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Manuskript zur Sendung >>> CSH_03_2020_Lektion_5

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour wird die Rolle des Heiligen Geistes beim Zeugnisgeben beleuchtet. Anhand von Beispielen aus der Apostelgeschichte wird gezeigt, wie der Heilige Geist die Jünger befähigte, mutig das Evangelium zu verkünden, Menschen zu überführen und die Gemeinde wachsen zu lassen. Es wird betont, wie wichtig das Gebet und die persönliche Beziehung zu Christus sind, um die Führung des Geistes zu erkennen und wirksam Zeugnis abzulegen.

Diese Lektion der Cannstatt Study Hour konzentriert sich auf die Rolle des Heiligen Geistes im Zeugnisgeben. Es wird erklärt, wie der Heilige Geist die Jünger befähigte, mutig Zeugnis abzulegen, wie er die Welt von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht überführt und wie er durch die Gläubigen wirkt, um Menschen für Christus zu gewinnen. Die Bedeutung von Gebet und die lebensverändernde Kraft des Heiligen Geistes werden anhand von biblischen Beispielen aus der Apostelgeschichte beleuchtet.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2020 Q3: Freunde für Gott gewinnen

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Transkript

[0:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Wir sind hier an dem Thema Freunde für Gott gewinnen und wollen uns heute gemeinsam mit der Lektion Nummer 5 beschäftigen, die da heißt geisterfülltes Zeugnis geben.

[0:28] Nun, wir werden uns heute viel in der Apostelgeschichte aufhalten und auch unser Merkvers, den finden wir in der Apostelgeschichte in Kapitel 4, Vers 31. Und dort heißt es: „Und als sie gebetet hatten, erbebte die Städte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.“ Den Heiligen Geist soll es heute auch gehen, denn er wirkte ganz kräftig in der ersten Gemeinde und wir wissen, was dort passiert ist, wie viele Menschen zu Christus gefunden haben durch das Wirken des Geistes und was mit geisterfülltem Zeugnisgeben auf sich hat. Das wollen wir uns gleich gemeinsam angucken, doch vorher beten wir zusammen.

[1:06] Unser lieber Herr Jesus, wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist jetzt bei uns ist. Bitte hilfst du uns, dass wir, wenn wir dein Wort aufschlagen, alles in richtiger Weise verstehen, dir zur Ehre. Und dafür danken wir dir. Amen.

[1:19] Und wie schon angekündigt, gucken wir in die Apostelgeschichte und dort finden wir auch gleich unseren ersten Text in Apostelgeschichte 1, also gleich ganz vorne, Apostelgeschichte 1 und dort Vers 4 und Vers 5. Dort heißt es dann: „Und als er mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, nicht von Jerusalem zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten, die ihr, so sprach er, von mir vernommen habt. Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden, nicht lange nach diesen Tagen.“

[1:55] Und Jesus sagt seinen Jüngern: „Bitte, bitte, geht noch nicht aus Jerusalem weg, also beginnt noch nicht mit der großen Missionsarbeit, denn ihr müsst erst darauf warten, dass ihr Kraft von oben bekommt.“ Nun, das war etwas ganz Wichtiges, was Christus seinen Jüngern dort verheißen hat, denn eben diese Kraft von oben, die sollte es sein, die sie befähigt, im Weinberg des Herrn zu arbeiten und Menschen für ihn zu gewinnen. Und so sagt er: „Arbeitet nicht los, bevor ich nicht als Hoher Priester für euch im Himmel bin und euch den Beistand sende, der kommen muss.“

[2:36] Nun, in Johannes 15, Vers 26 und Vers 27 hatte er davon schon angekündigt. Johannes 15, Vers 26 und 27. Christus sagt: „Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird er von mir Zeugnis geben. Und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr vom Vater an bei mir gewesen seid, weil ihr vom Anfang an bei mir gewesen seid.“

[3:07] Also Christus hatte hier verheißen, dass wenn denn der Heilige Geist kommt, dass er sie dadurch zu Zeugen macht. Nun ist interessant, was Ellen White dazu schreibt, über diesen Heiligen Geist, denn sie schreibt in „Christus ist Sieger“ auf Seite 295: „Welches Geschenk konnte er machen, das in seinem Wert groß genug wäre, um die Übernahme seiner Mittlerschaft am Thron Gottes hervorzuheben und zu schmücken? Es musste seiner Größe und Königswürde angemessen sein. So schickte Christus seinen Stellvertreter, die dritte Person der Gottheit, den Heiligen Geist. Dieses Geschenk konnte nicht überboten werden.“

[3:45] Nun, Jesus Christus schickt hier seinen Heiligen Geist zu seinen Jüngern. Er sagt: „Wartet ab, bis ihr diese Verheißung empfangt.“ Und wenn der Geist dann kommt, dann werdet ihr befähigt sein, Zeugnis zu geben. Und Ellen White sagt: „Hier ist das größte Geschenk, das Christus den Jüngern hätte machen können, die dritte Person der Gottheit, der Heilige Geist.“ Mit ihm, also Christus ist durch den Geist dann mit ihnen verbunden und kann in den Jüngern selbst wirken.

[4:16] Gehen wir mal in Johannes ins nächste Kapitel, Johannes 16, Vers 8. Was wird der Heilige Geist tun? Das heißt hier: „Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht.“

[4:31] Also der Geist Gottes, der hat eine Aufgabe zu tun. Er kam und er sollte die Welt überführen von diesen Dingen, die hier beschrieben stehen: Sünde, Gerechtigkeit und Gericht. Diese drei Dinge sollten den Menschen helfen, Christus zu erkennen, Gott zu erleben, ihn zu verstehen, ihren eigenen sündigen Zustand zu sehen und zu wissen, da gibt es ein Gericht. Jeder Mensch wird einmal beurteilt werden und er soll entscheiden können, zwischen was ist gerecht und was ist ungerecht.

[5:00] Der Heilige Geist möchte, dass er in den Herzen der Menschen tut, damit jeder sich für das Leben entscheidet und niemand verloren geht. Auch hierzu wollen wir etwas von Schwester White lesen, nämlich in „Der bessere Weg“ auf Seite 79. Da schreibt sie: „Von da an wohnte Christus durch den Heiligen Geist in den Herzen seiner Kinder. Diese Gemeinschaft mit ihm war nun enger als vorher ihr persönlicher Kontakt. Der Glanz, die Liebe und Macht des in ihnen wohnenden Christus leuchteten aus ihren Gesichtern, sodass sich die Menschen wunderten, denn sie wussten, dass sie mit Jesus zusammen gewesen waren.“

[5:37] Also bemerkenswert ist es hier, dass der Heilige Geist kam. Es heißt hier bei Ellen White: „Christus wohnte durch den Heiligen Geist in den Herzen der Jünger und es konnte nicht verborgen bleiben.“ Also die Menschen, die sahen Jesus Christus in den Jüngern durch die Macht des Geistes in ihnen. Und das ist genau das, was Christus mit uns machen möchte. Durch den Geist in uns möchte er innige Gemeinschaften mit uns haben und seine göttliche Kraft soll unsere menschliche Schwachheit überwinden.

[6:07] Und wir erinnern uns vielleicht daran, wie es bei Mose war, als er auf dem Berg Sinai war. Dort fing sein Angesicht an zu leuchten, als er mit Gott in Kontakt war. Und genau das Gleiche soll jetzt auch passieren von Menschen, die vom Geist erfüllt sind. Sie sollen leuchten in der Herrlichkeit Jesu. Die Menschen, die sie ansehen, sollen in ihnen Jesus Christus sehen, den Charakter Gottes, die vollkommene Liebe.

