[0:22] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour, hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf dem mäßigen des Cafés. Zur siebten Folge unserer Serie "Freunde für Gott gewinnen". Und heute geht es um ein sehr spannendes Thema. Es geht um dieses Buch, das Thema ist überschrieben: "Das Wort Gottes weitergeben". Damit wollen wir uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am 15. August. Ich persönlich muss sagen, ich liebe die Bibel. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Gibt so viele interessante Dinge, die man dort lernen kann. So wunderbar, die Stimme Gottes zu einem selbst hören kann. Und wir möchten heute lernen, was das Wort Gottes in unserem Herzen tun kann und möchte. Und wie wir auch anderen davon erzählen und sie dazu ermutigen können, dass sie selbst das Wort Gottes für sich persönlich kennenlernen.
[1:19] Und bevor wir damit beginnen, möchten wir natürlich den Heiligen Geist einladen, der dieses Wort inspiriert hat. Unsere Gedanken genau auf die Wahrheiten zu lenken, die wir dringend benötigen für uns und für andere. Und deswegen möchten wir gemeinsam mit einem Gebet starten.
[1:36] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass dein Wort ein Fundament ist, auf das man bauen kann. Und dass, wenn wir als Menschen auch schwach sind, du stark bist. Und dass es ein Wort lebensverändernder Kraft ist. Wir danken dir so sehr dafür. Und möchten dich bitten, dass auch durch das Studium, das wir jetzt gemeinsam haben werden, wir ermutigt werden und noch mehr Freude dabei gewinnen, dein Wort zu studieren und dich kennenzulernen, so wie du bist. Das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.
[2:15] Wir wollen unser Studium beginnen in Jesaja 55 und dort mit einer bekannten Passage. In Jesaja 55 und dort Vers 10 und 11 wird etwas über die Natur des Wortes Gottes gesagt. Indem ein Gleichnis oder Gleichnisse aus der Natur zu Rate gezogen werden. Ihr seid 55 ab Vers 10. Dort heißt es: "Denn gleich wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bisher die Erde getränkt und befeuchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem Essenden, genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesagt habe."
[3:10] Gott lässt hier durch den Propheten Jesaja uns wissen, was das Wort Gottes wirken, nicht nur bewirken soll, sondern was es bewirken wird. Er sagt: "Genauso wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt, die Feuchtigkeit, die Gott der Natur schenkt, die dazu führt, dass Pflanzen wachsen können und das Brot und Samen vorhanden ist. Er sagt: Genauso ist mein Wort, sowie der Schnee und der Regen vom Himmel kommen und auf dieser Erde etwas bewirken für uns, so kommt das Wort Gottes vom Himmel. Der Regen kann nicht auf die Erde fallen, ohne einen Einfluss zu haben auf die Erde. Genauso der Schnee. So ist auch das Wort Gottes niemals einflusslos. Es wirkt das, wozu es gesandt worden ist und sorgt dafür, dass wir Brot haben. Das heißt, dass wir selbst also geistliches Brot, dass wir selbst ernährt werden durch das Wort Gottes. Wir werden noch über diese Symbole von Brot und Samen mehr nachdenken. Also durch das Wort, das vom Himmel herab gekommen ist, haben wir selbst Brot, wir werden selbst geistlich ernährt und wir haben auch Samen, den wir weitergeben können, der im Leben eines anderen dann aufgehen wird."
[4:37] Wer die Bibel als das Wort Gottes vom Himmel gekommen betrachtet, der bekommt geistlich gesehen sowohl Brot als auch Samen. Gott sagt uns hier: Das Wort Gottes hat Kraft. Es wirkt genau das, was sein Inhalt ist. Nun interessant ist, diese bekannte Passage beginnt mit dem Wort "denn". Und wenn ein Abschnitt, ein Vers oder eine Lehre mit "denn" beginnt, dann wird ein Grund genannt. Und man sollte vielleicht auch die Verse vorher in Betracht ziehen. In Vers 8 und 9 heißt es: "Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken."
[5:24] Und dann kommt "denn", und dann wird über das Wort Gottes gesagt: Gottes Wege sind für den Sünder aus sich selbst heraus unbegreiflich. Warum? Weil der Sünder, der in seiner Sünde lebt und seiner Sünde hat, die Kraft Gottes nicht kennt, die in seinem Wort ist. Weil wir diese Kraft nicht auch selbst heraus kennen, müssen wir Gott glauben, dass er Gedanken und Pläne hat, die höher sind als was wir uns ausdenken können. Gott sagt: Das kennst du aus seiner persönlichen Erfahrung nicht, was ich tun kann durch dein Wort. Meine Gedanken sind deine Gedanken und meine Wege sind viel höher.
[6:06] Gott kann Dinge realisieren, die wir vielleicht nicht für möglich halten. Aber er hat sie gesprochen und hat sie nicht nur gesprochen, sondern diese Gedanken, denn sein Wort, Worte sind nichts weiter als ausgesprochene Gedanken. Seine Gedanken sind anders als unsere Gedanken. Wir sagen vielleicht Gedanken, aber sind vielleicht nicht mal selbst auf die überzeugt, ob sie stimmen. Geben oft erlebt, dass wir Dinge versprochen haben und nicht gehalten haben. Und deswegen denken wir vielleicht, dass Gottes Verheißungen so ähnlich sein können. Aber er sagt: Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken. Das heißt auch, meine Worte sind nicht wie eure Worte. Während eure Worte gehen und vergehen, bleiben meine Worte. Und obwohl eure Worte oft vielleicht nutzlos sind und sinnlos sind, meine Worte immer voller Kraft.
[7:00] Was sind denn das für Gedanken, die höher sind als unsere Gedanken? Die mir in Jesaja 29 spricht Gott über seine Gedanken, die so viel höher sind als das, was wir uns vorstellen können. In Jesaja 29 und dort Vers 11: "Denn ich weiß", sagt er, "was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zur Pflege und ich will euch hören. Ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mehr verlangt werdet. Und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der Herr. Und ich werde euer Geschick wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, zu denen ich euch verstoßen habe, spricht der Herr. Und ich werde euch wieder an den Ort zurückbringen, von dem ich euch weggeführt habe."
[7:49] Vielleicht sind diese Worte gut bekannt. Sie werden gerne zitiert, vor allem Vers 11, dass Gott Gedanken des Friedens und der Zukunft für uns hat. Interessant ist, dass Gott in der Begründung der Beschreibung dieser Gedanken zurückgreift auf eine Verheißung, die er bereits hat aufschreiben lassen in 5. Mose 30. Ihr könnt das zu Hause selbst nachlesen. 5. Mose 30, Vers 14, vor allem Verse 3 und 4 enthalten genau diese Gedanken hier, die in Vers 13 und 14 enthalten. Das ist quasi ein Zitat. Und Gott sagt: "Ich weiß ja, was ich begangen habe." Die Idee ist also nicht, dass Gott sagt: "Ihr seid in der Sklaverei oder im Exil, gesagt in Babylon, jetzt, aber ich habe eigentlich noch was in der Hinterhand. Ich hab da noch interessante Ideen über euch, die ihr vielleicht noch gar nicht kennt, aber ich lasse euch wissen."
