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Manuskript zur Sendung >>> 2. Die Zukunft der Welt

In dieser Folge von „Fundament des Glaubens“ beleuchtet Boris Bernhard die Glaubwürdigkeit der Bibel anhand von prophetischen Aussagen. Anhand des Traumes von König Nebukadnezar aus dem Buch Daniel wird aufgezeigt, wie sich biblische Prophezeiungen über Jahrhunderte hinweg buchstäblich erfüllt haben. Dies dient als starker Beweis für die göttliche Inspiration der Schrift und die Verlässlichkeit des prophetischen Wortes.


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Serie: Fundament des Glaubens

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Transkript

[1:00] wieder unsere Bibeln aufschlagen, lade ich euch ein, mit mir gemeinsam zu beten. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir so sehr für diesen Tag des Lebens. Ich danke dir, dass du unser Leben erhältst, dass wir die Möglichkeit haben, uns intensiver mit deinem Wort zu beschäftigen. Großer Gott, ich bitte dich, sei du bei uns, mit deinem Heiligen Geist. Hilf du uns, zu verstehen, was du uns sagen möchtest. Großer Gott, ich bitte dich, dass du uns Verständnis gibst und Geduld gibst mit uns selbst und mit anderen, dass wir dich und dein Wesen besser erfassen können. Großer Gott, so danken wir dir und bitten all das im kostbaren Namen Jesu. Amen.

[1:54] Wir haben uns letzte Woche unterhalten über das Wort Gottes und wir werden uns jetzt anschauen, was es damit auf sich hat. Wir hatten letzte Woche eine Behauptung aufgestellt, dass alle Schrift von Gott eingegeben ist. Das lesen wir in 2. Timotheus Kapitel 3, Vers 16 und 17. So haben wir es auch letzte Woche gelesen und das ist ein außergewöhnlicher Anspruch. Und dieser Anspruch, dass ein Buch von einem Gott oder einer Gottheit eingegeben worden ist, der ist, wie ich denke, außergewöhnlich. Und jeder außergewöhnliche Anspruch sollte einen außergewöhnlichen Beweis haben. Und ein solcher Beweis ist eine Prophetie. Eine Prophetie, etwas, das die Zukunft vorhersagt. Und wenn wir hier in diesem Buch eine Prophetie nach der anderen finden, die sich buchstäblich erfüllt haben, dann hätten wir diesen Beweis, dass es tatsächlich etwas ist, das von Gott eingegeben ist. Und ich lade euch heute ein, mit auf die interessante Reise zu gehen, ob es eine Prophetie gibt und ob wir sie sehen können.

[3:17] Was wir zuerst einmal klären müssen, ist die Frage, welche Eigenschaften unterscheidet Gott von uns Menschen. Also was ist etwas, was wir Menschen nicht tun können und laut der Bibel nur Gott möglich ist. Und da lasst uns gemeinsam aufschlagen Jesaja Kapitel 46, die Verse 9 und 10. Jesaja Kapitel 46, die Verse 9 und 10. Da steht: "Gedenkt an das Frühere, von Urzeit her, dass ich Gott bin und keiner sonst. Ein Gott, dem keiner zu vergleichen ist. Ich verkündige von Anfang an das Ende und von der Vorzeit her, was noch nicht geschehen ist. Ich sage, mein Ratschluss soll zustande kommen und alles, was mir gefällt, werde ich vollbringen."

[4:10] Was bedeutet dieser Ausspruch in Jesaja? Was ist es, was Gott von uns unterscheidet? Es ist zuerst einmal etwas, dass niemand ist wie Gott, dass er wirklich einzigartig ist. Und das Zweite ist, dass er zuverlässig die Zukunft vorhersagen kann. Er hat Dinge schon lange vorher gesagt und dann sind sie eingetreten. Das ist etwas, was nur Gott vollbringen kann, was kein Mensch aus sich heraus vollbringen kann. Und wir werden sehen, dass die Bibel mal ums mal viele Prophetien hat, die sich buchstäblich erfüllt haben und zum Teil sich noch erfüllen werden.

