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Manuskript zur Sendung >>> Sendemanuskript Jesus der Meisterlehrer Teil 1

In dieser Predigt wird die Rolle Jesu als Meisterlehrer beleuchtet, beginnend mit seiner Menschwerdung. Es wird die düstere Welt vor seiner Ankunft beschrieben, geprägt von Finsternis und falschen Vorstellungen von Gott. Jesus kam, um Licht in diese Dunkelheit zu bringen und das wahre Wesen Gottes zu offenbaren. Die Predigt betont die tiefe Liebe Gottes, die sich in Jesu freiwilliger Erniedrigung und seinem Opfer am Kreuz zeigt, um die Menschheit zu erlösen und mit Gott zu versöhnen.


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Serie: Erziehung und Bildung

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Transkript

[0:21] Herzlich willkommen zur Cannstatt. Auch in diesem Quartal beschäftigen wir uns mit Erziehung. Ich weiß nicht, an was ihr als erstes denkt, wenn ihr das Wort Erziehung hört. Wahrscheinlich fällt den meisten von euch die Kindererziehung ein. Manche denken vielleicht auch an den Beruf Erzieher oder gängiger heutzutage Pädagoge, den es in verschiedenen Bereichen gibt. Doch in den letzten Wochen haben wir schon gelernt, dass es bei Jesus im Bereich der Erziehung um viel mehr geht als um reine Wissensvermittlung. Es geht darum, das Bild Gottes in uns Menschen wiederherzustellen. Und das betrifft uns unabhängig von Alter, Geschlecht oder Beruf. Jesus sehnt sich danach, seinen Charakter in unsere Herzen zu schreiben. Und diese Woche wollen wir von Jesus selbst lernen. Wir lernen von seinen Botschaften, von seinen Wunden, von der Art und Weise, wie er mit Menschen umgegangen ist. Nächste Woche werden wir uns einige Geschichten dazu anschauen. Und diese Woche gehen wir ganz an den Anfang. Wir schauen uns seine Menschwerdung an und was wir daraus lernen können. Doch bevor wir die Bibel aufschlagen, lasst uns zusammen beten. Vater im Himmel, ich danke dir, dass du auf die Erde gekommen bist. Ich danke dir, dass du uns gezeigt hast, wer du bist und dass wir das an deinem Leben sehen können. Vater, ich bitte dich, dass, wenn wir jetzt mehr über dein Wort studieren, du uns erfüllst mit deinem Heiligen Geist und wir verstehen, was du uns sagen möchtest. Und dafür danke ich dir in deinem Namen. Amen.

