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In diesem Vortrag von Erhard Vasicek werden faszinierende und oft unbekannte Erfahrungen mit Ellen G. White beleuchtet. Es werden Berichte von Menschen geteilt, die durch ihre Begegnungen mit ihr zum Glauben fanden. Der Vortrag schildert konkrete Beispiele, wie Ellen Whites prophetische Gabe und ihr tiefes Gebetsleben das Leben von Einzelpersonen und ganzen Gemeinden beeinflussten. Von der Aufdeckung von Betrug bis hin zu persönlichen Erweckungen zeigt dieser Teil der Serie „Es sei denn, wir vergessen“, wie Gottes Geist durch seine Prophetin wirkte.


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Serie: Es sei denn, wir vergessen

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Transkript

[0:32] Ich heiße euch ganz herzlich willkommen zu unserem zweiten Vortrag über das Leben von Ellen White. Ich habe den Vortrag überschrieben mit den Worten: "Erfahrungen mit Gottes Endzeitprophetin". Ich finde es faszinierend, wenn wir Berichte lesen von Erfahrungen, die Menschen mit Ellen White gemacht haben. Die sich vorher auch oft gar nicht sicher waren in Bezug auf ihre prophetische Gabe, aber die dadurch, dass sie gesehen haben, wie der Herr wirkt im Leben von Ellen White, zum Glauben an diese prophetische Gabe geführt worden sind.

[1:09] Wir wollen unsere Reise beginnen in den Jahren 1849, 1850. Während dem Winter dieses Jahres war es so, dass James und Ellen White Treffen abgehalten haben mit den Adventisten in South Lancaster, New York. Und bei diesen Treffen war auch ein Mann namens Harry Patch mit der Frau, die er heiraten wollte. Und sie haben die Treffen der Adventisten besucht und wurden dann aber auch überzeugt, noch eine andere Versammlung zu besuchen, einige Erweckungsversammlungen, die vom Kassenverwalter des Landkreises abgehalten wurden in einer der Stadtkirchen. Und der Kassenverwalter war jemand, der es schien, so er hätte eine große Last für Seelen auf seinem Herzen. Und er hat oft mit dringenden Händen und in Not für die Unbekannten gebetet und schien eine große Last für sie auf dem Herzen zu haben. Und Harry Patch war sich nicht sicher, mit seiner Verlobten zusammen, welche Gemeinde sie denn nun besuchen sollten.

[2:22] Und es war so, dass während einem Treffen der Sabbat-Halter, wo er ihm auch gegenwärtig war, dass Ellen White eine Vision hatte. Und sie wurde hingewiesen auf den Text in Hosea Kapitel 5, Vers 7, wo es heißt: "Sie sind dem Herrn untreu geworden." Und Ellen White wurde gezeigt, dass diese Worte sich auf die Personen beziehen, die diese Erweckungsversammlungen in der großen Gemeinde abhalten. Und nach der Vision sagte Ellen White zu Harry Patch: "Warte für einen Monat, und du wirst dann für dich selbst den Charakter dieser Personen erkennen." Und Harry hat ihr geantwortet: "Gut, ich werde warten."

[3:03] Es ist dann so gewesen, dass innerhalb der nächsten zwei Wochen, dass dieser Kassenverwalter krank geworden ist und er kam dann nach Hause. Und während dieser Zeit haben dann der Sheriff und ein Polizist die Angelegenheiten dieses Kassenbüros übernommen. Und sie haben festgestellt, als sie sich dann die Berichts-Bücher, die Rechnungsbücher angeschaut haben, da fehlen tausend Dollar. Das sind tausend Dollar zu wenig. Und sie haben sich dann zuerst einmal natürlich nicht wirklich vorstellen können, dass dieser Mann, der ja so ernsthaft beim Abhalten dieser Erweckungsversammlungen, dass er die tausend Dollar genommen haben könnte.

