[0:30] Hallo und herzlich willkommen hier auf www.joelmedia.tv.de zu unserer Reihe Fundament des Glaubens. Heute mit Thema Nummer 14, eine Lektion der Vergangenheit.
[0:56] Wir haben in den letzten Lektionen gelernt, wie es sich mit dem Gesetz verhält, wie es sich mit dem Sabbat verhält. Und wir haben auch in der Bibel durchaus Hinweise darauf, wie sich die christliche Gemeinde im Laufe der Zeit entwickeln wird. Schon Anfänge im Nukleus haben wir gesehen in den ersten Gemeinden und die Apostel haben genau dieses aufgeschrieben. Und auf diese spannende Reise lade ich euch heute mit ein, dass wir sie gemeinsam begehen.
[1:26] Doch bevor wir das Wort Gottes öffnen, lade ich euch ein, gemeinsam mit mir zu beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für diesen Tag des Lebens. Wir danken dir für die Möglichkeit, heute wieder gemeinsam dein Wort zu studieren. Großer Gott, der Titel ist eine Lektion der Vergangenheit. Wir werden eine Figur heute finden, die Johannes als den Antichristen bezeichnet hat. Großer Gott, lass uns bitte erkennen, was so die äußeren Merkmale von dieser Figur sind, dass wir nicht auf die vielfältigen Meinungen unserer Zeit hereinfallen. Großer Gott, wir bitten dich, sei du unser edelster Gast und gib du uns deinen Heiligen Geist, dass wir verstehen können, was du uns sagen möchtest. Großer Gott, so sind wir voller Dankbarkeit und bitten all das in deinem kostbaren Namen, Herr Jesu. Amen.
[2:27] Lasst uns gemeinsam die Apostelgeschichte aufschlagen und dort sehen, was Johannes, was Paulus Worte waren für die Zukunft der Kirche. Lasst uns aufschlagen die Apostelgeschichte 20, die Verse 28 bis 30. So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat. Hier spricht Paulus also zu den Aufsehern, zu den Pastoren, zu den Priestern, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat. Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen. Und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft.
[3:25] Und lasst uns noch 2. Petrus, Kapitel 2, die Verse 1 und 2 lesen. 2. Petrus, Kapitel 2, die Verse 1 und 2. Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk. Und auch unter euch werden falsche Lehrer sein, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar dem Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen. Und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen. Und viele werden ihren verderblichen Wegen nachfolgen. Und um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden.
[4:02] Wir haben hier deutliche Zeichen davon, was Paulus meinte. Dass nämlich nicht nur von außen falsche Lehrer kommen werden, sondern aus eurer eigenen Mitte werden sie kommen. Wir haben hier eine große Gefahr, die ihr Paulus sieht. Wir sehen also schon in der Urgemeinde gab es alle möglichen verschiedenen Ansichten über den Glauben. Und die Apostel haben diese falschen Lehrer abgewehrt. Und das sehen wir in vielen, vielen Briefen. Wir sehen das in den Briefen zu den Korinthern, zu den Galatern, zu den Kolossern, an Timotheus, an Titus, an Johannes, die Petrusbriefe und der Judasbrief. Alle thematisieren falsche Lehren. Wir müssen also aufpassen, was innerhalb des Christentums ist. Ihr müsst auch aufpassen, dass was ich sage, ob es wirklich biblisch fundiert ist. Weil das soll unsere gemeinsame Grundlage sein, auf der wir wandeln.
[5:01] Und lasst uns schauen, wie Johannes in seinen Briefen diese falschen Lehrer nennt. Und was er über das Kommen eines bestimmten dieser falschen Lehrers sagt. Schlagt bitte mit mir gemeinsam auf 1. Johannes Kapitel 2, die Verse 18 bis 22. 1. Johannes Kapitel 2, die Verse 18 bis 22. Kinder, es ist die letzte Stunde. Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind jetzt viele Antichristen aufgetreten. Daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollte offenbar werden, dass sie alle nicht von uns sind. Und ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wisst alles. Ich habe euch nicht geschrieben, als ob ihr die Wahrheit nicht kennen würdet, sondern weil ihr sie kennt und weil keine Lüge aus der Wahrheit ist. Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.
