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Manuskript zur Sendung >>> 13. Der Sabbat

In dieser Folge von „Fundament des Glaubens“ wird das Thema Sabbat ausführlich behandelt. Boris Bernhard erklärt die biblische Grundlage des Sabbats, seine Bedeutung als Zeichen zwischen Gott und seinem Volk und wie er bereits in der Schöpfung eingesetzt wurde. Es wird beleuchtet, wie der Sabbat gehalten werden soll, welche Zwecke er erfüllt und warum er ein Gedenktag ist. Die Ausführungen basieren auf biblischen Texten und beleuchten auch die historische Entwicklung und unterschiedliche Interpretationen des Sabbats in der Christenheit.

In dieser Folge von „Fundament des Glaubens“ widmet sich Boris Bernhard dem Thema Sabbat. Er beleuchtet die biblische Grundlage des Sabbats, seine Bedeutung als Zeichen zwischen Gott und den Menschen und wie er bereits in der Schöpfung eingesetzt wurde. Das Video erklärt, wie der Sabbat gehalten werden soll, welche Aktivitäten an diesem Tag angemessen sind und welche vermieden werden sollten. Es wird auch auf die historische Entwicklung und die unterschiedlichen Auffassungen des Sabbats in der Christenheit eingegangen, wobei die biblische Perspektive auf den Samstag als Sabbat betont wird.


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Serie: Fundament des Glaubens

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen hier auf www.joelmedia.tv.de zu unserer Reihe Fundament des Glaubens, heute mit Thema Nummer 13, der Sabbat.

[0:56] Wir haben im letzten Studium gemeinsam gelernt, dass das Gesetz Gottes heute noch wichtig ist. Und wie ich damals schon gesagt habe, dass das Studium über den Sabbat noch folgen wird, werden wir uns heute darum kümmern. Wir haben gesehen, dass das Gesetz Gottes in Ewigkeit gültig ist. Und wir müssen uns jetzt mit diesem besonderen Punkt auseinandersetzen, weil hier die Meinungen in der Christenheit sehr weit auseinander gehen. Ich mit meinen eigenen Ansichten bin Teil der Siebenten-Tags-Adventisten. Und ich denke, der Sabbat ist durchaus wichtig. Und der Sabbat ist auch etwas Biblisches. Und wir wollen uns gemeinsam anschauen, ob sich das wirklich so verhält, ob es eine gewisse Logik dahinter gibt. Und dann wird sich die Frage stellen, ob man das tun muss. Und die Bibel gibt dazu interessante Antworten. Und ich lade euch ein, gemeinsam mit mir über dieses wichtige Thema zu beten, weil es doch die Christenheit so grundlegend teilen kann.

[1:57] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für diesen Tag des Lebens. Wir danken dir für die Möglichkeit, in deinem Wort zu studieren. Großer Gott, heute geht es um den Sabbat. Heiland, ich bitte dich, gib du uns Klarheit darüber, ob er heute noch gültig ist, inwieweit er noch gültig ist, ob wir ihn befolgen müssen, ob der Sabbat sich geändert hat. Das sind alles Fragen, die wichtig sind, da wir in Jakobus letzte Woche gelernt haben, dass wer ein Gesetz übertritt, der ist von allen schuldig geworden. Und Heiland, wir möchten vor dir nicht sündigen, wir möchten vor dir nicht schuldig werden, sondern wir möchten wissen, was dein Wille ist und ihm folgen. Großer Gott, so bitte ich dich, sei du mit deinem Heiligen Geist bei uns und erleuchte uns, dass wir verstehen können, was dein Wille ist. Großer Gott, so danken wir dir und bitten dich im Namen Jesu. Amen.

[2:51] Wie ich letzte Woche schon gesagt habe, gibt es bei den Geboten verschiedene Zählweisen. Bei der Zählweise, die ich bevorzuge, da ist der Sabbat das vierte Gebot. Bei anderen Zählweisen ist er Teil des zweiten Gebotes. Und wir sollten uns darüber nicht weiter streiten. Ich möchte nur kurz sagen, welche Fachworte ich benutze. Wenn ihr andere benutzen möchtet, das sei euch überlassen und das ist vollkommen okay für mich. Das Einzige, was beim Sabbat vielleicht signifikant und wichtig ist, ist, dass alle Gebote mit "Du sollst" bzw. "Du sollst nicht" anfangen. Nur der Sabbat hat eine besondere Bezeichnung.

