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In diesem Video erklärt Heidi Kohl die Bedeutung des Säure-Basen-Gleichgewichts für unsere Gesundheit. Sie beleuchtet, wie unser Körper Säuren und Basen reguliert und welche Folgen eine Übersäuerung haben kann, von Müdigkeit bis hin zu ernsthaften Krankheiten. Das Video gibt praktische Tipps zur Ernährung und zur Vermeidung von Säurebildnern, um ein gesundes Gleichgewicht zu fördern.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verdauung und wie falsche Essgewohnheiten und ungünstige Lebensmittelkombinationen zu Problemen führen können. Heidi Kohl teilt persönliche Erfahrungen und Zitate aus Büchern, um die Wichtigkeit einer ausgewogenen Ernährung und eines gesunden Lebensstils zu unterstreichen.


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Serie: Hoffnungsvoll Leben

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Transkript

[0:30] Ich begrüße Sie auch recht herzlich zum heutigen Thema Ernährung im Säure-Basen-Gleichgewicht. Ich habe also diesen Abend aufgeteilt in zwei Themen. Im ersten Teil spreche ich über das Säure-Basen-Gleichgewicht und weil die Verdauung sehr viel damit zu tun hat, habe ich einen zweiten Teil dabei über die Verdauung. Nur, dass Sie schon vorbereitet sind.

[1:00] Und so frage ich gleich zu Beginn, warum ist eine Ernährung im Säure-Basen-Gleichgewicht so wichtig und warum soll jeder darüber Bescheid wissen? Es ist ein relativ einfaches Wissen, aber umso wertvoller und wichtiger, um gesund zu bleiben und weil zweitens eben sehr viele Störungen und Krankheiten dort ihren Ursprung haben. Darauf werde ich heute kurz zu sprechen kommen.

[1:33] Was ist nun das Säure-Basen-Gleichgewicht? Wir haben also in unserem Körper einen Säure-Basen-Regulationsmechanismus. Die Lungen und Nieren regulieren diesen, damit unser Blut in einer Alkalität von 7,35 bis 7,0 bleibt. Säuren und Basen gleichen sich im Körper aus und um gesund zu bleiben, muss dieses Gleichgewicht erhalten bleiben. Also das ist einmal eine wichtige Tatsache und im gesunden Zustand bewegt sich eben der Blutspiegel immer zwischen diesen beiden Punkten.

[2:17] Und jetzt zur Aufgabe der Lunge und der Niere. Die Lunge entfernt flüchtige Substanzen wie Kohlendioxid, also das wird abgeatmet. Das ist eine sehr wichtige Aufgabe unserer Lunge und die Nieren eliminieren nicht flüchtige substanzförmige Säuren wie Milchsäure, Ketonkörper, Schwefelsäure und Phosphorsäure. Und um hier noch näher einzugehen, Ketonkörper entstehen beim Fettstoffwechsel, Schwefelsäure aus dem Proteinstoffwechsel und Phosphorsäure fällt beim Metabolismus der Phospholipide an. Phosphor und Schwefel sind in der Nahrung enthalten und daraus entstehen Phosphor- und Schwefelsäure als Endprodukt, die ausgeschieden werden muss. Also wir sehen, diese Säuren fallen immer wieder an.

[3:19] Und deshalb ist es auch wichtig, dass wir darüber Bescheid wissen, wie wir mit der Ernährung in einem Gleichgewicht bleiben können. Was heißt nun sauer und was heißt alkalisch? Das Säuregehalt hängt vom Wasserstoffgehalt der Nahrung ab und die Alkalität hängt von der Menge von Wasserstoff und Sauerstoff ab, die in der Nahrung kombiniert sind. Und für uns ist jetzt wichtig, wo wir es am besten verstehen, Mineralien in Nahrungsmitteln entscheiden über den Säurebasenspiegel, wodurch die Verdauungsprodukte dann in alkalische oder saure Rückstände umgewandelt werden. Das ist einmal ein sehr wichtiges Wissen über die Mineralien, die ja basisch sind. Und diese Zufuhr entscheidet dann, was daraus in unserem Körper wird. Deshalb ist es wichtig, dass ich weiß, wo sind Mineralien drinnen und wo kann ich sie genügend zuführen.

[4:26] Und jetzt zu den Folgen von Verschiebungen im Säurebasengleichgewicht. Ist der pH-Spiegel im Blut so nieder, also niedrer als 7,35, dann ist Übersäuerung eingetreten. Ist er niederer als 7,22, entwickeln sich Krankheiten. Steigt er über 7,8 an, also in die Alkalität hinein, tritt sogar der Tod ein. Das wird dann Alkalose genannt.

[4:59] Und jetzt zu den Symptomen, die wieder für uns interessant sind. Symptome bei Übersäuerung, da könnten Sie sich dann auch irgendwo finden. Müdigkeit, Nervosität und Abgeschlagenheit. Sodbrennen gehört in diesen Bereich. Auch Nachtschweiß, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Darmstörungen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Auch vermehrt auftretende Karies und Parodontose, Muskelgelenk- und Knochenschmerzen. Dann sogar Schilddrüsen-Funktionsstörungen, starker Körpergeruch, stumpfes Haar- und Haarausfall, Mundgeruch, Gewichtszunahme und auch Wassereinlagerungen.

[5:53] Also hier haben wir schon eine lange Palette an Symptomen, die auftreten können. Natürlich können andere Dinge mit hineinspielen, aber Sie werden dann gleich sehen, wenn wir erkennen, welche Säurebildner es gibt. Und dann können wir unseren eigenen Lebensstil mal überprüfen. Nun zu einer plötzlichen Säureattacke, wie die aussehen kann. Das kann ein Muskelkrampf sein, das kann ein Migräneanfall sein, ein Rheumaschub, Gehörsturz, Kopfschmerzen oder eine plötzliche Schmerzattacke.

[6:26] Und ich möchte da eine Erfahrung von mir selber erzählen. Ich habe dieses Wissen auch noch nicht so lange, vor 20 Jahren habe ich das nicht gewusst. Wir hatten eine Tofu-Produktion, mein Mann und ich, und ich habe diese Eiweißreste putzen müssen, die Maschinen putzen müssen. Und es ist eine sehr schwere Arbeit oder anstrengende Arbeit, wo ich muss mit der rechten Hand ganz viel, also diesen rechten Arm viel bewegen und rupfen und so weiter. Und ich habe diese Arbeit nie gern getan. Und ich war etwas frustriert und habe gerade an diesem Tag Pralinen geschenkt bekommen. Und so habe ich mir als Trostpflästerchen ein paar Pralinen mitgenommen und habe die so neben dem Rupfen gegessen.

