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Manuskript: 05-Das Bild des Namens

In dieser Predigt von Christopher Kramp wird die Bedeutung des Heiligtums im biblischen Kontext beleuchtet. Es wird erklärt, wie Sünde eine Trennung zwischen Gott und Mensch bewirkt und wie das Heiligtum als Brücke dient. Anhand von Symbolen und prophetischen Auslegungen, insbesondere aus dem Buch Daniel, wird der Erlösungsplan Gottes dargestellt und die Rolle Jesu als Hohepriester im himmlischen Heiligtum hervorgehoben. Die Predigt ermutigt dazu, sich mit Freimütigkeit an Gott zu wenden, da Jesus alle Versuchungen kennt und Barmherzigkeit sowie Gnade schenkt.

Dieses Video taucht tief in die Symbolik des biblischen Heiligtums ein und erklärt, wie es Gottes Erlösungsplan für die Menschheit darstellt. Christopher Kramp beleuchtet die verschiedenen Elemente wie den Brandopferaltar, den Leuchter und die Bundeslade und verbindet sie mit zentralen Figuren und Ereignissen der biblischen Geschichte, insbesondere mit Jesus Christus. Der Vortrag zeigt auf, wie die komplexen symbolischen Handlungen des Heiligtums letztlich auf die Person und das Werk Jesu hinweisen und wie sie uns heute noch relevant sind.


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Serie: Entscheidung 21

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Transkript

[2:59] Blut ist ein wichtiges Thema. Was die Bibel über das Blut sagt? Die Bibel sagt, das Leben ist im Blut. Jemand hat einmal gesagt: "Gutes Blut macht gute Gedanken und schlechtes Blut macht schlechte Gedanken." Wir brauchen jetzt gute Gedanken, damit wir all das verarbeiten können, was wir uns heute vorgenommen haben. Damit wir das nicht nur aus eigener Kraft tun, sondern auch göttliche Kraft dazu haben, lade ich Sie wie jeden Abend ein, ganz kurz Ihr Haupt zu neigen mit mir und ein Gebet zu sprechen.

[3:29] Lieber Vater im Himmel, wir möchten Dir von Herzen Dank sagen für die Gelegenheit, wieder zusammenzukommen. Hab Dank für jeden Einzelnen, der sich Zeit genommen hat, Dein Wort zu hören. Gib, dass wir verstehen, was wir lesen und hören, und dass wir begreifen, was Du Großes für uns getan hast. Wir bitten es im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.

[3:53] Mich würde noch ganz kurz interessieren: Wer von Ihnen hat auf unsere gestrige Abendumfrage mit Ja geantwortet? Wer war das? Okay. Wer von Ihnen fühlt sich immer noch einsam? Gibt es jemanden, der sich einsam fühlt? Also, das heißt, Sie haben nur für andere Menschen gesprochen, ja? Okay. Lassen wir noch eine Frage stellen. Wer von Ihnen erlebt es ab und zu mal in seinem Leben, dass er sich nicht nur einsam gegenüber anderen Menschen fühlt, also auf der zwischenmenschlichen Beziehung, sondern auch einsam, wenn es in der Beziehung zu Gott geht, wenn man das Gefühl hat, Gott ist ganz weit weg? Haben Sie das Gefühl schon mal gehabt? Dass man sich irgendwie einsam fühlt, dass man das Gefühl hat, die Gebete gehen genau bis zur Zimmerdecke und kommen dann nicht durchs Dach hindurch?

[4:43] Das hat einen Grund. Und der Grund ist dieser, den wir gestern schon angedeutet haben, das ist nur eine kurze Wiederholung von gestern: "sondern eure Missetaten verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört." Wann immer wir über die schwarze Linie gehen – Sie erinnern sich an gestern – dann werden wir uns früher oder später einsam fühlen. Und ich glaube, dass viele, viele Menschen sich heute einsam fühlen, hängt zu einem großen Teil damit zusammen, dass sie diese schwarze Linie übertreten, dass sie immer wieder Sünde tun, die gar nicht notwendig wäre. Und Sie wissen ja, das Gesetz Gottes regelt unsere Beziehung zu Gott und zu unseren Mitmenschen. Und wenn wir sündigen, dann fühlen wir uns einsam, nicht nur Gott gegenüber, sondern auch unseren Mitmenschen gegenüber.

[5:33] Wir haben gestern schon einiges über Sünde gehört, und ich möchte heute mit Ihnen ein ganz neues Thema betrachten. Aber ich möchte Ihnen zeigen, warum die Sünde Gott von den Menschen trennt. Sie haben sich gefragt: Warum ist das so, dass Gott von den Menschen getrennt wird? Und hier ist der Grund. Es gibt genau zwei Gründe. Das eine ist, dass durch die Sünde niemand mehr Gott sehen kann. Gott ist so ein heiliger Gott, dass wenn wir Gott sehen würden, wir es nicht ertragen könnten, wegen dem Licht. Die Bibel sagt: "Niemand hat Gott je gesehen." Aber es gibt ein anderes Problem, und das finde ich hier in Jakobus 1, Vers 13b. Klingt doch ganz gut, oder? "Gott kann nicht versucht werden zum Bösen." Warum ist das ein Problem, wenn Sie über die Beziehung zwischen Mensch und Gott nachdenken? Werden Sie versucht? Wer von Ihnen ist schon mal versucht worden? Würden Sie sich nicht wünschen, dass Gott auch weiß, wie es ist, versucht zu werden?

[6:41] Die Bibel sagt: "Gott kann nicht versucht werden zum Bösen." Und als Adam und Eva sündigten und die Sünde in die Welt kam, da entstand dieser Riss zwischen Gott und den Menschen aus diesen zwei Gründen. Die Menschen konnten Gott nicht mehr sehen, und Gott konnte ihnen nicht mehr nachfühlen. Mit anderen Worten, wir konnten nicht mehr zu Gott, ganz hundertprozentig, und Gott konnte uns nicht mehr ganz nachvollziehen. So seltsam das auch klingt, aber genau das ist der Fall.

[7:13] Und das ist der Grund, warum es uns oft so geht, wie es der David beschreibt. Er sagt: "Gott, mein Gott bist du. Nach dir suche ich. Es dürstet nach dir meine Seele. Nach dir schmachtet mein Fleisch in einem dürren und erschöpften Land. Ohne Wasser." Haben Sie schon mal nach Gott gesucht? Haben Sie schon mal nach Gott gedürstet? Schmachten ist ja so ein altdeutsches Wort. Haben Sie schon mal richtig viel Durst gehabt? Sind Sie schon mal tagelang durch die Wüste gegangen, oder zumindest durch den heißen Sommer, und haben nichts zu trinken gehabt und Ihnen klebt schon die Zunge am Gaumen? Und manchmal ist das in unserem geistlichen Leben nicht auch so? Ist das auch so? Da dürstet unsere Seele nach Frieden, da dürstet unsere Seele nach Harmonie, und wir können einfach nichts finden.

[8:05] Und was passiert, wenn ein Wanderer in der Wüste bei stechender Hitze Wasser sucht und keines findet? Was passiert dann irgendwann? Er verdurstet. Aber was passiert vorher? Er bekommt Halluzinationen. Die sogenannte Fata Morgana. Und so oft in unserem Leben rennen wir einer Fata Morgana hinterher, weil wir dürsten und wir suchen und wir schmachten und wir wissen nicht, wo wir es finden sollen. Und selbst wenn Sie schon Ihr Leben je zu übergeben haben oder gestern dort gewesen sind, aber Sie kennen alle, denke ich, das Gefühl: "Mir fehlt etwas." Und das geht nicht nur Nichtchristen so, das geht auch vielen Christen so im Laufe ihrer Erfahrung mit Gott, dass sie sich immer mal wieder nach Gott sehen und das Gefühl haben: "Gott, wo bist du? Ich sehe nur Wüste. Es ist nur stechende Sonne und kein Wasser."

[8:59] Was ist die Lösung? Was ist der Wasserbrunnen? Was ist die Wasserquelle, die keine Fata Morgana ist? In Psalm 63 gibt David eine interessante Antwort. Er sagt: "Gott, mein Gott, bist du? Nach dir suche ich. Es dürstet nach dir meine Seele. Nach dir schmachtet mein Fleisch in deinem dürren, erschöpften Land ohne Wasser. So schaue ich..." Wo nach? Lesen wir mit mir gemeinsam: "So schaue ich im Heiligtum zu sehen."

[9:27] Ich möchte Ihnen heute einen Brunnen vorstellen für Ihr persönliches, für Ihre persönliche Seele. Eine Wasserstelle, die eben nicht eine Fata Morgana ist. Ihren innersten geistlichen Bedürfnissen und meinen, den innerlichsten seelischen Bedürfnissen immer gerecht wird. Nun, was hat es mit diesem Heiligtum auf sich? Lesen wir einmal hier, was die Bibel sagt. In 2. Mose 25, Vers 1 lesen wir: "Und der Herr redete zu Mose und sprach: Sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne."

