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In dieser Predigt wird die Rolle des Gesetzes in der Erziehung und Bildung beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, dass das hebräische Wort für Gesetz, „Thora“, ursprünglich „Lehre“ oder „Weisung“ bedeutet und somit einen pädagogischen Aspekt hat. Es wird dargelegt, dass die gesamte Bibel, nicht nur die Zehn Gebote, als Gesetz im weiteren Sinne verstanden werden kann und zur Unterweisung dient. Die Predigt betont, dass die Lehre Gottes untrennbar mit ihm als Lehrer verbunden ist und dass das Gesetz uns zu Jesus führt, der allein die Kraft zur Erlösung gibt.


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Serie: Erziehung und Bildung

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Transkript

[0:22] Hallo und herzlich willkommen zur joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf einem mässigen des Kabels zur dritten Folge unserer Serie über Erziehung und Bildung. Heute soll es um ein besonderes Thema gehen, es soll um die Rolle des Gesetzes in der Erziehung, in der Bildung gehen. Deswegen heißt das Thema, mit dem wir uns auf das Bibelgespräch am 17. Oktober vorbereiten: Das Gesetz als Lehrer.

[0:56] Bevor wir uns mit diesem Gesetz beschäftigen, uns anschauen, wie es uns hilft zu lernen und erzogen zu werden im Sinne Gottes, wollen wir natürlich zu dem beten, der es gegeben hat und ihn einladen, dass er jetzt unser Lehrer ist. Lasst uns gemeinsam mit unserem Vater im Himmel beten.

[1:15] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du ein solch großes Interesse an uns hast, dass du zu uns sprichst durch dein Wort, durch deinen Heiligen Geist und dass du mit Geduld und Liebe und Schritt für Schritt an deiner Hand nimmst. Und dass jedes Mal, wenn wir ein Wort aufschlagen, wir etwas Neues, Frisches entdecken können, dass wir noch mehr von dir verstehen dürfen und aufgebaut werden und gestärkt und getröstet werden durch das Wort. Ja, so bitten wir dich, dass nach deiner Verheißung du jetzt unser Lehrer bist und dass wir aus deinem Wort Dinge erfahren, die uns bewegen, unser Herz verändern und dein Gesetz hineinschreiben in unser Innerstes, so dass wir aus Freude und aus Glauben das tun, was du dir für unser Leben wünschst. Das bieten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:14] In 5. Mose Kapitel 1 und dort Vers 5 lesen wir: Auf der anderen Seite des Jordan im Land Moab fing Mose an, dieses Gesetz auszulegen und er sprach.

[2:29] Hier haben wir den Beginn des berühmten Buches 5. Mose und es ist wahrscheinlich kein großes Geheimnis, dass dieses Buch zu meinen absoluten Lieblingsbüchern in der Bibel zählt. Dieses fünfte Buch Mose ist ein Buch der Erziehung. Gott möchte durch Mose sein Volk bilden, nicht ausschließlich oder nicht in erster Linie rein intellektuell, sondern vor allem das Herz erziehen, das moralische Denken verändern. Dieses Volk, das kurz vor der Einnahme des Gelobten Landes stand. In diesem Buch sind einige der entscheidendsten Wahrheiten der Bibel ganz deutlich ausgesprochen.

[3:13] Und die Bibel sagt uns hier, dass Mose, als er diese Predigtreihe, die wir heute 5. Mose nennen, gehalten hat, kurz vor seinem Tod, dass er dabei dieses Gesetz ausgelegt hat. Wenn wir das Wort "Gesetz" hören, als bibelgläubige Christen denken wir fast automatisch an die zehn Gebote. Und da das Wort Gesetz auch in unserem Alltag ganz präsent ist als eine Reihe an eine eine Zusammenstellung von Regeln, die zum Beispiel die Stadt aufgestellt hat, so haben wir oft das Gefühl, dass wenn die Bibel von dem Gesetz spricht, dann meint es einfach zehn Regeln, die Gott aufgestellt hat, die wir beachten sollen. Aber es schon das Wort, das hier verwendete "Gesetz", zeigt uns, dass da mehr dahinter steckt.

[4:07] Das Wort im Hebräischen ist "Thora", und das meint eigentlich wörtlich eine Lehre, eine Weisung. Und da haben wir es schon, den pädagogischen Aspekt ganz deutlich vor Augen. Gott möchte mir einfach nur Regeln aufstellen, er möchte sein Volk im wahrsten Sinne des Wortes belehren. Er möchte Weisungen geben und mit dem Wort "Thora" wurde die Gesamtheit der fünf Bücher Mose beschrieben und dann später auch wurden diese bisher so genannt. In der hebräischen Bibel, wenn man von dem "Setz und den Propheten und den Schriften" sprach, dann meint das Gesetz diese fünf Bücher Mose. Und die enthalten nicht nur Gesetze in unserem engeren Sinne, sondern Geschichten und Vorschriften für den Heiligtumsdienst und ganz verschiedenes Material, Lieder, z.B. Obwohl sie all das sollte das Volk belehren.

[5:08] Die Idee, dass die Thora, das Gesetz, einen pädagogischen Wert hat, ja, an sich eigentlich pädagogisch gemeint ist, das findet sich auch in den Psalmen. Diese Idee in Psalm 19 und dort Vers 8 geht es ebenfalls um die Thora. Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, es erweckt die Seele. Das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig, es macht den Unbeständigen weise. Man erlangt Weisheit, man wird klüger und weise einsichtig durch das Gesetz Gottes, das vollkommen ist und das die Seele erfreut, wieder belebt.

[5:48] Das Gesetz wird hier dann im weiteren Kontext mit verschiedenen anderen Begriffen parallel gesetzt: mit den Befehlen des Herrn, mit dem Gebot des Herrn, mit den Bestimmungen des Herrn, mit der Furcht des Herrn – all das hat eine gehört zusammen und zeigt uns, dass Gott nicht nur einen einzigen Begriff verwendet, um diese Idee deutlich zu machen, dass er Dinge sagt, die wir lernen sollen, um davon zu profitieren.