[7:20] Und am Abend nach dieser Arbeit spürte ich so einen Muskelkater im rechten Arm. Also ich muss sagen, es waren zwei Stunden, wo ich den Arm ständig bewegt habe. Und in der Nacht haben sich dann die Schmerzen gesteigert, es wurde also kein Muskelkater, sondern es wurde eine Entzündung des Muskels im ganzen Arm. Und ich musste dann am nächsten Tag zum Arzt gehen, es war nicht zum Aushalten, ich konnte mich selbst nicht einmal mehr anziehen. Aber hier trat also eine bessere Durchblutung ein durch die Arbeit und die Säuren sind sofort in diesen Arm hineingegangen und haben diese Entzündung verursacht. Nur, dass man das weiß, also es war das Blut übersäuert und hat hier dann seinen Schaden angerichtet.

[8:05] So könnten wir also viele Symptome, die in unserem Leben oder wo nach einer Mahlzeit oder nach irgendeinem Essen so etwas auftritt, könnte dann mit dem zusammenhängen. Und so möchte ich eben auf das hinweisen, dass es sehr oft vorkommt, also bei mir war es dann immer ein Rheumaschub, weil ich eben darunter leide. Und bei manchen kann es ein Gehörsturz sein plötzlich oder eben ein Muskelkrampf, das erlebt man immer wieder. Können aber andere Faktoren auch noch mit hineinspielen, also wenn man zu wenig trinkt, das kann dann auch noch mit hineinspielen. Aber wir sehen, der Lebensstil ist sehr wichtig und auch über die Ernährung Bescheid zu wissen ist auch heute noch umso wichtiger und wertvoller.

[8:51] Unser Körper muss durch die gleichen Elemente ernährt werden, aus denen er besteht. Werden diese Stoffe verbraucht, ohne nachgefüllt zu werden, kommt es zu Störungen. Beziehungsweise der Körper holt sich die Stoffe zuerst dann woanders. Sind diese Depots leer, setzt der Prozess der Krankheit ein. Mineralien holt er sich aus den Zähnen, holt er sich aus den Knochen, wenn wir sie nicht zuführen. Das Blut muss immer im Gleichgewicht sein, also im basischen Bereich.

[9:32] Nun zum Zyklus des Menschen, dass wir einfach auch verstehen, was wir alles brauchen für unsere Ernährung. Die Erde besteht aus Elementen. Wir haben hier einen Baum, hier haben wir die Wurzeln und die Erde. Und in dieser Erde befinden sich Elemente, Mineralien und Spurenelemente. Diese Elemente bilden die Nahrung. Also für diesen Baum, und daran haben wir Früchte, die wieder uns zur Nahrung dienen. Und diese Nahrung bildet Blut. Das bildet unser Blut im Körper, das was wir essen. Und dieses Blut bildet wieder Zellen. Zellen bilden unsere Gewebe. Gewebe bilden die Organe. Und der Mensch besteht aus diesen Organen. Und Gott erschuf den Menschen.

[10:23] Und wenn der Baum nicht die richtigen Nährstoffe erhält, wird er ihm krank. Man erlebt das im Pflanzenreich und beim Menschen ist es ähnlich. Wenn wir nicht diese wichtigen Mineralstoffe erhalten, wird es irgendwann einmal eine Störung geben. Und wenn wir uns nicht richtig ernähren, ernten wir dann eben, was wir gesät haben. Das ist das Ergebnis. Es ist einfach wichtig zu wissen, dass unsere Zellen krank werden. Und dann werden die Gewebe krank. Je nachdem, wie wir leben und wie wir uns ernähren.

[10:57] Und jetzt schauen wir uns die zwei Arten von Mineralien an. Die säurebildenden und die alkalischen. Die alkalischen sind Calcium, Kalium, Natrium, Magnesium, Eisen. Und die säurebildenden sind Phosphor, Schwefel, Silizium, Jod, Brom. Nährstoffe, die unser Körper benötigt, sind die Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße und die Vitalstoffe. Und hier sehen wir, dass Kohlenhydrate aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen. Fette ebenfalls aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Beim Eiweiß ist es anders. Ich betone das jetzt deshalb, damit Sie jetzt hier den Zusammenhang erkennen. Beim Eiweiß haben wir Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Schwefel und Phosphor. Da haben wir die sauren Elemente dabei. Und dann die Vitalstoffe. Wenn ich dann die Lebensmittel zeige, dann müssen wir hier die Verbindung erkennen können.

[12:21] Und das empfohlene Verhältnis von Nahrungsmitteln schaut so aus, dass wir 75% basische benötigen und 25% saure. Das heißt, nicht nur basisch, sondern die sauren sind ein kleiner Teil. Aber überwiegend eben basische Nahrungsmittel. Jetzt müssen wir uns noch vorher, bevor wir uns mit den Lebensmitteln beschäftigen, wodurch entstehen jetzt diese Säuren? Wodurch kommt man in eine Übersäuerung?

[12:57] Hier haben wir wieder eine ganze Liste. Davon haben wir eben die falsche Ernährung mit viel Fleisch und Fett. Fleisch ist ein Säurebildner. Durch Essig, Alkohol, Schwarztee, Bohnenkaffee und Nikotin sind alle Säurebildner. Falsche Nahrungsmittelkombinationen, das werden wir dann bei der Verdauung auch sehen, was das bewirken kann, können zu einer Übersäuerung führen. Dann vor allem Kombinationen von Milch und Zucker. Also alles, was in unserem Körper gern anfängt, erzeugt saure Massen. Dann Kombinationen von Obst und Gemüse. Dann Überessen, also wenn wir zu viel essen oder zu viele verschiedene Nahrungsmittel. Dann auch süße Desserts, die dann einfach die Verdauung blockieren und wiederum Gärungszustände hervorrufen und dadurch eine Übersäuerung entstehen kann. Und vor allem Verdauungsstörungen, die daraus resultieren und dann zu Gärungszuständen führen.

[14:05] Und deshalb möchte ich dann den zweiten Teil über die Verdauung etwas sagen, weil das eben sehr wichtig ist, dass wir hier das verstehen. Dass es nicht nur bei den Nahrungsmitteln liegt, sondern auch wie wir sie kombinieren. Wie wir die Nahrung zusammensetzen, unser Menü zusammensetzen. Das ist also ganz, ganz wichtig.

