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Manuskript zur Sendung >>> 19. Die 70 Wochen Prophetie

In dieser Episode von „Fundament des Glaubens“ taucht Boris Bernhard tief in die prophetische Deutung der 70 Jahrwochen aus dem Buch Daniel ein. Er erklärt die Symbole des Widders und des Ziegenbocks und wie sie sich auf historische Reiche wie Medo-Persien und Griechenland beziehen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Berechnung des Zeitpunkts für das Kommen des Messias, basierend auf dem Dekret zum Wiederaufbau Jerusalems und der Salbung Jesu Christi. Die Ausführungen beleuchten auch die Bedeutung des Endes der 70 Wochen und die Konsequenzen für das Volk Israel sowie die Verbreitung des Evangeliums.


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Serie: Fundament des Glaubens

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Transkript

[5:00] vier und dann noch den Vers 20. Und ich hob meine Augen auf und schaute und siehe, da stand vor dem Fluss ein Widder. Der hatte zwei Hörner und beide Hörner waren hoch, aber das eine war höher als das andere und das höhere war zuletzt emporgewachsen. Ich sah, wie der Widder gegen Westen, Norden und Süden stieß und kein Tier konnte vor ihm bestehen und niemand konnte aus seiner Gewalt errettet werden, sondern er tat, was er wollte und wurde groß.

[5:35] Der Widder mit den beiden Hörnern, die du gesehen hast, das sind die Könige der Meder und Perser. Wir finden hier eine ganz genaue Auslegung durch die Bibel selbst. Also hier haben wir überhaupt keinen Interpretationsspielraum, um wen es sich bei denen handelt. Und wir haben gesehen, in Daniel 7 wird Medo-Persien durch den Bär dargestellt, der Bär, der halb aufgerichtet war. Und wir sehen, dass dieser Widder zwei Hörner hatte und dass das eine Horn höher wurde als das andere, aber dass das später emporgewachsen ist. Das ist, wie ich damals schon erklärt habe, dass am Anfang die Meder die vorherrschende Rolle gespielt haben, aber dann die Perser und nur noch die Perser die Rolle der Vorherrschaft hatten. Und wir sehen, dass der Bär drei Rippen im Maul hatte, was für die drei Haupteroberungen steht von Medo-Persien, nämlich Lydien, Babylon und Ägypten. Und auch hier, dieser Widder, er stößt gegen Westen. Er ist also aus dem Osten gekommen und wenn wir gucken, wie Medo-Persien sich erobert hat, sind sie zuerst nach Babylon gegangen, dann hoch nach Norden, um Lydien einzunehmen und dann runter nach Süden. Also wir sehen, dass wir hier eine sehr genaue Auslegung haben von dem, was passieren wird.

[7:04] Lasst uns noch zum nächsten Tier kommen, das ist der Ziegenbock in Daniel 8, Verse 5 bis 8 und dann noch den Vers 21 bis 22. Daniel Kapitel 8 Verse 5 bis 8 und dann 21 und 22. Während ich nun acht gab, siehe, da kam ein Ziegenbock von Westen her, über die ganze Erde, ohne den Erdboden zu berühren. Der Bock aber hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen und er kam zu dem Widder, der zwei Hörner hatte, den ich vor dem Fluss hatte stehen sehen und lief wütend mit seiner ganzen Kraft gegen ihn an. Und ich sah, wie er nahe an den Widder herankam und sich erbittert auf ihn warf und den Widder schlug und ihm seine beiden Hörner zerbrach. Und da der Widder nicht stark genug war, um ihm stand zu halten, warf er ihn zu Boden und zertrat ihn und niemand rettete den Widder aus seiner Gewalt. Der Ziegenbock aber wurde über die Maßen groß. Als er aber am stärksten war, zerbrach das große Horn und es wuchsen an dessen Stelle vier ansehnliche Hörner auf, nach den vier Himmelsrichtungen hin.

