In diesem Video spricht Christopher Kramp über das Thema Einsamkeit, insbesondere im Kontext der Corona-Krise. Er beleuchtet, wie biblische Persönlichkeiten wie Johannes, Josef, Elia, Paulus und Jakob mit Einsamkeit umgingen und welche Lehren wir daraus ziehen können. Das Video ermutigt dazu, sich in Zeiten der Isolation an Gott zu wenden und die Gewissheit zu erfahren, dass man niemals allein ist.
Euer Herz erschrecke nicht – 2. Was tun bei Einsamkeit?
Christopher Kramp · Euer Herz erschrecke nicht!Weitere Aufnahmen
Serie: Euer Herz erschrecke nicht!
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:00] Liebe Freunde, liebe Zuschauer, liebe Gläubige, die Corona-Krise ist eine Herausforderung nicht nur für die Gesellschaft, für die Wirtschaft, für die Politik, sondern auch für unzählige gläubige Menschen, die eigentlich es gewohnt sind, in ganz regelmäßigen Abschnitten sich zu treffen, zum Gottesdienst, zum Hauskreis, zum gemeinsamen Gebet, zum Liedersingen und die jetzt durch die sehr einschneidenden Maßnahmen oft dazu gezwungen sind, im kleinsten Kreis zu verbleiben oder gar nicht auch nur das Haus zu verlassen. Einsamkeit war ohnehin schon ein großes Thema in unserer Gesellschaft und Einsamkeit wird ein ganz wesentlicher Faktor in dieser Corona-Krise sein.
[0:53] Die Bibel sagt einiges zum Thema Einsamkeit und zwar nicht einfach nur von einer wissenschaftlichen Seite, so von oben herab vielleicht, sondern aus der Perspektive der Betroffenen. Eine ganze Reihe von Schreibern und Helden, gläubigen Menschen der Bibel erlebten echte und wirklich deprimierende Einsamkeit. Da ist Johannes, der geliebte Jünger, der auf der Insel Patmos ganz alleine sozusagen in Quarantäne gewesen ist, weil er mit der Verbreitung des Evangeliums im Römischen Reich für Unruhe gesorgt hatte. Da ist Josef, der jahrelang in einem Gefängnis gewesen ist oder auch Johannes der Täufer, der etliche Monate dasselbe Schicksal erlitt. Da ist zum Beispiel Elia, der ganz gut damit klarkam, lange Zeit alleine am Bach Kith zu leben, der allerdings nach der großen, gewaltigen Demonstration Gottes auf dem Berg Karmel am nächsten Tag den Eindruck hatte, er wäre ganz allein. Erste Könige 19, Vers 10. Dort sagt er, und er sagt es nicht nur einmal in diesem Kapitel, ich habe eifrig, heftig geeifert für den Herrn, den Gott der Herrschaft, denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen und deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht und ich allein bin übrig geblieben. Sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen. Elia war überwältigt von dem Gefühl, verlassen zu sein. Er konnte nicht die 7.000 anderen sehen, die genauso wie er an Gott glaubten und genauso wie er zu ihm beteten. Aber aufgrund der politischen Situation im Israel von Ahab und Isebel war es nicht so gut möglich, Kontakt untereinander zu haben.
[3:00] Einsamkeit ist ein Thema im Alten wie im Neuen Testament. Paulus, der so viel opferte, um Menschen überall die Hoffnung und den Frieden Gottes näher zu bringen. Er selbst erlebte, was es bedeutet, plötzlich alleine zu sein. An Timotheus schreibt er in seinem zweiten Brief an diesen Timotheus in Kapitel 4 und dort in Vers 16 sagt er: Bei meiner ersten Verteidigung stand mir niemand bei, sondern alle verließen mich. Es werde ihnen nicht angerechnet. Die Umstände, warum wir einsam sind, können unterschiedlich sein. Manchmal ist wie im Fall von Elia die Einsamkeit auch zum Teil mitkonditioniert durch bestimmte emotionale Zustände. Aber Einsamkeit ist ganz real und so kennt die Bibel auch ein Gebet für Einsame in Psalm 25 und dort Vers 16. Psalm 25 Vers 16 lesen wir: Wende dich zu mir und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und elend.
[4:27] Lieber Freund, liebe Freundin, dieses ist nicht nur ein Gebet von David. Es kann auch dein Gebet sein, wenn du dich so fühlst. Du darfst dieses Psalmwort für dich in Anspruch nehmen und den Herrn so anflehen, wie es David tat, der oft in seinem Leben mit außergewöhnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Manche von denen kamen von außen herein, manche hatte er selbst zu verschulden. Aber immer fand er in Gott einen Helfer, einen Retter, einen Erlöser, der ihn von allem befreite, den eigenen Sünden und den äußeren Gefahren. David wusste, wenn er zu Gott betet, wendet er sich zu ihm.
