In dieser Predigt, „Christi Botschafter“, erklärt Boris Bernhard, wie wir wahre Botschafter Christi sein können, indem wir seinen Charakter widerspiegeln. Er beleuchtet, wie das Betrachten der Herrlichkeit Gottes uns verwandelt und wie wichtig es ist, unsere Gedanken und Taten auf Christus auszurichten. Die Predigt geht auch auf die Bedeutung von Demut und die Vermeidung von Stolz ein, insbesondere im Hinblick auf äußeren Schmuck und weltliche Anhaftungen.
Fundament des Glaubens: 25. Christi Botschafter
Boris Bernhard · Fundament des Glaubens ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Mission, ZeugnisWeitere Aufnahmen
Serie: Fundament des Glaubens
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Transkript
[5:00] Er sagte, es werde Licht und es ward Licht. Danach konnte man es sehen. Und hier ist es ähnlich. Mose sagte, lass mich deine Herrlichkeit sehen. Und Gott sagte, ich werde meinen Namen dir nennen. Das heißt, die Herrlichkeit Gottes ist sein Name. Und wir werden jetzt noch weiter anschauen, was das genau bedeutet. Und da gehen wir ein Kapitel weiter, wenn Gott das nämlich tut, wenn er vorüberzieht und seinen Namen ausruft. 2. Mose 34, Verse 6 und 7. Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: „Der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Treue, der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt.“ Wir haben hier etwas abgebildet von Gott, nämlich seinen Charakter. Er ist von großer Gnade, aber auch von Gerechtigkeit. Gnade und Gerechtigkeit sind die zwei Dinge, die wir im Laufe unserer Bibelstundenreihe schon öfter gesehen haben, dass die zusammengehören und zum Charakter Gottes dazugehören. Das heißt, die Herrlichkeit des Herrn ist sein Name und sein Name ist sein Charakter. Es sind Synonyme füreinander und das könnt ihr gerne in der Bibel nachschlagen. Ihr werdet immer wieder finden, dass das absolut und exakt passt.
[6:27] So auch in unserem nächsten Fall, nämlich, wie können wir wahre Christi Botschafter sein? Und dazu gehen wir in 2. Korinther Kapitel 3, Vers 18. Das ist einer meiner Lieblingsbibelverse, den wir uns immer und immer wieder angucken werden. 2. Korinther Kapitel 3, Vers 18: „Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.“ Hier ist ziemlich viel Text, der ein wenig verwirrend ist, wenn man ihn das erste Mal sieht. Ich habe den Text ein bisschen umgestellt, damit er für uns heute leichter verständlich ist. Und zwar hier: Wir lesen nochmal 2. Korinther 3, Vers 18, jetzt die umgestellte Version: „Wir alle aber werden verwandelt, indem wir die Herrlichkeit oder den Charakter des Herrn anschauen, nämlich vom Heiligen Geist. Wie in einem Spiegel, in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, von seinem Charakter zu seinem Charakter.“ Das Prinzip, was wir hier an dieser Stelle finden, ist: Durch Ansehen werden wir verwandelt oder verändert. Und das ist etwas, was die Psychologie mittlerweile kennt. Wir kennen das in Problemvierteln. Wenn Kinder auf der Straße aufwachsen, das Umfeld beeinflusst sie mit. Das, was sie sehen, machen sie nach. Wie ist es, wenn wir in der Bravo sehen, dass wir Stars haben und die Kinder oder die Jugendlichen hängen sich das übers Bett. Die wollen so werden wie ihre Stars. Deshalb machen sie sich dieselbe Frisur, sie ziehen die gleiche Kleidung an, sie hören immer wieder ihre Musik und verhalten sich dann auch so. Das ist ein Nachahmen. Das ist ein Vorbildcharakter. Und die Vorbilder, die wir uns nehmen, die wir anschauen, das beeinflusst uns. Wenn wir also die ganze Zeit Horrorfilme anschauen, beeinflusst uns das, ob wir wollen oder nicht. Deshalb sagt man auch, diese ganzen Massenmörder, also diese Amokläufer, die Jugendlichen, die wir sehen, die haben zwei besondere Gemeinsamkeiten, nämlich gewaltverherrlichende Videospiele und Horrorfilme. Damit will ich jetzt nicht automatisch ausdrücken, dass wenn man Ego-Shooter oder sowas spielt und Horrorfilme schaut, dass man dann zu sowas zwangsläufig wird. Sondern wenn jemand sensitiv ist durch diese Veränderung und keinen gefestigten Charakter hat, dann fördert das das. Aber es heißt nicht, dass eine stabile Persönlichkeit dadurch nicht beeinflusst wird. Und das ist das Wichtige. Das ist das Prinzip, das die Bibel uns an dieser Stelle lehren möchte.
