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In dieser Episode der Serie „Es sei denn, wir vergessen“ stellt Erhard Vasicek Marian Davis vor, eine oft übersehene, aber entscheidende Figur in der Entstehungsgeschichte der Schriften von Ellen White. Er beleuchtet ihre Rolle als „Buchmacherin Gottes“, ihre außergewöhnliche Gedächtnisleistung und ihre unermüdliche Hingabe, die maßgeblich zur Veröffentlichung wichtiger Werke wie „Der Weg zu Christus“ beitrug. Die Folge thematisiert auch die Herausforderungen und die tiefe Freundschaft zwischen Marian Davis und Ellen White.


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Serie: Es sei denn, wir vergessen

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Transkript

[0:33] Herzlich willkommen zum achten Teil unserer Serie "Es sei denn, wir vergessen". Wir wollen heute sprechen über eine Person in der Adventgeschichte, die vielen nicht bekannt ist, die aber einen wichtigen Beitrag dazu geleistet hat, dass wir manche Bücher von Ellen White in der Form heute vor uns haben, wie wir sie vorfinden, wenn wir den Buchdeckel aufschlagen. Marian Davis war eine Person, die eine Freundin gewesen ist von Ellen White, und wir wollen uns heute ein bisschen über das Leben dieser kleinen, demütigen Person unterhalten, die so viel für Gottes Werk gegeben hat und die Schriften von Ellen White von ganzem Herzen geliebt hat.

[1:22] Ellen White war eine Person, die mehr als 5000 Artikel geschrieben hat in Journalen und 40 Bücher. Und ihr Buch "Der Weg zu Christus" wurde in mehr als 140 Sprachen übersetzt. Wenn man ein bisschen etwas über das Leben von Ellen White weiß, dann weiß man auch, dass sie mehrere Rollen sozusagen in ihrem Leben ausfüllen musste. Ellen White war Mutter, sie war Ehefrau, sie war Sprecherin, sie war Schreiberin, und sie musste sich auch noch um den Haushalt kümmern. Und so hatte Ellen White auch einige Helfer in ihrem Leben, wie z.B. Kindermädchen oder auch Personen, die ihr im Haushalt geholfen haben.

[2:12] Ellen White hatte nur wenige Jahre Schulbildung, aufgrund eines Unfalls, der in ihrem Leben passiert war. Und so war es notwendig, obwohl Ellen White sich viel weitergebildet hat oder Weiterbildung erfuhr durch andere Quellen, so war es notwendig, dass Ellen White auch aufgrund von Problemen oder Herausforderungen, wie dem Satzbau und grammatischen Dingen, dass sie selber gesehen hat, dass sie Hilfe brauchte.

[2:39] Ellen White hat geschrieben im Buch "Selected Messages", Band 3, dort finden die Aussage: "Ich bin keine Gelehrte, ich kann meine eigenen Schriften nicht für den Druck vorbereiten. Ich bin keine Grammatikerin." Die erste Person oder die Person, die ihr geholfen hat bei ihren ersten drei Traktaten, war James White, um sie zu bearbeiten.

[3:06] Ellen White hatte aber im Lauf der Zeit eine ganze Anzahl an bezahlten oder nicht bezahlten Helfern, die ihr zur Hand gegangen sind, wenn es um die Vorbereitung von Dingen ging, die Bearbeitung von Dingen, die sie geschrieben hat. Weitere Helfer in ihrem Leben waren zum Beispiel Mary Claue, ihre Nichte Lilly White, ihr eigener Sohn Jeremy Kent, eine Krankenschwester Verboten, über die wir nachher noch sprechen möchten, und Maggie Herr.