[6:15] Auch im Neuen Testament wird sehr deutlich, dass der Begriff "gesetzlich" nicht allein auf die zehn Gebote beschränken lässt. Wenn wir zum Beispiel einmal den Apostel Paulus anschauen, im Galaterbrief, in Galater 4 und dort Vers 21, dort schreibt er den Galatern, die so sehr jetzt das Alte Testament bezug nehmen und einige Vorschriften dort noch als bindend ansehen, die mittlerweile durch die Offenbarung des Neuen Testamentes deutlich gemacht worden ist, dass sie nicht mehr bindend sind, insbesondere die Beschneidung.

[6:53] In Galater 4 Vers 21 heißt es: "Sagt mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt, hört ihr das Gesetz nicht?" Und dann bezieht sich also Paulus auf das Gesetz und sagt in Vers 22: "Es steht doch geschrieben, dass Abram zwei Söhne hatte, beiden von der leibeigenen Markt, der eine von der leibeigenen Markt, der andere von der freien." Das wiederum steht nun nicht in den zehn Geboten, auch nicht in 3. Mose unter den Opfer- oder Heiligtums- oder Heiligungsvorschriften, sondern 1. Mose. Es gehörte zum Teil der fünf Bücher Mose.

[7:26] Und im weiteren Sinne, auch wenn man das im Römerbrief dann anschaut, verwendet Paulus das Wort "Gesetz" dann sogar für die Gesamtheit des Alten Testamentes. Er zitiert aus den Psalmen und aus den Sprüchen, z.B. in der über drei und strich dann davon, dass das Gesetz diese Dinge sagt. Mit "Gesetz" kann man also allgemeiner all das verstehen, was die Bibel sagt, in dem Fall jetzt im Neuen Testament noch Bezug nimmt auf das Alte Testament, was schriftlich uns übermittelt worden ist an inspirierten Wahrheiten, die uns etwas beibringen wollen. Ganz egal, ob es sich um ein poetisches Gedicht, ein Lied, eine Gesetzesvorschrift, eine Prophezeiung, eine Verheißung, eine Geschichte handelt.

[8:14] All das ist Gesetz im weiteren Sinne und all das soll uns belehren, weil Gott als guter Lehrer nämlich eine ganze Reihe von Optionen hat. Ein guter Lehrer weiß, dass nicht alle Schüler auf dieselbe Art und Weise begreifen. Manche sind auditiv, manche begreifen vor allem, wenn sie etwas anfassen. Manche brauchen alles sehr systematisch, manche brauchen erstmal ein Beispiel und können von dem Besonderen zum Allgemeinen geführt werden. Wir sind so unterschiedlich und so braucht es, wie in der normalen Pädagogik, auch in Glaubensdingen eine Vielzahl an Methoden, mit denen Gott die verschiedenen Menschen, die in verschiedenen Lebenssituationen mit ihren verschiedenen Erfahrungen, Persönlichkeiten ansprechen kann.

[8:57] Und so finden wir das Evangelium in Liedern und in Gesetzestexten, in Geschichten, in Prophezeiungen, in all den verschiedenen Varianten des Alten Testamentes. All das soll uns belehren. Wir sollen lernen und jeder von uns hat vielleicht so seine Lieblingsstelle, seine Lieblingsbücher, seine Lieblingsbereiche in der Bibel. Und das hat nichts damit zu tun, dass wir an zu notwendigerweise ignorieren wollen. Nein, weil wir besonders durch Prophezeiung angesprochen werden oder besonders durch Poesie, besonders durch Geschichten oder durch prophetische Aussagen.

[9:28] All das dient dazu, dass jeder Mensch mit dem Evangelium vertraut gemacht werden soll. Entsprechend finden wir diese Idee, dass die Schrift als Ganzes gegeben ist zu unserer Unterweisung, auch bei Paulus im 2. Timotheus Kapitel 3 und dort Vers 15.

[9:49] 2. Timotheus Kapitel 3 und dort Vers 15. Dort spricht Paulus zu Timotheus und sagt: "Und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist."

[10:47] Die Schriften haben eine besondere Fähigkeit, sie haben eine Kraft, die er, das sagt nicht die Kraft, weise zu machen zur Rettung durch den Glauben. Mit anderen Worten, die heiligen Schriften sind es, die uns belehren, wie das Evangelium funktioniert. Sie informieren, um sex, nackt und präzise über das Evangelium, das Gott jedem Menschen anbietet.

[11:20] Und die Schriften tun das, wie gesagt, durch Opfervorschriften, genauso wie durch Prophezeiungen, genauso wie durch Lieder oder schon durch den Schöpfungsbericht. Überall finden wir Prinzipien und Ideen, die uns zum Evangelium hinführen und uns das Evangelium genauer erklären, all seinen Aspekten.

[11:38] Also die Idee der Thora, der Belehrung, ist letztendlich, dass Gott grundsätzlich etwas sagt, damit wir besser verstehen, wie er uns retten möchte. Gott will, dass ich einfach nur retten, er möchte auch, dass wir verstehen, wie es funktioniert. Denn je besser wir verstehen, wie das Evangelium funktioniert, desto mehr Vertrauen können wir darauf bauen und desto schöner wird der Charakter Gottes auch sein, desto mehr möchten wir auch mit ihm gemeinsam nehmen.

[12:13] Das Gesetz beschreibt also das Evangelium und je mehr wir uns damit beschäftigen, desto besser werden wir das Evangelium verstehen, wie es funktioniert.