[3:33] Lasst uns gemeinsam aufschlagen, 2. Mose Kapitel 20, die Verse 8 bis 11. 2. Mose Kapitel 20, die Verse 8 bis 11. "Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Werke tun. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun. Weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn geheiligt."

[4:20] Gott hat also einen bestimmten Tag der Woche, nämlich den siebten Tag der Woche, genommen und ihn geheiligt. Und der Grund, warum wir diesen Tag heiligen sollen, ist, weil Gott der Schöpfer ist. Wenn wir Gott als den Schöpfergott anbeten, darum sollen wir den Sabbat halten. Das ist das, was dieses Gebot an dieser Stelle aussagt. Und es ist noch etwas Interessantes. Gott wusste, dass ein Tag leicht in Vergessenheit geraten würde. Deshalb hat er gesagt: "Erinnere dich an den Sabbattag." Wir wissen, dass das Volk Israel erst den Sabbat wieder lernen musste und die anderen Gebote irgendwo doch im Menschen drin stecken. "Du sollst nicht töten, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nur einen Gott haben, du sollst seinen Namen nicht missbrauchen." Ich denke, das ist klar für jedermann. Und Gott hat gesagt, bei einem Tag ist das nicht so klar. Deshalb hat er seinem Volk gesagt, damals am Berg Sinai: "Gedenke den Sabbatag." Er wusste, er würde vergessen werden.

[5:22] Und die Frage ist, wann wurde dieser Tag denn eingesetzt? Erst zu den zehn Geboten oder auch früher? Wir haben jetzt in den zehn Geboten gesehen, dass der siebte Tag der Tag ist, der geheiligt wurde von Gott. Und das gleiche Bild finden wir auch im Garten Eden in 1. Mose 2, 1-3. "So wurden der Himmel und die Erde vollendet, samt ihren ganzen Heer. Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte. Und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn. Denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte."

[6:11] Das heißt, wir sehen hier, dass der siebte Tag der Ruhetag ist, der bereits zu der Schöpfung eingesetzt wurde. Wir sehen also, dass Schöpfung und dieser siebte Tag sowohl im Garten Eden als auch bei den zehn Geboten sehr nah miteinander verbunden ist. Dass der Schöpfer Gott und die Ruhe an diesem Tag tatsächlich eine Übereinstimmung hat. Das heißt, Gott und der Mensch haben an diesem Tag auch geruht. Und sie haben diesen Tag gehalten. Der Sabbat ist dafür eingesetzt, um die Ruhe zu halten.

[6:48] Aber lasst uns gemeinsam anschauen, welchen Zweck der Sabbat hat. Der Zweck des Sabbats ist zweierlei. Und zwar, der erste Zweck ist, dass er ein Zeichen ist. Das finden wir in Hesekiel Kapitel 20, die Verse 12 und 20. Hesekiel Kapitel 20, die Verse 12 und 20. "Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, dass ich der Herr bin, der sie heiligt." Und jetzt weiterhin Vers 20: "Und heiligt meine Sabbate, damit sie ein Zeichen sind zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich der Herr euer Gott bin."

[7:36] Das ist das Erste, was wir sehen beim Sabbat. Er ist ein Zeichen zwischen Gott und den Menschen. Und dieses Zeichen wurde auch noch mal bewusster gemacht. Damals im alten Israel, nämlich die alten Völker darum herum, haben einen anderen Tag angebetet, um den Tag des Herrn, also um ihre Götter anzubeten. Und Gott hat ganz bewusst gesagt: "Nein, nicht irgendein Tag soll geheiligt werden, sondern der Sabbat Tag. Und er ist ein Zeichen zwischen meinem Volk und mir."

[8:11] Und er ist ein Gedenktag. Und das haben wir gesehen in 2. Mose 20, Vers 8. Aber das schauen wir uns noch mal gemeinsam an. 2. Mose, Kapitel 20, Vers 8. "Gedenke an den Sabbat Tag und heilige ihn." Und tatsächlich die bessere Übersetzung an dieser Stelle, weil sie genauer ist: "Erinnere dich an den Sabbat Tag und heilige ihn." Dieser Wochentag sollte für uns eine Erinnerung sein, uns Gott näher zu bringen, ihn nicht zu vergessen.