[8:13] Der zottige Ziegenbock aber, das ist jetzt Verse 21 und 22, ist der König von Griechenland und das große Horn zwischen seinen Augen, das ist der König, das ist der erste König. Dass es aber zerbrach und an seiner Stelle vier andere aufgekommen sind, bedeutet, dass aus diesem Volk vier Königreiche entstehen werden, doch nicht mit der Macht, die jener hatte. Wir sehen hier, der Ziegenbock ist ganz eindeutig Griechenland. Die Bibel sagt es selber. Und wir sehen, dass Griechenland Medopersien abgelöst hat. Und in Daniel 7 war Griechenland der Leopard mit den vier Flügeln und den vier Köpfen. Die Flügel waren für große Schnelligkeit. Der Ziegenbock hier, der berührt nicht den Erdboden, so schnell war er. Und in Daniel 7 sehen wir, dass es vier Köpfe hatte, dieses Tier. Und auch hier sehen wir, dass das eine Horn, der erste König, kaputt geht und in vier andere Königreiche, in kleinere Königreiche zersplittert. Und das ist genau das, was wir in der Geschichte sehen können, dass nämlich Alexander der Große gestorben ist und seine vier Generäle das Reich unter sich aufgeteilt haben.

[9:40] Und hier ist die Anekdote. Und zwar, als Medopersien noch regierte, durften die Juden schon wieder zurück in ihre Stadt nach Jerusalem. Und weil dieses Dekret 457 vor Christus ausgegeben wurde, dass Jerusalem wieder aufgebaut werden sollte. Das ist die Geschichte zum Beispiel von Nehemiah und Esra. Und wir sehen, dass Griechenland das erobert hatte und dass die Juden schon wussten, dass der König von Griechenland sie befreien wird von dem König der Perser. Also, dass ihr Gott diesen König schon vorhergesagt hat. Und so ist es dann auch passiert, als Alexander mit seinem Heer nach Jerusalem gekommen ist, haben sich die Tore geöffnet und die Priester sind hinausgegangen und haben gesagt Alexander, schön, dass du da bist. Und Alexander wusste nicht, wie ihm geschieht, dass sich ein Volk freut über eine Eroberung. Und dann haben sie gesagt, komm her, komm her. Und sie haben ihm den großen prächtigen Tempel gezeigt. Und dann haben sie ihm die Schriften von Daniel 8 gezeigt. Und gesagt, siehe, du bist dieser König von Griechenland, der verheißen ist, der kommen soll, um uns vom Joch der Meder und Perser zu befreien. Und tatsächlich, wenn wir uns die Geschichte Griechenlands anschauen, ist, dass da ein König kommen sollte, völlig außergewöhnlich. Griechenland war zu der Zeit größtenteils eine Demokratie. Immer mehr Stadtstaaten haben die Demokratie angenommen. Das heißt, wenn man sich das weltlich betrachtet hätte, sagt man, wie soll ein König aus Griechenland kommen? Das werden alles Demokratien. Aber Gottes Wort ist untrüglich. Und sie haben ihm natürlich verschwiegen, dass dieses Horn zerbrechen wird, wenn er am stärksten ist und sein Reich in vier kleine Reiche zerbrechen wird. Und aufgrund dieser Tatsache hat Alexander angeordnet, dass dieser Stadt nichts passieren soll und dass sie einen Sonderstatus haben sollte. Und das finden wir tatsächlich in den geschichtlichen Aufschreibungen von Alexander dem Großen.

[11:45] Hier also eine kleine Randnotiz der Geschichte. Das nächste, was wir uns anschauen werden, ist dieses kleine Horn. Da gehen wir in die Verse 9 bis 12 und dann noch den Vers 24 und 25. Verse 9 bis 12 und 24 und 25. Und aus einem von ihnen wuchs ein kleines Horn hervor, das tat außerordentlich groß gegen den Süden, gegen den Osten und gegen das herrliche Land. Und es wagte sich bis an das Heer des Himmels heran und warf von den Sternen etliche auf die Erde und zertrat sie. Ja, bis zum Fürsten des Heeres erhob es sich und es nahm ihm das beständige Opfer, dieses Tamid, weg. Und seine heilige Wohnung wurde verwüstet und das Heer wurde dahingegeben, samt dem beständigen Opfer, wieder Tamid. Wegen des Fräfels und das Horn warf die Wahrheit zu Boden und sein Unternehmen gelang ihm. Und seine Macht wird stark sein, aber nicht in eigener Kraft. Und es wird ein erstaunliches Verderben anrichten und sein Unternehmen wird ihm gelingen. Und er wird stark verderben und das heilige Volk der Heiligen. Und wegen seiner Klugheit und weil der Betrug in seiner Hand gelingt, wird er sich in seinem Herzen erheben und viele in ihrer Sorglosigkeit verderben. Und er wird gegen den Fürsten der Fürsten auftreten, aber ohne Zutun von Menschenhand zerschmettert werden.

