[5:00] Vers 25, da spricht man vom zukünftigen Gericht. In Römer 2, Vers 16 sehen wir, dass Jesus Christus richten wird. Und in Hebräer 10, Vers 30 finden wir, der Herr wird sein Volk richten. Wir haben hier das Gericht immer im Futur, also in der Zukunft von den Aufnahmen, also von den Schriftstücken. Immer wenn die Schreiber der Offenbarung es aufgeschrieben haben, haben sie gesagt, das Gericht wird kommen. Und dieser Engel in Offenbarung 14, der erste der drei Engelbotschaft, sagt, die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Es ist in der Vergangenheitsform. Und wir sehen, dass in Offenbarung 13 diese Mahlzeichen des Tieres Krise kommt. Und parallel zu dieser Mahlzeichen des Tieres Krise, dort ist diese drei Engelsbotschaft, die eine Warnbotschaft an die Welt hinaus geben soll. Und direkt danach kommt die Ernte. Da kommt Jesus wieder. In seinem Gleichnis, das er gemacht hat, in Matthäus, hat er gesagt, die Ernte der Weltzeit, das ist das Ende der Welt, das ist meine Wiederkunft. Und die Schnitter sind die Engel. Und der Weizen, das sind die Gläubigen. Das hat Jesus alles schon erklärt. Und dieses gleiche Bild wird hier wieder aufgegriffen. Wir sehen also, zur Zeit dieser drei Engelsbotschaft ist das Gericht bereits begonnen.
[6:46] Und die Frage ist, wann beginnt dieses Gericht? Und lasst uns gemeinsam aufschlagen dafür Daniel Kapitel 8, den Vers 14. Daniel Kapitel 8, Vers 14. Er sprach zu mir, bis zu 2300 Abenden und Morgenden, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden. Wir haben bereits im letzten Studium mit den 70 Wochen Prophetie dieses Thema gemeinsam behandelt, dass die 2300 Abende und Morgende zur selben Zeit anfangen. Und ich habe euch hier etwas mitgebracht. Und zwar wissen wir, dass die Prophetien aus Daniel 2, 7 und 8 parallel sind. Und in Daniel 2 haben wir das große Standbild. Und dessen Haupt aus Gold repräsentierte Babylon. Die Brust und die Arme aus Silber war das medopersische Großreich. Die Hüften aus Bronze waren Griechenland. Die Beine aus Eisen war das römische Imperium. Und die Füße aus Eisen und aus Ton, das war das geteilte Rom, beziehungsweise das päpstliche Rom. Das ist jetzt auf der Folie ein bisschen überlappt. Dann haben wir in Daniel und der Stein ist die Wiederkunft von Jesus Christus. Und in Daniel 7 ist es ähnlich. Da war Babylon der Löwe mit den Adlerflügeln. Medopersien war der Bär, der halb aufgerichtet war mit den drei Rippen im Maul. Griechenland wurde symbolisiert durch den vierköpfigen, vierflügeligen Leoparden. Rom wurde symbolisiert durch das schreckliche Tier mit den zehn Hörnern. Das päpstliche Rom wurde durch das kleine Horn symbolisiert. Und die Wiederkunft war die Zerstörung des kleinen Horns. Und ähnlich ist es auch in Daniel 8. Daniel 8, haben wir gesehen, war am Ende schon des babylonischen Reis. Also Babylon kam nicht mehr vor in dieser Prophetie. Schaut weiter auf die Folie. Es ging weiter mit Medopersien, also der Widder, der angerast kam. Danach der Ziegenbock, der gekommen ist. Danach das kleine Horn, das sich horizontal ausgebreitet hat. Und das päpstliche Rom wurde symbolisiert durch das kleine Horn, das sich vertikal bewegt hat. Und die Wiederkunft wurde auch wieder durch die Zerstörung des kleinen Horns angekündigt. Und wir haben zwischen diesen Ereignissen, nämlich zwischen dem kleinen Horn, das sich in die Vertikale bewegt und der Zerstörung des kleinen Horns, eine Szene. Und das war die Szene, das Heiligtum soll wieder gerechtfertigt werden. Daniel 8, Vers 14. Und parallel dazu, wenn wir uns Daniel 7 anschauen, wenn wir sehen, all die Dinge sind parallel, sehen wir in Daniel 7, dass dort eine Gerichtsszene war. Zwischen der Zerstörung des kleinen Horns und dem kleinen Horn war diese Gerichtsszene in Daniel 7. Und in Daniel 2 gab es nichts dazwischen. Das heißt, durch diesen Parallelismus können wir daraus schließen, dass ein Gericht stattfinden wird in dieser Zeit. Dass also die Rechtfertigung des Heiligtums das Gericht symbolisiert. Wir werden das gleich noch mal genauer analysieren, inwiefern die Rechtfertigung des Heiligtums mit dem Gericht zu tun hat. Aber wir sollten uns noch gemeinsam anschauen, wann dieses Gericht denn beginnt.