[6:19] Und in 2. Korinther 11, Verse 13 bis 15 finden wir noch etwas Zusätzliches. 2. Korinther Kapitel 11, die Verse 13 und 15. Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als der Engel des Lichts. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit. Aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechen.
[6:54] An dieser Stelle in den Johannesbriefen finden wir das erste Mal und das einzige Mal in der gesamten Bibel den Begriff Antichrist. Und das griechische Wort, was wir hier haben, ist das Wort Antichristos. Und es setzt sich aus den zwei griechischen Worten zusammen, Anti und Christos. Anti heißt gegen oder anstelle von. Und Christos heißt der Messias, der Christus, der Gesalbte. Das heißt, dieser Antichrist ist einer, der gegen Christus oder anstelle von Christus agiert. Beide Übersetzungen sind an dieser Stelle möglich und beide Übersetzungen haben auch ihre Berechtigung an dieser Stelle.
[7:41] Johannes setzte den Zeitpunkt des Auftretens des Antichristen in die Zukunft. Wahrscheinlich hat er das Buch Daniel gelesen, womit wir uns nächste Woche besonders beschäftigen werden. Und sehen, dieser Antichrist, der kann jetzt noch nicht kommen. Der ist noch in der Zukunft. Da gibt es noch etwas, was ihn hindert. Und Johannes hat auch von dem Antichrist im Plural gesprochen. Dass es nicht ein großer Antichrist sein wird, der eine bestimmte Person ist, sondern viele Antichristen werden kommen. Und daran, dass schon viele gekommen sind, werden wir sehen, dass die Zeit sich dem Ende zuneigt. Diese ganzen falschen Lehrer sind eines Sinnes mit dem Antichristen. Dass sie sagen, nicht Gott und Christus und die Grundlage, die Bibel, ist die höchste Autorität, sondern etwas anderes. Nämlich unsere Gedanken oder die Gedanken von anderen Menschen. Das ist das, was den Antichristen an dieser Stelle auszeichnet.
[8:48] Und lasst uns gemeinsam schauen, was mit der Kirche sonst noch geschehen sollte im Laufe der Zeit. Und dazu schlagen wir den zweiten Thessalonicher Brief auf, in Kapitel 2, die Verse 3 bis 8. Zweiter Thessalonicher, Kapitel 2, die Verse 3 bis 8. Und lasst euch von niemandem in irgendeiner Weise verführen, denn es muss zuerst unbedingt der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt. Denkt ihr nicht mehr daran, dass ich euch all dies sagte, als ich noch bei euch war? Und ihr wisst ja, was ihn jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart werde zu seiner Zeit. Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken. Nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein. Und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, denn den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird.
[10:11] Wir haben hier in dem Text den Begriff Abfallen, Apostasia. Es heißt sich separieren wörtlich. Und wir wissen, dass Christus sich mit seiner Gemeinde vermählen möchte. Und hier haben wir diesen Begriff des Getrenntlebens. Paulus hat hier also vorausgesagt, dass die Gemeinde sich von ihrem Mann entfernen wird, immer weiter weg von den eigentlichen Lehren Christi geben wird. Und auch Paulus hat hier deutlich im Buch Daniel studiert und hat gesehen, es gibt noch etwas, was diesen Antichristen zurückhält. Erst muss das beseitigt werden, was es verhindert. Wir werden nächste Woche das genauer studieren. Ich werde jetzt ein Stückchen vorgreifen, nämlich das, was noch ist, nämlich das römische Reich, das muss erst beseitigt werden, das muss erst nicht mehr existent sein, damit der Antichrist auftreten kann. Das hat er durch sein Daniel Studium erfahren und das werden wir nächste Woche gemeinsam tiefer studieren. An dieser Stelle sei das einfach nur als Randnotiz bemerkt. Und er hat auch gesagt, dass das Böse heimlich an der Arbeit ist, was jetzt daran wirkt, um dieses römische Reich wegzudrängen, was den Antichristen noch verhindern soll. Und wir sehen auch, dass das, was dann auftreten wird, nämlich dieser Antichrist, bis zum Ende da sein wird. Im Text haben wir gelesen, und durch die Erscheinung seiner Wiederkunft wird er beseitigt werden, dieser falsche Lehrer, dieser falsche Geist. Das heißt, wir sehen, nach dem römischen Reich wird es beginnen und mit der Wiederkunft wird es erst enden. Das heißt, wir werden hier von einer Macht ansprechen, die zugegen sein wird vom Ende des römischen Reichs bis zur Wiederkunft. Aber dazu nächste Woche mehr.