[13:19] Wir haben hier wieder ein kleines Horn, das in diese Weltgeschichte hineinkommt. Wir haben die gleichen Mächte, wie wir es schon zuvor hatten. Wir hatten Babylon, Medopersien, Griechenland, Rom, das päpstliche Rom und die Wiederkunft Jesu Christi. Und hier wurde das kleine Horn ganz deutlich mit beiden verbunden. Während wir in Daniel 2 die Beine aus Eisen hatten, waren die Füße ein bisschen anders. Nämlich sie waren Eisen und Ton vermischt. Während wir in Daniel 7 das römische Reich mit dem schrecklichen Tier hatten, haben wir dann auf den Kopf geguckt mit den Zehenhörnern und dann dem kleinen Horn, das hervorkommt. Was aber immer noch ein Teil irgendwo des römischen Reiches war. Und so ist es auch hier, dass dieses Horn sowohl das römische Imperium als auch das päpstliche Rom symbolisiert. Und wir müssen hier einige Sachen uns klar machen. Daniel 8 ist auf Aramäisch geschrieben. Und er hat hier gesagt, dass das Horn zwischen den Augen des Ziegenbocks springt in vier kleine Hörner zu jeder Himmelsrichtung. Und das kleine Horn kommt aus einem von ihnen. Tatsächlich die meisten Bibelübersätze haben Übersätze aus einem von ihnen, sodass wir auf die Idee kommen, dass es aus einem der Hörner kommt, also aus einem der griechischen Reiche. Aber das ist nicht richtig, denn Horn war Maskulinum im Aramäischen und die Himmelsrichtung war Femininum. Und aus einem von ihnen ist auch im Urtext Feminin. Das bedeutet, wir haben es hier ganz deutlich mit einem der Himmelsrichtungen zu tun. Und wenn wir jetzt schauen, wie Rom gekommen ist, sehen wir, dass es zuerst nach Osten gegangen ist, um Lydien zu erobern, dann nach Süden gegangen ist, um Ägypten zu erobern. Und dann hat es gegen das Heilige Land, also da hat es Palästina und Syrien eingenommen. Und wir sehen, dass hier die Beschreibung auch wieder exakt den geschichtlichen Ereignissen entspricht. Und wir sehen, dass in einem Vers die Ausbreitung dieses Horns von der Horizontalen in die Vertikale geht. Das heißt, da hat sich dieses Horn verändert, so wie die Beine so langsam in die Füße aus Eisen und Ton gegangen sind, so wie das Tier in die Zehnhörner übergegangen ist. So geht dieses Horn jetzt von der Horizontale in die Vertikale über.

[16:04] Und wir sehen, dass dieses Horn, sobald es in die Vertikale übergegangen ist, vier Dinge angreift, die wieder dem Antichristen entsprechen. Und zwar es greift das Volk Gottes an. Das sehen wir in Vers 10. Wir sehen, es greift den Sohn an, Jesus Christus. Das sehen wir in Vers 11, wo er sich gegen den Fürsten des Heeres erhebt. Gottes Heiligtum wird vernichtet werden und zertreten werden in Vers 11. Und die Wahrheit Gottes wird niedergetrampelt werden. Also das Wort Gottes wird nicht mehr solcher Bedeutung haben. Und wir haben jetzt eine Sache in dieser Prophetie, die verwunderlich ist. Lasst sie uns gemeinsam lesen. Daniel Kapitel 8, die Verse 13 und 14. Daniel Kapitel 8, Verse 13 und 14. Und ich hörte einen Heiligen reden und ein anderer Heiliger fragte den Betreffenden, der redete, wie lange gilt dieses Gesicht, nämlich das von dem beständigen Opfer und dem verheerenden Frevel, dass sowohl Heiligtum als auch Opferdienst der Zertretung preisgegeben wird. Er sprach zu mir, bis zu 2300 Abenden und Morgenden, dann wird das Heiligtum wieder gerechtfertigt werden.