[3:46] Und so haben sie sich dann entschieden, ihn aufzusuchen und ihm die Möglichkeit zu geben, das Ganze zu erklären. Aber sie haben sich auch gesagt: "Wir werden vorsichtig sein." Und sie haben es dann so gemacht, dass der Polizist sich praktisch hinter dem Haus verbarg. Und der Sheriff ging dann zum Haupteingang und hat mit dem Mann dann geredet für einige Zeit. Und der Polizist hat dann beobachtet, dass eine Frau aus hinten aus dem Haus herauskam, aus der Hintertür, mit einem Sack in der Hand. Und er sah, dass sie schnell zu einer Schneewehe ging und dass sie den Sack dort deponiert und versteckt hat.

[4:31] Als dann dieser Kassenverwalter mit dem Punkt konfrontiert wurde, dass dort tausend Dollar fehlen, da hat er seine Hand zum Himmel erhoben und hat gesagt: "Ich rufe Gott als Zeugen an, dass ich nichts über das Geld weiß." Als seine Frau dann auch wieder im Haus war, hat sie gesagt: "Gott ist mein Zeuge, dass wir das Geld nicht haben und wir wissen auch nichts darüber." Schließlich kam dann der Polizist ins Haus mit dem Sack, wo das Geld darin war. Und er hat dann die Frage gestellt: "Was ist das?" Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen, dass als die Nachricht dieser Geschichte dann durch die Stadt ging, dass die Erweckung in sich zusammengebrochen ist und dass die Vorhersage, die Ellen White getroffen hat in ihrer Vision, Wirklichkeit wurde.

[5:21] Harry Patch und seine Verlobte haben sich daraufhin den Sabbat-Haltern angeschlossen.

[5:28] Die nächste Begebenheit ist eine etwas bekanntere, als Ellen White und ihr Mann nach New Hampshire gingen. Und sie kamen dann schließlich zum Heim von Cyrus Farnsworth, nahe dem Dorf von Washington. Und Ellen White hat gesagt: "Der Geist des Herrn hat mich beeindruckt, dass deine Gemeinde Hilfe braucht." Sabbat morgens hat dann James White gesprochen in der kleinen Kirche von Washington. Und Ellen White am Nachmittag, während Ellen White gesprochen hat in einer dieser Versammlungen, da hat sie in der Versammlung verschiedene Personen wiedererkannt, die sie in einer Vision gesehen hatte und für die daher ihr besondere Botschaften aufs Herz gelegt hat.

[6:16] Zwei von diesen Personen waren Mr. und Mrs. Nivomied, die große Sorge und Trübsal ausgestanden hatten. Und Ellen White hat für sie die Botschaft gehabt, dass sie ihnen sagen soll, dass Gott sie liebt und dass er sie sicher durch alle ihre Anfechtungen hindurch bringen wird.

[6:38] Mit Ellen White hat auch einer jungen Frau gesagt, die einen unbekannten Mann geheiratet hatte, dass sie das tun sollte, was sie für richtig empfindet und dass sie es nicht ihrem Ehemann erlauben sollte, dass sie ihr Gewissen verletzen muss.

[6:57] Während Ellen White gesprochen hat, gab es einen jungen Mann in der Versammlung, der innerlich sich gebracht hat und gewünscht hat: "Ich würde mir wünschen, dass sie auch meinen Vater konfrontiert mit einer Sache." So als ob Ellen White seine Gedanken gelesen hätte, hat sie ihre Aufmerksamkeit auf den Vater des jungen Mannes gerichtet und hat gesagt: "Ich habe gesehen, mir wurde gezeigt, dass dieser Mann ein Sklave des Tabaks ist. Aber das Schlimmste davon ist, dass er versucht hat, seine Brüder glauben zu machen, dass er es aufgegeben hat, so wie er es versprochen hat, als er sich der Gemeinde angeschlossen hat."

[7:40] Als Mrs. White dann schließlich aufgehört hat zu sprechen, dann standen diejenigen, die sie adressiert hat, auf. Und einer nach dem anderen hat gesagt, dass das, was sie über sie zum Ausdruck gebracht hat, wahr ist. Mit Tränen in den Augen haben sie Gott und einander um Vergebung gebeten. Eltern haben ihren Kindern gegenüber bekannt und Kinder gegenüber ihren Eltern.