[12:17] Jetzt ist die Sache, die Offenbarung sagt auch einiges darüber aus. Und ich lade euch ein, mit mir die Offenbarung 1 aufzuschlagen. Offenbarung Kapitel 1, die Verse 12 und 13 und dann die Verse 19 bis 20. Offenbarung Kapitel 1, die Verse 12 und 13 und dann 19 bis 20. Und ich wandte mich um und wollte nach der Stimme sehen, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, da sah ich sieben goldene Leuchter. Und mitten unter den sieben Leuchtern einen, der einem Sohn des Menschen glich, bekleidet mit einem Gewand, das bis zu den Füßen reichte und um die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel. Und jetzt die Verse 19 und 20.
[13:24] Wir sehen hier, dass Johannes eine Vision hatte. Eine Vision von einem mächtigen Wesen, dem Sohn eines Menschen glich. Wir sehen also hier schon ganz deutlich, dass es sich um eine Vision von Jesus Christus handelt, die Johannes bekommen hat. Und er hat gesagt, schreibe auf, was jetzt ist und was nach diesem geschehen soll. Wir haben also hier den Hinweis darauf, dass wir jetzt eine Erklärung kriegen, was geschehen soll und was ist Gegenstand dieser ganzen Sache. Es sind die sieben goldenen Leuchter, die die Bibel selber erklärt als die sieben Gemeinden. Und durch die ganze Reformation hindurch war es klar, dass hier die Abfolge der Christenheit gemeint ist. Das heißt, von der Gemeinde, wo Johannes es aufgeschrieben hat, der ersten christlichen Gemeinde, bis hin zur Gemeinde, zur Endzeit, wird jetzt aufgeschlüsselt, was was ist. Und wir wollen uns dem gemeinsam widmen.
[14:31] Und dazu lesen wir jetzt verschiedene Texte aus der Offenbarung. Das sind auch etwas längere Abschnitte. Wir schlagen auf die Offenbarung Kapitel 2 und dann die Verse 1 bis 11. Offenbarung Kapitel 2, die Verse 1 bis 11. Dem Engel der Gemeinde von Ephesus schreibe. Was ihr auf dem Bild seht, das ist die Ruine von Ephesus. Das sagt, der die sieben Sterne in seiner rechten Hand hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt. Ich kenne deine Werke und deine Bemühungen und dein standhaftes Ausharren und dass du das Böse nicht ertragen kannst. Und du hast die geprüft, die behaupten, sie seien Apostel und sind es nicht. Und hast sie als Lügner erkannt. Und du hast Schweres ertragen und hast standhaftes Ausharren. Und um meines Namen willen hast du gearbeitet und bist nicht müde geworden. Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Bedenke nun, wovon du gefallen bist und tue Buße und tue die ersten Werke. Sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust. Aber dieses hast du, dass du die Werke der Nikolaiten hast, die auch ich hatte. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Wer überwindet, dem will ich zu Essen geben vom Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist.