[4:57] Aber wir sehen mehr. Das Erste, was wir sehen müssen, ist, was ist überhaupt biblische Prophetie? Ich meine, ich könnte sagen, dass morgen wieder die Sonne aufgeht und es wird höchstwahrscheinlich eintreten. Aber deshalb bin ich noch lange kein Prophet. Was sind die Merkmale der biblischen Prophetie? Lasst uns dazu gemeinsam aufschlagen. 2. Petrus, Kapitel 1, Vers 16 und dann die Verse 19 bis 21. 2. Petrus, Kapitel 1, Vers 16 und die Verse 19 bis 21. Da steht: "Denn wir sind nicht klug ersonnenen Legenden gefolgt, als wir euch die Macht und Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus wissen ließen, sondern wir sind Augenzeugen seiner herrlichen Majestät gewesen." Und jetzt die Verse 19 bis 21: "Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort. Und ihr tut gut daran, darauf zu achten, als auf ein Licht, das einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist."

[6:13] Hier haben wir jetzt wichtige Anhaltspunkte. Der erste Anhaltspunkt, den wir haben, ist, dass Petrus gesagt hat, wir haben ein völlig gewisses prophetisches Wort und wir sind nicht klug ersonnenen Legenden gefolgt. Was bedeutet das? Er hat hier auf die Verklärung Jesu auf dem Berg angespielt, dass er zusammen mit Johannes gesehen hat, wie Jesus Herrlichkeit ihn ummantelt hat, wie Elias und Mose zusammen mit ihm auf dem Berg der Verklärung waren. Er hat gesehen, das ist nichts Ersonnenes, das ist so. Und er hat gesagt, es ist wie ein Licht an einem dunklen Ort.

[7:09] Wir kennen die deutschen Begriffe für Propheten. Die deutschen Begriffe sind Wahrsager oder auch Hellseher. Hellseher kommt deshalb, weil uns ist es unmöglich in die Zukunft zu sehen. Die Zukunft ist für uns dunkel und verborgen. Allerdings gibt es die Prophetie in der Bibel. Das heißt, sie leuchtet einen bestimmten Teil in der Zukunft aus, so dass wir als Volk uns darauf richten können. Und so hat Gott in der Vergangenheit auf sein Volk geführt, dass er einen Lichtkegel nach dem anderen hat aufblitzen lassen und dass sein Volk immer zu dem Licht hingegangen ist, welches sich verbirgt in seinem Wort. Und so führt Gott und so können wir sehen, wie sich sein Wort Stück für Stück erfüllt hat im Rahmen der Geschichte.

[8:05] Und es ist auch etwas Interessantes, dass nämlich keine Weissagung von eigenmächtiger Deutung ist. Was bedeutet das? Wenn ich ein Symbol in der Bibel habe, zum Beispiel ein Tier, dann darf ich nicht sagen, ein Tier, das bedeutet Reichtum, weil das ist meine Theorie. Ich könnte dann sagen, ja, das bedeutet das und das passt so schön zusammen und mir können Leute folgen, bis ein schlauerer Mensch kommt und sagt, nein, nein, das bedeutet eigentlich das. Und so kann die Schrift beliebig ausgelegt werden. Das ist aber nicht das, was die Bibel hier selber sagt. Die Bibel sagt, die Deutung darf nicht von Menschen gemacht werden. Von wem darf die Deutung dann gemacht werden? Vom Wort selbst. Wenn wir also irgendwo ein Prinzip in der Bibel haben, ein Schloss, ein Symbol, dann muss es in der Bibel auch den Schlüssel dafür geben. Und das ist ein wichtiges Merkmal der biblischen Prophetie, dass sie sich selber auslegen kann. Wenn wir keine Auslegung für die biblische Prophetie haben, können wir sie nicht auslegen, weil wir dazu ja nicht die Berechtigung und nicht die Fähigkeit haben.

[9:19] Und ich möchte mit euch in eine Geschichte gehen, die sich lange vor unserer Zeit abgespielt hat. Wir begeben uns in das Buch Daniel und dort in das Kapitel 2. Wir werden uns einen seltsamen Traum anschauen, den ein König hatte vor vor langer, langer Zeit. Und diese Geschichte hat für mich einen ganz besonderen Hintergrund. Denn diese Geschichte hat mich vom Glauben überzeugt. Das ist eine Sache, die ich nicht verstehen konnte, die ich nachgeprüft habe. Vers für Vers, Wort für Wort und dadurch überzeugt wurde. Und ich möchte euch diese Verse, die wir heute durchgehen, nicht eins zu eins vorlesen, sondern ich werde sie euch aufschreiben auf dem Dokument, das ihr euch runterladen könnt und auch auf den Folien. Aber ich werde euch die Geschichte erzählen. Und zwar, es spielt im fernen Osten, im alten Babylon. Wir haben ca. 600 vor Christus. Das Volk Israel hat Gott nicht gehorcht und ist abgefallen. Und die Strafe Gottes war, dass der König von Babylon kam, um Israel, Jerusalem zu zerstören und das Volk in die Gefangenschaft zu nehmen. Und dieser König hat die weisesten und vornehmsten Männer von Israel genommen und sich an seinem Hof geholt, um sie ausbilden zu lassen. Und gerade in diesem Setting fängt unsere Geschichte an.