[8:06] Am folgenden Mittwoch war der Weihnachtstag. Und am Treffen in diesem Morgen wurde ein Aufruf gemacht für die Kinder und die jungen Leute. Und 13 von ihnen sind aufgestanden und haben gesagt, dass sie Jesus nachfolgen wollen.

[8:24] Schließlich war es so, dass 18 Menschen den Wunsch gehabt haben, getauft zu werden, den Bund mit Gott zu machen. Und zwölf von ihnen, die waren so eifrig. Man muss sich vorstellen, das war Winter. Und man hat ihnen gesagt, sie sollen noch warten, bis die Bedingungen gut sind für eine Taufe. Aber zwölf haben gesagt: "Wir können nicht warten, wir wollen nicht warten." Und sie sind dann schließlich zum See gegangen, zu einem Wasser, und haben Blöcke aus dem Eis geschnitten. Und zwölf von ihnen wurden getauft. Und die anderen sechs dann im nächsten Frühjahr.

[9:00] Erstaunlich ist es später, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, auch den Lebensweg dieser insgesamt 18 Menschen nachzuverfolgen. Neun von ihnen arbeiteten als Pastoren, Lehrer, Bibel-Arbeiter oder Krankenschwestern für die Gemeinde. Und alle blieben ein Leben lang der Gemeinde.

[9:21] Der junge Mann, der damals im Publikum gesessen hat und der sich gewünscht hat, dass Ellen White seinen Vater anspricht, war J. H. Farnsworth, der als Evangelist in Australien und Amerika tätig war. Und das Vorrecht gehabt hat zu sehen, dass Hunderte bekehrt wurden. Und seine Schwester ist nach bestem Wissen die erste Bibel-Arbeiterin der Gemeinde gewesen.

[9:47] Im Jahr 1893, Ende 1893 und Anfang 1994 hat erneut eine Vortragsreihe gehalten in Brighton Beach, im Camp Meeting. Das war unsere erste Zeltversammlung der Siebenten-Tags-Adventisten, das jemals in Australien abgehalten wurde. Und als Ellen White ankam, dann gab es dort mehr als 100 Zelte, wo 511 Menschen Platz finden konnten.

[10:18] Die adventistische Zeltversammlung wurde dann bald zum Gespräch auch in der Gegend. Und es war aber so, dass das Ganze auch nicht ohne Störungen ablief. Denn eine Gruppe von jungen Menschen, die Störenfriede damals waren, die in einer Stadt nahe diesem Campground gewohnt haben, die kamen und haben Steine geworfen, haben ein Zelt praktisch niedergezogen.

[10:47] Und schließlich war es dann so, dass die Verantwortlichen dort für diesen Zeltversammlungsplatz, dass sie dann Studenten von der australischen Bibelschule ihnen gesagt haben, dass sie als Wächter fungieren sollen, um aufzupassen, wenn solche Dinge wieder vorkommen.

[11:05] Schließlich war es dann aber so, dass die Delinquenten, nachdem sie gemerkt haben, sie können nicht viel Schaden anrichten, dass sie einen mutigeren Entschluss gefasst haben. Der Anführer von ihnen hat den Plan gefasst, das Zelt, in dem Ellen White schläft, in der nächsten Nacht über ihr zusammenfallen zu lassen.

[11:29] Es war aber zum Nachteil von ihnen, dass sich jemand Wind bekamen von der Sache. Und als die Behörden kontaktiert wurden, war es so, dass ein Polizeioffizier, ein irischer Polizeioffizier, geschickt wurde, der römisch-katholisch gewesen ist, der gut gebaut war von seiner körperlichen Statur her, um das Zelt von Ellen White zu bewachen.