[16:02] Ephesus bedeutet begehrenswert. Es war eine begehrenswerte Gemeinde. Es ist die Gemeinde direkt nach Christus. Also nachdem Christus aufgefahren ist, den die Apostel und die Jünger gegründet haben. Und er hat gesagt, es ist gut, dass du die falschen Lehrer prüfst, die da schon gekommen sind. Am Hand im Wort Gottes und das, was die Apostel geschrieben haben. Und sie sagen, die erste Liebe hast du verlassen. Und wenn wir sehen, in die erste Gemeinde ist das genauso geschehen. Sie haben gesehen, wir warten jetzt auf Jesus. Jesus kommt bald wieder. Und dann haben sie gesehen, ein Apostel nach dem anderen stirbt weg. Paulus stirbt, Petrus stirbt, Thomas stirbt, Johannes stirbt. Am Ende sind sie alle weg. Sie sagen sich, haben sie vielleicht gelogen? Kommt Jesus wirklich bald wieder? Diese erste Liebe, Jesus kommt bald, ist langsam kalt geworden, ist langsam eingeschlafen. Und Jesus sagt, bedenke, wovon du gefallen bist. Und er hat noch ein Lob für diese Gemeinde, nämlich, dass sie die Werke der Nikolaiten hasst, die ich auch hasse. Nun das Einzige, was Jesus hasst, das haben wir bereits gelernt in dem Studium über das Gesetz, ist die Werke des Satans, welches ist die Sünde. Die Nikolaiten waren eine Gruppe von Menschen, die gesagt haben, dass das Gesetz heute nicht mehr bindend ist. Und darum waren ihre Werke Sünde. Und genau das ist das, was die erste Gemeinde gehasst hat und was auch Jesus hasst an dieser Stelle.
[18:00] Lasst uns weiterlesen, jetzt mit der Geschichte von Smyrna. Direkt weiter im Text. Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe, das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und lebendig geworden ist. Ich kenne deine Werke und deine Drangsal und deine Armut. Du bist aber reich. Und die Lästerungen von denen, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans. Fürchtet nichts von dem, was du erleiden wirst. Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werden, damit ihr geprüft werdet und ihr werdet Drangsal haben, zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod. So werde ich dir die Krone des Lebens geben. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Wer überwindet, dem wird kein Leid geschehen vor dem zweiten Tod.
[18:57] Smyrna heißt so viel wie Mürre oder Wohlgeruch. Es ist die zweite Gemeinde, die bitter verfolgt wurde. Wir sehen, dass als das Christentum relativ frisch aufkam, dass sie zwar nicht gerne gesehen waren, aber dass keine starke Verfolgung kam. Die starke Verfolgung begann dann im zweiten und dritten Jahrhundert nach Christus. Und die Christen hatten viel zu erdulden und zu erleiden. Und wir haben hier im Text etwas Interessantes. Du wirst diese Drangsal haben für zehn Tage. Wir haben in der Bibel ein Tag-Jahr-Prinzip, das sogar Johann Sebastian Bach in eines seiner Werke mit hineingebracht hat. Das finde ich sehr, sehr interessant. Und auch Sir Isaac Newton kannte dieses Tag-Jahr-Prinzip. Das ist ein Prinzip, das man anwenden kann, um zu sagen, dass ein Tag in der Prophetie ein Jahr in der Wirklichkeit ist. Das ist jetzt nicht, dass das so sein muss, aber es ist eine Sache, dass wir es anwenden dürfen. Und wenn wir es anwenden, finden wir tatsächlich in der Geschichte, dass es immer und immer und immer wieder passt. Nämlich in den Jahren 300 bis 313 nach Christus hat Kaiser Diokletian eine superstarke Christenverfolgung gemacht, die die Gemeinde stark erschüttert hat.
[20:22] Und wir finden noch etwas im Text, dass die Gemeinde Smyrna eine Synagoge des Satans in sich hat. Das heißt, Satan, der Widersacher, hat schon Mitglieder in dieser Gemeinde zu dieser Zeit. Und während wir in der ersten Gemeinde nur falsche Lehrer haben, die Lügner sind, und der Vater der Lüge ist Satan, also falsche Anhänger, jetzt haben wir schon eine Gemeinde innerhalb der Gemeinde, die Böses will.
