In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Bedeutung von Geduld in Krisenzeiten, insbesondere im Kontext der Corona-Pandemie. Anhand biblischer Beispiele wie Jakobus, Johannes der Täufer, Elia und Mose wird gezeigt, wie wichtig standhaftes Ausharren ist, um Charakter zu formen und auf Gottes Hilfe zu vertrauen. Die Botschaft ermutigt dazu, in schwierigen Zeiten Kraft in Jesus Christus zu finden und geduldig auf Gottes Zeitpläne zu warten.
Euer Herz erschrecke nicht – 6. Geduld in der Krise
Christopher Kramp · Euer Herz erschrecke nicht! ·Themen: BibelWeitere Aufnahmen
Serie: Euer Herz erschrecke nicht!
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Transkript
[0:00] Liebe Freunde, als die Corona-Krise mit ihren einschneidenden Maßnahmen uns überfallartig erreicht hat, da gab es viele, die bereit waren, die Zähne zusammenzubeißen und mitzumachen in der Hoffnung, dass es sehr schnell wieder Normalität geben wird. Mittlerweile sind Wochen vergangen und die Normalität scheint noch in weiter Ferne zu liegen. Politiker, so lassen die jüngsten Äußerungen, Verlautbarungen vermuten, rechnen noch damit, dass für Monate bestimmte Einschränkungen, bestimmte Maßnahmen gelten müssen.
[0:36] Die Corona-Krise, ganz egal und ganz gleich, wie man zu ihr steht, sie fordert uns heraus, eine Tugend wieder neu zu entdecken, die wir manchmal in dieser schnelllebigen Zeit ganz völlig verlernt haben, nämlich Geduld. Was macht man, wenn die Krisen des Lebens länger gehen als gedacht? Wir sind es ja gewohnt, von Krisen zu hören. Wir hören in den Nachrichten, in den Medien, überall hören wir von Krisen. Wir schauen uns vielleicht Dokumentationen an über schwerwiegende Ereignisse in der Vergangenheit und das geht dann 45 Minuten und dann ist es wieder vorbei. Wir sind betroffen, aber dann geht das Leben wieder normal weiter. Doch diese Corona-Krise geht nicht einfach schnell wieder vorbei und so ist es auch mit vielen Krisen unseres persönlichen Lebens. Wir brauchen Geduld.
[1:33] In Jakobus Kapitel 1 sagt uns der Bruder von Jesus: „Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt. Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.“ Jakobus sagt uns, in unserem Leben gibt es Herausforderungen, in denen wir Geduld lernen müssen, standhaftes Ausharren, denn nur wenn wir Geduld lernen, kann unser Charakter vollkommen werden, vollständig sein. Und wenn wir merken, uns fehlt diese Geduld, uns fehlt die Weisheit, längerfristig auch mit Problemen fertig zu werden, dann sagt uns Jakobus, dürfen wir zu Gott kommen. Gott macht uns keinen Vorwurf, wenn wir sagen, wir sind zu schwach, Gott macht uns keinen Vorwurf, wenn wir sagen, wir sind zu dumm, uns fehlt es an Weisheit, uns fehlt es an Geduld. Gott macht uns einen Vorwurf, wenn wir nicht kommen.
[3:00] Wenn wir versuchen in eigener Kraft, mit eigenen Methoden unser Leben so zu bewerkstelligen. Gott hat noch niemanden zurückgeschickt, der gesagt hat, dass er eine Hilfe braucht. Das Einzige, was Gott verlangt ist, dass wenn wir zu ihm kommen, wir auch glauben, dass er uns hilft. Vers 6: „Er bitte aber im Glauben und zweifeln nicht, denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin und her geworfen wird.“ Vielleicht kann der Zweifel uns aus der Bahn werfen, vor allem, wenn die Probleme nicht gleich weggehen.
[3:36] Johannes der Täufer, der im Gefängnis saß, der einer der größten Propheten war aller Zeiten, keiner ist größer als Johannes der Täufer, der begann an der Mission Jesu zu zweifeln, als er über einen langen Zeitraum im Gefängnis saß. Es ist manchmal die fortgesetzte Konfrontation mit Problemen, die uns fragen lässt: Greift Gott ein? Ist er auf unserer Seite? Deswegen lädt uns die Bibel ein, nicht nur zu Gott zu beten, sondern geduldig zu beten, ausdauernd zu beten.