[11:18] Es war, dass König Nebukadnezar einen Traum hatte. Und dieser Traum hat ihn so sehr beschäftigt, dass er am nächsten Morgen all seine Traumdeuter, Chaldea, also das sind die gelehrten Wissenschaftler, seine Wahrsager und alles am Hof zusammengeholt hat, um ihm seinen Traum zu erzählen. Und seine Angestellten, seine Wahrsager sind gekommen und haben gesagt: "König, sage du uns, was du geträumt hast und wir wollen dir die Lösung sagen." Ich meine, das würde ich genauso machen, wenn jemand sagt: "Boris, sag mir, was mein Traum bedeuten soll." Dann würde ich auch erst mal sagen: "Ja, dann sag mir doch, was du geträumt hast." Und der König hat gesagt: "Nein, nein, dieser Traum, der ist mir so wichtig. Ich möchte, dass ihr mir erzählt, was ich geträumt habe, dann weiß ich auch sicher, was die Deutung ist." Und die Chaldea haben gesagt: "Nein, nein, König, das, was du von uns verlangst, das kann niemand, das können nur die Götter und die leben hier nicht bei uns Menschen. Lass uns einfach noch ein bisschen Zeit, lass uns noch ein paar Nächte drüber schlafen."

[12:35] Und der König hat erkannt, dass sie nur Zeit schinden wollten, dass sie gehofft haben, dass das Interesse des Königs mit der Zeit ein bisschen abflacht, dass die Erregung, die in seinem Herzen gerade so groß ist, ein bisschen abflaut. Er hat erkannt, dass er all die Jahre über von ihnen angelogen worden ist. Sie haben gesagt, wir stehen in Kontakt mit den Göttern und jetzt können sie das nicht halten, was sie die ganze Zeit vorgegeben haben. Und der König wurde sauer und hat gesagt: "Wenn ihr mir nicht den Traum samt der Deutung sagen könnt, werdet ihr alle umgebracht werden." Und die Chaldea haben gesagt: "So ein harter Befehl ist noch nie ausgegangen. Kein König hat jemals verlangt, was du verlangt hast." Aber der König hat es beschlossen. Und so hat er seinen Hauptmann losgeschickt, um alle Weisen einzusammeln. Und dieser Hauptmann kam auch zu Daniel und seinen Freunden. Und Daniel wusste nicht, wie ihm geschieht. Er wusste nur, dass er umgebracht werden sollte. Und er hat den Hauptmann gefragt, was denn los ist. Und der Hauptmann hat es ihm erzählt. Und Daniel hat gesagt: "Wenn du den König noch abverlangen kannst, eine Frist, dass ich meinen Gott befragen kann, ob er mir nicht das Geheimnis offenbart." Und der König hat diese Frist Daniel und seinen Freunden gegeben.

[14:06] Und das Erste, was sie gemacht haben, sie haben sich niedergekniet und haben Gott darum gebeten, dass er ihnen doch sagen soll, was der König geträumt hat. Und in dieser Nacht hatte Daniel eine Vision. Daniel hatte die Vision, was der König geträumt hat. Und er ist am nächsten Morgen zum König hin. Ihr müsst euch vorstellen, der große König Nebukadnezar auf seinem Thron, umringt von den Weisen, viel gedienten Männern Babylons. Und dann kommt ein junger Mann zwischen 16 und 20 Jahren und stellt sich vor den König hin und sagt: "König, mögest du ewig leben? Als du zu Bette gingst, dachtest du, was nach dir wohl kommen wird." Was bedeutet das? Dieser König Nebukadnezar war ein Weltherrscher. Das Reich von Babylon hat über die gesamte Erde geherrscht. Und er hat sich gedacht: "Das habe ich aufgerichtet. Und was wird nach mir wohl kommen, wenn ich nicht mehr leben werde? Was wird aus meinem Testament, aus dem, was ich zurücklasse, werden?" Und darauf ist er eingeschlafen. Und dann hat Gott ihm diesen Traum geschenkt.