[8:44] Vielleicht haben wir mit diesem Vers zu verstehen, hat Gott dann noch extra Gedanken, von dem wir bisher nichts gewusst haben. Aber das ist nicht, was er sagt, sondern was er sagen möchte: "Ich weiß, was ich für Gedanken über euch habe, denn ich habe sie auch schon längst mitgeteilt." Das, was wir hier sagt, stand schon seit Jahrhunderten in 5. Mose. Und durch den Glauben hätten Israeliten selbst ohne ihre Mühsal diese Ideen Gottes begreifen können, denn sie sind ja schon dagewesen. Gottes Gedanken bei uns sind nicht einfach Impulse, so wie wir mal Gedanken haben und sich vielleicht wieder vergessen. Nein, Gottes Gedanken sind zuverlässig und sie äußern sich in seinem Wort. Wenn wir wissen wollen, wie Gott denkt, müssen wir sein Wort studieren. Ihr könnt euch unseren Eindrücken hingehen und denkt man: "Ja, vielleicht hat Gott das und jenes gedacht." Nein, Gottes Wort offenbart, wie er denkt und offenbart, was für gute Gedanken er für mich und für dich hat.
[9:44] Sollte, ihr seid ja 55, also wir sind immer noch in diesem Abschnitt, der letztendlich damit begründet wird, dass Gottes Wort solch eine Kraft hat, weil also Gott Gedanken hat, die tiefer gehen, als wir uns das als Sünder vorstellen können. Deswegen sagt jetzt in Vers 7: "Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken und der kehre um zu dem Herrn, so wird es sich über ihn erbarmen und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viele Vergebung." Genau das ist ja etwas, was der Sünder normalerweise sich nicht vorstellen kann, dass Gott ihm persönlich vergeben möchte. Aber genau das ist der Inhalt von 5. Mose 30. Wenn Segen und Fluch über uns gekommen sind und wir in einem Land sind, fern von dem Herrn, verstoßen und zerstreut, dass Gott, wenn wir ihn von ganzem Herzen suchen und wenn wir von ganzem Herzen umkehren, dass Gott uns dort wieder aufsucht, uns dort aufsammelt.
[10:38] Und wenn wir es heißt in 30. Vers 4: "Und wenn wir bis an das Ende des Himmels verstoßen werden." Deswegen sagt er: "Jesaja, egal wo du bist, egal wie gottlos du wirst, verlass deinen Weg, lass deine Gedanken, kehre um zu dem Herrn, denn Gott wird dir vergeben, auch wenn du es nicht glauben kannst oder nicht glauben willst. Du denn, den ich vorstellen kannst, Gottes Gedanken sind höher, als du dir denken kannst, denn was er sagt, kann er tun, denn sein Wort ist wieder Regen und wieder Schnee und bewirkt das, was er gesagt hat."
[11:10] Und weil das so ist, dass selbst der verworfenste, gottloseste noch gerettet werden kann, deswegen steht in Vers 6: "Sucht den Herrn, solange er zu finden ist, ruft ihn an, während er nahe ist." Denn wenn er nicht mehr da ist, dann ist auch die Kraft seines Wortes nicht mehr da. So lange er zu finden ist, kann das Wort Gottes seine Kraft noch ausführen. So lange er noch erreichbar ist, so lange können wir das erleben, was er über uns geplant hat, was wir uns selbst gar nicht vorstellen können.
[11:43] Denn die Liebe sagt uns auch, es wird eine Zeit geben, wo diese Kraft nicht mehr zur Verfügung steht. Wir lassen unseren Finger noch in Jesaja 55 und gehen zu Amos Kapitel 8. In Amos 8, Vers 11 heißt es: "Es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich, spricht Gott, Herr, da werde ich einen Hunger ins Land senden, nicht einen Hunger nach Brot, noch einen Durst nach Wasser, sondern danach, das Wort des Herrn zu hören." Es kommt eine Zeit, wo das Wort Gottes in seiner Kraft nicht mehr zur Verfügung stehen wird, wenn die Gnadenzeit zu Ende ist. Besser gesagt, ihr seid ja, so lange der Herr da ist, ruft ihn an.
[12:20] Egal wie weit ihr von Gott entfernt habt, kehrt zurück, denn auch wenn ihr euch jetzt nicht vorstellen können, wenn eure Gedanken zu limitiert sind, er hat Gedanken über euch, die viel tiefer gehen, weil nämlich sein Wort diese Kraft hat, zu tun, was es sagt. Und das führt jetzt dazu, den Vers 5, dass ihr gesagt wird: "Siehe, du wirst dein Volk berufen, das du nicht kennst, und ein Volk, das dich nicht kannte, wird jetzt zu laufen wegen des Herrn, deines Gottes, und um des heiligen Israels willen, weil er dich herrlich gemacht hat."
[12:57] Wenn wir das erleben, dass Gottes Wort uns so verändert und uns Kraft gibt, das zu tun, was es sagt, dann wird das auch eine attraktive Sache sein für Menschen, die Gott bisher nicht gekannt haben. Sie werden dann zu Gott kommen, weil er uns durch sein Wort, wie sie heißt, herrlich gemacht hat. Und wenn wir also das erleben worden, wenn genau das uns Erfahrung sein möchten.
[13:22] Vielleicht geht es dir genauso wie mir, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir uns das so sehr wünschen, dass jeden einzelnen Tag das Wort Gottes diese Kraft in unserem Leben entfalten kann. Dann gilt für uns die Einladung in den ersten vier Versen: "Wohl allen Durstigen, alle, kommt her zum Wasser, und ihr, die kein Geld habt, kommt her, kauft und esst. Kommt her, kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch. Warum liegt ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und ihren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich, auf das Wort Gottes, so sollt ihr Gutes und eure Seele soll sich laben an fetter Speise. Zeigt eure Ohren und kommt her zu mir, hört, so wird eure Seele leben, denn ich will euch einen ewigen Bund gewähren, die gnädigen Güter Davids, die zuverlässig sind."
[14:07] Den ganzen Abschnitt zusammenfassend sagt Gott: Wenn euch, wenn euch danach sehnt, wenn ihr Bedarf habt, wenn ihr hungrig, wenn ihr durstig seid, wenn ihr nach dieser Gerechtigkeit haben wollt, in dem Vers vorher in Jesaja 7, 4, 17 beschrieben ist, kommt einfach hier, hört mir zu, dann werdet ihr leben. Denn solange ich da bin, ist noch Hoffnung für euch. Und diese Hoffnung ist größer, als ihr denkt. Denn so gottlos ihr seid, könnt ihr eure Gedanken und eure Wege verlassen, denn Gott vergibt euch auch dann, wenn ihr es nicht mehr glaubt, denn seine Gedanken sind höher als eure Gedanken. Warum? Weil sein Wort, das er sagt, Kraft hat und bewirkt, was er versprochen hat.
[14:58] Wie immer, zu seinem Wort kommt und ihm vertraut. Wie sagte W.E.B. Du Bois in Hebräer 11 und dort Vers 6: "Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott wohl zu gefallen. Denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er, also Gott, ist und dass er die belohnt, welche ihn suchen." Dass Gott also auch tatsächlich etwas bewirken kann. Und so möchte und Gott hier, wie er sagt, den Beständigen den ewigen Bund geben, die gnädigen Güter Davids, die zuverlässig sind.