[4:17] Psalm 40 und dort Vers 2, Psalm 40 und dort Vers 2, dort heißt es: „Beharrlich habe ich auf den Herrn geharrt, da neigt er sich zu mir und er hörte mein Schreien. Er zog mich aus der Grube des Verderbens, aus dem schmutzigen Schlamm und stellte meine Füße auf einen Fels, er machte meine Schritte fest und gab mir ein neues Lied in meinen Mund, ein Lob für unseren Gott. Das werden viele sehen und sich fürchten und werden auf den Herrn vertrauen.“ David wusste aus eigener Erfahrung: Gott antwortet, aber manchmal muss man beharrlich bieten und warten und geduldig sein, und er wird das Schreien hören.
[5:08] Elia hatte die Erfahrung gemacht, dass Gott sofort antwortet, als die Baalspriester und die Priester der Aschera dort zum großen Wettstreit auf den Karmel kamen, als König und Volk als Zuschauer bezeugen sollten, wer der wahre Gott ist. Da hatte sich Elia niedergekniet, nachdem er den Altar wieder aufgerichtet hatte mit zwölf Steinen, er hatte sogar die Bedingungen erschwert, das Opfer noch mit Wasser getränkt. Und als er betete, antwortete Gott sofort. Feuer fiel vom Himmel. Aber dann bat er um Regen und Gott hörte nicht sofort. Auch als er ein zweites Mal betete, blieb alles trocken und ein drittes Mal und ein viertes Mal. Nach fünf Gebeten dieses Mannes Gottes war nichts geschehen, auch nach dem sechsten Mal nichts. Aber Elia gab nicht auf. Er sagte nicht plötzlich: „Naja, vielleicht bringt es halt doch nichts, war vielleicht Zufall mit dem Feuer.“ Elia blieb geduldig und harrte aus. Sieben Mal betete er, beim siebten Mal kam der Regen.
[6:25] Die Bibel ist voller Menschen, die warten mussten. Vielleicht erinnern wir uns an Mose, der überzeugt davon war, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen war, sein Volk zu befreien und er schritt zur Tat, tötete einen Ägypter. Aber der Zeitpunkt für die Befreiung Israels war noch nicht gekommen. Es dauerte noch 40 Jahre, vier Jahrzehnte musste er in der Wüste warten, bis Gott ihn zu seiner Lebensaufgabe berief. Da war Josef, der ins Gefängnis kam, ungerechtfertigt. Und vielleicht gibt es ja den einen oder anderen, der den Eindruck hat: Ich bin jetzt hier eingeschränkt, ungerechtfertigt. Hat Josef gegen die Gefängnisleitung protestiert? Hat er rebelliert? Er hat geduldig sich seinem Schicksal gefügt und hat versucht, dort, wo er war, unter den Bedingungen, die er nicht beeinflussen konnte, ein Licht zu sein für seinen Erlöser. Und als er dann den Traum oder die Träume des Bäckers und des Mundschenks deutete und sich eine Tür öffnete, dass er bald freikommen könnte, da hat er gehofft, dass er jetzt bald frei ist. Stattdessen dauerte es noch sehr lange, denn der Mundschenk hat ihn wieder vergessen.
[7:53] Als die Israeliten ins Exil kamen, weil Gott sie für ihren Gottsendienst strafte, da gab es Propheten, die schon nach ein, zwei Jahren Exil predigten: Gott bringt uns wieder zurück. Aber es waren falsche Propheten. Jeremia musste den Israeliten sagen: Ihr müsst Geduld haben, es wird 70 Jahre dauern. Gott hat nie verheißen, dass alle Probleme gleich weggehen. Er hat nie verheißen, dass alle Krisen sofort gelöst werden, nur weil wir beten. Aber Gott hat verheißen, dass egal was passiert, wir immer genügend Kraft haben werden.