[2:05] Der Text für diese Woche steht in 2. Korinther 4, Vers 6. Dort steht: "Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervor zu leuchten, er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi." Wie wir später noch sehen werden, hat Gott Jesus gesandt, damit die Finsternis und die ganzen falschen Ansichten über ihn ausgetrieben werden. Und damit wir im Angesicht Jesu Christi die deutlichste Erkenntnis über ihn erlangen können. Wir wollen uns mal anschauen, wie die Welt aussah, als Jesus geboren wurde. Da lese ich ein etwas längeres Zitat aus dem Buch "Erziehung", Seite 74. "Zu der Zeit, als Christus Mensch wurde, schien es so, als bewege sich die Welt mit Riesenschritten ihrem bisherigen Tiefpunkt zu. Die Verhaltensweisen der Menschen blicken immer mehr ins Abnorme ab und die Gesellschaft wurde in ihren Grundfesten erschüttert. Zwar existierte Gottes auserwähltes Volk noch, aber es war längst nicht mehr Licht für die Welt, sondern selbst in religiöse Finsternis abgeglitten. Anstatt Träger und Verkünder der Wahrheit zu sein, hatte Israel der Welt nichts anderes mehr zu bieten als verkrustete Tradition und spitzfindige Gelehrtengezänk. Die Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit war der Verherrlichung von Menschen zum Opfer gefallen und wurde durch eine endlose Litanei selbst erdachter Zeremonien ersetzt. Außerhalb Israels sei es nicht besser aus. Überall verloren die religiösen Systeme ihre Bedeutung für das Leben der Menschen. Viele fühlten sich von der Religion betrogen und wandten sich von ihr ab. Damit verloren sie aber zugleich die tragende Mitte für ihr Leben. Diesen Verlust überspielten sie durch eine diesseitsorientierte Lebensweise, für die ewige Werte keine Rolle mehr spielten." Und weiter zählt sie verschiedene gesellschaftliche Folgen auf. Sie sagt, dass es keine Achtung mehr vor den Mitmenschen gab. Es gab keine Wahrheit, keine Ehrenhaftigkeit, keine Aufrichtigkeit, kein Vertrauen und Mitgefühl. Stattdessen gab es nur rücksichtsloses Machtstreben und eine unstillbare Gier und ein maßloser Ehrgeiz. Es gab sehr, sehr viel Misstrauen. Menschenwürde und Menschenrechte wurden mit Füßen getreten. Und das gewöhnliche Volk galt nur dann etwas, wenn man es wie ein Arbeitstier ausbeutete oder es als Sprungbrett für die eigene Karriere missbrauchte. Was zählte, war Reichtum und Macht, Bequemlichkeit und Genuss. Die Menschen entfernten sich immer weiter von Gott. Und für das einfache Volk unterschied sich Gott nicht von den menschlichen Unterdrückern. Er war nur ein bisschen mächtiger und gefährlicher in ihren Augen. Die Gottheit wurde als bedrohliche Macht empfunden und diese bedrohliche Macht musste man durch Opfergaben und Zeremonien ablenken oder besänftigen. Im Glauben wurde sehr viel Wert auf Schein gelegt und die Rituale dienten dazu, den Mangel an Gottvertrauen zu überspielen. Die Lehrer und Erzieher versuchten sich beim Volk so Ansehen zu verschaffen, indem sie ihre Gelehrsamkeit und ihren gehobenen Lebensstil zur Schau stellten. Und somit sehen wir, dass Christus das Licht erschien, als die Finsternis in der Welt am dunkelsten war. Und weil die Finsternis in der Welt so dunkel war, genau deshalb kommt Jesus auf die Erde. Und wir schlagen einmal die Bibel auf in Johannes 1, Vers 14. Und wir fragen uns, warum Jesus auf die Erde kam. Johannes 1, 14: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." Hier sehen wir, dass Jesus auf die Erde kam, damit wir Jesu Herrlichkeit sehen. Und den Vers 8, 10 im gleichen Kapitel: "Niemand hat Gott je gesehen, der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss über ihn gegeben." Hier sehen wir, Jesus kam auf die Erde, um uns zu zeigen, wie Gott ist. Und er konnte es sonst, weil er bei ihm gewesen ist. Deswegen sagt Jesus auch in Johannes 14, Vers 9: "Wer mich sieht, der sieht den Vater." Und wir haben uns gerade angeschaut, wie die Welt aussah und wie verzerrt das Bild von Gott damals war. Und genau deswegen kommt Jesus auf die Erde. Christus kam, damit er die ganzen Irrtümer und das falsche Bild von Gott verdrängt. Christus kam, um das Wesen des Gesetzes Gottes deutlich zu machen und um am Beispiel seines Charakters die Schönheit des göttlichen Lebens zu veranschaulichen. Deswegen kam Christus in dieser Zeit der Menschheitsgeschichte. Und auch im Hebräerbrief wird von der Menschwerdung Christi geschrieben. Und wir lesen dazu Hebräer 1, Vers 1 bis 4. Hebräer 1, Vers 1 bis 4: "Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hatte er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, ihn hatte er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen. Dieses die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft. Er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt. Und er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, als der Name, den er geerbt hat, ihn auszeichnet vor ihnen." Durch Jesus hat Gott uns geredet. Durch Jesus, der Erbe von allem ist. Durch ihn wurden die Welten erschaffen. Der Gottes Herrlichkeit ausstrahlt. Der Gottes Wesen ausdrückt. Der uns von der Sünde gereinigt hat. Der nun zur Rechten der Majestät sitzt. Und er erhabener ist als die Engel. Was wir hier sehen ist, dass Gott das Kostbarste benutzt hat, seinen eigenen Sohn, um uns zu zeigen, wie er ist. Wir werden später noch ein paar Verse über die Liebe Gottes lesen. Aber denk einmal darüber nach, was es für dich und mich bedeutet, dass Gott Jesus, das Kostbarste, was er hatte, auf die Erde geschickt hat, damit er uns zeigen kann, wie er ist und damit er uns erlösen kann. Was macht das mit meinem Selbstbild? Was macht das mit meiner Dankbarkeit? Und was macht das mit meinem Vertrauen zu Gott?