[15:29] Wenn wir das alleine zu Hause studieren möchten, kann ins zweite Samuel 7, den Vers 15 und 16, auf den Versen vorher sehen, dass damit die Verheißung des, dass die Verheißung des Evangeliums gemeint ist, der ewige Bund, den Gott mit jedem Menschen schließen möchte. Also schauen wir etwas genauer die Idee vom Wort Gottes an. Johannes 1, Vers 1 sagt: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." Jesus selbst ist das Wort Gottes. Verließen später, jeden Vers 14: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, wir sahen seine Herrlichkeit, als die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." Die Jünger konnten berichten, dass sie etwas von diesem Wort belastet haben, vom Wort des Lebens.
[16:18] Wissen erst Johannes 1 steht: Jesus ist die Kommunikation schlechthin. Er macht die Gedanken Gottes, die höher sind als unsere Gedanken, so viel der Himmel höher ist als die Erde, diese Gedanken und Ideen Gottes macht erst sichtbar und hörbar. Und dazu haben wir die Bibel, um diese Gedanken Gottes in Jesus feststellen zu können. In Johannes 5 und dort Vers 39, da sagt Jesus sehr deutlich: "Er erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben, und sie sind es, die von mir Zeugnis geben."
[16:58] Wenn es also da Jesus, unser Erlöser ist, der unser Schöpfer und Heimat ist, oder Menschen nur durch ihn gerettet werden können, kann man Jesus, kann man es sich nicht erlauben, Menschen geistig begleiten zu wollen, ohne ihn das Wort Gottes nahe zu bringen und ohne sie selbst zum Wort zu führen. Denn wenn sie Jesus wirklich kennenlernen wollen, dann hier in diesem Buch. Jesus selbst sagt es: "Sind diese Schriften, die die Pharisäer eifrig studiert haben, die von ihm, Jesus, berichten." Und das zeigt uns auch, dass man über die Dinge reden kann und die Bibel studieren kann und die Bibel auch anderen weitergeben kann, ohne dass es dazu führt, dass Erlösung wirklich geschieht.
[17:43] Die Pharisäer waren ein Beispiel dafür, dass Menschen sogar sehr gründlich die Bibel studieren konnten, ohne Erlösung zu erleben. Der nächste sagt 140: "Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen." Die Bibel ist sozusagen das Mittel, durch das wir Jesus kennenlernen können. Aber wenn ich zu Jesus komme, dann bleibt es bei der Bibel allein, und das wird uns nicht helfen. Wenn wir also das Wort Gottes weitergeben wollen, wir Bibelstunden halten wollen, wenn wir Predigten halten wollen, nützt es nichts, wenn wir einfach beweisen wollen, was wir wissen über die Vergangenheit oder Zukunft. Wenn wir jetzt zeigen wollen, dass wir vielleicht klüger sind oder wie gebildet in der Bibel sind oder die Frommen, wer die Befehle auswendig gelernt hat.
[18:27] Wenn wir das einfach nur demonstrieren wollen, wir die Pharisäer, nützt es niemandem. Die Bibel ist dazu da, dass wir Jesus besser verstehen können, ihn kennenlernen können und durch ihn das ewige Leben haben können.
[18:41] Von Jesus heißt es in Johannes 1, Vers 3: "Alles ist durch dasselbe, durch das Wort entstanden. Dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist." Das Wort Gottes, Jesus, und damit auch das Wort Gottes, das sich in der Bibel offenbart hat, schöpferische Kraft. Durch dieses Wort, sagt die Bibel, ist alles entstanden. Es gibt nichts, was es gibt, was nicht seinen Ursprung im Wort Gottes hat.
[19:10] Und das zeigt, wie allgemein gültig dann das Wort Gottes sein muss. Um das zu illustrieren, können wir auf die erste Seite der Bibel gehen, in 1. Mose 1 und dort ab Vers 1 heißt es: "Im Anfang schuf Gott Himmel und die Erde." Und die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und dann kommt dieser Vers, den auch in Jesaja 55 quasi mitgedacht werden muss: die Kraft des Wortes. Und Gott sprach: "Es werde Licht."
[19:42] Wir haben hier eine Situation, wir haben Dunkelheit und Chaos, wir haben Finsternis, wir haben den Heiligen Geist, der sozusagen dort schon anwesend ist, aber es ist eindeutig dunkel. Und jetzt haben wir das Wort Gottes, das sagt: "Es werde Licht." Der Inhalt der Verheißung, sozusagen der Inhalt des Gebotes, der Inhalt dieses Wortes ist, aber die Realität ist Dunkelheit. Und jetzt trifft das Wort Gottes auf die Realität. Nun, wenn das mit meinen Worten geschieht, wenn meine Worte auf die Realität treffen, wenn es irgendwo dunkel ist und ich sage: "Es werde nicht", wenn ich sage: "Das hier ist eine grüne Bibel" oder so, wenn meine Worte auf die Realität treffen, wer gewinnt? Keine Frage, es ist die Realität. Die Realität wird immer stärker sein als meine Worte. Aber nicht so mit dem Wort Gottes.
[20:38] Wenn das Wort Gottes auf die Realität trifft, so dunkel und chaotisch und stimmig sie auch sein mag, zieht die Realität den Kürzeren. Und Gott, Gottes Wort schafft eine neue Realität. Das ist die Kraft, die Jesus hat.
[20:54] realität. Das ist die Kraft, die Jesus hat, und die Kraft, die sich in seinem Wort offenbart.
[20:59] Und deswegen sagt die Bibel so wunderschön politisch in Psalm 33 über die Schöpfung: "Die Himmel sind durch das Wort des Herrn gemacht, 46 und das ganze Heer durch den Hauch seines Mundes." (Vers 9) Denn er sprach, oder es geschah, er gebot, und es stand da. Gottes Gebote sind niemals nur Anweisungen, seine Worte sind niemals nur Theorien, sondern sie tragen in sich die Kraft mit, dass, wenn wir sie annehmen, glauben, dass sie uns auch verändern.
[21:34] Der eigentliche Grund, warum wir so oft in unserem Leben schwach sind und warum wir so oft Niederlage erleben, ist, dass wir uns nicht an das Wort Gottes klammern und nicht dauerhaft mit Jesus verbunden sind. Denn jedes Mal, wenn wir uns unserem Wort stellen, ist die Kraft Gottes da.
[21:55] Die Bibel sagt uns, dass dieses Wort nicht nur die Welt geschaffen hat, sondern dass es hineindringt bis in unser persönliches Leben. Es hat diese Kraft nicht nur vor etwa 6000 Jahren gehabt, sondern diese Kraft ist ständig da.
[22:09] Und deswegen sagt die Bibel in Hebräer Kapitel 4, Vers 12: "Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnung des Herzens."
[22:28] Ich hab mich schon gefragt, was bedeutet das mit dem zweischneidigen Schwert? Die Römer besaßen einschneidige Schwerter, die auf einer Seite geschärft waren und tödlich schneiden konnten, auf der anderen Seite aber stumpf. So musste also ein römischer Soldat sich immer genau vergewissern, dass er auch mit der richtigen Seite kämpfte. Dann musste er geschult darin sein, das Schwert so zu führen, dass immer die richtige Seite auf den Feind traf.
[22:55] Aber die Parther hatten ein anderes Schwert. Dieses Schwert war zweischneidig, es war auf beiden Seiten scharf geschliffen. Das heißt, egal wie man dieses Schwert auch hin und her bewegte, egal von welcher Seite man kam, man traf immer.