[14:29] Und nun zur Ernährung im Säure-Basen-Gleichgewicht, dass wir schon gleich sehen, was wir essen können und wo wir 75% davon essen können und wo nur 25%. Wir haben hier die basischen Lebensmittelgruppen. Hier haben wir das Obst, das Gemüse, die Kräuter, die Kastanien und die Kartoffeln. Also die Kräuter sind ganz besonders wertvoll und vor allem das Gemüse. Dann säurebildende Lebensmittel. Da haben wir das Fleisch, Geflügel, Wild, Würste, Innereien, Leber, Rind, Hammel, Schweinefleisch. Dann auch der Fisch ist ein säurebildender. Bohnenkaffee, Schwarztee, Eier, Käse, Getreide außer Hirse, Hülsenfrüchte.

[15:17] Ihr habt noch eine Liste hier, wo es ganz genau steht. Es gibt Nahrungsmittel, die eine mittlere Säurebildung haben oder auch eine mittlere Basenbildung. Und deshalb muss man da ein bisschen einen Unterschied machen. Und da gibt es eben auch die Mandeln, die bei den Nüssen eine Ausnahme machen und basisch sind. Und bei den Hülsenfrüchten eben auch die Sojabohne.

[15:46] Nun zu weiteren Säurebildern, wie ich sie schon vorher erwähnt habe. Hier haben wir den Alkohol, den Essig, Nikotin, Bohnenkaffee, Schwarztee, Schokolade und auch Mineralwasser. Und vor allem möchte ich, ich habe hier eine Liste auch, die dürfen Sie dann wieder mitnehmen. Hier haben wir die Schokolade mit dem höchsten Wert an Säure. Also 100 Gramm Nahrungsmittel haben 60 Milligramm Säure. Kakao und Schokolade sind an der höchsten Stelle. Ich erwähne es jetzt deshalb, weil sie oft in den Medien als so gesund angepriesen wird. Man zeigt eben einen Vorteil und die Nachteile werden dann nicht erwähnt. Und ich habe das immer erlebt mit den Pralinen, dass die dann so schnell übersäuert haben und eine Entzündung hervorgerufen haben bei mir.

[16:45] Ja, ein Zitat aus, ich habe hier ein Buch, das heißt Bewusst Essen, Bewusst Leben. Da möchte ich immer wieder ein paar Zitate bringen zu dieser Ernährung mit viel Fleisch. Das Fleisch wird triefend vor Fett serviert. Und warum ist das so schlecht? Weil deren Verzehr einen kranken Blutstrom im menschlichen Körper verursachen würde. Und zwar durch Säuren. Also ist ganz klar, hier haben wir schon den Hinweis. Und das hat beim Menschen eine Vielzahl von Problemen und Krankheiten zur Folge. Die Natur toleriert keine Oberflächlichkeit, keine Täuschung.

[17:31] Ich möchte hier noch zum Essig etwas sagen und zuerst noch ein Zitat vorlesen. Die Salate werden mit Öl und Essig zubereitet. Im Magen tritt Gärung auf. Die Speise wird nicht verdaut, sondern zerfällt und geht in Fäulnis über. Dem Blut wird folglich keine Nahrung zugeführt. Es wird verunreinigt und Leber- und Nierenbeschwerden treten auf. Was macht dieser Essig? Es gibt jetzt schon Untersuchungen, die dann gezeigt haben. Früher hat man hauptsächlich den Salat nur mit Essig zubereitet. Wir machen das also mit Zitrone. Dann habe ich gleichzeitig auch Vitamin C. Aber Essig zerstört das Thiamin. Das ist das stärkespaltende Enzym im Mund. Außerdem enthält es einen Alkohol, der die Proteinverdauung im Darm verhindert. Dabei kommt es zur Gärung. Somit kommt es zur Gewichtsabnahme, weil zwei Phasen der Verdauung verhindert werden.

[18:34] Und dann wieder ein Zitat aus dem Buch. Wurstwaren und Essiggurken sollten nie in einen menschlichen Magen gelangen, denn sie erzeugen schlechtes Blut. Also hier haben wir ganz wertvolle Hinweise darüber, dass das eben alles übersäuernd wirkt. Und dadurch, wenn dann auch noch Gärung dazukommt, haben wir dann sehr viele Giftstoffe in unserem Blutstrom. Und hier wird der Weg eigentlich für Krankheiten dann bereitet. Deshalb ist also dieses Wissen über diese Säurebasenmechanismus sehr, sehr wichtig.

[19:13] Dann kommen wir als drittes zur Kombination, also zur falschen Kombination von Nahrungsmitteln. Denn die Nahrung kann fermentieren anfangen, verunreinigt das Blut wieder, belastet das Gehirn und führt zur Müdigkeit. Und ich denke, das haben schon viele erlebt nach einem Essen, dass sie sehr müde geworden sind. Und vor allem auch bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten erlebt man das ganz extrem. Und vor allem, wenn wir falsche Nahrungsmittelkombinationen haben. Also deshalb ist wichtig, dass wir uns hier auskennen. Und vor allem diese Kenntnis auch, dass mit den üppigen Nachtischen, dass man hier wirklich auch vorsichtig umgeht.

[20:00] Noch einmal ein Zitat aus diesem Buch. Die Kenntnis in Bezug auf geeignete Nahrungsmittelkombinationen ist von großer Bedeutung und sollte als Weisheit von Gott empfangen werden. Ich habe gestern schon von einer Nahrungsmittelkombination, von einer Eiweißkombination gesprochen. Und hier geht es jetzt eigentlich mehr darum, diese Nachtische, die eigentlich die Verdauung durcheinander bringen. Dass man hier ein Umdenken lernt und beginnt. Es ist nicht einfach, denn überall werden Nachtische serviert, hier einen Schritt zu machen, dass man das weglässt.

[20:40] Der nächste Punkt, der zur Übersäuerung führen kann, ist die Kombination von Milch und Zucker. Immer, weil es Gärungszustände hervorruft im Magen und Darm. Sie verunreinigen den Organismus und Zucker überlastet die Organe und hemmt den Ablauf der Lebensfunktionen. Besonders schädlich sind Vanillesoßen und Puddingspeisen, die in der Hauptsache aus Milch, Zucker und Eiern bestehen. Und da gehört eben auch das Eis dazu. Das ist jetzt sicher keine leichte Nachricht, die Sie hier bekommen.

