird es sehr interessant. Glauben Sie, dass diese Arche allein in der Lage war, Noah und seine Familie und alle, die sie hätten bekehren können, zu retten? War die Arche an sich so gebaut, dass bei der Sintflut nichts hätte passieren können? Was meinen Sie? Ich bin mir ganz sicher. Wir werden gleich über die Sintflut sprechen. Die Sintflut war so ein unglaubliches Ereignis. Ich bin mir sicher, sogar der Satan hat sich gefürchtet.
[44:31] Hier ist der Punkt: Warum hat Gott angeordnet, eine Arche zu bauen, wenn er doch genauso gut einfach sagen könnte: „Noah, pass auf, ich nehme dich kurz in den Himmel, setze dich auf eine Wolke.“ Hätte Gott das machen können? Ist Gott dazu in der Lage? Er hätte das machen können. Warten wir kurz die Sintflut ab, dann setze ich dich wieder runter. Aber Noah und alle, die gerettet werden sollten, sollten einen Test bestehen. Sie sollten sich für etwas entscheiden, was im ersten Moment nicht besonders sinnvoll gewesen ist. Noah macht es so, er machte alles genauso, wie es ihm Gott geboten hatte.
[45:11] Die Bibel sagte uns: „Durch Glauben baute Noah, als er eine göttliche Weisung empfangen hat, über die Dinge, die man noch nicht sah, von Gottes Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses. Durch ihn verurteilte er die Welt und wurde ein Erbe der Gerechtigkeit aufgrund des Glaubens.“ Die Bibel sagt: Wodurch hat er das gemacht? Weil er selbst gut sein wollte? Durch Glauben. Aber hätte er nicht einfach sagen können: „Gott, ich glaube dir. Ich glaube dir einfach, dass du mich retten willst. Ich glaube, dass du eine Sintflut schicken willst. Ich glaube es einfach.“ Hätte das nicht ausgereicht? Sein Glaube musste sich ausdrücken in dem Hämmern und dem Zimmern an diesem Schiff.
[45:45] Ich möchte dir eine Frage stellen: Wenn ich heute hier stehen würde und ich würde heute predigen, dass in nicht allzu langer Zukunft die Erde sich auftun wird und überall Feuer, Feuerfontänen alle fünf Meter, Feuerfontänen Kilometer hoch in die, also zumindest hunderte Meter hoch in die Atmosphäre schießen werden und alles verbrennen werden und ich würde die einladen in einen selbstgemachten Hubschrauber oder ein selbstgemachtes Flugzeug mit mir zu steigen. Würden Sie heute Ihren Stuhl verlassen und würden Sie in dieses Flugzeug einsteigen?
[46:25] Ich kenne so viele Menschen, die die Geschichte von Noah und der Sintflut gelesen haben und sich alle so sicher sind, sie wären auf jeden Fall in die Arche gegangen, oder? Würden Sie Ihren Beruf aufgeben? Vielleicht sogar Ihre Familie verlassen müssen? Ihre Hobbys, Ihr Erspartes, um in ein Flugzeug zu steigen? Weil sie gewarnt werden vor einer Sache, die noch niemals stattgefunden hat, die höchstwahrscheinlich auch niemals stattfinden kann, weil das völlig unwissenschaftlich ist. Verstehen Sie, in welcher Lage sich die Menschen eigentlich befunden haben? Wir wissen, was am Ende passiert ist. Aber versetzen Sie sich einfach nur für einige Minuten mal in die Lage der Menschen damals. Die Menschen mussten wirklich glauben, dass genau das meint, was er sagt. Und jeder, der wirklich Gott geglaubt hat und der Jesus nachgefolgt ist, hat diese Entscheidung gefällt. Aber die meisten Menschen haben sich von ihrem Verstand, von ihrer Logik und vor allem von dem Gruppendruck verführen lassen.