[12:24] In Römer 7 sehen wir dann, in Verzerrungen Römer 8 Vers 3 sehen wir dann aber, dass dieses Gesetz eine Limitierung hat, eine Begrenzung. Römer 8 Vers 3 heißt es eben von diesem Gesetz, denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch kraftlos war, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte.

[12:54] Das Gesetz kann uns weise machen zur Lösung, es kann uns die Erlösung erklären und dorthin führen. Das Gesetz selbst kann uns aber nicht lösen. Wir können sehen, wie Errettung funktioniert, aber das bloße Lesen rettet uns noch nicht, weil wir nämlich die Dinge, die das Gesetz beschreibt, aus eigener Kraft in unserem sündigen Fleisch nicht tun können.

[13:22] Das Gesetz bleibt kraftlos. Wir können zwar sehen, wie Gott sich unser Leben wünscht, wir können sehen, was er vorhat mit uns, aber wenn wir es alleine versuchen, wenn wir die Lehre, die Gott uns gibt, selbst umsetzen wollen, bleibt die Lehre kraftlos. Sie wird keine Resultate hervorbringen, weil unser sündiges Fleisch nicht in der Lage ist, zu tun, was Gott uns lehrt.

[13:47] Aber wir müssen nicht verzweifeln, denn in diesem Vers sehen wir schon, dass es trotzdem möglich ist, nicht durch unsere eigene Anstrengung, sondern das tat Gott selbst, sagt Paulus, durch Jesus Christus.

[14:00] Das heißt, wenn die Bibel von dem Gesetz spricht, meint sie im weitesten Sinne all das, was Gott gesagt hat, was er sich wünscht, mit dem er uns zeigt, wie das Evangelium funktioniert. Aber die Kraft des Evangeliums, das ist tatsächlich in meinem Leben auch dann passiert, das geschieht durch Jesus.

[14:22] Und deswegen nennt dann die Bibel den Römer 1 Vers 16 das Evangelium die Kraft Gottes.

[14:25] Römer 1 Vers 16: "Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen."

[14:43] Wer also die Thora, die Belehrung Gottes, nimmt und einfach nur den den Wortsinn nimmt und ihn aus eigener Kraft halten will, der wird nicht wirklich überhaupt etwas erreichen können. Wer versteht, dass Gott in seinem Wort uns belehren möchte über das, was sie Jesus für uns und in uns tun möchte, der wird plötzlich merken, dass es eine Botschaft der Kraft ist, dass Gott und seine Lehre nicht voneinander getrennt werden können.

[15:14] Denn Gott beschreibt in seiner Lehre letztlich sich selbst. Und je mehr wir uns mit der Lehre beschäftigen, desto besser werden wir Gott kennen. Denn es gibt immer wieder die Tendenz in der Geschichte von Menschen, die vorgeben, der Bibel zu glauben, Lehre und Lehrer zu trennen.

[15:34] In Johannes Kapitel 5 und dort Vers 39 legt Jesus den Finger auf die Wunde und zeigt, dass genau das das Problem der Theologen seinerzeit war, der Schriftgelehrten, die ihnen hier vor Gericht gezogen hatten.

[15:48] In Johannes 5, dort Vers 39 sagt er zu den Sadduzäern und Pharisäern und wer immer dort in diesem Sinne drin gewesen ist: "Er sagt, ihr erforscht die Schriften, also das Gesetz, die Thora könnte man sagen, weil das hier im Griechischen natürlich jetzt nicht so steht, aber das ist, was er meint. Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben, und sie sind es, die von mir Zeugnis geben."

[16:17] Die Juden hatten verstanden, dass Gott sie lehren möchte mit dem Gesetz und so studierten sie das Gesetz, aber erkannten nicht, dass das Gesetz sie zu Jesus führen würde.

[16:28] Und deswegen sagt Jesus jetzt in Vers 40: "Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen."

[16:37] Das Gesetz, wenn es richtig verstanden wird, dann führt es uns immer zu Jesus selbst, der allein uns das Leben geben kann.

[16:48] Es ist möglich also leider, dass man die Lehre von dem Lehrer trennt und sich allein auf die Lehre konzentriert und den Lehrer ignoriert und dann überhaupt nichts von dieser Lehre eigentlich keinen Nutzen davon hat, genauso wie auch die Juden keinen Nutzen davon hatten, dass das Alte Testament gelesen hatten, vielleicht sogar auswendig kannten, aber gar nicht verstanden hatten, was Gott ihnen eigentlich damit wirklich sagen wollte.

[17:13] Heute machen wir vielleicht den quasi entgegengesetzten Fehler, dass wir wiederum Lehre und Lehrer trennen, dass wir uns vielleicht manchmal allein auf den Lehrer, auf Jesus konzentrieren und wenig Interesse für seine Lehre haben. Aber wir können den Lehrer am besten verstehen, wenn wir uns für das interessieren, was er selbst über sich und über seinen himmlischen Vater gesagt hat.

[17:40] Lasst uns nicht Lehre und Lehrer trennen. Lasst uns bereit sein, von Jesus korrigiert zu werden, belehrt zu werden und ja zu verstehen, was er uns sagen möchte.

[17:54] Wenn Gott spricht, dann nicht einfach, weil ihm langweilig ist. Wenn Jesus etwas lehrt, dann nicht einfach nur, weil er eine Tradition erfüllen möchte. Wenn Jesus etwas gesagt hat, wenn im Alten Testament etwas von Gott offenbart wird, wenn der Heilige Geist Menschen inspiriert, dann immer, weil das, was gesagt wird, eine Relevanz hat, um die Erlösung besser zu verstehen, um Gott besser zu verstehen und mit ihm befreundet zu sein.

[18:21] Der besondere Teil der Thora, der Schriften, des Gesetzes Gottes ist natürlich letztendlich dann die zehn Gebote, aus dem einfachen Grund, weil das der Teil des Gesetzes ist, den Gott persönlich mit eigener Hand auf Stein geschrieben hat.