[23:17] Und genau das ist die Idee hier mit dem Wort Gottes. Es ist sozusagen auf jeder Seite scharf. Man muss nicht erst die richtigen Verse finden, die ins Herz gehen, da musste ich erst die richtigen Geschichten finden, sondern Gottes Wort ist überall vom Heiligen Geist inspiriert und kann uns, will uns und wird uns in unsere Seele und unseren Geist hinein treffen.
[23:40] Wer mit dem Wort Gottes arbeitet, der kommt in direkten Kontakt mit den Gedanken, Ideen und der Kraft Gottes.
[23:55] Nun, das heißt hier, dass Gottes Wort bis in die tiefsten Kammern unseres Herzens hineinkommt, so tief, wie selbst wir es gar nicht vermögen. Denn wir das Stäbchen sendet man das Skript, aber wir kennen den Vers in Jeremia 17, Vers 19. Heißt es hier: "Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig, wer kann es ergründen?"
[24:20] Wenn Gottes Wort also bis hinein in Mark und Bein kommt, aber wir unser eigenes Herz nicht ergründen können, dann kann Gottes Wort uns helfen, als wir uns selbst. Woran liegt das? Das schauen wir uns in 2. Petrus an, und dort Kapitel 1, Vers 21. Das hilft uns auch im Verständnis, wenn wir Menschen zu Jesus bringen wollen, wenn Menschen ihre, wenn Menschen wirklich ein neues Herz bekommen.
[24:45] Sondern reicht es nicht, wenn sie sich selbst beurteilen. Das reicht nicht, wenn wir sie beurteilen. Nur Gott kann sie beurteilen und zwar durch sein Wort. Wenn wir Menschen helfen wollen, wirklich die Sünde ihres Lebens an der Wurzel zu packen, müssen wir ihnen helfen, mit dem Wort Gottes richtig umzugehen.
[25:03] Denn das Wort Gottes kann sie besser beurteilen als sie sich selbst. Das Wort Gottes sehen sie, was sie eigentlich alles wirklich Jesus vorlegen müssen.
[25:12] 2. Petrus 1, Vers 21: "Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet."
[25:25] Das Wort Gottes kann so tief in unser Herz hinein laufen. Und ich denke, du hast es auch schon, lieber Freund, liebe Freundin, im Leben erlebt, dass Gottes Wort zu ganz deutlichen Punkten anspricht, unseren Demos für uns fährt, abfüllen, wohl merken, ja, das stimmt. Oder wo wir plötzlich überhaupt erst mal erkennen, dass wir Dinge tun, die Gott nicht, nicht wohl gefallen.
[25:44] Das liegt daran, dass hier nicht Menschen sprechen allein, sondern dass hier der Geist Gottes die eigentliche Quelle der Information ist. Es ist der Geist Gottes, der hier durch dieses Wort zu uns spricht.
[25:56] Denn von diesem Geist heißt es in 1. Korinther 2, und dort Vers 10: "Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist. Denn der Geist Gottes erforscht alles, auch die Tiefen Gottes."
[26:14] Also der Geist, der alles erforschen kann, der hat die Bibel inspiriert. Und wenn der Geist Gottes die Tiefen Gottes erforscht, wie viel mehr ist in der Lage, unser Herz zu erforschen, das wir selbst gar nicht richtig kennen.
[26:30] Und dieser Geist, der die Tiefen Gottes erforscht, er genau weiß, was korrekt ist und der auch weiß, dass wir uns selbst nicht kennen, aber der uns besser kennt als wir uns selbst. Genau dieser Geist spricht in diesen Worten zu uns.
[26:46] Und es gäbe nichts Besseres für uns, als wenn wir uns noch viel mehr Zeit mit seinen Gedanken und seinen Ideen beschäftigen, damit wir lernen, wie Gott über uns denkt und damit wir sehen, wie wir uns wirklich zu Gott stellen müssen und damit wir verstehen, was er für uns tun kann.
[27:04] Daran wird Gottes Wort übrigens auch erkannt. Das ist nicht einfach nur eine bloße Theorie. Bleibt ein erster Test. In 1. Korinther 2, und dort Vers 13 lesen wir: "Darum danken wir auch Gott..." oder "lässig, dass er als sie das von uns verkündete Wort Gottes empfangen habe, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das in euch, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid."
[27:38] Wenn wir für etwas besonders bieten sollten, wenn wir Bibelstunden geben, Hauskreise haben, vielleicht einen Vortrag halten, dann, dass die Menschen, die uns zuhören, verstehen, dass das hier nicht nur menschliche Worte sind, sondern dass sie erleben, dass Gottes Wort in ihnen wirkt und sie dieses Wort als die Stimme Gottes zu ihrer Seele annehmen. Weil dann Gott ihnen helfen kann, wie er ihnen sonst gar nicht helfen kann. Weil dann nämlich er ihnen sagen kann, wie er über sie denkt und sie nicht mehr von ihren eigenen Gefühlen, Eindrücken sich abhängig machen.
[28:13] Aber Gottes Wort hat nicht nur schöpferische Kraft. In Hebräer 1, und dort ab Vers 1 heißt es bis 3: "Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten..." Das zeigt uns auch, dass Gott sehr kreativ ist, dass er sehr vielfältig ist, dass er nicht immer nur eine Standardvariante hat. Wir sehen da die Bibel, wie ausgesprochen vielfältig sie ist in ihren Spielen, in ihren, in der Art und Weise, wie Dinge beschrieben werden. Manche Dinge sehr ausführlich, manche skizziert, manche Geschichten und Poesie und persönliche Biografie und und Ratschläge und Gleichnisse, Metaphern. Die Bibel ist voll von verschiedenen Ansätzen, damit da wir Menschen, alle sehr unterschiedlich sind in der Art und Weise, wie wir lernen, die jeder von uns etwas findet, das ihn ganz besonders anspricht.
[29:02] Nachdem also Gott auf so verschiedene Art und Weise gesprochen hat, wie es hier heißt: "Vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern durch die Propheten" (Vers 2), hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er als Erben von allem eingesetzt, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen. Das haben wir gesehen durch sein Wort. (Vers 3) "Dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft."
[29:36] Jesus hat nicht nur alles erschaffen durch sein Wort, sondern er erhält auch alles durch sein Wort.
[29:50] Wenn also alles durch Gottes Wort geschaffen ist und auch alles durch Gottes Wort erhalten wird, dann ist es Gottes Wort, das uns hilft, die Welt zu verstehen, in der wir leben. Denn diese ganze Welt wird erhalten durch genau dieses Wort.
[30:04] Der Paulus sagt uns, dass das, was die Schöpfung betrifft, auf unser persönliches Glaubensleben zutrifft. Dass das, was in der Schöpfung passiert ist, auch in unserem Herzen passieren kann. Die berühmte Passage dazu ist 2. Petrus 3, Vers 6: "Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervor zu leuchten, er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi."
[30:37] Gott hat damals gesagt durch sein Wort, als der Geist Gottes da schon anwesend war: "Es werde Licht!" und es wurde Licht. Und genau so ist es auch in unserem Leben. Unser Herz mag dunkel sein, ist chaotisch, wird aber der Heilige Geist ist schon da und dass wir uns vielleicht merken, und der wird schon an uns, so dass, wenn das Wort Gottes kommt und wir es annehmen, dieses Licht unser Herz durchfluten kann und verändern kann.