[47:23] Wie wäre es mit Ihnen? Würden Sie heute in die Arche steigen? Alles aufgeben? Für etwas, was niemand beweisen kann? Was nur das Wort Gottes sagt? Ich sage Ihnen jetzt: Sie haben nur eine Chance, da reinzusteigen. Sie müssen vorher in Ihrem Leben erlebt haben, dass das Wort Gottes real ist. Ansonsten wären Sie da niemals reingegangen. Und ich auch nicht. Aber wenn wir erlebt haben, wie das Wort Gottes uns verändert, dann werden wir hineingehen.
[47:47] Und dann sagt uns die Bibel, dass das Wasser anfing zu fallen. „Im 600. Lebensjahr Noahs, am 17. Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der großen Tiefe auf und die Fenster des Himmels öffneten sich.“ Vielleicht haben Sie geglaubt, es hat einfach nur geregnet. Das stimmt nicht. Die Bibel berichtet uns hier andeutungsweise etwas, was Geologen uns besser erklären könnten. Es gibt interessante Modelle, wie diese Sintflut stattfinden konnte, als sich die Kontinente geteilt haben und aufgerissen sind. Ein Ereignis, das die gesamte Erdoberfläche verändert hat.
[48:23] Glauben Sie nicht auch, dass an diesem Tag, als die ersten Blitze zuckten, die ersten Tropfen auf die Erde fielen, viele Menschen sich plötzlich umentschieden haben? Dass plötzlich alles Geld zusammengesammelt worden ist, um noch einen Platz zu erkaufen, irgendwo noch hinein zu steigen. Aber wissen Sie was? Und das ist eine der nüchternsten Botschaften heute Abend: Als das Wetter kam, als der Regen fiel, als die Erde sich auftat, da war die Tür zu.
[48:57] Die Tür war zu. Wo waren die berühmten Männer? Die großen Experten? Wo waren die Wissenschaftler der Zeit? Glauben Sie ja nicht, dass vor der Sintflut die Leute primitive Sammler und Jäger waren. Wo waren die? Die waren genauso erschreckt und erschrocken. Wo werden kurz vor der Wiederkunft all die religiösen Experten unserer Zeit sein? Wo werden sie sein? All die Kirchen und Religionsführer, auf die sich alle verlassen. All die Politiker, von denen wir glauben, sie werden das Kind schon schaukeln. Wo werden die sein, wenn Jesus wiederkommt? Genauso mit allen anderen unter den Bergen und den Hügeln, wie wir studiert haben. Wenn wir schreien: „Fällt auf uns.“ Da wird keiner uns retten.
[49:49] Die Frage, die Sie sich stellen müssen und die ich mir stellen muss: Warum entscheide ich mich, wie ich mich entscheide? Entscheide ich mich aufgrund des Wortes Gottes oder der Expertenmeinung eines anderen?
[50:01] Und die Bibel sagt, dass jeder, der in diesem Schiff war, gerettet wurde und jeder, der außerhalb war, verloren ging. Und Jesus sagt, diese Geschichte ist eine Illustration von dem, was kommen wird. Ob Sie es glauben oder nicht, es wird so geschehen. Die Bibel sagt: „Es regnete auf der Erde 40 Tage und 40 Nächte lang.“ Und dann, als das Wasser hinfortging, heißt es hier: „Es geschah im 600. Jahr, am ersten Tag des ersten Monats. Da waren die Wasser von der Erde weggetrocknet. Noah entfernte das Dach von der Arche und schaute und siehe, die Fläche des Erdbodens war trocken.“
[50:37] Und was ist der Befehl an Noah? „Ihr aber seid fruchtbar und mehrt euch und breitet euch aus auf der Erde.“ Was war der Befehl nochmal an alle, die jetzt überlebt hatten? Breitet euch aus. Breitet euch aus. Behalten Sie das im Hinterkopf. Wir haben gleich unsere Pause. In 10 Minuten.
