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Womens_Ordination_-_A_Seventh-day_Adventist_Perspective_-_Eugene_Prewitt

Eugene Prewitt untersucht in diesem Vortrag die Argumente für die Frauenordination unter der biblischen Lupe. Er analysiert gängige Argumentationsmuster, wie das Strohmann-Argument, und zeigt auf, wie diese oft auf schwachen oder fehlinterpretierten Bibelstellen basieren. Der Vortrag betont die Wichtigkeit, Gottes Wort treu zu folgen und sich nicht von menschlicher Weisheit leiten zu lassen.


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Serie: Frauenordination und die Einheit der Gemeinde (Symposium)

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Transkript

[0:00] Unser Vater im Himmel, wir haben solch ein großes Bedürfnis von dir zu lernen. Würdest du bitte doch unser Lehrer heute sein? Und ich möchte dich bitten, dass du die heilige Bibel benutzt, dass du die Schönheit ihrer Verheißungen herausstellst, dass du auch Dinge, die unklar erscheinen, dass du sie klar machst. Ich bitte es im Namen Jesu. Amen.

[0:58] Schlag mit mir die Bibel auf, wir gehen zu Sprüche Kapitel 1. Ich möchte euch eines meiner absoluten Lieblingsverheißungen hier zeigen, in der ganzen Bibel. Und es handelt sich hier um Sprüche 1 Vers 23. Kehrt um zu meiner Zurechtweisung, siehe, ich will euch meinen Geist hervorströmen lassen. Ich will euch meine Worte verkünden. Dieses Versprechen ist unglaublich. Was ich haben möchte, ist Gottes Geist. Ich möchte die Bibel verstehen. Und unter welcher Voraussetzung kann ich diese Ersegnungen hier in Anspruch nehmen? Wenn Gott mich korrigiert und ich mein Leben so ändere, dass es mit seinem Wort in Harmonie ist, dann wird er seinen Geist über mich ausgießen.

[2:13] Ich habe keine Freude an Argumentationen. Und dieses ganze Thema der Frauenorganisation schmeckt mir eigentlich gar nicht. Ich glaube nicht, dass durch Argumentation das Beste unseres Charakters hervorkommt. Aber ich liebe die Bibel. Und wenn Gott uns Instruktionen gibt und wir seinen Instruktionen folgen, dann können wir Segnungen in Anspruch nehmen, die wirklich die allerbesten sind.

[3:00] Schauen wir mal 1. Korinther Kapitel 1 an. Wir werden jetzt über schwache oder nicht besonders sinnvolle Argumente sprechen. 1. Korinther 1 und dort Vers 18. Und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen. Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit? Paulus fragt jetzt nicht, wo man sie tatsächlich geografisch lokalisieren könnte. Natürlich sind die großen Reden in dieser Welt auf diesem Planeten verstreut. Er fragt vielmehr, wo befinden sich diese Leute bezüglich der Wahrheit? Wenn man die bekanntesten Rabbis oder die größten Gurus findet, die hervorragendsten Professoren, sind diese Leute generell gesprochen öfter mit der Bibel in Harmonie als normale Menschen? Und ich denke, in deinem Herzen weißt du, dass die Antwort Nein ist. Der Vers sagt uns, dass es heißt hier, ich will die Weisheit der Weisen zunichte machen und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen. Es ist nicht im Interesse Gottes, Menschen zu erheben. Und so hat er es so bestimmt, dass nicht die berühmten Leute unsere Führung sein sollten, wenn es darum geht, die Wahrheit zu erkennen.

[5:38] Wir schauen uns das Ende von Vers 20 an. Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? In Englisch haben wir ein Idiom. Da reden wir über solche Strom-Männer-Argumente. Die Idee ist, wenn ich zum Beispiel gegen einen Profi-Boxer kämpfen möchte, dann werde ich vermutlich verprügelt werden. Wenn ich aber einen Mann aus Stroh baue und dann ihm ein bisschen Kleider anziehe, dann kann ich ihn schlagen und niemand wird mich zurückschlagen. Und das wird benutzt, um eine bestimmte Art von menschlicher Argumentation zu illustrieren. Mein Gegner hat vielleicht einige wirklich gute Argumente, ein gutes Denken. Und wenn ich also mit seinen guten Argumenten mich auseinandersetze, dann ist es vielleicht schwierig für mich, dich zu überzeugen, dass ich die Wahrheit habe. Aber wenn ich so Schein-Argumente kreieren kann und sie meinem Feind oder meinem Gegner unter die Schuhe schieben kann, wenn ich so ein bisschen dümmliche Argumente, törichte Argumente kreieren kann und ich sie dann zunichte mache, dann hoffe ich, dass du diese törichten Argumente mit meinem Gegner assoziierst. Und dann denkst du vielleicht, dass mein Gegner töricht ist. Und diese Technik ist die Technik des Stroh-Mann-Argumentes.