[31:06] Aber Gottes Wort schafft uns nicht nur ein neues Herz. Das heißt ja auch in Psalm 51: "Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, ein neues Herz." Gott kann das uns schenken, er kann es uns erschaffen, aber er möchte auch, dass es dort bleibt.
[31:20] Und so sagt uns die Bibel in Psalm 119, und dort Vers 133: "Mache meine Schritte fest durch dein Wort und lass nichts Böses über mich herrschen."
[31:39] Gott schenkt uns nicht nur immer wieder ein Neuanfang. Nein, er hat auch die Kraft durch sein Wort, uns zu erhalten, wenn wir ihm genauso das glauben, wie wir ihm glauben, dass er uns Sünden vergibt.
[32:35] Und so ist Gottes Wort viel mehr für uns, als wir vielleicht glauben. Psalm 119, Vers 105 sagt: "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
[32:46] Gottes Wort zeigt uns die Prinzipien, damit wir unser Leben richtig gestalten können. Wenn wir nicht wissen, was wir tun sollen, können wir Gottes Wort fragen.
[32:57] Der ganz ähnlichen Gedanken sagt es ja auch das Neue Testament, 2. Petrus 1, Vers 19: "Und so halten wir uns an dem völlig gewissen prophetischen Worte..." Es gibt insbesondere auch um die Endzeit-Verheißungen und die Aussagen der biblischen Propheten, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.
[33:20] Es ist ein Licht, das uns zu Jesus bringen soll. Denn der Morgenstern, so könnt ihr selbst nachlesen in Offenbarung 22, Vers 16, das ist Jesus selbst.
[33:33] Gottes Wort ist ein Licht, das in die Dunkelheit unseres Herzens hinein scheint und uns zu Jesus führt. Aber Gottes Wort ist noch mehr. Es gibt viele Symbole und Metaphern für das Wort Gottes. Jeremia 23, und dort Vers 29: "Ist mein Wort nicht wie ein Feuer?", spricht der Herr, "und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?"
[33:59] Das Feuer, sein großartiges Symbol. Wir haben heute hier nicht die Zeit, das ausführlich uns anzuschauen, aber ihr kennt vielleicht Hohelied 8, Vers 6: "Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm, denn die Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer unbezwingbar." Das Totenreich, ihre Glut ist Glut, eine Flamme des Herrn.
[34:22] Das Wort Gottes ist ein Feuer. Gott sei Dank, selbst selbst sagt, dass er ins Erzählen, das Feuer seiner Liebe verzehrt die Sünde und sie zerschmettert Felsen. Wir wissen aus Hesekiel 36, dass das sündige Herz, das ohne Jesus lebt, beschrieben wird als ein steinernes Herz.
[34:46] Hesekiel 36, dort heißt es: "Und ich will euch ein neues Herz geben, ja, das neu geschaffene Herz. Wirklich ein neues Herz geben und einen neuen Geist, neues Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch nehmen und euch ein Herz aus Fleisch geben."
[35:09] Das böse Herz, das umgekehrte Herz ist aus Stein. Und Gott sagt: "Ist mein Wort nicht wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?" Menschliche Worte und Argumente, Überzeugungsversuche werden nichts bewirken, aber Gottes Wort kann menschliche Herzen zum Schmelzen bringen.
[35:31] Wenn wir den Eindruck haben, dass unsere missionarischen Bemühungen vielleicht fruchtlos sind, lass uns darüber nachdenken, wir vielleicht viel deutlicher Gott selbst reden lassen können durch sein Wort. Er, der menschliche Herzen, die hart wie Stein sind, zerschmettern kann durch sein Wort. Er, der Sünde wegbrennen kann durch die Liebe, die am Kreuz von Golgatha offenbart hat. Er, der Licht schenken kann, wo Menschen nur Finsternis sehen.
[36:01] Noch mehr Symbole werden uns in der Bibel genannt. Lukas Kapitel 8, Vers 11: Wir haben ja schon das kurz angesprochen. In Lukas Kapitel 8, und dort verschärft wird das Wort Gottes als Same bezeichnet. Das Gleichnis sagt Jesus hier: "Aber bedeutet dies, der Same ist das Wort Gottes."
[36:19] Und Samen sind vielleicht am Anfang sehr klein. Ihr kennt vielleicht das Gleichnis vom Senfkorn. Das könnt ihr selbst nachlesen in Matthäus 13, Vers 31 und 32. Ein ganz kleines Korn, ganz kleiner Same, aber es wird zu einem gewaltigen Gewächs.
[36:47] Und so ist auch das Wort Gottes. Es ist bei der ersten Begegnung klein und unscheinbar, aber darin verbirgt sich das Leben Gottes. Viele Verse, die wir vielleicht zu unscheinbar halten, für unbedeutend sind, klein oder wenig wichtig, enthalten das Leben Gottes. Und wenn wir sie in unser Herz aufnehmen und dort die richtigen Bedingungen herrschen lassen, wenn wir die Steine dort rausnehmen lassen, wenn wir sie herzlich vorbereiten und das Wort Gottes wirken lassen, dann kann das Wort Gottes wie ein Same seine ganze Kraft entfalten und das Reich Gottes wird schon in unserem Leben für Menschen um uns herum sichtbar.
[37:28] Noch ein Bild, das in der Bibel verwendet wird für das Wort Gottes, ist neben dem Samen, wir haben schon angesprochen, auch das Brot. Jesus selbst sagt in Matthäus 4, Vers 4, als er in der Wüste versucht worden ist, er beantwortet und sprach: "Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht."
[37:54] Wir leben aus dem Wort. Wir brauchen täglich das Wort, so wie auch unser tägliches Brot.
[38:04] Diese Idee, die Jesus hier zitiert, stammt natürlich aus 5. Mose, aus 5. Mose Kapitel 8, und dort Vers 2 und 3. Dort heißt es: "Und du sollst dich dann den ganzen Weg gedenken, durch den der Herr, dein Gott, dich geführt hat, diese 40 Jahre lang in der Wüste, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen, damit offenbar würde, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht. Und er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit dem Mann, das weder du noch deine Väter gekannt hatten, um nicht erkennen zu lassen, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern dass er von all dem lebt, das aus dem Mund des Herrn hervorgeht."
[38:41] Die Idee ist, Gott prüft uns. Er prüft uns, damit wir selbst erkennen, was in unseren Herzen ist, dass er selbst kennt und zu Herzen. Und der Geist kennt unsere Herzen. Aber Gott führt uns in Situationen, in denen wir feststellen, dass wir schwächer sind, als wir gedacht haben. Gott führt uns in Situationen, wir stellen fest, dass wir bösartiger sind, als wir unser Selbst hätten eingestehen wollen. Er führt uns in Situationen, in denen unsere Geduld getestet wird und wir plötzlich merken, dass wir mehr brauchen, als wir bisher gehabt haben.
[39:12] Der Test, jede Prüfung, ist nicht eine Strafe Gottes, sondern sein Versuch, uns zu zeigen, dass wir noch viel mehr von ihm brauchen und wir uns ganz von ihm abhängig machen müssen.
[39:25] Wenn du in deinem Leben vielleicht gerade auch Versuchung, Schwierigkeiten, Test, Prüfung erlebst, du dich an diesen Gedanken, Jesus hatte, er diesen Gedanken klammert und hat damit die Angriffe des Satans abwehren können.