[10:07] Was war das Problem? Sünde macht was? Was ist die Folge von Sünde? Trennung zwischen Mensch und Gott. Aber was macht das Heiligtum? Das Heiligtum bringt Gott wieder in die Nähe und nicht einfach nur an den Rand, nicht einfach nur hinten in die letzte Ecke, sondern in Ihrer Mitte, mitten unter das Volk. Wissen Sie ungefähr, wie viele Israeliten es gab in der Wüste Sinai? Was schätzen Sie? Wie viele Israeliten sind dort ausgezogen aus Ägypten damals? Ungefähr 2 Millionen. Da kann man sich streiten. Es waren ungefähr 600.000 bewaffnete, wehrfähige Männer. Da kann man ungefähr auf 2 Millionen kommen.

[10:47] "Sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in Ihrer Mitte wohne." Und wie sollte das Heiligtum sein? Schauen Sie mal, was Gott weiter sagt: "Genauso wie ich dir was, das Vorbild der Wohnung und das Vorbild all ihrer Geräte zeigen werde. So sollt ihr es machen." Wenn man ein Vorbild hat, worauf kommt es dann an? Einfache Frage, oder? Worauf kommt es an, wenn man ein Vorbild hat, das man kopieren soll? Es kommt auf Genauigkeit an. Das heißt, man kann nicht einfach nur das irgendwie nachmachen. Gott ist der Gott der Genauigkeit, wenn es darum geht, Ihren persönlichen Kummer zu trösten, Ihre persönliche Wüstenwanderung ein Ende zu bereiten. Da möchte Gott nicht einfach halbe Sachen machen. Gott hat dieses Heiligtum sehr genau beschrieben.

[11:43] Ich möchte mit Ihnen eine kleine Wanderung machen. Stellen Sie sich vor, wir alle gemeinsam machen einen Zeitsprung ungefähr 3.400 Jahre in die Vergangenheit. Sind Sie mit mir angekommen? Wir befinden uns hier auf so einem der Berge. Wir befinden uns nicht im Tal, wir befinden uns auf einem dieser Berge. Warum? Weil wir keine Israeliten sind, sondern wir sind eines der Völker, die dort mitten in der Wüste wohnen. Wir sind entweder Edomiter oder Moabiter oder Amalekiter. Was wollen Sie sein? Wollen wir Edomiter sein? Lassen wir uns Edomiter sein. Und stellen Sie sich vor, Sie sind so ein Edomiter auf dem Berg und Sie sehen jetzt diese zwei Millionen Israeliten dort im Tal. Sie brauchen noch einen Namen. Wie wollen Sie heißen? Ich gebe Ihnen zwei zur Auswahl: Shobal oder Lotan. Sind beides edomitische Namen. Shobal oder Lotan, wie wollen Sie heißen? Lotan, okay. Sie heißen Lotan. Sie sind Lotan. Ich hätte noch einen Frauennamen aussuchen sollen. Ich weiß es nicht.

[12:53] Sie sind Lotan, der Edomiter, und Sie sehen diese zwei Millionen Israeliten und Sie sehen inmitten dieses Zeltes, inmitten dieses Lagers, dieses seltsame Zelt, dieses Heiligtum, und mitten über dem Zelt was? Feuer in der Nacht und eine Wolke am Tag. Und Sie hören ein Gerücht, dass diese Wolken- und Feuersäule die Gegenwart nicht nur irgendeines Gottes aus Holz und Eisen und Stein bedeutet, sondern die Gegenwart des lebendigen Gottes, der Himmel und Erde gemacht hat. Der wohnt genau dort drinnen. Werden Sie neugierig als Lotan, der Edomiter?

[13:33] Also lassen wir uns gemeinsam mal als Lotan, der Edomiter, vom Berg hinabsteigen und einfach mal fragen, ob wir hineinkommen dürfen in dieses Heiligtum. Wir würden uns auf den Weg machen, vielleicht früher morgen, und würden durch all die vielen Zelte hindurchgehen und würden in Richtung dieses Zeltes marschieren. Und wir würden dort sehen, dass dort auch einige andere Menschen sind. Es ist reger Betrieb, und wir würden hier an diesen Eingang kommen. Und so wie wir an diesen Eingang kommen, werden wir zurückgehalten von einer großen Statue, einer lebendigen Statue, einem großen, erhabenen Mann in festlicher Kleidung, den alle Priester nennen. Er würde Sie fragen, er würde uns fragen: "Was wollen Sie hier?" Sie würden sagen: "Ich würde gern Gott treffen. Meine Seele schmachtet nach Gott. Ich würde gern Gott treffen." Und er würde sagen: "So geht das nicht. Sie kommen alleine. Sie haben nichts mitgebracht." Dann fragen Sie: "Wieso muss ich etwas mitbringen?" Und er würde Ihnen erklären, dass Gott sich wünscht, dass wenn wir mit unseren Sünden, mit unseren Sorgen zu ihm kommen, dass wir verstehen, dass wir selbst nicht diese Probleme lösen können, sondern dass jemand anders sie lösen muss für uns. Und deswegen müssen wir mit einem Tier kommen. Mit einem Lamm oder mit einem Stier oder mit einem Widder oder mit was auch immer.

[14:57] Und so würden Sie gleich direkt hier an dem Eingang nochmal zurückgehen und zwar in das Lager, um dort etwas zu kaufen. Ein Lamm oder ein Stier oder ein Widder oder Tauben oder was auch immer. Und dann dürften Sie zurückkommen. Und mit diesem Opfertier dürften Sie jetzt durch diesen Eingang hier hindurch. Und dann würden Sie an diesen Gegenstand kommen, der sogenannte Brandopferaltar. Was würden Sie dort tun? Sie würden das Lamm nehmen. Und man würde Ihnen erklären, dass dieses Lamm, dass ein makelloses Lamm oder ein Widder oder Schafe oder was auch immer, ein makelloses Tier nebenbei sein musste. Es durfte keine Fehler, keine genetischen Defekte haben, kein gebrochenes Bein oder so weiter. Es durfte kein schwarzes Schaf sein, sozusagen.

[15:47] Sie müssten dieses Lamm nehmen und Sie müssten mit Ihrer Hand auf den Kopf des Lammes oder des Schafes oder des Tieres fassen und all Ihre Sorgen, all Ihre Nöte, all Ihre Bedürfnisse, all Ihre Sünden bekennen. Was für einen Eindruck hätten Sie, wenn Sie dieses unschuldige Tier sehen und in Gegenwart des Priesters sagen müssen: "Es tut mir leid, dass ich meine Frau betrogen habe. Es tut mir leid, dass ich meinem Stammeschef zehn Schafe gestohlen habe. Es tut mir leid, dass ich meinen Nachbarn geschlagen habe, weil er meinen Ochsen nicht mitgebracht hat." Sie würden Ihre Sünden bekennen und Sie würden den Eindruck bekommen durch das Auflegen der Hand auf den Kopf, dass Ihre Sünde übertragen wird auf dieses Tier und dieses makellose Tier quasi mit Ihnen den Platz tauscht. Können Sie das sehen? Und das erinnert Sie wahrscheinlich an das, was wir gestern gesprochen haben. Können Sie sich erinnern an den Tausch, an das Opferlamm?

[16:59] Aber nicht nur das. Der Priester würde ein Messer bringen und er würde das Messer Ihnen in die Hand drücken und Sie als Lothar der Edomiter müssten jetzt dieses Messer nehmen und diesem unschuldigen Tier in die Augen schauen, das Messer nehmen. Das Tier würde Sie vielleicht mit großen blauen Augen blökend anschauen, und Sie müssten das Messer nehmen an die Kehle und mit einem langen Schnitt das Tier töten. Was meinen Sie, was hat wohl das Tier gedacht? Das Tier hat nichts Böses gedacht. Und plötzlich fällt Ihnen auf: Alles nur wegen meiner Sünde.

[17:39] Und der Priester würde das Blut nehmen und er würde es dann damit gleich etwas machen, was wir gleich erklären werden, und er würde dann dieses Opfertier zerschneiden, nachdem es gestorben war. Er würde es manchmal auch ganz auf den Altar legen, je nachdem, ob es ein Ganzopfer war, ein Brandopfer oder ein Sündopfer, ein Schuldopfer. Es gab da mehrere verschiedene Opfer. Und dann würde dieses Opfer verbrennen.

[18:03] Dann würden Sie weitergehen. Man würde Ihnen übrigens auch erzählen, dass das Feuer auf diesem Brandopferaltar kein Mensch angezündet hat, mit keinem Streichholz dieser Welt, sondern als die Israeliten durch die Wüste zogen, das Feuer vom Himmel gefallen war und dieses Feuer angezündet hat. Es war sozusagen Feuer von Gott, dass das brannte auf dem Altar, und Sie würden es sehen.

[18:25] Und dann würden Sie weitergehen und dann würden Sie weitergehen zu dem nächsten Gegenstand, und zwar zu diesem Waschbecken. Und dieses Waschbecken würde viel Wasser enthalten. Ihnen würde die Symbolik wohl relativ deutlich werden, dass nachdem man dieses Lamm geschlachtet hat oder dieses Opfertier, dass man sich wieder waschen muss. Dass die Sünde nicht einfach nur Bekenntnis erfordert und nicht nur Tausch, sondern dass man auch rein werden muss. Dass man gereinigt werden muss.