[3:38] Es gab, was auch interessant ist, es gab zwei Arten von redaktionellen Helfern im Leben von Ellen White. Nicht jeder Helfer hat das Gleiche gemacht. Es gab, man kann sagen, zwei verschiedene Stufen, wenn es um die Art der Hilfstätigkeit ging. Nämlich in der ersten Stufe, da hat der Helfer einfach grammatische Fehler korrigiert, z.B. oder unnötige Wiederholungen beseitigt. In der zweiten Stufe, das waren jetzt Personen, die natürlich ein besonderes Vertrauen auch genossen haben. Da ging es darum um eine Neuanordnung, um das Vergleichen und die Zusammenstellung des in Stufe eins abgetippten Materials zu einem neuen literarischen Dokument, Eingliederung in ein anderes Manuskript, z.B. einen Zeitschriftenartikel oder ein Buch.

[4:30] "Der Weg zu Christus" und das war jetzt eine Aufgabe, die eine sehr, sehr hohe Verantwortung erforderte und auch großes Vertrauen. Wobei man immer dazu sagen muss, Ellen White hat immer alles überprüft, hat Ergänzungen gemacht oder Dinge gestrichen, und bevor das dann publiziert wurde, hat natürlich Ellen White immer diese Sachen auch beglaubigt und dann noch Hand angelegt, wo es nötig war.

[4:57] Ihr eigener Sohn, Lilly White, hat über zwei Arten von Helfern geschrieben, die bei Ellen White im Dienst waren. Er hat geschrieben: "Mutter's Kopisten wurde die Arbeit anvertraut, grammatische Fehler zu korrigieren, unnötige Wiederholungen zu streichen, sowie Abschnitte und Ausschnitte in der besten Reihenfolge zu gliedern. Mutter's erfahrene Arbeiter sind berechtigt, einen Satz, Abschnitt oder Ausschnitt eines Manuskripts zu nehmen und ihn in ein anderes Manuskript zu integrieren, in dem derselbe Gedanke ausgedrückt wird, aber nicht so deutlich."

[5:32] Keinem von Mutter's Arbeitern ist es allerdings gestattet, den Manuskripten etwas hinzuzufügen, indem sie ihre eigenen Gedanken hineinbringen. Ellen White hat gesagt: "Ich lese alles durch, was abgeschrieben wurde, und schaue, dass alles so ist, wie es sein sollte. Ich lese das ganze Buchmanuskript, bevor es zum Buchdrucker verschickt wird."

[5:57] Eine Helferin, die wir vorhin schon erwähnt haben, auf einer Folie, unter den anderen Namen, die Ellen White geholfen haben, und es gab ja noch mehr, war eine Frau namens Verboten.

[6:11] Verboten wurde Ellen White sehr empfohlen. Sie war auch eine Person, die wirklich Talent gehabt hat und die eine gute Arbeitsleistung, eine hohe Arbeitsleistung erbringen konnte. Allerdings gab es bei Verboten, wir haben hier auf der Folie ihr Geburts- und Sterbejahr. Sie war Tochter eines methodistischen Predigers und Ellen White begegnete ihr im Jahr 1887.

[6:40] Es gab allerdings bei Verboten mehrere Probleme, die auch ihre Zusammenarbeit mit Ellen White beeinflusst haben. Ellen White hat einmal geschrieben: "Wiederum hörte ich einem ernsten Gespräch zwischen ihr und Marian zu. Eine Stimme sprach zu mir: Sei vorsichtig und setze deine Abhängigkeit nicht auf Fanny, wenn es um die Vorbereitung von Artikeln oder das Erstellen von Büchern geht."

[7:07] Verboten hat ein Temperament gehabt, das unstetig war, könnten wir vielleicht sagen. Und Fanny Bolton hat er auch das Problem, dass sie zu oft die Schriften von Ellen White auf ein gewöhnliches Niveau betrachtet hat. Verboten hat auch ein Problem damit gehabt, dass sozusagen für den Erfolg der Schriften von Ellen White, oder das für ihre Schriften Ellen White sozusagen, man könnte sagen, die Lorbeeren oder den Ruhm eingeheimst hat, wenn man das so sagen kann. Und das Verboten, die ja eine Mitarbeiterin war, im Hintergrund eigentlich nicht groß beachtet wurde, oder zumindest nicht so, wie sie gedacht hat, dass es ihr zustehen würde.