[6:28] Nun, mit diesem Heiligen Geist, übrigens, gab Christus ihnen auch noch etwas, was wir am Montag studiert haben, denn es war die Vollmacht, die kam. Dazu lesen wir mal im Markus-Evangelium im dritten Kapitel die Verse 13 bis 15. Markus 3, 13 bis 15.

[6:43] Und er stieg auf den Berg und rief zu sich, welche er wollte. Und sie kamen zu ihm. Und er bestimmte zwölf, die bei ihm sein sollten und die er aussandte, um zu verkündigen. Und die Vollmacht haben sollten, die Krankheiten zu heilen und die Dämonen auszutreiben.

[7:09] Also Christus, als er hier auf diesem Berg war, da suchte er sich zwölf Leute aus, und zwar eben diese zwölf Jünger, die wir später dann auch genauer kennenlernen. Und denen gibt er den Auftrag, sie sollen das Wort verkündigen. Gleichzeitig gibt er ihnen hier schon Macht, dass sie Krankheiten heilen können und dass sie Dämonen austreiben.

[7:33] Nun, also die Jünger waren dieser Macht bereits teilhaftig, als sie mit Christus zusammen waren, doch sie sollten später noch erfahren, dass da noch viel, viel mehr kommt. Also für diese ersten Erfahrungen war der Heilige Geist in ihrem Leben wichtig, aber später sollten sie ganz erfüllt werden vom Heiligen Geist, um den Charakter Jesu auch zu zeigen. Und das eben passierte am Pfingsttage.

[7:58] Also als Christus in den Himmel aufgefahren ist, seinem Vater ging, da schickte er den Heiligen Geist und von diesem Zeitpunkt an waren sie in der Vollmacht. Und sie verkündeten dort, denn dazu hatte Christus sie berufen und auf ihr Wort hin, durch das Zeugnis des Geistes in ihrem Leben und aus ihren Worten heraus fingen die Menschen an, Christus kennenzulernen und Christus lieben zu lernen.

[8:20] Und so war es am Pfingsttag, eben der einfache Fischer Simon Petrus genannt, der diese gewaltige Predigt gehalten hat und so viele Menschen in die Nachfolge rief, dass nach seiner ersten Predigt 3000 Menschen dazu kamen. In Apostelgeschichte 2 und da wollen wir gemeinsam hingehen, Apostelgeschichte 2.

[8:34] Wollen wir uns das einmal durchlesen, welche Wirkung diese gewaltige Predigt hatte. Apostelgeschichte 2, Verse 41 und 42. Apostelgeschichte 2, 41 und 42. Petrus hatte also gerade gepredigt und heißt es hier: „Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3000 Seelen hinzugetan. Und sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.“

[9:13] Nun, Simon Petrus war jetzt bevollmächtigt vom Heiligen Geist. Er war ja schon länger schon mit Christus zusammen, er war schon dreieinhalb Jahre an seiner Seite gewesen und hatte von ihm gelernt und er war auch schon in der Lage, seiner Zeit war gepredigt hat, er hatte schon Menschen zur Nachfolge gerufen, er hat auch Krankheiten geheilt, er hat Dämonen ausgetrieben. Aber jetzt in dieser Vollmacht durch den Heiligen Geist befähigt, im Inneren steht er nun vor den Menschen und predigt dieses Wort und der Heilige Geist wirkt in Simon Petrus und er wirkt in den Zuhörern und so kommt es, dass das Zeugnis der Bibel sagt, 3000 Menschen waren am ersten Tag hinzugetan.

[9:53] Wenn wir weitergehen in der Bibel und weiterschauen, was die Apostel dann getan haben unter der Leitung des Heiligen Geistes, der in ihnen nun wirkte, dann lesen wir mal in Kapitel 4 die ersten vier Verse. „Während sie aber zum Volk redeten, kamen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer auf sie zu. Sie waren aufgebracht darüber, dass sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten verkündigten. Und sie legten Hand an sie und brachten sie ins Gefängnis bis zum folgenden Morgen, denn es war schon Abend. Aber viele von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig, und die Zahl der Männer stieg auf etwa 5000.“

[10:30] In dieser Szene hier sehen wir, dass die Apostel fleißig verkündet haben, sie haben das Wort ausgeteilt, wozu sie auch berufen waren und sie konnten auch gar nicht anders, denn der Geist in ihrem Inneren trieb sie dazu, Zeugnis zu geben, Missionsarbeit zu machen, den Nächsten zu retten aus dieser sündigen Welt. Und als sie erzählten von der Auferstehung, als sie in Jesus die Hoffnung der Menschen erklärt haben, da waren die Sadduzäer natürlich sehr verärgert, denn die Sadduzäer, sie glauben nicht an eine Auferstehung und hielten das alles für unwahr, was die Apostel hier erzählen. Und so haben sie Hand an sie legen lassen und sie wurden ins Gefängnis geworfen.

[11:14] Aber dieses Zeugnis, dieses einfache, klare Zeugnis dieser Männer hier konnte nicht behindert werden und der Heilige Geist wirkte in den Menschen, die es hörten und 5000 Leute wuchs die Gemeinde und hier waren nur die Männer gezählt. Und hier sieht man schon ganz deutlich in dieser Geschichte, was der Heilige Geist in diesen Männern bewirkt hat, denn aus eigener Kraft war es völlig unmöglich, das zu tun, was sie hier tun, so viele Menschen zu erreichen und vor allem auch zu erleben, wie sie dafür gehasst werden, wie sie dafür verfolgt werden, wie sie ins Gefängnis geworfen werden und trotzdem hatten die Apostel einen Frieden und eine Liebe im Herzen und das ist eben eine Gabe des Heiligen Geistes.

[11:50] Lesen wir ein bisschen weiter und schauen uns Vers 31 an. Dort heißt es dann: „Und als sie gebetet hatten, erbebte die Städte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.“

[12:10] Also auf das einfache Gebet der Jünger hin hatte Christus seinen Geist gesandt und nun erlebten sie, es bebte um sie herum und die Städte, in der sie waren, sie erzitterte und der Heilige Geist fiel auf sie und so waren sie in Vollmacht und predigten hier. Das war das Gebet der Gemeinde. Die Gemeinde hatte gebetet, wir können dieses Gebet in den Versen davor lesen, was sie gemacht haben, also wofür sie gebetet hatten und dann sozusagen auf das gläubige Gebet hin fing dann plötzlich an, diese Städte zu beben und dann kam der Heilige Geist nochmal über sie.

[12:53] Es ist gewaltig, dass wir sehen in der Bibel, dass die Jünger eigentlich nur fragen mussten. Hier kam die Gemeinde zusammen, es wird auch direkt überschrieben in Apostelgeschichte Kapitel 4, Vers 23, das Gebet der Gemeinde. Die Gemeinde hat also den Auftrag zu verkündigen und sie kommen jetzt zusammen und sie fangen an zu bitten, sagen wir, wir brauchen Hilfe, wir müssen das Wort verkündigen und in dem Moment bebt die Städte und der Heilige Geist wird nochmal gesandt und dann lesen wir die nächsten Kapitel, was sie in dieser Vollmacht getan haben.