[20:53] Lass uns mit den Gemeinden fortfahren in Offenbarung Kapitel 2, Verse 12 bis 16. Der Ball erklärte, einen Anstoß zur Sünde vor den Kindern Israels zu legen, sodass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben. So hast du auch solche, die an der Lehre der Nikoläiden festhalten, was ich hasse. Tue Buße, sonst komme ich rasch über dich und werde gegen sie Krieg führen mit dem Schwert meines Mundes.
[22:01] Pergamon bedeutet Erhöhung oder Anhöhe. Wir sehen, dass es sich um eine schon abfallende Gemeinde handelt, was Jesus hier sagt. Und das ist die Gemeinde des 4. und 5. Jahrhunderts, wo sich nach dieser schweren Verfolgung langsam Irrtümer in die Gemeinde hineinschleichen. Nach 313 hat der Nachfolger von Diokletian das mailändische Edikt herausgelassen, das war Konstantin, was die freie Ausübung des Christentums erlaubt hat. Und er hat auch viele Christen in die hohen Staatsämter gemacht. Und was dort passiert ist, dass der obere Teil der Bevölkerung sich plötzlich hat taufen lassen. Und das ist eigentlich das, was Historiker als den großen Umsturz gesehen haben, dass plötzlich der obere Teil der Bevölkerung christlich wurde. Allerdings war das keine echte Bekehrung, sondern sie haben einfach das Christentum gewählt, weil es jetzt en vogue war, ohne aber ihre heidnischen Rituale und Riten abzulegen. Und so ist heidnisches Gedankengut langsam in die Kirche hineingekommen. Und wir sehen aus der Geschichte von Bileam und Balak. Balak war ein moebitischer König und Bileam war ein Prophet. Und er hat Bileam bezahlt dafür, dass er das Volk verführt. Und so war es auch im Römischen Reich, dass Konstantin gesagt hat zu den hohen Bischöfen, passt auf, bringt das Volk dazu, nicht mehr so viel Unruhe zu stiften, dass man das tun muss und das tun muss. Sondern lehrt sie doch, dass das auch okay ist. Dass es der christlichen Lebens, der Nächstenliebe entspricht, die anderen doch auch einfach machen zu lassen. Auch wenn sie schon Christen sind, wenn sie weiterhin ihre heidnischen Feste feiern wollen, dann dürfen sie das. Wenn sie weiterhin Standbilder anbeten wollen, dann sollen sie das doch tun. Und so kam so langsam die Lehre Bileams mit in die Kirche hinein.
[24:20] Und 321 nach Christus machte er den Sonntag, den allührwürdigen Tag der Sonne zum offiziellen Ruhetag. Tatsächlich hat die urchristliche Gemeinde bis dahin den biblischen Sabbat gehalten. Nämlich bis ca. 321 nach Christus. Und dann wurde es so langsam umgemünzt auf den Sonntag. Das sehen wir hier an dieser Stelle, dass das der Weg des Antichristen ist. Und wir finden hier ein Zitat, das ich euch noch vorlesen möchte. Viele Heiden ließen sich in Folge als Christen taufen, trennten sich jedoch nicht von ihren alten Riten, Bräuchen und Traditionen. Die Sonne war im Heidentum meist ein Gott. Es gibt ehrlich gesagt etwas edles und königliches an der Sonne, die es zum würdigen Repräsentanten von Christus, der Sonne der Gerechtigkeit, macht. Und in vielen Ländern wurde anscheinend gesagt, behaltet den alten heidnischen Namen. Er soll weiterhin heilig genannt werden. Und so wurde aus dem heidnischen Sonntag der christliche Sonntag Jesus geweiht. Vater O'Brien, The Catholic World, März 1994.