[9:23] Und deshalb ist es so wichtig, zu schauen, was Christus macht. Wir als seine Botschafter sollten ihn vertreten. So ist es auch, wenn der Botschafter von den USA in Berlin ist und Donald Trump macht mal wieder einen besonderen Tweet, gerade über Deutschland, und Angela Merkel wird dann den Botschafter einbestellen. Und dieser Botschafter repräsentiert dann in diesem Moment die USA. Und so ist es auch bei uns, dass wir das Königreich Gottes repräsentieren sollen und deshalb stets mit hohem Anstand und mit großer Freundlichkeit agieren sollten. Aber mit Bestimmtheit, dass wir nämlich die Interessen unseres Landes durchaus wahren. Das hier einfach als besseres Verständnis ein schönes Bild, das Gott hier gegeben hat. Und um zu wissen, wie Jesus war, sollten wir uns anschauen, was er gedacht hat. Und das finden wir gemeinsam raus in Römer Kapitel 15, die Verse 5 und 6.
[10:44] Das ist das, was die Stelle sagt: Denkt so, wie Jesus gedacht hat. Und jetzt sollten wir uns anschauen, wie Jesus gedacht hat. Und das finden wir in Philipper Kapitel 4, Vers 8. Es ist das Prinzip, das wir vorher schon mal besprochen haben. Es kommt darauf an, womit ich meinen Geist füttere. Ist es so, dass ich in Selbstmitleid bade, wenn mir was Schlechtes passiert oder positiv nach vorne schaue? Brauche ich selber Hilfe oder kann ich Hilfe leisten? Und Christus ist jemand, der immer helfen möchte. Das heißt, wir als Christen werden befähigt, durch Jesus Christus, das Gute und das Schlechte aus Gottes Hand anzunehmen, wie es kommt, damit wir seinen Charakter repräsentieren können. Und das fängt in den Gedanken an, denn unsere Gedanken formen unsere Taten oder unsere Worte. Unsere Worte bestimmen unsere Taten, unsere Taten bestimmen unsere Gewohnheiten und unsere Gewohnheiten bestimmen unseren Charakter. Das ist eine Sache, die wir wirklich eindringlich wissen müssen, damit das gut funktioniert.
[12:21] Wir wissen jetzt also, was Jesus gedacht hat. Lasst uns auch anschauen, was Jesus getan hat, weil mit dem Denken alleine ist es nicht getan. Lasst uns dazu auch wieder zwei Bibelstellen aufschlagen. Die erste finden wir in Lukas 4, Vers 18. Lukas, Kapitel 4, Vers 18: „Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkündigen. Er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzen sind, Gefangenen Befreiung zu verkündigen und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen.“ Und der zweite Bibelfers ist 1. Petrus, Kapitel 2, die Verse 9 bis 15. 1. Petrus, Kapitel 2, die Verse 9 bis 15: „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat, zu einem wunderbaren Licht. Euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid. Geliebte, ich ermahne euch als Gäste und Fremdlinge, enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung. Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter, um des Herrn willen, es sei dem König als dem Oberhaupt oder den Stadthaltern als seinen Gesandten, zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun. Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Gutes tun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt.“
[14:25] Dieser erste Petrus 2, Verse 19 bis 15 wurde zum Teil auch falsch interpretiert, gerade in unserer deutschen Vergangenheit, in unserer deutschen protestantischen Vergangenheit. Dieser Text wurde oftmals herbeigennommen, um zu rechtfertigen, dass man mit dem Kaiser in den Krieg zieht. Das diente, um zu rechtfertigen, dass man mit den Nationalsozialisten zusammengefeiert hat. Adolf Hitler wurde ja von den Protestanten damals wie ein Messias herbeigesehnt. Aus heutiger Sicht kaum vorstellbar. Und sie haben gesagt, wir müssen uns der weltlichen Ordnung unterordnen, was richtig ist. Jeder Christ ist dazu angehalten, Steuern zu zahlen und sich an die Gesetze des Landes zu halten, ob er sie jetzt für richtig und gut hält oder nicht. Es sei denn, sie widersprechen dem Wort Gottes. Dann muss ein guter Christ sagen: „Nein, so weit kann ich gehen, aber hier, lieber Staat, überschreitest du das Wort Gottes. Das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Mit mir darfst du tun, was du möchtest, aber ich werde das nicht tun.