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In dieser Predigt wird die biblische Leiterschaftsordnung zwischen Mann und Frau basierend auf dem Schöpfungsbericht in 1. Mose beleuchtet. Es wird erklärt, wie Gott Mann und Frau gleich geschaffen hat, aber ihnen unterschiedliche Rollen zugewiesen hat, die sich ergänzen. Der Vortrag thematisiert auch den Sündenfall und dessen Auswirkungen auf diese Ordnung und wie Paulus diese Prinzipien für die Gemeinde interpretiert.

In dieser Predigt wird die biblische Leiterschaftsordnung zwischen Mann und Frau basierend auf der Schöpfungsordnung in 1. Mose beleuchtet. Es wird erklärt, wie Gott Mann und Frau gleichwertig, aber mit unterschiedlichen Rollen geschaffen hat, und wie die Sünde diese Ordnung beeinträchtigt hat. Die Ausführungen zeigen auf, wie diese Prinzipien auch für die Gemeinde relevant sind und wie eine liebevolle und unterstützende Leiterschaft zu harmonischen Beziehungen führen kann.


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Serie: Frauenordination und die Einheit der Gemeinde (Symposium)

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Transkript

[0:00] Vater im Himmel, wir danken dir für die Gelegenheit, dass wir die Möglichkeit haben, bei diesem wichtigen Thema in dein Wort zu schauen. Wir bitten um die Führung deines Heiligen Geistes, damit wir Weisheit haben, wenn wir in das Buch 1. Mose hineinblicken. Und wir danken dir und bitten im Namen Jesu. Amen.

[0:51] Wie bei vielen Themen in der Bibel ist das Buch 1. Mose eine Grundlage für das, was wir glauben. Und so verhält es sich auch beim Thema der Ordination und dem Verhältnis der Rolle von Mann und Frau in der Gemeinde. Wir finden in 1. Mose 1, dass als Gott menschliche Wesen geschaffen hat, dass es dort sehr genau und spezifisch gesagt wird, wie er sie gemacht hat. Wir schauen hier in 1. Mose 1, Vers 27. So, Gott schuf den Menschen in sein Bild. Im Bild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Beide hat er im Bild Gottes geschaffen. Also, in Bezug auf ihre Natur, wer sie sind, sind Mann und Frau vollkommen gleich. Und obwohl uns in der heutigen Gesellschaft viele das Gegenteil glauben machen wollen, ist Gleichheit nicht dasselbe wie identisch sein. Gott hat nicht zwei Adams geschaffen. Er schuf einen Adam und eine Eva, denn in seiner Weisheit wusste er, dass sie sich am besten so ergänzen könnten in ihren gottgegebenen Rollen. Und in Vers 31 sehen wir hier, dass es heißt, und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Das bedeutet also nicht, dass es nur irgendwie halbwegs gut war. Tatsache ist, dass durch den gesamten Schöpfungsbericht es immer heißt, es war gut, es war gut, und hier am Ende wird gesagt, es war alles sehr gut. Gott tut alles, was er tut, sehr gut. Und das ist wirklich perfekt.