[13:22] In 5 Vers 14 heißt es: „Und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten, eine Menge von Männern und Frauen.“ Der Heilige Geist hat diese Jünger hier befähigt, dieses Werk voranzubringen und zwar auf das einfache Gebet hin. Sie waren in Eintracht zusammen, es war eine Gemeinde, die in Liebe zusammen und füreinander betete und das Resultat war, der Heilige Geist, der immer wieder über diese Gemeinde ausgegossen wurde und gewaltig unter den Jüngern wirkte und so kam es, dass Tausende und Abertausende zusammenkamen hier in der ganz frühen Bewegung.

[13:57] Springen wir in Vers 42, dort heißt es: „Und sie hörten nicht auf, jeden Tag im Tempel und in den Häusern zu lehren und das Evangelium von Jesus, dem Christus zu verkündigen.“ Also weiterhin haben sie hier gelehrt und unterrichtet, das Volk angewiesen und haben Zeugnisse von Christus gegeben, haben aus den Schriften gesprochen, haben das erzählt, was sie erlebt haben und ihr lebendiges Zeugnis führte dazu, dass die Menschen neugierig wurden, vom Geist Gottes ergriffen waren im Herzen, genau hingehört haben und eine Entscheidung um Leben getroffen haben, denn anders ist es überhaupt nicht erklärbar, wie die Gemeinde so schnell wuchs. Das können einfache Menschen nicht schaffen aus ihrer Kraft. Der Geist Gottes hat es hier getan und es ist genau das Gleiche, was wir heute auch brauchen: die Befähigung des Heiligen Geistes, das ernsthafte und echte, treue Gebet. Es muss nicht lang sein, es muss nicht was Besonderes sein, es muss kein Ritual sein, es muss ein ernsthaftes Gebet sein, um die Führung des Heiligen Geistes, um Gnade, um andere Menschen zu erreichen und zum Leben zu rufen. Und dann werden wir erleben, was die erste Gemeinde erlebt hat. Der Heilige Geist wurde in Vollmacht ausgegossen und befähigte sie zu so einem großen Werk.

[15:10] Und wenn wir in Kapitel 6 Vers 7 lesen, heißt es: „Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger näherte sich sehr in Jerusalem. Auch eine große Zahl von Priestern wurde dem Glauben gehorsam.“

[15:24] Also hier werden nicht nur einfache Menschen berufen, so wie es die Jünger waren, mehr oder weniger, sondern hier werden sogar die Priester, also die, die im Tempel dienen, die Zugang hatten zum Heiligtum. Selbst die hören sich das Wort an, was da verkündet wird und sie sehen diese Vollmacht. Und warum konnten sie es aufnehmen? Warum haben sie das begriffen, während andere es abgelehnt haben? Nun, wer eine echte Beziehung zu Christus schon hatte und wer ihn wirklich von Herzen gesucht hat, der erkennt auch seine Stimme. Denn Christus sagt: „Meine Schafe hören meine Stimme.“ Und Schafe Jesu gab es überall, verlorene Schafe, unter den Söhnen wie unter den Pharisäern und unter den Priestern. Und so kamen auch etliche Priester dazu. Und ich stelle mir diese Situation vor, was für ein gewaltiges Zeugnis das war, als all dieses bunte Volk zusammenkam und die Wahrheit geglaubt hat. Was für ein Zeugnis für alle, die es gesehen haben, als sogar die Priester sagten, dass es wahr war.

[16:14] Nun, später lesen wir dann und wenn wir so ein bisschen durch die Apostelgeschichte gehen, dann sehen wir von Stephanus, lesen wir und von Paulus, wie er berufen wurde. Also der Saulus von Tarsus war ja ein Schüler von Gamaliel. Er wurde berufen in die Nachfolge und er tat jetzt ein gewaltiges Werk. Und wir lesen in Apostelgeschichte 16, Vers 5.

[16:32] Paulus nämlich ging nun und war der große Missionar. Und es heißt hier in Apostelgeschichte 16, Vers 5: „So wurden nun die Gemeinden im Glauben gestärkt und nahmen an Zahl täglich zu.“

[16:48] Also wenn wir uns hier über die Bekehrung von Saulus und die nachfolgenden Kapitel, die nachfolgenden Ereignisse unterhalten und uns angucken, was da eigentlich passiert ist. Saulus von Tarsus war ein großer Widersacher des Herrn am Anfang. Er hat die Gemeinde verfolgt, aber durch den Heiligen Geist, geführt auf der Straße nach Damaskus, erlebte er, wer Jesus Christus wirklich ist, nahm ihn im Leben an und sein Herz änderte sich. Der Heilige Geist in ihm bewirkte eine Änderung, denn Paulus selbst, er war kein böser Mensch. Er suchte Gott wirklich, wirklich zu gefallen. Er wollte ein treuer Jünger sein. Er wusste nicht, dass er auf dem Holzweg war, bis er Jesus Christus selbst kennengelernt hat und merkte: „Ich bin hier außerhalb des Gesetzes. Ich habe mir die Liebe gar nicht im Herzen. Ich bin dem Buchstaben getreu, aber Jesus Christus ist gar nicht in mir.“ Und er veränderte sein Leben.

[17:48] Der Heilige Geist half ihm und erklärte ihm viele Dinge, die er aus dem Alten Testament kannte, denn Paulus war ja ein Pharisäer, er kannte das Alte Testament auswendig. Und der Heilige Geist half ihm, diese Dinge in die richtige Ordnung zu bringen, diese Dinge zu verstehen. Und über die predigte er auch. Und so lesen wir selbst im Kapitel 16 der Apostelgeschichte noch immer davon, dass die Gemeinde täglich wuchs. Es kam immer mehr dazu. Und das ist natürlich der Heilige Geist, der das hier tut.

[18:14] Gehen wir mal ein Stückchen zurück in der Apostelgeschichte, nämlich zu Kapitel 7. Wir hatten ihn gerade schon genannt. Das war ja unser Dienstagsthema, der Heilige Geist und Zeugnis geben. Und in Kapitel 7, dort spricht es von Stephanus. Wir lesen Vers 54 und 55.

[18:31] Als sie aber das hörten, schnitt es ihnen ins Herz, und sie knirschten mit den Zähnen über ihn. Er aber, voll Heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur rechten Gottes stehen.

[18:51] Und Stephanus, er gab Zeugnis vor den Menschen hier, vor den Pharisäern, unter anderem eben auch noch vor dem unbekehrten Paulus, dem Saulus von Tarsus. Und es heißt hier: „Es schnitt ihn durchs Herz.“ Also Stephanus redete in der Macht des Heiligen Geistes. Er hatte Vollmacht zu predigen. Und dann heißt es, es schnitt den Zuhörern durchs Herz.

[19:10] Nun, der Geist wirkte in Stephanus und er wirkte in den Zuhörern. Und eben das führte dazu, dass sie wussten, Stephanus hat Recht. Und auf der anderen Seite merkten sie, dass sie selbst Unrecht haben. Nun, was konnten sie tun? Nun, sie verstopften sich die Ohren und sie fingen an, den Stephanus umzubringen. Aber das Zeugnis war nicht umsonst. Denn in Saulus von Tarsus war eine Saat gelegt und wahrscheinlich auch noch in vielen anderen, die dabei waren.