[7:59] Interessant ist aber, dass Gott Ellen White gezeigt hat, was Verboten gemacht hat. Nämlich Verboten hat sich gestört, wenn Ellen White manchmal sehr direkte Äußerungen machte in ihren Schriften. Und Verboten hat sich daran gestört und hat diese Dinge abgemildert. Das Erstaunliche ist und das Wunderbare, dass Gott Ellen White gezeigt hat, was vor sich geht.

[8:25] Im "Manuscript Release" heißt es weiter: "Sie lässt Worte weg, die erscheinen sollten, und fügt stattdessen ihre eigenen Ideen und Worte ein. Sie ist eine Gegnerin, sie ist nicht treu gegenüber ihrer Pflicht und schmeichelt sich sogar damit, dass sie ein sehr wichtiges Werk tut."

[8:46] Und dann schreibt sie in "Letter 61a": "Die Arbeit von Marian Davis ist von einer gänzlich anderen Größenordnung. Sie ist meine Buchmacherin. Fanny war nie meine Buchmacherin. Marian ist mir die beste Hilfe beim Herausbringen meiner Bücher."

[9:10] Marian Davis, die Frau, um die es hier hauptsächlich gehen soll in diesem Vortrag, lebte von 1847 bis 1904 und lernte Ellen White im Jahr 1868, einige Jahre vor Fanny Bolton, kennen. Sie hat die Sabbatwahrheit angenommen in jungen Jahren und war eine Korrektorin beim "Review and Herald" gewesen.

[9:34] Das Besondere an Marian Davis, an dieser kleinen Frau, war gewesen, dass sie ein beinahe fotografisches Gedächtnis hat. Sie konnte sich erinnern, wo sie Dinge gelesen hat. Und das war in Ellen Whites Arbeit von großem Vorteil, dass Marian Davis diese große Gabe gehabt hat und normalerweise auch die Dinge, die sie gelesen hat, fähig war, wieder zu finden.

[10:03] An mehreren Büchern, unter anderem an diesen Büchern, hat Marian Davis mitgewirkt: "Der große Kampf", die Ausgabe von 1888, "Patriarchen und Propheten", "Der Weg zu Christus", "Gedanken vom Berg der Seligpreisungen", "Das Leben Jesu Christi", "Gleichnisse", "Der Weg zur Gesundheit" und "Zeugnisse für die Gemeinde", Band 5 und 6.

[10:30] Ellen White beschreibt den Dienst von Marian Davis, und die beiden sind Freundinnen geworden. Und Ellen White hat Marian Davis und ihre Arbeit sehr geschätzt. Und sie schreibt darüber auch wieder im Buch "Selected Messages", Band 3: "Ich fühle mich für die Hilfe von Schwester Marian Davis beim Herausbringen meiner Bücher sehr dankbar. Sie sammelt Material von meinen Tagebüchern, Briefen und den in den Zeitungen veröffentlichten Artikeln. Ich schätze ihren treuen Dienst sehr."

[11:03] "Sie ist nun seit 25 Jahren mit mir zusammen, und ihre Fähigkeiten für die Arbeit, meine Schriften zuzuordnen und zu gruppieren, haben stetig zugenommen."

[11:13] Und dann beschreibt Ellen White auch an einer Stelle, wie Marian Davis gearbeitet hat. Und sie schreibt: "Sie arbeitet in folgender Weise: Sie nimmt einen in den Zeitschriften veröffentlichten Artikel und fügt ihn in leere Bücher ein. Sie besitzt auch Kopien von allen Briefen, die ich schreibe. Wenn sie ein Kapitel für ein Buch vorbereitet, erinnert sich Marian daran, dass ich etwas zu einem besonderen Punkt geschrieben habe, was die Sache überzeugender darstellen könnte. Sie beginnt danach zu suchen, und wenn sie es findet und zieht, dass das Kapitel dadurch klarer dargestellt wird, fügt sie es hinzu."