[7:55] Wenn wir hier in 1. Korinther schauen und wir reden hier über die Schriftgelehrten, die Weisen dieser Welt, das sind diejenigen, die solche Argumentationen erfunden haben. Schaut euch Kapitel 2, Vers 1 an. So bin auch ich, meine Brüder, als ich zu euch kam, nicht gekommen, um euch in hervorragender Rede oder Weisheit das Zeugnis Gottes zu verkündigen. Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten. Und ich war in Schwachheit und mit viel Furcht und Zittern bei euch. Und meine Rede, meine Verkündigung bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in der Weisung des Geistes und der Kraft.

[9:05] War Paulus nicht auch ein begnadeter, begabter Redner? Warum wollte er nicht, soll ich, überredende Worte verwenden? Was ist falsch daran, menschliche Weisheit zu benutzen? Lasst uns die letzte Hälfte von Vers 4 lesen. Paulus kam vielmehr in der Weisung des Geistes und der Kraft. Warum? Damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gottes Kraft. Hört ganz genau zu. Paul hätte mit großer Eloquenz sprechen können. Er hätte goldene Argumente verwenden können. So ist er trainiert worden. Und wenn er das getan hätte, dann hätte die Zuhörerschaft seinen Schlussfolgerungen Glauben geschenkt. Sie hätten geglaubt, dass Jesus der Messias war. Aber sie hätten auch geglaubt, dass Paulus ein großer Lehrer war. Und genau das wollte Paulus verhindern. Paulus wollte den Erlöser des Evangeliums erheben, nicht sich selbst. Und es gibt noch mehr dazu. Wenn man diese große Gabel der Redegewandtheit benutzt, dann würden die Menschen, wenn er das benutzt hätte, hätten die Menschen angefangen, ihm zu vertrauen. Und sie würden dadurch lernen, geistlichen Menschen zu vertrauen. Und er wollte ihren Glauben auf etwas Stabileres gründen. Nämlich auf die Weisheit und die Kraft Gottes.

[11:20] Also während dieser Stunde werden wir uns einige wirklich schwache Argumente anschauen, die bezüglich der Frauenordination oft hervorgebracht werden. Mein erster Punkt ist, dass diese Argumente nicht einfach so aus der dünnen Luft gegriffen sind. Sie kamen normalerweise nicht von ungebildeten Menschen. Aber sie kamen genau von jener Gruppe, vor der uns Paulus in Kapitel 1 warnt. Von den großen Männern dieser Welt, den Gelehrten. Wir wollen einige uns anschauen.

[12:08] Römer 16. In Römer 16 haben wir ein Kapitel, das voller Grüße ist. So ist es eigentlich erstaunlich, wie oft man im Thema der Frauenordination zu diesem Kapitel zurückkommt. Schauen wir uns mal Vers 7 an. Grüßt Andronikus und Junius, meine Verwandten und Mitgefangenen, die unter den Aposteln angesehen sind, und vor mir in Christus gewesen sind. Theologen haben über diesen Vers seit langer Zeit debattiert. Es gibt etwas, was ich an diesem Vers mag. Es zeigt nämlich, dass, wer in Christus ist, dass er ein Christ ist. Denn es gab hier Menschen, die in Christus waren, bevor Paulus das war. Aber es gibt wahrscheinlich zwei Möglichkeiten, diesen Vers zu lesen. Diese Verwandten von Paulus sind entweder den Aposteln gut bekannt und deswegen angesehen, oder sie sind vielleicht Apostel. Lasst uns vielleicht einfach mal davon ausgehen, dass es beide Möglichkeiten hier offen sind, dass es beides möglich wäre. Wenn es beides möglich wäre, ist das dann ein gutes Argument? Wäre das ein gutes Argument für irgendetwas? Natürlich nicht. Aber kann es in beide Richtungen gehen? Das Wort Apostel wird sonst noch mal ungefähr 40 Mal im Neuen Testament verwendet. In 100% aller Fälle, wenn das Wort Apostel im Plural verwendet wird, mal abgesehen von diesem einen fragwürdigen Vers, meint es immer die Zwölf. Jetzt kommen wir hier zu diesem Vers 7 und wir sagen, es könnte in zwei Richtungen interpretiert werden. Also werden wir jetzt die klaren Verse verwenden, um den unklaren zu erklären, oder den unklaren, um die klaren zu erklären. Es ist ein schwaches Argument zu behaupten, dass Junia oder Junias zu den Aposteln zählte. Und wenn man das dann als Grund nimmt, um Frauen zu ordinieren, bedeutet das, dass man mit einer Frage beginnt, dann vermutet man die richtige Antwort und dann wird das Ganze zum starken Argument erhoben. Ich hoffe, dass du nicht von solch einer Art zu denken gefangen genommen wirst.