[10:10] In Philipper 2, fordert uns die Gläubigen auf, Jesus nachzuahmen. Und wir wollen uns diesem Text einmal etwas genauer anschauen. Philipper 2, und dort die Verse 1 bis 11, wobei wir sie nach und nach lesen werden. Philipper 2. Ich fing an mit Vers 1: "Gibt es nun bei euch Ermahnungen in Christus? Gibt es Zuspruch der Liebe? Gibt es Gemeinschaft des Geistes? Gibt es Herzlichkeit und Erbarmen?" Hier werden ein paar christliche Tugenden aufgezeigt: Ermahnung in Christus, Zuspruch der Liebe, Gemeinschaft, Herzlichkeit und Erbarmen. Und in den nächsten Versen kommt ein bisschen der Höhepunkt der christlichen Zusammenkunft. Ich lese ab Vers 2: "So macht meine Freude völlig, indem ihr eines Sinnes seid, zeitgleiche Liebe habt, einmütig auf das eine bedacht. Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Jeder schaue nicht auf das seine, sondern jeder auf das des anderen." Hier kommt Paulus zu einem Höhepunkt der Zusammenkunft. Er sagt, wir sollen eines Sinnes sein, wir sollen eine Liebe haben, wir sollen demütig sein. Und demütig definiert er hier, indem wir den anderen höher achten als uns selbst. Und wir sollen auf den anderen schauen. Wir sollten schauen, was ihm gut tut. Was ist die natürlichste Neigung des menschlichen Herzens? Ist es nicht Selbst-Erhöhung, auf andere hinabschauen, stolz sein? Schlagen wir mal 3. Mose 26, 19 auf. 3. Mose 26, dort Vers 19. "Dort steht: Und ich will euren harten Stolz brechen, will euch den Himmel machen wie Eisen und die Erde wie Erz." Hier geht es um Menschen, die ungehorsam sind. Sie sind stolz. Und was sagt der Vers? "Ich will euren harten Stolz brechen." Wir schauen weiter in Psalm 94, Vers 4 bis 1. Psalm 94, Vers 4: "Sie halten viele und freche Reden, stolz überheben sich alle Übeltäter." Hier sehen wir auch, wie Stolz verbunden ist. Stolz mit Überhebung verbunden. Und das wird Übeltätern zugesagt. In Sprüche 16, Vers 18 sehen wir das Resümee von Stolz. Sprüche 16, Vers 18: "Stolz kommt vor dem Zusammenbruch und Hochmut kommt vor dem Fall." Was folgt auf den Stolz? Auf den Stolz folgt der Zusammenbruch. Wer steht hinter dem ganzen Stolz? Wer ist verantwortlich für den Stolz? Dazu schlagen wir mal Hesekiel 28, Vers 17 auf. 28, Vers 17: "Dein Herz hat sich überhoben wegen deiner Schönheit, du hast deine Weisheit um deines Glanzes willen verderbt. So habe ich dich auf die Erde geworfen und dich vor den Königen zum Schauspiel gemacht." Und wenn wir in den Versen davor und danach noch lesen, dann wird uns klar, dass hier über Luzifer gesprochen wird, über Satan. Er war der erste, der Stolz in seinem Herzen zugelassen hat. Der sich über andere erhoben hat. Der auf andere hinabgeschaut hat. Und weil sich sein Herz erhoben hat, ist das der Ursprung des Bösen und dementsprechend auch der Ursprung des Stolzes. Und die Sünde hat Einzug gehalten auf dieser Erde. Und deswegen ist die natürlichste menschliche Neigung der Stolz. Doch was lesen wir in Philipper 2? In Philipper 2, willkommen zurück. Philipper 2, in Vers 4: "Ich fange ab Vers 3 an: Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Jeder schaue nicht auf das seine, sondern jeder auf das des anderen." Das göttliche Prinzip hier ist Demut, was dahinter steckt und nicht Stolz. Und deswegen lesen wir ja auch in Philipper 2, 5: "Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Jesus Christus auch war." Wenn wir jetzt die nächsten Verse anschauen, dann wird uns beschrieben, wie Jesus war. Und wir lesen mal drei Verse weiter an Vers 6: "Der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie ein Raub festhielt, Gottgleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz." Jesus hatte alles. Er durfte bei Gott im Himmel leben. Er hat mit ihm die ganze Welt regiert. Er hat Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen. Er wurde von den Engeln angebetet. Aber er hat auf seine Stellung verzichtet. Wegen uns. Wegen uns, die er hätte so leicht vernichten können und neue Menschen und eine neue Erde erschaffen. Wegen uns, die wir ihm so oft enttäuschend verletzten. Und wegen uns, die wir ihm überhaupt nichts bieten können. Aber wegen uns hat er sich erniedrigt. Er hat es festgehalten, Gottgleich zu sein, die Stellung im Himmel, sondern er ist auf die Erde gekommen. Er hat die Gestalt eines Menschen angenommen. Und schlussendlich ist er am Kreuz für uns gestorben. Und warum hat er das getan? Einfach nur, weil er uns lieb hat. Und wir schauen uns ein paar Verse an, wo die Menschwerdung mit Gottes Liebe verbunden wird. Ganz bekannt ist dabei Johannes 3, Vers 16: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab." Oder Römer 