[19:41] Der Heilige Geist hat Stephanus die richtigen Worte sprechen lassen in dem Moment, in dieser Situation, wo es so wichtig war. Und gleichzeitig hat der Heilige Geist in den Zuhörern gewirkt und ihre Herzen geöffnet, an ihre Herzen appelliert, dort angeklopft, um die Herzenstür zu öffnen. Also der Heilige Geist hat in doppelter Weise Einfluss auf das Herz der Zuhörer gehabt, durch das Zeugnis von Stephanus und dadurch, dass er die Herzen angesprochen hat. Und die Dinge, die Stephanus gesagt hat, mit der Erinnerung der Menschen verknüpft hat, dass sie sehen konnten, ob Stephanus im Recht ist oder im Unrecht.

[20:19] Und naja, die Reaktion der Menschen, sie haben sich gegen den Heiligen Geist aufgelehnt. Das ist das, was wir Sünde gegen den Geist nennen. Wenn man weiß, ein Zeugnis ist echt und dann aber behauptet, es ist vom Teufel oder sich dagegen stellt. Und das kann man nicht oft machen im Leben. Man kann das manchmal machen. Man kann den Heiligen Geist ablehnen. Man kann von der Wahrheit überzeugt sein und trotzdem einen anderen Weg wählen. Der Heilige Geist wird einen widerrufen. Nur wird das Zeugnis immer schwächer. Die Stimme, die man im Herzen hört, wird immer schwächer. Umso mehr man sich vom Heiligen Geist entfernt, umso leiser wird die Stimme, die einen ruft. Und so waren auch diese Menschen hier. Was sie getan haben hier, war eigentlich Sünde gegen den Geist. Das heißt hier nicht, dass sie nicht zur Umkehr kommen können. Aber in dem Fall haben sie das klare Zeugnis abgelehnt, das Stephanus hier gegeben hat durch den Geist Gottes.

[21:07] Nun, was macht das Wort Gottes denn? So wie Stephanus das verkündigt hat und wie es in die Herzen der Menschen hineinkam, dazu lesen wir Hebräer 4, Vers 12, den berühmten Vers in Hebräer 4.

[21:18] Hebräer 4, Vers 12 spricht über das Wort Gottes. Wir lesen dort: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. Und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein. Und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens.“

[21:43] Nun, das Wort Gottes, das Stephanus hier gebraucht hat und dem die Jünger auch gesprochen haben, es wird hier beschrieben und es heißt, es ist ein Richter der Gesinnung und der Gedanken des Herzens. Also das Wort Gottes, das gesprochen wird, durch dieses Wort wirkt der Heilige Geist im Herzen der Menschen und hilft ihm, die Sachen zu ordnen zwischen was ist richtig und was ist falsch, damit jeder Mensch eine Entscheidung treffen kann, der Wahrheit zu folgen oder sich dagegen aufzulehnen und zu sagen, ich gehöre zu Christus oder ich gehöre zur Rebellion.

[22:10] Nun, in Apostelgeschichte 8, also im nächsten Kapitel, da sehen wir dann, wie diese Dinge gewirkt haben. In Apostelgeschichte 8, wir hatten ja gerade Apostelgeschichte 7 gelesen, gucken jetzt in Apostelgeschichte 8, dort Vers 29. Da ist hier die Geschichte von Philippus und dem äthiopischen Kämmerer. Und es heißt hier über Philippus: „Da sprach der Geist zu Philippus: Tritt hinzu und halte dich zu diesem Wagen.“

[22:39] Also wir lesen hier davon, dass der Geist Gottes direkt zu Philippus spricht und sagt: „Tritt herzu und halte dich zu diesem Wagen.“ Also der Geist wollte gerne Philippus, den Diakon, in Verbindung bringen mit dem Kämmerer aus Äthiopien. Nun, der Geist wusste, dass der Kämmerer ein überzeugter Student des Alten Testaments ist. Also er las diese Rollen und in seinem Herzen gehörte er zum Volk Gottes. Und so schickt der Heilige Geist jetzt den Philippus dorthin, um dort ein Zeugnis abzulegen. Und er gibt ihm den Eindruck, also er beeindruckt das Herz von Philippus, dass er sich zu diesem Wagen halten soll. Und Philippus geht nun zu diesem Wagen und er spricht da mit diesem Kämmerer und wir wissen, was passiert ist. Der Kämmerer hatte gelesen in der Jesaja-Rolle und Philippus hilft ihm nun, diese Dinge zu verstehen.

[23:44] Also der Heilige Geist bringt hier zwei Menschen zusammen, die er beide retten möchte. Und er weiß, dass das Zeugnis einem, dem anderen hilft, wie auch dem Zeugnisgeber selbst. Und so führt der Heilige Geist diese Dinge zusammen. Und das ist übrigens auch für unser Leben was ganz Entscheidendes, dass wir wissen, dass der Heilige Geist uns gebraucht, um anderen Menschen zu begegnen. Wir wissen ja nicht, wo diese Menschen stehen, aber wir werden jeden Tag solchen Menschen begegnen, die eigentlich auf der Suche nach Christus sind oder vielleicht schon so weit sind, dass sie getauft werden können. Aber um das zu verstehen, um die Stimme Gottes zu verstehen, brauchen wir eine Beziehung zu ihm. Also wir müssen ein Gebetsleben haben. Wir müssen über Christus lesen. Wir müssen ihn verstehen. Und in der Stille erfahren wir seine Stimme, bis wir seine Stimme kennen und danach darauf hören können, so wie Philippus.

[24:30] Nun, was Philippus hier passiert ist, also dass er sozusagen vom Geist gerufen wurde und dann seinen Zuhörer oder seinen Zuhörer überzeugt, sein Leben Christus zu geben und er wird sogar gleich getauft, sowas ähnliches ist ja den Jüngern danach ständig passiert. Wenn wir in Apostelgeschichte 11 lesen, Apostelgeschichte 11, Vers 15, dann heißt es hier: „Als ich aber zu reden anfing, das sagt Petrus, fiel der Heilige Geist auf sie, gleich wie auf uns am Anfang.“

[25:04] Also Paulus war nun ganz erstaunt, denn er gibt hier ein Zeugnis vor der Gemeinde und sagt, als ich zu reden anfing, also als ich gesprochen habe über Jesus, da fiel der Heilige Geist auf die Zuhörer, genauso wie er auf uns gefallen ist. Und die Zuhörer waren Heiden. Petrus sagt, der Heilige Geist ist über die Heiden ausgegossen.

[25:31] Also der Heilige Geist wirkte sowohl in den Jüngern, um Zeugnis zu geben, als auch in den Heiden, um das Zeugnis zu empfangen. Und so müssen wir wissen, dass unsere ganze Missionsarbeit, die wir tun, wenn wir versuchen, den Nächsten zu erreichen, wenn wir Zeugnis geben für unseren Arbeitskollegen, für unseren Freund, für unsere Familie, Verwandte, Bekannte, dass es der Heilige Geist ist, der im Vorfeld das Herz desjenigen vorbereitet und gleichzeitig uns auch die richtigen Worte gibt, zu dem Zeitpunkt, wenn wir es dann brauchen.

[25:55] Übrigens ist es deswegen sehr hilfreich für uns, dass wir, wenn wir wissen, mit wem wir begegnen, dass wir im Vorfeld schon für denjenigen beten, dass wir bitten, dass der Heilige Geist sein Herz schon vorbereitet und dass er auch uns hilft, dass wenn wir ihm begegnen, dass wir die richtigen Worte haben. Und so können wir oft schon tagelang, manchmal Wochen oder Monate lang für eine Person beten, von der wir wissen, wir werden ihr begegnen. Und so können wir darauf hoffen und darauf achten, wie der Heilige Geist diese Person führt.