[11:57] Und als dieser Polizist dann bei der nächtlichen Überwachung war, war es kurz nach Mitternacht, dass er gesehen hat, dass über dem Zelt von Ellen White, dass dort ein Licht ist. Und er hat gemerkt mit der Zeit, dass dieses Licht die Form angenommen hat von einem Engel. Und als er so dort stand, schaute er den Engel für ein paar Minuten an und er fiel auf seine Knie und bekreuzigte sich. Und er steht auf und er sagt sich: "Ich brauche Ellen White nicht mehr beschützen, weil Gott sie beschützt."

[12:36] Das Interessante war, als er später dann ankommt am Polizeipräsidium, wie wir das heute sagen würden, und er erzählt die Geschichte, da haben sie ihm die Geschichte wohl geglaubt, denn es hat ihn niemand wiederholt dorthin geschickt, um doch noch nach dem Rechten zu sehen und seinen menschlichen Schutz dort einzubringen.

[12:55] Der irische Polizist aber war damit nicht zufrieden. Sondern er hat den Zeltversammlungsplatz am nächsten Tag aufgesucht. Er wollte einfach diese Frau sehen, die der Engel behütet hat und wollte hören, was sie zu sagen hat. Er ist dann in die Hauptgottesdienste gekommen an jedem nachfolgenden Tag. Und was er von Ellen White gesehen und von ihr gelernt hat, hat ihn nicht enttäuscht.

[13:23] Später wurde er dann ein aktives Laien-Glied für die Adventgemeinde, für die Adventisten. Und er war verantwortlich dafür, dass viele andere sich der Gemeinde angeschlossen haben.

[13:40] Im Jahr 1897 gab es einen jungen Mann, Harold Blunden, der damals 13 Jahre alt war, der in Fitzroy, Australien gelebt hat. Und der, als er gehört hat, dass die amerikanische Prophetin kommt und am folgenden Samstagnachmittag spricht, da hat er sich gesagt: "Ich möchte hingehen und möchte der Versammlung beiwohnen."

[14:04] Der Zug, der Ellen White gebracht hat zur Versammlung, war zwei Stunden verspätet. Und die Prediger haben dann versucht, die Aufmerksamkeit der Versammlung aufrechtzuerhalten durch kurze Bemerkungen, durch Gebete, durch Zeugnisse. Und als Ellen White dann ankam und als sie dann vorne auf dem Podium gestanden hat, dann hat sie ihr Manuskript hingelegt, hat ihren Schal zurechtgerückt, hat die Menschen angeschaut, gelächelt und ihren Mund geöffnet, um zu sprechen. Aber es kamen keine Worte aus ihrem Mund.

[14:44] Sie schaute etwas überrascht und hat dann noch mal, hat dann das Publikum kurz mit ihrem Blick verfolgt. Dann hat sie wieder ihr Manuskript zurechtgerückt, ihren Schal zurechtgerückt, hat die Menschen angelächelt und hat ihren Mund geöffnet, um zu sprechen. Und wieder kamen keine Worte aus ihrem Mund. Diesmal hat man gesehen, dass ihr Blick betroffen war. Und nun hat sie das Publikum nochmals untersucht, aber dieses Mal langsamer und mit einer bestimmten Absicht, als ob sie nach jemandem Ausschau halten würde.

[15:21] Dieses Mal hat sie aber nicht damit aufgehört, als ihr Blick die äußere Seite der Versammlung erreicht hat, sondern sie hat sich auch umgedreht und hat die Menschen angeschaut, die auf den Stühlen hinter ihr saßen. Und ihr Blick blieb dann schließlich hängen an einem großen Mann, Daniel Davies, der ein relativ neuer Adventist war, aber doch war er der Herausgeber, der Redakteur der australischen adventistischen Zeitung "Signs of the Times".

[15:53] Ellen White hat dann sich LG Davies zugewandt und hat gesagt: "Was macht dieser Mann hier mit mir auf der Plattform? Was macht er mit mir hier vorne?"

[16:06] Plötzlich stand dann Daniel Davies auf, der ein großer Mann war, im Gegensatz zu Ellen White. Und er hat ihr einen hasserfüllten Blick zugeworfen.