[25:44] Und lasst uns noch sehen, was mit der Gemeinde weiter geschieht. Jetzt sind wir in der dritten Gemeinde, die schon Kompromisse eingeht, die schon weiter abfällt. Aber haltet euch fest, was in Offenbarung 2, die Verse 18 bis 22 steht. Offenbarung, Kapitel 2, die Verse 18 bis 22. Und die, welche mit ihr Ehe brechen, werfe ich in große Drangsal, wenn sie nicht Buße tun über ihre Werke.
[26:58] Thyatira war bekannt für den Purpurstoff, der dort festgehalten wurde. Es heißt übersetzt Tochter. Und die Gemeinde von Thyatira spielt in der Epoche des Mittelalters. Es sind mehrere Gemeinden, die Gott weiterhin treu waren, die weiterhin gesagt haben, wir wollen uns nicht mit dem Staat verbinden, sondern wir wollen frei unseren Glauben ausüben. Das waren zum Beispiel die Waldenser, die Albigenser und andere Gruppen um den Mittelmeerraum. Aber es war so, dass sie es zugelassen haben, dass Isebel lehrt. Wer war nun Isebel? Isebel war im alten Israel eine heidnische Frau, die mit Ahab, dem König von Israel, verheiratet war. Und wir wissen, dass in der Prophetie oftmals die Gemeinde als eine Frau dargestellt wird. Das heißt, eine abgefallene Frau ist eine abgefallene Kirche, eine abgefallene Gemeinde. Und das ist genau Isebel. Isebel ist hier plötzlich verbunden mit dem Staat. Sie haben eine Ehe eingegangen. Und weil die Ehe, der Ehemann jetzt der Staat ist und nicht mehr Christus, ist Isebel diese Ehebrecherin. Später wird sie auch genannt als die Hure. Das werden wir gleich lesen. Und wir haben hier die Vermischung von Kirche und Staat. Und diese Isebel wird als Prophetin bezeichnet. Sie gibt also selber von sich vor, für Gott zu sprechen. Und das, was sie sagt, eine göttliche Autorität hat. Und ich möchte wieder hier ein Zitat aus Sketches of Church History, Seite 23, vorlesen. Das Christentum, wie es im Mittelalter bestand, kann auch mit großer Genauigkeit als getauftes Heidentum bezeichnet werden.
[28:59] Wir sehen, dass zu diesem Zeitpunkt diese Kirche, diese Isebel, den Staat lenkt. Nach ihrem Gutdünken und nach ihren Vorstellungen. Und ich habe eben schon die Hure Babylon angesprochen und möchte jetzt mit euch gerne lesen, Offenbarung Kapitel 17, die Verse 1 bis 6. Offenbarung Kapitel 17, die Verse 1 bis 6. Und einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, kam und redete mit mir und sprach zu mir. Komm, ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wassern sitzt, mit denen die Könige der Erde Unzucht getrieben haben. Also hier sehen wir ganz deutlich, dass das die Überschneidung ist. Und von deren Wein der Unzucht die, welche der Erde bewohnen, trunken geworden sind. Und er brachte mich im Geist in eine Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das voll Namen und Lästerungen war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Und die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelsteinen und Perlen. Und sie hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll von Gräueln, der Unreinheit und ihrer Unzucht. Und auf der Stirn war ein Name geschrieben. Geheimnis Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde. Und ich sah die Frau berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu. Und ich verwunderte mich sehr, als ich sie sah.
[30:32] Hier wird vom geistlichen Babylon gesprochen. Eine Macht, die mit den Königen sich verbunden hat und die auf dem Tier sitzt, die das Tier leitet und reitet. Bis zum Ende der Weltzeit wird diese Verbindung zwischen Staat und Kirche bestehen bleiben. Und diese Macht, die sich da im Mittelalter gebildet hat, wird auch bis zum Ende der Zeit vorherrschend sein. Und die Frage, die wir uns stellen müssen ist, was ist überhaupt Babylon? Und wir finden im Anfang der Bibel in 1. Mose 11, Verse 3 bis 4, eine interessante Definition von Babylon, nämlich die erste, die wir finden können. 1. Mose, Kapitel 11, die Verse 3 und 4. Und sie sprachen zueinander wohl an, lasst uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen. Und sie verwendeten Ziegel statt Steine und Asphalt statt Mörtel. Und sie sprachen wohl an, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden.