“ So sollte dieser Satz richtig verstanden werden. Christen sind nicht Anarchisten, die ein bestehendes System umwerfen wollen. Christen sollten in jedem System als Fackeln der Wahrheit dienen, dass sie das System voranbringen, selbst im Atheismus. Ich weiß es aus der ehemaligen DDR, dass die Christen dort oft selbstständige Handwerker waren und wirklich gute Arbeit geleistet haben. Sie waren gerne gesehen bei den Leuten, auch wenn sie nicht gerne gesehen waren beim Staat. Und diese kirchliche Bewegung, die gesagt hat, wir kämpfen so ein bisschen gegen den Staat für Freiheit und so weiter. Da sind wir schon wieder auf einer Ebene, die gefährlich sein kann, weil man sich nicht dem Staat unterordnet. Man darf eine Meinung haben, aber nicht aktiv gegen den Staat kämpfen. Das würde ich in keinem System unterschreiben und unterstreichen. Dennoch bin ich froh, dass unsere Geschwister in den neuen Bundesländern mittlerweile die Glaubensfreiheit genießen dürfen. Ich bin Gott sehr dankbar, dass er die Geschichte so geleitet hat.
[17:00] Wir wissen jetzt also, was Jesus gedacht hat und wie er sagt, wie wir handeln sollen. Nämlich, wir sollen den Armen und Unterdrückten helfen, wir sollen das Evangelium verkündigen und wir sollen gut und gewissenhaft arbeiten und der Obrigkeit untertan sein. Das ist das, was Gott von uns verlangt. Und jetzt kommen wir zu einer anderen wichtigen Frage. Nämlich, wie wäre das Erscheinungsbild Gottes? Ich war mal in einem Hauskreis von einer Stuttgarter Gemeinde, weil mich einfach interessiert hat, was glauben denn andere. Und dort wurde von einem Prediger aus den USA, der nicht mit dieser Kirche zusammengehört, weil das war eine Freikirche und er ist Evangelikaler. Aber es ging darum, dieser Prediger hatte eine Yacht, eine große Yacht und hat gesagt, das brauche ich, um auszuspannen, um dann wieder das Evangelium mit Vollkraft, mit Vollmacht zu predigen. Und jetzt ist die Frage: Irgendwo hat er ja recht. Wer bin ich, dass ich über ihn richte, dass ich ihm das nicht gönne? Ein Blick auf Jesus nimmt uns den Schleier von den Augen. Jesus Christus, hätte er sich eine teure Yacht geleistet, wenn er die Möglichkeit dazu gehabt hätte, um mal auszuspannen, mal eine Zeit nur für sich zu haben? Das ist nicht das, was Jesus gemacht hätte.
[18:42] Und wir wissen die Geschichte der Reformation. Wycliffe in England, der Morgenstern der Reformation und dann in Prag, Jan Hus. Jan Hus kam zum ersten Mal zum Nachdenken als britische Studenten, die die Lehren von Wycliffe kannten und in die Welt getragen haben. Sie durften nicht mehr predigen in Prag, deshalb haben sie Bilder gemalt und sie haben zwei Bilder gemalt, die gegenübergestellt wurden. Einmal der Pontifex, getragen von den Dienern in Prunk und in Macht und auf dem anderen Bild Jesus Christus auf einem Eselfohlen und Palmzweige vor ihm liegend. Dieser krasse Gegensatz hat die Menschen beeindruckt und sie haben gesehen, dieser sogenannte Stellvertreter vertritt nicht Jesus, wie er war. Jesus hätte als König prunkvoll auf die Erde kommen können, aber er hat es nicht getan. Lasst uns gemeinsam aufschlagen 1. Petrus Kapitel 3, die Verse 3 und 4. 1. Petrus Kapitel 3, die Verse 3 und 4: „Euer Schmuck soll nicht äußerlich sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott kostbar ist.“ Und den zweiten Text finden wir in 1. Timotheus Kapitel 2, die Verse 9 und 10. 1. Timotheus Kapitel 2, die Verse 9 und 10: „Ebenso will ich auch, dass sich die Frauen in ehrbaren Anstand mit Schamhaftigkeit und Zucht schmücken, nicht mit Haarflechten oder Gold oder Perlen oder aufwendiger Kleidung, sondern durch gute Werke, wie es sich für Frauen geziemt, die sich zur Gottesfurcht bekennen.“