[3:38] Wenn wir uns 1. Mose 2 betrachten, da sehen wir hier noch eine Vertiefung dieser Schöpfung der menschlichen Wesen durch Gott. Denn 1. Mose 1 behandelt die gesamte Schöpfung über die ersten sechs Tage. Die ersten drei Verse von Kapitel 2 erwähnen dann den Sabbat und die Tatsache, dass Gott dort geruht hat. Und das ist im Grunde genommen die Kulmination der ersten Hälfte dieses Schöpfungsberichts. Aber wir werden gleich sehen, dass es auch in Kapitel 2 eine weitere Kulmination gibt, eine ganz besondere. In Kapitel 2 wird jetzt sehr viel Vertiefendes gesagt über die Schöpfung von Mann und Frau. Und es wird sehr deutlich gemacht, dass der Mann zuerst geschaffen wurde. Gott hätte Adam und Eva zur gleichen Zeit schaffen können. Und auf dieselbe Art und Weise. Aber er tat das nicht. Er hat zunächst Adam geschaffen, und dann die Eva. Er hat Adam aus dem Staub der Erde geschaffen. Eva dagegen von einer Rippe, die aus der Seite Adams genommen wurde. Und dieser Unterschied zeigt auch einen Unterschied an, den Gott in ihrer Beziehung sehen wollte. Woher wissen wir das? Denn wir sehen das an der Rolle, die dem Adam im Garten gegeben wurde. In Versen 16 und 17 lesen wir über die Beweisungen, die Gott dem Adam im Garten gegeben hat, und spezifisch über den Baum der Erkenntnis von Gut und Bösem. Und dann lesen wir, wie in Vers 19, wie Gott die Tiere zu Adam brachte, damit er diese benennen würde. Und auf eine ganz ähnliche Art und Weise finden wir dann in Vers 23, in dem es gesagt wird, dass Adam seine Frau genannt hat. In Vers 23 die Frau, die Eva, zu Adam, und er nennt sie dann Frau. Und wir haben hier in Vers 23 und Vers 19 dasselbe hebräische Verb "kara". In Vers 19 heißt es, und welchen Namen er ihm auch immer gab, damit jedes Lebewesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe. Und hier wird dasselbe Verb verwendet in Vers 23, wenn es heißt, die soll "Mensch" heißen, denn vom Mann ist sie genommen.

[7:53] Es ist wichtig zu betonen, dass das nicht bedeutet, dass Adam irgendeine Art Oberherrschaft über Eva hatte oder ihr irgendwie höher gestellt war in Bezug auf sie. In diesem Schöpfungsbericht sehen wir keine solchen Beschreibungen. Was wir in Kapitel 1 sehen, ist, dass die Menschen allgemein Herrschaft haben über die restlichen Lebewesen dieser Welt, über die Vögel und die Fische und die anderen Landtiere. In Vers 26, Kapitel 1 heißt es, die, also die Menschen, sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht. Adam und Eva, beide hatten Herrschaft über die Erde, sie wurde ihnen gegeben. Sie sollten über die Fische und die Vögel und die Tiere herrschen. Denn sie waren im Bild Gottes geschaffen. Aber einem wurde nicht die Herrschaft über den anderen gegeben. Deswegen hat Gott sie nicht über den anderen gegeben. Deswegen hat Gott bei der Erschaffung der Frau eine Rippe aus der Seite Adams genommen, nicht vom Kopf, als ob die Frau über dem Adam stehen würde, und auch nicht aus dem Fuß, so als ob der Mann auf die Frau treten könnte und sie schütteln würde. Aber sie waren im Bild Gottes geschaffen, sie waren gleich.

[10:08] Gleichzeitig, trotz dieser Gleichzeitigkeit, ist es eindeutig, dass Adam von Gott eine primäre Rolle bekommen hat. Wir sehen das zum Beispiel auch in Vers 24 in Kapitel 2. Da heißt es, darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein. So wird dem Mann die Initiative zugeschrieben, seine Familie zu verlassen und eine neue Familie zu gründen. Und er soll seiner Frau anhängen, er soll dieses Band sein, sodass sie zusammenkommen und wirklich eins werden. Wiederum ist die Ordnung sehr interessant und wichtig. Erst wird der Mann erwähnt und dann die Frau. Adam wurde als prototypischer Mann geschaffen und auch als ein Mann. Adam war sozusagen der Prototyp des Mannes und auch der repräsentative Ehemann. So wie der Sabbat der Höhepunkt, die Kulmination dieser ersten Schöpfungswoche ist, die das Kapitel 1 und den Anfang von Kapitel 2 umfasst. So ist auf dieselbe Art und Weise die Ehe, die hier in Vers 23 und 24 beschrieben wird, die Kulmination dieses zweiten Teiles des Schöpfungsberichts.