[31:50] Wir finden hier ganz deutlich, dass Babylon etwas ist, was gegen das Wort Gottes spricht. Wenn wir nämlich vor 1. Mose 11 lesen, sehen wir, dass Gott gesagt hat, verteilt euch über die ganze Erde. Das ist mein Auftrag für euch. Das war nach der Sinnflut für Noah und seine Söhne. Und hier sagen die, nein, lasst uns eine Stadt bauen, damit wir nicht zerstreut werden. Und sie haben die Stadt nicht aus Steinen und Mörtel gebaut, das, was in der Natur vorhanden ist, das, was Gott geschaffen hat, sondern sie haben sich Ziegel gestrichen. Das zeugt von ihrer eigenen Arbeit, von ihren eigenen Werken. Tatsächlich ist es auch so, dass Babel im Arkadischen heißt, das Tor zu Gott oder der Weg zu Gott. Und in der Sicht der Babylonier war ihre Religion, das, was sie taten, das Richtige, um vor Gott gerecht zu werden. Aber gleichzeitig hieß es im Hebräischen Verwirrung, Bab El oder Babel. Und wir sehen, dieses Babylon denkt von sich, den Weg zum Himmel zu kennen und andere darauf gut leiten zu können. In Wirklichkeit ist es aber eine Verwirrung.
[33:07] Und wir sehen auch, dass diese Hure bekleidet war mit Gold, Silber und Scharlach. Und wir sehen auch, dass im Heiligtum es auch jemanden gab, der mit solchen Farben bekleidet war, nämlich auch mit Gold, mit Scharlach, mit Rot und mit Blau. Und Blau ist, was dieser Frau fehlt. Blau symbolisiert in 2. Mose 28, Vers 6 das Gesetz. Die Quasten des Anzugs, des hohen priesterlichen Gewands sollten in Blau gehalten werden, damit man sich an das Gesetz erinnert. Das heißt, diese Frau erinnert sich nicht an das Gesetz, erinnert sich nicht an die Gebote Gottes.
[33:57] Und wir werden im kommenden Studium herausfinden, wer diese Frau ist. Wir werden uns nämlich beschäftigen mit der Identität des Antichristen. Und ich lade euch ein, dieses Thema, was wir heute gemeinsam studiert haben, runterzuladen und nochmal genau zu studieren, ob es sich denn wirklich so verhält. Weil viele sagen, dass der Antichrist vom Islam kommt oder dass der Antichrist einer der US-Präsidenten ist oder der Präsident von Russland. Obwohl diese doch alle nicht von innerhalb des Christentums kommen bzw. nicht aufgetreten sind nach dem Römischen Reich, direkt danach.
[34:44] Ich lade euch ein, nochmal gemeinsam mit mir zu beten. Lieber Vater, hab Dank, dass du uns gezeigt hast, woher der Antichrist kommen soll und was das Schicksal der Gemeinden sein sollte. Gott sei Gott, dass du gezeigt hast, dass Satan am Anfang schon Anhänger hatte, dann schon eine Gemeinde hatte, dann in der dritten Gemeinde schon der Thron des Satans aufgerichtet worden war und in Thyatira, der letzten der vier Gemeinden, die wir heute behandelt haben, die Tiefen des Satans ergründet wurden. Aber Heiland, auch in Thyatira hast du gesagt, ich komme. Dort hast du den ersten Hoffnungsschimmer nach dem ganzen Abfall uns gezeigt und wir durften sehen, dass du deine Gemeinde wieder aufrichten wolltest, dass die Wahrheit immer wieder mehr ans Licht kommt. Gott sei Gott, ich bitte dich, sei du bei unserem Studium auch für nächste Woche und gib du uns deinen Segen. So bitten wir in deinem herrlichen Namen, Herr Jesu. Amen.