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In dieser Ermutigung aus Gottes Wort, basierend auf Psalm 23, spricht Christopher Kramp darüber, wie der Herr unser Hirte ist und uns auch in schwierigen Zeiten versorgt. Er beleuchtet die Bedeutung von Vertrauen auf Gott, die Führung durch Jesus und die unerschütterliche Liebe und Gnade, die uns immer begleiten, wenn wir im Haus des Herrn bleiben. Eine Botschaft der Hoffnung und des Friedens für alle Lebenslagen.


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Serie: Euer Herz erschrecke nicht!

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Transkript

[0:00] Liebe Freunde, liebe Geschwister, schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Wir wollen wieder ein kurzes Wort der Ermutigung aus der Heiligen Schrift, aus Gottes Wort betrachten. In Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger, dass wir unseren Blick auf Jesus richten und Kraft uns dorther holen, wo schon immer seit Jahrhunderten, seit Jahrtausenden gläubige Menschen ihr Fundament gefunden haben, ganz egal was in der Welt auch passiert ist. Das Wort Gottes ist ein sicherer Fels, auf dem wir stehen können, weil Jesus selbst unser Schöpfer, unser Erlöser, unser Hoher Priester, unser wiederkommender König sich dort offenbart. Psalm 23 sagt uns: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“

[0:57] Dieser Psalm, der wurde bekanntermaßen von David geschrieben, der selbst ein Hirte war, der sich um Schafe gekümmert hat und später um Menschen als König von Juda und Israel. Aber in welcher Lebenssituation David auch war, egal ob er nur für einige Lämmer oder für tausende Menschen sorgen musste, er wusste, ich brauche jemanden, der für mich sorgt. Und ganz egal, ob wir viel oder wenig Verantwortung haben im Alltag, jetzt auch in dieser besonderen Situation, vielleicht Verantwortung für ein paar Familienmitglieder, vielleicht Verantwortung für einen großen Betrieb, jemand hat Verantwortung für uns.

[1:41] Jesus selbst sagt, dass er der gute Hirte ist, der sein Leben gibt für die Schafe und wir können seine Stimme hören, wenn wir sein Wort lesen. Es heißt: „Mir wird nichts mangeln.“ Menschen haben Angst, dass sie zu wenig bekommen werden, sie kaufen in Massen, um sich auf eine Krise vorzubereiten. Aber David wusste, wer Gott folgt, der darf ihm auch vertrauen. Jesus selbst, der gute Hirte, hat in der Bergpredigt dieses Prinzip gesagt, dass Gott ganz genau weiß, was wir brauchen zu essen, zu trinken, unsere Kleidung.

[2:30] „Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern. Er quickt meine Seele, er führt mich auf rechter Straße um seines Namens Willen.“ Jesus führt uns in die Ruhe. Er sagt: „Kommt her zu mir alle, die mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ Er verspricht, dass wir Ruhe finden für unsere Seelen, wenn wir uns ihm anvertrauen. Während die Welt wie ein aufgewühlter Ozean zu sein scheint, wie ein Tsunami, der unsere Gesellschaft zu verschlingen droht, möchte Jesus uns zu stillen Wassern führen, zu grünen Auen.

[3:15] Und vielleicht ist es auch ein Wirken Gottes, dass wir gerade jetzt in dieser Zeit einen so schönen Frühlingsanfang haben können und sehen können, dass Gott noch immer diese Erde in seiner Hand hält und Kontrolle über das Leben hat. Er will uns neu beleben, nicht nur, wenn wir niedergeschlagen sind oder traurig, hoffnungslos und verzweifelt, auch dann, wenn uns Sünde von ihm getrennt hat. Jesus kann und will uns neue Hoffnung geben, neuen Mut, wenn wir auf ihn vertrauen.

[3:54] Und er führt uns den Weg, der am besten für uns ist. Für uns alle sind jetzt viele Pläne Makulatur. Wir haben Dinge für die nächsten Tage, Wochen, Monate geplant. Alles ist plötzlich anders. Viele wissen vielleicht auch gar nicht, wie es weitergehen soll, auch beruflich. Aber Gott führt den richtigen Weg. Wenn wir Gott lieben, wissen wir nach Römer 8, Vers 28, dass alle Dinge, auch eine Krise, die die Welt an den Abgrund der Existenz, der wirtschaftlichen Existenz bringt, eine Krise uns doch zum Besten dienen kann, wenn wir Gott vertrauen.