[17:28] Wir sehen, dass das Heiligtum zertreten wird und ein himmlisches Wesen, vermutlich ein Engel, hat einen anderen Engel gefragt, wie lange wird das sein, dass das zertreten wird. Und der andere sagt, bis auf das 2300 Abende und Morgende vergangen sind. Wir haben an dieser Stelle einen ziemlich deutlichen Beweis für das Tag-Ja-Prinzip. Wenn es nämlich tatsächlich 2300 Tage gewesen wäre, finden wir in der Bibel keinen Anhaltspunkt, dass da diese Sache abgefrühstückt wäre. Da wäre ja noch nicht mal der Ziegenbock aufgetreten. Das heißt, hier muss es sich tatsächlich um Jahre handeln. Gemäß dem Tag-Ja-Prinzip, was wir schon vorher angesprochen hatten im Studium des Antichristen, haben wir hier also ein weiteres Indiz. Und wir sehen, dass diese Prophetie sich auf die Zeit des Endes bezieht. Das sehen wir, wenn wir später im Text lesen. Und diese hat keinen Anfangszeitpunkt. Deshalb wurde sie lange Zeit nicht verstanden. Und es gibt sogar einen Grund, warum diese Vision nicht verstanden worden ist. Lasst uns diesen Grund anschauen, hier in Daniel Kapitel 8, die Verse 26 und 27. Andere Übersetzungen sagen hier, du sollst das Gesicht versiegeln, denn es bezieht sich auf die Zeit des Endes. Das ist sogar die wörtlichere Übersetzung. Schlachter hat hier die Zeit des Endes bezeichnet. Das heißt, du sollst das Gesicht verwahren, denn es bezieht sich auf fernliegende Tage.

[19:17] Der Engel hat gesagt, Daniel soll dieses Buch versiegeln, denn es bezieht sich auf die Zeit des Endes. Das ist sogar die wörtlichere Übersetzung. Schlachter hat hier eine sinngemäße Übersetzung gewählt. Aber ich, Daniel, lag mehrere Tage krank, ehe ich wieder aufstehen und die Geschäfte des Königs besorgen konnte. Ich war aber entsetzt über das Gesicht und niemand verstand es. Der Engel hat gesagt, Daniel soll dieses Buch versiegeln oder geheim halten, steht das in der Luther 2017 Übersetzung. Das heißt, die ganze Vision von Daniel 8 ist offen. Nichts bleibt unklar in dieser Vision, außer die 2300 Abende und Morgende. Das ist das Einzige, was nicht ausgelegt worden ist. Und der Engel sagte, das war sogar der Engel Gabriel, der das sagte, versiegle diesen Teil bis zur Zeit des Endes. Und wir finden im ganzen Kapitel 8 keinen Anfangspunkt für diese Zeitprophetie. Diesen Anfangspunkt finden wir tatsächlich im Kapitel 9. Denn es ist so, Daniel kannte ja von Jeremia die Prophezeiung, dass sie 70 Jahre in die Gefangenschaft nach Babylon geführt werden sollten. Und wenn wir uns angucken, wann die Vision gekommen ist, dann war diese Zeit fast erfüllt. Und Daniel konnte nicht sehen, dass er und sein Volk wieder nach Jerusalem gehen konnten. Und deshalb hat er dann gebetet und hat Buße für das Volk getan. Er hat Fürbitte gemacht, das sehen wir in Kapitel 9. Das heißt, Daniel dachte, dass die 70 Jahre hinausgezögert werden und dass das Volk noch 2300 Jahre im Exil verbringen müsste. Daniel war zutiefst betrübt darüber, deshalb hat er gefastet, deshalb hat er gebetet, deshalb hat er Fürbitte gehalten. Und Daniels Frage, was sich hinter diesen 2300 Abenden und Morgen dann verbirgt. Weil er dachte, vielleicht ist es die Verlängerung des Exils. Gott hat eine Antwort geschickt, er schickte ihnen einen Engel vorbei.