5, Vers 8: "Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren." Epheser 2, Verse 4 und 5: "Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit Christus lebendig gemacht. Aus Gnade seid ihr errettet." Epheser 5, Vers 2: "Und wandelt in der Liebe, gleich wie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer zu einem lieblichen Geruch für Gott." 2. Thessalonicher 1, Verse 11, 12: "Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus, und unser Gott und Vater, der uns geliebt hat und uns einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung gegeben hat durch Gnade." Und auch ein Vers, 1. Johannes 4: "Darin besteht die Liebe, nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühneopfer für unsere Sünden." Gottes Liebe zeigt sich darin, dass er Jesus Christus auf dieser Erde gesandt hat. Und dass er alle Vormachtstellung, die er am Himmel hatte, aufgegeben hat. Nur wegen uns. Und er ist auf diese Erde gekommen als ein Knecht. Er hatte keinen materiellen Reichtum. Er hat es sich nicht gut gehen lassen auf der Erde. Er hatte keine Angestellten, die ihm das Leben einfach gemacht hätten. Nein, er wusste manchmal nicht, wo er abends schlafen sollte. Und trotzdem hat er es gerne gemacht. Und dann hat er sich noch weiter erniedrigt. Er starb den grausamsten Tod damals. Er, der jeder Sünde widerstanden hat. Er hat alle Schuld auf sich geladen. Und wir als menschliche Wesen, wir können es nicht begreifen, was das bedeutet. Und wisst ihr, das tat Jesus alles freiwillig. Bei allem Leid lesen wir, wie es zu diesem Entschluss kam, dass Jesus auf die Erde kommt. Und im Sender-Manuskript habe ich das ganze Zitat auf Englisch. Nun, ich möchte es hier einfach paraphrasieren auf Deutsch. Wir lesen bei ihr, dass der Himmel sehr in Aufruhr war, als sie realisierten, dass der Mensch, den Jesus erschaffen hat, Adam und Eva, dass sie nun verloren waren. Warum? Weil sie der Lüge der Schlange geglaubt hatten. Und als die Engel realisierten, dass die Welt, die Gott erschaffen hat, nun mit Tod, Verdammnis, Jammer und Krankheit erfüllt war. Und dass es keinen Weg gab, dem zu entkommen, konnten sie sehr bestürzt und traurig. Adam und seine Familie mussten sterben. Aber erneut schreibt, dass sie Jesus gesehen hat, der sehr liebevoll in seinem Gesicht aussah. Und der auf den Vater zuging. Und sie beide von einem hellen Licht umhüllt waren. Und das helle Licht hat sie so eingehüllt, dass man nur noch das Licht gesehen hatte. Der Vater und der Sohn, sie hatten ein sehr enges Gespräch. Die Sorge der Engel war immens. Sie wussten nicht, wie es ausgehen soll. Ob es eine Lösung überhaupt gibt. Dreimal ging Jesus zu seinem Vater und war umschlossen von dem hellen Licht. Und als er nach dem dritten Mal wieder rauskam, konnten die Engel ihn wiedersehen. Und sie sahen ihn, und sein Gesicht war ruhig, war frei, war gütig und liebevoll. Und dann erzählte er den Engeln, dass er seinen Vater angefleht hat. Er hat ihn angefleht, dass er selbst sein Leben geben darf als Opfer. Dass er selbst den Tod auf sich nimmt und die Menschheit so von ihrer Schuld befreit, damit die Menschheit durch sein Verdienst am Kreuz und den Gehorsam des Gesetzes gegenüber, wie der Gemeinschaft mit Jesus haben können. Und dass sie wieder auf einer neuen Erde im Garten Eden sein können und vom Baum des Lebens essen. Was wir hier sehen ist, dass es Jesus Thema. Niemand hat ihm das vorgeschlagen. Niemand hat ihn dazu gedrängt. Nein, es war die Liebe Jesu in seinem Herzen, die ihn dazu gedrängt hat, sich zu erniedrigen. Die ihn dazu gedrängt hat, diesen Vorschlag zu machen, dass er die ganze Schuld der Menschheit auf sich nimmt, damit wir wieder bei ihm sein können. Und er wollte nichts dafür empfangen. Er hat es einfach nur getan, weil er uns Menschen liebte. Kommen wir noch mal zurück zur Philipper 2, 2. Und dort lesen wir jetzt die Verse 9 bis 11: "Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über alle Namen ist, damit in den Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters." Was hat Gott getan? Wir haben uns gerade angeschaut, dass Jesus sich erniedrigt hat, immer mehr, immer mehr, bis er schließlich den grausamsten Tod am Kreuz gestorben ist. Doch was Gott getan hat, das haben wir gerade gelesen. Gott hat ihn erhöht. Gott hat ihn zu seiner Rechten gesetzt, wo er ein für alle Mal von allen angebetet wird und mit ihm regieren kann. Und wir können hier einige wichtige Punkte lernen. In Gottes Augen groß zu sein, bedeutet sich demütig zu erniedrigen. In Gottes Augen groß zu sein, bedeutet sich vor Gott zu beugen und ein Diener zu werden, ohne etwas dafür zu erwarten.