[8:26] Wir lesen Isaiah 40 und dort ab Vers 28. Isaiah 40 und dort ab Vers 28 sagt die Bibel: „Weißt du es denn nicht, hast du es denn nicht gehört? Der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt. Sein Verstand ist unerschöpflich. Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Knaben werden müde und matt und junge Männer straucheln und fallen, selbst die kräftigsten und stärksten werden schnell müde. Aber die auf den Herrn harren, die warten, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ Wer auf Gott vertraut, der kann Kraft haben.
[9:21] Zweite Petrus, Kapitel 1, Vers 10, eine ganz wunderbare Verheißung. Wenn wir uns an das halten, was Gott uns sagt, wenn wir aus seinen kostbaren Verheißungen leben, durch die wir Teilhaber der göttlichen Natur werden können, wenn wir die Schritte gehen, die Gott uns im Glauben führt, wie sie Petrus in Zweite Petrus 1 in Form einer Leiter uns präsentiert, dann können wir diese Verheißung in Anspruch nehmen. Zweite Petrus 1, Vers 10: „Darum, Brüder, seid umso eifriger bestrebt, eure Berufung und Auserwählung festzumachen, denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen.“ In Jesaja ist uns gesagt worden, dass jeder von uns fällt, egal wie groß oder wie stark oder wie klein oder wie unbedeutend oder bedeutend. Aber mit dem Herrn haben wir Kraft.
[10:10] In dieser Zeit, in der vieles länger dauert als gedacht, die Krise vielleicht mehr an unseren Nerven und Ressourcen zerrt, als wir es vielleicht ertragen können, gibt es nur eine Kraftquelle, nämlich Jesus Christus. Wir müssen geduldig sein, nicht nur in der Corona-Krise, nicht nur vielleicht mit Problemen in unserem eigenen privaten Umfeld. Nein, wir müssen geduldig sein, auch wenn es um das Ende der Welt geht.
[10:40] Jakobus 5 sagt uns in Vers 7: „So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn. Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat. So wartet auch ihr geduldig. Stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe.“ Lasst uns Gelegenheiten, die Gott uns gibt, Geduld zu lernen, nutzen, denn offensichtlich brauchen wir Geduld in der Vorbereitung auf die Wiederkunft.
[11:17] Als letztes wollen wir heute genau diesen Vers lesen, der uns deutlich macht: Es werden die Geduldigen sein, die am Ende der Zeit, wenn alles zusammenbricht, wenn Krisen über diesen Planeten gehen werden, die noch viel schwerwiegender sind als die Krisen, die wir jetzt zurzeit von Corona sehen. Es wird Geduld sein, was die Menschen, die dann zu Gott halten, auszeichnen. Deswegen steht in Offenbarung 14 Vers 12 als Krönung der dreifachen Engelsbotschaft über diejenigen, die dieser Botschaft folgen und sie ausleben: „Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.“ Möchtest du zu dieser Gruppe dazugehören? Dann nutze jede Gelegenheit, die Gott dir schenkt.
[12:10] Lasst uns jede Gelegenheit nutzen, die Gott in unseren Weg legt, auch Geduld zu lernen und nicht zu murren und zu klagen, nur weil die Dinge nicht so laufen, wie wir uns das wünschen und Kraft zu bekommen durch Jesus Christus, indem wir jeden Tag uns neu mit ihm verbinden. Ist das dein Wunsch? Gott segne dich in deiner Entscheidung und in deinem Leben mit Gott. Lass uns auch gemeinsam beten.
[12:38] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir immer zu dir kommen können und dass du uns keinen Vorwurf machst, wenn wir zu schwach oder zu kraftlos sind und dass du mehr als genügend Gnade und Heiligen Geist hast, um uns alles zu vergeben und uns wiederherzustellen, uns Kraft zu schenken und auch Geduld. Herr, wir wissen nicht genau, wie alles weitergehen wird, wir wissen nicht genau, was die Zukunft bringt, aber wir wissen, dass du alles weißt, alles unter Kontrolle hast und uns bittest, dir zu vertrauen. So wollen wir an deiner Hand Geduld lernen wie ein Kind. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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