In einer Zeit, die von Unsicherheit und widersprüchlichen Informationen geprägt ist, stellt sich die Frage nach dem Vertrauen neu. Christopher Kramp beleuchtet in dieser Predigt, wem wir wirklich vertrauen können und warum menschliche Quellen oft enttäuschen. Er ermutigt dazu, das Vertrauen auf Gott zu setzen, dessen Wort verlässlich ist und der in allen Lebenslagen Sicherheit und Frieden schenkt.
Euer Herz erschrecke nicht – 5. Wem kann ich vertrauen?
Christopher Kramp · Euer Herz erschrecke nicht! ·Themen: BibelWeitere Aufnahmen
Serie: Euer Herz erschrecke nicht!
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Transkript
[0:00] Liebe Freunde, in dieser Zeit der Corona-Pandemie stellt sich eine uralte Frage ganz neu: Wem kann ich vertrauen? Man würde ja denken, dass in dieser Zeit der globalen Vernetzung, wo digital die Informationen überall verfügbar sind, dass wir jetzt in dieser Zeit die Möglichkeit haben, möglichst verlässliche Informationen zu haben und einfach ganz sicher durchs Leben gehen können. Es scheint mir, genau das Gegenteil ist der Fall. Je mehr Informationen wir erhalten, desto unsicherer werden wir, weil wir gar nicht mehr genau wissen, wem wir eigentlich glauben können. Zu viel widerspricht sich. Können wir den Verlautbarungen der Regierung vertrauen und den offiziellen Medien oder eher den alternativen Medien mit ihren verschiedenen Theorien? Welchem Virologen, welchem Naturwissenschaftler kann ich jetzt wirklich vertrauen, wenn sie alle sich zum Teil widersprechen und unterschiedliche Ansichten und Aspekte betonen?
[1:08] Da gibt es Berichte, die unser Herz wärmen und die wir vielleicht sogar als Glaubenserfahrungen werten, die wir weiterleiten, um dann einige Wochen später zu erfahren, dass es sich um erfundene Geschichten handelt. Das kann auch unseren Glauben ganz in die Mangel nehmen. Wem kann ich vertrauen?
[1:31] Die Bibel spricht über dieses Thema an vielen Stellen. In einer interessanten Geschichte in 2. Könige 18, da lesen wir in Vers 21 eine Aussage eines assyrischen Beamten, der folgendes sagt: „Nun siehe, du vertraust auf jenen geknickten Rohrstab, auf Ägypten. Der jedem, der sich darauf stützt, in die Hand fährt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der König von Ägypten, für alle, die auf ihn vertrauen.“ Und auch wenn der assyrische Beamte hier sonst wenig Gutes gesagt hat, ist diese Beobachtung gar nicht so verkehrt gewesen. So oft vertrauen wir auf Menschen, weil sie Macht oder Einfluss haben und wir stützen uns auf sie wie auf einen Stab, um dann nur festzustellen, dass uns der Stab durch die Hand fährt und uns auch noch verletzt.
[2:28] Deswegen sagt Gott selbst in Jeremia 17, und dort Vers 5: „So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom Herrn weicht.“ Wer Menschen vertraut, so sagt es die Bibel, der wird enttäuscht werden. Er kann nicht wirklich den Segen empfangen, den Gott für ihn vorgesehen hat.
[2:58] Viele Geschichten illustrieren das. Ganz berühmt ist die Geschichte in Daniel Kapitel 2, wo der babylonische Großkönig Nebukadnezar feststellen muss, dass die Experten, denen er ein Leben lang vertraut hat, in Wirklichkeit gar nicht wissen, was sie tun. Und auch wenn wir hier nicht die ganze Geschichte im Detail anschauen können – da gibt es einige Videos auf Joelmedia dazu –, können wir doch festhalten, dass in dieser Geschichte in Daniel 2 Gott selbst sich offenbart als derjenige, dem man vertrauen kann.