[10:30] Und wir haben letztes Mal schon herausgefunden, dass die 70-Wochen-Prophetie verbunden war mit der 2300-Tage-Prophetie. Das heißt, dass sie den gleichen Anfangszeitpunkt haben. Und ich habe hier wieder eine Folie für euch vorbereitet. Und zwar begonnen hat es 457 vor Christus. Dort begann die 70 Wochen oder die 490 Jahre und die endeten mit der Steinigung Stephanus 34 nach Christus. Und das war der Teil, der abgeschnitten war aus dieser großen Zeitprophetie. Und wir kommen dann 2300 Tage nach den 457 vor Christus oder 1810 Jahre nach 34 nach Christus, in das Jahr 1844. Das Kreuz ist aus Versehen mit drin. Das könnt ihr euch wegdenken an der Stelle. Also wir sehen 1844, dort sollte das Gericht beginnen. Und die Frage ist, was ist an dem Tag passiert? Was ist dort passiert, dass wir sagen können, das Gericht hat dort stattgefunden? Das werden wir uns gemeinsam anschauen. Denn hier auf der Erde ist nichts passiert. Wir haben auf der Erde keinerlei Beweis dafür, dass das himmlische Heiligtum irgendwie gerechtfertigt wurde.
[12:02] Allerdings hat Gott in seiner Voraussicht diese zwei Prophetien miteinander verbunden. Er hat gesagt, die 70-Wochen-Prophetie ist verbunden mit der 2300-Tage-Prophetie. Und die 70-Wochen-Prophetie, die können wir nachprüfen. Und zwar, wir können sehen, dass 457 vor Christus das Dekret zum Wiederaufbau von Jerusalem gegeben worden ist und genau 483 Jahre später Jesus Christus gesalbt worden ist und dann dreieinhalb Jahre später gekreuzigt worden ist und wiederum dreieinhalb Jahre später die Gnadenzeit der Juden zu Ende war durch die Steinerung von Stephanus, die große Judenkristenverfolgung in Jerusalem hat angefangen und die Gemeinde ist über die ganze Welt verteilt worden und so hat die Weltmission begonnen. Und weil wir hier sehen können, dass die 70 Wochen der Beginn von Jesus Dienst und sein Tod und Wiederauferstehung inne trug, sehen wir auch, dass die 2300 dort der hohe priesterliche Dienst weitergeführt wird in die letzte Phase seines Dienstes. Jesus hat erst auf der Erde gedient, dann hat er im Himmel gedient und 1844 hat die letzte Phase seines Dienstes begonnen, nämlich das Gericht. Und wir werden uns dieses Gericht jetzt besser anschauen.