[16:17] Nach dieser Begebenheit hat sich Ellen White wieder dem Pult zugedreht und hat dann für eineinviertel Stunden gesprochen. Und dann, der junge Mann, der im Publikum saß, hat sich auf die Predigt nicht konzentrieren können, weil die Gedanken, er hat die Bemerkung gehört, die Ellen White zu LG Davies gesagt hat, über eine Familie Davies, weil die Gedanken in seinem Kopf gegeneinander gestoßen sind.

[16:43] Und nachdem dann die Versammlung vorbei war, Ellen White gesprochen hatte, ging der junge Herald auf die Plattform. Und er wollte einfach mehr darüber erfahren. Und er erfuhr, dass Nathaniel Davies ein Mann war, der Probleme hatte, ernsthafte Probleme. Und dass Ellen White einen mehrseitigen Brief geschrieben hat. Daniel Davies hatte Probleme mit Geld, Spiritualismus und auch mit seiner Moral.

[17:14] Es war interessant, dass im Jahr 1900, als Ellen White Australien wieder verlassen hat, dass die Arbeiter der Gemeinde ihr ein Album gaben als Abschiedsgeschenk. Und jede Seite dieses Albums wurde von jemandem gestaltet, der während dieses neunjährigen Dienstes von Ellen White auf dem Kontinent gesegnet wurde. Eine dieser Seiten hat die Handschrift von N. L. Davies enthalten, der gesagt hat, sinngemäß: "Ich habe allen Grund, um positiv eingestellt zu sein im Bezug auf mein Vertrauen an Ellen White als wahre Prophetin."

[17:55] Die letzte Generalkonferenz, die Ellen White dann besucht hat, war im Jahr 1909. Das Bild, das ihr seht, kommt aus dem Jahr 1901. Und als Ellen White die Generalkonferenz besucht hat, hat sie den Predigern versichert und den anderen Arbeitern, dass Gott sie liebt und dass es Jesus Freude bereitet, für sie Fürbitte zu tun.

[18:24] Sie hat dann ihre Predigt oder ihren Vortrag beschlossen mit den Worten: "Lasst uns daran denken, dass wir Teilhaber der göttlichen Natur sein sollen und dass die Engel Gottes, ich übersetze sinngemäß, um uns herum sind, dass wir nicht von der Sünde überwunden zu werden brauchen. Lasst uns unsere Bitten zum Thron Gottes in Zeit der Versuchung empor senden und ihm glauben, seine göttliche Kraft in Anspruch nehmen."

[18:56] Ich bitte Gott, dass dies die Erfahrung von jedem von uns sein möge und dass am großen Tag Gottes wir alle zusammen verherrlicht werden.

[19:06] Ellen White hat sich dann vom Sprechpult weg bewegt und hat sich, wollte sich gerade zu ihrem Platz begeben, als sie auf dem Weg dorthin noch einmal umgedreht ist und zurückkam. Die Bibel in die Hand genommen hat, von der sie gelesen hat, sie geöffnet hat und sie mit zitternden Händen hoch gehalten hat und gesagt hat den folgenden Satz: "Ich empfehle euch dieses Buch."

[19:40] Ellen White macht eine interessante Aussage in einem Brief aus dem Jahr 1907 und sie schreibt: "Die Bibel muss ein Ratgeber sein. Studiert sie und die Zeugnisse, die Gott gegeben hat, denn sie widersprechen niemals seinem Wort."

[19:58] Eine weitere Person, das sind nur einige wenige Erfahrungen von sehr vielen Erfahrungen, die Menschen mit Ellen White zusammen gemacht haben im Laufe ihrer Tätigkeit. Eine weitere Person, die von Ellen White beeinflusst wurde, war James Riches, der es vielleicht manchen von euch noch bekannt ist als der Gründer der Voice of Prophecy.