[8:45] Und jetzt ist die Frage, auf welche Weise sollten wir den Sabbat Tag halten? Was ist die Art und Weise, wie wir den Sabbat halten sollen? Weil wir sehen im Neuen Testament, dass die Pharisäer oftmals gestritten haben mit Jesus und gesagt haben: "Du hältst den Sabbat nicht." Und da ist die Frage: Hat Jesus gesagt, der Sabbat ist nicht wichtig, dass man ihn halten sollte? Nicht mehr halten sollte? Oder hat Jesus gesagt: "So wie ihr sagt, dass der Sabbat gehalten werden sollte, ist es nicht richtig?" Und das ist tatsächlich interessant und spannend gemeinsam zu studieren.

[9:21] Lasst uns gehen in Matthäus, Kapitel 12, die Verse 11 und 12. Matthäus, Kapitel 12, die Verse 11 und 12. "Er, Jesus, aber sprach zu ihnen: Welcher Mensch ist unter euch, der ein Schaf hat und wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, es nicht ergreift und herauszieht? Wie viel mehr nun ist ein Mensch wert als ein Schaf? Darum darf man am Sabbat wohl Gutes tun."

[9:55] Er sagt also, Gutes tun ist ein Zeichen am Sabbat. Etwas, was man tun soll am Sabbat. Der Sabbat ist da, um Gutes zu tun. Und das sagt er an dieser Stelle.

[10:07] Ein zweites Merkmal ist, an Gott zu denken und über ihn zu sprechen. Und das haben auch die Apostel in der Apostelgeschichte gemacht. Nämlich Apostelgeschichte, Kapitel 18, die Verse 1 bis 4.

[10:24] Da hat er eine Idee. Er hat einen Juden, den er verließ, der nach Korinth kam. Und dort fand er einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der vor kurzem mit seiner Frau Prechyla aus Italien gekommen war, weil Claudius befohlen hatte, dass alle Juden Rom verlassen sollten. Zu diesen ging er, und weil er das gleiche Handwerk hatte, blieb er bei ihnen und arbeitete. Sie waren nämlich vom Beruf Zeltmacher. Er hatte aber jeden Sabbat unter Redungen in der Synagoge und überzeugte Juden und Griechen.

[11:01] Wir sehen also, wir sollen an Gott denken und mit ihm sprechen. Nicht nur mit unseren eigenen Glaubensgenossen, sondern auch mit anderen. Hier in der Bibel ausgedrückt mit Juden und Griechen. Und das ist es, was wir an diesem Tag noch machen sollen.

[11:17] Etwas weiteres Schönes, was wir an diesem Tag machen sollen. Wie wir vorhin gelernt haben, ist, der Sabbat immer eine Verbindung mit der Schöpfung. Und natürlich sollen wir an diesem Tag auch die Schöpfung genießen. Und dazu lese ich super gerne die Psalmen. Die Psalmen sind ein einziger Lobgesang auf Gott und seine Schöpfung. Und lasst uns gemeinsam aufschlagen, den Psalm Nummer 19, die Verse 2 bis 5. Psalm 19, Verse 2 bis 5. "Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes und die Ausdehnung verkündigt das Werk seiner Hände. Es fließt die Rede Tag für Tag, Nacht für Nacht tut sich die Botschaft kund. Es ist keine Rede und es sind keine Worte, deren Stimme unhörbar wäre. Ihre Reichweite erstreckt sich über die ganze Erde und ihre Worte bis ans Ende des Erdkreises. Er hat der Sonne am Himmel ein Zelt gemacht."

[12:17] Der Sabbattag ist ein besonderer Tag der Anbetung, um ihn auch in der Natur zu begehen.

[12:23] Und etwas Wichtiges, was wir am Sabbat meiden sollten, an diesem Tag des Herrn, am Tag, an dem wir zum Beispiel in den Gottesdienst gehen, ist Zerstreuung zu vermeiden. Und das finden wir ganz deutlich in Jesaja Kapitel 58 und dort in Vers 13. "Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, dass du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt, wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen Tag des Herrn Ehren wehrt, wenn du ihn ehrst, sodass du nicht deine Gänge erledigst und nicht dein Geschäft treibst, noch nichtige Worte redest, dann wirst du an dem Herrn deine Lust haben. Und ich will dich über die Höhen des Landes führen und dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob. Ja, der Mund des Herrn hat es verheißen."