[21:17] Und jetzt noch einmal ein Zitat aus diesem Buch hier. Gewöhnlich wird für unsere Speisen viel zu viel Zucker verwendet. Kuchen, süße Puddingspeisen, Konditorwaren, Gelee und Marmelade führen auf wirksame Weise zu Verdauungsstörungen. Besonders schädlich sind Vanillesoßen und Puddingspeisen, deren Hauptzutaten Milch, Eier und Zucker sind. Die freizügige und gleichzeitige Verwendung von Milch und Zucker sollte man vermeiden. Also ich habe das schon auch in meiner Ausbildung beim Dr. Brucker kennengelernt. Der hat immer gesagt, Zucker macht die Vollwertkost unverträglich. Also hier kann man schon Gärungszustände und Fäulniszustände im Darm produzieren.

[22:05] Und wie gesagt, ich habe das auch jahrelang nicht gewusst, habe mir sehr viele Schäden dadurch zugezogen. Und es ist ein wichtiges Wissen und es liegt mir wirklich sehr viel daran, dass die Menschen auch davon Kenntnis erhalten und dass sie vor allem jetzt diese Erkenntnis auch erhalten.

[22:28] Dann Kombination von Obst und Gemüse. Warum und wieso? Es ist nicht gut, Früchte und Gemüse zu einer Mahlzeit zu essen. Also es ist nicht gut. Kann es, aber man soll wirklich vorsichtig sein, je nachdem mit welchem Gemüse man kombiniert. Früchte sollen generell zu einer Mahlzeit gegessen werden und Gemüse zu einer anderen. Sie haben sicher schon festgestellt, wenn Sie irgendeine Kohlsorte gegessen haben und einen süßen Nachtisch verspeist haben, dass Sie dann furchtbare Blähungen bekommen haben.

[23:09] Also das ist das Extremste, was ich weiß. Es gibt natürlich Gemüse, das nicht so schwer verdaulich ist und wo man dann schon einmal einen einfachen Nachtisch nehmen kann. Aber ich werde das jetzt gleich erklären, warum und wieso, was da in unserem Körper vor sich geht. Der Körper hat nämlich die Eigenschaft, zuerst immer die einfachen Zucker aufzuspalten. Gemüse ist eingebettet in Zellulose. Sie haben sehr harte Fasern. Diese Ballaststoffe oder Zellulose sind sehr harte Fasern und die brauchen sehr lange, bis das verdaut ist und bis das aufgearbeitet ist. Und deshalb nimmt der Körper, also das ist so eingerichtet, nimmt er zuerst die einfachen Kohlenhydrate. Und dann lässt er das andere liegen. Und dadurch fängt das Verrotten an, denn wir haben eine hohe Temperatur in unserem Körper. Vor allem in unserem Verdauungskanal. Und dadurch kann das dann sehr schnell vergären und verrotten.

[24:16] Hier ein Zitat noch. Obst und Gemüse, die zur selben Mahlzeit gegessen werden, rufen eine Übersäuerung des Magens hervor und dadurch wird das Blut unrein.

[24:31] Und jetzt kommen wir zum nächsten Punkt, zum Überessen. Sie werden dann Bilder sehen bei dem zweiten Teil, wie so ein Magen aussieht, wenn wir zu viel essen und zu viel durcheinander essen. Hier möchte ich wieder ein Zitat aus diesem wertvollen Buch bringen. Den Magen zu sehr zu beanspruchen, ist ein weit verbreitetes Übel. Wenn wir ihm, also dem Magen, zu viel Nahrung zumuten, wird der gesamte Organismus überlastet. Statt zuzunehmen, nimmt die Lebenskraft ab, das Leben wird verkürzt. Der Mensch verbraucht seine Lebenskräfte mit der unnötigen Arbeit, eine Unmenge von Nahrung zu verdauen.

[25:23] Und jeder, der einmal ein Fasten durchgeführt hat, oder so ein Entschlackungsprogramm durchgemacht hat, der wird gemerkt haben, wie leicht er wird. Wenn man mal alle Schwere weglässt und wirklich dem Körper Ruhe gibt, den Verdauungstrakt einmal entlastet, denn wir muten unseren Verdauungsorganen unwahrscheinliche Qualen zu.

[25:50] Was passiert beim Überessen? Der Magen wird erweitert, die Verdauungsorgane geschwächt, viele Giftstoffe gelangen ins Blut und nach dem Essen bin ich dann müde. Also starke Müdigkeit, nach dem Essen Übergewicht entsteht, denn hier wird das, was man nicht braucht, in die Fettdepots eingelagert. Der Geist wird träge, es hat eine Auswirkung auf unser Gehirn. Die Gehirntätigkeit lässt nach, das Denken wird schwerfällig und es tritt ein Energiemangel ein. Wir wollen ja alle heute leistungsfähig sein, energiegeladen sein und deshalb ist diese Kenntnis, dieses Wissen, diese Weisheit sehr wichtig und Sie werden das merken, wie sich das auf Ihre Gesundheit positiv auswirkt.

[26:40] Nun kommen wir zu den süßen Desserts, Puddings und üppigen Cremetorten. Hier möchte ich auch wieder ein paar Zitate vorlesen. Nur weil es Sitte ist und eine krankhafte Esslust danach verlangt, wird der Magen mit üppigen Torten, Obstkuchen, Puddings und allerlei anderen schädlichen Genüssen überladen. Der Tisch muss sich vor Vielfalt von Speisen biegen, ansonsten ist der verdorbene Appetit nicht zufrieden. Das Kennzeichen dieser Sklaven der Esslust ist am Morgen oft ein schlechter Mundgeruch und eine belegte Zunge. Solche Menschen fühlen sich nicht gesund und wundern sich, warum sie an Schmerzen, Kopfweh und verschiedenen anderen Übeln leiden.

