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David Phan teilt seine persönliche Reise und seine tiefgreifenden Erfahrungen mit Gott. Er berichtet von einer schwierigen Kindheit, geprägt von Ablehnung und Selbstzweifeln, und wie er durch Glauben und Gebet einen Weg aus der Verzweiflung fand. Das Video beleuchtet die transformative Kraft Gottes, der selbst aus einem vermeintlich hoffnungslosen Leben Großes bewirken kann.

David Phan teilt seine persönliche Reise und seine tiefgreifende Erfahrung mit Gott. Er erzählt von seiner schwierigen Kindheit, geprägt von Einsamkeit und Misserfolgen, und wie er durch Glauben und Gebet transformiert wurde. Das Video beleuchtet die Kraft der Gnade Gottes, die selbst aus einem „hoffnungslosen Kind“ etwas Neues schaffen kann, und ermutigt die Zuhörer, Gott in jedem Lebensbereich zu erleben und sich auf ihn zu verlassen.


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Serie: Erlebe Ihn

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Transkript

[0:00] Einen wunderschönen guten Abend euch allen. Ich bin schon öfter bei ihm gewesen und bei einem Camp-Meeting haben wir mal gesprochen, bevor es zur Predigt ging. Dann habe ich ihn gefragt, wenige Minuten bevor er dann sprechen sollte: "Bist du nervös?" Und er hat mich angeschaut. Ich habe ihm gesagt: "Wenn du nicht nervös bist, gibt es ein Problem." Als wir gerade aus dem Haus gekommen sind, habe ich ihn angeschaut und gefragt: "Bist du bereit?" Und er hat gesagt: "Ich bin ein bisschen nervös." Also, das ist ein gutes Zeichen.

[1:25] Vor 40 Jahren habe ich zum ersten Mal etwas von Deutschland gehört. Als ich acht Jahre alt war, ist mein Bruder hierher gekommen. Ich habe neun Brüder. Mein dritter Bruder kam hierher, als ich acht Jahre alt war. Er hat gehört, dass man in Deutschland frei studieren kann. Also kam er hierher, um zu studieren, und er hat eine deutsche Frau geheiratet. Ich habe also vier halb deutsche, halb malaysische Neffen. Die leben alle hier in Deutschland. Und ich habe eine ältere Schwester, ihre Tochter. Also die Tochter meiner älteren Schwester hat auch einen Deutschen geheiratet. Ronny war bei uns auch eine Zeit lang in unserem Missionswerk. Und Jenny war hier bei mir.

[2:36] Ich habe immer mir gewünscht, dass ich Christoph mal einlade. Aber ich habe mir das für den besten Moment aufgespart. Und vor einiger Zeit hat er mich mal gefragt: "Ja, wann lädst du mich dann ein?" Also haben wir versucht, das möglich zu machen. Aber es ist nicht das erste Mal. Vor einem Monat war ich gerade in Deutschland. Jemand hat mir und meiner Frau die Möglichkeit gegeben, dass wir eine Reformationstour machen konnten. Also haben wir da eine ganze Woche dieser Reformationstour in Deutschland verbracht. Das war total toll. Jetzt bin ich endlich mal hier in dieser Gemeinde. Er hat mir schon erzählt, wer schon mal hier bei diesen Erweckungswochenenden gepredigt hat. Und als ich gehört habe, welche Sprecher schon alle hier mal gewesen sind, habe ich gesagt: "Oh, da habe ich ein Problem. Er hat schon den ganzen besten Sprecher hier gehabt." Und ich habe gesagt: "Oh, ich hoffe, dass ihr jetzt nicht enttäuscht sein werdet." Aber ich danke Gott, dass ich jetzt diese Möglichkeit habe, mit euch etwas zu teilen. Ich bin kein Theologe, ich bin kein Prediger. Ich erzähle einfach meine Erfahrung mit Gott.

[4:27] Bevor wir anfangen, lass uns kurz beten. Unser Vater im Himmel, ich bin so dankbar, dass wir hier zusammen sein können und über dich reden können. Hilf uns, dass wir dich besser kennenlernen. Ich bitte, dass du gegenwärtig bist und gib uns Kraft und Vollmacht. Wir beten im Namen Jesu. Amen.

[4:52] Wenn ihr eure Bibel dabei habt, schaut mal mit mir zu 1. Könige. 1. Könige, Kapitel 3. Es ist eine Geschichte über den König Salomon. Die Bibel sagt uns in Vers 5: 1. Könige, Kapitel 3, Vers 5 sagt: "Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll."

[5:49] Es sind wunderbare Dinge, die hier dem Salomon passieren. Wenn heute Abend Gott hier erscheinen würde und dir in der Nacht sagen würde: "Was möchtest du?", was würdest du fragen? Also, ich war jetzt nicht besonders, wie soll man sagen, ich habe mich nicht so sehr für hohe Literatur interessiert. Ich habe mehr so Comics gelesen. Ich habe mir immer so unreale Dinge vorgestellt. Ich habe immer diese Superhelden geliebt. Wenn ich mir heute anschaue, was in den Comics und den Filmen so gezeigt wird, ist es noch weitaus mehr als das, was vor 40 Jahren war. Damals gab es noch ganz wenig Helden. Superman, ich weiß nicht, ob es Spiderman damals gab, aber naja.

[7:11] In meinen Träumen habe ich mir vorgestellt, dass ich so ein Held bin. Ich habe vielleicht schon von diesem arabischen Märchen gehört, wo so ein Dschinn in so einer, wie sagt man, in einer Öllampe, danke, in einer Öllampe gewesen ist und dann herauskommt. Ölflasche, Flaschengeist, ja genau. Und da kommt so ein Geist heraus. "Meister, was willst du haben?" Und was immer man dann sagt, das wird erscheinen. Ich habe mir immer vorgestellt, wenn ich sowas finden würde, was würde ich fragen? Und als ich Christ wurde und das hier gelesen habe, was? Und Gott fragt den Salomon: "Was willst du haben?" Ich habe gedacht: "Mann, ist das wahr?"

[8:38] Immer wenn ich mir in meiner Vorstellungskraft diese Träume vorgestellt habe und herauskam dann, dann war ich sehr traurig, weil es ja nie real war. Und wenn ich die Bibel las, da waren so viele übernatürlichen Geschichten, wie Moses das Rote Meer geöffnet hat, wie Moses den Stab hingeworfen hat und es wurde eine Schlange. Und all diese sogenannten verrückten Geschichten in der Bibel. Erst war ich ein bisschen zurückhaltend. Ich habe gedacht, das ist nur Einbildungskraft, also Einbildung. Aber es ist wahr, es ist real.

[9:30] Als ich das gelesen habe, habe ich gesagt: "Gott, ich bin nicht Salomon. Wirst du mich fragen, was ich möchte? Ich bin David Phan." Also, das ist mein wahrer Name. Ich habe gesagt: "Gott, ich wünschte, ich wäre Salomon. Willst du mir in der Nacht erscheinen und mir sagen, was willst du haben?" Wisst ihr was? Als Jesus auf der Erde war, hat er den Menschen gesagt: "Bittet, und es wird euch gegeben werden. Sucht, und ihr werdet es finden. Klopft an, und es wird euch geöffnet." Das ist ja noch verrückter. "Bittet, und es wird dir gegeben. Sucht, und du wirst es finden. Klopft an, und es wird dir aufgetan. Was du immer bittest, das werde ich dir geben." Ich habe gesagt: "Das ist zu viel."

[10:40] Als ich 16 wurde, bin ich getauft worden. Also, ich bin schon ein bisschen Christ. Ich bin jetzt 48. Ich habe irgendwann mal über die letzten, so mehr als 30 Jahre zurückgeschaut und mich gefragt: "Was habe ich eigentlich alles den Herrn gebeten, was er mir nicht gegeben hat?" Und zu meiner wirklich großen Überraschung: Alles, was ich in diesen Jahren gebeten habe, hat er mir gegeben. Das war nicht eine Sache, die Gott nicht irgendwann beantwortet hat. Ich konnte nichts finden. Manches hat 15 Jahre gedauert, weil Gott die genaue Zeit kennt. Manches war ziemlich schnell, manches hat einen Monat gedauert. Aber alles hat er mir am Ende gegeben. Ist das nicht wunderbar?

[11:56] Also, das kann ich bezeugen. Ich habe mir niemals vorgestellt, dass ich mal 48 werde. Als ich jung war, habe ich Leute angeschaut, die 40 oder 45 waren. Ich dachte schon, die sind jetzt über das Alter hinaus. Jetzt bin ich 48. Als ich so um die 20 war, habe ich gedacht, wenn ich 30 bin, "jetzt kommt auf jeden Fall wieder was." Dann wurde ich so um die 40. Jetzt fokussiere ich schon die 50 an. Ich habe mir niemals vorgestellt, so weit zu kommen. Ich schaue mir meine Frau an, und wir reden schon über den Ruhestand. Wir haben uns niemals vorgestellt, dass wir einen Ruhestandsplan brauchen. Junge Menschen denken nie, dass sie alt werden. Wisst ihr das? Das kommt ihnen gar nicht ins Gehirn rein. Das habt ihr doch alle erlebt, oder?