[11:55] "Die Bücher sind nicht mehr Marian's Produkte, sondern mein eigenes, und sind aus allen meinen Schriften zusammengestellt. Marian steht eine Fülle von Material zur Verfügung, aus dem sie Sachen entnehmen kann, und ihre Fähigkeit, das Ganze zusammenzustellen, ist mir eine große Hilfe. Es erspart mir stundenlang über eine Fülle von Material brüten zu müssen, wofür ich keine Zeit habe."

[12:22] Ein Buch, das Marian Davis sehr am Herzen gelegen ist, war das Buch, das wir heute als "Das Leben Jesu" oder als "Der Sieg der Liebe" kennen. Marian Davis hat irgendwann angefangen, sich ein Sammelalbum zu besorgen, mit "Das goldene Zeitalter" vorne. Und Marian Davis hat angefangen, Dinge, die Ellen White geschrieben hat über Jesus und über sein Leben, Dinge dort hinein zu kleben. Und dieses Sammelalbum war ihr sehr wertvoll. Sie hat es mit sich genommen, wenn sie morgens spazieren ging, oft, und hat darin gelesen und hat mit Jesus geschrieben, der diese wunderbaren Gedanken Ellen White geschenkt hat.

[13:08] Ellen White hat geschrieben in dem Buch "Faszinierende Geschichten", "Adventistische Pioniere", Band 2, finden wir folgende Aussage: "Marian greift gierig nach jedem Brief, den ich anderen schreibe, um Sätze zu finden, die sie für 'Das Leben Jesu' verwenden kann. Sie sammelt alles, was mit den Lehren Jesu an seine Jünger zu tun hat, aus allen möglichen Quellen."

[13:37] Eines Tages, als Marian Davis am Arbeiten war und eine Pause gemacht hat, ihre Arbeit hat sie so sehr interessiert, dass Marian Davis manchmal sogar vergessen hat zu essen. Und an einem dieser Tage, als sie etwas gegessen hat und sie hinterher noch an die frische Luft gegangen ist und zurückkam, da bemerkt sie, dass es windig gewesen war. Und sie hat dann gemerkt, als sie ins Haus zurückkehrte, dass der Wind die Tür zu ihrem Zimmer aufgestoßen hat und dass auch durch das offene Fenster im Flur ein Luftzug entstanden war und die Stapel an Papieren, die Ellen White im Zusammenhang mit ihrer Arbeit auf den Boden gelegt hatte. Es war so, dass durch den Wind kein Stapel mehr so war, wie er gewesen ist. Zwar Blätter, die den Gang hinunter geflogen sind aus dem Fenster, manche gingen völlig verloren.

[14:32] Und als Marian Davis in den Raum zurück kam und sah, was passiert war, während sie so verzweifelt um sich geblickt hat, da fiel ihr Blick auf eine Seite, an welcher sie ein paar Stunden zuvor gearbeitet hatte. Und da stand folgendes geschrieben: "Lass dich nicht entmutigen. Wirf deine Sorgen auf Gott und bleibe ruhig und heiter. Beginne jeden Tag mit ernstlichem Gebet und unterlasse es nicht, Gott zu loben und zu danken. Bis hierher hat der Herr uns geholfen. Wie deine Tage, so wird deine Kraft sein. Die Prüfung wird nicht die Kraft übersteigen, die uns gegeben werden wird, um sie zu ertragen."

[15:17] "Lasst uns dann unsere Arbeit aufnehmen, wo auch immer es sein mag, und glauben, dass was auch immer kommen mag, genügend Kraft gegeben wird, um die Prüfung zu bestehen."

[15:30] Wenn Ellen White nicht unterwegs war, dann sind sie und Marian die Kapitel des Buches gemeinsam durchgegangen. Und wenn Ellen White auf Reisen war, haben sie auf dem Postweg miteinander kommuniziert. Gemeinsam begannen sie festzustellen, dass es mehr Material gab, als in ein Buch passte.