[15:30] Und er hat gesagt: "König, siehe das, was du geträumt hast. Es war ein großes Standbild, dessen Haupt war aus Gold, dessen Brust und Arme waren aus Silber. Die Hüften und die Lenden waren aus Bronze. Die Beine waren aus Eisen und aus Ton. Und die Füße, die waren aus Eisen und aus Ton. Und siehe, du sahst, wie ein Stein ohne Zutun von Menschenhand losgerissen wurde und das Standbild an den Füßen traf. Und er zerstörte das ganze Standbild und der Stein wurde zu einem Berg. Und der Berg wuchs und erfüllte die ganze Erde." Das ist der Traum, den Nebukadnezar gehabt hatte. Aber Nebukadnezar wollte nicht nur wissen, was er geträumt hat. Ihn hat vor allem die Deutung interessiert. Und auch diese Deutung ist Daniel nicht schuldig geblieben. Daniel hat gesagt: "Und siehe, König, die Deutung des Traumes ist folgendes." Und da finden wir in Daniel 2, die Verse 36 und 45, was die Deutung ist. Und zwar, er sagte: "Du bist das Haupt aus Gold." Wir sehen also, dass das Haupt aus Gold das Babylonische Reich war. Und Babylon herrschte von 605 vor Christus bis 539 vor Christus.

[17:09] Und Daniel sagte: "Nach dir aber wird ein anderes Reich kommen, geringer als deines." Ich denke, Gold war ein gutes Bild, um Babylon darzustellen. Allein der Hauptaltar des Hauptgottes Marduk hatte einen Goldsockel von mehr als 20 Tonnen, purem Gold. Die Fassaden der Prachtstraße waren mit Gold ausgeschmückt. Es war eine Stadt voller Pracht und Reichtum. Wir wissen heute noch von den Legenden, von den hängenden Gärten von Babylon, eines der Weltwunder der Antike. So hoch war die Pracht dieser Macht. Aber welches Reich kam danach? Auch das finden wir in den Geschichtsbüchern, dass das Reich von Medo und Persien danach kam. Das finden wir in den Versen 39a, dass ein anderes Reich, geringer als deines kommt. Das Medo-Persische Reich hat von 539 vor Christus bis 331 vor Christus geherrscht. Und das Interessante ist, 150 Jahre bevor der König von Persien Babylon erobert hat durch eine Kriegsliste, indem er den Fluss umgeleitet hat, hat er schon den Namen von ihm genannt. Das könnt ihr nachlesen in Jesaja 45, die Verse 1 und 2, dass dieser Mensch Kyros heißen sollte. Auch das ist faszinierend.

[18:43] Auch Silber war ein gutes Instrument oder ein gutes Beispiel, um Medo-Persien darzustellen. Warum? Selbst die Bauern konnten oder mussten ihre Steuern in Silber zahlen. Jeder, der Steuern zahlte, zahlte in Silber. Und Silber war schon immer ein wertvolles Material. Aber selbst der Ärmste konnte sich Silber leisten, um damit Steuern zu bezahlen. Das dritte Reich, das darauf folgte, das finden wir auch im Vers 39, da im Teil b, das ist der Bauch aus Lenden und aus Bronze, das ist Griechenland. Und wir sehen im Text, dass es über die ganze Welt herrschen sollte. Also wir sehen hier eine große Ausdehnung eines Weltreiches. Und tatsächlich hat Griechenland geherrscht von Mazedonien bis zu dem Hindukusch in Indien. Und das Ganze von 131 vor Christus bis 168 vor Christus. Wir wissen aus dem Schulunterricht 333, bei Issos gab es eine Keilerei. Dort war die erste große Schlacht Alexander des Großen gegen König Darius. Und 331 vor Christus, dort hat Alexander final die Herrschaft gewonnen. Da hat er die Stadt Babylon erobert und Darius wurde von seinen eigenen Männern verraten. Auch Bronze ist ein gutes Mittel, um Griechenland darzustellen. Es ist so, dass die Brustharnische, die Helme und die Schwerter, alles aus Bronze waren bei den Griechen. Und man sie von Weitem schon erkennen konnte, wie in Feuerflammen getaucht, wenn die Sonne darauf schien.