[50:59] „Ich will meinen Bund mit euch aufrichten, dass künftig nie mehr alles Fleisch von dem Wasser der Sintflut ausgerottet wird und dass auch keine Sintflut mehr kommen soll, um die Erde zu verderben.“ Wissen Sie, was das Schöne ist am Regenbogen? Wann entsteht ein Regenbogen? Wenn Sonne und Regen scheint. Jetzt, in dieser Geschichte von der Sintflut, wofür steht der Regen? Wofür steht der Regen? Für das Gericht Gottes, oder? Denn als der Regen fiel, wurden die Sünder vernichtet. Aber wofür steht die Sonne wohl? Für das Licht, oder? Für das Evangelium, das in die Finsternis erscheint. Was ist der Bund? Der Bund ist ein Regenbogen, und der Bund Gottes besteht darin, dass Gnade und Gerechtigkeit bei Gott keine Gegensätze sind. Ist das nicht wunderbar? Er ist gerecht und er ist gnädig. Er ist gnädig für jeden, der es haben möchte. Und er ist gerecht. Manche Menschen denken, dass Gott nur gerecht ist und jeden bestraft, wenn er nur eine Sünde getan hat. Manche Menschen denken, dass Jesus nur gnädig ist und am Ende sogar der Teufel gerettet wird. Aber der Regenbogen sagt uns: Sonnenschein und Regen kommen zusammen. Gott ist gerecht und er ist gnädig. Und das ist die Wahrheit über Gott.
[52:15] Die meisten Menschen, wenn sie über Noah nachdenken, hören an dieser Stelle auf. Happy End, nicht wahr? Alles wunderbar. Noah und seine Familie ist gerettet. Übrigens, nebenbei: Fast alle Menschen sind verloren gegangen, aber die gesamte Familie Noahs ist gerettet worden. Was für ein Zeugnis für jeden von uns, der Familie hat. Vielleicht können wir niemand anders retten, aber wir können unsere ganze Familie retten. Unsere Eltern, unsere Kinder, unsere Verwandten, alle zusammen im Himmel zu sein. Manche einer von uns muss kein Missionar nach China werden. Wir haben oft schon genug zu tun, einfach in unserer eigenen Wohnung.
[52:59] Aber die Bibel hört hier an dieser Geschichte nicht auf. Noah hatte drei Söhne: Was waren seine drei Söhne? Sem, Ham und Japheth. Drei Söhne. Und von diesen drei Söhnen ist die ganze Erde bevölkert. Sie stammen entweder von Sem, von Ham oder von Japheth ab. Ich kann Ihnen nicht genau sagen, von wem. Da gibt es unterschiedliche Theorien. Aber einer von den dreien ist Ihr Stammvater. Also, ich weiß nur, dass Japheth sich Richtung Griechenland angesiedelt hat, für alle, die aus Griechenland kommen. Wie auch immer.
[53:27] Die Bibel sagt: „Noah aber wurde nur ein Landmann und legte einen Weinberg an. Als er aber von dem Wein trank, wurde er was?“ Moment mal. Wir haben uns verlesen, oder? Ich spreche doch hier von Noah. Haben wir uns verlesen? „Noah wurde betrunken und entblößte sich in seinem Zelt.“ Und bitte! Lassen Sie uns diese beiden Worte eng in Verbindung sehen und immer wieder erinnern in den nächsten Themen: Betrunken und entblößt.
[53:57] Erste Sache, die wir dazu sagen wollen: Die Bibel berichtet uns nicht nur die schönen Seiten von Gottes Männern, oder? Fast alle der Helden der Bibel haben zum Teil Dinge getan, die nicht wirklich schön waren und für die sie sich selbst geschämt haben. Aber es gibt einen Grund, warum die Bibel diese Geschichte aufgezeichnet hat. Hat die Bibel diese Geschichte aufgezeichnet, einfach nur um Noah bloßzustellen? Meinen Sie das? Warum stehen die Geschichten der Bibel in der Bibel? Was haben wir gelesen? Wozu stehen die da? Zu einem Beispiel. Zu einer Warnung für uns, die wir kurz vor dem Ende der Zeit stehen.