[13:34] Lasst uns zuerst schauen, auf welches Heiligtum es sich bezieht. Das haben wir beim letzten Studium schon wieder angedeutet und auch beim himmlischen Heiligtum, bei diesem Studium haben wir das gesehen. Aber lasst es uns noch mal wiederholen. Dazu lasst uns aufschlagen Hebräer Kapitel 9, die Verse 11 und 12. Hebräer Kapitel 9, die Verse 11 und 12 und dann noch die Verse 22 bis 24. Als aber der Christus kam als ein hoher Priester der zukünftigen Heilsgüter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht von Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt. Denn nicht in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, in eine Nachbildung des Wahrhaftigen ist der Christus eingegangen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen, auch nicht um sich oftmals als Opfer darzubringen, so wie der hohe Priester jedes Jahr ins Heiligtum hineingeht mit fremdem Blut. Wir sehen an dieser Stelle, dass die Rechtfertigung des Heiligtums kann auch übersetzt werden mit der Reinigung des Heiligtums. Und hier ist ganz deutlich gemeint das himmlische Heiligtum. Warum? Wir wissen, dass Jesus Christus nach seinem Tod aufgestiegen ist in dem Himmel und dass mit seinem Tod die Schatten hier auf der Erde beendet worden sind. Also der Heiligtumsdienst, wie wir es schon gelernt haben, war ein Schatten auf den Dienst, den Jesus Christus machen würde. Und wir sehen, dass er beendet war, dass der Vorhang von oben bis unten zerriss. Das heißt, dieser Schatten hat keine Bedeutung mehr für uns. Aber wir sehen, dass es einen Tag gab, an dem das Heiligtum gereinigt wurde im jüdischen Volk. Hier der Hebräerbrief hat gesagt, jedes Jahr ins Heiligtum hineingeht. Damit ist Yom Kippur, der große Versöhnungstag, the Day of Atonement gemeint. Und dieser Versöhnungstag, den müssen wir uns näher anschauen, um zu sehen, warum die Rechtfertigung oder Reinigung des Heiligtums etwas mit dem Gericht zu tun hat, ohne diesen Parallelismus weiter zu verwenden.
[16:08] Und das Erste, was wir uns angucken müssen, ist der tägliche Dienst, den der Priester machen sollte. Deshalb, was hat der Priester gemacht, wie jeden Morgen und jeden Abend? Und dazu lasst uns gemeinsam aufschlagen, 2. Mose Kapitel 29, die Verse 38 und 39. 2. Mose Kapitel 29, die Verse 38 und 39. Das ist es aber, was du auf dem Altar opfern sollst. Zwei einjährige Lämmer sollst du darauf beständig opfern, Tag für Tag. Das eine Lamm sollst du am Morgen opfern, das andere Lamm sollst du zur Abendzeit opfern. Wir sehen, das ist, was die Bibel als den täglichen Dienst bezeichnet. Diese Lämmer sollten morgens und abends geopfert werden, für die Sünden des Volkes. Und das Blut wurde immer hineingebracht in das Heiligtum. Das heißt, sie wurden geopfert und das Blut wurde gebracht ins Heiligtum. Das heißt, das ganze Jahr morgens und abends ist immer wieder Blut und Sünde in das Heiligtum hineingegangen. Und das Heiligtum braucht nur gereinigt zu werden, wenn es vorher verschmutzt worden ist. Das gilt für das himmlische Heiligtum wieder für das irdische. Im irdischen Heiligtum war es so, die Sünden wurden auf das Opfertier übertragen und das Blut wurde hineingebracht, so wie wir das gemeinsam schon studiert haben.
[17:45] Und jetzt lasst uns schauen, was der hohe Priester einmal im Jahr tut. Und dazu gehen wir erst wieder in den Hebräerbrief, Kapitel 9, die Verse 6 und 7. Hebräer, Kapitel 9, die Verse 6 und 7. Nur der hohe Priester betritt einmal im Jahr am großen Versöhnungstag das Allerheilige. Und das wird als der jährliche Dienst bezeichnet. Und an diesem Tag wird die Sünde, die das ganze Jahr über ins Heiligtum hineingebracht wurde, genommen und herausgebracht. Das Heiligtum wird gereinigt und wir werden uns anschauen, was noch gereinigt wird. Und wir sollten uns jetzt erst mal die Handlungen anschauen, die der hohe Priester gemacht hat im alten Israel, damit wir diese Bildhaftigkeit wieder verstehen können. Und dazu gehen wir in Dritter Mose, Kapitel 16, die Verse 5 bis 10. Dritter Mose, Kapitel 16, die Verse 5 bis 10. Dann soll er von der Gemeinde der Kinder Israels zwei Ziegenböcke nehmen als Sündopfer und einen Widder als Brandopfer. Und Aaron, der der hohe Priester war, soll den Jungstier als Sündopfer für sich selbst darbringen und Sühnung erwirken für sich und sein Haus. Das heißt, der hohe Priester, der muss gereinigt werden. Danach soll er die beiden Böcke nehmen und sie vor dem Herrn stellen an den Eingang der Stiftshütte. Und Aaron soll Lose werfen über die beiden Böcke. Ein Los für den Herrn und ein Los für die Verwendung als Sündenbock. Und Aaron soll den Bock hervorbringen, auf den das Los für den Herrn fiel, und ihn als Sündopfer opfern. Aber den Bock, auf den das Los für die Verwendung als Sündenbock fiel, soll er lebendig vor dem Herrn stellen, um über ihn die Sühnung zu erwirken und ihn als Sündenbock in die Wüste fortzuschicken.