[21:45] Und lasst uns ein Kapitel weitergehen in das Kapitel 9 und da die Verse 20 und 23 lesen. Kapitel 9, die Verse 20 bis 23. Während ich noch redete und betete und meine Sünde und die Sünde meines Volkes Israel bekannte und meine Bitte für den heiligen Berg meines Gottes vor dem Herrn, meinen Gott, brachte, ja, während ich noch redete und betete, rührte mich der Mann Gabriel an, den ich anfangs im Gesicht gesehen hatte, als ich völlig erschöpft war um die Zeit des Abendopfers. Und er unterwies mich und redete mit mir und sprach, Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lehren. Als du anfingst zu beten, erging ein Wort und ich bin gekommen, es dir zu verkündigen, denn du bist ein vielgeliebter Mann. So achte nun auf das Wort und verstehe das Gesicht.

[22:42] Dieses Gesicht wird Daniel erklärt. Hier kommt Gabriel und sagt, ich will es dir jetzt erklären. Das Einzige, was unklar war, war die 2300 Abend und Morgen aus Daniel 8. In Daniel 9 finden wir keine Prophetie. Und noch etwas Interessantes, wenn wir in den Originaltext kommen, dann haben wir für Vision zwei Worte, nämlich Chasson und Marais. Schlachter hat das toll übersetzt, dass Chasson immer Vision heißt und Marais heißt Gesicht. Und Daniel hatte zum Beispiel in Daniel 7 ein Chasson, das war die Vision der Tiere. Und auch die Tiere in Daniel 8 waren ein Chasson, aber dann hatte er ein Marais, nämlich die 2300 Abend und Morgen. Und dieses Marais, das will der Engel nun erklären. Und seine Erklärung scheint ein wenig seltsam.

[23:49] Lass uns die nächsten zwei Verse lesen. Kapitel 9, die Verse 24 und 25. Daniel, Kapitel 9, die Verse 24 und 25. Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt. Luther hat hier sogar übersetzt Jahrwochen. Auch in den Luther Bibeln steht das als Überschrift, weil er verstanden hat, das sind keine 70 tatsächlichen Wochen. Um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen. Um Gesicht und Weissagung zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben. So wisse und verstehe. Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten vergehen sieben Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wieder gebaut und zwar in bedrängter Zeit.

[24:48] Wir haben hier einen Knaller. Daniel hat die Frage, was ist mit diesen 2300 Abenden und Morgenen? Es gab keinen Anfangszeitpunkt und der sollte bestimmt werden. Und der Engel antwortet mit einer zweiten Sache, nämlich mit dieser 70 Wochen Prophetie. Und er sagt, verstehe, über dein Volk sind 70 Wochen bestimmt. Das Wort heißt eigentlich Chattak, abgeschnitten. Das ist die wörtliche Übersetzung, also für dein Volk sind 70 Wochen abgeschnitten. Jetzt ist die Frage, wovon sind sie abgeschnitten? Ein kleines Stück Kuchen kannst du nur aus einem großen Stück Kuchen herausschneiden. Und so ist es auch mit einer Zeitprophetie. Du kannst eine kleine Zeitprophetie nur aus einer größeren Zeitprophetie herausschneiden. Das heißt, die 70 Jahrwochen haben den gleichen Anfangszeitpunkt wie die 2300. Aber diese 70 Jahrwochen haben noch was anderes Faszinierendes. Und zwar vom Erlass, also vom Befehl, dass Jerusalem wieder aufgebaut werden sollte, bis zum Messias, dem Gesalbten, Christus, vergehen 7 Wochen und 62 Wochen, also 69 Wochen. Das sind 483 Jahre.

[26:22] Hier, an dieser Stelle, verstehen wir und dämmert uns langsam, warum die Rabbiner einen Fluch ausgelegt haben darüber. Lasst uns das gemeinsam anschauen. Dieses Dekret wurde 457 vor Christus erlassen. Und 69 Jahrwochen sollten kommen, bis zum Jahre 27 nach Christus. Und dann gibt es noch eine Woche, dass die 70 Wochen voll werden. Und wenn wir jetzt in die Geschichte schauen und sehen, ja, 557 vor Christus, da war das Dekret zum Wiederaufbau von Jerusalem. Das sehen wir auch in Esra 7, die Verse 6 bis 26. Wir haben auch einen biblischen Beleg, wann das war. Aber wir sehen das auch in der Archäologie. Und wir sehen, im Jahre 27 nach Christus ist etwas passiert.