[26:30] Nun, die Jünger, die waren, also die waren auf diese Kraft angewiesen, auf den Heiligen Geist, der in ihnen wirkt, der ihnen Kraft gibt zur Verkündigung und der ihnen auch Verständnis gibt, Weisheit zum Unterscheiden von was ist richtig, was ist falsch. Und so sagten sie dann in Apostelgeschichte 15. Wir gehen also noch ein Stückchen weiter. Schauen wir mal, wie sie ihre Entscheidung getroffen haben. Apostelgeschichte 15, Vers 28 und 29. Da schreiben sie diesen Brief an die Gemeinden nach dem Apostelkonzil und sagen: „Es hat nämlich dem Heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzuerlegen, außer diesen notwendigen Dingen, dass ihr euch enthaltet von Götzenopfern und von Blut und von Erstickten und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, so handelt ihr recht. Lebt wohl.“

[27:19] Also die Apostel, die sagen hier, wir haben durch den Heiligen Geist, zusammen mit dem Heiligen Geist haben wir eine Entscheidung getroffen, nämlich die Entscheidung, dass euch nichts weiter auferlegt werden soll. Das heißt, die Apostel, die wussten, die kannten die Stimme Gottes, genauso wie Philippus die Stimme des Geistes gehört hat, so sagen hier auch die Apostel, die haben die Stimme des Geistes gehört. Also zusammen mit dem Geist entscheiden sie so. Es hat dem Heiligen Geist und uns gefallen, sagen sie.

[27:53] Also die Stimme des Geistes zu kennen, ist unendlich wichtig für einen Christen, dass man, wenn man sich ins Gebet zurückzieht und wenn man mit Gott redet, dass man auch weiß, wie Gott antwortet. Denn manchmal sind unsere Gebete schnell erzählt und wir sagen Gott alles, was wir auf dem Herzen haben, wir bedanken uns bei ihm, wir sagen, was wir vorhaben und wir bitten um seinen Segen. Aber manchmal hören wir nicht zu. Also wir bleiben nicht noch im Gebet ruhig und hören auf die Stimme Gottes. Und so kommt es, dass wir manchmal vielleicht schon jahrelang gebetet haben, aber nie wirklich die Stimme Gottes gehört haben. Diese leise Stimme im Hintergrund, die wir im Gebet hören, wenn wir mit Gott reden, das ist Gottes Stimme. Und manchmal ist sie völlig unbekannt, weil wir Christus nicht kennen, weil wir nicht wissen, wie Gott spricht. Manchmal sind da falsche, böse Gedanken in uns und wir denken, Gott redet böse Worte oder Gott ist ungerecht. Und so ist manchmal unsere Einbildung auf unsere Gebete ein bisschen seltsam. Wir bitten Gott um Dinge und sagen: „Ich versuche auch ganz lieb zu sein, bitte hör mein Gebet.“ Das ist aber Heidentum.

[28:56] Der wahre Beter, der kommt ganz ernsthaft vor Gott und bittet Gott um den Heiligen Geist, damit er die Kraft aus der Höhe empfängt, um das Werk zu tun. Wir bekennen unsere Schulden, wir sagen, wir sind Sünder, aber wir möchten den anderen retten um jeden Preis. Bitte hilf uns, dass wir das tun können. Und was auf dieses ernste Gebet folgt, ist Weisheit, wenn wir darum bitten und ist die Kraft Gottes, ist der Heilige Geist, der von uns Besitz ergreift und uns hilft in den Situationen, die vor uns liegen.

[29:17] Wir gehen noch ein Kapitel weiter, Apostelgeschichte 16. Und in Apostelgeschichte 16, da lesen wir Verse 6 bis 10. Apostelgeschichte 16, 6 bis 10.

[29:32] Als sie aber Phrygien und das Gebiet Galatien durchzogen, wurde ihnen vom Heiligen Geist gewährt, das Wort in der Provinz Asien zu verkündigen. Als sie nach Mysien kamen, versuchten sie, nach Bitinien zu reisen, und der Geist ließ es ihnen nicht zu. Da reisten sie an Mysien vorbei und kamen hinab nach Troas. Und in der Nacht erschien dem Paulus ein Gesicht. Ein mazedonischer Mann stand vor ihm, bat ihn und sprach: „Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns.“ Als er aber dieses Gesicht gesehen hatte, waren wir so gleich bestrebt, nach Mazedonien zu ziehen, indem wir daraus schlossen, dass uns der Herr berufen hatte, ihnen das Evangelium zu verkündigen.

[30:17] Nun, was hier dann interessant ist, ist, dass wir sehen, dass der Heilige Geist hier zu Paulus spricht durch einen Traum. Also er hat das Gesicht, er hat einen Traum von einem mazedonischen Mann und Paulus merkt, er ist berufen nach Mazedonien zu gehen und es ließ ihm auch keine Ruhe. Er wollte schnell aufbrechen. Also diese Stimme und diese Gesichter und diese Dinge, die Paulus hier sieht, das sind alles die Resultate von einer echten Gemeinschaft mit Christus.

[30:44] Manchmal wünschen wir uns ja, dass Gott mit uns spricht und uns zeigt, was der richtige Weg, was ist gut und was ist falsch. Aber wir bemühen uns oft nicht darum, diese Gemeinschaft mit Gott auch wirklich zu haben, also Christus wirklich zu kennen, eine Beziehung zu ihm zu haben wie zu einem Freund. Und dann, wenn wir diese Beziehung zu Christus aber haben, dann dürfen wir aber auch um alles bitten, was er uns verheißen hat.

[31:04] Übrigens Ellen White schreibt im „Diener des Evangeliums“ auf Seite 253: „Gottes Verheißungen unterstehen Bedingungen. Christus verhieß seiner Gemeinde die Gabe des Heiligen Geistes, und diese Verheißung gehört uns ebenso wohl wie den ersten Jüngern. Gleich jeder anderen Verheißung jedoch hängt sie von Bedingungen ab. Es gibt viele, die vorgeben, des Herrn Verheißungen zu glauben und zu beanspruchen. Sie reden von Christus und dem Heiligen Geist und erlangen dennoch keinen Segen, weil sie ihre Seele nicht der Führung und Herrschaft der göttlichen Kraft unterstellen.“

[31:38] Wir können den Heiligen Geist nicht benutzen. Er muss uns benutzen. Durch den Geist wirkt Gott in seinem Volk das Wollen und das Vollbringen nach seinem Wohlgefallen. Nur denen, die demütig vor Gott sind, die auf seine Führung und Gnade warten, wird der Geist gegeben. Dieser verheißene im Glauben beanspruchte Segen hat alle anderen Segnungen im Gefolge. Er wird nach dem Reichtum der Gnade Christi gegeben, und Jesus will ihn einer jeden Seele mitteilen, nach der Fähigkeit, die sie besitzt, ihn aufzunehmen.