[20:21] Wir sehen, der hohe Priester sollte erstmal für sich und sein Haus einen Bullen opfern, damit er von Sünde gereinigt wird. Und die zwei Ziegenböcke waren so, dass der eine geopfert wurde für das Volk, für die Sünden des Volkes, und der andere, der sollte als Sündenbock dienen. Und wie das funktioniert, werden wir uns gleich genauer anschauen. Denn wie wurde durch das Blut gereinigt und was hat der Priester dann mit dem Sündenbock gemacht? Und das finden wir direkt im Anschluss in den Versen 15 bis 22. Also wir bleiben in 3. Mose Kapitel 16 und lesen da die Verse 15 bis 22. Danach soll er den Bock des Sündopfers, das für das Volk bestimmt ist, schächten und sein Blut hineinbringen, hinter den Vorhang, also in das Allerheilige. Und er soll mit dessen Blut tun, wie er mit dem Blut des jungen Stieres getan hat. Und er soll es auf den Sühnedeckel und vor den Sühnedeckel sprengen. So soll Ersühnung erwirken für das Heiligtum, wegen der Unreinheiten der Kinder Israels und wegen ihrer Übertretung und aller ihrer Sünden. Und er soll dasselbe tun mit der Stiftshütte, die sich mitten unter ihren Unreinheiten befindet. Und kein Mensch soll in der Stiftshütte sein, wenn er hineingeht, um die Sühnung zu erwirken im Heiligtum, bis er wieder hinausgeht. Und so soll Ersühnung erwirken für sich und sein Haus und die ganze Gemeinde Israels. Und er soll hinausgehen zu dem Altar, der vor dem Herrn steht und für ihn Sühnung erwirken. Und er soll von dem Blut des jungen Stieres und von dem Blut des Bockes nehmen und auf die Hörner des Altars, ringsum. Und er soll mit seinen Fingern von dem Blut siebenmal darauf sprengen und ihn reinigen und heiligen von der Unreinheit der Kinder Israels. Und wenn er die Sühnung vollendet hat und das Heiligtum und die Stiftshütte und den Altar, so soll er den lebendigen Bock herzunehmen. Und Aaron soll seine beiden Hände auf den Kopf des lebendigen Bockes stützen und über ihm alle Schuld der Kinder Israels und alle ihre Übertretungen und alle Sünden bekennen. Und er soll sie dem Bock auf den Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereitsteht, in die Wüste fortschicken. Und der Bock soll alle ihre Schuld, die auf ihm liegt, in ein abgeschiedenes Land tragen. Und er schickt den Bock in die Wüste.