[12:17] In diesem Kapitel hat auch die Frau eine sehr wichtige Rolle. In Vers 18 lesen wir, und Gott der Herr sprach, es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht. Das Wort Gehilfin hier ist "Ezer" im Hebräischen. Und dieses Wort kann göttliche Hilfe bedeuten, wird aber ganz oft auch verwendet für Hilfe, die aus menschlichen Quellen herrührt. Zum Beispiel in Ezechiel 12, Vers 14. Da wird zum Beispiel gesagt, dass Gott den Prinzen von Jerusalem, den Fürsten von Juda, warnt, dass er all seine Gehilfen, seine Helfer, zerstreuen würde und seine Truppen. In Josua 1, Vers 14. Und es gibt viele andere Beispiele. Abischai half dem David gegen die Philister. Und es gab Truppen, die dem König Usija halfen, den Feind zu besiegen. Mächtige und tapfere Männer halfen König Hiskia, den Wasserzufluss von der Stadt abzuschneiden, bevor der Sanhedrin kam. In all diesen Verwendungen von dem Wort "Ezer", entweder als Substantiv, wie im ersten Fall, oder dann als Verb in den anderen, und in all diesen Fällen ist es eine menschliche Hilfe und der Status dessen, dem geholfen wird, ist immer noch höher als der dessen, der hilft. So ist zum Beispiel dem größeren Teil Israels geholfen worden durch ein kleineres Segment Israels. Und es sind die Könige Israels, die Hilfe von anderen erhalten. Und auf diese Art und Weise finden wir auch das Wort "Ezer" benutzt in 1. Mose 2. Wo der Mann die leitende Rolle hat, die leitende Funktion, die Frau ist geschaffen worden als eine Gehilfin, die ihn unterstützt.

[15:40] Paulus verstand diese Perspektive, als er 1. Mose 2 zitierte, um die verschiedenen Rollen in der Gemeinde zu besprechen. Es ist aber wichtig zu betonen, dass sich das alles im Rahmen der Gleichheit der Persönlichkeit abspielt. Mann und Frau mögen verschiedene Rollen haben, aber vor Gott sind sie gleich. Das Werk, das sie tun, das ergänzt sich. Beide werden gebraucht. Und deswegen hat Gott sie auch so geschaffen, dass sie sich einander ergänzen.

[16:40] Es ist auch wichtig zu bemerken, dass diese Beziehung sich drastisch verändert, wenn wir zu 1. Mose 3 kommen. Leider ist diese harmonische Beziehung dieser beiden Individuen durch die Sünde drastisch verändert worden. In Kapitel 2 sehen wir beide, wie sie Gott als ihrem Vater vollkommen vertrauen. Einer als der Führer, die andere als unterstützende Helferin. Und in Kapitel 3 sehen wir, wie genau das direkt von der Schlange angegriffen wird. Und wir sehen hier den Umstand, den Umsturz der Leiterschaft gemäß der Schöpfungsordnung, wie Gott sie eigentlich vorgesehen hat. Die Schlange spricht zu der Frau, als ob sie die Repräsentantin und der Kopf der Familie sei. Und die Frau akzeptiert diese Rolle, die ihr von der Schlange gegeben wird. In Kapitel 2 ist die Aktivität und die Initiative des Mannes der Fokus gewesen. Jetzt in Kapitel 3 sehen wir die Frau, wie sie die Initiative ergreift. Wir sehen hier, wie sie aufgrund der Verführung der Schlange zunächst einmal sich dazu entscheidet, so eine Entscheidung zu fällen, dann die Frucht nimmt, isst und sie schließlich auch noch Adam weitergibt. Wir sehen hier eigentlich eine totale Umkehrung der Leiterschaftsordnung, die auf der Schöpfung basiert. Die Frau isst die Frucht zuerst und dann der Ehemann.