[3:38] Er sagt uns in Jesaja Kapitel 30 und dort Vers 15: „Denn so spricht Gott, der Herr, der Heilige Israels: Durch Umkehr und Ruhe könnt ihr gerettet werden. Im Stille sein und im Vertrauen läge eure Stärke. Aber ihr habt nicht gewollt.“ Gott sagt hier, dass der Schlüssel zum Glück auch mitten in der Krise im Vertrauen besteht.
[4:07] Nun, wir können offensichtlich den Menschen nicht ungeschenkt vertrauen. Wir können uns nicht völlig abhängig machen von der Meinung anderer, auch seien sie noch so gebildet oder noch so einflussreich und mächtig. Aber es gibt jemanden, dem wir vertrauen können, komme, was da wolle.
[4:29] Psalm 5 sagt uns genau das. In Psalm Kapitel 5 und dort Vers 12 heißt es: „Aber alle werden sich freuen, die auf dich vertrauen. Ewiglich werden sie jubeln, denn du wirst sie beschirmen und fröhlich werden sie sein in dir, die deinen Namen lieben.“ In dieser Zeit gibt es viele Menschen, die traurig sind, die Angst haben, die vielleicht verzweifelt sind, die ärgerlich sind, die sich hintergangen fühlen und alle möglichen Emotionen sind momentan in der Gesellschaft zu finden. Aber die Bibel sagt uns hier, dass diejenigen, die auf Gott vertrauen, fröhlich sein können und jubeln können, denn er ist ihr Schutz.
[5:11] In Jesaja 26 lädt Gott uns ein, ihm ganz zu vertrauen. Jesaja 26 Vers 3, dort heißt es: „Einem festen Herzen bewahrst du den Frieden, den Frieden, weil es auf dich vertraut.“ Wenn wir unser Herz auf Gott richten, unsere Gedanken, unsere Gesinnung, wenn wir ihm vertrauen, dass er für uns sorgt, dann werden wir ein festes Herz haben, das nicht wankt und weicht, wenn die Horrornachrichten, ob berechtigt oder übertrieben, durch die Medien jagen. Dann werden wir Frieden haben, einen Frieden, den uns diese Welt nicht geben kann.
[5:51] Und das ist etwas, was Menschen schon in vielen Generationen, seit Jahrzehnten, Jahrhunderten, Jahrtausenden, in vielen Zeitaltern erlebt haben. Psalm 22 und dort Vers 5, da heißt es in Psalm 22 und dort Vers 5: „Auf dich haben unsere Väter vertraut. Sie vertrauten und du hast sie errettet.“ Der Glaube an Gott, das Vertrauen auf Jesus, ist keine neue Lösung, die sich gerade in dieser Corona-Zeit jemand ausgedacht hätte. Nein, es ist von der Zeit getestet worden. Dieser Glaube, dass Gott rettet. Tausende und aber Tausende Menschen haben in persönlichen, als auch in weltweiten Krisen erlebt, dass Gott an ihrer Seite gewesen ist, dass wenn sie ihr Leben ihm gegeben haben, er sie durch alle Schwierigkeiten durchgeführt hat.
[6:47] Und deswegen lädt uns ein anderer Psalmtext ein, wirklich Gott zu vertrauen und nicht anderen, die sich in den Vordergrund schieben wollen. In Psalm 40 Vers 5 heißt es, und das ist im Hebräischen ein Wunsch der Glückseligkeit. Man könnte auch übersetzen: „Glücklich ist“ oder „glückselig ist: Wohl dem, der sein Vertrauen auf den Herrn setzt und sich nicht zu den Aufgeblasenen wendet und zu den abtrünnigen Lügnern.“
[7:13] Vielleicht würde es uns allen helfen, weniger menschliche Meinungen und menschliche Theorien in dieser Corona-Zeit zu konsultieren und sie für bare Münze zu nehmen, sondern vor allem uns zuerst einmal zu Gott zu wenden, ihm zu vertrauen, der alles für uns gegeben hat. Sein Wort ist verlässlich.