[18:43] Gelesen in 2. Mose Kapitel 31 und dort Vers 18: "Und als er mit Mose auf dem Berg Sinai zu Ende geredet hatte, gab ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses, Tafeln aus Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes." Also hier sehen wir, dass es etwas gibt, das Gott so wichtig war, dass ihm so sehr am Herzen lag, dass er es nicht einmal einer Menge übergab, der es hofft schreiben sollen, sondern dass er diese Prinzipien, die das Fundament seiner Regierung sind, eine Beschreibung seines Charakters, für diese Prinzipien mit einem eigenen Finger geschrieben hat, in der Sprache der Menschen, damit er sie über sich selbst belehren kann.

[19:32] Und deswegen sind diese zehn Gebote auch im allerhöchsten Sinne Gesetz, eine Weisung, eine Belehrung, die direkt im direktesten Sinne überhaupt von Gott kommt.

[19:47] Interessant ist, dass schon mit der Bekanntgabe der zehn Gebote, die Gott jetzt zunächst einmal nicht einmal schrieb, sondern allen Israeliten, die versammelt waren von dem Berg Sinai, persönlich beigebracht hat, indem er sie gesprochen hatte.

[20:03] Der Lehrer Israels, das schon bei dieser Bekanntgabe dieser Offenbarung der oder auch eine Wiederholung der zehn Gebote muss seine liebliche im Prinzip auch sagen, dieser vertieften der Offenbarung. Vielleicht kann man es so ausdrücken: Diese zehn Gebote, dass schon damals die Israeliten im Ansatz dieses Problem hatten, dass sie Lehre von Lehrer trennen wollten.

[20:25] Wir lesen in 5. Mose Kapitel 5 Vers 23: "Nachdem also diese zehn Gebote verkündigt worden sind und es geschah, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis hörtet und der Berg im Feuer brannte, da traten ihr zu mir alle Oberhäupter der Stämme und eure Ältesten und er sprach: Siehe, der Herr, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen, und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört, heute gesehen, dass Gott mit den Menschen redet und sie am Leben bleiben. Und nun, warum sollen wir sterben? Denn dieses große Feuer wird uns verzehren, wenn wir die Stimme des Herrn, unseres Gottes, noch weiter hören. So müssen wir sterben, denn wer von allem Fleisch könnte die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus dem Feuer reden hören, wie wir, und am Leben bleiben? Tritt du hinzu und höre alles, was der Herr, unser Gott, reden wird, und du sollst uns alles sagen, was der Herr, unser Gott, zu dir reden wird, und wir wollen darauf hören und es tun."

[21:20] Die Israeliten sagen, mit anderen Worten zusammengefasst: Wir wollen wissen, was Gott uns lehrt, aber wir wollen seine eigene Stimme als Lehrer lieber nicht hören, wollen lieber auf Distanz sein. Wir würden gern Gottes Lehrer hören, aber nicht direkt von Gott, sondern von jemand anderem, von einem Menschen, der uns dann lernt.

[21:40] Die Briten hatten weniger ein Problem mit der Lehre als vielmehr mit dem Lehrer. Aber und das ist etwas, was Gott dann in dem Rest des Buches auch deutlich machen möchte, überhaupt in der ganzen Bibel: Die Lehre ohne den Lehrer ist letztlich eine tote Hülse, nur nur Buchstaben, die keine Kraft haben.

[22:01] Denn die Kraft im Wort Gottes besteht ja darin, dass er sich selbst darin offenbart.

[22:08] Wer der Bibel folgen will und gleichzeitig die Stimme Gottes zurückweist und mit Gott ein Problem hat, weil er vielleicht um vergebene Sünde in seinem Herzen liegt, der wird eben nicht durch die Bibel, durch Gottes Wort bewährt, weil er den Lehrer selbst ablehnt.

[22:27] Und so sehen wir schon hier bei der Bekanntgabe des Gesetzes, dass dieses Problem schon angelegt gewesen ist. Und deswegen war es die wichtigste Aufgabe, das Bild des Gesetzes, das jetzt Mose empfing, den Israeliten deutlich zu machen.

[22:42] Das ist nicht nur darum geht, einzelne Regeln einzuhalten oder bestimmte Wahrheiten anzuerkennen, sondern eigentlich in all dem, was Gott lehrt, den Lehrer zu finden und ihn zu lieben.

[22:56] Deswegen finden wir als zentrale Aussage des Gesetzes, als höchste Bestimmung all dieser Satzungen, Jesus sagt er später, dass dieser Abschnitt, der 5. Mose 6 Vers 4 bis 6, das Zentrum oder das wichtigste Gebot überhaupt ist. Wir lesen.

[23:10] wichtigste Gebot überhaupt ist, wir lesen dort: "Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein." Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit seiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen. Gott belehrt uns nicht, damit wir einen Test bestehen und dann einfach alles wissen, was man wissen muss. Er belehrt uns, damit wir ihn kennenlernen, ihn lieben lernen und so mit ihm verbunden sind, dass wir ständig über ihn nachdenken und dass dieses Gesetz in unser eigenes Herz hineindringt. Und deswegen, und dann soll dieses Gesetz eben weitergegeben werden. Wir haben schon in der letzten Woche ein bisschen über die Idee gesprochen.