[15:28] Schau noch mal Vers 1 an. Ich empfehle euch aber unsere Schwester Phoebe, die eine Dienerin der Gemeinde in Kenhea ist. Ich bin Teil einer Gemeindeneugründung und ich wünsche mir, dass Phoebe in meiner Nähe gewohnt hätte. Unsere Gemeinde braucht eine Dienerin. Jemand, der dort in der Nähe lebt, um die Bedürfnisse der Gemeinde zu befriedigen. Man kann das griechische Wort für Dienerin hier nehmen und man kann finden, dass es sich oft auf Diener bezieht. Es wird auch verwendet, um die Position, den Titel eines Diakons zu beschreiben. Aber kann man so einen Vers, der auf zwei Arten gelesen werden könnte, dass also Phoebe entweder eine Dienerin oder der Diakon, die Diakonin der Gemeinde ist und kann man das dann als Argument für die Frauenordination nehmen? Oder kann man sie dadurch sogar zur Pastorin erheben? Weil das Wort für Diener und Prediger Synonyme sind? Interessanterweise kommt die Phoebe noch einmal vor in dem Kapitel. Und zwar in den 20er Versen ist das? Ja, also in dem nicht mehr zur Bibel gehörenden Absatz, wer das geschrieben hat. Und da ist also diese Tradition, dass Phoebe selbst diesen Brief zu den Römern gebracht hat. Paulus hat den Brief mit ihr gesandt. Wenn man also dann behauptet, sie wäre die Aufseherin der Gemeinde, dann ist das ganz bestimmt nicht besonders sinnvoll. Und zu sagen, sie war das, und darauf eine Struktur aufzubauen, ein Lehrgebäude, das bedeutet, mit einem sehr wabbeligen Fundament zu beginnen.

[18:25] Ich habe gerade darauf verwiesen, vor einigen Minuten, was es bedeutet, ein Strohmann-Argument zu erzeugen. Und jetzt möchte ich eines hier erwähnen. Ich möchte euch kurz etwas über mich sagen. Ich glaube ganz persönlich, dass die Gemeinde mehr Frauen einstellen sollte. Wir sollten sie sogar mit Zehnten bezahlen. Wir sollten im Dienst mehr von ihren Fähigkeiten einsetzen. Und wenn sie dieselbe Arbeit wie ein Mann leisten, sollten sie auch gleichwertig bezahlt werden. Und als ich bei diesem Theologischen Komitee zur Frage der Ordination saß, ich kann für diese ungefähr 40, 35 Männer sprechen, die mit mir waren, und Männer und Frauen, die sich gegen die Frauenordination gestellt haben, und ich kann sagen, dass wir alle darin übereinstimmen, dass wir mehr Frauen brauchen, die auch bezahlt werden von der Gemeinde, mehr Frauen, die Dienst für die Gemeinde tun und auch von Zehnten Geld bezahlt werden. Ich bin dann traurig darüber, wenn ich sehe, dass Menschen die Frauenordination fördern, die dann auf uns Gegner so herabschauen und behaupten, dass wir gar nicht wünschen, dass Frauen angestellt werden, so als ob wir den Zehnten für die Männer reservieren würden. Das ist ein Strohmann-Argument. Da ist absolut nichts dahinter. An dieser Frage können beide Seiten sich vereinen.