[20:42] Und welches Reich folgte auf das Reich der Griechen? Das war, wie eben schon angedeutet, das Römische Reich. Das Römische Reich waren die Beine aus Eisen. Ich habe einen kleinen Fehler gemacht von den Jahreszahlen. Es ging natürlich von 168 vor Christus, allerdings nicht bis 331 vor Christus, sondern 476 nach Christus. Wir sehen auch hier, dass Eisen ein gutes Beispiel war, um das Reich darzustellen. Wir wissen schon, im Geschichtsunterricht heißt es das eiserne Rom. Und wir sehen im Text, dass es alles andere, was vorher da war, zermalmen und zerschlagen sollte. Und ich habe ein passendes Zitat gefunden vom Historiker Gibbon, das ich euch gerne vorlesen möchte, aus dem Niedergang und Fall des römischen Reiches, Band Nummer 3, Seite 634. Dort steht: "Die Waffen der Republik schritten schnell voran, bis an den Euphrat, die Donau, den Rhein und dem Meer. Alle goldenen, silbernen, bronzenen Bildern, die andere Nationen oder Könige darstellen, wurden nach und nach durch die eiserne Herrschaft Roms zerstört." Wir sehen hier, das ist ein weltlicher Autor, das ist kein religiöser Mensch, aber er hat genau die Sprache der Prophetie verwendet, um hier Rom darzustellen.

[22:25] Und ich meine, sind wir einmal ehrlich, es ist einfach zu sagen, dass ein Weltreich durch das andere abgelöst wird. Dass da ein Großreich ist, das über die Welt herrscht und dann kommt das nächste, das dieses Reich besiegt und jetzt über die Welt herrscht und dann kommt wieder eins und so weiter. Das Interessante ist, dass die Bibel sagt, dass es danach kein Weltreich mehr gibt. Schauen wir in die Verse 41 bis 43, dort finden wir die Erklärung für die Füße, teils aus Eisen und aus Ton. Das ist nämlich das geteilte Rom, das zerschlagen wurde durch die Völkerwanderung, durch die Stämme. Und dass es nicht wieder zusammen geht. Und das ist tatsächlich von 476 nach Christus bis heute der Fall. Wir als Europa sind die Nachfolge, die Territorial-Nachfolge von Rom. Und es gab viele Versuche, Rom wieder zusammenzufügen. Ich meine, viele haben es versucht. Es hat Barbarossa versucht, König Otto hat es versucht, Karl der Große hat es versucht, Ludwig der Vierzehnte hat es versucht, Napoleon hat es versucht, Wilhelm hat es versucht und Hitler hat es versucht. Und alle sind sie daran gescheitert.

[23:43] Und ich möchte mit euch ein paar Anekdoten erzählen, die sich im Laufe der Zeit zugetragen haben. Das erste ist Zweiter Weltkrieg 1941. Die Briten waren kurz vor der Niederlage. Die deutsche Luftwaffe hat einen Angriff nach dem anderen über London geflogen. Die Menschen haben sich in die U-Bahnschächte gerettet, weil sie Angst hatten. Und wie es wieder eine Bombennacht war, die Sirenen hallten und die Kinder und die Greise und die Mütter haben sich ängstlich in die U-Bahnschächte verzogen. Sie zitterten und fürchteten um ihr Leben. Und dort war ein Prediger, der hatte ein Pappschild von dieser Statue, von diesem Traum von Nebukadnezar. Und er hat gesagt: "Kinder, fürchtet euch nicht. Gott wird nicht zulassen, dass Hitler diesen Krieg gewinnen wird." Und er hat ihnen die Geschichte von Daniel 2 erzählt. Und er hat ihnen gesagt: "Ich weiß nicht, wie Gott das machen wird, aber ich weiß, dass es viele versucht haben und Gott nicht zulassen wird, dass Hitler diesen Krieg gewinnt." Und diese Geschichte wird heute noch in der britischen Armee erzählt. Ich hatte Freunde bei einer Evangelisation, die eine Evangelisation gehalten haben und genau diese Geschichte erzählt haben. Und einer der Soldaten in den Zuschauern stand plötzlich auf und hat gesagt: "This story is true. Diese Geschichte ist wahr." Es wird heute noch in der Armee erzählt. Und tatsächlich, keine zwei Wochen später, hat Hitler plötzlich aufgehört, England anzugreifen und ist nach Russland gegangen. Bis heute können sich Militärhistoriker und Historiker nicht erklären, was diese Wahnsinnstat bedeuten sollte. Sie entschuldigen es damit, dass Hitler größenwahnsinnig war und er einfach seinen Krieg im Osten hatte. Dass er Parkinson hatte und sterben musste und seinen Krieg im Osten noch haben wollte. Aber ist das wirklich die ganze Wahrheit?