[13:21] Das heißt, an diesem Tag sollen wir uns auf Gott konzentrieren und nicht auf unsere eigenen Sachen, auf unsere eigenen Erledigungen, auf unsere Werke, auf die Geschäfte, die wir machen, auf die Dinge, die wir machen. Tatsächlich weiß ich, dass Juden, die den Sabbat halten, an diesem Tag oft zusammenkommen und Geschäfte miteinander besprechen. Und ich denke nicht, dass das eine Sache ist, die gemäß diesem Artikel in Jesaja 58 ist. Ich will sie deshalb nicht verurteilen, aber wir sehen dadurch, der Sabbat ist nicht gehalten, nur weil es ein Tag ist, sondern es ist eine innere Einstellung, in diesem Moment. Und tatsächlich habe ich das nur in einem Fall gehört. Das soll jetzt nicht für die große ganze Religion gelten. Aber ich habe es an dieser Stelle gemerkt und habe gesagt, das ist nicht genau das, was Gott sich vorgestellt hat.

[14:16] Und lass uns noch die Zeitspanne anschauen, von der der Sabbat da ist. Weil wir haben ja von Mitternacht bis Mitternacht, dass das die Tageseinteilung ist und die biblische Zeiteinteilung ist ein bisschen eine andere. Und so ist auch der Sabbat nominell biblisch gesehen in einer anderen Zeiteinteilung. Lass uns dazu aufschlagen, den dritten Mose, Kapitel 23 und dann den Vers 32. Dritter Mose, Kapitel 23, Vers 32.

[15:00] Dort spricht Jesus über den Versöhnungstag, oder nicht Jesus, sondern die Textstelle spricht über den Versöhnungstag. "Ein Sabbat der Ruhe soll es für euch sein und ihr sollt eure Seelen demütigen. Am neunten Tag des Monats, am Abend, sollt ihr die Feier beginnen und sie soll wehren von einem Abend bis zum anderen." Und auch in dem Schöpfungsbericht sehen wir, dass es dunkel wurde und es hell wurde, also es Abend wurde und es Morgen wurde und dass das die Zeitspanne eines Tages ist.

[15:25] Das heißt, das ist einfach nur so eine Kleinigkeit, woran wir erkennen können, wann fängt denn der Sabbat an? Also wann ist die genaue Uhrzeit dafür?

[15:36] Und die Sache ist die, was bringt uns das alles? Wenn wir das halten, ist dadurch irgendwas besser oder schlechter? So haben es zum Beispiel meine Freunde bei den Apostolen, bei den Neuapostolen, die sagen, der Sonntag ist der christliche Sabbat. Es ist der Tag, an dem wir Gott heiligen und an diesem Tag tun wir genau das, was Gott von dem Sabbat möchte. Und ich kann euch sagen, es ist ein sehr schönes Erlebnis, zu sehen, wie ehrfürchtig dieser Tag gehalten wird von dieser Glaubensgruppe. Und so auch zum Beispiel bei Katholiken, bei katholischen Freunden, die ich habe, die sich weigern, an diesem Tag irgendwie zu arbeiten, weil sie sagen, das ist der Tag des Herrn, der von Samstag auf Sonntag übertragen worden ist. Und es ist wirklich schön zu sehen, wie das gehalten wird und welch Freude die Menschen daran haben.

[16:36] Und deshalb sollten wir da Klarheit schaffen, welches der Sabbat ist, der biblische Sabbat. Ist es der Tag der Wiederauferstehung, der Sonntag, oder ist es der Sabbat, der Samstag? Und dazu lasst uns ins Neue Testament gehen, nämlich in Lukas. Lukas Kapitel 23, und da den Vers 53. Lukas Kapitel 23, Vers 53. Und wir lesen über die Kapitelgrenze hinüber bis in Lukas 24, Vers 2.

[17:11] "Und er nahm ihn herab, ihn, Jesus nahm er herab, wickelte ihn in Leinwand und legte ihn in einen Felsen, gehauenes Grab, worin noch niemand gelegen hatte. Und es war Rüsttag. Andere Übersetzungen sagen Freitag. Und der Sabbat brach an. Es folgten aber auch die Frauen nach, die mit ihm aus Galiläa gekommen waren und sahen sich das Grab an und wie sein Leib hineingelegt wurde. Dann kehrten sie zurück und bereiteten wohlriechende Gewürze und Salben. Am Sabbat aber ruhten sie nach dem Gesetz. Am ersten Tag der Woche aber kamen sie am frühen Morgen zum Grab und brachten die wohlriechenden Gewürze, die sie bereitet hatten, und noch etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein vom Grab weggewälzt."