[23:50] In Vers 7 bis 9 heißt es: "Und so sollst du sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Und das soll dir zum Zeichen auf deine Hand binden und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein und das soll sie auch an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben." Die Idee ist ganz interessant. Gott sagt: Durch das Wort Gottes, durch das Gesetz, durch die Satzung, durch die direkten Stimmen, die sich alles, was hier in den Schriften steht, belehre ich dich damit, damit du mich kennenlernst. Damit du nicht vor mir wegläufst, damit du nicht Angst vor mir hast, damit du nicht sagst: Gott, hör auf zu reden, sondern damit du mich lieben lernst und zwar von ganzem Herzen, von ganzer Seele, so dass das, was ich für mich sage, in deinem Herzen ist und du dann an drinnen davon erzählst. Das heißt, dieser Prozess der Belehrung, dieser Unterweisung der Tora ist in zwei Ebenen. Gott belehrt nicht, damit ich ihn besser kennenlerne und dann soll ich anderen ebenfalls das, was ich erkannt habe, weitergeben. Ich empfange die Belehrung durch das Gesetz Gottes und ich belehre andere durch das Gesetz Gottes. Wenn wir weiter das Wort Gottes weitergeben, dann hoffentlich nicht einfach nur als die korrekten Fakten, die jemand mal gelesen haben muss, sondern mit der Idee, dass wir jemandem das wie man erzieht, sozusagen, jemanden bildet, jemanden und der weisen.

[25:19] Das Wort Gottes ist immer pädagogisch gemeint. Damit die Israeliten dieses Gesetz immer wieder vor Augen haben, gab es eine ganze Reihe von Vorschriften und von Maßnahmen, die Gott ergriffen hatte, damit dieses Gesetz nicht vergessen wird. Wir haben gerade eine gelesen: Das Gesetz sollte von den Familienvätern in den Familien und auch in der Umgebung, wo man wohnt, erklärt werden und ausgelebt werden und anderen weitergegeben werden.

[25:52] Wir leben in 5. Mose 31, ab Vers 9: "Und Mose schrieb dieses Gesetz auf und gab es den Priestern, den Söhnen Levis, welche die Bundeslade des Herrn trugen, und allen Ältesten von Israel. Und Mose gebot und sprach: Nach Verlauf von sieben Jahren, zur Zeit des Erlassesjahres, am Fest der Laubhütten, wenn ganz Israel kommt, um vor dem Herrn, deinem Gott, zu erscheinen an dem Ort, den er wählen wird, sollst du dieses Gesetz vor ganz Israel lesen, vor ihren Ohren. Versammle das Volk, Männer und Frauen und Kinder, auch deinen Fremdling, der in deinen Toren ist, damit sie es hören und lernen, damit sie den Herrn, euren Gott, fürchten und darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu befolgen. Und ihre Kinder, die es noch nicht kennen, sollten es auch hören, damit sie den Herrn, euren Gott, lernen alle Tage, die an dem Land lebt, in das sie über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen." Das Gesetz sollte allen erklärt werden, allen Geschlechtern, allen Altersgruppen, allen Gesellschaftsschichten. Und die Verantwortung dafür lag bei denen Leviten, die das Heiligtum betreuten, und bei den Ältesten. Das Ziel war, dass die Menschen Gott fürchten. So wird es mehr als hier betont, und dass sie aufgrund ihrer Gottesfurcht dann den Geboten auch Folge leisten.

[27:13] Interessant ist, dass genau das das Erziehungsziel Gottes am Sinai gewesen ist. In 2. Mose 20, und dort Vers 20, steht ja genau das. Als mich die Verliebten sagen: "Es ist zu gefährlich für uns, dass Gott zu uns redet." Hören wir Mose sprechen in Vers 20 von Kapitel 20: "Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen, und damit die Furcht vor ihm vor Augen sei, damit ihr nicht zu nichts..." Gott möchte uns erziehen, damit wir nicht ständig gegen ihn sündigen, gegen rebellieren, sondern dass wir lernen, ihm so sehr zu vertrauen und seine Liebe so wert zu schätzen, dass wir erkennen, dass durch seine Gnade und durch seine Kraft Sünde vergeben wird und wie Sünde überwinden können, es uns retten kann aus der Sünde. Und deswegen ist die Gottesfurcht hier das Ziel.

[28:04] Nach Sprüche 8, Vers 13, die bereits oder die der Hass auf diese Art heißt es: "Ist die Gottesfurcht." Bedeutet, ich folge dann, bedeutet das Böse zu hassen. Und wenn wir 1. Mose 22, Vers 12 anschauen, konnten der berühmten Geschichte von Abraham und Isaak, sehen wir, dass dort dann kann es kurz lesen. 1. Mose 22, Vers 12, dass die Gottesfurcht darin besteht, das Liebste, was man hat, auf den Altar zu legen. Mit anderen Worten: Gott mehr zu lieben als irgendetwas anderes.

[28:43] In 1. Mose 22 und dort Vers 12 heißt es: "Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm gar nichts, denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast um meinetwillen." Warum hat Abraham Gott gefürchtet? Nicht, weil er Angst hatte und deswegen aus Angst etwas getan hat, um Gott zu besänftigen. Nein, weil er Gott so sehr als Freund kannte und liebte. Das ist eben, dass die Freundschaft zu Gott wichtiger war als alle anderen irdischen Beziehungen, Gefühle, Dinge. Dem Wert waren ja, die Beziehung zu Gott war ihnen noch wichtiger als sein einziger oder sein sein besonderer Sohn, muss man eigentlich sagen, den er so besonders lieb hatte, den Isaak.

[29:36] Gott möchte uns durch sein Wort, durch die Tora, dazu erziehen. Und das war der Sinn auch der zehn Gebote, dass wir ihn so sehr gern haben, dass wir so sehr ihm nachfolgen möchten, dass es nichts gibt auf dieser Welt, das uns wichtiger ist und lieber als Gott selbst. Und vielleicht realisieren wir jetzt schon, das ist wahrscheinlich noch einiges zu lernen gibt für uns, und dass wir das Wort Gottes gerade deswegen brauchen, weil es nicht einfach nur darum geht, einmal einen Fakt zu verstehen, sondern immer wieder mehr zu lernen und in dieser Erkenntnis zu wachsen.