[4:30] „Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir. Dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.“ Wenn Jesus uns auf dem rechten Weg führt, dann sind das nicht immer nur Blumen und Fruchtbäume am Rande des Weges, nicht immer nur gerade, ebene, breite Wege. Nein, der rechte Weg führt vielleicht auch mal durch das Tal des Todesschattens. Entscheidend ist nicht, wie hell es um mich herum ist, entscheidend ist, ob Jesus bei mir ist. Entscheidend ist nicht, ob der Weg bergab oder bergauf geht, entscheidend ist, dass Jesus bei mir ist.

[5:22] Entscheidend ist nicht, ob der Weg breit oder schmal, gepflastert oder steinig ist, entscheidend ist, dass Jesus bei mir ist. Und wenn wir die Bibel lesen, dann sehen wir, dass jeder, der mit Gott ging, auch durch steinige Episoden seines Lebens ging. Dann sehen wir, dass der Weg zum Himmel eben nicht der breite Weg ist, dem die Welt folgt, sondern der schmale Pfad, der steinig zu sein scheint. Aber indem wir die Fußspuren unseres Erlösers sehen können, die uns zeigen: Diesen Weg kann man gehen bis zum Ende. Lasst uns Jesus folgen, denn er ist bei uns, er will uns trösten.

[6:13] Und so sagt David in Vers 5: „Du bereitest mir einen Tisch angesichts meiner Feinde.“ David wusste, wovon er spricht, er hatte genug Feinde in seinem Leben. Aber trotz aller Schwierigkeiten, auch von außen, hat er die persönliche Erfahrung gemacht, dass Gott sich um ihn kümmert. Liebe Freunde, hast du diese Erfahrung gemacht, dass Gott für dich sorgt? Es ist allerhöchste Zeit, dass wir alle diese persönliche Erfahrung machen, dass wir nicht nur theoretisch, theologisch Wahrheiten erkennen und vielleicht sogar weitergeben, sondern dass wir aus Erfahrung wissen: Wenn ich zu Gott bete, hört er mich. Wenn ich etwas wirklich brauche, sorgt Gott für mich und zwar besser, als ich selbst für mich sorgen könnte.

[7:11] „Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.“ David war ein Gesalbter, gesalbt zum König und das Öl, mit dem er gesalbt war, war ein Symbol für den Heiligen Geist. Mit dem dürfen wir alle erfüllt sein. Und David sagt hier, dass so viel ihm gegeben worden ist, dass er das mit seinem menschlichen Wesen gar nicht alles fassen konnte. Es gibt mehr Segen, als wir begreifen können, mehr Freude, als wir empfinden können. Gott liebt uns mehr, als wir es verstehen können.

[7:58] Wir müssen nicht die Liebe Gottes uns erarbeiten. Wir müssen Raum machen unseren Herzen, damit sie möglichst viel Platz bekommt. Zu oft fließt die Liebe Gottes an uns vorbei, weil unsere Herzen geschlossen sind, durch Egoismus und Zweifel, durch Sünde. Aber wenn wir unsere Herzen aufmachen, dann kann, wie Römer 5, Vers 5 sagt, die Liebe Gottes unsere Herzen dringen und uns erfüllen mit aller Herrlichkeit.

[8:33] „Mein Becher fließt über.“ Und wenn er überfließt, dann können auch andere davon profitieren. Jesus selbst sagt in Johannes 7 von dem Heiligen Geist, ab Vers 37: „Aber am letzten, dem großen Tag des Festes, stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Das sagt er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben, denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

[9:09] Jesus sagt, wer den Heiligen Geist empfängt, wer gesalbt wird, dessen Becher fließt über, der wird selbst zu einer Quelle für andere. Wenn wir die Erfahrung machen, dass Jesus für uns geistlich, geistig, körperlich, in allem, was wir brauchen, dann werden wir gerade in Krisenzeiten ein Zeugnis sein können, durch das, was wir sind und durch das, was wir sagen, dass Gott real ist und dass man ihm vertrauen kann und dass das Leben das beste Leben ist, das man leben kann, wenn Jesus Zentrum dieses Lebens ist, denn er ist ja gekommen, sagt er, damit wir das Leben haben und es im Überfluss haben.