[23:07] Wir sehen, was hier passiert ist. Also Aaron sollte erstmal für sich selber die Sühnung erwirken. Und wir haben gelernt, dass der Sünde sollt, der tot ist. Also ein unschuldiges Tier musste für ihn sterben. Und Jesus musste für sich selber keinen Bullen opfern. Also für Jesus muss es keinen Opfer geben, weil er ja sündlos war. Und wir wissen, Jesus ist durch sein eigenes Blut in das Heiligtum gegangen. Und mit diesem Blut wurden die Schulden des Volkes gesühnt. Und das ist die Reinigung, die stattfindet. Der Altar wurde gereinigt, das Heiligtum wurde gereinigt, die Stiftshütte wurde gereinigt, der Hohepriester wurde gereinigt und das Volk wurde gereinigt. Alle wurden gereinigt und geheiligt, vom Vorhof über alles. Und dann hat der Hohepriester etwas gemacht. Nämlich diese ganze Sünde, die sich angesammelt hat, hat er genommen und ist damit zum Sündenbock hin und hat ihm die Hände aufgelegt. Und hat all diese Schuld, diese Sünde auf diesen Sündenbock getan. Und dann sollte der Sündenbock fortgeführt werden. Dass er in der Wüste stirbt und nie wieder zum Volk zurückkommt. Also dass die Sünde nie wieder zum Volk Gottes zurückkommt. Das ist das Bild, was hier gegeben wurde. Und wir wissen, dass das Opfer für das Volk Jesus Christus war. Und dieser Sündenbock symbolisiert Satan. Satan wird für tausend Jahre in die Wüste geführt, fernab vom Volk Gottes. Das Volk Gottes wird gereinigt sein und ohne die Sünde leben. Und am Ende der tausend Jahre, wenn Jesus wiederkommt, dann wird die Sünde ein für allemal vernichtet werden. Das ist das Bild, was wir an dieser Stelle verstehen sollen.
[25:18] Und um zu verstehen, wie das jetzt mit dem Gericht zusammenhängt, müssen wir uns anschauen, wie das Volk sich an Yom Kippur, an diesem großen Versöhnungstag, verhalten sollte. Das sehen wir auch in 3. Mose Kapitel 16, die Verse 29 und 30 und den Vers 33. 3. Mose Kapitel 16, die Verse 29 und 30 und 33. Und das soll eine ewig gültige Ordnung für euch sein. Am zehnten Tag des siebten Monats sollt ihr eure Seelen demütigen und kein Werk tun. Weder der Einheimische noch der Fremdling, der in eurer Mitte wohnt. Denn an diesem Tag wird für euch Sühnung erwirkt. Um euch zu reinigen von all euren Sünden, sollt ihr gereinigt werden vor dem Herrn. Und jetzt Vers 33. Und er soll Sühnung erwirken für das Allerheiligste und die Stiftshütte und für den Altar soll er Sühnung tun. Auch für die Priester und die ganze Volksgemeinde soll er Sühnung erwirken. Es war ein Tag der Herzensprüfung. Die Israeliten sollten schauen, wo sie unbekannte Sünde hatten in ihrem Leben. Dass diese Sünde mit gereinigt wird. Wir finden nämlich auch heraus, dass in 3. Mose 23, die Verse 27 bis 29, dass jeder, der noch Sünde an sich hatte an diesem Tag, herausgeholt werden sollte aus dem Volk. Das heißt, er sollte nicht länger Teil des Volkes sein. Sprich, er sollte sterben. Deshalb war es ein Tag des Gerichts. Wenn man noch Sünde auf sich trug, wurde man gerichtet. Man hat das Urteil empfangen, den Tod. Und deshalb war dieser große Versöhnungstag auch ein Gerichtstag. Und dieses Gericht im Himmel, jetzt sehen wir, warum die Reinigung des Heiligtums oder die Rechtfertigung des Heiligtums gleich diesen Gerichtstag ist.
[27:28] Und wir werden das jetzt vergleichen mit der Gerichtsszene in Daniel 7. Schlagt mit mir auf. Daniel Kapitel 7, die Verse 9 und 10 und dann 13 und 14. Daniel Kapitel 7, die Verse 9 und 10, 13 und 14. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet. Ich sah in den Nachtgeschichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen. Und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihm gebracht. Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum verliehen. Und alle Völker, Stämmen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht. Und sein Königtum wird nie zugrunde gehen.