[5:13] Einsam war auch Jakob, nachdem er gerade seinen Vater betrogen hatte, um das Erstgeburtsrecht an sich zu nehmen. Dabei hat er ja ganz fromme Motive gehabt. Er wollte den geistlichen Segen, aber auf eine ganz weltliche Weise. Er musste fliehen und war jetzt abgeschnitten, nicht nur von Freunden und Bekannten, sondern von seiner eigenen Familie. Sein Vater von ihm enttäuscht, sein Zwillingsbruder ganz aufgeregt, der ihn umbringen wollte und selbst von seiner geliebten Mutter war jetzt getrennt. In der 1. Mose 28 heißt es: Jakob zog von Beerscheba aus und wanderte nach Harran und er kam an einen Ort, wo er über Nacht blieb. Denn die Sonne war untergegangen und er nahm von den Steinen jenes Ortes und legte sie unter sein Haupt und legte sich an dem Ort schlafend, einsam und allein. Und was ihn am allermeisten bewegte, war nicht einmal der Gedanke von seiner Familie getrennt zu sein und schutzlos alleine jetzt hier auf dem Weg in die Fremde zu sein. Was ihn am meisten bewegte, war die Angst möglicherweise von Gott selbst abgetrennt zu sein. Und Gott sah seine Einsamkeit, die Einsamkeit, seine soziale Einsamkeit und die Einsamkeit seines Herzens. Und so lesen wir in Vers 12: Und er hatte einen Traum. Und siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt, die reichte mit der Spitze bis an den Himmel und siehe, auf ihr stiegen die Engel Gottes auf und nieder.
[6:53] Lieber Freund, liebe Freundin, egal wo du bist, egal wie einsam du dich fühlst, die Engel Gottes können direkt da, wo du bist, einen direkten Zugang zum Himmel dir bahnen, weil es jemanden gibt, der diesen Unterschied zwischen Himmel und Erde überbrückt hat, der die Verbindung darstellt. Jesus Christus selbst hat diese Himmelsleiter auf sich selbst bezogen. Er selbst sprach von sich, als er dem Nathanael sagte, dass er Nathanael Engel herabsteigen sehen würde auf den Sohn des Menschen. Jesus selbst ist diese Verbindung zum Himmel. Er sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Und Jakob erkannte hier, mitten in seiner Einsamkeit, dass er nicht allein ist. Es heißt in Vers 16: Als nun Jakob von seinem Schlaf erwachte, sprach er: Wahrlich, der Herr ist an diesem Ort und ich wusste es nicht.
[8:06] Wie oft sind wir vielleicht in einer vermeintlichen oder einer tatsächlichen Einsamkeit und wir fühlen uns abgeschnitten von Gott und wissen gar nicht, wie nahe er uns ist. Und wenn unser Kopf auf einem Stein ruht, dürfen wir wissen, Gott ist da. Wenn wir uns zu ihm wenden, hilft er uns. Gott ist immer nur ein Gebet von uns entfernt und er möchte auch dir die Gewissheit geben, dass du nicht allein bist. Und er fürchtete sich und sprach: Wie furchtgebieten ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als das Haus Gottes und dies ist die Pforte des Himmels. Gott ist nicht nur in Kirchen und in Gotteshäusern gegenwärtig, er ist dort, wo Menschen sich nach Gemeinschaft mit ihm sehnen. Dort ist er da, denn er wünscht sich Gemeinschaft mit uns. In Jeremia 31 Vers 3 heißt es: Von ferne her ist mir der Herr erschienen, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt. Darum habe ich dich zu mir gezogen, aus lauter Gnade. Gott selbst wünscht sich Gemeinschaft mit dir und deswegen ist Jesus am Kreuz gestorben. Er sagt: Der Menschensohn muss erhöht werden und alle Menschen werden zu ihm gezogen werden.
[9:18] Wenn du zu Jesus aufblickst, wenn du dich für ihn interessierst, wenn du sein Wort zu ihm betest, dann kann in der größten Einsamkeit Gott dir so nahe sein, dass du tief zufrieden und glücklich im Herzen sein kannst. Das haben immer wieder die Menschen der Bibel erlebt. Paulus hat das erlebt und so schreibt er aus vollster persönlicher Überzeugung und Erfahrung in Römer Kapitel 8 Vers 35: Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert oder Corona oder eine Ausgangssperre? Nichts kann uns scheiden von der Liebe des Christus. Und so sagt er voller Gewissheit, Gewissheit Vers 38 und 39: Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer, noch Gewalten, weder gegenwärtiges noch zukünftiges, weder hohes noch tiefes, noch irgendein anderes Geschäft uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.
[10:33] Der einzige Grund, die Liebe Gottes nicht zu erfahren ist, wenn wir uns selbst von ihm abwenden. Heute, wenn du vielleicht einsam bist, wende deinen Blick einfach auf Jesus. Schau auf ihn, höre auf ihn und du wirst sehen, du bist nicht allein. Der Gott des Universums, der Schöpfer, der Herr, der Herrscher will dein bester Freund sein und wir Gott gemeinsam einladen, dass er uns auch in der Einsamkeit ganz nahe ist. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir wissen dürfen, dass egal wo wir auch sind und egal wie unsere äußeren sozialen, politischen, wirtschaftlichen Umstände auch sind, du bist immer derselbe. Deine Liebe wird niemals abgesagt und zu dir können wir immer kommen. Bei dir haben wir eine Hoffnung, einen Anker, der hineinreicht bis in das Innere, hinter den Vorhang, wohin Christus, unser Hoher Priester, als Vorläufer auf uns hineingegangen ist und in seinem Namen beten wir jetzt ganz besonders für jeden, der sich einsam fühlt, dass du ihm besonders nahe bist. Danke dafür. Amen.
Lizenz
Copyright ©2020 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.