[18:04] Wir sehen hier, dass der Sabbat der Samstag ist. Denn am Freitag ist Jesus gestorben. Am Sabbat lag er im Grab. Am Sonntag, dem ersten Tag der Woche, ist er wieder auferstanden. Das heißt, der biblische Sabbat ist der Samstag.

[18:26] Jetzt können wir argumentieren: Ist denn der Sabbat zur Wiederauferstehung, zur Ehre Gottes, auf den Sonntag verlegt worden? Das ist die einzige Frage, die wir uns an der Stelle stellen müssen. Dazu sollten wir Sachen betrachten. Nämlich, dass Jesus gesagt hat zu seinen Jüngern, erst bitte darum, dass eure Flucht nicht am Sabbat oder im Winter geschieht. Das hat er in Matthäus 24 erzählt, als es darum ging, dass die Jünger gefragt haben: "Herr, was wird das Zeichen, also diese Zeichen sein, nämlich der Zerstörung des Tempels, wo Jesus gesagt hat: 'Ich sage euch, kein Stein wird auf dem anderen bleiben.' Und was werden die Zeichen deiner Wiederkunft sein?" Und Jesus gesagt hat: "Bittet darum, dass eure Flucht nicht am Sabbat geschehen soll."

[19:28] Wir sehen hier ein Indiz dafür, dass Jesus nicht gesagt hat: "Bittet darum, dass es am Sonntag geschehen soll." Wir sehen auch an keiner Stelle, dass offiziell der Sabbat verlegt wurde auf den Sonntag. Dazu werden wir noch interessante Fragestunden haben, wo ich versuche, diese Fragen einfach deutlich zu beantworten. Aber ich möchte mit euch eine Verständnisfrage machen. Und zwar lasst uns gemeinsam einen Zeitstrahl anschauen. Und zwar den Zeitstrahl des Sabbats.

[20:01] Wann wurde der Sabbat etabliert? Und da sehen wir in 1. Mose 2, Verse 1 bis 3, dass dort der Sabbat gemacht wurde, der siebte Tag, der Ruhetag für den Menschen. Es wurde nicht für den Juden gemacht, dieser Tag, sondern er wurde für den Menschen gemacht. Und wenn wir jetzt diesem Zeitstrahl folgen, sehen wir, dass das Volk Israel, als es herausgeführt wurde, auf dem Weg durch die Wüste, in 2. Mose 16, Vers 23, das Manna sammeln sollte, aber nicht am Sabbat das Manna sammeln sollte. Das heißt, der Sabbat war schon aktiv, bevor das Gesetz kam, bevor das Gesetz verkündet wurde am Berg Sinai, sollte der Sabbat schon gehalten werden.

[20:54] Dann am Berg Sinai wurde der Sabbat gehalten und wurde sogar verkündigt als Gesetz: "Gedenke dem Sabbattag, dass du ihn heiligst." Wir sehen also im Laufe der Geschichte, dass das Volk Israel diesen Sabbat halten sollte, weil das Volk Israel als auserwähltes Volk gesehen wurde und von Gott angesehen wurde als die Träger des Gesetzes, um es der Welt zu zeigen: "Ach, was für ein toller Gott ist das."

[21:25] Dann sehen wir den nächsten großen Sprung, dass auch Jesus diesen Sabbat gehalten hat und dass auch in Matthäus 24, Vers 20 der Sabbat gehalten wurde, 70 nach Christus, weil die Jünger beten sollten, dass es nicht an diesem Tag geschehen sollte.

[21:43] Und jetzt finden wir noch etwas Interessantes. Wir finden etwas Interessantes in Jesaja Kapitel 66, die Verse 22 und 23. Jesaja Kapitel 66, die Verse 22 und 23. Und das möchte ich gerne euch vorlesen. Das habe ich nicht als Folie vorbereitet, sondern das lese ich jetzt vor. "Und es wird geschehen, dass an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um vor mir anzubeten, spricht der Herr."