[20:48] Hier haben wir ein ewiges Streitthema. Hier ist jetzt der Boris, der angeblich sagt: „Ihr Frauen, ihr sollt euch in Kartoffelsäcke kleiden.“ Das sage ich nicht. Liebe Frauen, liebe junge Damen, liebe Schwestern, bitte zieht euch so an, wie es angenehm ist für das Auge, wie es schön ist, schlicht und einfach, aber schön und gepflegt. Und nicht ich sage euch, nicht mit Haarflechten, Gold, Schmuck. Das sagt nicht ich. Das sagt an dieser Stelle die Bibel. Und ich richte nicht über euch, ob ihr der Bibel nachfolgen wollt oder nicht. Sie ist hier ganz deutlich. Warum ist die Bibel an der Stelle deutlich? Weil der Schmuck nicht per se böse ist. Wir wissen, dass die Sachen von Gott geschaffen sind und daher schön sind. Aber wir wissen, dass eine Gefahr dahinter ist. In einer Beschreibung von Luzifer sehen wir auch, dass er mit allerlei Edelsteinen und Gold behangen ist, dazu ausgezeichnet in Musik. Es ist eine Gefahr dahinter und es besteht ein gewisser Stolz, der dahinter ist.
[22:15] Ich möchte euch von meinem Bibelkontakt erzählen. Und zwar, es ist eine ältere Dame und wir hatten gestern unsere letzte Bibelstunde, weil ich gehe jetzt nach Italien und das war das Abschiedstreffen, das wir hatten. Und sie ist auch schon in die Gemeinde gegangen und sie ist immer geschminkt gewesen und hatte viel Schmuck an. Also Perlenohrringe und eine Perlenkette und ein großes Kreuz. Und ich habe mit ihr genau dieses Bibelstudium gemacht, das ich heute mit euch mache. Und als wir zu dieser Stelle kamen, hat sie die Bibel zugemacht und hat gesagt: „Boris, das kannst du nicht von mir verlangen.“ Und ich lächle sie einfach nur an und sage: „Bitte, ich verlange gar nichts. Die Bibel verlangt das.“ „Nein, das kann ich nicht machen, das will ich nicht.“ Dann sage ich: „Das ist vollkommen okay. Du kannst dich entscheiden, inwiefern du Gott nachfolgen möchtest oder nicht. Und ich sehe deinen Kampf, dass du erkannt hast, die Bibel sagt es so und du möchtest es gerne so machen. Und du siehst, dass das nicht vereinbar ist miteinander.“ Und sie hat gerungen, kann ich euch sagen. Und ich habe still gebetet. Es hat zehn Minuten gedauert. Und dann hat sie ihre Perlenkette und das Kreuz abgenommen und hat gesagt: „So, jetzt hast du, was du wolltest.“ Sage ich: „Nein. Ich will das nicht, aber ich bin froh, dass du das tust, was die Bibel sagt.“ Sag ich: „Aber meine Ohrringe, die nehme ich nicht ab.“ Und ich lasse sie einfach erzählen und sie erzählt und erzählt und erzählt. Und dann plötzlich, ich habe kein Wort mehr gesagt, plötzlich nimmt sie ihre Ohrringe ab, geht aus dem Zimmer, kommt drei Minuten wieder und ist abgeschminkt. Ich kann euch nicht sagen, wie glücklich ich war, Zeuge sein zu dürfen, wie der Heilige Geist auch heute noch wirkt. Sie hat eine Entscheidung getroffen, die ihr Leben verändert. Sie war unsicher aufgrund ihres Alters, weil sie war früher immer eine schöne junge Frau und wollte dieses Bild noch irgendwie nach außen darbringen und hatte Angst durch das Ablegen des Schmucks und des Make-ups, dass dieses Bild zerstört werden würde. Und sie war am Ende so glücklich, dass sie das gemacht hat.
