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Manuskript zur Sendung >>> 15. Die Identität des Antichristen

In dieser Predigt wird die biblische Prophetie über das vierte Tier in Daniel 7 und seine symbolische Bedeutung für Weltreiche untersucht. Der Fokus liegt auf der Identifizierung des Antichristen, der durch ein „kleines Horn“ dargestellt wird. Es werden zehn spezifische Merkmale dieses Horns analysiert und mit historischen und theologischen Fakten verglichen, um eine bestimmte religiös-politische Macht zu identifizieren.

Die Predigt beleuchtet die Eigenschaften des Antichristen, wie seine Herkunft, seine Handlungen gegen Gott und seine Verfolgung der Gläubigen. Abschließend wird das Papsttum als die Macht identifiziert, die alle diese Kriterien erfüllt, und die historische Entwicklung und die theologischen Implikationen werden dargelegt.


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Serie: Fundament des Glaubens

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Transkript

[5:00] Und ich will über Elam die vier Winde kommen lassen, von den vier Himmelsrichtungen her, und sie nach allen diesen Windrichtungen zerstreuen. Und ich will den Elamitern Schrecken einjagen von ihren Feinden und von denen, die ihnen nach dem Leben trachten. Und werde Unheil über sie bringen. Die Glut meines Zorns spricht der Herr, und ich werde das Schwert hinter ihnen herschicken, bis ich sie aufgeregt habe. Das heißt, wir sehen hier, dass die Winde, die vier Winde, Kriege sind. Wenn wir die Geschichte nämlich weiterverfolgen, sind die Elamiter durch andere Völker vollständig zerrieben und vernichtet worden. Und auch das zeigt uns ganz deutlich, diese vier Winde aus den vier Himmelsrichtungen, das sind die Kriege, die hinüberkommen werden.

[5:48] Das nächste Bild ist das große Meer. Und auch da gibt die Bibel wieder eine Antwort in Joshua Kapitel 1, die Verse 3 bis 4. Und tatsächlich interessant ist, hier auf dem Bild seht ihr das, dass dieses Gebiet hier so orange eingefasst ist. Das ist auch das Gebiet Babylons gewesen. Und dieses Gebiet sollte reichen vom Euphrat bis hin nach Westen zum großen Meer. Und das Gebiet wurde westlich begrenzt von einem großen Meer, welches ist das Mittelmeer.

[6:38] Und jetzt haben wir noch die Tiere. Das wird ausgelegt allein durch das Kapitel in Daniel 7, was die Tiere bedeuten. Dazu lasst uns aufschlagen, Daniel 7, die Verse 17 und den Vers 23. Vers 7, 17 und Vers 23. Und jetzt Vers 23. Das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf Erden sein wird, das sich von allen anderen Königreichen unterscheiden wird. Wir sehen, dass die Bibel hier König und Königreich gleichsetzt und dass sie das als Substitution füreinander hier verwendet. Das soll die Grundlage sein, auf der wir jetzt studieren.

[7:26] Wir sehen also, dass Jesus, dass Daniel an dieser Stelle etwas gesehen hat, nämlich, dass der Raum ums Mittelmeer herum erschüttert wird durch Kriege und dass ein Weltreich nach dem anderen jetzt aufsteigen wird. So wie wir es in Daniel 2 bereits gesehen haben. Und lasst uns noch schauen, was das Meer ist, aus dem diese Tiere kommen. Wir wissen den Schauplatz, nämlich das große Meer. Und jetzt lasst uns noch schauen, was das Meer oder die Wasser bedeuten. In Offenbarung, Kapitel 17, Vers 15. Offenbarung, Kapitel 17, Vers 15. Und er sprach zu mir, die Wasser, die du gesehen hast, wo die Hure sitzt, sind Völker und Scharen und Nationen und Sprachen. Das heißt, aus dem dicht besiedelten Gebiet des Mittelmeerraumes, dort werden Kriege kommen und dort werden Weltreiche aufziehen.