[54:35] Wer diese Geschichte über das Ende der Zeit lernt? Schauen wir mal kurz an. Da kommt jetzt sein Sohn Ham. Und man kann sich das so vorstellen, er geht einfach in das Zelt, ahnt nichts Böses und plötzlich sieht er seinen Vater dort. Wer von Ihnen hat schon mal seinen Vater nackt und betrunken im Zelt liegen sehen? Können Sie sich das vorstellen? Ich möchte es mir nicht vorstellen. Bestimmt kein schöner Anblick für einen Sohn, oder?
[55:01] Aber schauen Sie mal, was er macht, dieser Ham. Er geht hinaus und erzählt es seinen beiden Brüdern. Mit anderen Worten: „Schau mal, was unser Vater getan hat.“ Jetzt, was machen die anderen beiden Brüder? „Dann nahmen Sem und Japheth das Gewand und legten es auf ihre Schultern und gingen rücklings und deckten die Blöße ihres Vaters zu.“ Während Ham hineingeht und nichts macht und seinen Vater dort liegen sieht und ihn so lässt und noch andere darauf hinweist, auf die Sünde und das Problem seines Vaters, gehen Sem und Japheth mit einer Decke rückwärts und bedecken ihn, helfen ihm, ohne ihn zu entehren. Wer von den beiden Gruppen hat wahrscheinlich mehr vom Geist Jesu verstanden? Sem und Japheth, oder? Denn Jesus macht was mit unseren Sünden, wenn wir sie zu ihm bringen? Er bedeckt sie, er vergibt sie uns.
[55:57] An wen erinnert uns das Verhalten von Ham? Zu sagen: „Ja, der Satan.“ Können wir uns erinnern, dass wir letzte Woche über das Gericht gesprochen haben? Wer ist unser Verkläger im himmlischen Gericht? Satan, der sagt: „Schau her.“ Das heißt, wir haben in den drei Söhnen wieder zwei Gruppierungen: Die einen, die den Geist Jesu haben und so handeln, wie Jesus handeln würde, und den einen Sohn, der die Charaktereigenschaften Satans hat.
[56:25] Und Noah wacht auf und sagt: „Verflucht sei Kanaan, ein Knecht der Knechte sei seinem Bruder.“ Und Kanaan war einer der Söhne von Ham. Das heißt also nicht, dass der Sohn bestraft wird, denn die Bibel sagt: „Der Sohn soll nicht die Missetat des Vaters mittragen.“ Sondern was die Bibel sagen wollte, ist, dass diese Charaktereigenschaft von Ham sich weitertragen wird auf die nächsten Generationen. Das heißt, mit anderen Worten, genauso wie bei Kain, würde Ham wieder zu einem Träger einer rebellischen Nation werden.
[56:57] Warum erzähle ich Ihnen das? Weil in den letzten fünf Minuten wir endlich zu unserem Thema kommen. Sie glauben oder nicht? Denn aus diesem Ham, der Kusch, Misraim, Put und Kanaan gezeugt wird, wird ein Sohn geboren, dann in dritter Generation. Auch zeugte Kusch den, den wen? Nimrod. Der war der erste Gewalthaber auf Erden. Nimrod ist eine erstaunliche Figur. Nimrod ist der erste, der diesen Geist des Kain, das heißt der Anklage des Unglaubens, der Rebellion, verbunden hat mit politischer Macht. Beides zusammen. Das heißt den Unglauben, die Rebellion gegen Gott, die Ablehnung des Evangeliums verbunden mit politischer Gewalt ist Nimrod. Und die Bibel sagt uns: „Er war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn.“ Daher sagt: „Ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn wie Nimrod, jemand, der gegen Gott kämpft.“ Und jetzt werden Sie sehen, warum wir jetzt bei unserem Thema sind.