[30:20] Gottes Erziehungsziel diesbezüglich hat sich nicht geändert. Es bleibt in der Endzeit ganz genau dasselbe. Offenbarung, wir sehen und dort Vers 6 lesen wir: "Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volksstamm und jeder Sprache und jedem Volk. Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat."

[30:54] Gott ist im Zentrum des Evangeliums. Das sind die ganze Welt getragen werden soll. Das war das Anliegen Gottes am Berg Sinai. Und so verwundert es nicht, dass die Menschen, die diese Botschaft angenommen haben und predigen, auch die Gebote Gottes hochhalten.

[31:12] In Vers 11 heißt es: "Hier ist das standhafte aus der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren." Schauen wir noch einmal zurück zu 5. Mose 31 und dort sehen wir jetzt etwas sehr Interessantes.

[31:33] 5. Mose Kapitel 31 und dort ab Vers 14. Das heißt, hier sprach der Herr zu Mose: "Siehe, seine Zeit ist nahe, dadurch sterben musste Mose und tretet in die Stifter, damit ich ihn beauftrage." Und Mose ging hin mit Josua, und sie traten in die Stifter. Der Herr aber erschien in der Hütte in der Wolkensäule, und die Wolkensäule stand über dem Eingang der Hütte. Und der Herr sprach zu Mose: "Siehe, du wirst dich zu deinen Vätern legen, und dieses Volk wird aufstehen und den fremden Göttern des Landes nachlaufen, in dessen Mitte es hineinkommt, und es wird nicht verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen gemacht habe. So wird zu jener Zeit mein Zorn über sie brennen, und ich werde es verlassen und mein Angesicht verbergen, dass sie verzehrt werden, und viele Übel und Drangsale werden es treffen. Und es wird an jenem Tag sagen: Haben mich nicht all diese Übel getroffen, weil mein Gott nicht in meiner Mitte ist? Ich werde zu ihnen als Zeit mein Angesicht gänzlich verbergen um all des bösen willen, das ist getan hat, weil sie sich anderen Göttern zugewandt haben."

[32:27] So schreibt euch nun dieses Lied auch, und du solltest die Kinder Israels lehren. Lehre es in ihren Mund, damit mir dieses Lied ein Zeuge sei gegen die Kinder Israels, denn ich werde sie in das Land bringen, das sie ihren Vätern zugeschworen habe, in dem Milch und Honig fließt. Und sie werden essen und satt und fett werden und sie werden sich anderen Göttern zuwenden und ihnen dienen und nicht werden sie verachten und meinen Bund brechen.

[32:49] Das Erstaunliche an dieser Abschnitt ist: Gott weiß ganz genau, dass das Volk Israel verlassen wird und untreu sein wird. Und trotzdem, ihr segnet er es jetzt und bringt es in das gelobte Land. Gott sagt nicht: "Ich weiß sowieso, dass es nicht funktionieren in Israel, deswegen ist das jetzt einfach nein." Nein, er segnet sie, obwohl er weiß, dass es am Ende schief gehen wird. Und das zeigt, dass seine Liebe nicht deswegen kommt, weil Menschen etwas getan haben oder es sich verdient haben, sondern er liebt auch die, von denen er weiß, dass sie einmal sich gegen ihn wenden werden. Er liebt, weil er liebt.

[33:31] Und damit könnte vielleicht auch ein bisschen besser verstehen, warum der Luzifer, von dem Gott wusste, von Anfang an, dass er abfallen wird, trotzdem diese allerhöchste Position bekommen hat, die allermeiste Weisheit, die allermeiste Schönheit, dass Gott ihn überschüttet hat mit Liebe, um ihm zu zeigen, wie er wirklich ist.

[33:54] Die Israeliten, Mose sollte ein Lied verfassen, das ihnen genau diesen Zusammenhang deutlich machen sollte. Nicht einfach nur als das schlecht, nicht als ein schlechtes Gewissen, sagt: "Ja, ich habe sofort gesagt, nein", sondern um ihr bewusst zu machen: Gott hat uns gesegnet, und er hat uns gut getan, obwohl er wusste, wie wir sein würden. Und damit sollten Israeliten verstehen, dass egal was passiert ist, Gott sie trotzdem leben würde, wenn sie wieder zurückkehren würde.

[34:24] Das ist die Idee, die in 5. Mose 30, ja so ganz toll herauskommt, in Vers 4: "Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wärst, so würde ich doch, der Herr, dein Gott, dich von dort sammeln und dich von dort holen." Nicht, weil man dann etwas Tolles dort getan hat, sondern weil Gott uns sowieso geliebt hat, trotz unseres Abfalls.

[34:39] Und jeder, der das versteht, der wird verstehen, dass Sünde nutzlos, sinnlos ist und dass Gott wirklich das beste Leben für uns sicher vorgestellt hat. Und wir werden zu ihm zurückkehren, wenn wir uns von ihm entfernt haben. Das Lied des Mose sollte ihnen Zeugnis geben: Gott hat es besser für euch gedacht. Gott liebt euch, obwohl ihr denkt, dass er euch nicht mehr retten möchte. Gott liebt euch, und er hat euch die Wahrheit gezeigt. Und in ihr Abfall dann ist es allein eure eigene nutzlose, sinnlose Entscheidung.

[35:22] Das hat es jetzt in den nächsten Versen, ab Vers 24, da heißt es: "Als nun Mose damit fertig war, die Worte dieses Gesetzes vollständig in dem Buch zu schreiben, den Geboten, den Leviten, welche die Bundeslade des Herrn trugen, und sprach: Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es neben die Bundeslade des Herrn, eures Gottes, damit es dort ein Zeuge sei gegen dich." Nicht nur das Lied des Mose, das dann gleich folgt, das 5. Mose 32, das so wunderbar poetisch das Wirken Gottes und leider auch den Abfall der Israeliten beschreibt. Nein, das gesamte Gesetz, die Tora, soll ein Zeugnis sein mit genau dieser Botschaft, die wir gerade für das Lied Moses herausgearbeitet haben.