[13:20] Wenn wir dann so langsam auf die 70 zusteuern, ihr wisst, die Bibel sagt uns, wir kriegen von Gott 70 Jahre. Da wird man richtig ängstlich. Manche werden sogar 90. Das ist ein extra Bonus. Ja, also die Kraft, die man im Leben so hat, die reicht meistens so, bis man um die 70 ist. Ich habe viele so interviewt, die so 50, 55, 60, 65 waren, die haben gefragt: "Wie ist eure Energie noch?" Ich wollte mir vorstellen, wie werde ich dann sein, wenn ich mal so alt bin?

[14:21] Wisst ihr was? In Prediger Kapitel 12, Vers 1, sagt die Bibel: "Und gedenke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre heranlangen, von denen du sagen wirst: Sie gefallen mir nicht." Salomon hat gesagt: "Es ist weise, seine Jugend Gott zu geben." Warte nicht, bis du alle deine Energie für die Welt verschwendet hast und dann alt bist und sagst: "Was kann ich jetzt noch für den Herrn tun?" Wenn es gar keine Freude mehr gibt.

[15:30] Ich fange jetzt an, mehr Probleme mit meinen Zähnen zu haben. Irgendwann werden meine Zähne ausfallen, und es wird mir nicht mehr so viel Freude machen, zu essen. Ist das wahr? Leute haben mir gesagt, wenn sie so künstliche Zähne haben, dann macht ihnen das Essen nicht mehr ganz so viel Freude. Jetzt kann ich einen Marathon laufen, aber der Tag wird kommen, wo ich mit einem Stock laufen werde. Wenn Jesus nicht vorher wiederkommt.

[16:16] Die Bibel sagt: "Warte nicht, bis irgendwann du dann mal sagen wirst: Was kann ich für Gott tun?" Es gibt eine Sache, für die ich so dankbar bin: Ich habe meine ganze Jugend Gott gegeben. Das war der größte Segen, den ich jemals gehabt habe. Es gibt einige ältere Leute hier. Ich möchte nicht, dass sich jemand schlecht fühlt. Ich möchte nur die Wahrheit sagen. Aber Gott weiß.

[17:01] Ich weiß, es wird eine Sache passieren, wenn wir in den Himmel kommen und wir schauen zurück, die 70 oder so viele Jahre unseres Lebens. Und ich denke, viele werden dann sagen: "Ich hätte es, ich hätte da was tun sollen, ich hätte was machen sollen." Wenn ihr Christen, wenn ihr Nachfolger Christi seid, Gott hat sein Volk oft beeindruckt. Aber es ist unsere Entscheidung, wir müssen Entscheidungen fällen. Es ist entweder die Welt oder Gott. Und viele Menschen werden es bedauern.

[18:02] 70 Jahre sind eine kurze Zeit. Wenn man immer näher den 70 heran kommt, kann man nicht mehr so schnell rennen. Die Zeit rennt so schnell. Wenn man 20, 25, 30 ist, hat man nicht den Eindruck, dass die Zeit sehr schnell vergeht. Aber nach 35 hat es den Eindruck, dass die Zeit immer schneller vorangeht. Wenn man so 40, 45 wird, vielleicht schon fast 50. Ich glaube, die Zeit wird immer schneller gehen.

[18:49] Gott kann uns in jedem Alter gebrauchen. Gott kann uns gebrauchen, wenn wir 70 sind, aber auf eine andere Art und Weise. Aber Gott braucht Jugendliche. Gott braucht Menschen, die auch Kraft haben. Wenn es nicht wegen der Gnade Gottes wäre, hätte ich niemals eine Möglichkeit, Gott zu dienen. Ich war wirklich ein Verworfener.

[19:25] Ich habe acht Brüder und zwei Schwestern. Ich bin der Jüngste, der Elfte. Als meine älteste Schwägerin ein Kind zur Welt bringen wollte im Krankenhaus, da war auch meine Mutter dabei und hat ebenfalls ein Kind bekommen. Als meine älteste Schwester ein Kind bekommen hat, hat meine Mutter auch ein Kind bekommen. In anderen Worten, als ich geboren wurde, wurde ich als Onkel geboren. Mein Neffe ist älter als ich. Ich bin mit meinem Neffen zur Schule gegangen. Ich war in derselben Klasse mit meinem Neffen, der Sohn meines Bruders. Wir waren in derselben Klasse. Einige waren älter als ich.

[20:37] Heute bin ich 48 Jahre alt. Ich bin nicht nur ein Großonkel. Ich bin nicht nur ein Groß-Großonkel. Ich bin mittlerweile ein Groß-Groß-Großonkel mit 48 Jahren. Wenn es noch so weitergeht, weiß ich gar nicht, wie man es nennen soll. Abraham wird eifersüchtig auf mich sein.

[21:02] Ich war in dieser großen Familie. Ich bin noch nicht mit meinen Brüdern und Schwestern aufgewachsen, sondern mit meinen Neffen. Wer von euch hat das erlebt, mit den Neffen aufzuwachsen, nicht mit Brüdern und Schwestern? Sind Deutsche anders als die Chinesen? Wenn du mit deinen Neffen und Nichten aufwächst, da gibt es zwei Dinge. Erstens, sie werden versuchen, dich schlecht zu behandeln, so viel sie können. Denn sie sind dann vielleicht sogar stärker als du. Aber im Status sind sie eigentlich geringer als du. Also haben sie die Möglichkeit, ihren Onkel mal eins mitzugeben. Also habe ich immer nur gekämpft.

[21:59] Zweitens, wenn mein Vater mich mal angeschaut hat, ist er ein bisschen verwirrt gewesen. "Bist du jetzt mein Sohn oder mein Enkel?" Ich war auch mal unklar: "Bist du jetzt mein Vater oder mein Großvater?" Ich meine das ganz ernst. So war das. Als mein Vater und meine Mutter gestorben sind, da hatten sie mehr als 80 Kinder, Enkel und Urenkel. Meine Eltern wussten gar nicht, wie ich aufgewachsen bin. Sie haben einfach dafür gesorgt, dass es Essen auf dem Tisch gab, und das war ungefähr alles.

[22:56] Also hatte ich echt einen Mangel an Liebe. Ich wollte immer bei meinen Brüdern sein, aber die haben mich abgelehnt. Ich war zu jung. Ich war ziemlich einsam. Das Einzige, was ich mochte, war Essen. Also habe ich viel gegessen. Wir haben viel Schweinefleisch gegessen. Die Chinesen, die lieben Schweinefleisch. So viel Schweinefleisch. Sowieso das Bauchfett. Dieses ganze Fett da. Rippen. Ich esse das nicht so oft. Und wenn die frittiert im Öl. Das habe ich geliebt. Einige meiner Familienmitglieder, die mochten das Fett nicht, die haben das immer weggemacht. Ich habe dann so eine Schale genommen und das ganze Fett aufgesammelt. Und einmal war für mich so eine volle Schüssel mit Fett. Ich habe das alles aufgegessen.

[24:19] Meine Mutter musste jeden Tag für 40 bis 50 Leute kochen. Sie hat viel Essen gekocht. Sie hatte jeden Tag Kopfschmerzen. Als ich sieben Jahre alt war, habe ich ungefähr sieben Fische dieser Größe gegessen. Ich habe gegessen und gegessen. Als ich zur Schule ging, im Klassenraum waren so 40 bis 50 Studenten. Ich habe den letzten Stuhl genommen. Und da war dann so eine Schublade drunter. Und in der Schublade war alles voller Essen. Also hatte ich die Nudeln, den Hühnerreis, den Nachtisch. Ich habe ein großes Buch vor mir aufgestellt. Und als der Lehrer sich umgedreht hat, habe ich angefangen zu essen. Ich habe so viel gegessen.

[25:23] Als ich stand, konnte ich meine Zähne nicht sehen. Sie haben mich "Wassermelone" genannt. Sie haben mich mit allen möglichen Sportnamen belegt. Und was noch schlimmer war: Ich wusste nicht, wie man lernt. Niemand hat sich um meine Bildung gekümmert. Ich wusste einfach nicht, wie man lernt.