[20:43] Ellen White hat sehr deutlich gesagt, dass die Frau von Pastor Haskell genauso bezahlt werden sollte wie ihr Mann, weil sie nämlich so eine gute Bibelarbeiterin gewesen war. Und ich glaube, dass auch unsere Gemeinde hier, speziell in Europa, sehr gesegnet werden würde und sich verbreiten würde und mehr Segen hätte, wenn Bibelarbeiter vom Zehnten bezahlt werden würden.

[21:19] Es gibt ein anderes Strohmann-Argument, das wir hier anschauen wollen. In den Vereinigten Staaten. In West Virginia. In so kleinen Tälern. Da gibt es einige Menschen, die ausgesprochene Literalisten sind, die alles buchstäblich nehmen in der Bibel. Wenn man in ihre Gemeinde geht, da gehen sie mit Schlangen um. Und zwar mit giftigen Schlangen. So Klapperschlangen und anderen. Und manchmal trinken sie sogar Gift. Denn sie haben in der Bibel gelesen, dass die Nachfolger Christi nicht durch Schlangenbisse angegriffen werden. Und dass auch Gift ihnen nichts anhaben wird. Sie lesen es so buchstäblich, dass sie es quasi als Aufforderung begreifen. Und das ist natürlich absolute Dummheit. Und oftmals sind sie gebissen worden von diesen Schlangen. Einige sind sogar gestorben. Und das könnte man so hölzernen Literalismus bezeichnen. Also eine Verbuchstäblichung von allem. Aber es schmerzt mich, wenn jemand, der die Frauenordination fördert und predigt, und der dann über den Rest der Weltgemeinde spricht, so als ob sie gar nicht verstehen würden, was eine Metapher in der Bibel sei. So als ob sie gar nicht gesunden Menschenverstand beim Bibelesen anwenden.

[23:28] Hört mir gut zu. Ein Mann, der mit mir in diesem Komitee gewesen ist, die Männer und Frauen, die mit mir diese Position vertreten haben in diesem Komitee, die Männer und Frauen, die alle anerkennen, dass es Metaphern in der Bibel gibt. Ah ja. Und sie stellen auch fest, dass es bestimmte Schriftabschnitte gibt, die eigentlich mehr eine lokale Anwendung haben. Zum Beispiel hier in Römer 16. Wenn es zum Beispiel heißt, Vers 15, grüßt Philologus. Das ist jetzt nicht etwas, was du tun sollst. Du musst keinen Philologus finden. Das ist eine buchstäbliche, lokale, letztlich Anweisung, die Paulus den Römern gab. Und Vers 16, wo er sagt, grüßt einander mit einem heiligen Kuss. Dann ist das offensichtlich eine lokale Instruktion. Wir können das Kapitel anschauen. Wir können davon lernen, dass wir ein Interesse daran haben sollten, einander zu begrüßen. Dass wir als Brüder und Schwestern in Christus wirklich warmherzige Beziehungen haben. Diejenigen, die die Frauenordination nicht befürworten, sind keine unintelligenten Menschen, die das Leben ohne Sinn und Verstand lesen. Wenn wir zum Thema der Ordination kommen, dann doch deswegen, weil wir den Ansatz des gesunden Menschenverstandes suchen. Weil wir verstehen wollen, was Paulus offensichtlich sagen wollte. Deswegen haben wir die Position eingenommen, die wir einnehmen. Ich denke, ihr versteht, was ich sagen möchte. Wenn man seinen Gegner so darstellt, als ob er gar nicht nachdenken würde, das ist so ein Strohmann-Argument.

[26:10] Es gibt noch eins. Ich bin verheiratet. Meine Frau heißt Heidi. Sie ist teilweise deutsch. Sie und ich glauben, dass der Mann der Führer in der Familie sein sollte, im Heim. Aber glaube ich, dass alle Männer über alle Frauen Autorität haben? Glaube ich, dass jeder Mann Autorität hat über irgendeine Frau, die er trifft? Nein! Wenn du ein Mann bist, hast du keinerlei Autorität über meine Frau. Als Beispiel. Vielleicht hast du nicht mal Autorität über irgendeine Frau. Und die Autorität, die du in deinem eigenen Heim hast, ist vielmehr eine leitende, eine führende Autorität statt einer befehlenden Autorität.