[25:03] Deshalb, ich sage euch nicht, was ihr zu tun und zu lassen habt, aber ich kann euch eines sagen: Gott will euch nichts wegnehmen, was euch gefällt. Gott liebt uns. Wisst ihr, und das ist auch der Grund, warum ich keine Armbanduhr trage. Eine schlichte einfache Armbanduhr. Dagegen ist nichts zu sagen, das ist einfach ein Werkzeug, damit ich die Uhr sehen kann. Aber das kann ich mit meinem Mobiltelefon. Deshalb brauche ich das nicht. Aber ich kenne Geschwister, die teure Uhren tragen und die das rechtfertigen mit: „Ja, die habe ich ja jetzt schon gekauft.“ Dann rechtfertigen sie das mit Qualität oder Ähnlichem. Aber das ist alles Selbstrechtfertigung. Wenn man es klar betrachtet durch den Spiegel Gottes, durch die Bibel, muss man sagen, hier stimmt irgendwas nicht. Was hindert dich daran, die Uhr wegzutun und eine andere, schlichtere zu nehmen? Es hindert keinen und es schwingt immer ein wenig Stolz mit an der Geschichte. Deshalb möchte ich euch an der Stelle warnen und nicht zurechtweisen.
[26:12] Und ich möchte mit euch zwei interessante biblische Stellen aus dem Alten Testament schauen. Einmal vom Volk Israel und einmal vom Stammvater Israels. Lasst uns aufschlagen dazu 2. Mose Kapitel 33, die Verse 1 bis 6. 2. Mose Kapitel 33, die Verse 1 bis 6: „Und der Herr sprach zu Mose: Geh hin, zieh von hier hinauf, du und das Volk, das du aus dem Land Ägypten herausgeführt hast, in das Land, das ich Abram, Isaak und Jakob mit dem Eid versprochen habe, in dem ich sagte: Deinem Samen will ich es geben. Ich will aber ein Engel vor dir her senden und die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter vertreiben in das Land, in dem Milch und Honig fließt. Denn ich will nicht in deine Mitte hinaufziehen, weil du ein halbschariges Volk bist. Ich würde dich sonst unterwegs vertilgen.“ Als das Volk diese harte Rede hörte, trug es Leid und niemand legte seinen Schmuck an. Denn der Herr hatte zu Mose gesprochen: „Sage den Kindern Israels: Ihr seid ein halbschariges Volk. Wenn ich nur einen Augenblick in deiner Mitte hinaufziehe, so müsste ich dich vertilgen. Und nun lege deinen Schmuck von dir ab, so will ich sehen, was ich dir tun will.“ Da rissen die Kinder Israels sich den Schmuck ab beim Berg Horeb. Wir sehen hier beim Berg Horeb war es so, Gott ist ärgerlich mit dem Volk. Warum? Wir haben genau in der Geschichte das goldene Kalb. Gott wusste, was passieren wird. Und Gott hat gesagt: „Wenn ich zu euch kommen würde, in meiner ganzen Herrlichkeit, ich würde euch vertilgen. Ihr würdet es nicht überleben. Deshalb, deshalb zieht euren Schmuck aus und macht ihn weg.“ Und die Kinder Israels, sie legten nicht ihren Schmuck ab, sie rissen sich vom Hals. Gott hat hier etwas vorgehabt, nämlich sein Volk zu heiligen. Das heißt, vor einer Heiligung hat das Volk seinen Schmuck abgelegt.
[28:35] Und eine ähnliche Mechanik finden wir auch in Genesis, also 1. Mose Kapitel 35, die Verse 1 bis 4. Und Gott sprach zu Jakob: „Mache dich auf, zieh hinauf nach Bethel und wohne dort und baue dort einen Altar für den Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau geflohen bist.“ Da sprach Jakob zu seinem Haus und zu allen, die bei ihm waren: „Tut die fremden Götter von euch weg, also kein Götzendienst, die in eurer Mitte sind und reinigt euch und wechselt eure Kleider.“ Also drei Dinge: falsche Götter weg tun, reinigen und Kleider wechseln. „So wollen wir uns aufmachen und nach Bethel hinaufziehen, dass ich dort einen Altar errichte für den Gott, der mir geantwortet hat zur Zeit meiner Not und der mit mir gewesen ist auf dem Weg, den ich gezogen bin.“ Da lieferten sie Jakob alle fremden Götter aus, die in ihren Händen waren, samt den Ringen, die er an ihren Ohren trug und Jakob verbarg sie unter der Terribente, die bei sich im steht. Also die falschen Götter, diese Götzen, die sie hatten, die sie weg tun sollten, war gleichzeitig, sie geben ihre Ringe und ihren Schmuck weg. Das ist das, was wir in den vorigen Teilen schon mal gesehen haben, dass der Gott dieser Welt die Sicherheit aus dem Reichtum und aus der Macht nimmt und dass man mit einem Goldring, den man am Leib trägt, ja immer noch ein bisschen Brot kaufen kann, wenn es mal hart auf hart kommt. Man verlässt sich vielleicht auf diese kleine Sicherheit des Ringes.