[20:19] Eine Sache, an die sich Menschen gerne erinnern, waren Ellen Whites Gebete. Es gibt nicht viele Gebete, die von Ellen White so erhalten sind. Aber Herr James Riches erinnert sich noch als junger Mann, dass er gesehen hat, dass Ellen White während einer Rede ihre Stimme erheben konnte, dass jeder sie verstand. Herald war damals 14 oder 15 und saß ganz vorne in der ersten Reihe, war extra früh gekommen, um einen Platz zu ergattern und Ellen White möglichst nahe zu hören.

[20:52] Erinnert sich noch genau, dass Ellen White vom Sprechpult niederkniete und zu beten begann. Und wie sie im Gebet gesagt hat: "Nicht unser Vater, sondern mein Vater." Erinnert sich daran, dass Ellen White so gebetet hat, als ob sie wirklich ein persönliches Gespräch mit Gott führen würde.

[21:10] Herald hatte solch ein Gebet noch nie vorher gehört. Es dauert nicht lange, bis die Menschen angefangen haben zu weinen. Das Leben vieler Menschen hat sich während eines solchen Gebets verändert. Herald hat erzählt, dass er sich gefürchtet hat, während dem Gebet die Augen zu öffnen, weil er gesagt hat: "Ich war mir sicher, dass Gott neben Ellen White stehen würde." So innig und vertraut war ihr Gebet, in dem sie im Namen der versammelten Menge ihr Herz ausschüttete. Und er hat gesagt: "Mein Leben lang werde ich dieses Gebet nicht vergessen."

[21:53] Eine andere Person, die sich an ein Gebet von Ellen White ihr Leben lang erinnern konnte, war eine Person namens Arba McCain. Das ist vielleicht ein Name, der vielen von euch unbekannt ist. Aber Arba McCain war die erste Vollzeit Gemeinde-Schullehrerin, adventistische Vollzeit Gemeinde-Schullehrerin in Kalifornien.

[22:11] Und Arba McCain hat nie wirklich gut geschlafen. In Hillside, in einem Haus, wo sie eingezogen ist. Und als sie sich eines Abends nicht wohl gefühlt hat, hat sie sich zum St. Helena Sanatorium begeben, um dort aufgenommen zu werden. Das Sanatorium war belegt. Und bis ein Bett frei würde, hat sie sich bei Sarah Peck, bei einer von Ellen Whites Sekretärinnen, aufgehalten.

[22:39] Sarah Peck war übrigens jemand, die ein Buch geschrieben hat, das im Englischen herausgekommen ist und auch im Deutschen, wenn ich mich richtig erinnere, heißt das Buch "Der Weg zum Thron Gottes". Das ist ein ausführliches Buch, aber meiner Meinung nach auch ein sehr wertvolles, sehr tiefes Buch über das Heiligtum. Sehr wertvoll das Buch zu lesen.

[23:04] Als Arba McCain mit Kindern im Haus von Sarah Peck war, hat sie versucht auf einem Sofa im ersten Zimmer, gleich beim Eingang, einzuschlafen. Als sie aus dem Fenster geschaut hat, hat sie das Haus von Ellen White gesehen.

[23:20] In den frühen Morgenstunden ging dann das Licht im Schreibzimmer von Ellen White an. Und weil das Fenster offen war, hat Arba McCain auch hören können, als Ellen White dort laut gebetet hat. Aber McCain hat gesagt: "Schwester Arbeit begann zu beten." Und sie sagte: "Nicht unser Vater, sondern mein Vater." Es war ein so ernstes Gebet. Niemals wieder habe ich so etwas gehört.

[23:47] Sie hat dann gesagt, dass Ellen White ganz ernst gebetet hat, dass Gott die Leiter unserer Gemeinde vor Unruhe bewahren möge und sie niemals irgendwelchen Versuchungen nachgeben und von der Wahrheit abfallen sollten.