[27:26] Die Idee, dass ich glaube, dass alle Männer Autorität über alle Frauen haben, ist lächerlich. Aber wir glauben, dass es eine Beziehung gibt zwischen der Familie und der Gemeinde. Wir haben vielleicht Schulen, wo unsere Pastoren ausgebildet werden. Aber wir haben keine Schulen, wo unsere lokalen Gemeindeältesten ausgebildet werden. Wird Gott sie deswegen in eine Position hineinberufen, ohne jegliche Vorbereitung? Ganz oft, gemäß der Bibel, bringt Gott Männer in Familien, sodass die ganze Gemeinde schauen kann. Weiß dieser Mann, wie man menschliches Denken, wie man das führen kann? Ist seine Art zu leiten, so dass sie Rebellion erzeugt? Führt sie zum Unglauben? Weiß er, wie er sein Heim vorstehen kann? Wenn er nicht weiß, wie er sein Heim führen kann, dann wie wird er wohl eine größere Familie führen können? Wenn er in seinem Haus eine fanatische Autoritätsperson ist, was wird er wohl tun, wenn er Autorität in der Gemeinde bekommt?

[29:24] Wenn wir eine Verbindung zwischen dem Heim und der Gemeinde herstellen, dann geht es nicht darum, dass diktatorische Autorität von der Familie in die Gemeinde übertragen werden soll, sondern es geht vielmehr darum, solche diktatorische Vollmacht von der Gemeinde fernzuhalten, indem man so ein Fenster bereitstellt, durch das man schauen kann, wie dieser Mann wohl administrativ wirken wird.

[30:06] Es gibt ein anderes Argument, das wir kurz anschauen wollen. Mein Herr Jesus ist der einzige Kopf, der einzige Führer, der einzige Leiter der Gemeinde. Er ist das einzige Haupt der Gemeinde. Ultimativ ist er der einzige Führer der Gemeinde. Ultimativ gesehen ist nur Gott der Vater, unser Vater. Keine menschliche Regierungsmacht kann gut verglichen werden mit der Autorität, die Gott hat. Aber als das Seminar der Andrews Universität ein Statement herausgebracht hat über die Leitungsfunktion Christi in der Gemeinde, habe ich es als ein sehr komplexes Strohmann-Argument empfunden. Denn lange bevor es überhaupt herausgebracht wurde, ist ganz öffentlich in den Sitzungen dieses Studienkomitees zur Ordination deutlich ausgedrückt worden, was diese Idee der des englischen Headship, also wenn jemand das Haupt ist, was damit gemeint ist. Dass es nichts anderes bedeutet als Leiterschaft. Und selbst diejenigen, die Frauenordination befürworten, auch sie glauben an Leiterschaft in der Gemeinde. Beide Seiten glauben also an Leiterschaft in der Gemeinde. Deswegen ist diese ganze Idee der Headship, also wer das Haupt ist, eigentlich irrelevant für die Frage.

[32:20] Der Vater ist der Führer im Heim, aber er ist nicht die ultimative Autorität. Und der Pastor ist der Führer in der Gemeinde. Er ist nicht die ultimative Autorität. Christus ist das einzige Haupt in der Gemeinde. Und im ultimativen Sinn ist er auch das einzige Haupt der Familie. Versteht ihr jetzt, was ich mit diesen Strohmann-Argumenten gemeint habe?

[32:56] Die Bibel sagt, dass Älteste in jeder Stadt ordiniert werden sollten. Sie sagt uns auch, dass wir die Überzeugung sind, um so einen Aufseher zu wählen. Und nun haben die Weisen dieser Welt die Überzeugung erlangt, wir sollten dieser Auflistung nicht konsequent direkt folgen, weil ja Christus das einzige Haupt der Gemeinde ist. Ich möchte das nochmal sagen. Wir sollten seine Instruktionen nicht folgen. Und ich hoffe, ihr könnt diese Inkonsequenz dieser These sehen.