[18:57] Und dann würden Sie fragen: Wohin der Priester geht? Denn der Priester würde mit dem Blut, das er genommen hat, Richtung Stiftshütte gehen, zum Zelt. Und er würde mit dem Blut an den Fingern, das Blut an die – stellen Sie sich vor, das wäre hier der Eingang zur Stifthütte – er würde es an die Wand, an den Eingang sprengen. Oder er würde es sogar in das Heiligtum hineinbringen. Und Sie würden vielleicht hinterher gehen, als unwissender Lotharn der Edomiter hineingehen wollen, und der Priester würde sich umdrehen und sagen: "Hier darf niemand hinein, außer der Priester." Und Sie würden sich fragen: "Aber wie kann ich dann Gott sehen? Wie kann ich mit Gott wieder Gemeinschaft haben? Denn Gott ist doch da drinnen." Und er würde sagen: "Sie müssen hier bleiben und darauf vertrauen, dass ich, der ich im Zelt bin, das weiter Notwendige ausführe. Sie können nicht hinein. Sie müssen draußen stehen. Sie können nicht sehen, was ich hier drinnen tue, aber Sie müssen glauben, dass das, was jetzt hier in diesem Zelt passiert, auch wirklich stattfindet."

[20:03] Was passiert in diesem Zelt? In der Stifthütte. Werfen wir einen Blick in die Stifthütte, obwohl wir das gar nicht dürfen. Alles, was wir jetzt sehen, wissen wir nur aus der Erzählung von all den anderen Israeliten. Wir stehen jetzt immer noch am Vorhof mit all den anderen Israeliten, und sie erzählen uns jetzt, was in dieser Stifthütte drinnen ist. Und wir malen uns das einfach mal in Gedanken aus. Vielleicht sieht das ungefähr so aus: Ein herrlicher Ort. Und dort gibt es drei wesentliche Gegenstände.

[20:31] Das erste ist der Leuchter. Ein siebenarmiger Leuchter, der Tag und Nacht brennt. Und Sie würden sich fragen: Was bedeutet dieser siebenarmige Leuchter? Man würde Ihnen erzählen, dass das Volk Israel von Gott berufen worden ist, um ein Licht zu sein. Ein Licht zu sein für die Amalekiter und für die Moabiter und für die Ammoniter und die Jebusiter und die Perisiter und die, ich weiß nicht welche -iter, und auch für die Edomiter, von denen Sie einer sind. Dafür steht das Licht. Und die sind wahrscheinlich dankbar dafür, dass die Israeliten dieses Licht ausführen. Das Licht in der Finsternis.

[21:15] Auf der anderen Seite sind die Schaubrote, gemacht aus einem ganz besonderen Material, dem sogenannten Manna. Und man würde Ihnen erzählen, dass dieses Manna jeden Tag vom Himmel fällt und man es jeden Tag neu aufsammeln muss. Man kann es nicht bunkern. Man würde Ihnen erzählen, dass Gott sie immer wieder geprüft hat, die Israeliten, mit diesem Manna, und Gott würde immer sagen, und Mose würde das auch immer sagen, dass der Mensch nicht allein vom Brot lebt, sondern von einem jeden Wort Gottes. So würde es jedenfalls im fünften Buch Mose stehen, einem Werk, das vor kurzem geschrieben worden war.

[21:55] Aber dann gäbe es noch etwas, was ganz besonders bedeutsam ist, denn immer wenn das in Aktion treten würde, müssten Sie draußen im Vorhof etwas tun: Der Räucheraltar. Der Räucheraltar, ganz in der Nähe des zweiten Vorhangs. Man hat Ihnen erzählt, dass es in diesem Zelt zwei Abteilungen gibt, und die zweite Abteilung ist so heilig, dass es nämlich der Ort, wo Gott tatsächlich wohnt, dass dort niemand hinein darf, nicht mal der Priester, jedenfalls die meiste Zeit des Jahres nicht. Aber direkt am Eingang, sozusagen am allerdichtesten an Gott, ist dieser Brandopferaltar und der Vorhang vor der Wohnung Gottes ist oben nicht ganz zu. Das heißt, immer wenn der Räucheraltar räuchert, dann geht der Rauch über den Vorhang hinüber in die tatsächliche Gegenwart Gottes.

[22:43] Und immer wenn das passiert, merken Sie als Lothar der Edomiter, dass um Sie herum Hunderte, Tausende, Zehntausende Israeliten niederknien und beten. Und als Lothar der Edomiter gefällt Ihnen das. Und Sie sehen, wie wunderbar das alles zusammenpasst. Und so sind Sie Monat für Monat, Tag für Tag im Heiligtum. Sie entschließen sich, ein Israelit zu werden. Und eines Tages werden Sie geweckt von seltsamen Geräuschen. Von ganz seltsamen Geräuschen.

[23:39] Können Sie sich vorstellen, wie sich Lothar der Edomiter fühlt an diesem zehnten des siebten Monats? Als Priester nicht, wie hier dargestellt, in silbernen Trompeten, sondern in große Schofar-Hörner, Widderhörner, blasen und Millionen von Israeliten fastend, weinend und weinend, fastend, weinend und weinend und mit zerrissenem Herzen zum Heiligtum gehen. Zu dem wichtigsten aller Tage. Dem großen Versöhnungstag. An diesem Tag, dem einzigen Tag im Jahr, darf ein Mensch mit zitternder Hand, mit Weihrauch vor sich gehen, damit selbst der Weihrauch noch etwas zurückhält, hineingehen in die zweite Abteilung, in die direkte Gegenwart des lebendigen Gottes.

[24:45] Eine unglaublich heilige Versammlung, ein unglaublich heiliges Fest. Jeder Mensch ist aufgefordert, an diesem Tag alle seine Sünden zu bekennen, alles mit Gott ins Reine zu bringen. Denn wer jetzt in der Gegenwart des lebendigen Gottes noch mit Sünden dasteht, kann nicht länger Israelit bleiben. Das Allerheiligste, der Hohepriester, betritt einmal im Jahr, am 10. Tischri, diese zweite Kammer.

[25:15] Und in der zweiten Kammer befindet sich etwas, was man die Bundeslade kennt. Wer von Ihnen war am Samstagabend da? Können Sie sich erinnern, dass wir über diese Bundeslade gesprochen haben? Verstehen Sie jetzt besser, was für eine enorme Funktion Luzifer gehabt hat, dass er in der ständigen Gegenwart Gottes sein durfte, als einer der beiden schirmenden Cherubim dort auf der Bundeslade.

[25:47] Und in dieser Bundeslade befindet sich etwas Besonderes. Man sagt Ihnen, und das wissen Sie, Sie haben es ja nie gesehen, aber als Lothar der Edomiter sagt man Ihnen, dass sich in dieser Bundeslade etwas befindet, nämlich zwei steinerne Tafeln, in denen das Gesetz Gottes geschrieben ist. Und Sie fragen: Sind dort all diese Vorschriften geschrieben, all diese verschiedenen Regeln, wann man ein Sündopfer, wann man ein Friedensopfer, wann ein Schlachtopfer, wann man ein Widder, wann all das machen soll? Dann sagt der Israelit: "Nein, all diese anderen Regeln sind nicht in der Bundeslade, sondern neben der Bundeslade." Sie fragen sich: "Warum?" Und die Israeliten erklären Ihnen, dass in der Bundeslade, im Fundament des Thrones, das Gesetz Gottes ist. Es besteht nur aus zehn Gesetzen und es ist ewig. Und all die anderen Regeln, all diese verschiedenen, wann soll ich welches Opfer, zu welcher Zeit, mit welchen Speisevorschriften, das alles führt nur Schritt für Schritt wieder zurück zum Halten dieser zehn Gebote. Und deswegen sind die zehn Gebote in der Lade und alle anderen Gebote neben der Lade.

[26:55] Und an diesem großen Versöhnungstag geht der Priester hinein und mit dem Blut, das ebenfalls im Vorhof am Brandopferaltar geschlachtet wurde, berührt er mit dem Blut, berührt er die Bundeslade. Und das Blut und das Gesetz treffen sich. Die Gnade und die Gerechtigkeit haben sich getroffen. Und an diesem Tag gibt es keinen Israeliten mehr, der noch irgendeine Sünde aufgeschrieben hat, in irgendwo. Alles ist bereinigt, jeder ist ganz rein.

[27:35] Das Heiligtum. Warum erzähle ich Ihnen das? Sie sind nicht Lotharn der Illumiter, aber egal wer Sie sind, dieser Vers gilt für alle Menschen der Welt. In der Elberfelder Bibel, einer der besten Übersetzungen im Deutschen, kommt der Gedanke aus Psalm 77, Vers 13 am besten heraus: "Gott, dein Weg ist im Heiligtum." Wenn Sie sich fragen: Was ist Gottes Plan? Was ist Gottes Weg? Ich kenne so viele Menschen, die mir gesagt haben: "Können Sie mir erklären, was ist Gottes Plan für mein Leben? Wie würde Gott das machen?" Die Bibel sagt: Sein Weg ist im Heiligtum.

[28:13] Aber Moment mal, der Satz "der Weg" kommt in der Bibel noch einmal vor. Nämlich hier: Jesus hatte gesagt: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich." Moment mal, jetzt haben wir ein Problem, oder? Sollen wir jetzt dem Alten Testament glauben, das sagt, das Heiligtum, die Stifthütte mit all den Vorschriften ist der Weg Gottes, oder sollen wir dem Neuen Testament glauben, das sagt, Jesus ist der Weg? Wem sollen wir glauben?