[7:35] In Sprüche 30 und dort Vers 5 wird uns gesagt, dass Gottes Wort eine Botschaft hat, der wir wirklich vertrauen können. Das heißt, dort in Sprüche 30 und dort Vers 5: „Alle Reden Gottes sind geläutert. Er ist ein Schild denen, die ihm vertrauen.“ Gott beschützt uns und wir können ihn kennenlernen in seinem Wort. Von diesem Wort heißt es, dass es geläutert ist, so wie Metall im Feuer geläutert wird, damit die unreine Schlacke abgesondert wird und nur das reine Metall übrig bleibt. So versichert uns die Bibel an vielen Stellen, auch in den Psalmen und auch im Neuen Testament, dass Gottes Wort frei ist von Irrtümern, die sich so leicht einschleichen, wenn Menschen am Werk sind. Sondern die Bibel zeigt uns, dass Gott durch seinen Heiligen Geist Menschen inspiriert und bewegt hat, Gedanken aufzuschreiben, die sie nicht selbst ausgedacht haben, sondern die vom Himmel ihnen gegeben worden sind, in Worte, die Menschen verstehen können. Gedanken aber, die von Gott kommen und die unser Denken und Verstehen weit übersteigen und deswegen ein festes Fundament bilden, auf dem wir unser Leben gründen können.
[8:52] Und deswegen rät uns die Bibel, Gott und seinen Propheten zu vertrauen. Auch dann, wenn wir uns in schwerer Gefahr befinden oder auch nur wehnen. In 2. Chronik 20, Vers 20, inmitten einer bedrohlichen Situation, lesen wir diese Worte, 2. Chronik 20, Vers 20: „Und sie machten sich am Morgen früh auf und zogen zur Wüste Tekoa. Und als sie auszogen, trat Josaphat hin und sprach: Hört mir zu, Judäer und ihr Einwohner von Jerusalem! Vertraut auf den Herrn, euren Gott, und so könnt ihr getrost sein. Und glaubt seinen Propheten, so werdet ihr gelingen haben.“
[9:35] Was ist die Hilfe in dieser Corona-Zeit, wenn ich nicht mehr weiß, wem ich vertrauen kann? Lieber Freund, liebe Freundin, nimm dieses Buch, nimm die Bibel. Seit Jahrtausenden haben Menschen Trost und Hoffnung und Sicherheit gefunden in Zeiten der Krise durch das Lesen der Worte der Propheten, die Gott inspiriert hat. Lasst uns seinen Propheten glauben. Lasst uns Gott vertrauen.
[10:03] Und deswegen wollen wir heute schließen, diesen kleinen Gedanken, mit einem sehr, sehr schönen Vers aus Jesaja. In Jesaja Kapitel 12 und dort Vers 2 heißt es: „Siehe, Gott ist mein Heil. Ich will vertrauen und lasse mir nicht grauen, denn ja, der Herr ist meine Kraft und mein Lied und er wurde mir zur Rettung.“ Möge das auch deine Erfahrung sein, liebe Freund, liebe Freundin, dass Gott für dich persönlich zu einer Kraft geworden ist, dass er zu deinem Lied wird, dass er dein persönlicher Erretter ist, was immer du auch jetzt gerade an Schwierigkeiten zu bewältigen hast. Wenn du ihm vertraust, musst du dir nicht grauen lassen. Möge Gott dich führen und dich leiten und möge er dir diese Erfahrung schenken, die du dann auch anderen weitergeben kannst. Gott segne dich. Amen.
[11:07] Lasst uns noch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dir vertrauen können, auch wenn die Welt um uns zusammenbricht und wenn wir vielleicht verzweifelt sind, weil wir das Gefühl haben, kein Mensch ist ganz zuverlässig. Dann dürfen wir wissen, dass du, Herr, selbst Mensch geworden bist, damit wir einen Menschen kennen dürfen, dem wir uneingeschränkt vertrauen können. Und danke, dass wir in der Bibel viele Propheten finden und Schreiber, von denen du uns versicherst, dass sie uns nicht belügen, sondern dass ihre Aussagen deine Gedanken sind. Herr, wir wollen dir vertrauen. Wir wollen deinen Propheten glauben und wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass wenn wir das tun, wir Sicherheit und Frieden in unserem persönlichen Leben haben dürfen und dass wir diese Erfahrung auch anderen weitergeben können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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