[39:39] Gottes Wort ist für uns lebensnotwendig. Aber dieses Wort ist nicht einfach nur eine trockene Speise, die wir halt irgendwie runterschlucken müssen, weil wir sonst nicht leben können. Nein.
[39:51] Jeremia, der das Wort Gottes gut kannte, weil er ein Prophet war und Gott ihm selbst gesagt hat, dass er sein Wort in seinen Mund hineinlegt, er hat folgendes über das Wort Gottes gesagt. Jeremia 15, Vers 16: "Da sagt bekennt Jeremia und sagt: Als ich deine Worte fand, verschlang ich sie. Deine Worte sind mir zur Freude und Wonne meines Herzens geworden, denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, Herr, du Gott, der Herr Zebaoth."
[40:14] Hast du diese Erfahrung auch gemacht, lieber Freund, liebe Freunde? Dass du das Wort Gottes verschlingen könntest, weil es so schön ist?
[40:26] Je mehr wir uns dem Wort Gottes wirklich aussetzen, je mehr wir uns für Gott interessieren, sein Wort betrachten, nachdenken, überlegen, was ist wirklich mal, nicht einfach nur oberflächlich drüber gehen, sondern uns wirklich Gedanken machen, was möchte mein Heiland, mein Vater, das möchte der Geist mir jetzt mir sagen.
[40:41] Wenn wir aber Gedanken machen, denn wenn wir feststellen, dass dort Schätze verborgen sind, von denen wir nie geahnt hätten, dass sie dort sind. Ich bin in der Gemeinde aufgewachsen, aber ich hätte nie gedacht, welche Schätze das Wort Gottes bereithält, bis ich nicht angefangen habe, es selbst zu lesen, Gedanken zu machen, Dinge aufzuschreiben, anderen weiterzugeben.
[41:01] Und Gott hat mir in den letzten vielen Jahren, in einigen Jahren, so viele interessante Dinge gezeigt, gab es so viel über ihn zu lernen können, dass ich von Herzen sagen kann: Ja, Gottes Wort macht wirklich Freude. Und ich bedauere es selbst, dass ich nicht mehr Zeit habe, ich mir nicht mehr Zeit nehmen von diesem Wort noch mehr zulegen.
[41:24] Ich möchte dich ermutigen, die wahre Freunde, bevor ihnen egal, die dein Leben gerade ist, egal wie du deinen geistlichen Stand ist, nämlich ein bisschen mehr Zeit für sein Wort. Nicht einfach um kapitelweise zu lesen, sondern um wirklich nachzudenken, dass du das erleben kannst, was Jeremia erlebt hat. Dass du dein Wort, dass du sein Wort verschlingst, weil es dir zur Freude und zwar ohne wird.
[41:48] Schauen wir noch gemeinsam zu zweit. Timotheus. Paulus schreibt sie an seinen jungen Mitarbeiter, der das Vorrecht hatte, die Bibel schon im frühen Kindesalter kennen zu lernen. Das heißt hier in Vers 14 von Kapitel 3 ins 2. Timotheus: "Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewissheit geworden ist, da du weißt von wem du es gelernt hast."
[42:08] Du weißt, von wem du das gelernt hast. Hier ist jemand, der kannte die Bibel so gut, dass es ihm zur Gewissheit geworden ist. Wie viele Menschen, die lesen viele Liebe und sind trotzdem von Zweifeln geplagt. Aber Timotheus hatte die Bibel auf eine Art und Weise kennengelernt, dass er gewiss war. Wenn wir das Wort Gottes weitergeben, sollten wir das auch so machen, dass die Menschen Gewissheiten erlangen.
[42:29] Vers 15: "Und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Rettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist." Gewissheit wird nicht durch Manipulation erzeugt und schon gar nicht durch Druck. Sondern Gewissheit im Glauben wird dadurch erzeugt, dass jeder einzelne, auch der, der die Bibel kennenlernen soll, die Zeit bekommt, selbst Wurzeln zu schlagen in der Bibel und selbst das nachzuvollziehen, selbst zu verstehen, sich Gedanken zu machen und Jesus kennenzulernen.
[42:59] Timotheus hatte die Gelegenheit, das über einen langen Zeitraum tun zu können. Er erkannte schon seit der Kindheit an die heiligen Schriften. Und Paulus sagt: Diese Schriften, diese Bibel in dem Fall, ja, das Alte Testament damals noch, da ist die Kraft drin, dass du das Evangelium richtig verstehst. Heute gibt es viele Vorstellungen, wie ein Mensch ewiges Leben haben könnte. Aber die Bibel präsentiert das Original. Und jeder Mensch sollte die Gelegenheit haben, die Bibel selbst kennenlernen zu dürfen.
[43:26] Vers 16: "Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit." Gottes Wort verfolgt vier Ziele. Zum einen ist da die Belehrung. Das heißt, Gottes Wort zeigt uns die Wahrheit, wie sie ist. Dadurch lernen wir Gott wirklich kennen.
[43:51] Dann ist die Überführung. Dieses Wort, das wir im Griechischen steht, "elenchos", warnt vor und einmal in Matthäus 18, Vers 15. Dort heißt es: "Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so geh hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen." Da geht es also darum, persönlich auf die Sünde aufmerksam gemacht zu werden. Das Wort Gottes macht uns also persönlich auf die Sünde aufmerksam.
[44:20] Wenn wir die Bibel weitergeben, auch in Bibelstunden und Hauskreisen, sollten wir nicht nur die Lehre präsentieren, sondern helfen, zeigen, wie Gottes Wort uns persönlich über unser Fehlverhalten informiert. Und das mit einer ziemlichen Überzeugungskraft. Das Wort, das hier steht, gilt auch dann. Im Hebräischen einst als "elegchein" – die Überzeugung.
[44:40] Und dann kommt das Wort "Zurechtweisung". Das bedeutet wörtlich, das Wort "epanthorthosis" – etwas erneut begradigen. Da also etwas, das schief geworden ist, wieder in die gerade Form bringen. Eine Wiederherstellung des geraden Zustandes. Eine Korrektur. Das heißt, das Wort Gottes zeigt uns, wie Gottes es zeigt uns auch, wie wir sind, wo unsere Fehler sind. Und dann hilft es uns, dass wir unser Leben mit Gottes Hilfe wieder begradigen können.
[45:06] Und dann kommt die Erziehung der Gerechtigkeit. Auch wenn wir jetzt wieder auf dem geraden, richtigen Weg laufen, müssen wir das vieles lernen. Wir müssen im Glauben wachsen. Das ist eine Art Pädagogik, dass das Wort, das sie eigentlich auch im Griechischen dahinter steht, "paideia" – eine Erziehung in den Prinzipien des Reiches Gottes.
[45:21] Und dann, wenn die Bibel genau diese vier Dinge für mich persönlich tut und auch für dich, dann wird sich für 17 erfüllen: "Damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei zu jedem guten Werk, völlig ausgerüstet." Paulus sagt uns: Wenn wir die Bibel benutzen, wie wir sie benutzen dürfen und könnten, dann sind wir auf alle Situationen des Lebens vorbereitet. Das, was hier steht, dann wird es für jedes gute Werk ausgerüstet. Dann können wir all das tun, was Gott für uns vorgesehen hat. Vielleicht nicht alles, was wir uns selbst ausdenken, aber alles, was Gott uns aufträgt. Auch in der Mission können wir tun, wenn wir Gottes Wort so studieren, wie in Vers 16 steht.