[28:43] Schauen Sie mal. "Im Anfang war das Wort." Frage: Was macht das Wort Gottes? Das Wort Gottes hat als allererstes in der Bibel was gemacht? Es schuf das Licht. Und wissen Sie, wo am meisten Licht war im Heiligtum? Nicht beim siebenarmigen Leuchter, sondern im Allerheiligsten. Dort war die sogenannte Schechina, die Glorie, die Herrlichkeit Gottes. Dort war das Gesetz Gottes. "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." Wo war das Wort am Anfang? Im Allerheiligsten. Übrigens heißt das Allerheiligste in manchen Übersetzungen auch der Sprachort, denn von dort hat Gott immer gesprochen zu Mose und zu Aaron. "Dieses war am Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist."

[29:39] Was war das Problem? Die Sünde. Was war das Problem der Sünde? Gott und Mensch sind getrennt. Der Mensch kann nicht zu Gott. Aber Gott kann zu Menschen, so sagt uns die Bibel. "Im Anfang war das Wort, es war bei Gott, es war im Allerheiligsten, und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." Das griechische Wort heißt hier eigentlich "Zelt". Mit anderen Worten, es ging sogar nicht nur aus dem Allerheiligsten in das Heilige und nicht nur bis in den Vorhof. Gott, das Wort, Jesus Christus, der Schöpfer, ging hinaus mitten unter uns, mitten in eines der Zelte. Er lebte unter uns, er zeltete unter uns, er war einer von uns und lebte wie ein Lamm, ein makelloses Leben unter uns. Und die Bibel sagt: "Und wir sahen seine Herrlichkeit."

[30:43] Was war nochmal das erste von den beiden Problemen wegen der Trennung? Wir hatten zwei Probleme aufgrund der Trennung. Was war das erste Problem? Können Sie sich erinnern, dass wir zwei Probleme hatten? Können Sie sich erinnern, dass das erste Problem war, dass der Mensch Gott nicht sehen konnte? Und das zweite Problem war: Der Mensch kann Gott nicht sehen und Gott kann den Menschen nicht verstehen? Das Problem löst sich, indem Jesus Mensch wird. "Und wir sahen seine Herrlichkeit." Als Jesus auf dieser Erde lebte, konnten die Menschen wieder sehen, wie Gott war und wie Gott ist.

[31:19] "Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden", heißt es im Matthäusevangelium, "und einen Sohn gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben. Das heißt übersetzt..." Das darf ich Sie nicht fragen, denn da steht schon da: "Gott mit uns." Was für ein wunderbarer Name.

[31:35] Nehmen wir mal an, wir sind noch einmal Lotharn der Edomiter und wir steigen auf einen ganz, ganz, ganz hohen Berg. Damals gab es noch keine Hubschrauber, ansonsten hätte das ein realistisches Bild sein können. Das ist die Vogelperspektive des Heiligtums. Sehen wir noch einmal den Vorhof mit dem Brandopferaltar, dem Waschbecken, dann das Heilige mit dem siebenarmigen Leuchter, mit den Schaubroten und mit dem Räucheraltar, dann das Allerheiligste mit der Bundeslade. Wo in diesem Bild ist Gott? Wo ist Gott? Im Allerheiligsten, nicht wahr? Wo sind wir? Als Edomiter, als Moabiter, als Israeliten, als Italiener, als Deutsche, als US-Amerikaner, als Ghanaer. Wo sind wir? Hier sind wir. Wir können nicht zu Gott. Gott kann uns nicht verstehen. Deswegen brauchen wir einen Mittler, einen Priester. Und Jesus heißt Gott mit uns.

[32:41] Er war ganzes Gott, er war das Wort Gottes, er war bei Gott und er war Gott. Und er kam, er wurde einer von uns, damit er das Lamm sein konnte, damit er das Licht der Welt sein konnte, damit er das Brot des Lebens sein konnte und uns wieder zurückbringen konnte. Er kam in unsere Richtung, holte uns ab, damit wir, wenn wir ihm folgen, wieder zurückkommen. Mit einer Hand hält er sich an Gott fest, mit der anderen Hand greift er nach ihm und lädt sie ein. Gott mit uns.

[33:19] Und so gehen wir ganz kurz durch diese Symbole noch einmal. Wir haben gestern ausführlich darüber gesprochen, wie dieser Brandopferaltar – erinnert sich noch an Abraham? An 1. Mose 22? Das ist genau dieser Gegenstand hier gewesen. Jesus, der stirbt. Und ich glaube, wir täten gut daran, wenn wir über den Tod Jesu für uns genauso denken würden, als wenn wir ein Lamm schlachten würden, tatsächlich. Ich glaube, wenn wir heute noch Lämmer schlachten müssten, wir würden manchmal anders mit der Sünde umgehen, glauben Sie nicht auch? Aber Jesus ist nicht nur gestorben, Jesus ist wieder auferstanden. Wir werden darüber noch mehr hören in einem der späteren Themen.

[34:01] Aber dann sagt die Bibel etwas Interessantes. Man kann nämlich davon ausgehen, dass dieser Vorhof, das heißt der Brandopferaltar und das Waschbecken, im Wesentlichen für den Dienst Jesu auf der Erde waren. Er kam in die Welt, lebte unter uns, wurde vor uns geschlachtet, stand für uns auf. Aber nach seiner Auferstehung lebt er nicht mehr auf der Erde. Er ging jetzt in das Heiligtum. Aber in welches Heiligtum?

[34:25] Wir hatten gesehen, dass es heißt: "Genauso wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen." Die Hauptsache bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen hohen Priester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel. Einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stifthütte, die der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch. Ich weiß nicht, was Sie alles über das Heiligtum wissen, aber haben Sie gewusst, dass es im Himmel ein Heiligtum gibt? Und dass Jesus jetzt im Himmel für uns hoher Priester ist?

[35:12] Jetzt werden Sie sagen: "Das kann ich nicht sehen." Herzlichen Glückwunsch! Sie haben genau die gleiche Position wie der Lotharn, der Edomiter, der im Vorhof stand und auch nicht sehen konnte, was der hohe Priester dort im Zelt tat. Erlösung war schon immer genau das gleiche Prinzip, sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament.

[35:30] Schauen Sie ganz kurz hier, was dieser siebenarmige Leuchter für uns bedeutet. Jesus sagt: "Ihr seid das Licht der Welt. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen." Wenn ich mir meine Sünden vergeben habe lassen, dann ist es meine Aufgabe, das Licht, das in mein Herz scheint – erinnert sich an gestern Abend – auch anderen scheinen zu lassen, damit auch sie zu Jesus finden.

[35:56] Was bedeuten die Brote? Wir haben es schon angedeutet. Jesus zitiert aus dem fünften Buch Mose, das dann schon nicht mehr so ein neues Werk war: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht."

[36:12] Und was bedeutet der Brandopferaltar? Das ist ganz deutlich. Die Bibel sagt: "Lass mein Gebet wie Räucherwerk gelten vor dir, das Aufheben meiner Hände wie das Abendopfer."

[36:26] Können Sie sehen, dass der gesamte Erlösungsplan, alles, was die Bibel zu sagen hat, dargestellt ist in genau sieben Symbolen. Das, was Theologen nicht in 35 Bänden zusammenfassen können und sich seit 2000 Jahren darüber streiten, kann Gott erkenntlich für jedes vierjährige Kind darstellen durch ein Zelt mit sieben Symbolen: Zwei Altäre, ein Leuchter, ein Tisch mit Broten, zehn Gebote. Es ist das Bild des Namens.

[37:04] Was ist der Name? Immanuel. Was ist der Name? Immanuel, Gott mit uns. Oder mehr persönlich ausgesprochen: Gott mit Ihnen. Gott mit mir. Dargestellt im Heiligtum.

[37:20] Da wir nun einen großen, hohen Priester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Wir haben nicht einen hohen Priester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in wie viel versucht worden ist? In dem meisten. In fast allem. Wisst ihr, was das bedeutet? Es gibt keine Versuchung zur Sünde, die Sie in Ihrem Leben bisher erlebt haben, die Jesus nicht erlebt hat. Haben Sie es gewusst?

[38:18] Vielleicht haben Sie von Jesus eine Vorstellung, dass er so heilig war, so abgehoben von der Welt, dass er über den Wüstensand geflogen ist und von all den Schwierigkeiten, die wir im Leben haben, nichts wusste. Jede Versuchung, die wir haben, war eine Versuchung, die er nicht erlebt hat. Er hat sie auch erlebt. Er war genauso versucht, sowohl von innen als auch von außen, in allen Dingen.

[38:50] Wissen Sie, was das bedeutet? Wenn Jesus genau das Gleiche erlebt hat wie ich, und da steht doch: "ohne Sünde." Wissen Sie, was das bedeutet? Er war in der gleichen Situation, hat nicht gesündigt. Wenn ich in der gleichen Situation bin, muss ich mit Jesu Kraft, wenn ich das verstehe, gar nicht sündigen. Ich bin dann kein Sklave der Sünde mehr. Und das ist eine der besten Nachrichten, die Sie jemals in Ihrem Leben bekommen können. Jesus war immer, in welcher Situation Sie sich auch befinden, er hat immer die gleiche Versuchung auch schon erlebt.