[27:24] Zu mir ist einmal eine junge Frau gekommen, sie war Mittelschulprofessorin. Der Arzt hat zu ihr gesagt, er kann ihr nicht mehr helfen. Sie hatte eine komplett schwarze Zunge und sie hatte ständig Temperatur, erhöhte Temperatur, also ständig leichte Fieberzustände. Sie hat also sehr viel Antibiotika bekommen. Sie wurde immer in der Schule von den Schülern angesteckt mit Infekten und immer hat sie Antibiotika genommen, damit sie arbeiten kann. Und irgendwann einmal hat der Körper gestreikt und die Zunge war schwarz und sie hatte ständig erhöhte Temperatur. Und wir haben als erstes immer ein Fastenprogramm mit frisch gepressten Säften durchgeführt und dann musste sie ein ganzes Jahr lang Rohkost essen. Sie hat gar nichts anderes vertragen. Aber schon nach diesem Programm, nach den drei Wochen bei uns, ist es ihr besser gegangen. Es ging aufwärts, aber sobald sie angefangen hat, etwas Normales zu essen, wurde es wieder schlechter. Und so hat sie dann ein ganzes Jahr lang Rohkost gegessen und ihr Chef, der Direktor der Schule, hat ihr Teilzeit gegeben für ein Jahr, damit ihr Körper wieder gesunden kann. Und sie ist heute voll wieder im Dienst und sie meldet sich immer wieder bei mir, weil sie so dankbar ist, dass sie wieder gesunden konnte.

[28:48] Und es sind einfach diese einfachen Dinge. Und sie hat also diesen Lebensstil und diese Ernährung angenommen. Früher hat sie immer Bohnenkaffee getrunken in der Jause und jetzt versucht sie ihre Kollegen und Kolleginnen mit eben den gesünderen Sachen, sie hat dann Karottenstäbchen mit oder in dieser Richtung Sachen oder Obst und so versucht sie ihre Kolleginnen davon zu überzeugen und auch anzustecken und nicht Bohnenkaffee zu trinken, sondern hinauszugehen. Sie macht dann in der Pause einen Spaziergang draußen, Sauerstoffaufnahme, damit sie wieder Leistung bringen kann. Wir wissen, dass heute pädagogische Berufe sehr anstrengend sind.

[29:32] Ja, und dann möchte ich noch ein Zitat vorlesen. Die Menschheit hat im zunehmenden Maße einem Verlangen nach üppigen Speisen gefrönt. Schließlich ist es sittig geworden, den Magen mit allen nur erdenklichen Delikatessen vollzustopfen. Insbesondere bei gesellschaftlichen Einladungen legt man sich beim Essen kaum Beschränkungen auf. Man nimmt dann Festessen zuweilen Spätabendteil, wobei stark gewürzte Fleischspeisen, üppige Soßen, Cremetorten, Kuchen, Eiscreme und dergleichen aufgetischt werden.

[30:05] Und dann steht auch in diesem Buch noch, ein einfacher Obstkuchen mag als Nachtisch dienen. Also hier haben wir einen Hinweis, dass ein einfacher Obstkuchen dienen kann. Man verwende einfache, aber vollwertige Lebensmittel. Obst eignet sich ausgezeichnet und nimmt beim Kochen nicht viel Zeit in Anspruch. Wir sollen alle üppigen Konditorwaren, Torten, Nachtische und ähnliche Speisen weglassen, die nur die Gaumenlust erregen. Wir sollen die Mahlzeiten einschränken, die vor allem die Vielfalt der Speisen und alles auch mit Danksagung genießen.

[30:46] Also es ist besser Süßigkeiten beiseite zu lassen, auf sie zu verzichten, auf süße Nachtische zu verzichten, wenn wir einen klaren Geist brauchen. Also da ist es auf jeden Fall wichtig. Ich weiß nicht, ob es Ihnen das auch schon passiert ist, dass Sie da benebelt waren nach seinem Essen. Gut, also ich kenne das sehr gut.

[31:09] Ja, jetzt kommen wir zu den Gärungszuständen. All das, was ich jetzt aufgezählt habe, verursacht Gärungszustände. Ich selber kann also ein Lied davon singen. Ich habe also vor 30 Jahren in die Ernährung umgestellt, hatte keine Ahnung über Nahrungsmittelkombinationen. Und ich erzähle nur ein Beispiel, was mir einmal passiert ist. Ich habe Heidelbeerenocken, ich weiß nicht, ob Sie wissen, was das ist. So kleine Omeletten sind das mit Heidelbeeren gebacken. Und da habe ich Staubzucker drüber gegeben und vorher habe ich einen Salat, einen Selleriesalat gegessen. Keine Ahnung gehabt, dass man das nicht darf. So passiert es dir, wenn du die Ernährung umstellst und keine Ahnung hast. Und es hat nicht lange gedauert, war ich so schwerst angeschlagen, dass ich drei Tage hat mein Körper gebraucht, bis er da fertig geworden ist. Und ich hatte einen Zustand wie nach einem Kater, nach einem Alkoholgenuss. Da hat man ja oft die Kopfhaut schmerzt und die Haare stehen einem fast zu Berge. Also so einen Zustand hatte ich damals, nach dieser Mahlzeit. Erst später, als ich dann all das studiert habe und gewusst habe oder gehört habe, dann wusste ich Bescheid, wo das herkommt.

[32:35] Ja, eine gute Verdauung nimmt eine Schlüsselstellung in unserem Wohlbefinden ein. Und fast alle Darmprobleme beginnen mit Übersäuerung. Ein Überschuss von Säuren im Magen führt zu einer Reizung der Schleimhautoberfläche. Es kommt zum Katarrh, dann kann daraus ein Geschwür entstehen und später kann daraus auch Krebs entstehen. Und eine Ansammlung von Gasen durch vergärte Masse im Darm bewirkt sogar unregelmäßigen Herzschlag und kann Herzfehler und Herzversagen herbeiführen. Wenn die durch Gärung entstandenen toxischen Substanzen wie Kohlendioxid in den Kreislauf gelangen, werden sie zu einer Quelle der Autointoxikation, also der Selbstvergiftung. Speisen, die säuern, gären oder die nicht innerhalb des natürlichen Zeitlimits verdaut werden, können keine gesunden Knochen und kein gesundes Gehirn bauen.

[33:43] Also das ist ganz, ganz wichtig. Das habe ich schon am ersten Abend gesagt. Wenn wir unsere Verstandeskräfte schärfen wollen, ist wichtig, dass wir eine Nahrung wählen, die nicht schwer verdaulich ist oder die nicht zu diesen Gärungszuständen führt. Also eine einfache Nahrung ist hier wertvoller. Eine fehlerhafte Verdauung, die das Essen zu giftigen Gasen im Darmtrakt umwandelt, wird minderwertiges Gewebe und Blut erzeugen, genauso wie eine defekte Maschine eine minderwertige Arbeit leistet. Diese natürlichen Gesetze beherrschen unser Leben. Das sind also natürliche Gesetze.