[58:03] „Und der Anfang seines Königreiches war Babel.“ Es ist die erste Stelle, wo Babylon vorkommt und jetzt können wir schon so viel sagen über Babylon in der Endzeit. Was können wir sagen? Was können wir alles sagen über Babylon? Allein aus dem, was wir bisher studiert haben: Es ist eine Verbindung von was? Von einem falschen Religionsverständnis mit politischer Macht. Macht das Sinn? Denn das war der Anfang seines Königreiches. Die Bibel sagt uns, es war das Zentrum einer rebellischen Weltmacht. Es war der gedankliche Erbe der Haltung Hams. Und es verbindet diese unbiblische Einstellung mit politischer Gewalt. Und die Bibel sagt uns, dass sich dieses Babylon in dieser Geschichte der Rebellion ausgebreitet hat. „Der Anfang seines Königreiches war Babel, so wie Erek, Akkad und Kalne im Lande Sinear. Von diesem Land zog er aus nach Assur und baute Ninive, Rechobot-Ir und Kela und Resen. Das ist die große Stadt.“ Und dieser Ausdruck wird in der Offenbarung immer und wieder auftreten: „Die große Stadt, die große Stadt, Babylon, die große Stadt.“ Gemeint ist nicht das historische Babylon dann, sondern das, was sich im Prinzip dort erfüllt hat, angewendet auf die Endzeit, werden wir wiederfinden. Wir müssen also danach Ausschau halten: Gibt es ein Zentrum einer rebellischen Weltmacht, dass dieses Erbe Satans, dieses Erbe Hams, die Veränderung des Evangeliums verbindet mit politischer Gewalt?
[59:41] Und wenn Sie bei einigen der früheren Themen da gewesen sind, sollten bei Ihnen jetzt schon die Alarmglocken gehen. Erinnern Sie sich noch an Daniel 2? Gehen wir noch ganz kurz. Kurze Aufwärmübung, kurz vor der Pause. Daniel 2 hat welche Metalle? Gold steht für? Babylon. Silber steht für? Medo-Persien. Griechenland steht für? Silber. Bronze, ganz genau. Und Eisen steht für? Rom. Und Eisen und Ton steht für die Verbindung von Kirche und Staat. Und was haben wir gelesen über diese Kirche im Mittelalter? War das eine Kirche nach dem Evangelium oder eine, die das Evangelium verändert hat? Die Veränderung des Evangeliums verbunden mit politischer Gewalt.
[1:00:29] Wir haben jetzt schon genügend Hinweise, etwas über Babylon zu sagen, obwohl wir bisher nur zwei, drei Bibeltexte studiert haben, die das Wort Babel überhaupt erwähnen. Und wir haben bisher nur Bibeltexte aneinandergereiht. Und ich kann Ihnen versprechen, wir werden dieses Thema weiterhin nur so studieren: Nehmen wir Bibeltexte aneinandergereiht. Also halten wir fest: Es verbreitet sich geografisch.
[1:00:51] Und dann wird dieser Turm gebaut. Und damit werden wir die letzten 1,5 Minuten schließen. „Die ganze Erde hatte eine einzige Sprache und dieselben Worte. Und es geschah, als sie nach Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Land Sinear, und sie ließen sich dort nieder, und sie sprachen: Wohlan, lasst uns Ziegel streichen, und sie Feuer fest brennen, und sie verwenden Ziegel statt Steine und Asphalt statt Mörtel. Sie sprachen: Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden.“ Halt, Moment mal. Woran erinnert uns das? Was hatte Gott gesagt? „Breitet euch aus auf der Erde.“ Können Sie sehen, wie Babylon von dem Grundsatz ihrer Gründung an, wieder die Gebote Gottes übertreten? Gott sagt: „Breitet euch aus.“ Babylon sagt: „Nein, wir bauen eine Stadt, damit wir uns nicht ausbreiten.“ Und wir bauen einen Turm, damit wir uns nicht ausbreiten. Die Übertretung der Gebote Gottes, die Änderung der Gebote Gottes, ist das Kennzeichen Babylon schon im Alten Testament. Aktive Rebellion gegen Gottes Gebot.