[8:23] Und wir werden jetzt Vers für Vers uns einmal die Prophetien anschauen. Lasst uns aufschlagen, Daniel, Kapitel 7 und dann den Vers 4. Vers 4. Das erste glich einem Löwen und hatte Adlerflügel. Ich schaute, bis ihm die Flügel ausgerissen wurden und es von der Erde aufgerichtet und wie ein Mensch aufrecht war, auf seine Füße gestellt wurde und wie sich ihm ein menschliches Herz gegeben wurde. Und lasst uns mal gemeinsam schauen in der Bibel, was das bedeutet. Nämlich den Löwen finden wir in Jeremia, Kapitel 50, Vers 17. Israel ist ein versprengtes Schaf. Löwen haben es verscheucht. Zuerst hat es der König von Assyrien gefressen und nun zuletzt Nebukadnezar, der König von Babel, seine Knochen zermalmt. Das ist der Löwe, der gemacht wird. Und in Klagelieder 4, Vers 19 finden wir, was die Adlerflügel bedeuten. Klagelieder, Kapitel 4, Vers 19. Unsere Verfolger waren schneller als die Adler des Himmels. Wir sehen also, dass das wieder passt auf Babylon. Babylon hat sich selbst als den Löwen dargestellt und wurde auch von der Bibel als den Löwen dargestellt. Und die Flügel bedeuten Schnelligkeit im Krieg. Babylon hat in Windeseile Judäa und Jerusalem erobert und wurde zu einer Weltmacht. Dies ist das erste Tier.

[9:57] Und im nächsten Vers, in Vers 5, sehen wir das nächste Tier, das auftaucht. Und siehe, das andere, zweite Tier, glich einem Bären. Und es war nur auf einer Seite aufgerichtet und hatte drei Rippen in seinem Maul, zwischen seinen Zähnen. Und es wurde zu ihm gesprochen, steh auf, friss viel Fleisch. In Daniel 2 war das zweite Königreich Medo-Persien. Und wir sehen auch hier an der Haltung des Bären, dass er halb aufgerichtet war, deutet darauf hin auf die zwei Stämme, nämlich die zwei Volksgruppen, die Meder und die Perser, wo bei der ersten König ein Meder war und alle Könige danach nur noch Perser. Dass die Perser also eine dominantere Rolle gespielt haben in diesem Königreich. Und interessant ist auch, dass dieser Bär drei Rippen im Maul hat. Woher kommen jetzt Rippen? Sie kommen aus anderen Tieren. Und es zeigt auch hier auf die Haupteroberungen von Medo-Persien. Medo-Persien war ein riesengroßes Reich geworden. Und die Rippen stehen für die drei Haupteroberungen, nämlich für Lydien, Babylon und Ägypten, die Medo-Persien sich einverleibt hat. Sie haben wahrlich viel Fleisch gegessen. Wir sehen auch hier, es passt zu der Prophetie aus Daniel 2.

[11:20] Und lasst uns gemeinsam jetzt den Vers 6 lesen, welches Reich danach kam. Danach schaute ich weiter und siehe ein anderes Tier, wie ein Panther oder Leopard oder Parder, so wie es Luther übersetzt hat. Das hatte vier Vogelflügel auf seinem Rücken und vier Köpfe hatte dieses Tier. Und ihm wurde Herrschaft verliehen. Wir haben also hier wieder mehrere Sachen, die wir sehen, die Eigenschaften sind. Es hatte vier Flügel. Wenn wir sehen, welches Reich als nächstes kam in Daniel 2, das war Griechenland. Und tatsächlich hat Griechenland in Windeseile die gesamte Welt erobert. Als Alexander seinen Feldzug angefangen hat, bis er ihn beendet hat, waren elf Jahre. Und in elf Jahren hat er Griechenland erobert, Lydien erobert, Ägypten erobert, Medo-Persien erobert und ist bis zum Hindukusch gegangen. Wahrlich, er war unglaublich schnell. Und als er gestorben ist, hat sich sein Reich in vier Reiche aufgeteilt, nämlich die Diadochen-Reiche. Unter seinen Generälen Kassander, Lysimachus, Ptolemaeus und Seleukus. Und diese vier waren dann symbolisiert durch die vier Köpfe dieses Tieres.