[25:53] Ich weiß noch, als ich mein Zeugnis bekommen habe. Als ich mein Zeugnis bekommen habe, es war alles rot. Wenn der Lehrer überall Rot macht, dann ist in Malaysia so. Wenn alles blau ist, hast du bestanden. Aber es war alles rot. Manchmal 2 Punkte, 0 Punkte. Ich habe meine Neffen in derselben Klasse angeschaut und mir deren Zeugnis angeschaut. Aber in der letzten Zahl war ich besser. Bei ihm stand 6, bei mir standen 43. Da war ich ziemlich stolz drauf. Ich habe meinen Eltern gezeigt: "An dieser Kategorie habe ich 43, und meine Neffen nur 6." Was ich nicht wusste, es war quasi der Rang. Ich war der 43. Der Letzte in der Klasse.

[27:25] Als ich in der 5. oder 6. Klasse war, konnte ich noch nicht von A bis Z die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge sagen. Also A, B, C, D, E habe ich hingeklickt, und ich wusste dann irgendwann nicht mehr weiter. Einige meiner Brüder sind Ärzte, manche sind Ingenieure. Die haben mir versucht, etwas beizubringen. Einige haben mir versucht, Mathematik beizubringen und Sprachen, und haben alle aufgegeben. Ich konnte es nicht. Dann haben sie mich angeschaut: "Wie kann es sein, dass du so dumm bist?" Ich weiß nicht.

[28:13] Vielleicht liegt es daran, dass deine Mama schon 45 war, als sie dich geboren hat. Vielleicht bist du einfach mental zurückgeblieben bei der Geburt. Ich war ziemlich elend. Ich war fett. Ich war dumm. Und ich hatte früher so Brillen, dicke Gläser. Und die musste ich 3 bis 4 Mal im Jahr wechseln, weil ich immer in der Schule gekämpft habe. Und sie haben immer meine Brillen kaputt gemacht. Also waren meine Eltern sehr böse mit mir. Sie haben dann gefragt beim Optiker: "Gibt es irgendwelche Brillen, die nicht brechen?" Da haben sie mir Brillen gegeben, die klett aus Plastik waren, die man an die Wand werfen konnte, ohne zu brechen. Das sah so aus wie so eine Brille für einen alten Menschen. Sehr dick.

[29:31] Stellt euch vor, ich hatte so eine altertümliche Brille. Wenn Leute mich angeschaut haben, die haben einfach nur den Kopf geschüttelt. Als ich 11 Jahre alt war, hätte ich mich beinahe umgebracht. Ich habe mein Leben gehasst. Es gab nicht einen einzigen Tag, wo ich zur Schule gegangen bin, wo ich nicht von den Lehrern irgendwie bestraft worden bin. Ich wollte immer von der Schule wegrennen, habe das versucht, weil die mich immer geschlagen haben. Jedes Mal haben die mich gekriegt, aber ich wusste gar nicht, was Hausaufgaben sind. Ich war ziemlich deprimiert.

[30:27] Ich stelle fest, viele Kinder heute schon mit 12, 13 sind wirklich depressiv. Ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist, aber in China, Malaysia, Singapur gibt es viele 12, 13-Jährige, nicht 16, 17, die schon depressiv sind. Das weiß ich heute. Damals dachte ich, ich bin der Einzige, der depressiv ist.

[31:06] Warum erzähle ich euch all meine Dummheit? Ich möchte euch zeigen, wie Gott uns verändern kann. Wie wir Gott um etwas bitten können, und er wird uns die Antwort geben.

[31:27] Als ich 13 Jahre alt war, hat mein Bruder gesagt: "Lass uns in die Gemeinde gehen." Was macht man da? Ich bin einmal im Jahr in die Gemeinde gegangen, und ich dachte: "Das kann ich nicht, der Prediger predigt viel zu lange." Aber mein Bruder sagte: "Wir gehen zu den Pfadfindern. Das wird ganz viel Spaß machen." Ich bin gegangen. Da gab es viele Freunde. Das hat Spaß gemacht. Ich hatte nicht viele Freunde. Ich war so ein dummer Junge, wer wollte mit mir schon befreundet sein?

[32:21] Als ich jetzt in die Gemeinde kam, zu den Pfadfindern, da hatte ich Freunde. Also bin ich zur Gemeinde gekommen, nicht, weil ich Gott kennenlernen wollte, sondern weil ich Freunde haben wollte. Nach ein, zwei Jahren haben sie gesagt: "Wir müssen dir Bibelstunden geben." Und sie haben mir von der Liebe Jesu erzählt. Ich war ziemlich schockiert, als sie sagten: "Gott will mein Freund sein." Ich dachte: "Die Menschen wollen schon nicht meine Freunde sein, Gott will mein Freund sein?" Und sie haben gesagt: "Gott liebt mich." Gott liebt mich? Wenn Gott mich liebt, warum bin ich so, wie ich jetzt bin?

[33:15] Bevor ich in die Gemeinde ging, bin ich mit meinem Vater in den Tempel gegangen. In dem Daoist-Tempel, wo die Daoisten dann ihre Götter aufstellen, das ist ziemlich angsteinflößend. Und die ganzen Götzenbilder, die sind sehr angsteinflößend. Die haben so richtig rote Augen. Und die halten große Messer. Ein, zweimal im Jahr haben sie im Tempel diese Feiern. Und dann haben die so besondere Zeremonien, wo sie selbst ritzen und durchs Feuer gehen. Für mich war Gott sehr angsteinflößend. Jetzt haben sie gesagt: "Gott liebt mich. Der will mein Freund sein." Das ist merkwürdig.

[34:14] Damals, Gott sei Dank, gab es kein Internet. Wir wussten nicht, was wir tun sollen. Wir haben nur den ganzen Tag von uns her geträumt. Wenn ich in dieser Generation gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich noch schlimmer. Ich hätte nur Computerspiele gemacht. Damals konnte man nichts tun. Es war immer so langweilig.

[34:43] Also haben sie mir beigebracht zu beten. Ich habe gesagt: "Wie kann man zu Gott beten, wenn man ihn nicht sehen kann?" Sie haben gesagt: "Ich bete einfach." Wenn ich zu jemandem rede, dann sehe ich ihn. Aber wenn ich Gott nicht sehe, wie soll ich reden? Ich hatte zu viel Zeit. Ich wusste gar nicht, was ich tun soll. Zu jemandem reden, den du gar nicht siehst. Zu etwas.

[35:22] Irgendwas Merkwürdiges passiert. Je mehr ich geredet habe, desto besser habe ich mich gefühlt. Das ist doch interessant. Ich habe ziemlich viel gebetet, als ich jung war, weil ich immer ein Problem war. Ich war ein schlechter Junge. Ich habe immer gekämpft. Ich habe geraubt. Ich habe geraucht. Und die Lehrer haben mich immer versucht zu strafen. Ich war immer im Problem. Und als ich ein Problem hatte, dann haben meine Freunde, meine Brüder, meine Neffen gesagt: "Das war gut für dich." Aber Gott hat das nie mit mir gemacht. Selbst wenn ich die Probleme selbst kreiert hatte, ich habe zu Gott geschrien, hat Gott mir geholfen. Gott hat niemals gesagt: Gott hat mir immer geholfen.

[36:38] Einmal. Ich habe nur ein paar Minuten. Keine Angst, ich werde es nicht übertreiben. Einmal, ich war schon 17 Jahre alt. Die Lehrer wollten mich überprüfen. Das ist eine chinesische Klasse. Meine Eltern haben gesagt: "Du bist der Chinese, musst auch Chinesisch lernen." Aber ich habe nie Unterricht gehabt. Sechs Monate war ich schon in der Klasse. Und da hat der Lehrer gesagt: "Ich möchte mal die Hausaufgaben kontrollieren." Was? Hausaufgaben?

[37:26] Es gab zwölf Leute, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Ich hatte nicht eine einzige Seite gemacht. Ich war der Allerschlimmste. Also wurden alle aufgerufen. Und der Lehrer stand dort, hat auf eine Antwort gewartet. Und wenn du die Antwort nicht geben konntest, wurdest du dann zum Direktor gebracht. Und die haben dich wirklich geschlagen. Der Stock war so dick und so lang.

[38:02] Ich wusste nicht, was ich machen soll. Ich habe die anderen vorgelassen. Ich habe gesagt: "Bitte rette mich." Ich bete und bete und bete. Und dann hat Gott zu mir geredet. Manche Leute sagen: "Hey, woher weißt du, dass Gott zu dir geredet hat?" Wisst ihr warum? Wollt ihr wissen, wie Gott zu dir geredet hat? Wollt ihr Gott hören? Wenn du Gott hören möchtest, ganz einfach: Dann bekommst du Probleme. Wenn du verzweifelt bist, wenn es keinen Ausweg gibt, dann weinst du. Dann schreist du. Viel zu viele beten einfach nur so vor sich hin. Aber wenn du wirklich in Problemen bist.