[36:01] Ja, die gesamte Bibel zeigt uns, dass Gott die Liebe ist und das Gute für uns tut, auch wenn er weiß, dass die meisten ihn ablehnen werden. Der Gott, der die Erde schafft, obwohl er weiß, dass einige Generationen später die meisten untergehen müssen. Der Gott, der Israel aus Ägypten führt, obwohl er weiß, dass Israel irgendwann ihn ans Kreuz nageln wird. Dieser Gott, der liebt jeden Menschen. Dieser Gott, der in der Gestalt von Jesus an das Kreuz ging und für alle starb, obwohl er wusste, dass viele nicht annehmen würden.

[36:42] Wie können wir glauben, dass wir unwürdig sind und von ihm nicht geliebt werden? In diesem Sinne ist das ganze Gesetz ein Zeugnis gegen uns. Uns zeigt uns, dass unsere Sünde sinnlos ist, nutzlos ist, keine keine Notwendigkeit hat, und wir zu Jesus zurückkommen können und zwar auf der Stelle und das auch müssen.

[37:03] Interessant ist, dass diese Funktion dann sehe ich später genauso erfüllt, als ja auch hunderte später genau dieser Teil von 5. Mose als Buch des Gesetzes wiedergefunden wird. In 2. Chronik 34 und dort ab Vers 14, als über das Geld herausnahmen, das zum Haus des Herrn gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des Herrn, das durch Mose gegeben worden war. Ergriff das Wort und sprach zu Schafan, dem Schreiber: "Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des Herrn gefunden." Und Hilkija übergab Schafan das Buch, und Schafan aber brachte Schafan aber brachte das Buch zum König und meldet dem König und sprach: "Seine Knechte führen alles aus, was ihnen aufgetragen wurde. Sie haben das Geld ausgeschüttet, das im Haus des Herrn vorgefunden worden ist, und haben es in Aussehen und den Arbeitern gegeben."

[37:52] Fest 18, dann berichtet der Schreiber dem König und sprach: "Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben." Und Schafan las es aus dem König vor. Das geschah, als der König die Worte des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider.

[38:04] Das ist genau das, was Gottes Unterweisung für uns tun möchte. Nicht nur, dass sie klüger werden und mehr wissen über Geschichte oder Theologie, sondern dass wir unsere Herzen zerreißen. Was hier durch das Zerreißen der Kleider symbolisch ausgedrückt wird, ist, dass uns bewusst wird: Wir brauchen Gott. Wir müssen umkehren zu ihm. Wir müssen uns die Gedanken von ihm verändern lassen. Wir müssen uns von ihm retten lassen. Wir müssen Buße tun, weil Gottes Geist an uns wird.

[38:31] In Josua 1, und dort Vers 7 und 8, wird uns gezeigt, wie wichtig die Unterweisung durch das Gesetz Gottes ist. Der Josua erhält hier von Gott folgenden Auftrag: "Sei du nur stark und sehr mutig und achte darauf, dass du nach dem ganzen Gesetz handelst, das dir mein Knecht Mose befindet." Das ist die totale sind die fünf Bücher Mose, weil ich ja nicht davon abweiche zur Rechten noch zur Linken, damit weise handelst überall, wo du hingehst. Das war die gesamte Bibel, wenn man noch das Buch Hiob dazu nimmt, das damals dem Josua überhaupt zur Verfügung stand.

[39:04] Lasst dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht. Denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen und dann wirst du weise handeln. Die Verheißung ist, wenn Josua über das Gesetz Gottes nachdenkt und zwar nicht über Teile des Gesetzes, sondern über die Gesamtheit. Wenn er nicht sich einfach nur Dinge herausgreift, ihm gefallen und andere, die er nicht mag, beiseite legt. Wenn er die Extreme meidet und zwar den linken als auch den rechten Graben, wenn er ausgewogen und mit Jesus, also mit dem Sohn Gottes im Zentrum, das Wort studiert und zwar wirklich erforscht und darüber nachdenkt, sich viel Zeit dafür nimmt, dann wird er Erfolg haben in diesem Werk, das Gott ihm aufgetragen hat.

[39:53] Wie gesagt, das Gotteswort ein Licht ist auf unserem Weg. Die Bibel sagt: "Wohl dem, der nicht wandelt auf dem Weg eines Wandels nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg, das sind da noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat hat dem Gesetz der Ferne über sein Gesetz nachsinnen Tag und Nacht. Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbecken, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelken nicht und alles, was er tut, gerät wohl." Die Verheißung ist, wenn wir Gottes Wort zur Grundlage unseres Denkens und Handelns machen, darüber nachsinnen, es besser verstehen wollen, dann werden wir Erfolg haben im Leben.

[41:08] Er im Werk Gottes heißt das, dass wir im Werk Gottes dann oder in unserem Leben keine Schwierigkeit mehr haben werden? Nein. Die Liebe sagt ganz deutlich, ihr habt es im Sande Manuskript angegeben, 2. Korinther 11, Vers 23. Paulus zeigt, dass er massiven Problemen hat. Er wurde gesteinigt, hatte Schiffbruch, hat Hunger gelitten, hatte mit falschen Brüdern zu kämpfen. Paulus wusste, dass ein Leben, das sich vom Wort Gottes belehren lässt, kein Zuckerschlecken ist. Er wusste, dass er angegriffen wird und mit vielen Problemen zu kämpfen hatte.

[41:41] Und doch war das Leben des Paulus erfolgreich. Er hat seine Lebensmission erfüllt, die Freude seines Lebens gehabt und er trotz all der Widrigkeiten zu Christus zu führen und das Evangelium in die weite Welt zu tragen. Ja, wir wissen von J, dass ein Mensch, der ganz dem Wort Gottes sich hingibt und das Gesetz durch Glauben wirklich ausführt und praktiziert, dass er trotzdem vom Satan angegriffen werden kann und vielleicht sogar alles verlieren kann, oder fast alles, was ihm lieb und teuer ist.