[12:40] Lass uns weitergehen jetzt in den Vers 7 und den Vers 23. Die werden wir gemeinsam lesen, Vers 7 und Vers 23. Nach diesen sah ich in den Nachtgesichten und siehe ein viertes Tier. Furchterregend und schrecklich und außerordentlich stark. Es hatte große eiserne Zähne und fraß und zermalmte und zertrat das Übrige mit den Füßen. Und es war ganz anders als die übrigen Tiere. Und Vers 23, er sprach, das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf der Erde sein wird. Das wird sich von allen anderen Königreichen unterscheiden und es wird die ganze Erde fressen, zerstampfen und zermalmen. Wir haben hier sehr, sehr deutlich, dass es sich handelt um das Rom, das eiserne Rom. Wir finden hier auch den Bezug zu den eisernen Beinen, dass sich das hier überschneidet. Ebenso wie das Eisen alles zermalmt und zerschlagen hat, was ein Hinweis auf die militärische Stärke war, dieser gleiche Hinweis wird auch hier gegeben. Und tatsächlich stimmt das auf das eiserne Rom zu, was mit seiner militärischen Überlegenheit, nämlich den Eisenschwertern, den ganzen Mittelmeerraum erobert hat.

[13:59] Und wir wissen jetzt, in Daniel 2 sollte danach kein Weltreich mehr aufstehen. In Daniel 7 allerdings haben wir jetzt etwas Besonderes. Lasst uns noch den letzten Teil von den Vers 7 lesen und dann den Vers 24. Es war ganz anders als alle vorherigen Tiere und hatte zehn Hörner jetzt. Und die Hörner bedeuten, dass aus jenem Reich zehn Königreiche aufstehen werden. Hier sehen wir, dass Rom nicht erobert wurde durch ein nächstes Weltreich, sondern dass aus Rom hervorgehen werden zehn Hörner. Und das ist genau das, was in der Völkerwanderung passiert ist. Die zehn germanischen Stämme haben Rom erobert. Und das waren die Alemannen, die Angelsachsen, die Franken, die Burgunder, die Westgoten, die Sueven, die Lombarden, Vandalen, Ostgoten und Hiruler. Und aus den meisten von ihnen haben sich die heutigen europäischen Staaten gebildet. Das heißt, wir sehen tatsächlich, zehn Volksstämme sind aus Rom hervorgekommen und haben Rom somit abgelöst, ohne aber verbunden worden zu sein. Und das ist so die Geschichte, die wir sehen können, die parallel ist zu Daniel 2.

[15:26] Und jetzt kommen wir zu einem Thema, was wir als den Antichristen betituliert haben, nämlich dieses kleine Horn. Lasst uns zuerst einmal die Textstellen lesen, nämlich Daniel 7, den Vers 8 und die Verse 19 bis 25. Daniel 7, Vers 8 und die Verse 19 bis 25. Und lasst uns gemeinsam die Merkmale dieses kleines Horns herausfinden. Während ich acht gab auf die Hörner, siehe, da stieg ein anderes, kleines Horn zwischen denselben auf, und drei der vorherigen Hörner wurden vor ihm ausgerissen. Und siehe, dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das redete große Dinge. Hierauf wünschte ich sichere Auskunft über das vierte Tier und dass ich von allen anderen unterschied, das so furchterregend war und eiserne Zähne und eher eine Glaunen hatte und fraß und zermalmte und das Übrige mit Füßen zertrat. Auch über die zehn Hörner auf seinem Kopf und über das andere Horn, das im Po stieg und vor dem Drei ausfielen, nämlich jenes Horn, welches Augen hatte und ein Maul, das große Dinge redete und das viel größer aussah als seine Gefährten. Ich schaute, wie dieses Horn Krieg führte mit den Heiligen und sie überwand, bis der Hochbetagte kam und den Heiligen des Allerhöchsten das Gericht übergab und die Zeit eintrat, dass die Heiligen das Reich in Besitz nahmen. Er sprach, das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf Erden sein wird. Das wird von allen anderen Königreichen unterscheiden. Und es wird die ganze Erde fressen, zerstampfen und zermalmen. Und die zehn Hörner bedeuten, dass aus jenem Reich zehn Könige aufstehen werden. Und ein anderer wird nach ihm aufkommen. Der wird verschieden sein von seinen Vorgehen und wird drei Könige erniedrigen. Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten auftreiben. Und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern. Und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.