[15:49] Schlussendlich hatte Marian eine so reiche Auswahl an Material, was Ellen White geschrieben hatte, gesammelt, dass drei Bücher anstelle von einem veröffentlicht wurden, nämlich einmal das Buch "The Design of Ages", was wir kennen als "Das Leben Jesu" oder "Der Sieg der Liebe", dann das Buch "From the Mount of Blessing", "Das bessere Leben", und 1896 "Christ's Object Lessons", "Christi Gleichnisse".

[16:19] Während der Arbeit an den Büchern gegen die gute alte Schreibmaschine, auf der Ellen White geschrieben hatte, immer wieder abgetippt worden war, kaputt und Willi und der Geschäftsführer der neuen Schule in Avondale haben versucht, sie zu reparieren, aber sie war schon zu oft geflickt worden. Diesmal konnte sie nicht wieder repariert werden, und es war auch kein Geld vorhanden, um eine neue zu kaufen. Es schien, als ob Satan gewonnen hätte. Aber es gab eine Sache, die sie noch tun konnten. Und so knieten Ellen White und Marian Davis nieder und legten ihre Probleme in die Hände desjenigen, welcher das Werk leitet. Und sie haben ihn gelobt und ihm gedankt für das, was er in dieser Situation tun würde.

[17:07] Am nächsten Tag kam ein Brief von einer von Ellen Whites Freundinnen, und er enthielt einen Scheck mit einer Summe, die mehr als ausreichend war, um eine neue Schreibmaschine kaufen zu können. Der Brief war viele Wochen zuvor abgeschickt worden und kam genau zu dem Zeitpunkt, als er gebraucht wurde.

[17:28] Mit der neuen Schreibmaschine wurden dann die letzten Kapitel des Manuskripts über das Leben Jesu fertiggestellt. Die kostbaren Seiten wurden vorsichtig eingepackt, damit sie an dem Pacific Press Verlag, eine halbe Weltreise entfernt, geschickt werden konnten.

[17:46] Wie knieten Marian und Ellen White gemeinsam nieder und baten Gott, über dem kostbaren Paket während seiner Reise über den Ozean zu wachen.

[17:57] Es war dann ein besonderer Sabbatabend, als die ersten Exemplare des neuen Buches im Ellen White House in Australien eingetroffen sind. Es hat lange gedauert, bis der Traum Wirklichkeit geworden war, und nun waren sie überglücklich, das fertige Produkt in den Händen zu halten.

[18:17] Nach neun Jahren, während sie in Australien gewesen sind, kehrten sie dann wieder zurück nach Amerika, und Marian Davis begann mit ihren nächsten Aufgaben oder führte sie weiter. Ellen White, wir lesen noch einmal eine Aussage aus dem Buch "Selected Messages", Band 3, die hervorgehoben hat: "Die Bücher sind nicht Marian's Produkte, auch wenn Marian Davis sicherlich mitgewirkt hat, sondern meine eigenen, die von allen meinen Schriften zusammengetragen wurden. Marian ist mir beim Herausbringen meiner Bücher die beste Hilfe."

[18:54] Sobald sie sich eingelebt hatten, begann Marian dann Material aus Ellen Whites Schriften für den fünften Band der "Zeugnisse" zusammenzustellen. Und die nächste Aufgabe bestand darin, ein Manuskript zum Thema Gesundheit anzufertigen.

[19:10] Während Marian Davis an dem Buch "Ministry of Healing" - "Auf den Spuren des großen Arztes" - arbeitete, bekam sie gesundheitliche Probleme. Sie war mehrfach erkältet, eine Erkältung nach der anderen. Und schließlich war Marian Davis so krank, dass sie rund um die Uhr im Santa Elena Sanatorium gepflegt werden musste.

[19:33] Nachdem es ihr hier ein bisschen besser ging, hat es aber lange gedauert, bis sie wieder wirklich gesund war. Und sie hat aber dann wieder ihr altes Arbeitspensum aufgenommen. Und leider fiel Marian Davies bald in ihre Gewohnheit zurück, Überstunden zu machen und sich wenig Ruhe zu gönnen. Das hat Ellen White ihr nahegelegt.