[34:31] Jetzt zeige ich ein paar Menüs, einfache Menüs. Pellkartoffeln, Maiskolben und Fisolen oder so ein Kartoffelauflauf mit Hokkaidoscheiben oder Fisolen. Das wäre ein vollwertiges Mittagessen, wenn wir vorher einen Salat auch gegessen haben. Vorher kommt immer die Rohkost. Das kann aus drei verschiedenen Salaten bestehen. Das wäre eben so ein kleiner Hinweis, ein Beispiel für ein gesundes Mittagessen.

[35:10] Jetzt kommen wir noch zum psychischen Bereich. Was bildet noch Säuren? Stress bildet viele Säuren. Negative Gedanken, Angst, Hass, Streit, Klatsch, Unglücklichsein, Ärger, Selbstsucht, Eifersucht oder sogar Mangel an Liebe. Hier bietet sich für uns ein Weg an, um zu lernen. Auch hier in das seelische Gleichgewicht zu kommen.

[35:48] Wie können wir jetzt die Balance halten? Wir haben wieder dieses wunderbare Lebensstilprogramm, das Sie bei uns kennenlernen. Gönnen Sie sich ausreichend Ruhe, Schlaf, dann vor allem frische Luft. Dann auch lachen, fröhlich sein, sich in guter Gesellschaft befinden. Liebe, Glück, Freude, Zufriedenheit und positive Denkweise. Das alles können wir lernen. Das sind jetzt nur Anstöße.

[36:37] Und deshalb empfehlen wir diesen Lebensstil, einen Neustart Ihres Lebensstils mit der richtigen Ernährung im Säure-Basen-Gleichgewicht. Ausreichend Bewegung, genügend Wasser trinken, genügend Sonnenlicht tanken, Gottvertrauen, dann frische Luft, Sauerstoff aufnehmen, Ruhephasen einhalten und mäßig sein im Essen und im Trinken.

[37:07] Ich habe ein Jahr gehabt zum Lernen dieses Lebensstils. Ich bin vor zwölf Jahren noch einmal sehr schwer krank geworden und ging dann in ein Gesundheitszentrum und habe dort sehr viel über Säurebasen, Gärungsprozesse usw. gelernt. Und habe dann ein Jahr Krankenstand gehabt und durfte ein Jahr lernen. Das ist nicht so einfach. Es braucht sechs Wochen, um einen neuen Lebensstil zu lernen. Es müssen neue Nervenbahnen gebildet werden, denn die Alten schreien immer wieder nach den alten Gewohnheiten. Das ist so, das ist eine Tatsache, das wissen wir alle. Wenn wir etwas gewohnt sind, dann möchte der Körper das immer wieder haben. Und so habe ich ein Jahr Zeit gehabt, diesen Lebensstil zu lernen. Und dann habe ich eben auch diese Gesundheitsschule gegründet und habe angefangen, auch Leute auszubilden, weil ich das selbst an mir erfahren habe, wie wunderbar das wirkt, dass man wieder gesund werden kann. Und das ist eben eine gute Nachricht.

[38:12] Jetzt möchte ich den Teil über die Verdauung beginnen. Der Beginn ist ein Gespräch eines Arztes mit seiner Patientin. Es geht also um die Verdauung. Was geschieht, wenn ich etwas in den Mund nehme? Was passiert hier, bis es wieder den Körper verlässt?

[38:38] Nun kommt eine Frau zum Arzt und klagt ihr Leid. Ich fühle mich einfach elend. Ich bin immer müde. Das wären so jetzt die Symptome, die wir beschrieben haben. Ich habe mehr Kaffee und Cola getrunken, um meine Energie zu steigern. Also das Übliche. Ich auch als kranke Schwester. Können Sie sich vorstellen, wie viel Bohnenkaffee ich getrunken habe. Früher. Permanent auch den Körper übersäuert. Aber dann war mein Magen so gereizt, dass ich mein Essen nicht mehr genießen konnte. Dann habe ich mir in der Apotheke ein Medikament besorgt, das die Produktion der Magensäure hemmen soll. Aber es hat nichts genützt. Also habe ich es mit mehreren kleinen Mahlzeiten am Tag versucht. Aber das hat meine Verdauung gestört. Ich fühlte mich ständig aufgebläht. Und sie fragte den Arzt, denken Sie, ich habe ein Magengeschwür? Er sagt, ja, es wäre möglich. Aber das denke ich nicht. Ihre Symptome sind eher die Folge eines misshandelten Magens.

[40:01] Ja, wahrscheinlich haben Sie recht, sagt die Frau. Kaffee und Cola sind bestimmt nicht hilfreich. Die ist schon sehr früh einsichtig geworden. Und der Arzt sagt dann, was das betrifft, haben Sie recht. Ihr erster Schritt zur Besserung besteht also darin, mit den Dingen aufzuhören, die Ihren Magen reizen.

[40:23] Kaffee enthält aromatische Öle, die die empfindliche Magenschleimhaut irritieren können. Kaffee, Tee und auch viele Limonaden enthalten Koffein, das den Magen dazu anregt, übermäßig viel Säuren zu bilden. Die Zusätze, die sich in vielen Getränken befinden, sind eine weitere Quelle der Reizstoffe.

[40:52] Und dann sagt der Arzt weiter, ein viel schlimmeres Problem ist die Art und Weise, wie viele ihren Verdauungstrakt misshandeln. Der Magen arbeitet am besten, wenn er nach einer Mahlzeit genug Zeit hat, um diese vollständig zu verdauen. Wenn er dann fertig ist, braucht er ein bisschen Erholung, bevor die nächste Ladung eintrifft. Und wie oft stopfen wir immer wieder etwas in uns hinein, bevor die vorangegangene Mahlzeit verdaut ist. Das ist wirklich eine große zusätzliche Belastung für unseren armen Magen.

[41:35] Die Frau fragt jetzt, wollen Sie damit sagen, dass man zwischen den Mahlzeiten nichts essen darf? Heutzutage nascht doch jeder Mann ein wenig zwischendurch. Richtig, sagt der Arzt, fast alle haben Probleme mit Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Gereiztheit, Schlaflosigkeit, geistiger Trägheit und Gewichtszunahme. Das sind also die Übel unserer heutigen zivilisierten Gesellschaft. Und er sagt, ein Rhythmus von drei Mahlzeiten am Tag ohne Zwischenmahlzeiten könnten viele dieser Probleme lösen. Im Sinne Ihrer Gesundheit sollten mindestens fünf Stunden zwischen zwei Mahlzeiten liegen.