[32:17] Ellen White sagt hier, was der Heilige Geist in uns macht und das Gewaltige hieran ist, wenn wir uns wirklich Christus unterstellen und wirklich ernsthaft um den Geist bitten, dann sagt er, wird uns gegeben werden und in seinem Gefolge sind alle anderen Segnungen, die wir brauchen. Für den Dienst brauchen wir, wenn wir uns die Jünger angucken, sie brauchen die Fähigkeit zu reden vor den Menschen, Zeugnis zu geben. Sie brauchen oft die Fähigkeit, Kranke zu heilen, manchmal Dämonen auszutreiben, sogar Tote aufzuwecken. Sie brauchen manchmal die Fähigkeit, wenn sie von einer Stange gebissen werden, es zu überleben. Es gibt eine Fülle an Dingen, die der Heilige Geist hier in den Jüngern bewirkt hat. Aber sie alle waren ein Resultat aus dem ernsten Bestreben, für Christus zu arbeiten und der daraus resultierenden Bitte um den Heiligen Geist. Und alles andere kam dann dazu. Die ganzen Verheißungen konnten dann in Anspruch genommen werden, weil der Geist in ihnen wirkte.

[33:05] Dazu kommen wir dann zu dem Mittwochsthema, das da heißt: Der Heilige Geist, das Wort und Zeugnis geben. Nun, was wir also wussten, wir gehen nochmal zurück in Apostelgeschichte, wir hatten ja vorhin gelesen über Stephanus. Also Stephanus wurde ja gesteinigt, der Diakon, und damit begann sozusagen, das endete die Gnadenzeit für Israel, und damit begann gleichzeitig eine Riesenverfolgung.

[33:32] Nun, diese Verfolgung führte dazu, dass sich die Jünger verstreuten. Also diese vielen tausende Menschen, die schon gerufen worden sind, die waren jetzt versprengt. Wir lesen in Apostelgeschichte 8, Vers 4: „Diejenigen nun, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort des Evangeliums.“

[33:50] In Apostelgeschichte 8, Vers 4 sehen wir, es gab eine Zerstreuung, die Jünger wurden verteilt in alle Himmelsrichtungen. Aber das führte dazu, dass sie das, dadurch dass sie das Evangelium mitnahmen, dass das Wort in der ganzen Welt verbreitet wurde, und das ganz schnell. Ziemlich interessant, das können wir uns mal merken. Dadurch, dass Verfolgung aufkam, waren die Jünger gezwungen, wegzugehen in entfernte Gegenden. Das führte aber dazu, dass das Evangelium ausgebreitet wurde.

[34:29] Nun, es wird in unserer Zeit nochmal so sein, bei der Ausgießung des Heiligen Geistes im Spätregen. Es wird eine Verfolgung geben, wir werden ein Sonntagsgesetz sehen und wir werden die Orte verlassen müssen. Am Anfang die großen Städte, später auch die kleinen Städte und dann müssen wir irgendwann vielleicht unser Land verlassen. Also wir werden auf der Flucht sein. Aber dadurch, dass wir ausgehen, wird das Evangelium, das wir mitnehmen, in der ganzen Welt verbreitet werden. Der Geist wird das Volk führen an die richtigen Orte, da, wo Menschen vorbereitet sind, das Wort zu empfangen. Und so kommt es zum lauten Ruf am Ende. Und Christus sagt: „Wenn dieses Wort des Evangeliums in der ganzen Welt gehört wurde zum Zeugnis für alle Völker, dann wird das Ende kommen.“ Und genau darauf warten wir, dass eben das passiert. Dass nochmal das Volk Gottes ausgeht in alle Himmelsrichtungen, um das Evangelium zu verkündigen.

[35:13] Nun, die Jungfrauen schlafen, das sehen wir. Wir könnten viel mehr machen, als wir heute tun. Aber es gelingt uns nicht, die Gemeinde zusammenzuführen in Einheit, um gemeinsam dieses Werk zu tun. Deswegen musste erst die Sichtung kommen. Und wenn die Sichtung abgeschlossen ist, fällt der Heilige Geist und dieses Werk geht gewaltig voran.

[35:38] Wir gehen mal weiter in Apostelgeschichte 13, Vers 48 und 49. Apostelgeschichte 13, Vers 48 und 49. „Als die Heiden das hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn. Und es wurden alle, die zum ewigen Leben bestimmt waren, gläubig. Das Wort des Herrn aber wurde durch das ganze Land getragen.“

[36:07] Also durch diese Verfolgung waren die Jünger jetzt unterwegs und sie gaben Zeugnis. Und die Heiden hörten das Wort und sie nahmen das Wort bereitwillig auf. Und so wuchs die Gemeinde noch weiter. Sie wuchs ja in Jerusalem, sie wuchs in Israel und jetzt auch bei den Heiden. Die Gemeinde wuchs gewaltig. Tausende und Abertausende kamen ständig dazu. Und es war nicht das Resultat von den klugen Köpfen unter den Jüngern, das war das Resultat der demütigen Haltung vor Gott und der ernsthaften Bitte, Menschen für Christus zu gewinnen. Und so wurden die Gemeinden oder die Gemeinde geweckt. Und das ist übrigens heute so ähnlich oder so soll es sein.

[36:45] Wenn wir uns die Zeit von Paulus damals vorstellen, die Zeit, als er hier unterwegs war, er gründete Gemeinden damals und er kümmerte sich um diese Gemeinden. Er war also im Gebet mit diesen Gemeinden verbunden. Und diese Gemeinden, das sollten keine schlafenden Gemeinden sein. Also Paulus hat die da nicht bespaßt. Er ist da nicht alle paar Monate hingegangen oder alle paar Jahre und hat denen ein bisschen was Neues gebracht. Und sie saßen da alle ganz friedlich, haben gesagt: „Schön, wir haben hier einen guten Prediger.“ Sondern diese Gemeinden waren eigentlich das, was wir so Ministries nennen würden. Also sie waren quasi selbst unterhaltende Missionsunternehmen. Und die hat Paulus besucht und gestärkt.

[37:30] Also was damals sozusagen, als die Gemeinde hatte nie die Funktion, sich zusammenzusetzen und gemütlich zu warten und sich von Predigern bespaßen zu lassen. Das war nie die Idee der Gemeinde. Die Gemeinde war zusammengerufen, weil sie eine Interessengemeinschaft waren. Sie hatten nämlich alle dasselbe Interesse: das Evangelium in die Welt zu bringen und Menschen zu retten. Und dafür wurden die Gemeinden gemacht. Dafür hat Paulus diese Gemeinden gegründet. Und aus dem Grund, weil die alle fleißig mitgearbeitet haben, breitete sich das Wort auch so schnell aus.

[37:58] Der Herr brachte nämlich ständig Menschen dazu, die ja schon von seinem Heiligen Geist angesprochen waren und jetzt von den Jüngern, als sie das Wort hörten, auch geerntet wurden, eingesammelt wurden und zur Gemeinde hinzugefügt.

[38:09] Wir lesen Apostelgeschichte 18, also gehen noch weiter, lesen die Geschichte von Apollos. Apostelgeschichte 18, Vers 24 bis 28.

[38:23] Aber ein Jude namens Apollos aus Alexandria gebürtig, kam nach Ephesus, ein beredter Mann, der mächtig war in den Schriften. Dieser war unterwiesen im Weg des Herrn und feurig im Geist. Er redete und lehrte genau über das, was den Herrn betrifft, kannte aber nur die Taufe des Johannes. Und er fing an, öffentlich in der Synagoge aufzutreten. Als Saphira und Priscilla ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus. Als er aber nach Achaia hinübergehen wollte, ermunterten ihn die Brüder und schrieben an die Jünger, dass sie ihn aufnehmen sollten. Und als er dort ankam, war er eine große Hilfe für die, welche durch die Gnade gläubig geworden waren. Denn er widerlegte die Juden öffentlich mit großer Kraft, indem er durch die Schriften bewies, dass Jesus der Christus ist.