[39:09] Wisst ihr die Frau, die zwölf Jahre lang an Blutfluss litt? Sie hat gedacht: "Ich werde geheilt." Als sie das getan hat, hat Jesus gesagt: "Wer hat mich berührt?" Und die Jünger haben gesagt: "Wovon redest du? Alle fassen dich an." "Aus mir ist Kraft herausgegangen." Aus den vielen tausenden Berührungen konnte er diese eine Berührung des Glaubens herausstellen. Von all den Menschen, die dort waren, gab es eine junge Frau, eine Frau, die wirklich verzweifelt war. Sie hat all ihr Geld rausgegeben. Sie hat alle Ärzte besucht. Und sie hat viel von den Ärzten erlebt. Es ist nichts besser geworden, sondern noch schlimmer geworden. Sie war ohne Freunde. Sie war unrein. Glaubt ihr, dass jemand in der Situation verzweifelt ist?

[40:24] Manchmal ist es besser, um Probleme zu beten, dass wir Gott besser kennenlernen. Daniel haben wir auch als Beispiel. Es geht um deine Erfahrung mit Gott. Also habe ich zu Gott gebetet: "Rette mich, ich möchte da nicht hingehen zum Direktor." Gott sagte: "Sei ehrlich." Ich sage: "Ehrlich?" Wenn ich jetzt alles ehrlich sage, dann bin ich tot. Du musst mir helfen, dass ich verborgen werde. Es gab keine andere Antwort, nur: "Sei ehrlich."

[41:16] Alle meine Freunde, einer nach dem anderen, sind zum Direktor gesandt worden. Ich war der Letzte. Er hat gesagt: "Du hast nicht eine einzige Seite gemacht. Sag mir warum." Ich habe ihn angeschaut. Was hat Gott mich gebeten? "Sei ehrlich." Also habe ich gesagt: "Weil ich einfach faul bin." Er hat mich angeschaut. Er hat gesagt: "Du bist sehr ehrlich." Ich habe gedacht: "Was kann ich sonst anderes sagen?" Er sagte: "Weil du so ehrlich bist, wenn ich dir ein bisschen Zeit gebe, wirst du es dann tun?" Ich sagte: "Natürlich, klar. In zwei Wochen werde ich es nochmal anschauen." Ich habe alle Hausaufgaben meiner Freunde genommen, habe alles abgeschrieben. Und das Beste ist, der Lehrer hat mich nicht mal danach gefragt.

[42:36] Noch eine Geschichte. Eine noch. Ich war in der Mittelschule, Nationalexamen, als ich 16 Jahre alt war. Diesen Nationalexamen, wenn du deine Nationalsprachen, deine Malay-Sprachen, verfehlen kannst, dann kannst du nicht die Hochschule besuchen. Mit 16 Jahren musst du das machen, ansonsten muss man halt irgendwie einen Ausbildungsberuf machen. Meine Freunde, sie glauben, sie helfen mir, aber sie zerstören mich. Sie sagten: "Wenn du noch nicht studierst, dann wirst du nur Müll fahren." Meine ganzen Freunde und Brüder wollten mir zwar helfen, aber in Wirklichkeit haben sie mich mehr zerstört, als sie gesagt haben: "Du musst all die ganzen ekelhaften Arbeiten, die ganz schmutzigen Arbeiten machen."

[43:52] Ich war so zu Tode geängstigt. Als jeder sich auf das Examen vorbereitet hat, ich habe das Buch angeschaut, ich habe nichts verstanden. Ich habe gesagt: "Gott, mit Garantie werde ich versagen. Ich verstehe es gar nicht." Ich habe gebetet die ganze Zeit. Als die Prüfung kam, Nationalsprache Malay. Die erste Aufgabe war Verstehen. 50 Fragen. A, B, C, D, Antworten. Ich habe die 50 Fragen angeschaut, ich habe nicht eine einzige verstanden. Wenn ich das jetzt versage, dann bin ich verloren.

[44:46] Ich habe gesagt: "Gott, bitte hilf mir." Ich habe einen Radierer genommen. Ich habe ihn so ein bisschen geschnitten, dass er so eine Box wurde. Ich habe ihn so ein bisschen geschnitten, dass er so eine Box wurde. Ich habe ihn so ein bisschen geschnitten, dass er so eine Box wurde. Dann habe ich da A, B, C, D drauf geschrieben. Wie ein Würfel quasi. Ich will euch jetzt nicht beibringen, wie man so Examen eigentlich durchführt. Ich hatte nur keine Möglichkeit, anders das zu machen. Bei jeder Frage habe ich gebetet. Ich habe den Radierer geworfen, was immer aufgekommen ist. Ich habe gesagt: "Das werde ich jetzt einfach ankreuzen." Ich habe eineinhalb Stunden lang gebetet und gewürfelt. Ich habe das mehrmals gemacht, ob die gleiche Antwort dieselbe ist. Es war jedes Mal anders. Ich habe gesagt: "Er gibt mir doch wenigstens 50% oder so."

[46:11] Zweites Papier, das kam. Also, dass man etwas schreibt. Ein Artikel schreiben. Eine Geschichte schreiben, 150 Worte. Ich hatte nicht mal 30 Worte, die ich auf Malay sagen konnte. Ich soll jetzt eine Geschichte mit 150 Worten schreiben. Ich habe versucht, die Worte oft zu wiederholen. Ich wusste nicht mal genau, was ich geschrieben habe. Dann haben sie mich gebeten, einen offiziellen Brief zu schreiben. Jemand hat mir gesagt: "Wenn du einfach nur die Adresse kopierst, kriegst du dafür schon Punkte." Jemand hat mir gesagt: "Wenn du einfach nur die Adresse kopierst." Hab ich schon mal die Firmenadresse kopiert. Ich habe geschrieben: "Sehr geehrter Herr." Dann war es ein leerer Brief. Dann habe ich unterschrieben. Denn auch für die Unterschrift kriegt man einen Punkt.

[47:23] Dann kamen die Resultate. Meine Brüder haben gesagt: "David, lass uns das Resultat holen." Ich hab meinen Bruder gesagt: "Ich habe kein Ergebnis." Sie sagten: "Sieh, dass du versagt hast, wenigstens." Also habe ich gesagt: "Okay, ich gehe hin." Meine Brüder haben das nicht angeschaut. Bei uns standen noch die ganzen Namen dazu. Und sie haben gesagt: "Hey David, du hast bestanden." Ich hatte gedacht: "Was ist mit meinem Malay passiert?" Sie haben gesagt: "Danke Gott." Ich hatte gedacht: "Danke Gott."

[48:13] Also bin ich in die High School, um die lange Geschichte kurz zu machen. Wahrscheinlich eine Art Realschulabschluss oder so. Es gibt wieder so eine nationale Prüfung, die entscheidet, ob man zum College darf oder nicht. Es gibt wieder so eine nationale Prüfung, die entscheidet, ob man zum College darf oder nicht. Das Resultat kam heraus, es gab nicht ein einziges College, das mich nehmen könnte. Ich wusste nicht, was ich machen soll. Ich habe ein Jahr wiederholt. Ich habe Nachhilfe in Mathematik und Wissenschaften genommen. Ich habe ein Jahr später noch einmal die Prüfung gemacht. Aber beim zweiten Mal war es schlimmer als beim ersten Mal. Das Resultat war noch schlimmer. Ich wusste nicht, was ich im Leben machen soll.

[49:14] Liebe Brüder und Schwestern, es gibt eine Sache, für die ich wirklich dankbar bin. In diesem ganzen Leben habe ich Gott. Wenn es nicht wegen der Gnade wäre, wäre ich schon längst weg. Wenn es nicht wegen der Gnade wäre, würde ich dir garantieren, wäre ich wahrscheinlich 120 Kilo. Ich hätte Bluthochdruck, Diabetes, alles Mögliche. Ich wäre definitiv depressiv. Und zwar jugendlos.

[50:09] Ich bin Gott so dankbar. Ein Kind wie ich, das keine Hoffnung hatte. Wenn du in Dingen in diesem Leben versagst, wenn du in Dingen in diesem Leben versagst, mach sicher, dass du nicht Gott verlässt. Du kannst andere Dinge verlassen. Es sollte das Allerletzte sein, dass du aufgeben sollst. Gott sagt: "Bittet, und es wird euch gegeben. Es wird aufgetan. Sucht, und ihr werdet finden."

[50:57] Alle meine Brüder hatten Angst vor meinem Vater. Wir haben einen chinesischen Vater. Wir können nicht zu unserem Vater reden, wir können nur zu unserer Mutter reden. Es war so, dass einige meiner Brüder wurden dann Adventisten. Niemand von denen hatte es gewagt, zum Vater zu reden. Man kann zu jedem anderen predigen, aber nicht zum Vater. Und mein Bruder hat alle gesagt: "David, warum sagst du nicht Papa?" Und dann haben meine älteren Brüder gesagt: "David, erzähl's doch dem Vater." Ihr habt es nicht mal gewagt, und ich soll es dem Vater sagen.