[19:53] Eine der Mitarbeiterinnen schrieb Ellen White, die damals unterwegs gewesen ist, dass Marian traurig und mutlos war. Sie konnte nicht aufstehen. Und Marian Davis hat sich dafür verantwortlich gemacht, dass das Werk nicht weitergehen konnte. Marian machte sich Sorgen wegen der Bücher, an denen sie arbeitete. Sie hat sich Sorgen gemacht während der Arzt-Rechnungen, und sie machte sich Sorgen wegen Sünden und Fehlern in ihrem Leben in der Vergangenheit.

[20:21] Ellen White hat ihr geschrieben, um sie zu ermutigen. Und als sie aber erfuhr, dass Marian jeden Tag schwächer wurde, da brach sie ihren Aufenthalt an der Ostküste ab und ging zu Marian Davis. Marian Davis ging es ein bisschen besser, als Ellen White zurückkam, aber sie konnte jedoch nichts essen.

[20:47] Ellen White hat dann Marian Davis vorgeschlagen, dass sie doch jeden Tag einen kleinen Dankgottesdienst abhalten soll. Und Marian Davis war einverstanden.

[20:56] Und dieser Dankgottesdienst, diese Zusammenkünfte haben Marian Davis sehr geholfen. Und am letzten Tag ihres Lebens sagte sie zu Ellen White: "Ich bin auch damit zufrieden, genau das zu tun, was Jesus will. Ich wäre so glücklich, zu leben und im nächsten Frühling zurück an meine Arbeit gehen zu können. Aber wenn er möchte, dass ich unbeachtet unter der Erde bleibe, um darauf zu warten, dass er mir wieder Leben gibt, kann ich ihm vertrauen."

[21:28] "Er hat mir seinen Frieden, seinen Trost und seine Freude gegeben. Diese Prüfung und sein Geschenk größeren Glaubens ist für mich kostbarer als Gold."

[21:43] Als Ellen White, als Marian Davis an diesem Tag eingeschlafen ist, ist sie von diesem Schlaf nicht mehr aufgewacht. Und Ellen White hat diesen Verlust gespürt. Und obwohl sie noch elf Jahre lang Dinge niedergeschrieben hat, gab es nie wieder eine Person in ihrem Leben, die sie als ihre Buchmacherin bezeichnet hat.

[22:05] Erneut schrieb Marian: "Ist ungefähr 25 Jahre lang bei mir gewesen. Sie war meine führende Arbeitskraft, wenn es um die Zusammenstellung des Materials für meine Bücher geht. Sie hat die Schriften immer als eine heilige Sache betrachtet, die ihr in die Hände gelegt wurde, und berichtete mir oft, welchen Trost und Segen sie durch die Ausübung dieser Arbeit empfing und dass es ihr Leib und Leben wäre, diese Arbeit zu tun. Ich werde sie so sehr vermissen. Wer wird ihren Platz ausfüllen?"

[22:40] Möge der Herr uns helfen, wenn wir uns jetzt ein bisschen beschäftigt haben mit dem Leben dieser kleinen und demütigen und hingegebenen Frau, die so gern für Gottes Sache gearbeitet hat. Möge der Herr uns helfen, dass wir den Geist der Weissagung, die Schriften von Ellen White, dass wir sie so schätzen und lieben, wie wir sie lieben sollten. Und dass wir genauso wie Marian Davis sich ganz für Gottes Sache hingegeben hat, uns Jesus ganz hingeben, damit er uns charakterlich vorbereiten und damit er uns gebrauchen kann, noch viele andere Menschen zu ihm zu führen, die ihn bei seiner baldigen Wiederkunft im Frieden begegnen und mit ihm für immer zusammen sein können auf einer Erde, wo es keine Tränen und keine Trauer und kein Leid mehr geben wird. Möge der Herr uns helfen, dass wir mit ihm zusammen einmal auf dieser neuen Erde sein können.


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