[24:03] Nachdem Ellen White ganz ernst für die Leiter der Gemeinschaft gebetet hatte, begann sie für die Prediger zu beten, die Woche für Woche von der Kanzel die Wahrheit verkündeten. Arba McCain hat gesagt, sie hat das erzählt, als sie schon über 100 Jahre alt war. Ellen White betete eindringlich zu Gott, dass die

[24:21] betete eindringlich zu Gott, dass die Prediger treu bleiben und von den Kanzeln unserer Gemeinden nichts als die Wahrheit verkünden. Nachdem sie also eine Weile für unsere Pastoren gebetet hatte, betete sie für die Lehrer, für jene Männer und Frauen, die in den Klassenzimmern versuchen, junge Menschen zu Jesus zu führen. Gott möge ihnen zur Seite stehen, wenn sie durch ihr gutes Beispiel die Herzen der jungen Männer schon dazu bewegen, sich Jesus zu übergeben.

[24:50] „So lange ich lebe“, hat Kevin gesagt, „werde ich das Gebet jener Nacht nicht vergessen, als Ellen White gleichsam von Angesicht zu Angesicht mit Gott sprach.“ Im Jahr 1915 ist Ellen White dann schließlich gestorben, und das nicht lange, nachdem sie durch den Unfall im Februar des Jahres hilflos geworden war. Sagte sie von ihrem Heiland Jesus: „Ist man hochgelobte Erlöser, und ich liebe ihn mit meinem ganzen Wesen.“ Mehrere Tage vor ihrem Tod war sie während einer großen Teil der Zeit bewusstlos und gegen das Ende schienen sie auch die Fähigkeit zum Sprechen und auch das Gehör verloren zu haben. Die letzten Worte, die sie zu ihrem Sohn gesprochen hat, waren: „Ich weiß, wem ich geglaubt habe.“

[25:45] Bei ihrer Beerdigung gab es eine interessante Begebenheit mit einem Mann, der talentiert war, aber leider zu einem der größten Feinde unserer Gemeinschaft sich entwickelt hat. Sein Name war Dudley Canright. Dudley Canright war bekehrt worden und der Predigt von James White und Black and White war ein brillanter junger Mann gewesen, der aber leider aufgrund von Problemen, die er hatte, oder zentral eines Problems, auch den Predigtdienst mehrere Male verlassen hat, bereut hat und wieder zurückgekommen ist, bis er schließlich in den 1880er Jahren den Predigtdienst verlassen hat, zum fünften und letzten Mal.

[26:42] Das lag Hamm Reid kam zu Ellen Whites Beerdigung und als dann Leg Enright dann schließlich, als die Beerdigung vorbei war und nach dem ersten Besuch dieser langen Reihe von Trauernden, die am Sarg von Ellen White vorbeigingen, hat Hartley Canright noch mal vorgeschlagen, seinem Bruder noch einmal vorbei zu gehen am Sarg. Und sein Bruder hat geschrieben, dass sie noch einmal am Sarg standen und dass Dudley Canright seine Hand aufgestützt hat auf dem Sarg und mit Tränen, die seine Wangen herunterlaufen, dass er mit gebrochener Stimme gesagt hat: „Da ist eine edle christliche Frau von uns gegangen.“ Leider war das Leck Enright jemand, der die Kurve nicht mehr bekommen hat und der gegen Adventisten geschrieben hat und zu den Baptisten gewechselt war. Und Ellen White hatte ihn gewarnt vor Dingen, die in seinem Leben passieren könnten und passieren schließlich auch passiert sind.

[27:55] Das bequeme Arbeitszimmer in Elmshaven war der günstigste Platz für Ellen White in ihrer letzten Krankheit und für die Pflegerinnen hier in diesem Zimmer ist sie während der meisten Zeit gelegen, umgeben von den alten, bekannten Gegenständen ihres täglichen Lebens. Hier stand auch ihr alter Schreibtisch und derselbe wurde in einem Lehnstuhl verwandelt, in den sie nach den ersten ein bis zwei Wochen fast jeden Tag hineingehoben wurde. Neben ihrem Stuhl lagen auf einem Tisch mehrere der von ihr geschriebenen Bücher. Diese nahmen sie oft in die Hände, da sie durchfuhr und schien sich darüber zu freuen, dass sie in der Nähe lagen. Wie eine liebevolle Mutter ihre Kinder behandelt, so behandelte sie während ihrer letzten Krankheit ihre Bücher. Mehrmals fand man sie, wenn sie besucht wurde, mit zwei oder drei derselben in ihrem Schoß. Sie freute sich bei dem Gedanken, dass, wenn sie auch nicht mehr zu den Leuten sprechen kann, ihre Bücher für sie sprechen würden.