[51:45] Und dann habe ich als Christ gewonnen und gesagt: "Ich muss mit meinem Vater reden." Ich war schon im College, ich möchte euch nur das erzählen, wie ich meinen Vater umgedreht habe. Aber ich habe dann meinen Vater herausgefordert. Und ich kam aus Amerika dann zurück und ich habe meinen Vater getroffen. Ich habe gesagt: "Selbst wenn ich sterben muss, ich muss jetzt mit meinem Vater reden." Und es hat fast mein ganzes Leben gekostet, das herauszubringen, zu sagen: "Papa, glaube an Jesus. Du wirst ewiges Leben haben." Das war alles, was ich sagen konnte. Das war die schlechteste Predigt, die ich predigen konnte.

[52:48] Und zu meiner Überraschung hat mein Vater gesagt: "Ich sehe Jesus nicht, wie soll ich an ihn glauben?" Denn er war ein ganz starkgläubiger Daoist, nicht ein Buddhist, sondern ein Daoist. Ich war mit ihm in dem Tempel, da hat man übernatürliche Dinge gesehen. Ich war von der Jugend an da mit dabei. Ich habe gelernt, wie man um die Geister betet, damit sie in irgendeinen Körper von jemand anderem hineingehen, sodass sie dann plötzlich übernatürliche Kraft haben, die dann übers Feuer gehen, sich selbst ritzen, ohne sich zu verletzen. Und mein Vater sagte: "Ich sehe Jesus gar nicht, wie kannst du mich bitten, an ihn zu glauben?"

[53:40] Ich sagte: "Super, du antwortest mir, wunderbar, gut. Jetzt du antwortest mir, jetzt kann ich was sagen." Er sagte: "Wenn du mir Jesus zeigst, werde ich glauben." Ich habe gesagt: "Papa, lass uns eine Herausforderung machen, eine Challenge. Warum betest du nicht zu Jesus? Bete etwas, nicht irgendwas, sondern etwas, womit niemand anders dir helfen kann, wenn du ein Problem bist. Denn solange du auf dieser Erde bist, wirst du irgendwann in deinem Leben ein Problem haben, Probleme, aus denen du dich nicht selbst herausbringen kannst." Ich habe ihm gesagt: "Wenn du zu einem Punkt gekommen bist, wo niemand dir helfen kann, und du dir selbst nicht helfen kannst, dann bete zu Jesus. Wenn das Problem sich löst, dann weißt du, dass Jesus geantwortet hat." Das ist eine gute Herausforderung. Mein Vater war ganz ruhig. Da habe ich gewusst, er hat es ein bisschen verstanden. Ich konnte jetzt nicht mehr mit ihm reden.

[54:53] Ein Jahr später kam ich zurück. Ich habe wieder Mut genommen und gesagt: "Vater, glaube an Jesus." Er hat mich angeschaut. Ich dachte, er wird mich steinigen. Er sagte: "Dein Jesus, der hat ziemlich viel Macht." Ich habe gesagt: "Was hast du gemacht?" Er hat mir nicht viel erzählt, weil er so stolz war. Er hat mir nur ein, zwei Dinge gesagt. Als er in Situationen war, wo ihm niemand helfen konnte, hat er in seinem Herzen zu Jesus gerufen und Gott hat ihm geholfen. Er hat es gesehen. Er hat gesehen, Jesus ist wirklich machtvoll.

[55:49] Weißt du? Da ist Gott. Wenn du Gott nicht hast, weiß ich nicht, worauf du dich verlassen kannst. Ich kann ohne Gott nicht überleben. Wir sind so abhängig von ihm. Immer wenn ich zu ihm gebetet habe, habe ich das Problem selbst nicht lösen können. Immer wenn ich im Stress gewesen bin, habe ich zu Gott geredet.

[56:18] Viele Leute kommen nach Enen und sagen: "Das ist ja wie der Himmel hier." Wenn ihr eine Chance habt, kommt mal zu Enen. Malaysia ist nicht so schön wie Deutschland, aber es ist viel schöner als Deutschland. Leute, die dorthin kommen, sagen: "In Enen ist wie im Himmel." Ich sage immer: "Auf dieser Erde gibt es keinen Himmel." Seht ihr, wie viele graue Haare ich habe? Ich habe so viele Probleme im Leben. Ich kann nicht mal meiner Frau davon erzählen. Ich kann meinen Leitern nicht davon erzählen. Ich muss das alles selbst schlucken. Wenn mir schlechte Nachrichten kommen, die deinem Kopf weh bereiten, dann weiß ich es durch Erfahrung. Dann sage ich: "Es ist okay. Morgen wird es sich lösen. Ich werde beten." Frühmorgens auf. Ich wache auf und bete und bete. Ich sage Gott alles. Und Gott hat mich noch nicht einmal im Stich gelassen. Ist das nicht wunderbar?

[57:50] Ich werde euch später noch viele Geschichten erzählen. Morgen. Ich werde euch viele Geschichten von Wundern erzählen, weil ich gebetet habe. Wenn du etwas verloren hast, stell sicher, dass du Gott nicht verlierst. Das ist das Schlimmste, was dir passieren kann.

[58:14] Nach meinem zweiten Examen konnte mich kein College nehmen. Ich wusste nicht, was ich machen soll. Niemand hat mich beraten. Ich habe Gott gesagt: "Was soll ich tun?" Also habe ich entschieden, Gitarre zu spielen. Ich habe klassische Gitarre gelernt. Jeden Tag nur Gitarre gespielt. Ich habe so lange gespielt, bis ich Gitarre gehasst habe. Ich wusste nicht, was ich im Leben tun sollte. Ich habe sechs Monate gespielt, bis ich Rückenschmerzen hatte. Ich habe gesagt: "Herr, das kann ich mein ganzes Leben lang nicht tun." Ich habe gesagt: "Herr, befreie mich."

[59:00] Gott ist sehr nett. Gott weiß, wie viel wir tragen können. Ich habe gesagt: "Herr, ich kann nicht mein ganzes Leben lang Gitarre spielen." Ich habe gesagt: "Herr, ich kann nicht mein ganzes Leben lang Gitarre spielen." Es war, ein Gemeindebild kam aus Amerika. Das war 1989. Vor 30 Jahren. Der Typ heißt Sebastian. Er ist ein sehr verrückter Typ. Ich habe ihn gesehen. Er wollte etwas ganz Besonderes machen. Ich war nur 19 Jahre alt. Ich fragte ihn, was er tun will.

[59:48] Ich wollte medizinische Missionsarbeit beginnen. Er sagte: "Was ist das?" "Das klingt so großartig. Medizinische Missionsarbeit." Ich habe gesagt: "Was ist das?" Er hat gesagt: "Was ist das?" Ich habe gesagt: "Was ist das?" Er hat gesagt: "Kannst du mir helfen?" Ich habe gesagt: "Ich bin total dumm." Er hat gesagt: "Mach dir nichts draus. Was immer ich dir sage, folge einfach meinen Instruktionen." Ich dachte: "Okay, das kann ich tun."

[1:00:24] Also hat er mir gesagt, was wir tun. So haben wir unsere Gesundheitsarbeit 1989 in Malaysia begonnen. Er hat gesagt: "Was ist das?" Ich habe gesagt: "Was ist das?" Er hat gesagt: "Was ist das?" Er hat gesagt: "Wir müssen ein Haus mieten." Ich dachte: "Okay." In dem Haus waren vier Schlafzimmer. Es war ein leeres Haus. Ein billiges Haus. Ich habe gesagt: "Sebastian, wie machen wir das jetzt? Hier ist nichts." Er hat gesagt: "Wir beten."

[1:01:08] Nach dem Gebet hatte ich den Eindruck, wir sollten ein paar Gemeindeglieder fangen. Ich bin zu allen Geschwistern gegangen. Ich habe gesagt: "Schwester Tan, wir starten jetzt medizinische Missionsarbeit. Ich weiß nicht, was das für eine Arbeit ist. Wir brauchen ganz viele Dinge. Kannst du was spenden?" Einige haben uns einen Stuhl gegeben. Einige haben uns einen Tisch gegeben. Einige haben uns ein Kissen gegeben. Einige haben uns verschiedene Teller gegeben. Ich erinnere mich, wir hatten einen Tisch mit verschiedenen Stühlen. Wenn wir gegessen haben, hat jeder einen anderen Teller gehabt. Die Betten waren unterschiedlich. Alles war gebraucht. Die Betten waren unterschiedlich. Alles war gebraucht. Die Betten waren unterschiedlich.