[42:23] Die Frau zuckt mit der Achsel, okay, das verstehe ich. Ich werde es versuchen. Auf jeden Fall habe ich nichts zu verlieren. Und der Arzt sagt dann zum Abschied, es wird nicht einfach sein. Aber wenn Sie sich an dieses Programm halten, garantiere ich Ihnen, dass Sie sich viel wohler fühlen werden. Und trinken Sie zwischen den Mahlzeiten viel Wasser und lassen Sie mich in zwei Wochen wissen, wie es Ihnen geht.

[42:51] Und jetzt möchte ich ein bisschen über den Verdauungstrakt etwas erzählen. Essen gehört ja zu den besonderen Freuden des Lebens. Wir wissen, dass es im Sinne unseres Schöpfers auch ist, dass wir unser Essen genießen. Wir wollen ja gerne gut essen, in Gemeinschaft essen, in Gesellschaft essen. Auch Familienfeiern tragen dazu bei. Und es spielt eine zentrale Rolle eigentlich bei Menschen.

[43:23] Also unser Schöpfer hat uns mit Geschmacksknospen ausgestattet, damit wir die Nahrung wertschätzen. Was würden wir tun ohne Geschmacksknospen? Ich habe Menschen kennengelernt, die in meiner Arbeit im Krankenhaus die Bestrahlungen in diesem Bereich hatten. Und durch einen Tumor, und die nichts mehr schmecken konnten. Das können wir uns gar nicht vorstellen, was das bedeutet, wenn wir nichts mehr schmecken können. Da wird es einem einfach erst bewusst, was das für ein Geschenk ist, dass wir das Essen genießen können. Und dass es gut schmeckt.

[44:02] Also 9000 solcher Geschmacksknospen haben wir auf unserer Zunge, allein auf unserer Zunge. Also unser Schöpfer hat damit nicht gespart, dass wir wirklich alles wunderbar kosten können und schmecken können. Wenn wir aber den Geschmack der Nahrung in unserem Mund genießen, denkt kaum jemand daran, was mit dieser Nahrung geschieht, wenn wir sie erst einmal geschluckt haben.

[44:34] Die Verdauung ist der Prozess, in dem der Körper Nahrung in seine Bestandteile aufspaltet. Diese Arbeit wird vorwiegend von Enzymen vorgenommen, die gleich Scheren sind und die Nährstoffe in ihre Teile zerlegt. Auf diese Weise können Kohlenhydrate in Traubenzucker, Fette in Fettsäuren und Eiweiße in Aminosäuren aufgespalten werden. Und das Blut kann diese kleinen Teilchen dann aus dem Darm zu den Zellen in unserem Körper transportieren. Das ist dieser Prozess.

[45:13] Wenn wir da ein bisschen mehr dran denken, wenn wir essen, was in unserem Körper passiert, dass wir uns einfach ein wenig mehr Gedanken machen. Die Verdauung beginnt eigentlich in unserem Mund, wenn wir kauen. Unser Mund sollte alkalisch sein, also das Milieu in unserem Mund sollte alkalisch sein. Und die Nahrung wird dann mit Speichel aus den Speicheldrüsen vermischt und Kohlenhydrate werden schon im Mund teilweise aufgespalten.

[45:48] Und im Dünndarm geht dann dieser Vorgang weiter. Also die Verdauung der Kohlenhydrate beginnt bereits im Mund. Die Eiweißverdauung geschieht dann vorwiegend im Magen und geht dann auch im Dünndarm weiter. Und der Magen ist bereits sauer. Fett wird vor allem im Darm verdaut und der Dünndarm muss wieder alkalisch sein. Der Dickdarm ist dann wieder sauer. Und dass wir einfach hier verstehen, wenn wir diese Alkalität im Dünndarm nicht erreichen, sind ebenfalls Verdauungsstörungen vorprogrammiert. Also wenn wir den Magen ständig übersäuern, ist es sicher schwieriger im Dünndarm dann ein alkalisches Milieu hervorzubringen.

[46:40] Der Magen spielt bei der Verdauung eine sehr wichtige Rolle. Er übt drei grundlegende Funktionen aus. Er spaltet also die Nahrung auf, vor allem das Eiweiß, nimmt Flüssigkeit auf und produziert Magensäure. Die Magensäure desinfiziert auch alles, was wir essen und kann hier schon Bakterien abtöten, damit wir nicht krank werden. Also hier werden schon Infektionen abgewehrt und vor allem wird also hier das Eiweiß aufgespalten.

[47:20] Nachdem die Nahrung den Magen verlassen hat, kommt sie in den Darm, also als erstes in den Dünndarm, wo die Verdauung weitergeht. Verdauungssäfte von der Leber und von der Bauchspeicheldrüse spielen dabei eine wesentliche Rolle. Und hier wird noch Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate werden hier noch verstoffwechselt und verarbeitet. Und so gelangen dann die Speisereste in den Dickdarm.

[47:49] Wir können also erkennen, dass der Körper eine sehr geordnete Weise hat, mit der Nahrung umzugehen. Nur wir gehen nicht so damit um. Das was wir in unserem Körper oft antun, bereitet ihm allergrößte Probleme. Und da wollen wir jetzt auf ein paar Sachen eingehen, was wir so gerne mit unserem Körper antun.

[48:15] Eine unserer schlechtesten Gewohnheiten bezieht sich auf die Zeit, zu der wir essen. Es kommt nämlich nicht nur darauf an, was wir essen, sondern auch, wann wir das tun. Der Verdauungsvorgang funktioniert am besten, wenn ihm Zeit gegeben wird, eine Mahlzeit zu verdauen, bevor die nächste eintrifft. Das haben wir schon erwähnt.

[48:38] Und jetzt zeige ich eine Studie. Eine Studie, die an Studenten durchgeführt wurde. An einer großen Universität bekamen diese Studenten ein Frühstück mit Getreide, Toastbrot, Obst und einem Ei. Nach vier Stunden zeigten Untersuchungen, dass ihr Magen leer war. Also bei diesem Frühstück war nach vier Stunden der Magen leer. Und dann gab man diesen Studenten zwei Stunden nach dem Frühstück einen Sandwich oder ein Stück Kürbistorte und ein Glas Milch. Und dann stellte man fest, nachdem man das untersucht hat, sechs bis neun Stunden später war immer noch ein Teil des Frühstücks im Magen. Also es kommt zu einer Verdögerung.