[22:19] Wir sprechen hier von einer Zeit, die eine besondere ist, nämlich in Vers 22 finden wir, wann die Zeit ist. "Denn gleich wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, von meinem Angesicht bleiben werden, spricht der Herr, so wird auch der Same und euer Name bestehen bleiben." Das heißt, wenn die Zeit des neuen Himmels und der neuen Erde ist, wird auch der Sabbat gehalten werden.

[22:49] Und tatsächlich ist es im Hebräischen so gewesen, dass die Wochentage bestimmte Namen hatten, nämlich der erste Tag der Woche hieß "der erste Tag", was wir heute als den Sonntag kennen. Der zweite Tag ist der Montag. Der dritte Tag ist der Dienstag und so weiter. Und unser heutiger Freitag hieß bei den Juden "Rüsttag". Und der siebte Tag hieß nicht "siebter Tag", sondern "Sabbat".

[23:20] Und hier folgen wir jetzt ein bisschen menschlicher Logik, sondern wir geben nämlich nur Dingen, die wichtig sind, einen Namen. Wir geben Kindern und Haustieren Namen, nicht aber Stühlen oder Elektrogeräten. Wir sehen hier, dass Gott dadurch, dass er einen Namen gegeben hat diesen Tagen, nochmal einen besonderen Wert darauf legt. Und wir sehen, dass der biblische Sabbat der Samstag ist und dass das Halten dieses Sabbats heute noch gemäß dem Wort Gottes ist, dass es also nicht verkehrt ist, ihn zu halten.

[24:00] Und ich denke, das sollte uns immer wieder ein Zeichen sein, christlicher Nächstenliebe, dass es nämlich in Ordnung ist, den Sabbat zu halten. Ich sage an dieser Stelle nicht, dass er gehalten werden muss. Das soll jeder für sich frei selbst unterscheiden. Und ich kann jeden verstehen, der an dieser Stelle sagt: "Naja, ich erachte das nicht als so wichtig, den Sabbat zu halten. Ich möchte den Sabbat am Sonntag halten." Das ist für mich vollkommen in Ordnung. Ich möchte hier nur zu etwas aufrufen, das mir ganz arg wichtig ist, nämlich, dass der Sabbat nichts Unbiblisches ist, dass es auch okay ist, den Samstag als den Sabbat des Herrn zu halten, gemäß seinem Gesetz und gemäß seinen Geboten. Und dass ich deshalb nicht als komisch angesehen werde, sondern dass man sagt: "Okay, das ist nichts für mich, aber das ist eine Sache, die nicht der Bibel entgegensteht." Deshalb, wer bin ich, dass ich mich zum Richter erhebe? Da möchte ich einfach an dieser Stelle für Akzeptanz werben.

[25:07] Und ich möchte mit euch zum Abschluss noch Markus Kapitel 2, die Verse 27 und 28 lesen. Markus Kapitel 2, die Verse 27 und 28.

[25:21] "Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen, nämlich bei der Schöpfung. Nicht der Mensch um des Sabbats willen. Also ist der Sohn des Menschen Herr auch über den Sabbat."

[25:41] Der Sabbat ist ein Geschenk, das wir von Gott bekommen haben. Ein Geschenk, dass wir unseren Fokus ausrichten können auf Gott. Ein Tag, an dem wir mit ihm verbringen dürfen, an dem wir über sein Wort nachdenken, an dem wir ihm Lob preisen. Ein Tag, an dem wir die Natur genießen dürfen. Ein Tag, an dem wir nicht unsere eigenen Dinge machen sollen, sondern uns wirklich mit Gott beschäftigen. Und dass es auch biblisch ist, wenn wir den Tag von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang begehen. Dass wir also schon am Vorabend sagen: "Jetzt lassen wir die Welt Welt sein, jetzt ist Gott wichtig." Und ich kann euch sagen aus eigener Erfahrung, das ist ein solcher Segen, wenn man den Tag Gottes so verbringt. Ob es nun der Sonntag oder der Samstag ist, das sei jetzt an dieser Stelle jedem selbst überlassen. Ich habe mich dafür entschieden, wirklich auch da der Bibel zu folgen, weil ich sehen kann, ich habe kein biblisches Indiz dafür, dass der Sonntag gehalten werden müsste. Auch verurteile ich niemanden, der das tut. Aber dass ich sage: "Nein, ich möchte da der Bibel möglichst nah folgen, ich halte den Sabbat." Das möchte ich an dieser Stelle einfach sagen.