[39:14] Nun, also dieser Jünger hier, das war ein Jude, der aus Alexandria, also aus Ägypten, stammte. Er hieß Apollos und er war dort oben in der Gegend und er liebte das Wort Gottes. Er beschäftigte sich mit Christus. Er war ein Jünger, aber er kannte nur die Taufe von Johannes. Er wusste noch nicht so viel. Und so hat die Gemeinde sich darum gekümmert, dass er unterwiesen wird. Und Cleo und Priscilla nahmen ihn auf und errichteten ihn im Worte Gottes. Und er musste schnell aufgenommen haben, denn als er zur nächsten Gemeinde ging, er predigte ja in den Synagogen, und sah, wie die Juden das Wort angegriffen, wie sie die Jünger da angegriffen haben, da war er in der Lage, den wahren Glauben zu verteidigen, also die wahren Glaubensgrundsätze aufzuzeigen und zu zeigen, was es bedeutet, eine Nachfolge Jesu zu sein, zu zeigen, dass Jesus Christus der Messias ist. Und so stärkte er damals die Gemeinde dort und beschützte die Gemeinde vor den Angriffen der Juden.

[40:06] Wir gehen in 2. Petrus 1, Vers 21. Woher hatte Apollos diese gute Ausbildung her? Warum war er überzeugt? Warum folgte er schon Christus? 2. Petrus 1, Vers 21. Petrus sagt: „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet.“

[40:39] Also wir wissen ja, woher der Glaube kommt. Der Glaube kommt durch das Wort, durch das Wort Gottes. Also der Glaube kommt aus der Predigt, aber die Predigt kommt aus dem Wort. Und das Wort Gottes, woher kommt das? Es heißt hier, niemals, es wurde das von Menschen aufgeschrieben, ja, aber niemals ist eine Weissagung aus menschlichem Verstand hervorgekommen, sondern es war immer der Heilige Geist, der Menschen befähigt hat, das aufzuschreiben, das auch für unsere späteren Generationen immer noch aktuell ist, damit wir daraus lernen und wir verändert werden. Dafür war das Wort Gottes gegeben damals vom Heiligen Geist, damit wir lernen können und die Kraft Gottes uns verändert.

[41:14] Wir lesen dazu mal, was Ellen White schreibt in „Christi Gleichnisse“ Seite 97. Sie zitiert hier Johannes 17. „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes. Wenn man das Wort Gottes studiert und demselben gehorcht, so wirkt es im Herzen und überwältigt eine jede unheilige Eigenschaft. Der Heilige Geist kommt, um uns der Sünde zu überführen, und der in dem Herzen entstehende Glaube wirkt durch die Liebe zu Christi, zu Christo und bildet uns an Leib, Seele und Geist nach seinem Ebenbilde. Dann kann Gott uns benutzen, seinen Willen auszuführen. Die in uns wirkende Kraft bekundet sich äußerlich und veranlasst uns, anderen die Wahrheit mitzuteilen, die wir empfangen haben.“

[42:15] Wir lesen noch ein Stückchen weiter auf Seite 98. „Die Wahrheiten aus dem Worte Gottes bewirken gerade das in Menschen, was er braucht, die Bekehrung der Seele durch den Glauben. Sie sollen nicht für zu rein und zu heilig gehalten werden, um sie im täglichen Leben in die Tat umzusetzen. Sie sind Wahrheiten, welche bis zum Himmel reichen und die ganze Ewigkeit umfassen, deren belebender Einfluss jedoch mit den menschlichen Erfahrungen verwoben werden muss. Sie müssen alle großen und alle kleinen Dinge des täglichen Lebens durchdringen.“

[42:45] Wenn Schwester White von den Wahrheiten aus dem Worte Gottes spricht, dann sagt sie, sie müssen wirklich unser ganzes Leben durchdringen. Wir müssen verstehen, was Wahrheit ist, denn der Teufel ist ein Meister der Lüge und er streut ganz viel Lüge in die Welt, damit wir verführt werden, damit wir verloren gehen. Aber wenn wir uns mit der Bibel beschäftigen, hat die Bibel durch den Heiligen Geist einen belebenden Einfluss auf uns. Auch das wirkt der Geist. Denn der Geist ist es, der die Schrift gebraucht, um uns zu verändern.

[43:15] 2. Korinther 3, Vers 18. „Durch Anschauen werden wir verändert.“ Der Geist schreibt den Charakter Jesu, den wir in der Bibel lesen, in unser Herz hinein. Und der Charakter Jesu ist Liebe. Das Gesetz Gottes ist Liebe. Der Heilige Geist schreibt also Liebe in unser Herz, wenn wir die Bibel lesen. Und so werden wir verwandelt. So bekommen wir diesen edlen Charakter, von dem Ellen White hier schreibt.

[43:39] Noch einmal wollen wir in die Apostelgeschichte gehen. In Kapitel 16, unser Donnerstagsthema hieß ja die lebensverändernde Kraft des Heiligen Geistes. Wir gehen in Apostelgeschichte 16 und lesen dort ab Vers 11. Apostelgeschichte 16 und dort 11 bis 15. Apostelgeschichte 16, 11 bis 15.

[44:03] So fuhren wir denn mit dem Schiff von Troas ab und kamen geradewegs nach Samothrake und am folgenden Tag nach Neapolis und von dort nach Philippi, welches die bedeutendste Stadt jenes Teils von Mazedonien ist, eine römische Kolonie. Wir hielten uns aber in dieser Stadt etliche Tage auf. Und am Sabbatag gingen wir vor die Stadt hinaus an den Fluss, wo man zu beten pflegte. Und wir setzten uns und redeten zu den Frauen, die zusammengekommen waren. Und eine gottesfürchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu. Und der Herr tat ihr das Herz auf, sodass sie aufmerksam Acht gab auf das, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber getauft worden war und auch ihr Haus, bat sie und sprach: „Wenn ihr davon überzeugt seid, dass ich an dem Herrn gläubig bin, so kommt in mein Haus und bleibet dort.“ Und sie nötigte uns.

[45:12] Und der Geist Gottes hatte Lydia bereits vorbereitet. Also diese Purpurhändlerin, die dort mit am Fluss saß und dort zuhörte, was der Paulus sagt, sie war schon vorbereitet durch den Heiligen Geist und es heißt hier, er tat ihr das Herz auf. Also der Geist war schon längst in Verbindung mit Lydia und zum rechten Zeitpunkt, als ein Mann Gottes kam zu predigen, dort tat er ihr das Herz auf, damit sie die Wahrheit aufnehmen kann. Und Lydia wurde überzeugt und sie ließ sich taufen und ihr Haus heißt es hier. Und so wurde durch Paulus sozusagen jetzt diese Ernte eingefahren. Der Geist Gottes hatte den Weg längst geebnet, um die Purpurhändlerin Lydia für Christus zu gewinnen. Und das Wort von Paulus war sozusagen jetzt der letzte Tropfen, der dazu führte, dass der Heilige Geist sie davon überzeugen konnte, Christus ihr Leben zu geben.