[1:02:08] Die Matratzen haben wir genommen. Nach einem Monat hatten wir alles, was wir brauchten. Ich habe Sebastian angeschaut. Ich sagte: "Sebastian, wer wird zu unserem Gesundheitszentrum kommen?" Er sagte: "Ja. Lass uns beten."

[1:02:35] Wie ist es mit deiner Mutter? Meine Mutter? Sie hatte hohen Blutdruck, Diabetes, Herzkrankheiten, Arthritis, Übergewicht, Migräne. Sie hat so viele Tabletten genommen. Ich habe sie gefragt: "Wie lange du diese Medikamente nehmen musst?" Meine Mutter hat gesagt: "Sie muss sie essen, bis sie stirbt." Ich sagte: "Was? Was ist das für eine Medizin, die man nehmen muss, bis man stirbt?" Als ich ein Kind war, dachte ich, wenn du eine Medizin nimmst, dann bist du wieder gesund. Aber das ist Medizin, die du nimmst, bis du stirbst. Das habe ich damals nicht verstanden. Meine Mutter hat gesagt, sie nimmt Medizin, bis sie stirbt.

[1:03:46] Ich rufe meine Mutter an. Du rufst deine Mutter an. Unser Gesundheitszentrum startete mit meiner Mutter und seiner Mutter. Ich habe geliebt zu essen. Meine Mutter hat auch geliebt zu essen. Wir waren jetzt in diesem Haus 30 Tage. Sie haben uns jetzt beigebracht, wie man Gemüse mit Wasser kocht. Bei den Chinesen ist alles mit Öl. Wasser? 30 Tage. Wir waren 30 Tage in diesem Haus. 30 Tage. Wir haben sehr einfache Nahrung gegessen. Jeden Tag Bewegung gehabt. Haben gebetet. So einfach.

[1:04:39] Nach 30 Tagen hat sie 15 Kilo in 30 Tagen abgenommen. Ihr hoher Blutdruck war weg. Sie brauchte keine Medikamente mehr. Ihr Diabetes war fast zurückgegangen. Sie brauchte nur ganz wenig Medikamente. Ihr Arthritis war vorbei. Ihr Migräne war vorbei. Sie sah schöner aus. Sie war wie transformiert. Ich habe gesagt: "Mama, die ganze Medikamente können dich nicht töten. Du isst einfach. Es geht dir gut." Warum hat uns der Arzt das nie gesagt? So einfache Dinge. Eine dumme Person weiß, was zu tun ist. Wenn es so einfache Dinge sind, warum haben die Ärzte das nicht gesagt? Das habe ich auch nicht verstanden. Das ist ein Geheimnis für mich. So einfache Dinge und die Ärzte sagen mir das nicht? Sie wurde gesund. Seine Mutter wurde auch gesund. Und wenn die Leute zu uns kamen, dann wurden sie gesund oder es ging ihnen besser.

[1:06:14] Ich habe mit Sebastian ein Jahr gearbeitet. Mein Umfang war 36. 36 Inch. 36 oder Inches. Du hast keine Inches? Nein, ich habe einen Zentimeter. Okay, egal. Er hat enorm abgenommen. Es sind so viele Dinge passiert. Ich war so begeistert.

[1:07:10] Ich sagte Gott: "Ich würde gerne ein medizinischer Missionar sein." Und ich sagte: "Herr, kannst du mir ein Zeichen geben?" Und ich habe gesagt: "Herr, bevor ich meine Gitarre wegtue und sie dann nicht mehr spiele, gib mir ein Zeichen." Ich habe gesagt: "Herr, gib mir ein Zeichen."

[1:07:43] Immer wenn ich dort in der Gegend gejoggt bin, sah ich einen alten Mann, der immer sehr gebückt auf einem Stock ging. Und immer wenn ich da gerannt bin, habe ich ihn angelächelt. Er hat mich angeschaut, mich umgedreht. Ich habe gesagt: "Herr, gib mir ein Zeichen. Ich werde ihn besuchen. Ich weiß, wo er wohnt. Ich werde ihm helfen. Was immer ich weiß, ich werde es ihm beibringen. Du musst meine Hände gebrauchen, um ihn zu heilen."

[1:08:22] Einen Sonntag habe ich gebetet. Ich habe Sebastian gesagt: "Ich werde diesem Mann dort helfen." Bin ich zum Haus gegangen. Ich bin angeklopft und habe gesagt: "Hallo, ich bin David Pham. Ich habe hier jemanden krank. Ich würde ihm helfen." Sie haben mich angeschaut. Ich bin hineingegangen. Er war schon 65 Jahre alt, als ich mit ihm gesprochen habe. Er hatte einen Schlaganfall vor sechs Jahren. Er hat alles verkauft, um die Krankheit zu heilen. Er war arm. Er hatte alles verkauft, was er hatte. Die Frau musste so ein bisschen Essen verkaufen, um sich am Leben zu halten. Er konnte nicht für sich selbst. Er konnte sich selbst baden. Seine Frau musste ihn baden. Sehr traurig.

[1:09:35] Er sagte: "Es gibt noch etwas. Ich habe so Probleme im Magen. Immer wenn er was isst, fühlt er sich ganz schlecht." Ich habe die ganzen Probleme gehört von ihm. Er hat Kopfschmerzen bekommen. Ich war nur 19 Jahre alt. Ich wusste gar nicht, was man machen soll. Ich habe zu Gott gebetet. Ich habe ihn angeschaut. Er hat gesagt: "Ich habe Magenprobleme." Ich habe gefragt: "Was ist das?" Er hat gesagt: "Das ist Holzkohle." Holzkohle. Ich habe nicht gesagt, dass es Kohle ist. Niemand hat geahnt, dass man Kohle nehmen kann. Ich habe Kohle ins Wasser gemacht. Er hat mich angeschaut. Ich habe gesagt: "Was ist das?" Er hat gesagt: "Das ist gut für dich." Er hat es genommen.

[1:10:43] Ich weiß, das kann man in Deutschland so nicht machen. In Malaysia ist das alles anders. Ich habe gesagt: "Das ist gut für dich." Er hat getrunken. Ich sagte: "Morgen werde ich kommen und dich besuchen." Am nächsten Morgen kam ich. Niemand war zu Hause, er war alleine. Ich bin in seinen Raum gegangen. Er hat mich angelächelt. Ich sagte: "Herr Lim. Wann war das letzte Mal, dass du gelächelt hast? Was ist passiert?" "Gestern Abend hast du mir das schwarze Wasser gegeben. Als ich getrunken habe, habe ich mich so gut gefühlt. Ich habe die ganze Nacht geschlafen. Ich fühle mich so voller Energie."

[1:11:38] Als ich das gehört habe, habe ich das Gefühl, wie Energie in meinen Händen ist. Ich habe gesagt: "Lass uns etwas tun." Er war sehr dreckig. Ich habe ihn gebadet. Ich habe seine Zähne geputzt. Ich habe seinen Bart geschnitten. Ich habe seine Nägel geschnitten. Ich habe alles getan, was ich konnte. Ich habe ein russisches Dampfbad gemacht. Wisst ihr, wie so etwas geht? Wisst ihr nicht, was ein russisches Dampfbad ist? Das müsst ihr wissen. Wenn man kein Equipment hat, kann man einfach einen Plastikstuhl nehmen und einen Reiskocher darunter stellen. Dann sitzt man auf dem Stuhl mit dem Dampf darunter. Dann hüllt man sich völlig ein, dass man richtig ins Schwitzen kommt. Das war alles, was ich tun konnte. Ich konnte ihn ein bisschen massieren. Ich bin mit ihm spazieren gegangen.

[1:12:47] Vorher konnte er nur ein paar Meter laufen. Dann musste er mal stoppen. Das war alles, was ich konnte. Vorher konnte er nur ein paar Meter laufen. Dann musste er mal anhalten. Er musste dann lange pausieren, bis er weitergehen konnte. Um das abzukürzen. Nach einer Woche konnte er einen halben Kilometer laufen. Nach zwei Wochen konnte er einen Kilometer laufen. Nach einem Monat konnte er ohne Stock laufen. Nach drei Monaten ist er mit mir auf den Berg gestiegen. Er konnte sich selbst baden. Er konnte selbst kochen. Seine Frau musste sich nicht mehr so um ihn kümmern. Ist nicht Gott wunderbar?

[1:13:43] Also hatte ich die Entscheidung getroffen, ich muss Gott als medizinischer Missionar dienen. Ich war ein dummer Junge. Dann ist etwas Schlimmes passiert. In dem Bundesstaat von Melaka gab es plötzlich keinen Wasser. Keine Wasserzufuhr. Nur gespeichertes Wasser. Also mussten wir unser Gesundheitszentrum schließen. Ich sagte: "Was soll ich tun?" Sebastian ist überall rumgereist. Ich konnte ihm nicht überall folgen. Also habe ich gebetet. Gott hat niemals ein Ende für uns.