[45:57] Und das ist nicht schwer. Man braucht weder Griechisch noch Hebräisch, Aramäisch, noch irgendwie systematische Theologie. Man muss zuhören zu dem, was der Heilige Geist mir persönlich sagt.
[46:12] Überspringen wir Johannes 17. Das könnt ihr euch im Sendener Skript noch einmal anschauen und auch die Verse dort lesen. Sehr wichtig, denn es zeigt, wie sehr das Wort Gottes wichtig ist, damit wir geheiligt werden in dieser Welt, die so viel Widerstand gibt. Aber wir gehen jetzt direkt zu 2. Mose 19, Vers 4 bis 6.
[46:29] 2. Mose 19, Vers 4 bis 6: "Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. Wenn ihr nun wirklich meine Stimme hören und gehorchen werdet und meinen Bund bewahren, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern oder ein heiliges Volk sein." Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst.
[47:12] Gott gibt hier seinem Volk einen Missionsauftrag. Sie sollen eine heilige Nation sein, mitten in dieser dunklen, bösen Welt. Das ist genau das, was Jesus in Johannes 17 gesagt hat, dass Gott sie nicht aus der Welt hinwegnehmen soll, sondern dass sie in der Welt sein sollen als heilige Menschen, so wie das Volk Israel hier.
[47:38] Und hier sehen wir, worin das bestand: Wenn sie auf meine Stimme – Gott sagt: "Wenn sie nun wirklich meine Stimme hören werden", wenn sie also das Wort Gottes beachten werden. Denn Gott hat ihnen sein Wort gegeben. Und deswegen sagt Johannes 17, Jesus auch in Johannes 17. Wir können vielleicht doch noch kurz gelesen.
[47:57] Johannes 17 und dort Vers 17: "Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit." Das, was das Volk Israel zu einem heiligen Volk haben sollte, war das Wort Gottes. Deswegen sagt Paulus in Römer 3, dass der Vorzug der Beschneidung vor allem darin bestand, dass ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut worden sind. Das, was uns zu einem heiligen Volk in dieser dunklen Welt macht, ist, dass wir das Wort Gottes haben, es verstehen dürfen und anderen weitergeben dürfen.
[48:29] Es ist das Wort, das uns heilig macht, nicht unsere Geburt oder unsere eigenen Ideen. Und so wissen wir, die Verheißung Gottes auf uns persönlich anwenden. In 2. Korinther Kapitel 1 steht, dass alle Verheißungen in der Liebe ihre Erfüllung in Jesus finden. In 2. Korinther 1, Vers 20 heißt es: "Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm ist das Ja und in ihm auch das Amen, Gott zum Lob durch uns."
[49:04] Wenn du in der Bibel eine Verheißung findest, ein Versprechen, das Gott gegeben hat, dann frag dich nicht, ob es auf dich zutrifft, sondern glaube, dass sie Jesus, weil er dich liebt und dich gerne retten möchte, diese Verheißung für dich gedacht hat und sie in dir erfüllen möchte und kann, weil seine Pläne und seine Gedanken höher sind und seine Kraft in seinem Wort ganz anders als in unseren Worten.
[49:36] Diese Verheißungen sind unglaublich kostbar. 2. Petrus 1, Vers 3 und 4: "Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, durch welche uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben sind, damit ihr durch dieselben göttliche Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entronnen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht."
[50:04] Wenn wir Menschen das Wort Gottes weitergeben, dann hoffentlich nicht nur als eine Ansammlung an Wahrheiten, die alle korrekt sind, sondern als etwas, das den Menschen im Alltag hilft, ein Glaubensleben zu leben. Nämlich, indem wir ihnen die Verheißungen Gottes zeigen, das, was er uns versprochen hat, woran wir uns klammern können. Denn alles, was wir brauchen, um christlich leben zu können, steckt in seinem Wort. Und in Jesus erfüllt sich jede einzelne Verheißung. Sie alle sind an Jesus gebunden. Und wenn wir Jesus annehmen, an Jesus glauben und ihn als Erlöser haben, gelten die Verheißungen uns.
[50:39] Nur um ein Beispiel zu nennen, ganz besonders berühmte Verheißung, die auf meinem Leben schon wirklich, wirklich viel bedeutet hat: 1. Johannes Kapitel 1 und dort ab Vers 7. "Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde." Wenn wir uns dorthin begeben, wo Gottes Licht ist, wo sein Wort ist, wenn wir uns durchscheinen lassen und zu dunklen Herzen von dem Licht, dann kann Gott uns, wenn wir das im Glauben, uns von aller Sünde reinigen.
[51:12] Vers 9: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." Und solche Verheißungen, es ist so wichtig und so wertvoll, solche Leistungen zu kennen, aufzuschreiben, vielleicht auswendig zu lernen, sich Notizen machen, die zu unterstreichen, dass, wenn man vielleicht in einer Krisensituation das Wort Gottes durchblättert, schnell solche Verheißungen findet, die einem zeigen, wie Gott wirklich über mich denkt. Nichts ist so wertvoll wie solche Verheißungen weiterzugeben und so zu erklären, dass jemand, der Gott noch nicht besonders gut kennt, sie ergreifen kann und begreifen kann und damit Gott näher kommen darf und Erlösung erleben darf.
[51:53] Kapitel 2, Vers 1: "Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten." Die Bibel ist voll von solchen Verheißungen.
[52:08] Schauen wir zum Schluss in den Hebräerbrief und dort in Hebräer Kapitel 4 und dort Vers 1. So heißt es: "So lasst uns nun mit Eifer darauf bedacht sein, dass sich nicht etwa bei jemand von euch herausstellt, dass er zurückgeblieben ist, während doch die Verheißung zum Eingang in seine Ruhe noch besteht." Im Kontext, in den Versen vorher, am Ende von Kapitel 3, hat Paulus über die Israeliten gesprochen, die aufgrund ihres Unglaubens nicht in das Land Kanaan hineingehen konnten, obwohl sie auch das Evangelium gehört haben.
[52:49] Vers 2: "Denn auch uns ist eine Botschaft verkündet worden, gleich für jenen. Aber das Wort der Verkündigung hat jenen nicht geholfen, weil es bei den Hörern nicht mit dem Glauben verbunden war." Das Wort Gottes kann seine ungeheure Kraft nur dann entfalten, wenn wir ihm auch glauben. Nur wenn wir Jesus glauben können, seine Worte uns verändert, nur wenn wir Gottes Wort für wahr halten, ernst nehmen, uns zu Herzen nehmen, dann kann es unser Herz auch verändern.
[53:19] Die Israeliten der ersten Generation haben das Evangelium gesehen und gehört, nicht geglaubt und in der Wüste gestorben. Und deswegen ist es so wichtig, dass wir das Wort Gottes nicht nur als Theorie weitergeben, sondern durch unser Beispiel und durch unsere Erklärung an den Menschen versuchen zu helfen, was es bedeutet, Gott beim Wort zu nehmen, sie ermutigen, diese Verheißungen zu testen, Gott, Gottes Wort auszuprobieren, ihm mehr und mehr zu vertrauen, mehr Gewicht auf seine Verheißungen zu legen und erleben, wie Gottes Wort trägt.