[39:24] So lasst uns nun mit Freimütigkeit hintreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen, Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe. Ist das nicht wunderbar? Es gibt zwei Dinge, die dieser Vers verspricht. Erstens, wenn Sie in Sünde gefallen sind, wenn Sie etwas Falsches gemacht haben, dann finden Sie was? Barmherzigkeit. Aber Sie finden nicht nur Barmherzigkeit, was finden Sie noch? Sie finden Gnade zu, zu was? Sie sind so beeindruckt, Sie sind schon sprachlos. Gnade finden zu was? Wann ist die rechtzeitige Hilfe? Oder wenn ich gerade versucht bin, rüberzutreten und mich nicht entscheiden kann. Wann ist die rechtzeitige Hilfe? Jetzt, oder? Ich bekomme Gnade, wenn ich hinübergetreten bin, dass ich zurückkommen darf. Aber ich bekomme so die Kraft, wenn ich versucht bin hinüberzutreten, dass Gott mir die Kraft gibt zu sagen: "Nein, ich bleibe lieber hier, wo ich bin." Beides verspricht Ihnen Gott, weil er beides erlebt hat, die gesamte Versuchung.

[40:24] Gibt es diesen großen Versöhnungstag auch? Dieses Schofarhorn-Gedröhne in der Neuzeit der männlichen Zeit? Wird es einen Zeitpunkt geben, wo Jesus nicht nur wie der Priester im irdischen Heiligtum diese Dienste tut, sondern einmal im Jahr direkt ins Allerheiligste geht und mit seinem Blut, das er erworben hat, das er für uns vergossen hat, direkt auf die Bundeslade des Heiligen Gottes das Blut hinauftun wird? Wird es einen Zeitpunkt geben?

[40:56] Um das herauszufinden, müssen wir wieder ein wenig Prophetie studieren. Vermissen Sie schon ein bisschen die Prophetie? Voilà. Bisher haben wir zwei Kapitel in Daniel studiert. Welche Kapitel waren das? Daniel 2 und 7. Ich muss hier ein bisschen wieder aufwecken. Was waren die Metalle in Daniel 2? Gold, Silber, Bronze und Eisen und Ton. Wofür standen die Reiche nochmal? Babylon, Mittelpersien, Griechenland, Rom und das Europa der Kirche und Staat. Was haben wir in Daniel 7 gefunden? Welches war das erste Tier? Der Löwe mit Adlerflügeln. Das zweite Tier? Der Bär mit drei Rippen. Welches waren die drei Rippen? Fast. Lydien, Babylonien und Ägypten. Nicht so schlimm. Schauen Sie sich mal die Aufnahmen an. Was war das dritte Tier? Der Panther. Wie viele Körper hatte der Panther? Vier. Und wie viele Flügel? Vier. Und was war das vierte Tier? Ein schreckliches Tier mit wie vielen Hörnern? Erst zehn und dann kam noch ein anderes, ein kleines Horn davor. Sie erinnern sich so langsam.

[42:30] "Im dritten Jahr der Regierung des Königs Belsatzer erschien mir Daniel ein Gesicht nach jenem, das mir im Anfang erschienen war. Und ich schaute in dem Gesicht, und es geschah, während ich schaute, da befand ich mich in der Residenz Susa, die in der Provinz Elam liegt, und ich schaute in dem Gesicht, und ich war am Fluss Ulay. Und ich hob meine Augen auf und schaute, und siehe, da stand vor dem Fluss ein Widder, der hatte zwei Hörner, und beide Hörner waren hoch, aber das eine war was? Höher als das andere, und das Höhere war zuletzt emporgewachsen."

[43:10] Und ich sah, wie der Widder gegen Westen, Norden und Süden schießt. Kurze Frage: Von woher kommt dann wohl der Widder? Aus Osten, ganz genau. Sehr gut beobachtet. Und kein Tier konnte vor ihm bestehen und niemand konnte aus seiner Gewalt erretten, sondern er tat, was er wollte und wurde groß. Während ich nun achtgab, siehe, da kam ein Ziegenbock von Westen her über die ganze Erde, ohne den Erdboden zu berühren. Wenn man herankommt, ohne den Erdboden zu berühren, wie nennt man das? Fliegen, ganz genau, das nennt man fliegen, nicht wahr? Er kam sozusagen angeflogen. Der Bock aber hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen.

[43:50] Und er kam zu dem Widder, der zwei Hörner hatte, den ich vor dem Fluss hatte stehen sehen, und lief wütend mit seiner ganzen Kraft gegen ihn an. Und ich sah, wie er nah an den Widder herankam und sich erbittert auf ihn warf und den Widder schlug und ihm seine beiden Hörner zerbrach. Und da der Widder nicht stark genug war, um ihn standzuhalten, warf er ihn zu Boden und zertrat ihn, und niemand rettete den Widder aus seiner Gewalt. Der Ziegenbock aber wurde über die Maßen groß. Als er aber am stärksten war, zerbrach das große Horn, und es wuchsen an dessen Stelle vier ansehnliche Hörner auf, nach den vier Himmelsrichtungen. Und aus einem von ihnen wuchs ein kleines Horn hervor.

[44:30] Kommen Ihnen einige Sachen schon bekannt vor? Haben Sie hier hin und wieder ein Déjà-vu? Ein kleines Horn hervor, das trat außerordentlich groß gegen den Süden und gegen den Osten und gegen das Herrliche Land. Kurze Frage: In der Bibel wissen Sie, was das Herrliche Land ist? Was ist das Herrliche Land? Das Land der Zierde, manchmal auch genannt. Wäre eine Idee, was könnte das Herrliche Land sein? Nicht Ihr Heimatland. Was ist das Herrliche Land? Das Herrliche Land ist das Heimatland der Israeliten. Es ist Israel, das Land, das Herrliche Land, das Land Kanaan, in dem Milch und Honig fließt, nach der Verheißung Gottes. Und es wagt sich bis an das Herr des Himmels heran und warf von dem Herr und von den Sternen etliche auf die Erde und zertrat sie. Kommt Ihnen diese Sprache bekannt vor? Sterne vom Himmel schmeißen. In der Prophetie.

[45:30] Dieses kleine Horn. Selbst bis an den obersten des Heeres wuchs er empor und er nahm ihm das regelmäßige Opfer weg und die Städte seines Heiligtums. Wessen Heiligtums? Des kleinen Horns? Wessen Heiligtums? Schauen Sie sich mal den Vers nochmal an. Wessen Heiligtums? Das Heiligtum von wem? Von dem obersten des Heeres.

[46:02] Als er sich gegen den Himmel orientiert, gegen den obersten des Heeres und die Städte seines Heiligtums wurde gestürzt. Und das Herr wurde dahin gegeben samt dem beständigen Opfer wegen des Frevels, und das Horn warf die was zu Boden? Die Wahrheit zu Boden, und sein Unternehmen gelang ihm. Ich hörte ein Heiligen reden, und ein anderer Heiliger fragte den Betreffenden, der redete: "Wie lange, merken Sie diesen Ausdruck, wie lange gilt dieses Gesicht, nämlich das von dem beständigen Opfer und dem verheerenden Frevel, das sowohl Heiligtum als auch Opferdienst zur Zertretung preisgegeben wird?" Er sprach zu mir: "Und lernen Sie diesen Satz auswendig: Bis zu Abenden und Morgen." Ganz genau. Bis zu 2300 Abenden und Morgen, dann wird das Heiligtum was?

[46:56] Dieses Wort ist ein sehr interessantes Wort. Wir machen ja keinen Hebräisch-Kurs hier, ich sage Ihnen nur so viel, es kann auch gereinigt bedeuten oder wiederhergestellt, ein Reinigungsprozess. Nun, wer von Ihnen hat alles verstanden? Darf ich Ihre Hände sehen? Ah, ich meine schon die Auslegung davon, nicht den deutschen Text. Wer von Ihnen weiß alles, worum es hier geht?

[47:24] Es geschah aber, als ich, Daniel, Daniel ging es noch nicht so, das Gesicht sah und es zu verstehen suchte, siehe, da stand einer vor mir, der aussah wie ein Mann. Wollen Sie das Gesicht verstehen? Hätten Sie Interesse zu verstehen, um was es sich bei diesem 2300 Abenden und Morgen, diesem Widder und so weiter, diesem Ziegenbock, handelt? Ich hörte über dem Ulay eine Menschenstimme, die rief und sprach: "Gabriel, erkläre diesem das Gesicht." Mit anderen Worten, die nächsten Verse werden uns jetzt erklären, um was es geht. Da kam man in den Ort, wo ich stand. Als er aber kam, erschrak ich so sehr, dass ich auf mein Angesicht fiel. Und er sprach zu mir: "Du sollst wissen, Menschensohn, dass das Gesicht sich auf die was bezieht? Auf die Zeit des Endes."

[48:06] Wer von Ihnen sehr aufmerksam war, der hat jetzt ein Déjà-vu. Wann hatten wir schon einmal eine Prophezeiung, die sich auf die Zeit des Endes bezieht? Wo hatten wir das schon mal? Ganz genau, in Daniel 2. Können Sie sich erinnern, dass Daniel 2, die Statue, dass Daniel explizit gesagt hatte, diese Prophezeiung geht auf fernliegende Tage, auf das Ende der Zeit. Und wir hatten in der Erfüllung gesehen, dass es sich tatsächlich in unserer Zeit erfüllt. Es bezieht sich auf die Zeit des Endes.