[17:45] Lasst uns jetzt hierbleiben und gemeinsam die Eigenschaften dieses kleinen Hornes herausfinden. Lasst sie uns noch mal nacheinander auflisten. Das Merkmal 1 ist, dass es ein kleines Königreich werden wird. Es steht in Vers 8, da stieg ein anderes, kleines Horn auf. Und in Daniel 7, Vers 24 und Daniel 8, Vers 22 sehen wir, dass Hörner Könige oder Königreiche bedeuten und symbolisieren. Es ist ein kleines Horn. Das bedeutet, dass das Territorium klein sein würde im Vergleich zu den anderen.

[18:22] Das Merkmal 2 ist, dass es zwischen den anderen hervorkommen wird. Die zehn Hörner symbolisieren die Nationen Europas, die aus den barbanen Stämmen hervorgegangen sind, welche das Weströmische Reich erobert haben. Das bedeutet, dass irgendwo in diesem Gebiet der Antichrist hervorkommen wird.

[18:46] Das dritte Merkmal ist, dass es nach den zehn Hörnern kommen wird. Das sehen wir in Vers 24. Und ein anderer wird nach ihnen aufkommen. Der Antichrist kommt irgendwann nach dem Fall des Römischen Reiches auf, also nach 476 nach Christus, wo das Römische Reich untergegangen ist.

[19:06] Das vierte Merkmal ist, dass es drei Hörner ausreißt. Das sehen wir in Vers 8 und Vers 24. Und drei der vorherigen Hörner werden vor ihm ausgerissen und wird drei Könige erniedrigen. Das heißt, dieser Antichrist vernichtet oder lässt drei dieser barbaren Stämme vernichten.

[19:29] Das fünfte Merkmal ist, dass es anders ist als die anderen Hörner. In Vers 24 sehen wir das. Der wird verschieden sein von den anderen Hörnern. Es handelt sich um eine religiös-politische Macht. Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten ausräumen. Wir sehen hier diese Verbindung, dass es nicht nur eine weltliche Macht, ein König sein wird, sondern er wird auch gegen den Allerhöchsten Krieg führen und er wird gegen die Heiligen kämpfen. Daran sehen wir Merkmale, dass es sich um eine politisch-religiöse Macht handelt.

[20:11] Es hat Augen und Mund, Vers 6. Dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das große Dinge redete. Das heißt, die vergangenen Reiche bezogen ihre Stärke aus ihrer militärischen Kraft und wurden durch grausame Tiere mit Muskeln, Zähnen und Klauen dargestellt. Aber anders ist dieses Tier. Die Waffen dieser Macht sollten ihre Augen und ihr Mund sein. Es ist eine Macht, die Einfluss nehmen würde, durch ihre Fähigkeiten, Dinge vorauszusehen und andere durch ihre Worte zu kontrollieren. Das ist das, was das kleine Horn ausmacht. Nicht selbst das zu machen, sondern seinen Einfluss geltend zu machen.

[20:52] Das vierte Kriterium ist, dass es diese Worte gegen Gott richten wird. Das haben wir gesehen in den Versen 8 und 25. Auch im Buch Offenbarung wird der antichristliche Tier symbolisiert, dass glich einem Panther und seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwendrache. Dieses Tier, das hat auch Zehenhörner und es kommt auch aus dem Meer. Es gibt eine beweiskräftige Verbindung hier zu Daniel 7. Nicht nur die Anzahl der Köpfe ist gleich, sondern das ist alle Eigenschaften dieser Tiere auch in sich vereint. Und dieses Tier hat auch einen Maul, dem wurde gegeben, Lästerungen zu sprechen.

[21:33] Und wir müssen hier gucken, was Lästerungen sind. Lass uns dazu andere Kapitel aufschlagen in der Bibel. Einmal Markus Kapitel 2, die Verse 5 bis 7. Wir sehen hier, dass Gotteslästerung eine Behauptung ist, Sünden vergeben zu können. Wir finden hier ein ganz kreatives Ansehen auf den Tieren dort. Das ist der Grund, warum irgendwen geschürt werden soll, weil sind direkt mit jedem entlegt von der Scheucht sind dabei. Dann halten sie die Tieren von über dem Wald und schützen ihnen persönlich, weil es ihnen nicht gut geht. Es ist eine Behauptung, Sünden vergeben zu können.