[27:26] Und dazu gehen wir in Lukas Kapitel 3, die Verse 1 bis 3 und 21 bis 22. Lukas Kapitel 3, die Verse 1 bis 3, 21 und 22. Aber im 15. Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Stadthalter von Judäa war und Herodes Vierfürst von Gilea, sein Bruder Philippus aber Vierfürst von Ituräa und dem Gebiet von Drachonis und Lysanias Vierfürst von Abilene. Jetzt ganz kurz ein Haken hier. Das 15. Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius. Schon 13 nach Christus hat Tiberius angefangen zu regieren. Damals noch mit seinem Vater zusammen. Und das hat er zwei Jahre getan. Dann ist sein Vater gestorben und dann hat er alleine die Regierungsgeschäfte übernommen. Wenn wir dieses Datum nachprüfen in Wikipedia oder ähnliches, dann steht da meist nur, wann er alleiniger Herrscher wurde. Die Bibel aber sagt hier im 15. Jahr der Regierung. Also er hat schon regiert, wenn auch nur mitregiert. Und deshalb ergibt sich da eine Differenz von zwei Jahren, wenn wir nur ihn als Anhaltspunkt nehmen. Wenn wir aber das vergleichen mit Pontius Pilatus als Stadthalter und Herodes Vierfürst und Philippus Vierfürst von da, dass so viele Zeitdaten genannt sind, dass es alles sich auf das Jahr 27 nach Christus kumuliert hat.

[30:00] Lass uns weitergehen im Text. Unter den hohen Priestern Hannas und Kaifas. Da erging das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zararias in der Wüste. Und er kam, um die ganze Umgebung des Jordan zu verkündigen, eine Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Jetzt es geschah aber, als alles Volk sich taufen ließ und auch Jesus getauft wurde und betete. Da tat sich der Himmel auf und der Heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab. Und eine Stimme ertönte aus dem Himmel und sprach, Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich wohlgefallen. Lass uns noch Lukas 4, Vers 18 lesen. Hier ist nämlich etwas passiert. Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkündigen. Er hat mich gesandt, zu heilen die zerbrochenen Herzen sind, Gefangenen Befreiungen zu verkündigen und den Blinden, dass sie widersehend werden, zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Ja des Herrn.

[30:18] Wir haben gesehen, dass das 15. Jahr der Regentschaft 27 nach Christus ist, weil er schon im Jahre 13 nach Christus angefangen hat zu regieren. Da wurde Jesus Christus gesalbt durch den Heiligen Geist. Dort wurde er zum Messiasch, dem Gesalbten, dem Christus. Genau so, wie es in Daniel vorhergesagt wird. Hier möchte ich mit euch noch etwas Interessantes lesen. Das habe ich nicht als Folie vorbereitet. Markus Kapitel 1, die Verse 14 und 15. Nachdem aber Johannes gefangen genommen war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach, die Zeit ist erfüllt.

[31:15] Jesus hat gesagt, die Zeit ist erfüllt. Hier ist ein Wort benutzt, das heißt Kairos oder Kairos. Ja, Kairos. Das ist eine bestimmte, festgesetzte Zeit. Jesus hat gesehen, die Bibel spricht von mir. Als er damals Jesaja ausgelegt hat, hat er gesagt, das spricht von mir. Ihr seid anwesend davon, dass das sich erfüllt. Und auch diese Zeitprophetie hat sich erfüllt.

[31:46] An dieser Stelle sehen wir, warum die Rabbiner einen Fluch darauf gelegt haben. Weil es sehr eindeutig ist, wer über wen das spricht. Und die Rabbiner haben drei Möglichkeiten, zu sagen, Gott hat sich geirrt, die Prophetie ist falsch, wir haben uns geirrt, unsere Lehren sind falsch und wir verschweigen es und denken am besten nicht darüber nach, was dort geschrieben steht. Sie haben sich für die dritte Variante entschieden.

[32:29] Lasst uns wirklich verstehen, dass Gott hier etwas gesagt hat, wann er auftreten wird. Lasst uns noch zusammen zum Abschluss lesen, die Verse 26 und 27 in Daniel Kapitel 9. Nach den 62 Wochen, insgesamt 69 Wochen, wird der Gesalbte ausgerottet werden, irgendwann danach. Und ihm wird nichts zuteil werden. Die Stadt aber, Sand dem Heiligen, wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören. Und sie geht unter in den strömenden Flut. Und bis ans Ende wird es Krieg geben, festbeschlossene Verwüstung. Und er wird mit den vielen einen festen Bund schließen, eine Woche lang, bis die 70 dann beendet sind. Und in der Mitte der Woche wird er Schlacht und Speishopfer aufhören lassen. Und neben dem Flügel werden Gräuel der Verwüstung aufgestellt, und zwar bis die festbeschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt.