[29:05] Wir wollen jetzt noch zwei Aussagen lesen aus der Feder von Ellen White selbst. Die erste Aussage, auf die habe ich im letzten Vortrag schon hingewiesen, wo er in Rheydt schreibt: „Der letzte Betrug durch Satan wird darauf abzielen, das Zeugnis des Geistes Gottes unwirksam zu machen.“ Wirkungslos. Ich habe am Anfang gedacht, als ich das Zitat gelesen hatte, vielleicht die ersten Male, da geht es um Menschen, die die Bücher von Ellen White verbrennen. Aber achtet auch die Worte, die sie verwendet: „Das Zeugnis des Geistes Gottes unwirksam zu machen, wirkungslos.“ Das heißt, es zeigt keine Wirkung. Satan wird äußerst klug vorgehen, um auf verschiedene Art und Weise und mit unterschiedlichen Mitteln das Vertrauen der Gemeinde der Übrigen in das wahre Zeugnis zu erschüttern. Und ich glaube, dass sich das heute auch bewahrheitet. Es wird ein satanischer Hass gegen die Zeugnisse geschürt werden. Satan wird alles tun, um den Glauben der Gemeinden an sie zu untergraben.

[30:10] Und zwar aus folgendem Grund: Wenn die Warnungen, Zurechtweisungen und Ratschläge des Geistes Gottes beachtet werden, ist es für Satan nicht mehr so einfach, Menschen zu betrügen und zu verführen. Wir können Gott dankbar sein für jede leitende Person in Gottes Gemeinde weltweit, die den Geist der Weissagung in allen Facetten hochhält. Ich glaube, wir können für Gott, können Gott äußerst dankbar sein für diese Gabe. Und wir sollten niemals an einen Punkt kommen, an dem wir sagen: „Diese und jene Sache, ich glaube nicht, dass Ellen White geschrieben hat, vielleicht wurde da in ihren Schriften etwas manipuliert oder das kam irgendwie nach ihrem Tod noch hinein in ihre Schriften.“

[30:59] Ich glaube auch, dass es gefährlich ist, wenn wir zu dem Schluss kommen, dass wir sagen: „Ach, das, was Ellen White damals geschrieben hat, das würde sie heute vielleicht mit ihrem heutigen Wissensstand anders schreiben.“ Wir sollten sehr, sehr vorsichtig sein, wenn solche Gedanken an uns herankommen und sollten uns wirklich vor Gott auf den Knien darum bitten, dass Gott uns einen festen Glauben gibt, nicht nur an sein Wort, sondern auch an den Geist der Weissagung, indem er uns so viele wertvolle Ratschläge gibt, die für unser Leben mit Jesus und vor allem auch für unser Leben in der Endzeit wichtig sind.

[31:47] Wir beenden unseren Vortrag, unseren zweiten über das Leben von Ellen White, wieder mit einem Zitat von ihr aus dem Buch „Christus kommt bald“, was gleichzeitig auch eine wertvolle Verheißung ist. Und sie schreibt: „Menschen mögen noch so viel rein geschmiedet und der Feind wird versuchen, Menschen von der Wahrheit wegzubringen. Aber alle, die glauben, dass der Herr durch Schwester White gesprochen und ihr eine Botschaft gegeben hat, werden sicher sein vor den vielen Enttäuschungen der letzten Tage.“ Möge diese Aussage deine und meine Erfahrung sein, während wir uns darauf vorbereiten, Jesus zu begegnen. Jesus hat versprochen, wiederzukommen, und er wünscht sich, dass du und ich bereit sind, wenn er wiederkommt in den Wolken des Himmels.
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