[27:03] Und wir sehen, Jesus ist der Herr über den Sabbat. Das heißt, dieser besondere Tag ist der Tag des Herrn Jesus. Und ist es nicht schön, wenn wir einen Tag in der Woche haben, an dem wir all unsere Sorgen und Nöte einfach beiseite legen können. Einen Tag, an dem wir wirklich ausruhen können. Und ich möchte dich einladen, dass du künftig einen Tag aussuchst, an dem du nichts Weltlichem nachgehst, nicht dein Feld bestellst oder deinen Garten, nicht die Steuererklärung machst oder den Gartenrasen mähst, sondern dass du an diesem Tag wirklich die Freude hast, mit Gott zu verbringen. Und ich kann dir einen Tipp geben: Wenn du morgens zum Gottesdienst gehst, dass ihr euch nachmittags gemeinsam trefft, dass ihr gemeinsam was gekocht habt und gemeinsam esst, die Zeit miteinander verbringt, dass wirklich eine christliche Nächstenliebe entsteht und eine Gemeinschaft entsteht. Das ist ein solcher Segen, den ich in meinem Leben erleben durfte. Und dort spielt in der Art und Weise, wie man diesen Tag halten sollte, der eigentliche Tag jetzt nicht so eine große Rolle.

[28:16] Und ich lade euch ein, mit mir gemeinsam zu beten, wenn wir künftig diesen Tag so halten möchten, wie Gott es möchte, nämlich die Art und Weise. Und deshalb lade ich euch ein, dort wo ihr seid, gemeinsam mit mir aufzustehen und Gott zu danken für diesen Tag und ihn zu bitten, dass er uns immer wieder erinnert, wie wir ihn halten sollen.

[28:40] Großer Gott im Himmel, ich danke dir für diesen Tag des Lebens. Ich danke dir, dass wir vor dich kommen können und dein Wort gemeinsam studieren dürfen. Heiland, wir danken dir, dass es einen Tag gibt, den du besonders für uns bereitet hast. Einen Tag, der uns etwas Gutes tun soll. Nämlich einen Ruhetag, den wir begehen dürfen, um Gemeinschaft mit dir zu verbringen. Heiland, ich danke dir, dass du an diesem Tag besonders mit uns bist und dass du uns hilfst, ihn gemeinsam zu begehen. Großer Gott, wir danken dir, dass du unser Herz offen machst, dass wir sehen dürfen, dass der Samstag durchaus ein biblisches Motiv ist und dass wir niemanden verurteilen und verdammen sollten, der diesen Tag halten möchte. Dass es auch ein biblisches Prinzip ist und dass jeder frei nach seinem Gewissen diesen Tag verbringen darf. Heiland, dass wir aber sehen dürfen, dass durch dein Wort gesagt ist, wie wir diesen Tag verbringen sollen. Großer Gott, ich bitte dich, lass du das Gestalt in unserem Leben annehmen, dass wir wirklich in christlicher Gemeinschaft mit unseren Brüdern und Schwestern diesen Tag verbringen, dass wir an diesem Tag Gutes tun, dass wir ihn nicht halten wie die Pharisäer, sondern dass wir ihn halten wie deine Kinder. Großer Gott, so danken wir dir und bitten dich im kostbaren Namen Jesu. Amen.

[30:15] Vielen Dank, dass ihr dieses Mal wieder eingeschaltet habt zu diesem spannenden und tollen Thema. Und ich lade euch auch ein, nächstes Mal dabei zu sein, wenn es heißt Fundament des Glaubens, dort zu Lektion Nummer 14, eine Lektion der Vergangenheit. Wir werden uns anschauen, wie das Christentum im Laufe der Zeit seine Vormachtstellung in Europa gebraucht und vielleicht sogar missbraucht hat. Wir werden uns anschauen, wovor die Urgemeinde gewarnt wurde und wie sich das entwickelt hat. Wir werden nächste Woche eine spannende Reise durch die Geschichte des Christentums gehen, wie sich das Christentum entwickelt hat und wo es Wege gegangen hat, die vielleicht nicht den Wegen entsprechen, wie wir sie heute für gut erachten. Deshalb lade ich euch ein, auch beim nächsten Mal wieder dabei zu sein und wünsche euch Gottes reichen Segen.


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