[19:08] Paulus verwendet diese Umkehrung der Leiterschaftsordnung als einen Grund, warum männliche Leiderschaft in der Gemeinde aufrechterhalten werden soll. Wir sehen das in 1. Timotheus 2, Vers 13 und 14. Und wir wollen hier ganz deutlich festhalten, dass Vers 13 sich auf 1. Mose 2 beruft, lange bevor die Sünde in die Welt kam. Er sagt, denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. Und in Vers 14 betonte er, dass diese Umkehr dieser Schöpfungsordnung dazu führt, dass die eigentliche Schöpfungsordnung wieder betont werden muss. Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber wurde verführt und geriet in Übertretung. Paulus sagt nicht, dass die Frau verführt wurde, die Frau wurde verführt und geriet in Übertretung. Damit sagt er nicht, dass einfach nur alle Frauen der Verführung erliegen oder angetan sind, der Verführung zu erliegen. Das ist nicht das, was der Text sagen möchte. Es geht hier ganz besonders um Adam. Und es geht hier um die Frau, seine Frau. Es geht darum, wie die Verführung der Frau dazu geführt hat, dass die Schöpfungsordnung der Leiterschaft umgekehrt worden ist.

[21:28] Das ist der Grund, warum Paulus in dem Vers zuvor in Vers 12 sagt, ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren, dass sie über den Mann herrscht. Vers 13, wegen der Schöpfungsordnung, zuerst Adam und dann Eva. Und Vers 14, weil Desaster und Tod folgten, als Eva versucht hat, diese Schöpfungsordnung auf den Kopf zu stellen. Letztlich war es ja ihre Trennung und die Initiative, die Eva ergriff, die letztendlich zur Sünde und zu all dem Leid geführt hat. Ich denke, diejenigen, die verheiratet sind unter uns, wissen aus Erfahrung, dass wir viel stärker sind, wenn wir gemeinschaftlich zusammen sind, als wenn wir getrennt sind. Ein Ehemann ist sehr weise, wenn er seine Ehefrau um Rat bittet. Und eine Frau ist auch sehr weise, wenn sie ihrem Ehemann zuhört. Und wenn beide unter der Führung Gottes zusammenarbeiten, dann ist das das Ideal. Und dann ist das so, wie es in Kapitel 1, Vers 31 steht, dann ist das sehr gut in 1. Mose.

[23:22] Gleichzeitig müssen wir feststellen, dass wir nicht in einer perfekten Welt leben. Wir tun das Beste, was wir tun können in dieser Umgebung, in der wir hineingestellt sind. Es ist vielleicht schwer für uns überhaupt vorzustellen, zu visualisieren, wie solch eine reine, liebevolle und perfekte Leiderschaft aussieht und auch solch eine unterstützende Rolle innerhalb so einer Leiderschaft. Aber je mehr wir dem Herrn entgegen gehen, und auch hier näher wir zusammenrücken in unserer Familienbeziehung, desto mehr und klarer sehen wir das dann.

[24:28] Lasst uns etwas hier noch bemerken in 1. Mose 3. Und wir wollen hier beobachten, wie Gott Adam und Eva entgegentritt, nachdem sie die Sünde getan haben. Denn auch hier lernen wir etwas sehr Wichtiges für unser Thema der Leiderschaftsordnung gemäß der Schöpfung. Es ist wichtig zu beobachten, dass es die Handlung des Mannes ist, die die entscheidende war, nicht die der Frau. Wir wissen das, denn es heißt in Vers 7, dass erst nachdem der Adam die Frucht gegessen hat, dass ihnen dann beiden die Augen geöffnet wurden, sie erkannten, dass sie nackt waren und sie sich mit Feigenblättern umgebunden haben, um sich Schurze zu machen. Und als sie dann die Stimme Gottes hörten, haben sie sich versteckt. Und es ist interessant, dass in Vers 9, als Gott dann fragt, wo bist du, es sich hier im Hebräischen um eine Person, nicht um zwei Personen handelt. Das Wort "du" ist hier im Hebräischen maskulin und singular, als Gott fragt den Adam, wo bist du, Adam? Als derjenige, der letztendlich verantwortlich war. Gott fragt zunächst einmal ausführlich den Adam und erst danach, viel kürzer, die Eva. Und in dem er Adam das Urteil spricht, zeigt Gott, dass diese Umkehr der Leiterschaftsordnung der erste Schritt in die falsche Richtung gewesen ist. Und in Vers 17 sind die allerersten Worte, die Gott zu Adam spricht, weil du der Stimme deiner Frau gehorcht hast. Und du hast die Wahrheit getrunken. Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht hast. Und von dem Baum gegessen hast. Also das eine führte zum anderen. Also es war der totale Zusammenbruch der Leiterschaft gemäß der Schöpfungsordnung, erst mit Eva und dann auch mit Adam noch stärker, was dann zum Zusammenbruch der perfekten Welt führte.