[1:14:33] In dieser Zeit, als er nicht wusste, was ich tun soll, der Präsident von dem College, wo Sebastian in Amerika gewesen war, kam nach Malaysia und hat uns besucht. Und er sah mich. Er hat gesagt: "Warum kommst du nicht nach Amerika zum Studieren?" Ich habe mir gedacht: "Du kennst meinen Hintergrund nicht, sonst würdest du mich nicht einladen nach Amerika." Mein Englisch zu der Zeit, ich konnte nur Yes und No sagen. Er gab mir die Anmeldeformulare. Ich konnte nur meinen Namen und Adresse sagen. Alle Fragen konnte ich nicht beantworten. Ich habe meine Freunde gebeten, das auszufüllen. Ich habe all meine schlechten Resultate reingetan. Ich habe es nach Amerika gesandt. Ich habe mir niemals vorgestellt, dass die mich nehmen würden.

[1:15:43] Zu meiner größten Überraschung habe ich zwei Monate später eine Antwort bekommen. Das College hat gesagt, ich bin angenommen. Und die haben mir sogar ein halbes Stipendium gegeben. Ich konnte die andere Hälfte des Schulgeldes bezahlen. Es war quasi frei. Ich weiß, Gott hat eine Tür geöffnet. Obwohl ich kein Englisch kann. Ich werde gehen, ich muss gehen. Selbst wenn ich sterbe, ich muss gehen.

[1:16:18] Ich habe meinen Eltern das gesagt. Ich habe gesagt: "Papa. Ich werde nach Amerika gehen. Ich werde nach Amerika gehen, um zu studieren." Sie haben gesagt: "Wohin gehst du?" "Amerika." Sie haben gesagt: "In Malaysia gibt es nicht mal ein kleines College, das dich annimmt. Du gehst nach Amerika?" Meine ganzen Neffen und Nichten haben mich zu Tode ausgelacht. Sie haben gesagt: "Es ist so schwer." Sie haben mich zu Tode ausgelacht. Sie haben gesagt: "Es ist Suizid."

[1:17:01] Hier. Hier ist ein Brief, dass ich angenommen bin. Mit Stipendium. Sie haben gesagt: "Was ist das für ein College?" Also haben sie mir ein Flugticket bezahlt. Ich bin geflogen. Mein Englisch war so schlecht. Ich konnte in London beim Wechsel des Flugzeugs nicht mal mein Gate finden. Ich habe dann tatsächlich Amerika erreicht. Ich habe mich selbst im Spiegel angeschaut. Ich habe gesagt: "In diesem College kennt niemand meine Vergangenheit. Meine Brüder, meine Eltern, meine Eltern, meine Eltern, meine Eltern, meine Brüder, die sind Ärzte, Ingenieure, Lehrer. Vielleicht gibt es etwas in meinem Gehirn, das ich noch nicht entdeckt habe. Ich schaue nicht mehr so schlecht aus wie früher. Ich bin nicht mehr so fett. Ich schaue schon fast ein bisschen klug aus. Ich muss jetzt einfach handeln und zu tun, als ob ich klug bin. Aber wenn ich meinen Mund geöffnet habe, haben sie schnell herausgefunden, wie klug ich bin."

[1:18:31] Am Tag der Registration hat der Lehrer, der die ganze Gesundheitsabteilung dort geleitet hat, hat er gesagt: "David, dein Englisch ist so schlecht. Und deine bisherige akademische Laufbahn ist so schlecht." Sie haben immer so Quartale gehabt, immer mit 10 Wochen. Und in diesem ersten Quartal wirst du nur einen einzigen Kurs besuchen. Den versuchst du mal. Ich dachte: "Ich habe doch ein Stipendium. Das ist frei. Ich kann doch alle Klassen nehmen. Ich muss ja nicht bezahlen. Warum soll ich nur eine nehmen? Ich kann doch alle Klassen nehmen." Ich sagte: "Lehrer, ich möchte alle Klassen besuchen." Er sagte: "Nein. Dann wirst du versagen." Ich sagte: "Nein, lass mich versuchen." "Du wirst versagen." Er hat mir immer gesagt, ich werde versagen.

[1:19:45] Ich wollte beinahe sagen, was ich jetzt sagen werde. Ich wollte beinahe sagen. Ich wollte sagen: "Wenn ich versage, was ist dann das große Problem?" Für mich war Versagen keine große Angelegenheit. Das habe ich immer erlebt. Während für sie das keine Option war. Er sagte: "Wenn du alle Klassen besuchen willst, brauchst du eine spezielle Genehmigung vom Präsidenten." Wenn du alle Klassen besuchen willst, brauchst du eine spezielle Genehmigung vom Präsidenten. Also habe ich den Präsidenten besucht. Er hat mich angeschaut. Ich erinnere mich, wie er gesagt hat: "Du hast ein Gehirn, oder?" "Natürlich." Er hat es unterschrieben. Er hat es genehmigt.

[1:20:39] Ich habe die Klassen besucht. Als ich bei der Registration war, habe ich die Bücher nicht gesehen. Die 1. Unterrichtsklasse war Anatomie und Physiologie Teil 1. Das Buch war so groß und so dick. Ich habe in meinem ganzen Leben so ein dickes Buch nicht gesehen. So ein Buch von so einer Größe. 2. Unterrichtsfach war Massage. 3 Bücher. Ebenfalls dick. Das 3. Thema war das Buch von Daniel. 3 Bücher zu lesen. Z.B. Uriah Smith. Und die 4. Klasse war Arbeitsbildung. Wir mussten 16-18 Stunden arbeiten, um unsere Charaktere zu bilden.

[1:21:37] Meine Englisch war sehr schlecht. Als ich studierte, als ich studierte, als die Amerikaner und ich studierten, als ich einen Satz gelesen habe, musste ich für jedes Wort das Wörterbuch nachschlagen. Musste ich für jedes Wort immer das Wörterbuch nachschlagen. Ich erinnere mich, ich fand das Dictionary, ein Wort BASIC. Ich wusste nicht mehr, was das Wort heißt. Ich habe mein Wörterbuch gehabt, ein chinesisches Wörterbuch. Hab dann gesucht, BASIC. Hab dann Chinesisch gelesen. Mein Chinesisch war auch nicht viel besser. Ich habe das chinesische Wort angeschaut. Was will der sagen? Das war wirklich, wirklich schwierig. Ich brauchte 5 Stunden für das, was andere in einer Stunde gemacht haben. Ich habe immer noch nicht so viel verstanden wie die.

[1:23:06] Die Schule hatte die Regel, dass man immer um 9.30 Uhr im Bett sein sollte. Die Schule hatte die Regel, dass man immer um 9.30 Uhr im Bett sein sollte. Am Morgen hatte man Unterricht, am Nachmittag musste man arbeiten, abends hatte man 2 Stunden für die Hausaufgaben. Man musste um 9.30 Uhr im Bett sein, aber sie haben sich nicht darum gekümmert, wann man aufwacht. Ich bin um 9.30 Uhr ins Bett gegangen und bin um 12 Uhr aufgewacht. Von 12 Uhr bis 7 Uhr habe ich gelernt. Ich habe nicht geschlafen, ich habe das Wörterbuch durchgeblättert. 2 Wochen lang. Jeden Tag.

[1:23:57] Ich bin keine Person, die leicht weint. Ich weiß, nach 2 Wochen war ich wie in einem Traum. Ich war so müde. Ich habe so wenig geschlafen. Arbeiten, studieren, studieren, studieren. Ich weiß, nach 2 Wochen bin ich um 12.30 Uhr aufgewacht. Dann habe ich gebetet und habe das Buch Anatomie und Physiologie aufgeschlagen. Mit meinen Augen konnte ich nichts mehr sehen. Da hat mir mein Herz gesagt: "David, du wirst versagen." Ich war so traurig. Ich habe zum Himmel eine weiße Flagge hochgemacht. Ich habe gesagt: "Herr, ich gebe auf. Ich habe alles versucht, was ich konnte. Ich werde versagen. Aber ich werde mich daran erinnern, dass du mir geholfen hast. Gott, wenn ich nur bestehen kann, dann ist es nur zu deiner Ehre." Ich habe es einfach alles Gott übergeben. Ich habe das Buch zugemacht und bin geschlafen. Ich konnte nicht mehr studieren.