[1:02:01] Die Bibel sagt dann in Kapitel 11, Vers 4: „Sie sprachen: Wohlan, dass wir uns einen Namen machen.“ Was ist der ganze Sinn von Babylon? Der Sinn von Babylon ist: Ich möchte mir einen Namen machen. Wer von Ihnen möchte sich einen Namen machen? Freuen Sie sich auch, wenn andere Leute gut von Ihnen reden? Ist das nicht schön, wenn andere Menschen gut von einem reden? Aber wie viel sind Sie bereit dafür zu bezahlen, dass andere Menschen gut von Ihnen reden? Wie viel sind Sie bereit dafür zu investieren, dass Sie berühmt werden? Was sollten wir tun? Wissen Sie, dass die Bibel nichts dagegen hat, dass wir berühmt sind? Frage: Wer ist berühmter? Die Erbauer von
[1:02:41] Babel oder Abraham? Von den Erbauern kennen wir höchstens Nimrod, und der ist längst nicht so berühmt wie Abraham. Wissen Sie, warum? Die Bibel sagt: "Ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen." Wie wird man wirklich berühmt? Wenn Gott unseren Namen groß macht. Wenn wir uns Gott übergeben. Gott wird dafür sorgen, dass wir, wenn Sie Gott treu sind, dass Sie in alle Ewigkeiten des ganzen Universums berühmt sind, als einer von denjenigen, die auf der Erde treu gewesen sind.
[1:03:11] Diese hier wollten sich selbst einen Namen machen. Sie haben die große Wahl: Wollen Sie sich hier auf der Erde in den letzten Stunden der Weltgeschichte noch einen Namen machen, der mit dem Feuer vergehen wird und sich niemand mehr an Sie erinnern wird? Oder wollen Sie Gott treu sein und für alle Ewigkeit als eines der berühmtesten Wesen des Universums, nämlich einer der 144.000, einer, die in der letzten Generation gewesen sind, die treu gewesen sind, wollen Sie Gott ihren Namen machen lassen? Wäre es nicht schön, dass Gott unseren Namen macht? Gott unser Ruhm ist?
[1:03:43] Es ist Stolz und Selbsterhöhung, das Kennzeichen von Babylon. Und da kommt es her. Wir haben uns vor zwei Wochen darüber unterhalten, der Grundsatz aller Rebellion im Himmel. Der Grundsatz aller Rebellion im Himmel und auf Erden zusammengefasst in drei Buchstaben heißt: "Ich, ich, ich." Das ist der Grundsatz aller Rebellion und auch der Grundsatz Babylons.
[1:04:15] Eine Spitze, die bis an den Himmel reicht. Die Menschen damals wollten in den Himmel. Wollten Sie auch in den Himmel? Es gibt zwei Möglichkeiten, in den Himmel zu kommen. Nein, zwei scheinbare Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist, sich selbst etwas zu bauen, in der Hoffnung, irgendwann in den Himmel zu kommen. Aber hat dieser Turm jemals den Himmel erreicht? Der einzige Weg zum Himmel ist wer? Jesus Christus.
[1:04:35] Babylon steht dafür, sich selbst einen Weg zum Himmel zu bauen und zwar aufgrund dessen, was man selbst getan hat. Der Weg zum Himmel durch eigene Leistung. Gott steigt hinab. Er sagt: "Lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren, damit keiner mehr die Sprache des anderen versteht." Gott verwirrt die Sprachen und Babel wird was? Verwirrt.
[1:05:01] Wissen Sie, was Babel auf Babylonisch heißt? Babel heißt auf Hebräisch "Verwirrung". Aber wissen Sie, was Babel auf Babylonisch heißt? "Das Tor zu Gott" oder "Tor der Götter". Das heißt, der Weg zu Gott. Das heißt, in der eigenen Sprache, im Babylonischen Denken heißt Babylon: "Das ist der Weg zu Gott." Aber im Denken der Bibel, im Hebräischen heißt Babel was? "Verwirrung."
[1:05:31] Das gleiche Wort heißt im Babylonischen "der Weg zu Gott", im Hebräischen heißt es "Verwirrung". Könnte es sein, dass wir heute kurz vor der Wiederkunft stehen und es in der Welt Mächte gibt, die ein falsches Evangelium mit politischer Macht verbinden, die den Weg zum Himmel versprechen, aufgrund eigener Werke, dabei die Gesetze Gottes mit Füßen treten und in Wirklichkeit das Evangelium verwirren?