[28:41] In dieser Szene sehen wir ganz deutlich, dass es im Himmel stattfinden würde. Wir sehen einen Hochbetagten, das ist der Vater. Und wir sehen einen, der gleicht einem Sohn des Menschen, das ist Jesus Christus. Und die Szene ist das Ende des Gerichts, wenn Jesus die Königsherrschaft übergeben wird und er die Seinen zu sich holt. Und die Frage ist, die Engel nehmen an diesem Gericht teil. Warum sind die Engel mit dabei? Sie haben erlebt, wie die Sünde ins Universum gekommen ist, wie die Harmonie plötzlich zerstört wurde. Und sie waren froh, dass die Sünde nicht mehr im Himmel ist. Und Jesus will sicher gehen, dass die Sünde nie wieder in den Himmel kommt. Das heißt, wenn sein Volk, wenn wir immer noch die Sünde in uns tragen, können wir nicht in den Himmel. Ich mache immer ein Beispiel hier. Stellt euch vor, ihr habt Kinder und wohnt in einem schönen Haus und ihr kriegt einen neuen Nachbarn. Und ihr erfahrt, dass dieser Nachbar früher Kinder vergewaltigt hat. Was wollt ihr über diesen Nachbarn wissen? Ihr wollt doch sicherlich wissen, dass er das nicht mehr macht, dass eure Kinder sicher sind. Und genau so ist es auch dort. Die Engel wollen sicher sein, dass das Volk Gottes von der Sünde gereinigt ist.
[30:12] Und wir sehen hier, dass Bücher aufgetan worden sind. Und die Bibel spricht hier von mehreren Büchern. Ich will mit euch jetzt nur eines anschauen in Philippa Kapitel 4, den Vers 3. Philippa Kapitel 4, Vers 3. Die Bücher, die aufgetan werden im Himmel, da ist unter anderem das Buch des Lebens drin. Es ist auch das Buch der Sünden drin und es ist ein Gedenkbuch drin. Das, was man nämlich für Gott alles gemacht hat und welche Leiden man durchgemacht hat. Das habe ich alles für euch im Download bereitgestellt. Jetzt fehlt uns ein bisschen die Zeit dazu. Aber dieses Buch des Lebens, das ist das Wichtige für das Gericht.
[31:04] Und ich möchte mit euch was anschauen. In dieses Buch wird man nämlich hineingeschrieben, sobald wir uns zu Jesus Christus bekennen. Sobald du also in deinem Leben sagst oder gesagt hast, ich bin Christ, ich bekenne mich zu ihm, dann wird dein Name in dieses Buch geschrieben. Und jetzt denkst du vielleicht, ja, dann brauche ich ja nur zu sagen, ich bin Christ, ich bekenne mich zu ihm. Mein Name steht jetzt da drin. Aber lass uns schauen, was passieren kann. Und dazu gehen wir in die Offenbarung Kapitel 3, Vers 5. Offenbarung Kapitel 3 und dort den Vers 5. Und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens. Und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. Die Kleider weismachen, das steht für die Gerechtigkeit von Jesus Christus. Das ist reinigen die Kleider. Manche Bibelübersetzungen sagen nämlich, die Kleider reinigen an den Stellen, wo es heißt, die Gebote halten. Es ist ein Synonym dafür und es ist auch im Originaltext ein Synonym dafür. Das heißt, diejenigen, die die Gebote halten und halten möchten, diejenigen werden nicht aus dem Buch des Lebens gestrichen. Das heißt im Umkehrschluss, diejenigen, die nicht überwinden, die keine weißen Kleider antun, deren Namen können gestrichen werden aus diesem Buch des Lebens. Das ist etwas, was ich niemandem wünsche. Jesus möchte sich bekennen vor den Engeln und vor seinem Vater, wenn wir uns zu ihm bekennen.
[32:53] Und lasst uns schauen, was Jesus erklären wird am Ende dieses Gerichts. Also wenn jeder Fall abgeschlossen ist, was er dann sagen wird. Und das ist faszinierend in Offenbarung Kapitel 22, die Verse 11 und 12. Offenbarung Kapitel 22, die Verse 11 und 12. Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht. Und wer unrein ist, verunreinige sich weiter. Und jetzt kommt es. Und der Gerechte übe weiterhin Gerechtigkeit. Und der Heilige heilige sich weiter. Und siehe, ich komme bald und meinen Lohn mit mir, um einen jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird.