[1:25:36] Ich bin nicht mehr um 12 Uhr aufgewacht, sondern um 4 Uhr. Ich habe meine Nacht gemacht, habe gebetet, hatte dann noch 2 Stunden für das Studium. Ich habe gesagt: "Herr, ich werde alles übergeben." An diesem Morgen hat Gott ein Wunder in meinem Leben getan. Als ich alles ihm übergeben habe, konnte ich fast fühlen, als ob Gott einen Schlüssel in mein Gehirn getan hat. Als ich es gelesen habe, hat es plötzlich in den letzten 2 Wochen alle Wörter, die ich aus dem Wörterbuch suchte, in mein Gehirn geflohen. Ich dachte: "Du wirst sie sehen." Ich konnte sie verbinden. Ich sagte: "Hey, schau, was ich jetzt lese." Alles hat Sinn gemacht. Ich war so begeistert. Ab dem Morgen habe ich verstanden, dass Studieren auch Freude machen kann. Das war mir vorher gar nicht bewusst. Ich war so froh. Ich brauche nicht mehr 3-4 Stunden für Anatomie und Physiologie. Ich konnte viel schneller durchgehen. Ich war so begeistert.

[1:27:06] Das ganze Quartal war vorbei. Ich hatte das Gefühl, ich werde wahrscheinlich bestehen. Der Sommer kam. Den ersten Winter habe ich bestanden. Wenn ihr in Malaysia gewesen seid, da gibt es keinen Winter. Ich kann mich nicht erinnern, wie der Kühlschrank in der Küche war. Ich konnte mir nie vorstellen, wie die ganze Welt zu einem Kühlschrank wird. Wir sehen das Eis sonst nur im Gefrierschrank. Ich habe meine Leute oft gefragt: "Meint ihr wirklich, der Boden wird dann richtig so eisig?" Das kann ich mir gar nicht vorstellen.

[1:28:01] Als der Winter kam, war es so toll. Das war so schrecklich. Die Sonne ist so spät aufgewacht und ist so früh zurückgegangen. Der Tag war so kurz. Das war Winterpause. Die meisten sind nach Hause, die Studenten. Nur wenige sind zurückgeblieben, die arbeiten mussten. Die haben uns dann gesandt, dass sie sich nicht mehr in die Schule bringen. Ich war so kalt. Ich war so spalten. Sehr kalt. Ich war auch arm. Ich musste 7 oder 8 T-Shirts anziehen. Ich habe Holz gehackt. Na ja.

[1:28:56] Als die Winterpause fast vorbei war, kamen die Studenten zurück. Ein Freund, ein Koreaner, kam zu mir und sagte: "Das Resultat ist da." Ich sagte: "Wenn ich nur bestanden habe, bin ich fröhlich." Er sagte: "Ich habe dein Resultat gesehen." "Wie kann das sein, dass du mein Resultat gesehen hast?" Normalerweise haben sie die Resultate sehr vertraulich behandelt. Er sagte: "Zufällig habe ich es gesehen." Er sagte: "Du hast überall eine Eins." Überall eine Eins?

[1:29:50] Am nächsten Morgen bin ich dort hingegangen. Ich war begeisterter. Ich habe das Resultat gesehen. Ich brauchte 91 % um eine Eins zu haben. Oder mehr. Anatomie und Physiologie. Eins. Massage. Theorie und Praxis. Eins. Daniel. Eins. Arbeit. Eins. Ich habe gedacht: "Wenn ich nur Einsen habe, hat jeder eine Eins." 50 Studenten waren in meiner Klasse. Ich habe später herausgefunden, es gab nur vier Personen, die alle Einsen hatten.

[1:30:43] Ich bin in meinen Raum zurückgegangen und habe gesagt: "Das ist zu viel." Ich habe mich vor Gott niedergekniet. Es war zu viel für mich. Ich wusste nicht, was ich lesen soll. Ich habe gesagt: "Du kannst nur zu mir reden." Ich habe die Bibel geöffnet und gesagt: "Sag was." Mein Auge fiel auf diesen Vers, mit dem Gott zu mir gesprochen hat. Und ich habe dann gesprochen, was du meinst. Und erst runter eins, ab Vers 26. "Seht doch eure Berufung an, ihr Brüder. Da nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele mächtige, nicht viele Vornehme berufen sind, sondern das Törichte der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zu Schanden zu machen. Und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zu Schanden zu machen. Und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt." Ich war verachtet, ich war nutzlos, ich war nichts.

[1:32:20] Vers 29 sagt: "Damit sich vor ihm kein Fleisch rühme." Ich habe gesagt: "Herr, ich danke dir so sehr. Ich dachte, ich bin nutzlos. Du hast mich gebraucht, du hast mich erwählt." Es ist nicht so, dass Gott nicht auch kluge Leute brauchen möchte. Ich weiß, die Deutschen sind alle ganz klug. Es ist nicht so, dass Gott die Klugen nicht erwählt. Aber es kann vielleicht sein, dass wenn ich denke, dass ich zu klug bin, dass es eine Verschwendung ist, Gott zu dienen. Es ist nicht so, dass Gott die Klugen nicht erwählt. Nicht viele mächtige, nicht viele edle werden von Gott gerufen. Aber nicht, dass Gott sie nicht ruft, sondern sie denken, dass sie zu hoch sind, als dass sie gerufen werden. Das ist, warum Jesus auf dieser Welt Fischer berufen hat. Aber der eine Paulus war gleich viel wert wie alle zwölf Apostel. Könnt ihr euch vorstellen, wenn alle Deutschen sich Gott übergeben würden und die ganze Welt würde brennen? Für Gott.

[1:34:05] Ich habe gesagt: "Gott, ich bin nutzlos. Aber du bist bereit, mich zu gebrauchen. Ich bin so dankbar." Ich habe niemals in meinem Leben geträumt, dass ich dadurch, dass ich mein Leben Gott gebe, in meiner Jugend, als dummer, nutzloser Junge, ich habe mich in die Hände Gottes gegeben. Ich habe niemals geträumt, dass ich ein College abschließen werde. Ich habe das niemals mir geträumt, dass ich in so viele Länder reisen kann, um seine Liebe anderen zu teilen. Ich habe niemals in meinem Leben geträumt, dass Gott mich in mein eigenes Land zurückbringt, dass ich bei Null anfange und eine große Institution aufziehen werde. Ich habe gesagt: "Herr, wer bin ich?"

[1:35:16] Vor 30 Jahren, wenn ihr mich gesehen hättet, hättet ihr gesagt: "Das ist ein hoffnungsloses Kind." Aber die Bibel sagt: "Wenn jemand in Christus ist, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist dahin. Siehe, alles ist neu geworden." Ist das nicht wunderbar? Jesus sagt: "Komm zu mir. Ich werde euch ein Leben im Überfluss geben. Ein Leben mehr, als du dir vorstellen kannst." Ich garantiere dir. Satan kann nichts Besseres dir anbieten. Satan kann uns nur verführen. Gott ist ehrlich und treu. Was immer er sagt, er sagt: "Das ist meine Aufgabe und ich werde dafür sorgen, dass es getan wird." Gott versagt nicht.

[1:36:34] Liebe Geschwister, hast du Gott erlebt? Wann war das letzte Mal, dass du erlebt hast, dass Gott zu dir geht? Wann war das letzte Mal, dass dein Gebet beantwortet worden ist? Wann war das letzte Mal, dass du getröstet worden bist? Ein christliches Leben, ohne Gott zu erleben, ohne Gott zu sein. Gott möchte, dass wir ihn jeden Tag erleben. Gott freut sich an uns. Und er möchte, dass auch wir Freude haben.

[1:37:21] Es ist wirklich eine schöne, eine wunderbare Sache, mit Gott zu gehen. Mit einem Gott zu gehen, der einem Sicherheit gibt, der sich verlassen kann, der treu ist, ehrlich, wirklich aufrichtig. Wo kann man sowas in der Welt finden? Das ist der größte Segen, der jemals der Menschheit gegeben hat. Wenn Menschen mit Gott gehen können, was für ein Vorrecht.

[1:38:03] Wie viele von uns möchten mit Gott gerne gehen? Und sich freuen an seiner Gegenwart? Wie viele von uns möchten sich auf ihn verlassen? Und zu ihm schreien? Und unsere Sorgen und unsere Nöte ihm mitteilen? Wenn du erneut mit Gott ein Geben möchtest, dann möchte ich dich einladen, aufzustehen. Und du kannst vielleicht sagen: "Herr, ich bin mit dir schon gegangen, vielleicht auch dann wieder nicht. Bitte lehre mich, täglich mit dir zu gehen. Dass ich himmlische Freude mit dir erleben kann." Lass uns beten.

[1:39:03] Lieber Vater im Himmel, wir sind so dankbar, dass du dich so offen uns gezeigt hast. Du gibst uns wirklich alles. Danke so sehr. Wir können zu jeder Zeit zu dir schreien. Und du wirst uns ein Leben geben, das besser ist, das im Überfluss ist. Danke, dass du wirklich real für uns bist. Hilf uns, Herr, dass wir dich sehen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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