[48:38] Als er mit mir redete, sank ich ohnmächtig zur Erde auf mein Angesicht. Er berührte mich an und richtete mich wieder auf an meinen Standort. Und er sprach: "Siehe, ich will dir verkünden, was in der letzten Zeit des Zornes geschehen wird, denn es bezieht sich auf die was? Auf die Zeit des Endes? Ja oder nein? Auf die bestimmte Zeit des Endes."

[49:02] Was ist der Unterschied zwischen der Zeit des Endes und der bestimmten Zeit des Endes? Können wir sagen, was der Unterschied ist, der logische Unterschied zwischen der Aussage: "Es bezieht sich auf die Zeit des Endes" und auf die "bestimmte Zeit des Endes"? Was ist der Unterschied? Beides hat ein Ende. Beides geht ans Ende. Können Sie sehen, dass in diesem Fall die Zeit des Endes vorher festgelegt wird. Es ist eine bestimmte Zeit, eine Zeit, die festgelegt, die bestimmt worden ist, wo das Ende dann sein soll. Oder die Zeit des Endes anfangen soll, vielmehr gesagt.

[49:44] Hatten wir in Daniel 2 irgendwelche Zeitangaben, wann das alles losgehen sollte im Text selbst? Wir hatten nur Metalle, nicht wahr? Gold, Silber, Bronze, Eisen, Eisen und Ton. Und durch die Reihenfolge der Reiche konnten wir das einordnen. Aber hier soll es eine bestimmte Zeit geben.

[50:00] Also versuchen wir diese kleinen Rätsel in den letzten 13 Minuten zu lösen. Und ich hob meine Augen auf und schaute, und siehe, da stand vor dem Fluss ein Widder, der hatte zwei Hörner, und beide Hörner waren hoch, aber das eine war höher als das andere und das höhere war zuletzt emporgewachsen. Woher kommt dir das bekannt vor, dass zwei Hörner sind und eins höher als das andere? Der Bär! Ganz genau, der Bär. Was war bei dem Bär nochmal? Was war das Besondere an dem Bär? Können Sie sich erinnern?

[50:32] Ganz genau, er war auf eine Seite aufgerichtet. Warum? Was war der Bär nochmal? Der Bär stand für Medo-Persien. Können Sie sich erinnern, dass das eine Koalition war zwischen einer kleinen Macht und einer großen Macht, so wie die FDP mit der CDU momentan koaliert? Aber hier steht noch etwas, was in Daniel Sieben nicht stand, nämlich, dass das höhere war zuletzt emporgewachsen. Da muss ich jetzt ein anderes Beispiel aus der Politik nehmen. Und wenn Sie hier aus Baden-Württemberg sind, verstehen Sie das. Wer regiert momentan Baden-Württemberg? Wir haben eine grün-rote Regierung. Welche ist die Stärke? Die Grünen. Aber welche ist jünger? Oder welche ist die ältere? Welche war früher bedeutsamer? Die Roten. Das ist genau das gleiche Prinzip. Früher war die SPD groß und die Grünen klein. Und jetzt sind die Grünen emporgewachsen. Jetzt sind die Grünen die Führer und die SPD geht hinterher. Ich bin sehr unpolitisch, also bitte nehmen Sie meine Aussagen nicht politisch. Aber es hilft mir zu illustrieren, denn die Meder waren früher ein großes Königreich. Die Perser dackelten so hinterher. Aber als dann Medo-Persien zu einer Weltmacht wurde, da waren es plötzlich die Perser, die nicht mehr stimmen, aber zumindest mehr Geld und mehr Soldaten hatten. Und die Meder hatten sich drangehängt. Okay? So können Sie sich das vorstellen.

[51:48] Ich sah, wie der Widder gegen Westen, Norden und Süden stieß, und Sie haben bereits richtig gesagt, deswegen muss er aus Osten kommen. Und Persien liegt nun mal, auch von Israel aus gesehen, ganz genau im Osten. Und niemand konnte aus seiner Gewalt erretten, sondern er tat, was er wollte und wurde groß.

[52:04] Aber selbst mit all diesen Hinweisen gibt uns die Bibel noch einen viel deutlichen. Sie sagt es nämlich explizit. Haben Sie es gewusst? Alles, was wir bisher gemacht haben in Daniel 2 und 7, war ja nichts weiter. Wir haben die Bibel studiert und die Geschichte nebeneinander gelegt und gesehen, es passt. Aber hier steht es wortwörtlich: "Der Widder mit den beiden Hörnern, den du gesehen hast, das sind die Könige der Meder und Perser." Und wie gesagt, das war lange geschrieben, bevor die Meder und Perser an die Macht kamen. Da haben wir die Meder und Perser noch einmal in den Symbolen von Daniel 2 und 7.

[52:34] Während ich nun acht gab, siehe, da kam ein Ziegenbock von Westen her über die ganze Erde, ohne den Erdboden zu berühren. Der Bock aber hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen. Jetzt, wenn schon der Widder Medo-Persien ist, dann können wir schon schlussfolgern, wer wahrscheinlich der Ziegenbock ist, oder? Und wo kommt er von? Westen. Wer müsste der Ziegenbock sein nach der Reihenfolge? Griechenland. Wo die Griechenland gesehen aus von Israel. Das ist immer der Fokuspunkt in der Prophetie. Von Westen. Er kommt mit sozusagen fliegender Geschwindigkeit. Mit welchem Symbol war er noch einmal in Daniel 7 verglichen? Die Griechen? Mit welchem Tier? Mit dem Leopard, dem Panther, dem schnellsten Tier mit den Flügeln. Ja, können Sie es sehen?

[53:22] Der Bock aber hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen. Einhorn. Die Bibel erklärt uns explizit, was es ist: "Der zottige Ziegenbock aber ist der König von Griechenland." Wissen Sie, was es ist? Das ist 300 Jahre vorgeschrieben. Das ist so, als wenn ich Ihnen sage, dass in 300 Jahren die Schweiz Weltmacht ist. Oder San Marino. Denn als Daniel diese Prophezeiung aufschrieb, da war Griechenland nicht viel mehr als eine Reihe von Fischerdörfern irgendwo in der Ägäis. 600 vor Christus. Ich hoffe, ich habe unsere griechischen Gäste nicht... Vielleicht wissen Sie mehr über griechische Geschichte, aber soweit ich weiß, war 600 vor Christus die Griechen noch nicht so bedeutsam auf der Landkarte. Das ging jetzt viel später los, so ab 400, 500, 400.

[54:10] Das große Horn zwischen seinen beiden Augen, das ist der was? Der erste König. Und wie hieß der erste König? Sie wissen ja, Griechenland bestand eigentlich aus vielen, vielen Stadtstaaten. Ein Stadtstaat hieß Polis, nicht wahr? Hatten eine Geschichte, Athen und Sparta und Korinth und wie sie alle hießen. Sie hatten eigentlich keine Königreiche, aber unter Philipp II. hatte sich ein Bund geschlossen und dann sagen uns die Geschichtsbücher, gab es einen, den Sohn von Philipp II., der der erste König von Griechenland war und der hieß wie? Alexander der... Wie war das Horn nochmal? Das war ein großes, wesentliches Horn. Alexander der Große.

[54:54] Hier haben Sie einmal, noch einmal, das haben wir bei Daniel Sieben schon gesehen, den Marsch der Griechen. Wissen Sie, mit wie viel, das habe ich Ihnen damals nicht erzählt, mit wie vielen Mann die damals losmarschiert sind? 40.000. Das sind ungefähr so viele, wie hier ins Fußballstadion passen. Stellen Sie sich vor, einmal eine Ladung Fußballfans, 40.000 Stück, stecken Sie, nehmen Sie die roten Trikots raus, stecken Sie in bronzene Kupferpanzer und versuchen Sie mit dieser Einladung Fußballfans in acht Jahren dieses Gebiet zu erobern. Einschließlich mehrerer bedeutsamer Schlachten, hier am Granikos und hier bei Issos und an vielen anderen Stellen. Siebenmonatige Belagerungen von Tyros und so weiter.

[55:40] Und ich wollte Ihnen eine Geschichte noch erzählen. Der Josephus erzählt uns folgende Begebenheit. Alexander ist mit seiner Armee auf dem Weg durch Asien und er nimmt eine Stadt nach der anderen ein und plündert sie. Und er kommt nach Jerusalem. Und als er nach Jerusalem kommt, da haben die Priester in Jerusalem einen Trumpf in der Hand. Einen Trumpf, den keine andere Stadt im ganzen Nahen Osten hat. Wissen Sie was? Eine Schriftrolle mit Daniel 8. Und wahrscheinlich mit einer weißen Fahne. Ich bin nicht dabei gewesen. Aber auf jeden Fall mit dieser Schriftrolle hinaus sind sie gegangen, aus den Toren und haben mit einer Delegation das anrückende Heer der Griechen begrüßt und gesagt: "Hallo? Moment mal. Wir wussten, dass ihr kommt, und wir wussten sogar, Alexander, dass du kommst. Denn hier in unseren Schriften, nachweislich 300 Jahre vor unserer Zeit geschrieben, das konnte man damals noch sehen an dem Aramäisch, an der Autografie. Das wissen wir heute auch wieder. Vor 300 Jahren stand schon, dass Griechenland die Welt erobern wird und dass ein großer König es sein wird."