[33:44] Wir wollen Psalm 68 hier betrachten. Hier in Deutschland vor einigen Jahrzehnten gab es mehr als 400 Buchevangelisten. Und seit dieser Zeit ist das Werk der Buchevangelisation fast vollständig zusammengebrochen. Aber wenn man zurückgehen könnte zu dieser früheren Zeit und diese Feldzüge der Buchevangelisten besuchen würde, da kann ich mir vorstellen, dass Psalm 68, Vers 11 eine Rolle gespielt hat. Im Deutschen ist es übrigens Vers 12, im Englischen ist er oft verwendet worden, in englischsprachigen Gebieten. Der Herr erlässt sein Wort. Groß ist die Schar der Siegesbotenen. Im Englischen heißt es, groß ist die Schar derer, die es veröffentlicht haben. Als die Buchevangelisten diesen Vers verwendet haben, haben sie es niemals mit Ordination in Zusammenhang gebracht. Denn die Ansicht der Buchevangelisten war, dass wir alle das Wort Gottes weiterverbreiten können. Es sollte eine große Schar an Deutschen geben, die das Wort Gottes verbreiten. Und es ist wahr, dass das Hebräische feminin ist. So, dass hier wohl eine Frau die Wahrheit verbreitet. Einige Menschen verwenden diesen Vers als Beweis, dass wir Frauen ordinieren sollten. Ich sage, wir sollten diesen Vers verwenden, nicht damit wir wissen, wer ordiniert wird, sondern um uns zu sagen, dass wir alle etwas tun sollten. Wir sollten Frauen dazu aufmuntern und ermutigen, aber wir sollten es auch als Männer tun. Ansonsten wäre das ja heuchlerisch. Es sollte also eine große Schar geben von denen, die die Wahrheit verbreiten.

[36:36] In einem unserer Colleges in der zugeordneten Gemeinde in Amerika hat einer unserer etwas besser bekannten Prediger eine Predigt gehalten, wo Joel 2 die Grundlage war. Er hat eine Predigt über die Frauenordination gehalten. Also im Deutsch ist es Kapitel 3, Vers 1. Und es ist gut, wenn man einen Sprecher hat. Und nach diesem wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße, über alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weiss sagen. Eure Ältesten werden Träume haben. Eure jungen Männer werden Gesichter sehen. Und auch über die Knechte und über die Mägde will ich in jenen Tagen meinen Geist ausgießen.

[37:44] Die Predigt, die gepredigt worden ist, sprach über den Spätregen, wie Gott hier etwas ganz Neues tun würde. Die Idee war, dass Gott Instruktionen gegeben haben mag, also darüber, wer ordiniert werden sollte als ein Aufseher. Aber das ist die alte Instruktion. Und in der Zukunft, vielleicht sogar jetzt, wird er seinen Geist auf alle ausgießen. Deswegen sollten wir jetzt Frauen ordinieren. Und ich sage, Moment mal. Warte ganz kurz. Ist das eine neue Sache? Hat Gott niemals zuvor seinen Geist auf Frauen ausgegossen? Die Bibel hat viele weibliche Prophetinnen. Das ist keine neue Sache. Hat Gott seinen Geist zuvor auf Kinder ausgegossen? Samuel war noch klein, als er seine prophetische Berufung erhielt. Jesus war sogar als Baby erfüllt vom Heiligen Geist. Johannes der Täufer war als Baby mit dem Heiligen Geist erfüllt. North of here in Scandinavia, famously, God filled children with the Spirit. North of here in Scandinavia, famously, God filled children with the Spirit. I was amazed when I was there to see that the public remembers this experience. The children were preaching the first angel's message.

[39:50] Has God poured out his Spirit on elderly people? Do you remember when Jesus was brought to the temple as a baby? The dear old man and dear old lady. The Bible says they were both filled with the Holy Spirit. Was that man ready to take the oversight of a church? Not in his own thoughts. What he said was, let me now die in peace. I have seen the Lord's anointed. What am I trying to say? The Spirit has been poured out on all classes of people. Men, women, children, invalids, old people. But are they all qualified to take the oversight of churches? Not the five year olds. Not the eight year olds. Maybe not the frail people who are on their deathbed. But all of them are qualified to speak a word for Jesus.

[41:24] Who chooses the recipients of the Spirit? God does. But who did God ask to choose the overseers of the church? He asked us to choose them. And he gave us instructions how to do it.

[41:54] I'm remembering James White. When our church was discussing about becoming an organized body. Some people opposed the organization. They said God can organize the church himself. God doesn't need us to organize it. Do you know what James White said to them? He said it's not a good policy. It's not a good idea to leave for God to do what he has left for us to do. He's the one who gave us the job. We can't give it back to him. So when he asked us to ordain elders and we ask him instead to tell us which one should be who should be that's not very respectful.