[22:13] Wir finden noch ein zweites Kriterium in Johannes Kapitel 10, die Verse 30 und 33. Ich und der Vater sind eins, das sagte Jesus, und die Juden haben es verstanden, was das bedeutet. Und darauf antworteten sie, die Juden antworteten ihm und sprachen, nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung. Und zwar, weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst. Das heißt, Gotteslästerung ist vorzugeben, Sünden vergeben zu können und zu sagen, man sei selbst Gott.

[22:52] Lass uns das achte Merkmal anschauen. Das ist Verfolgung. Wie dieses Horn Krieg führte mit den Heiligen. Und er wird die Heiligen des Allerhöchsten aufreimen, im Vers 25. Der Antichrist verfolgt die Nachfolger Gottes.

[23:10] Das nächste ist, er trachtet danach, Zeiten und Gesetz zu ändern. Und es wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern. Dieser Text spricht nicht von Gesetzen eines Königreiches, sondern von Gottesgesetz. Der Antichrist denkt, er habe die Autorität, Gottes Wort abzuändern.

[23:28] Das letzte Merkmal ist die Dauer über die Herrschaft und die Verfolgung. Und die Heiligen werden in seine Hand gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Der Ausdruck Zeit deutet ein Jahr an. Das sehen wir in Daniel 4, wo Nepokadnezar als Tier leben musste für sieben Zeiten. Und das waren sieben Jahre. Also zwei Zeiten sind zwei Jahre. Demnach ist die Zeitspanne, in der der Antichrist herrscht, plus zwei Jahre plus ein halbes Jahr, was dreieinhalb Jahre sind. Jetzt ist es so, dass ein jüdisches Jahr 360 Tage hat. Dreieinhalb Jahre sind demnach 42 Monate oder 1260 Tage. Und so wie wir das Tag-Jahr-Prinzip bereits schon angewendet haben, können wir dieses Tag-Jahr-Prinzip wieder anwenden. Es ist immer dieselbe Zeitspanne, die wir auch mehrfach in der Offenbarung und in Daniel immer wieder wiederfinden. Dieses Tag-Jahr-Prinzip finden wir in Ezekiel 4, Vers 6. Und es ist nicht, dass wir es so benutzen müssen, sondern es ist eine Idee, die wir benutzen dürfen an dieser Stelle, weil sie biblisch ist. Weil die Bibel sagt, euch ist gegeben ein Tag für ein Jahr. Und wenn wir es anwenden, sehen wir, dass es in der Geschichte immer wieder die genaue Anwendung findet. Wir haben es letzte Woche herausgefunden mit Diokletian von 303 bis 313 nach Christus, diese schwere Verfolgung der zweiten Gemeinde. Und wir können es auch jetzt wiederfinden mit den 1260 Jahren, die diese Macht herrschen würde.

[25:10] Und bevor wir jetzt den Antichristen identifizieren, sollten wir Folgendes bedenken. In Daniel 2 wurde Rom bis zum Ende fortgeführt. Das heißt, das Eisen, was da war, war auch in den Geteilten mit vorhanden. Also ein Teil von Rom wird bis ans Ende der Zeit Bestand haben. Und wir werden jetzt anschauen, wer der Antichrist ist. Es gibt in der Welt nur eine einzige Macht, nur eine einzige Institution, die auf alle zehn dieser Merkmale zutrifft. Es gibt sonst keine. Und ich möchte, dass wir eines verstehen, dass wir kein einziges Mitglied dieser Institution angreifen wollen, sondern dass wir einfach sehen, dass Gott uns eine Warnung gegeben hat vor dieser Institution. Und ich will es einmal vorwegnehmen, es handelt sich hier um das Papsttum, dass das Papsttum der Antichrist ist. Und ich möchte das untermauern.