[33:37] Das ist ein Zeitpunkt, wo Jesus abschließt, wo das Ende des Untersuchungsgerichts sein wird. Das himmlische Heiligtum und sein Volk sind komplett gereinigt. Er hat gesagt, wer heilig ist, sei weiterhin heilig. Wer gerecht ist, sei weiterhin gerecht. Das heißt, ab diesem Zeitpunkt wird er sagen, jetzt mache ich mich auf, um meine Kinder abzuholen. Das heißt, seine Fürsprache im Himmel ist beendet. Jeder, der zu diesem Zeitpunkt noch die Sünde tut, hat kein Opfer mehr im Himmel. Er hat niemanden mehr, der die Sünde vergibt vor dem Vater. Das wird ein Zeitraum sein, ich weiß nicht, wie lange der ist, wo der Heilige Geist in dem Maße ausgegossen werden wird, dass das Volk Gottes nicht mehr sündigt, vollständig überwunden hat. Und das ist eine Sache, die kann ich mir noch nicht vorstellen. Wenn ich auf mein Leben schaue, sage ich, da hat Gott noch einiges zu tun. Aber wenn ich sehe, was Gott in der Vergangenheit schon alles getan hat, an seinem Volk, mit der Teilung des Meeres, mit der präzisen Voraussage aller Ereignisse und was er in meinem Leben schon getan hat, ich, dass er auch das tun kann und tun wird.
[35:06] Und ich möchte mit euch zum Abschluss noch einen Text lesen, in 2. Korinther, Kapitel 7, Vers 1. 2. Korinther, Kapitel 7, Vers 1. Weil wir nun diese Verheißung haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen und von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht. Wir werden gereinigt, zusammen mit dem himmlischen Heiligtum. Gott möchte nicht nur das Heiligtum reinigen, sondern er will auch unser Herz reinigen. Er kann nicht beides haben. Er kann nicht ein verunreinigtes Herz und uns haben. Wir brauchen ein gereinigtes Herz, dass wir mit Gott zusammen sein können. Und die Frage ist, ist es dein Wille, dein Herz reinigen zu lassen von Gott, dass es die Abscheu der Sünde entwickelt, dass es das nicht mehr tun will? Wenn das dein Wunsch ist, künftig von der Sünde Abstand zu nehmen, diese Kraft zu erhalten, nicht mehr sündigen zu wollen, dann bitte ich dich, mit mir gemeinsam zu beten. Ich bitte dich, dort wo du bist, knie dich nieder und bete mit mir gemeinsam zu Gott, dass er das für uns erfüllen kann.
[36:37] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass du seit 1844 den großen Versöhnungstag hältst. Das große Gericht, wo du dein Volk reinigen möchtest. Heiland, wir, die wir uns zu dir bekennen, wir sind dreckig und wir sind schmutzig und wir wissen das. Aber wir bitten dich, dass du uns hilfst, dass du uns neue Gedanken gibst, dass wir Abscheu vor der Sünde entwickeln. Heiland, das können wir nicht alleine, sondern wir brauchen dich dafür. Und wir sehen auf unser Leben und wir bitten dich um diese Reinigung. Und wir danken dir, dass du sie Stück für Stück in unserem Leben erfüllst, dass wir eines Tages dich in den Wolken sehen dürfen, um zu dir geholt zu werden. Heiland, so danken wir dir für deinen großartigen Dienst, für deine Liebe, Treue und Güte und bitten das im kostbaren Namen von Jesus Christus. Amen.
[37:45] Wir sehen uns nächste Folge wieder, wenn es heißt Fundament des Glaubens, dort dann mit Thema 21, die Gemeinschaft der Übrigen. Wir werden uns anschauen, was das zentrale Thema sein wird für Gottes Gemeinde in der Endzeit. Wir werden uns einige Glaubensrichtungen anschauen und sagen, inwiefern sich das verhält. Und ich lade euch ein, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein. Es wird ein spannendes Thema. Ich wünsche euch gottesreichen Segen und eine gute Zeit.