[26:04] Lasst uns im gleichen Krieg bleiben, drei Jahre später. Andere Front, andere Armee. Die Operation Barbarossa, der Blitzkrieg in die Sowjetunion hinein. Und diese Geschichte dreht sich um einen Soldaten der Wehrmacht kurz vor St. Petersburg, Nordostdeutsche Front, Belagerung von St. Petersburg. Und sein Offizier kam zu diesem Soldaten und hat gesagt: "Soldat, meinen Sie, wir können diesen Krieg gewinnen?" Und der Soldat schaut ihn an und sagt: "Sprechen wir hier von Soldat zu Soldat oder von Mann zu Mann?" Weil er wusste, sobald er etwas Falsches sagt, wird er wegen Wehrkraftzersetzung standesrechtlich erschossen. Und der Offizier nahm seine Mütze ab, was das Zeichen war, jetzt sprechen wir von Mann zu Mann. Und der Soldat hat gesagt: "Ich glaube nicht, dass Hitler diesen Krieg gewinnen kann." Und er nahm seine Bibel hervor und hat diesem Offizier das Daniel 2 ausgelegt. Die gleiche Geschichte, die ihr heute gehört habt. Und hat gesagt: "Ich glaube nicht, dass Hitler diesen Krieg gewinnen kann, weil Gott es nicht zulässt, dass Europa geeint wird." Und der Offizier ist weggegangen und kam nach einiger Zeit wieder mit drei anderen Offizieren. Und der Soldat dachte, jetzt hat mein letztes Stündlein geschlagen. Und sie kamen zu ihm hin und alle vier Offiziere nahmen ihre Mütze ab und haben gesagt: "Erzähle du uns das Gleichnis von Daniel 2. Wir haben es nicht ganz verstanden." Und er erzählte ihnen die Geschichte von Daniel 2. Und diese Männer glaubten ihm. Und das können wir in den Geschichtsbüchern nachschauen. Durch das Zeugnis dieses eines Mannes wurden nämlich Vorräte für den Rückzug zurückgehalten. Sowohl Material, als auch Nahrung, als auch Kleidung für den harten sowjetischen Winter. Das ist die einzige Armee aus dem Ostfeldzug, die wieder vollständig nach Hause gekommen ist. Durch das Zeugnis diesen eines mutigen Mannes und dass die Menschen ihm geglaubt haben, wurden über 3000 Menschenleben gerettet.

[28:23] Ich möchte euch auch ein persönliches Beispiel sagen. Wie viele von euch wissen, ich war früher Finanzberater. Ich habe viel mit Aktien und ähnlichem gehandelt. Und als ich gläubig wurde, habe ich das nicht mehr gemacht. Aber einer meiner Kunden hatte mich dann gefragt: "Du Boris, glaubst du, der Brexit wird kommen?" Und wenn wir uns erinnern, in den Nachrichten war es so, dass alle Medien gesagt haben: "Nein, der Brexit wird nicht kommen. Das ist jetzt nur ein kurzer Aufreger. Der wird nicht kommen, der wird nicht kommen." Die Börsen darauf spekuliert haben, dass der Brexit nicht kommt. Und ich habe ihm gesagt: "Diese Geschichte von Daniel 2. Ich habe gesagt, ich glaube nicht, dass Europa zusammenhalten wird. Ich glaube, dass dieser Brexit kommen wird." Und tatsächlich hat mir die Geschichte recht gegeben. Auch überrascht mich nicht das mit Katalonien. Mich würde noch nicht mal mehr überraschen, wenn Wallonien sich plötzlich abspaltet. Das sind Dinge, dass Europa einfach nicht zusammenhaften kann. Gleich wie Eisen und Ton sich nicht vermengen lässt, so lässt auch Europa sich nicht vermengen.

[29:40] Und kommen wir auf den letzten Teil des Traumes, nämlich der Stein, der kam. Dieser Stein spiegelt wieder das Königreich Gottes. Dann, wenn Jesus Christus wiederkommt und dieser Weltzeit ein Ende setzt. Das ist die Deutung, die die Bibel selber gibt. Wir haben keine einzige Sache aus unserer eigenen Vorstellung herausgesagt.