[43:08] Let me say something more about this. Does the Bible predict that there will also be false charisma in the end of time? Yes. False miracles. False speaking in tongues. False healing. If even those gifts are falsified what about the other gifts? Do you see that we cannot safely rely upon the gifts? The gifts don't tell us who's qualified. The regulations God gave us tell us who we should select as elders.

[44:04] So what am I saying about the latter rain? When the latter rain is poured out it won't be poured out only on the overseers. It will be poured out on the whole church. And the overseers will be happy about that. But God will never overthrow the instructions he has given us.

[44:33] Let's turn to Genesis chapter 3. Genesis chapter 3 describes the aftermath of the fall and when you think it through you find more tragedy. Let me explain. Look at verse 21. And unto Adam also and to his wife did the Lord God make coats of skins and clothe them. Before this story as far as I can tell there had never before in the universe been the death of an animal or a being that could have emotion. This was the first. It had to be horrible. I even doubt that Satan liked it. If death had never happened before what a terrible thing. But what was it for? Adam and Eve had been ashamed of their nakedness. They weren't ashamed in each other's presence but they were ashamed when they knew God was coming. And their first effort to clothe themselves with leaves was probably not very modest. Pride did not cover them very thoroughly. It probably wouldn't keep them very warm. And when the leaves would fade would wither well that first garment wouldn't last very long. But God made a better one. We can learn so much from this story about the way God covers us with his righteousness about the tragedy of the death of Jesus about how frail and weak are our own coverings of righteousness we can learn so much about shame about the way God covers us and we learn this by comparing the passage with other parts of the Bible that talk about similar ideas.

[47:50] But there is a method of Bible study being used today that works a different way. It looks at the Hebrew words the ones that are less common and tries to find some other passage that would use some of those same words. And then it makes a connection between those two passages because they use similar words even if the reading of them makes no connection at all. This method is based on a foundation of verbal inspiration. The idea that God has used specific words and packed them with hidden meaning. But we know that's not how inspiration works. God gives ideas to the prophets and they choose words from their own vocabulary. Most of the time they choose words from their own vocabulary. Moses wrote Genesis. In his vocabulary were words that came from his experience. And what was his experience with skins and with sacrifice and with clothes? It was related to God's sacrificial service. And whatever the source he used the same words in Genesis that he used in other parts of his writing.

[49:50] Maybe you wonder where I'm going. Let me say it plainly. Some people when they look at verse 21 because they use the method that I described they say that God ordained Adam and Eve to be priests. Well, what do you think? You can read the story over and over. You'll find God encounters an almost naked pair. He kills an animal or two. And he gives them skins in the next verse. He expels them from the Garden of Eden. And so do you think this was a sacred ordination service? That is about the weakest argument you can imagine. And it would take a scholar to promote it. Let me say that again. Because in my library I've had quite a collection of books. One of them would be interesting to you. Of course it's in English. It's a very thick book. It's the argument in favor of the immortality of the soul. Written by Dr. So-and-so of a very exalted position. Do you know if you want to prove the immortality of the soul you have to prove the immortality of the soul. It's difficult. It requires a lot of documentation. Because you have to obscure and cover up a lot of data. Let me say this again. It's difficult. It requires a lot of documentation. Let me say this again. If you want to prove that the seventh day is the Sabbath then Exodus 20 would do it. If you want to prove that Gentiles kept it Acts 13 and 17 and 18 would do it. But if you want to prove that the day has been changed to Sunday that will require a lot of writing. You have to obscure a lot of stuff.

[52:44] I'm trying to illustrate something. That God's truth especially the important points are usually stated pretty simply. And as you check into them the data supports them more and more. The error is quite different. Often it takes a lot of documentation to demonstrate it. And as you begin to evaluate its various arguments instead of becoming stronger they begin to look weak. And the whole thing falls apart. I hope you can see it. That if you need to make even to a priest it doesn't complement your argument. It indicates that you are trying to get around or obscure something more simple.