[23:53] Ich habe einige Fragen zum Nachdenken für dich. Aus welcher Motivation tue ich Dinge? Tue ich auch Dinge, die keiner sieht oder wo ich nicht einmal ein Dankeschön bekomme, einfach nur aus Liebe? Tue ich Dinge aus Liebe, auch wenn ich unter Umständen sogar dafür beschimpft werde? Möge Gott uns dabei helfen, auch diese Einstellung zu bekommen, so wie es in Philipper 2, 5 steht: "Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war." Er hat sich erniedrigt, freiwillig, ohne irgendetwas dafür haben zu wollen, einfach nur aus Liebe. Und Gott konnte ihn deswegen erhöhen und ihn zu seiner Rechten einsetzen.

[24:46] Wir wollen noch einen anderen Punkt betrachten und was wir daraus lernen können. Wir schlagen dazu mal 2. Korinther 5, Vers 18 auf. 2. Korinther 5, Vers 18: "Das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat." Wie wir vorher schon in den Zitaten gesehen haben, dreht sich bei Gott, Jesus, alles darum, wer sich mit uns versöhnen kann. Und wir schlagen mal Kolosser 1 auf. Kolosser 1, und dort die Verse 15 bis 20. Wir lesen nicht alles am Anfang. Ab 15 ist es eine Hymne darüber, wer Jesus ist. Er ist das Ebenbild, durch ihn ist alles erschaffen, erster, das Haupt der Gemeinde, erster und der letzte. Und schließlich beschreiben dann die weiteren Verse Gottes Rolle in der Erlösung. Und die lesen wir mal. Gelesen Kolosser 1, die Verse 19 und 20: "Denn es gefiel Gott, in ihm alle Fülle wohnen zu lassen und durch ihn alles mit sich selbst zu versöhnen, indem er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes, durch ihn, sowohl was auf Erden als auch was im Himmel ist." Wie befreiend musste es für Adam und Eva gewesen sein, als sie hörten, was Jesus in 1. Mose 3, Vers 15 gesagt hat. Stellt euch vor, ihr wärt an ihrer Stelle. Ihr habt gesündigt, ihr habt euch von Jesus entfernt, und Jesus ging euch nach und hat euch gesucht. Und dann sagt er...