[56:50] Und die Anekdote geht so, dass Alexander der Große natürlich mächtig beeindruckt war, dass er einer der wenigen Menschen ist, die in diesen heiligen Büchern direkt vorhergesagt worden sind, und er hat dann Jerusalem verschont. Ist dann weitergezogen, hat Gaza umzingelt und hat sich dann in Gipfel zum Pharao krönen lassen, übrigens. Habe ich Ihnen erzählt, wie er gestorben ist? Habe ich Ihnen erzählt, oder? Habe ich es nicht erzählt?

[57:14] Er hat in 8 Jahren die ganze Welt erobert. Was habe ich gemacht? Ich brauche mal ganz kurz die Technik. Verzeihung, ich habe mich verdrückt. Wir sind dankbar, dass wir Technik haben, nicht wahr? Alles klar, Verzeihung.

[57:42] Er hat in 8 Jahren die ganze Welt erobert, ist bis zum Indus vorgestoßen, hat dann nichts mehr zu erobern gehabt und hat sich dann, er war noch am Ende seiner 20er, als er angefangen hat, die Welt zu erobern, war er 20 Jahre alt. Wusste nicht mehr, was er tun sollte, wurde immer grauer in seinen Sitten und hat dann, es gibt verschiedene Anekdoten, aber das ist die meisterzählte, den Herkulesbecher genommen, ein Becher, der ungefähr 9 Liter gefasst hat, hat ihn mit Wein gefüllt und hat es in sich reingeschüttet. Literweise Wein getrunken, er hat Fieber bekommen und ist gestorben. Die Bibel sagt: "Was nützt es dem Menschen, wenn er die Welt gewinne und Schaden nimmt an seiner Seele." Alexander der Große.

[58:36] "Der Ziegenbock aber wurde über die Maßen groß, als er aber am stärksten war, zerbrach das große Horn, und es wuchsen an dessen Stelle vier ansehnliche Hörner auf nach den vier Himmelsrichtungen hin." Was ist passiert nach seinem Tod? Als er so früh starb, er hatte gerade eine persische Prinzessin geheiratet, Roxane, die war gerade schwanger, es gab noch keinen Nachfolger, der einzige mögliche Thronnachfolger war sein Bruder Philipp III., der war mental allerdings ungeeignet, ein ziemlicher Schwächling, so berichten zumindest die Historiker, und so kam, was kommen musste, die Generäle fingen an, das Gebiet unter sich aufzuteilen. Und es gab mehrere, und sie fingen an auch Bürgerkrieg dann, und nach 20 Jahren und nachdem man auch noch seine Ehefrau Roxane und sein neugeborenes Sohn, das Kind dann von ihm, getötet hatte und noch seinen Bruder, haben sich dann vier Generäle das Reich aufgeteilt. Sie haben hier Cassander mit diesem Abschnitt, Lysimachus mit diesem Abschnitt, dann Ptolemäus, vor allem Ägypten und ein bisschen Kleinasien, und Seleukos, der hat so den Löwenanteil bekommen. Das ist hier kein Fünfter, sondern das gehörte damals nicht zu Griechenland, wie Sie auf der Karte sehen können. Vier Reiche, genau so, wie es die Bibel vorhergesagt hatte, die sogenannten Diadochen.

[59:50] Und dann heißt es: "Und aus einem von ihnen wuchs ein kleines Horn hervor, das tat außerordentlich groß, gegen den Süden und gegen den Osten und gegen das herrliche Land." Welches Reich kam nach Griechenland, kam mit außerordentlicher Macht? Es war Rom. Es nahm sogar das herrliche Land ein, Israel, und es wagte sich bis an das Herr des Himmels heran und warf von dem Herr und von den Sternen etliche auf die Erde und zertrat sie. Ja, bis zum Fürsten des Heeres erhob es sich, und es nahm ihm das beständige weg und seine heilige Wohnung.

[1:00:26] Erst haben sie gesehen, wie Rom horizontal angreift, nach Norden und nach Süden, das herrliche Land. Hier sehen Sie, wie es vertikal, wie es sich an den Himmel wagt. Warum? Weil Rom zwei Phasen hatte. Das haben wir schon gesehen in Daniel 2. Wir hatten das Eisen, und dann hatten wir das Eisen vermischt mit Ton. Wir hatten das schreckliche Tier, und dann hatten wir das schreckliche Tier gemeinsam mit dem kleinen Horn. Es ist ja aufgefallen, dass das kleine Horn nicht alleine existiert. Es war immer noch ein Tier. Das heißt, hier wird in Daniel 8 diese beiden Phasen unter einem Horn dargestellt, aber immer noch sind es diese beiden Phasen.

[1:01:06] Vers 12 sagt uns: "Das Heer wurde dahingegeben samt dem beständigen Opfer wegen des Frevels, und das Horn warf die was zu Boden? Die Wahrheit zu Boden." Und spätestens hier sind sie angekommen, beim kleinen Horn aus Daniel 7. Beim mittelalterlichen Kirchenstaat, wo wir es angedeutet hatten.

[1:01:22] "Selbst bis an den obersten des Heeres wuchs er empor, und er nahm ihm das regelmäßige Opfer weg, und die was? Die Städte seines Heiligtums." Ich habe mich gefragt, was bedeutet die Städte seines Heiligtums? Wir sind jetzt in neutestamentlicher Zeit, nicht wahr? Babylon, Medupersion, Griechenland war Altes Testament, aber Rom ist dann vor allem Neutestament, und dann dieses kleine Horn, diese kleine Horn macht dann sicherlich Neutestament. Und wo ist das Heiligtum im Neutestament, nachdem Jesus verstanden ist? Es ist im Himmel, haben wir gesehen. Jetzt, wie kann man den Himmel angreifen? Können wir es erklären? Man kann ja viel versuchen, nicht wahr? Aber wie konnte es der mittelalterliche Kirchenstaat schaffen, den Himmel anzugreifen? Es gab damals keine Raketen, und selbst die hätten es nicht gebracht.

[1:02:04] Psalm 97, Vers 2 sagt uns: "Gewölk und Dunkel sind um ihn her, Gerechtigkeit und Recht sind die was? Die Grundfeste seines Thrones." Und im Hebräischen steht hier in Psalm 97 genau das gleiche Wort wie hier: Städte. Also, was ist die Städte seines Thrones, die Grundfeste? Es ist Gerechtigkeit und Recht. Jetzt, wenn man versucht, die Städte, die Grundfeste zu stürzen, was muss man stürzen? Gerechtigkeit und Recht, Gesetz. Und genau das wird gesagt vom kleinen Horn. Wir haben das am Samstagabend gesehen, es versucht Zeiten und Gesetz zu ändern. Und wir haben das gelesen, ich lese Ihnen das nicht nochmal vor, Sie kennen es aus 1. Thessalonicher 2, Vers 3 bis 4, wir haben von dem Abfall gesprochen. Erinnern Sie sich von der Christenheit, die im Mittelalter über Jahrhunderte hinweg die Bibel verfolgt hat, und noch heute daran schuld ist, dass so viele Menschen schlechte Erfahrungen haben mit dem Christentum? Weil sie immer denken, was die Christenheit damals getan hat, entspricht der Bibel?

[1:03:14] Lesen Sie noch einmal hier in Daniel 8: "Ja, bis zum Fürsten des Heeres erhob es sich, und es nahm ihm das beständige Opfer weg, und seine heilige Wohnung wurde verwüstet." Nicht nur, dass diese kleines Hornmacht versucht hat, das Gesetz zu ändern und viele andere Dinge, sondern sie kämpft auch direkt gegen das Heiligtum.

[1:03:38] Haben Sie sich jemals gefragt, warum Sie so selten etwas von dem Heiligtum gehört haben? Ich kann mir gut vorstellen, wenn Sie, egal ob Sie kein Christ sind, oder auch Christ sind, in welcher Kirche auch immer, egal von wo Sie auch zuschauen, dass Sie wahrscheinlich in Ihrem ganzen Leben noch nie das gehört haben, was Sie heute am Anfang gehört haben über das Heiligtum. Es liegt nicht daran, weil niemand Ihnen das beibringen möchte, sondern weil das kleine Horn sehr erfolgreich darin gewesen ist, dieses System des Heiligtums aus dem Bewusstsein nicht nur der Welt, sondern auch des Christentums zu entfernen.

[1:04:14] Die Bibel sagt: "Gott, dein Weg ist im Heiligtum." Die Bibel sagt auch, dass es eine wahrhaftige Stiftshütte gibt im Himmel, ein himmlisches Heiligtum. Wer ist unser himmlischer Priester? Jesus. Wenn wir zu Jesus kommen können, brauchen wir da noch einen Menschen? Und hier ist genau der Punkt, wo das kleine Horn gegen das Heiligtum geschossen hat. Der Priester hat die Macht, der Schlüssel, oder Macht zur Befreiung des Sünders aus der Hölle, um ihn würdig für das Paradies zu machen, und Gott selbst ist verpflichtet, dem Urteil der Priester zu folgen. In anderen Worten, dieses kleine Horn stellt sich bei ihrem Versuch, zu Gott zu kommen, mitten in den Weg und sagt: "Erst über mich. Du beichtest erst alle deine Sünden mir, und dann werde ich sehen, was ich für dich bei Gott tun kann."

[1:05:14] Meine lieben Freunde, niemals sollten Sie es zulassen, dass sich irgendein Mensch in den Weg stellt zwischen Ihnen und Gott. Es gibt nur einen Menschen, der die Verbindung zwischen Gott und mir ist, und das ist wer? Immanuel. Gott mit Ihnen und mir, mit uns. Die Bibel sagt: "Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch, Christus Jesus."