[26:30] Lasst uns gemeinsam nochmal die zehn Merkmale durchgehen und lasst uns schauen, ob diese erfüllt sind. Lasst uns wieder in das Merkmal 1 gehen, dass es ein kleines Königreich sein soll. Tatsächlich war der Vatikan schon immer ein sehr kleines Königreich. Auch die Papststaaten waren nicht groß. Und heute ist der Vatikan nur ein Teil Roms. Dieses Merkmal ist also erfüllt.

[26:54] Das zweite Merkmal war, dass es zwischen den anderen Reichen hervorkommen wird. Und Rom ist ganz deutlich auf dem ehemaligen Territorium des Römischen Weltreichs.

[27:06] Das dritte Merkmal ist, dass es zeitlich nach den zehn Hörnern kommen würde. Tatsächlich erhielt der Papst fortwährend religiöses und politisches Ansehen. Jedoch begann das Papsttum erst nach dem Fall des Weströmischen Reiches, Regierungsaufgaben zu übernehmen. Erst da wurde es wirklich zu einer politischen Macht. Als das Römische Reich zerfallen ist, musste man gucken, welche Struktur ist noch da, die Ordnung behalten könnte. Und das war die Kirche damals.

[27:37] Das vierte Merkmal ist, dass es drei Hörner ausreißt. Und tatsächlich hat das Papsttum drei barbaren Stämme ausrotten lassen. Das waren die sogenannten arianischen Kriege. Die Stämme der Heruler, Vandalen und Ostgoten haben sich gegen das Papsttum gewandt, weil sie gesagt haben, Jesus ist nicht Gott, sondern er ist ein erschaffenes Wesen. Wir sehen hier, dass das Papsttum zu dieser Zeit durchaus die richtige Lehre vertreten hat. Sie haben gesagt, ja, Christus ist Gott. Und jeder, der was anderes lehrt, lehrt falsch. Das ist vollkommen richtig. Und das aber, was das Papsttum gemacht hat an dieser Stelle, es hat die Könige von Frankreich hauptsächlich dazu benutzt, um gegen die anderen Krieg zu führen, damit ihre Meinungen durchgesetzt werden. Und so haben sie die Heruler 493 nach Christus, die Vandalen 534 nach Christus und schließlich die Ostgoten 538 nach Christus vernichten lassen. Das waren drei arianische Stämme, die wirklich ausgerottet wurden durch den Befehl des Papsttums. Das heißt, die Herrschaft des Papsttums beginnt frühestens mit dem Jahr 538 nach Christus. Das wird später nochmal wichtig.

[29:00] Lasst uns jetzt das fünfte Merkmal anschauen. Es wird anders sein als die Zehn Hörner, nämlich eine religiös-politische Macht. Und das Papsttum hat sowohl eine politische Macht, es ist eine Monarchie. Jedes Land der Welt hat einen Botschafter im Vatikan. Und es ist deutlich, es ist gleichzeitig eine religiöse Macht. Und es befiehlt über 1,3 Milliarden Katholiken, die über die ganze Welt verteilt sind.

[29:28] Das Merkmal sechs, dass es Augen und Mund hat, mit denen es Einfluss ausübt. Und so ist es. Das Papsttum hatte nie eine große Armee gehabt, sondern hat stets seine Einflussnahme genutzt. Und hat bis heute gesagt, dass es Prophetien gibt und für Gott spricht. Es gibt die Marienerscheinungen, die immer wieder das Papsttum bestätigen. Und das Papsttum bestätigt die Marienerscheinungen. Das heißt, die geben sich gegenseitig Autorität. Und da muss man fragen, ist das denn wirklich ein Schluss, den wir zulassen können? Oder ist das nicht in Wirklichkeit ein Zirkelargument? Und über Jahrhunderte stürzte oder fällte das Wort des Papstes das Monarchen. Wir sehen hier den Gang von Canossa, wo der deutsche Kaiser sich erniedrigen musste vor dem Papst. Weil er die höchste Macht hatte auf der Welt.