[53:58] But now I need to backtrack a little bit. I don't mean that the people who promote women's ordination I don't mean they are devious or insincere. I believe that the ones I've met are some of the most sincere and studious people I know. I would say many of them are victims of a system. It's that system that exalted the wisdom of man. That promoted a type of skepticism that promoted a kind of self-doubt. That has destroyed the faith of so many. And it's created such a cloud of data that people get foggy and confused. And people that do not believe in verbal inspiration without thinking it through are continually using methods based on verbal inspiration.

[55:24] Look at Acts chapter 18. This is a passage that shows up in many pro-women ordination documents. But when you find this passage you don't find it quoted. You find just the reference to it. Rarely are the words actually put in the document. I'll tell you why. First let me tell you the argument and then we'll look at the verse. The argument is there was a man named Apollos. He was preaching a John the Baptist-like gospel. And then the church leader Priscilla met him. She mentored him. She instructed him. She was his guide. And he became a great worker. Therefore she was an overseer. And we should ordain women. Proved. Can't you see it? It's obvious. And it's in Acts 18. But don't read the chapter please. But if you must, look at verse 26. And he began to speak boldly in the synagogue. And when Aquila and Priscilla had heard him, they took him unto them and expounded unto him the way of God more perfectly. That's the whole story. What really happened? A husband and wife team were listening to this man preach. They privately took him aside. They gave him mentoring and instruction. And he became a great worker. I think we even know the jobs of these two. But you can talk about that later. What do we learn? I hope we don't use this passage to promote women's ordination. Because if we do, what are we saying? That only ordained people can give Bible studies? That only ordained people should pay attention to talent that's in the world? That husband and wife teams are not qualified to give Bible studies? That husband and wife teams are not qualified to give Bible studies? It's ridiculous. That would be a straw man or a very weak argument.

[58:44] I just have a little more to share. It has to do with gender neutrality. When we read the Ten Commandments and we read there about honor your father and your mother. That's gender specific. But of course we honor them both. So in some way it's gender neutral. But when the Bible says not to commit adultery, that's of course gender neutral. And when the last commandment says do not covet your neighbor's wife, even though it's in gender specific words, the common man that reads it also gathers that his wife should not covet the neighbor's husband. The gender neutrality is apparent.

[1:00:04] If I said, in English we have the word guys that is kind of male but it can refer to both. In English we have the word guys that is kind of male but it can refer to both. In English we have the word guys that is kind of male but it can refer to both. So if I say, you guys ought to come to my house, and I'm speaking to men and women, both will come into my house. But if I say, I want the men to take off their shoes, but the gal should keep their shoes on, that's obviously gender specific. The contrast is apparent.

[1:01:00] Some people, when they see the ten commandments, and they see the gender neutrality, they'd like to extend that gender neutrality to the whole Bible. But that's not sensible. Men don't travail in labor. And when the Bible says that the husband is the head of the home, or that the wife should submit unto her husband, these are obviously not gender neutral. When we come to 1 Timothy 2 and 3, even before the issue of ordination comes up, Paul begins to give back and forth information for men and information for women. In fact, specific references to gender are more concentrated in those two chapters than anywhere else. Are we going to take the chapters that are most gender specific, and read them as gender neutral? It's not sensible, and we shouldn't do it.

[1:02:40] Let me summarize what I've said. The Bible is a beautiful book. When God gives us instruction, we ought to take it. If we change because of His instruction, we can claim Proverbs chapter 1. He will pour out His Spirit. He will make us understand the Word. But if our wisdom is founded on the wisdom of man, where is the wisdom of man? In God's plan, the scholars are not ahead of the common people in knowing truth. Because God does not want us to depend on human study. Of course, I don't mean that no scholars know the truth. Scholars know truth, just like common people do. And scholars are an error, just like common people are an error. But the Bible was written for the common man. And when you find someone using weak arguments or strawman arguments, when they take a questionable verse about Phoebe, or a questionable meaning of a verse about Junia, or a far-fetched idea from Genesis, and they try to build on these arguments something solid, however solid it looks, it's not stable. It's not like the Word of God. And as a church, we shouldn't build on it. True arguments are simple. False are often complex. If they're not complex, they're usually emotional. And if we're not willing to look through the fog and to simply follow God's instructions, we can't claim His blessing. When the latter rain is poured out, it'll be gender neutral, but that won't be a new thing. But if we begin to ordain women, that'll be a new thing, because God's instructions are very old and they're still very old. Because God's instructions are very old and they're still very good. Amen.


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