[49:40] Jetzt können Sie verstehen, wie viele Verdauungsprobleme dadurch provoziert werden. Das ist ein ganz einfaches Beispiel. Und jetzt gehen wir noch weiter. Das ist jetzt für alle Schokoladefreaks ein Schock. Eine Person erhielt zweimal am Vormittag ein kleines Stück Schokolade und zweimal am Nachmittag nach diesem gleichen Frühstück. Und etwa 13 Stunden später war noch mehr als die Hälfte vom Frühstück unverdaut im Magen.

[50:15] Und jetzt können Sie sich vorstellen, dass manche dann einfach, wenn sie irgendeine Mahlzeit dann zu sich nehmen, die größten Probleme haben. Wenn Sie jetzt einen Salat essen oder einen Apfel am Abend essen wollen, dann vertragen Sie ihn nicht. Dann kriegen Sie Blähungen, wenn da noch so viel von vorher vorhanden ist.

[50:37] Wenn wir zwischendurch naschen, bevor der Magen mit der Verdauung der letzten Mahlzeit fertig ist, verlangsamt sich der gesamte Verdauungsprozess, bis der Magen die neu hinzugefügte Nahrung wieder verarbeitet hat. Deshalb kann es vorkommen, dass wenn wir zu oft essen, unser Magen den ganzen Tag arbeitet und manchmal auch noch bis in die Nacht hinein.

[51:08] Und dann gibt es noch etwas, was das Gleiche hervorruft, eine fettreiche Nahrung. Wir werden das dann am Donnerstag noch genauer hören, wenn es um die Fette geht. Auch eine fettreiche Nahrung oder Mahlzeit verlangsamt die Verdauung. Fett in großen Mengen bedeckt die Nahrung, umhüllt sie im Magen, sodass die Enzyme nicht durchdringen können und die Arbeit nicht richtig vonstatten gehen kann, die Verdauungsarbeit. Denn das Fett müsste jetzt zuerst aufgespalten werden, das geschieht aber erst im Dünndarm.

[51:45] Und so kann auch oft das Eiweiß nicht richtig aufgespalten werden, vor allem wenn man die Mahlzeit nicht ausreichend kaut, wenn man so große Stücke hinunterschluckt. Wenn Sie jetzt einfach einmal Fett auf Ihre Hände tun und Sie wollen es entfernen, werden Sie das mit Wasser nicht tun können, oder? Das ist wie ein Film, so ähnlich ist es auch bei der Nahrung, dass das Fett wie ein Film die Nahrung umschließt.

[52:16] Wenn also die Fettmenge bei einer Mahlzeit nicht groß ist, wird es auf die Verweildauer im Magen kaum Auswirkungen haben. Eine typische westliche Mahlzeit kann aber aufgrund ihres hohen Fettgehaltes fünf bis sechs Stunden oder länger benötigen, bis sie den Magen verlässt. Also es braucht wesentlich länger und es braucht auch sehr viel Verdauungsenergie. Und man ist eben dann davon müde.

[52:45] Jetzt kommen wir noch zu einem wichtigen Punkt, zu dem Zwischendurchnaschen, denn dieses unterbricht ebenfalls die Verdauung. Und stresst den Magen. So wie jede Maschine im Dauerbetrieb schneller den Geist aufgibt, kann zu häufiges Essen den Magen schwächen und ihn dadurch veranlassen, Zeichen der Erschöpfung zu äußern. Und dann wird man ihm krank.

[53:13] Beim Essen zu trinken ist ebenfalls eine schlechte Gewohnheit. Dadurch kann die Verdauung auch verzögert werden. Es ist besser, zwischen den Mahlzeiten reichlich Wasser zu trinken. Hier haben wir das aufgezeigt, 30 Minuten vor dem Essen oder eben zwei Stunden danach. Wenn Sie genug getrunken haben, werden Sie kein Problem haben beim Essen. Und vor allem, wenn Sie gut kauen und genügend Speichel bilden, dann wird auch das Durstgefühl mit der Zeit wegbleiben.

[53:52] Also so kann man das schon gut trainieren, wenn man aber gewohnt ist, immer dazu zu trinken. Da werden ja auch die Speichelgrößen nicht genügend angeregt, selber diesen Verdauungssaft zu produzieren, den Speichel zu produzieren.

[54:11] Und was soll man jetzt noch von einer großen Vielfalt von Nahrungsmitteln bei einer Mahlzeit halten? Oder zum Beispiel Buffets, wo es ein großes Angebot ist. Da möchte man ja alles kosten. Zu viele verschiedene Arten von Nahrungsmitteln pro Mahlzeit können Verdauungsstörungen verursachen. Man sollte nur drei oder vier verschiedene Nahrungsmittel pro Mahlzeit einnehmen, damit die Verdauungsorgane nicht überlastet werden.

[54:45] Große Mahlzeiten oder zu viel verschiedenes braucht länger, um verdaut zu werden und macht sehr oft auch müde und schläfrig.

[54:55] So, nun kommen wir wieder zu dieser Patientin. Sie ist jetzt wieder zum Arzt gekommen. Was ist mit ihr passiert? Hat sie ihre Gesundheit durch diese einfachen Veränderungen verbessern können? Sie strahlte, als sie zum Arzt kam. Nach drei Tagen, sagt sie, kam mein Appetit wieder zurück und meine Magenprobleme sind verschwunden. Was für eine einfache Lösung. Ich habe alle meinen Freunden davon erzählt.

[55:30] Und nun, um es auf den Punkt zu bringen, ein Rhythmus von drei Mahlzeiten am Tag ohne Zwischenmahlzeiten oder Naschereien könnte viele Probleme wie Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Gereiztheit, Schlaflosigkeit, geistige Trägheit und Gewichtszunahme verhindern.

[55:51] Wir sind jetzt am Ende und ich möchte mit einem Text aus dem Predigerbuch abschließen. Heil dir, du Land, dessen Fürsten zur rechten Zeit essen, zur Stärkung und nicht aus Genusssucht. Dann haben wir einen klaren Verstand, eine große Verstandesschärfe und einen gesunden, leistungsfähigen Körper.

[56:23] Ich musste alles über einen langen Umweg lernen. Und deshalb möchte ich das heute überall in Seminaren weitergeben, damit Sie nicht diese schlechten Erfahrungen machen müssen, die ich gemacht habe und diesen langen Leidensweg. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lernen und auch, dass Sie viele, viele gute Erfahrungen damit machen. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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