[30:26] Lasst uns schauen, wie es Worte gegen Gott hatte, nämlich die Lästerungen. In der Bibel wird als Gotteslästerung bezeichnet, dass man Sünden vergeben kann und dass man sich als Gott auskennt. Und lasst uns jetzt mal katholische Quellen angucken. Also das ist das, was der katholische Glaube selbst sagt. Das sagt nicht ich, das sagen Sie. Diese rechtsprechende Autorität beinhaltet auch die Macht, Sünden zu vergeben. The Catholic Encyclopedia, der Artikel über den Papst. Also Lehrmeinung an dieser Stelle. Und weiter sehen wir, der Papst ist nicht nur ein Stellvertreter von Jesus Christus, sondern Jesus Christus selbst, versteckt unter einem Vorhang des Fleisches. Spricht der Papst? Es ist Jesus Christus, der spricht. Und das hat Papst Pius X. gesagt, als er noch Erzbischof war im Catholic National. Das ist also das Selbstverständnis hier der Päpste und der katholischen Kirche. Wir dürfen Sünden vergeben und der Papst ist Gott selbst, verkleidet im Fleisch.

[31:35] Das Merkmal 8 der Verfolgung sehen wir auch ganz deutlich, dass sich das erfüllt hat. Historiker schätzen, dass das Papsttum zwischen 50 und 100 Millionen Menschen getötet hat, darunter Waldenser, Albigenser, Hugenotten, Lutheraner. Und das sind nur einige der Gruppen, die sie blutig verfolgt haben. Weil sie sich geweigert haben, dem Papst als höchste Glaubensautorität anzuerkennen und stattdessen völlig auf die Schrift vertraut haben. Die Kirche von Rom hat mehr Blut vergossen als jede andere Institution auf der Erde, solange unsere Geschichte zurückreist. Und das stimmt bis heute. Selbst der schreckliche Nationalsozialismus hat nicht mehr Todesopfer gefordert. Damit will ich nicht sagen, dass das eine besser ist als das andere. Ich denke, der Nationalsozialismus ist auch schlimm. Aber das sind die Wurzeln, wo das Papsttum herkommt.

[32:38] Lass uns das neunte Merkmal auszeichnen. Es trachtet danach, Zeiten und Gesetz zu ändern. Und das Papsttum versuchte Gottes Gesetz zu ändern. Im Katechismus ist das zweite Gebot gestrichen und dafür das zehnte in zwei Gebote geteilt worden. Das vierte Gebot, der Sabbat, wurde ebenfalls abgeändert. Ich habe hier ein paar Zitate für euch. Der Papst verfügt über eine solch große Austerität und Macht, dass er sogar göttliche Gesetze ändern, erklären oder auslegen kann. Der Papst kann göttliche Gesetze abändern, da er nicht die Macht von Menschen, sondern von Gott inne hat.

[33:16] Und jetzt haben wir ein Frage-Antwort-Spiel aus einer katholischen Quelle. Frage ist, welches ist der Sabbat-Tag? Antwort, Samstag ist der Sabbat-Tag. Frage, warum soll dann der Sonntag gefeiert werden? Antwort, wir halten den Sonntag anstatt dem Samstag, da die katholische Kirche die Feierlichkeit vom Samstag auf den Sonntag übertragen hat. Und sie sagen, die Kirche steht über der Bibel und die Übertragung des Sabbats vom Samstag auf den Sonntag ist der Beweis für diese Tatsache. Ich könnte euch auch noch Beispiele nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil bringen, dass das immer noch Lehrmeinung der katholischen Kirche ist.