[26:43] und hat euch gesucht. Und dann sagt er: 1. Mose 3, Vers 15.

[26:45] 1. Mose 3, Vers 15. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

[27:00] Wie befreiend muss es für Adam und Eva gewesen sein, diese Worte zu hören und zu wissen, dass es wieder Versöhnung geben kann mit Jesus. Und wir schauen uns noch ein paar Verse an, die sich alle um die Versöhnung drehen. Jesaja 53, 4 bis 6. Sehr bekannt. "Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetat zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe; jeder wandte sich auf seinen Weg. Aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn."

[27:58] Hier haben wir das Bild, dass Gott unsere Wunden heilt am Kreuz. Dass er uns zusammenruft als ein Hirte, weil wir sonst alle in die Irre gehen würden.

[28:07] 1. Petrus 2, 24 bis 25. "Er hat unsre Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen. Durch seine Wunden seid ihr geheilt geworden." Der Narr wie Schafe, die in die Irre gehen. Jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seele.

[28:30] Auch hier wird das Bild deutlich, dass wir durch seine Wunden heil werden, dass die Beziehung zu Gott durch den Tod Jesu am Kreuz wiederhergestellt wird und dass wir uns bekehren können zu dem Hirten, der uns sicher führt.

[28:48] Und in Johannes 10, Vers 11 sagt Jesus von sich selber: "Ich bin der gute Hirte." Der gute Hirte ist sein Leben für die Schafe.

[28:58] Am Kreuz geschieht Versöhnung zwischen Gott und dem Menschen. Am Kreuz können Wunden heilen, auch zwischenmenschliche Art. Es können kaputte Beziehungen wiederhergestellt werden.

[29:12] Wie kannst du widerspiegeln, dass du versöhnt bist mit Gott? Wie zeigt sich das in deinem Leben?

[29:24] Wir möchten noch zu den ersten Schülern kommen. Jesus hier auf diese Erde hatte Jesus ist geboren, ziemlich arm und unter keinen guten Umständen. Wegen einer Volkszählung mussten seine Eltern nach Bethlehem reisen und haben dort keine Herberge mehr gefunden. Und die Zeit der Geburt war sehr, sehr nahe.

[29:43] Die einzige Bleibe war ein Stall. Jesus erstes Mal war eine Krippe. Er war das Kind einer Handwerkerfamilie. Er hat es gelernt, täglich zu arbeiten für seinen Lebensunterhalt.

[30:03] Und in der Nacht seiner Geburt waren Hirten auf dem Feld. Und diese Hirten, so wissen wir von allen Leid, sie sprachen über den Befreier und sie haben gewusst, dass er bald kommen wird.

[30:15] Und dann kommen die Engel und sie erzählen den Hirten, dass der Befreier geboren ist. Und was machen die Hirten? Sie gehen sofort dorthin, wo die Engel es gesagt haben und suchen den Befreier.