[45:54] Diese Frau war schon eine gottesfürchtige Frau. Und so gibt es ganz viele Menschen in der Welt, die schon längst gottesfürchtig sind. Menschen, die zu verschiedenen Gemeinden gehören, auch Menschen außerhalb der Gemeinde, die eine Beziehung zu Christus haben, die Liebe im Herzen tragen. Und wenn sie in einer Welt, in der Dunkelheit herrscht, in der der Fürst dieser Welt herrscht, wenn sie die wahre Liebe hören, wie sie gepredigt wird, dann fährt es ihnen ins Herz und sie sehen, das ist Wahrheit. Und sie fühlen sich angezogen davon. Und es kann wie hier sein, dass sie beim ersten Mal ihr Herz auftun und sagen: „Ich möchte Christus annehmen.“ Es kann auch etwas dauern, aber die Menschen, die wirklich zu Christus gehören, schon heute eine Beziehung mit dem Geist Gottes haben, die werden dann auch erreicht, wenn sie eine Predigt vernehmen.

[46:46] Wir wollen uns noch eine Geschichte angucken. In Apostelgeschichte 13 gehen wir ein bisschen vor. Das ist die Bekehrung des Kerkermeisters. Mir ist auch interessant, was bei ihm passiert ist. Dazu lesen wir Apostelgeschichte 13, Verse 23 bis 34. Das ist die Geschichte von dem Kerkermeister. Nein, das ist es nicht. Egal, wir lassen die mal weg, die Zeit ist eh um.

[47:17] Wir gehen in Apostelgeschichte 17.

[47:35] Wir lesen Apostelgeschichte 17, Vers 33 und 34. „Und so ging Paulus aus ihrer Mitte hinweg. Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig. Unter ihnen auch Dionysius, der ein Mitglied des Areopags war, und eine Frau namens Damaris und andere mit ihm.“

[48:04] Also hier wird beschrieben, wie Paulus damals die Leute hier gewonnen hat. Hier heißt es zum Beispiel über Dionysius, er war ein Mitglied des Areopags. Also wir wissen hier von der einen Frau, das war Lydia, die Purpurhändlerin, eine einfache Frau, also eine Händlerin, die überzeugt wurde. Hier, als er in Athen spricht, der Paulus, da erreicht er den Dionysius. Dionysius war ein Philosoph. Er war Mitglied des Rates, also des Areopags, des damaligen Philosophen-Treffens in Athen. Und Dionysius gehörte dazu.

[48:44] Also der Heilige Geist sprach sowohl die Purpurhändlerin an, als auch diesen Philosophen hier. Und dann lesen wir noch von Christus in Apostelgeschichte 18, Vers 8. Da heißt es: „Christus aber, der Synagogenvorsteher, wurde an den Herrn gläubig, samt seinem ganzen Haus. Auch viele Korinther, die zuhörten, wurden gläubig und ließen sich taufen.“

[49:01] Also der Heilige Geist, der wirkt in den verschiedensten Menschen hier. Er sucht sich nicht eine Gruppe aus und sagt: „Ich gehe nur zu dem oder zu dem.“ Die Purpurhändlerin, genauso wie der Philosoph, genauso wie der Synagogenvorsteher, sie alle werden vom Heiligen Geist bewegt. Wer sein Herz öffnet, zu dem kommt Christus hinein. Und das Leben wird verändert.

[49:24] Nun interessanterweise kannten all diese Menschen, also warum kamen die zu Christus? Nun, sie hörten die Wahrheit und sie verglichen ihr altes, schlechtes Leben im Bilde Gottes. Also sie sahen Jesus Christus, wie das Leben sein soll. Und sie guckten auf sich und merkten, sie sind nicht da, aber Christus ist richtig. Und sie beschlossen, ihm nachzufolgen. Und damit gehörten sie zu Gottes Volk. Denn sie merkten, sie sind in Rebellion. Sie sind gegen das Gebot Gottes und sie wollen zu Christus. Die Liebe zog sie dorthin. Und so haben sie ihre Sünden bereut und haben ein neues Leben angefangen.

[49:59] Dazu noch abschließend ein letztes Zitat aus „Das bessere Leben“ auf Seite 11. Da schreibt Ellen White: „Bevor Christus jemand vergibt, macht er ihn reumütig. Ihn aber der Sünde zu überführen, vollbringt der Heilige Geist. Wessen Herz durch den Geist Gottes bewegt wird, der sieht, dass nichts Gutes in ihm ist. Er erkennt, dass alles, was er bisher getan hat, von Sünde und vom Eigen-Ich durchsetzt war. Gleich dem armen Zöllner blieb er von ferne stehen, wagt auch nicht, seine Augen aufzuheben gen Himmel und sagt: Gott sei mir Sünder gnädig. Und er empfängt Segen. Der Bußfertige wird Vergebung erlangen, denn Christus ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt. Gottes Verheißung lautet: Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden. Und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden. Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben. Ich will meinen Geist in euch geben.“

[50:59] Also die große Verheißung, die Jesus Christus hier hat, ist, dass sozusagen jeder Mensch, der egal was er getan hat, egal wie viel Sünde da ist, egal wie kaputt sein Leben ist, egal wie groß die Sünde ist oder wie viel sie ist, wer zu ihm kommt, der wird nicht hinausgestoßen. Das Einzige, was Christus möchte, er hat ja, Christus ist ja schon gestorben für die Schuld. Das heißt, das Opfer kann angenommen werden. Was er aber braucht, ist ein ehrliches Bekenntnis, dass der Mensch wirklich sagt: „Ich sehe ein, ich bin in der Rebellion, mein Leben ist nicht gut und ich möchte mein Leben dir, Christus, übergeben. Und ich bitte dich, nimm mein kaputtes Leben an und führe du mich in die Wahrheit.“ Und das möchte Christus mit jedem Menschen machen. Das hat er mit dir gemacht, das hat er mit mir gemacht und das möchte er auch mit den Menschen um uns herum machen.

[51:48] Der Heilige Geist hat viele Menschen um uns herum schon vorbereitet, von denen wir noch gar nichts wissen. Aber Christus sagte damals seinen Jüngern: „Seht euch um, die Felder sind weiß zur Ernte. Betet darum, dass der Herr Arbeiter in seinen Weinberg schickt.“ Und so ist es um uns. Der Heilige Geist wirkt unablässig Tag und Nacht. Wie viel wirken wir als seine Jünger? Sind wir wirklich mit ihm verbunden? Haben wir ein echtes Gebetsleben? Studieren wir das Wort Gottes? Verbringen wir Zeit mit Christus, damit wir bereit sind, diese Menschen einzusammeln? Damit wir bereit sind, diese Menschen zu retten? Der Geist wirkt unablässig. Lasst uns auch ein Volk sein, das unablässig wirkt, um Menschen zu retten. Denn dafür sind die Gemeinden berufen. Amen.

[52:25] Wir wollen zum Abschluss noch ein Gebet sprechen. Unser lieber Herr Jesus, wir möchten dir danken dafür, dass du uns deinen Heiligen Geist verheißen hast. Dass in der Kraft deines Geistes wir Menschen erreichen können und Menschen zur Umkehr gerufen werden. Herr, du hast uns erreicht, indem du in unser Leben getreten bist, an unsere Herzenstür geklopft hast und hineingekommen bist. Und wir möchten dich bitten, Herr, dass unser Leben ganz von dir ausgefüllt wird, dass wir ein Zeugnis sein können in dieser dunklen Welt, bis du wiederkommst in deine Herrlichkeit. Und dafür danken wir dir. Amen.

[53:08] Danke euch, dass wir gemeinsam studieren konnten. Wir wollen auch nächste Woche noch gemeinsam ins nächste Kapitel hineingucken. Und dazu Gottes Segen euch und bis bald.


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