[42:19] Wir wissen auch, dass hier am Ende von Gott über die Maßen gesegnet worden ist und dass, wenn man sein Leben in der Gesamtzahl anschaut, ist ein erfolgreiches Leben gewesen ist und dass er nichts verloren hat, das nicht wieder ersetzt werden könnte. Ja, aber im letzten Kapitel von Hiob bekommt man den Eindruck, dass auch seine toten Kinder er mal wieder sehen wird, weil er alles andere, was materiell verloren gegangen ist, doppelt erstattet bekommt, aber an Kindern nur noch einmal dieselbe Anzahl, so dass er auch im Himmel wohl die doppelte Anzahl Kinder haben wird wie am Anfang.

[42:55] Wir wissen von Johannes dem Täufer, dass

[42:55] Wir wissen von Johannes dem Täufer, dass er treu gewesen ist und dass er dann doch im Gefängnis aufgrund des Befehls eines betrunkenen Königs geköpft worden ist. Und doch war das Leben von Johannes erfolgreich, denn er hat den größten Dienst erfolgreich und treu durchgeführt. Und er wird einen großen, großen Lohn haben im Himmel. Auf dieser Erde werden sie mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Wir werden ungerechte Dinge erleben, weil die Sünde hier noch existiert. Aber Gott hat verheißen, dass wir das, was er sich für uns vorgenommen hat, das für uns vorgesehen hat, dass wir darin erfolgreich sein können, wenn wir uns von der Tora, von dem Gesetz, von seiner Weisung, von seinem Wort unterrichten lassen.

[43:39] Jesus hat das gemacht. Er war seinen Eltern gehorsam, so lesen wir in Lukas 2. Und er hat sich von seinem Vater, seinem Vater im Himmel, ständig belehren lassen. In Johannes 8, und dort Vers 28 und 29, schauen wir mal, was unser Vorbild Jesus sagt. Der selbst Weisheit in sich hatte und der, so würden wir denken, es gar nicht nötig gehabt hätte, überhaupt vom Vater sich belehren zu lassen.

[44:11] In Johannes 8, Vers 28 und 29, sagt Jesus selbst: "Darum sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin, oder ich tue nichts von mir selbst aus, sondern wie mich mein Vater gelehrt hat, so rede ich. Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater lässt mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt." Jesus hätte aus eigener Kraft Dinge sagen können, aber er, der alles wusste, ließ sich beständig von seinem Vater belehren.

[44:41] Warum sollten dann wir nicht, wir, die wir so gut wie nichts wissen und nicht mal ansatzweise mit Jesus mithalten könnten, warum sollten dann wir nicht uns beständig vom Vater unterrichten lassen, damit wir wissen, dass wir sagen würden, wir nicht dann auch viel mehr die Gegenwart Gottes in unserem Leben spüren, weil wir ihm folgen?

[45:04] Was er sagt in Hebräer 5, Vers 8, wird uns deutlich, dass auch Jesus nicht nur angenehme Dinge in diesem Leben erlebt hat. Ja, Gott gehorsam zu sein, bedeutete auch zu leiden. Manchmal hilft in Hebräer Kapitel 5 und dort Vers 8 heißt es: Hebräer 5:8: "Und obwohl er Sohn war, hat er doch an dem, was mit ihm gehorsam gelernt."

[45:28] Und ganz deutlich wird es dann zum Schluss, im letzten Vers für heute, in Philipper Kapitel 2 und dort Vers 8. Dort lesen wir unter seiner, über Jesus, oder in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.

[45:50] Jesus hat sich von Gott belehren lassen und ist seiner Belehrung gefolgt, selbst als das bedeutete, als Verbrecher nackt an ein Kreuz geschlagen zu werden. Für menschliche Augen sah es so aus, als wäre sein Leben ein Misserfolg gewesen. Aber in Wirklichkeit war das Leben von Jesus das erfolgreichste Leben, das jemals gelebt worden ist. Er hat nämlich den Satan, die Sünde und den Tod besiegt, die Welt zurückerobert, die Welt für alle Ewigkeit erkauft und Milliarden von Menschen die Möglichkeit gegeben, ewiges Leben zu haben. Nie war ein Leben erfolgreicher als das, dass Jesus auf dieser Erde gelebt hat.

[46:32] Und auch er hatte Schwierigkeiten. Wir werden also niemals, solange Sünde existiert, ein erfolgreiches Leben haben ohne Schwierigkeiten. Aber wir dürfen wissen, dass wenn wir uns vom Wort Gottes belehren, dass wenn wir uns vom Vater belehren, auf ein Ende wie Jesus nicht lehren von lehren trennen, sondern bereit sind aus dem Wort, aus dem Gesetz, aus der Tora, aus der Unterweisung, den zuhören, der dort uns unterweisen möchte, dann dürfen wir wissen, dass er immer bei uns ist und dass er unser Leben zu dem erfolgreichsten Leben machen kann, was unser Leben überhaupt nur sein kann, nach seinem Plan.

[47:11] Möchtest du dir vor dem die befreundete, Freunde aus dem Gesetz Gottes zu lernen und durch Glauben gehorsam zu sein, so wie es Jesus gewesen ist? Gott segne dich in deiner Entscheidung. Nächste Woche sehen wir uns hier wieder. Dann wird ein neues, ein weiteres Thema studiert werden hier, und wir werden im Laufe der nächsten Wochen viele andere Sprecher auch haben, die uns hier helfen werden, dieses Thema von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Nächste Woche werdet ihr neue Sprecher sehen. Wir wünschen euch bis dahin Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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