[1:05:48] Übrigens, nur ein ganz kleiner Nebengedanke. Wissen Sie, dass im Mittelalter eine Gottesdienstform entstanden ist, die fast identisch ist mit dem Heiligtum? Wo man runde Brote austeilt, sogenannte Oblaten, wo es viele Kerzen gibt, viel Weihrauch, so Taufbecken in Form eines Waschbeckens, wo es immer ein Altar gibt, keine zehn Gebote, und wo behauptet wird, dass so wie im alten Israel jeden Tag Opfer geschlachtet wurden, jedes Mal in der Messe Jesus erneut tatsächlich, buchstäblich getötet wird. Wissen Sie, was das bedeutet?

[1:06:42] Ich möchte Ihnen das so illustrieren. Nehmen Sie mal an, ich lade Sie zu Freitag zum Vortrag ein, das tue ich übrigens. Und unsere beiden Techniker müssen jetzt herhalten, planen für diesen Freitag, 19 Uhr, wo der Vortrag stattfinden soll, ein großes Grillfest unten im Garten und laden Sie alle ein. Können Sie sich vorstellen, dass das eine direkte Attacke an mich wäre, ohne dass Sie auch nur diesen Raum betreten müssen? Sehen Sie, dass das eine Attacke wäre? Das kleine Horn kann das himmlische Heiligtum attackieren, ohne es auch nur betreten zu müssen, indem es einfach alle Menschen woanders hin einlädt. Zu einem anderen Priester, zu einem anderen Brot, zu einer anderen Kerze, zu einem anderen Jesus, der hier immer wieder neu getötet wird. Statt der eine, der einmal gestorben ist, wie die Bibel sagt, und für immer lebendig ist.

[1:07:46] Es sieht fast täuschend ähnlich aus. Und es ist sehr, sehr effektiv gewesen, dass die meisten Menschen, sowohl Christen als auch Nichtchristen, gar nicht wissen, dass es ein himmlisches Heiligtum gibt. Wenn sie überhaupt an Jesus glauben, dann nur, dass Jesus für sie gestorben ist und jetzt irgendwie im Himmel ist und nicht weiß, wann er wiederkommt. Aber dass es ein Werk zu tun hat, das nach einem bestimmten Zeitplan geordnet ist, das wissen die wenigsten.

[1:08:12] Kommen wir zum Schluss. Wir haben die Möglichkeit. So lasst uns nun mit Freimütigkeit hintreten zum Thron der Gnade, egal wie viel Grillfest es am Freitag geben soll, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.

[1:08:26] Sie werden es nicht bereuen. Ich hörte einen Heiligen reden und ein anderer Heiliger fragte den Betreffenden, der redete, wie lange, das ist die letzte Frage, die uns heute noch bleibt, bis wann gilt dieses Gesicht? Wann ist das alles zu Ende? Wann beginnt dieser letzte Abschnitt? Wann beginnt die Zeit des Endes? Dieser große Versöhnungstag, der alles zum Abschluss bringt, ist der Tag, an dem das Heiligtum gerechtfertigt wird. Er sagt zu mir: Bis zu 2300 Abend und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden.

[1:09:00] Wenn das Heiligtum gerechtfertigt wurde im alten Israel, dann wurde es gereinigt. Der Priester ging mit dem Blut, wie wir gesehen haben, ins Allerheiligste, nahm das Blut, tat es auf die Bundeslade und dann war damit das Heiligtum gereinigt. Die Bedeutung war, dass damit alle Sünden ausgetilgt wurden. Warum? Wenn ich auf dem Lamm gelegt habe, wo war dann meine Sünde? Auf dem Lamm. Wenn jetzt das Blut des Lammes in das Heiligtum gebracht wurde, wo war jetzt die Sünde? Im Heiligtum. Wenn wir unsere Sünden Jesus übergeben, wo sind dann unsere Sünden? Im Himmel. Haben Sie es gewusst, dass all unsere Sünden in den Himmel gehen? Aber wenn Sie mal an all Ihre Sünden denken, die Sie so getan haben und die Sünden werden immer noch? Würden Sie sich freuen, wenn das alles noch gereinigt wird? Sauber gemacht wird? Dann werden wir am Samstag noch mehr darüber hören.

[1:10:00] Tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden. Das konnte man schon immer tun, seit Jesus gestorben war, Buße und Bekehrung. Aber das Austilgen soll geschehen nach 2300 Abend und Morgen, nach dem Sende, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus. Wann kommt Jesus wieder? Wenn die Sünden ausgetilgt sind. Und wann beginnt das Austilgen der Sünden? Nach 2300 Abend und Morgen.

[1:10:30] Einen ganz kurzen Abgleich zum Ende dieses Abends. Das haben wir alles gesehen: Gold, Silber, Bronze, Eisen, Eisen und Ton. Löwe, Bär, Leopard, Tier, kleines Horn. Babylon spielt hier keine Rolle, Daniel 8 mehr, weil es schon fast am Verschwinden war. Aber wir haben alles gesehen. Hier haben wir gesehen, die Reinigung des Heiligtums. Wann beginnt das? Und was ist die Parallele in Daniel 7? Wir wissen, alles führt zur Wiederkunft. Sehen Sie, wie die einzelnen Folien auf dem Obert Projekt immer mehr Details ergeben? Wie lange? Das war die Frage. Wann geht das los?

[1:11:10] Was sind Abend und Morgen? Wenn Sie Abend und Morgen haben, was haben Sie dann? Einen Tag. Das heißt, es sind 2300 Tage. Als biblische Studenten brauchen wir ein mathematisches Prinzip, nämlich einen Tag für ein Jahr. Das können Sie alle umrechnen. Das heißt, 2300 Tage sind wie viel? 2300 Jahre.

[1:11:36] Letzte Frage für heute: Ab wann? Wäre es nicht wichtig zu wissen, ab wann die beginnen? Denn wenn wir wissen, ab wann diese beginnen, dann wissen wir auch, wann sie zu Ende sind. Und wenn sie zu Ende sind, wissen wir, wann die Reinigung des Heiligtums beginnt. Wollen Sie wissen, wann diese 2300 Jahre begannen? Wer möchte es wissen? Dann kommen Sie am Freitag. Dort werden wir das nächste Thema haben. Es heißt Countdown der Zeitalter. Wissen Sie, warum ich Ihnen das heute nicht sage? Weil auch Daniel es nicht gesagt bekam in Daniel 8. Der Engel sagt Ihnen nur: Das Gesicht von den Abend und Morgen ist, das ist wahr. Und du sollst das Gesicht verwahren, denn es bezieht sich auf fernliegende Tage. Daniel hat mehrere Jahre lang gewartet. Sie müssen nur drei Tage warten. Ist das nicht fair von mir?

[1:12:32] Ich möchte Sie noch einmal einladen, um nachzudenken, ob Sie diesen wunderbaren Plan, Gott mit uns, das Bild des Namens unseres Erlösers, nicht auch in Ihr persönliches Leben annehmen wollen. Dass wann immer Sie sich gedrängt fühlen, Jesus zu finden, näher, noch näher, wollen Sie auch nicht wieder ein kleines Stück näher zu Gott? Egal, wo Sie stehen, dieses Heiligtum wurde für Sie gemacht. Es ist Gott mit Ihnen. Und ich wünsche mir, dass wir gemeinsam das erleben, dass wann immer wir verschmachtet und verdurstet im Alltag uns sehnen und fragen: Wo bist du, Gott? Dass wir einen kleinen Moment innehalten und uns erinnern: Ja, im Heiligtum. Die Bibel, das Gebet und das anderen weitergeben. Das sind die ganz einfachen Prinzipien des Heiligtums. Wollen Sie nicht auch noch ein klein wenig näher zu Gott kommen, noch einen nächsten Schritt gehen? Wenn das Ihr Wunsch ist, darf ich Ihre Hand sehen. Gott segne Sie.

[1:13:44] Lassen Sie uns gemeinsam noch ein Gebet sprechen. Vielleicht stehen wir dazu auf. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danken für dieses wunderbare Wort, das wir studieren konnten, für diesen wunderbaren Plan, weil es so einfach ist, dass jedes Kind ihn verstehen kann und so tief, dass man nach 80 Jahren Bibelstudium immer noch Neues entdeckt. Nur du bist in der Lage, so etwas zu kreieren und wir danken dir, dass wir dadurch einen Schlüssel haben, der die ganze Bibel aufschließt. Mit diesem Schlüssel des Heiligtums können wir sowohl die einfachen als auch die schweren Passagen erklären. Wir können andere Menschen zu dir führen, aber vor allem können wir selbst Trost und Hoffnung finden, wenn es uns nicht gut geht, wenn es uns geht wie dem David, der sagt: Meine Seele sucht dich und verschmachtet. Hab Dank, dass wir dich suchen dürfen. Hab Dank, dass wir direkt zu dir kommen können, dass wir nicht erst zu einem Menschen gehen müssen mit unseren Sorgen, sondern dass wir direkt zu dir beten können, dass wir mit dem, was wir haben, direkt zum Gnadenthron kommen können, und zwar mit Freimut. Das ist nicht zögerlich, sondern mit voller Gewissheit, dass du uns hörst. Und dass du diesen Weg für uns geebnet hast, Herr Jesus. Amen.


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