[34:07] Und ich will mit euch auf das letzte Merkmal hinaus, nämlich die Dauer der Herrschaft und Verfolgung. Die Vorherrschaft des Papsttums dauerte genau die prophezeiten 1260 Jahre. Das Papsttum hat die Herrschaft begonnen 538 nach Christus, nachdem die Ostgoten vernichtet worden waren. Damit begann das Dunkle Mittelalter, einer der schlimmsten Zeitabschnitte der Menschheitsgeschichte. Und was geschah am Ende der 1260 Jahre? Sie endeten genau 1738 nach Christus, genau wie die Bibel es vorhergesagt hatte, als einer der Köpfe bis zu Tode verwundet wurde. General Barthier hat den Papst gefangen genommen und mit nach Frankreich geführt. Die Macht des römischen Kirchenstaates wurde durch den Papst gefeuert. zum Vorherrscher der Christenheit im Jahre 538 nach Christus, gemäß eines Briefs vom römischen Herrscher Justitian. Bekannt als das justizianische Dekret, wurde der Bischof von Rom zum Haupt aller Kirchen erklärt. Das Dekret gab dem römischen Kirchenstaat politische Macht, bürgerliche Macht und kirchliche Macht. Dieser Brief wurde Teil des justizianischen Rechts, das fundamentale Gesetz des Reiches und das war das Jahr, in dem Papst Vigilius den Thron unter Militärschutz von Belarius bestieg. Als Papst Pius VI. im Jahr 1797 schwer erkrankte, gab Napoleon den Befehl, dass im Falle von Pius' Tod kein Nachfolger ins Amt gewählt werden sollte und das Papsttum nicht weitergeführt werden sollte. Jedoch erholte sich der Papst, der Frieden hielt nicht lange. Berthier betrat am 20.02.1798 Rom und rief eine Republik aus. Der gealterte Papst verweigerte es, sein Ei zu brechen, indem er diesen anerkannte und kam von Gefängnis zu Gefängnis in Frankreich. Kein Wunder, dass halb Europa diesem Veto von Napoleon folgen leistete und mit dem Papst starb auch das Papsttum.

[36:21] Liebe Freunde, wir sehen, dass alle zehn Merkmale nur durch diese eine Macht erfüllt werden können. Das ist das Einzige, was das hat und ich will keinen einzigen Katholiken hier angreifen, weil es sind wirklich gläubige, treue Menschen. Aber es ist trotzdem wichtig zu sehen, dass Gott hier eine Warnung ausgestoßen hat, auch wenn wir sie nicht verstehen können. Denn ganz ehrlich, das Papsttum oder die katholische Kirche macht viele gute Dinge. Kindergärten und soziale Einrichtungen, das Rote Kreuz und ähnliche Sachen, das sind alles gute Dinge. Aber wir wissen auch, dass auch Böse gute Dinge tun können. Und Gott definiert das Böse als gegen sein Wort zu handeln. Und wir sehen, dass das Papsttum dieses Tier aus der Offenbarung etwas haben wird. Und das ist unser nächstes Thema, nämlich das Mahlzeichen des Tieres, das Thema Nummer 15. Wir werden dort sehen, was das Papsttum macht, was so schlimm ist in Gottes Augen. Und ich bitte euch wirklich hier auch noch einmal ganz gründlich nachzuforschen. Und ich bitte euch, wenn ihr in der Geschichte jemanden findet, auf den all diese Kriterien anwendbar sind und damit das Papsttum es nicht mehr sein muss, bitte gebt mir Bescheid. Ich habe noch nichts gefunden. Gott hat hier keine andere Möglichkeit gegeben. Und falls ihr schreibt, Antiochus Epiphanus IV. Der kam nicht nach dem römischen Reich. Das römische Reich existierte noch, als er geherrscht hat. Deshalb kann es er an dieser Stelle nicht sein, was viele Bibelausleger allerdings behaupten, aufgrund von Unsicherheiten aus Daniel 8.

[38:37] Ich lade euch ein, mit mir gemeinsam noch einmal zu beten. Großer Gott, ich danke dir für dein Wort. Ich danke dir, dass du klar beschrieben hast, woher der Antichrist kommt und wer der Antichrist wirklich ist. Heiland, es mag uns bitte aufstoßen in diesem Moment, und wir mögen es nicht verstehen. Ich bitte dich, Heiland, lehre du uns Verständnis, dass wir keine Wege gehen, die du nicht mit uns gehen möchtest. Heiland, sondern dass wir klar erkennen, was du aus deinem Wort sagst und dass wir daraus Rückschlüsse für unser persönliches Leben ziehen müssen und für die Rückschlüsse, was in der Welt vor sich geht. Großer Gott, wir bitten dich, gib du uns deinen Segen für die Woche und auch für das nächste Thema, welches sein wird das Mahlzeichen des Tieres, damit wir Sicherheit haben, was uns blüht für die Zukunft. Großer Gott, so danken wir dir und bitten dich im kostbaren Namen von Jesus. Amen.


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