[9:59] Genau davon spricht Psalm 23 auch im letzten Vers: „Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang und ich werde bleiben im Hause des Herrn immer da.“ Gott begnadigt uns nicht nur einmal, sondern seine Gnade und seine Güte sind uns immer sicher, wenn wir bei ihm bleiben. Seine Güte und seine Gnade werden unser Leben lang uns begleiten, wenn wir unser Leben auch bei Gott verbringen, wenn wir im Haus des Herrn bleiben.

[10:33] Liebe Freunde, liebe Geschwister, liebe Gläubige, jetzt ist nicht die Zeit, die Hand Jesu loszulassen, jetzt ist nicht die Zeit, anzufangen zu zweifeln an der Wahrheit der Bibel. In Krisen wie dieser ist es unser Vorrecht, die Hand Jesu doppelt stark festzuhalten oder vielmehr zu realisieren, dass er uns festhält, uns nicht von ihm wegbewegen, sondern immer näher, noch näher zu ihm, wie es dieses schöne Lied sagt: „Näher, noch näher.“

[11:09] Und auch dann, wenn wir vielleicht nicht in das physische Haus Gottes kommen können, nicht in die Kirche, in das Gemeindehaus, können wir doch immer mit unserem Glauben im Heiligtum verweilen. Unser Glaube reicht dorthin. Paulus spricht davon im Hebräerbrief, in Hebräer Kapitel 6 und dort in Vers 19: „Diese Hoffnung halten wir fest als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht ins Innere, hinter den Vorhang.“ An anderer Stelle in Hebräer 4 Vers 16 sagt er: „So lasst uns nun mit Freimütigkeit hintreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.“

[12:00] Auch wenn wir nicht mehr in einen Gottesdienstraum kommen können, dürfen wir immer mit unserem Glauben im himmlischen Heiligtum anwesend sein. Unser Glaube kann dorthin kommen, weil dort Jesus ist und wenn unsere Gedanken bei Jesus sind, werden sie im himmlischen Heiligtum sein. Dann werden sie in dem Haus Gottes sein, das nicht mit Menschenhänden gemacht ist, das auch keine Verordnung schließen kann und keine Ausgangssperre uns daran hindern kann, dort zu sein.

[12:28] Wer im Hause des Herrn weilt, der kann die Güte, die Gnade, die Majestät, die Herrlichkeit, die Liebe Gottes täglich sehen und mit David sagen: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Gott segne dich!

[12:50] Wollen wir noch gemeinsam Gott danken für diese wunderbaren Verse von Psalm 23. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken, dass du unveränderlich bist, auch wenn alles sich ändert in dieser Welt, in unserer Gesellschaft. Wenn wir nicht mehr wissen, was morgen kommt, wissen wir doch eine Sache: Du bist morgen genauso wie heute und gestern. Du änderst dich nicht und auf dein Wort ist Verlass, auch wenn alles andere zusammenbricht.

[13:26] Und wir haben gesehen, was David aus eigener Erfahrung und der Inspiration des Geistes geschrieben hat. Und Herr, wir glauben, dass das auch unsere Erfahrung sein kann und darf, dass wir wissen, dass du dich um uns sorgst, dass du für uns da bist und dass wir festhalten dürfen an dir, selbst dann, wenn es durch das Tal des Todesschattens geht, dass wir wissen dürfen, dass wenn wir bei dir bleiben, Gnade und Güte uns niemals verlassen werden.

[13:58] Herr, heute, hier, jetzt wollen wir dich erneut einladen, dass du unser persönlicher Hirte bist. Wir wollen dir folgen und danken dir für deine Güte und deine Stärke und dass du zu uns sprichst und uns deinen Heiligen Geist schenkst. Amen.


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