[28:11] Und indem er diese Verantwortung, diese geistliche Verantwortung von Adam erkannte, hat Paulus die Verantwortung für den Fall der ganzen Menschheit dem Paulus zugeschrieben. In 1. Korinther 15, Vers 52. For as in Adam all die, even so in Christ all shall be made alive. In 2. Korinther 5, Vers 22. Denn gleich wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. Wir sehen das auch in Römer 5, Vers 12, wo es heißt, dass durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und dadurch der Tod zu allen Menschen usw. usf.

[29:24] Wir sehen also sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, dass diese Schöpfungsordnungsleiterschaft sehr wichtig gewesen ist. Es bedeutet nicht, dass es da nicht auch einen Kampf geben würde. Denn wir leben ja letztendlich jetzt in einer sündigen Welt und der Versuch Gottes Plan einer Schöpfungsordnungsleiterschaft zu erfüllen, wird wohl nicht immer sehr einfach sein. Um ganz ehrlich zu sein, es ist ohne Gottes Gnade vollkommen unmöglich. Aber wenn Gottes Gnade unsere Beziehung, unsere Ehen, unser Herzen berührt, dann können wir zu dem Ideal von 1. Mose 2 wieder zurückkehren. In unseren Familien und in der Gemeinde, die die Familie Gottes ist.

[30:36] Wir wollen noch einmal ganz kurz zu 1. Mose 3 zurückgehen, in Vers 16. Wir wollen hier kurz anschauen, was Gott zur Eva gesagt hat. Es geht hier am Anfang um die Mühen in der Schwangerschaft. Und am Ende heißt es hier, dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein. Das Wort, das hier am Deutschen ist, aufgerichtet sein, das ist im Hebräischen das Wort "el". Es könnte also übersetzt werden im positiven Sinne, für deinen Mann. Es kann auch negativ übersetzt werden, gegen deinen Mann. Es wird immer dann negativ übersetzt, wenn es in einem Kontext ist, wo Feindschaft zu erwarten ist. In solchen Fällen sollte man es übersetzen mit "gegen". Und es ist eigentlich sogar diese Bedeutung, die mehr Sinn macht in 1. Mose 3. Aus dem einfachen Grund, dass die identische hebräische Konstruktion in 1. Mose 4, Vers 7 zu finden ist. Gott warnt Kain. Wenn du Gutes tust, dann darfst du dein Haupt erheben. Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür. Und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet. Du aber sollst über sie herrschen. Das Verlangen der Sünde würde ja sein, den Kain zu dominieren und ihn zu erobern. Und Gott sagt dem Kain, du sollst über sie herrschen. Es wird hier einen Machtkampf geben, mit anderen Worten ausgedrückt.