[30:17] Und was wir noch sehen können ist, was sagt uns diese Prophetie und ihre Erfüllung? Was bringt uns das tatsächlich auch noch heute? Ich möchte mit euch gerne aufschlagen Jesaja Kapitel 48 und dort den Vers 3. Jesaja Kapitel 48, Vers 3. "Das Frühere habe ich längst schon verkündigt. Aus meinem Mund ist es hervorgegangen und ich habe es bekannt gemacht. Plötzlich habe ich es ausgeführt und es ist eingetroffen." In der Erfüllung von sechs von diesen sieben Prophetien, nämlich Babylon, Medopersien, Griechenland, Rom, das zerteilte Rom, das sich nicht wieder zusammenfügen lässt. Weil sechs dieser sieben Prophetien sich buchstäblich erfüllt haben, glaube ich auch, dass sich die siebte Prophetie, die Wiederkunft Gottes und das Aufrichten des Reiches buchstäblich erfüllen werden. Dass diese Hoffnung, die wir Christen seit über 2000 Jahren haben, dass diese bald in Erfüllung gehen wird. Er möchte, dass wir für diesen Tag bereit sind und wir müssen uns die Frage stellen, sind wir denn bereit?

[31:41] Ich möchte mit euch zum Abschluss noch Johannes Kapitel 14, den Vers 29 lesen. Johannes Kapitel 14, den Vers 29. "Und nun habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht." Das sind die Worte, die Jesus zu seinen Jüngern gesagt hat. Wir sehen hier, dass der Glaube eng mit der Prophetie verknüpft ist, weil wir sehen dürfen, die Bibel ist vertrauenswürdig. Das, was die Bibel sagt, hat auch heute noch Gültigkeit, hatte Gültigkeit über die Jahrhunderte hinweg. Wir sehen, dass ein Traum, den ein König hatte vor über 2600 Jahren, dass diese heute noch seine Gültigkeit hat und dass die Worte, die in der Bibel stehen, auch heute noch ihre Gültigkeit haben und wir darauf vertrauen dürfen, auf dem völlig sicheren prophetischen Wort, dass wir nicht irgendwelchen Fabeln hinterher gelaufen sind. Wir haben die Sicherheit, der Bibel zu glauben.

[33:00] Lieber Freund, liebe Freundin, lieber Zuschauer, hast du heute erkannt, was die Bibel dir zu sagen hat, dass sie wirklich vertrauenswürdig ist? Hast du in der Vergangenheit vielleicht damit gekämpft, ob das, was alle sagen, die Bibel, die Bibel, ob das wirklich wahr ist? Ich lade dich ein, dass du das, was du heute gehört hast, noch mal selber studierst, dass du die Bibel aufschlägst und schaust, ob es sich so verhält, dass du schaust in Geschichtsbücher, ob die Reiche wirklich da waren, ob die Zeiten stimmen, ob sich das wirklich so buchstäblich erfüllt hat. Dann wirst du sehen, dass jeder Zweifel ausgeräumt werden wird. Ich bin dadurch gläubig geworden, weil ich wollte das widerlegen. Ich habe gesagt, das kann nicht sein. Und dann habe ich gesehen, da steckt etwas dahinter, was größer ist als ich. Möchtest du auch diesem nachfolgen und erkennen, was dort größer ist als du? Wenn das dein Wunsch ist, dass du weiterhin mehr Erkenntnis sammeln darfst, bitte ich dich, gemeinsam mit mir zu beten.

[34:08] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir so sehr für die Prophetie, die du gegeben hast, dass wir nicht irgendwelchen Mythen und guten Gedanken nachfolgen, sondern dass wir wirklich valide Beweise haben, dass wir sehen können, dass unser Glaube nicht an den Haaren herbeigezogen ist, sondern dass du in der Weltgeschichte wirkst, dass du alles in deiner Hand hast und dass du auch in meinem Leben und in unserem Leben wirken kannst. Großer Gott, dafür danke ich dir und bitte dich und deinen Segen für das private Studium für jeden Einzelnen zu Hause. Großer Gott, hab so Dank dafür. So binden wir im kostbaren Namen Jesu. Amen.

[35:00] Und ich lade euch herzlich ein, bei der nächsten Folge wieder dabei zu sein, wenn es heißt Fundament des Glaubens, dort mit Teil 3, der große Konflikt hinter den Kulissen.


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