[30:30] Und sie beteten ihn an. Und dasselbe taten auch die Weisen. Anhand eines Sternes haben sie erkannt, dass Jesus nun geboren ist. Sie zogen viele Kilometer und tagelang, um Jesus zu finden. Und sie fanden ihn.

[30:49] Was sagen die Hirten und die Weisen? Sie sagen: Ein kleines Baby. Sie sahen eine arme Familie. Das Baby konnte nicht reden, es musste ernährt werden, es war auf die Hilfe von seinen Eltern angewiesen.

[31:10] Doch was sahen sie in ihm? In ihm sahen sie aufgrund der Verheißung den Befreier, der Erlöser der Welt.

[31:20] Und was taten sie? Sie, die so viel größer, mächtiger, zu viel Lebenserfahrung mehr hatten, sie knieten sich hin und sie beteten dieses kleine Baby an. Nicht, weil er in dem Stall schon große Wunder getan hat, oder weil er großartige reden gehalten hat. Nicht, weil er ihnen viel Macht und Ruhm und Ehre versprochen hat. Nein.

[31:48] Sie beteten ihn einfach nur an, weil sie wussten, dass er der Befreier war, dass er der König der Könige war, auch wenn er ihn noch nichts erzählen konnte oder irgendetwas tun konnte.

[32:05] Und hier liegt noch eine weitere wichtige Lektion für uns. Die Wurzel der Anbetung nennt die Wurzel der Erziehung liegt in der Anbetung Gottes. Die Wurzel der Erziehung liegt in der Anbetung Gottes. Warum? Damit ich anerkenne, wer er ist und dann, was er für mich getan hat.

[32:31] Die Wurzel der Erziehung liegt in der Anbetung Gottes, in denen ich anerkenne, wer er ist und was er für mich getan hat.

[32:42] Ihr Leben. Lasst uns mehr über die Liebe Gottes nachdenken. Lasst uns mehr darüber nachdenken, welche Liebe in Jesus geherrscht hat, dass er sich gedemütigt hat. Lasst uns von dieser Liebe lernen.

[32:55] Lasst uns in dieser Liebe ruhen, der Gewissheit, dass er mich liebt, einfach nur, weil ich bin, weil ich ihm aus eigener Kraft nichts zurückgeben kann. Nein, er liebt mich und hat deswegen sein Leben gegeben.

[33:16] Lasst uns in dieser Liebe ruhn, von der uns nichts trennen kann, so wie wir es im Römer lesen.

[33:22] Und gleichzeitig, indem wir in dieser Liebe ruhn, lasst uns Gottes Nachahmer sein. Lasst uns von seiner Liebe lernen, von dem, was er tut.

[33:32] So wie wir es in Epheser 5 lesen. Epheser 5, die Verse 1 bis 2: "Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer zu einem lieblichen Geruch für Gott. Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder."

[34:06] Lasst uns von Jesus lernen. Lasst uns von ihm lernen, der uns erschaffen hat und der auch unsere Mitmenschen erschaffen hat, der genau weiß, was wir brauchen und was unsere Mitmenschen brauchen.

[34:22] Ich möchte euch ermutigen, dies zu tun. Und ich möchte zum Abschluss noch zusammen beten. Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir sehen konnten, welche große Liebe du hast. Ich danke dir, dass Jesus freiwillig auf die Erde gekommen ist, dass er sich freiwillig gedemütigt hat. Und das ist ein großes Vorbild es für uns, uns auch zu demütigen, ohne etwas dafür zu verlangen.

[34:46] Danke, dass wir dir nachahmen dürfen, dass wir über dich nachdenken können und dass du uns helfen möchtest, dass dein Ebenbild in uns immer mehr Gestalt annimmt und dass wir immer mehr verwandelt werden darin.

[34:59] Und ich möchte dich bitten, dass du uns hilfst, jeden Tag aufs Neue in deiner Liebe zu ruhn, von dir zu lernen und es in die Welt hinauszutragen. Und dafür danke ich dir im Namen Jesu. Amen.

[35:10] Ich wünsche euch Gottes Segen beim Studium von Gottes Wort und nach Gottes Segen beim Bibelgespräch am Sabbat. Amen.

[35:19] [Musik]


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