[53:56] Wie wir sagt uns, dass der Unglaube Jesus sehr einschränkt. Es gibt Geschichten im Evangelium, vor allem Nazareth zum Beispiel, wo es heißt, dass Jesus wenig Wunder tun konnte wegen ihres Unglaubens. Das Wort Gottes, so machtvoll wie es ist, findet eine Schranke im Herzen, wenn dort der Unglaube regiert. Aber auch wenn wir vielleicht Zweifel haben und wenn wir Probleme mit Glauben haben, dann dürfen wir zu Jesus kommen, wie wir sind, und ihn bitten, dass er diesen Unglauben – und das macht er gerne – und es wird er in jedem Fall tun. Dazu haben wir die Verheißung.
[54:28] Zum Schluss, ganz zum Schluss, noch einige letzte Ideen, wie wir das Wort Gottes weitergeben können. Zunächst einmal, Jesaja 50 und dort Vers 4. Das heißt es: "Gott der Herr hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben, damit ich den Müden mit einem Wort erquicken. Wisse, er weckt Morgen für Morgen, ja, erweckt mir das Ohr, damit ich führe die Jünger." Hören, wenn wir selbst als Jünger Gottes, als Jünger Jesu, das Wort Gottes an der Morgenandacht vernehmen, dann können wir auch wissen, wie wir anderen das Wort Gottes erklären können.
[55:12] Prediger 3, Vers 1 haben wir das Prinzip, dass es für alles eine Zeit da ist. Es im Prediger 3 und dort Vers 1: "Alles hat seine bestimmte Stunde, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit." Was bedeutet, dass nicht jede Wahrheit zu jedem Zeitpunkt gesagt werden sollte, sondern dass sich Wahrheit auch Stück für Stück entfaltet. Wir müssen verstehen, was jemand jetzt gerade begreifen kann.
[55:38] Jesus hat selbst gesagt in Johannes 16 und dort Vers 12 ist ein sehr wichtiger Gedanke hier, wo Jesus sagt: "Noch vieles hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt das jetzt nicht ertragen." Liebe Freunde, wenn Jesus wusste, dass es manchmal besser ist, bestimmte Wahrheiten zurückzuhalten, sollten wir nicht denken, das ist ein Akt des Glaubens, wenn wir alle Wahrheiten auf jemanden überschütten und dann sagen: "Na ja, dann soll der Heilige Geist machen." Jesus selbst hat mit dem Heiligen Geist kooperiert, hat manche weiter zurückgehalten bis zum richtigen Zeitpunkt.
[56:08] Und so sollten auch wir das Wort Gottes nicht so weitergeben, dass wir alles und wir auf einmal dafür traktieren, quetschen und dann einfach so weiter verteilen, sondern wir sollten uns mühe geben, das Wort Gottes Schritt für Schritt so zu erklären, dass Menschen es auch wirklich annehmen und begreifen können.
[56:28] Automatisch seinem Volk Stück für Stück. Er hat sich selbst Abraham, Isaak und Jakob nicht mal mit seinem eigenen Namen offenbart. Das sagte er dem Mose. Wenn Gott sich also in der Geschichte Stück für Stück offenbart, dann dürfen wir auch als Menschen, die Gott kennenlernen wollen, zugestehen, dass sie Stück für Stück die Wahrheit erleben dürfen und erfahren dürfen, damit sie auch mitwachsen können.
[56:50] Sehr wesentliches Prinzip. Aber das soll nicht heißen, dass die Situationen gibt, in denen wir gar nicht über Gottes Wort reden, sondern eben nur das Angemessene. Deine Liebe sagt uns, dass wir zu jeder Zeit bereit sein sollen, das Wort Gottes weiterzugeben.
[57:02] In 2. Timotheus Kapitel 4 und dort Vers 2 lesen wir: "Verkündige das Wort, tritt dafür ein, sei es gelegen oder ungelegen, überführe, ermahne, mit aller Langmut und Belehrung." Ja, wir haben zum Teil sehr unangenehme, unpopuläre Wahrheiten, aber wir sollen sie präsentieren mit aller Langmut. Das heißt, mit viel Geduld, nicht in einem Stil, mit dem wir Leute vielleicht unter Druck setzen oder irgendwie sie verurteilen. Ein mit viel Geduld und mit Belehrung. Das heißt, wir sollten nicht so sehr den Fokus auf die Fehler der Menschen legen, sondern vielmehr auf die Wahrheit, auf die Schönheit der biblischen Lehre.
[57:40] Wenn wir mit viel Geduld und einem Fokus auf die schöne Wahrheit und die klare Wahrheit der Bibel auch unpopuläre Wahrheiten weitergeben, dann erfüllen wir Gottes Herr Wunsch in dieser Hinsicht.
[57:51] Als allerletztes Lukas 24, Vers 27. Es gibt keine bessere Methode, als das Wort Gottes weiterzugeben, wie Jesus es getan hat. Ihr kennt das wahrscheinlich. Es heißt hier in Vers 27: "Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht."
[58:16] Das ABC des Bibelstudiums gilt auch, wenn wir Bibelstunden geben. Wie alle Schrift, jedes Thema sollte aus der gesamten Bibel besprochen werden, nicht nur aus einzelnen Passagen, aus einem Buch vielleicht, sondern ein Gesamtüberblick. Die Bibel erklärt sich nämlich selbst.
[58:31] Zweitens: Wir sollten systematisch vorgehen. Wenn man den Sabbat studiert, lohnt es sich in 1. Mose 2 anzufangen. Wenn man den Zustand der Toten und die Sterblichkeit des Menschen und die Natur des Menschen anschaut, dann lohnt es sich in 1. Mose 2 Vers 1 anzufangen und so weiter und so fort. Und also systematisch, damit die Fundamente klar sind.
[58:53] Und dann Christus im Zentrum. Was immer wir präsentieren, ob es die Lehre vom Millennium ist, oder die dritte Engelsbotschaft, ob es die Botschaft von 1844 ist, ob es die Botschaft der Wiederkunft ist, die Botschaft vom Heiligtum ist, was immer wir präsentieren, die Schöpfung, Christus und er als der Gekreuzigte sollten Zentrum dieser Botschaft sein.
[59:17] Sollten sich darum drehen, jede Predigt, die Bibelstunde, jeder weitergehende Gedanke sollte irgendwo etwas auch über Jesus enthalten, weil er unser Retter ist. Alles, was im Wort Gottes steht, sondern letztlich zu ihm führen.
[59:33] Wir können von Jesus lernen und lasst uns von diesem Lernen, das Wort Gottes so weiterzugeben, wie wir es von ihm empfangen haben und wie er das hier uns vorgemacht hat.
[59:41] Möchtest du, lieber Freund, liebe Freundinnen, Gottes Wort noch besser verstehen? Wünschst du dir, es noch genauer zu studieren und Gott noch besser kennenzulernen, noch mehr persönliche Erfahrung mit dem Wort Gottes zu machen? Und möchtest du dann auch dieses Wort weitergeben, anderen helfen, solch eine schöne Erfahrung mit dem Wort Gottes zu machen, dass sie Kraft erleben, die in seinem Wort ist? Gott segne dich in deiner Entscheidung.
[1:00:08] Nächste Woche werden wir uns dann wiedersehen. Dann wird meine liebe Frau wer das nächste Thema halten. Bis dahin wünsche ich Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium und Weitergeben des Wortes Gottes. Amen.