[33:38] Lass uns das in diesem Schaubild gemeinsam anschauen. Wir haben die 70 Jahrwochen, das ist die Zeit, die abgeschnitten ist für das Volk. Wir haben den Beginn des Dienstes von Jesus Christus. Und wir sehen, dass in der Mitte dieser Woche das Tamid, das regelmäßige Opfer, aufhören sollte. Das, was wir letztes Mal gemeinsam gelernt haben. Und genau dort, 31 nach Christus, im Frühjahr, wurde Jesus Christus geschlagen. Im Frühjahr wurde Jesus Christus getötet. Der Vorhang ist zerrissen. Und der Opferdienst hat seine Bedeutung verloren. Genau so, wie die Bibel es vorhergesagt hat.

[34:17] Und ihr fragt euch jetzt sicher, was 34 nach Christus passiert ist. Ist euch aufgefallen, dass das Evangelium nicht direkt an die Heiden gebracht wurde? Jesus hat zu seinen Jüngern gesagt, Geht nicht da und dahin. Bleibt in Jerusalem. Bleibt in Galiläa. Bleibt in Judäa. Predigt dort das Evangelium. Das Volk Israel hatte noch eine Gnadenfrist, den Messias anzunehmen. Und was ist 34 nach Christus? nach Christus passiert. 34 nach Christus, dort wurde Stephanus gesteinigt. Die Juden haben nicht nur Jesus ans Kreuz gebracht und dem Todepreis gegeben, sondern auch die Nachfolger Jesus jetzt angefangen zu verfolgen. Das heißt, sie haben aufgehört, Gott und seiner Botschaft nachzufolgen, sondern haben sich menschlichen Traditionen hingegeben und haben gesagt, unsere Traditionen sind uns wichtiger als das, was das Wort Gottes sagt. Und dort begann die große Christenverfolgung in Jerusalem. Und die Juden, also die Judenchristen, sind geflohen in die ganze Welt. Und so hat sich das Evangelium verbreitet. Das war das Ende dieser 70-Jahr-Wochen.

[36:01] Jesus Christus hat uns durch seine Prophetie der 70 Wochen genau gesagt, wann er kommen wird. Und das ist hauptsächlich eine Prophetie für die Juden gewesen, dass sie wissen, wann der Messias kommt. Und sie haben diese Chance nicht genutzt. Aber warum könnte das für uns auch noch wichtig sein? Wir haben hier noch eine Prophetie von den 2300 Abenden und Morgenen, die wir noch nicht ausgelegt haben. Aber dazu werden wir noch kommen. Wir werden sehen, wann dieses Heiligtum wieder gerechtfertigt worden ist. Das aber zu einem späteren Studium.

[36:38] Wir werden uns das nächste Mal ein spannendes Thema anschauen. Und zwar schauen wir uns wieder an, wenn es heißt Fundament des Glaubens, dann das Thema Nummer 20. Das Gericht. Und wir werden sehen, was das mit den 2300 Abenden und Morgenen zu tun haben wird. Darum bleibt gespannt. Ladet euch die PDF runter und studiert es selber durch. Schaut im Internet und in Geschichtsbüchern, ob es sich mit den Jahreszahlen so verhält. Ihr werdet überrascht sein, dass die Bibel hier ein eindeutiges Zeugnis gegeben hat. Und diese Schriften, also die ältesten Schriften, die wir hier von gefunden haben, sind 250 vor Christus geschrieben worden. Wir sehen, dass es sich hier um etwas Übernatürliches handelt, was wir nicht erklären können. Prüft es nach, wer ihr auch seid. Hört auf das Wort Gottes, hört nicht auf Tradition. Und ihr werdet erstaunt sein. Ich wünsche euch eine gesegnete Zeit und freue mich, wenn es wieder heißt Fundament des Glaubens hier auf www.julimedia.tv.de


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