[33:22] Ganz genauso in 1. Mose 3, Vers 16. Und Gott warnt hier die Eva, dass wegen der Sünde ihr Verlangen da sein wird, gegen den Mann zu agieren. Sie würde vielleicht versuchen wollen, ihn zu dominieren und zu kontrollieren. So wie es bereits daran passiert war, als sie ihn drängte, die verbotene Frucht zu essen. Und was war Gottes Heilmittel? Er sagt ihr, dass er, also Adam, über sie herrschen wird. Dieses Wort "herrschen", "maschal" im Hebräischen, muss nicht notwendigerweise eine negative Idee mit sich bringen. Es wird oft recht positiv verwendet. Dasselbe Wort wird hier in Kapitel 1 verwendet. In Vers 16 zum Beispiel. Wo es heißt, Gott machte die zwei großen Lichter, das große Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht. Wir könnten das so als eine Art Himmelsordnung der Leiterschaft für Tag und Nacht bezeichnen. Es könnte also durchaus, es ist eigentlich etwas sehr Positives, was Gott hier der Eva versprochen hat, dass Adam über sie herrschen würde. Als ein Beschützer. Jemand, so dass er an ihrer Seite sein würde und sie vor der Gefahr bewahren würde. Aber ganz in der Realität hängt es von der Familie oder der Gemeinde ab, auf die es jetzt angewendet wird, ob dieses Wort eine positive oder negative Bedeutung erfährt. Es hängt ganz davon ab, ob diese Herausforderung auch gestalten wird. Das ist für mich das Unsichere an diesem Batteln. Zwar kann ich mir das aus ungewöhnlichen Weisen empfehlen, das heißt, dass ich dieses Wort in einer mehr gewöhnlichen Welt electro zu besonderen Art machst, um zum Prinzip zu sprechen, es hängt ganz davon ab, ob diese Herrschaft jetzt ausgeführt wird mit der Aussicht auf Gottes ultimative Leiderschaft, dass er das Haupt ist und auch mit Blick auf die Schöpfungsordnungsleiderschaft. Ist es eine liebevolle, eine liebende Leiderschaft?

[36:24] Ist es solch eine liebende Leiderschaft, die Jesus selbst als Beispiel uns gegeben hat, so wie es in Epheser 5 gegeben wird, wo er die Gemeinde geliebt hat und sich für sie hingegeben hat? Auf diese Art und Weise sollten Ehemänner ihre Frauen lieben und so sollten Frauen sich ihren Ehemännern unterordnen. Und es hängt auch von der Frau ab, inwieweit sie bereit ist, sich unter diesem Plan Gottes unterzuordnen, damit diese Leiderschaft gemäß der Schöpfungsordnung wirklich gut funktionieren kann. Und wenn wir als Männer und Frauen bereit sind, dieses Leiderschaftsmodell, diese Leiderschaftsordnung zu akzeptieren, dann wird das eine wunderbare, segensreiche Erfahrung für uns sein. Wenn wir aber versuchen, uns dem zu widersetzen, und wenn wir vielleicht sogar versuchen, es zu überwinden oder zu verändern, dann können wir ganz andersartige Resultate erwarten. Konflikt, Teilung, Argumentation, Unfrühlichkeit, und vielleicht sogar Teilung und Trennung.

[38:10] Und Ellen White sagt uns im Buch Patriarchen und Propheten, im Englischen, auf der Seite 58, der Missbrauch der Herrschaft, die dem Mann gegeben worden ist, hat zu oft das Los der Frau als ein sehr bitteres werden lassen und hat ihr Leben zu einer Bürde gemacht. Wir sehen, wenn wir nicht Gottes Plan folgen, dann wird es Probleme geben. Aber wenn wir Gottes Plan folgen, dann kann es die gleiche Art von Freude und glückliche Beziehung erzeugen, die wir bevor der Sündenfall eingegangen ist. Wenn wir nicht Gottes Plan folgen, dann können wir uns wieder sehr dieser Freude und diesem Glück nähern, das vor dem Fall in der Beziehung gesehen worden ist. Wo die Beziehung zwischen Mann und Frau vollkommen harmonisch gewesen ist. Wo Adam eine selbstlose, liebevolle Leidenschaft ausgeübt hat. Und Eva Hilfe und Unterstützung und Ermutigung beigetragen hat. Das ist ein Modell für das Heim. Und Paulus macht das sehr deutlich in 1. Timotheus 2 und 3. Dies ist auch das Modell für die Gemeinde. Denn das ist ja die Haushalterschaft, die Familie Gottes letztlich.

[40:02] Möge das unsere Erfahrung sein, wenn wir um den Heiligen Geist bitten, dass er uns führt und leitet, sowohl in unserer Familie als auch in der Gemeinde. Und Gott wird uns segnen. Er wird unsere Heime segnen und er wird unsere Gemeinde segnen. Möge das unsere Erfahrung sein. Amen.


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