[30:28] Und jetzt kann man natürlich sagen: „Ja, ich trage so ganz billigen Schmuck, einfach nur, damit es schöner aussieht.“ Und da ist jetzt die Frage: Warum meinst du, dass es schöner aussieht? Bestimmst du das oder soll Gott das bestimmen? Das ist ein Zeichen von tiefer Demut. Und ich zwinge niemanden das zu tun und ich ermahne niemanden, der das tut. Ich habe viele gute Freundinnen, die Ringe und Ketten tragen, die auch dezent Make-up tragen. Ich bin jedes Mal glücklich, wenn ich sehe, dass sich was verändert hat. Dass ich die Schwester wieder sehe und sie plötzlich keinen Schmuck, kein Make-up mehr trägt. Und dann spreche ich sie darauf an und sage: „Wo ist denn dein Make-up?“ Und meist kommt dann die Antwort: „Ich habe studiert.“ Und ich sage: „Lobe den Herrn. Lobe den Herrn, weil gerade für Frauen ist es nicht einfach.“ Und liebe Schwester, wenn du siehst, dass das in deinem Leben nicht stimmt oder halt nicht so ist, wie ich das jetzt gerade erzählt habe und wie die Bibel das sagt, sei nicht böse auf mich. Sei auch bitte nicht böse auf Gott. Dann sei lieber böse auf mich. Aber bete zu Gott und frage ihn ehrlich, ob das wirklich sein Wille ist. Und suche in der Bibel nach Gegenbeweisen. Suche in der Bibel, wo Leute Schmuck trugen und das gut war. Noch nicht mal bei der Hure in der Offenbarung. Das ist einer ihrer Kriterien, ihrer Erkennungsmerkmale, dass sie viel Schmuck trägt. Das heißt nicht, dass du eine Prostituierte bist. Bitte nicht das Wort im Mund umdrehen, sondern bei der Sache bleiben. Schmuck ist nie positiv assoziiert in der Bibel. Kein einziges Mal. Es wurde zum Vertragsschluss verwendet, als die Frau von Isaak geholt werden sollte, die Rebecca. Da wurden Goldarmbänder und Geschmeide gegeben. Das war aber der Vertragsgegenstand, also die Mitgift, die der Bräutigamsvater gezahlt hat an der Stelle. Aber nicht das Tragen wurde als positiv bewertet.
[33:10] Und ich möchte mit euch zum Abschluss noch zwei Bibeltexte lesen. Das erste ist in 2. Korinther, Kapitel 5, die Verse 17 bis 20. 2. Korinther, Kapitel 5, die Verse 17 und 20: „Darum ist jemand in Christus, so ist eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.“ Und Vers Nummer 20: „So sind wir nun Botschafter für Christus und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt. Wir bitten nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott.“ Und der zweite Text finden wir in Römer, Kapitel 12, die Verse 1 und 2. Römer, Kapitel 12, die Verse 1 und 2: „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, gottwohlgefälliges Opfer. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln, durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“ Und das ist meine Bitte an euch: Prüft es. Passt euch nicht diesen Weltlauf an und schaut immer auf Christus. Und wenn ihr euch Jesus vorstellt, hatte er Ringe an? Hatte er Ketten an? Hatte er teure Sachen an? Er hatte einmal ein teures Gewand an und das wurde ihm geschenkt und wurde ihm zum Spott gegeben, genauso wie die Krone und das Zepter.
[35:00] Gott möchte positiven Einfluss auf diese Welt nehmen. Und durch wen kann er das anderes tun als durch uns, die, die wir behaupten, seine Nachfolger zu sein. Und das funktioniert nur, wenn wir demütig sind. Und das funktioniert nur, wenn wir nicht auf unser vermeintliches Recht pochen und beharren, sondern sagen: „Es gibt eine Gefahr hinter Schmuck. Deshalb möchte ich so weit wie möglich weg sein von der Gefahr.“
[35:30] Hier eine ganz kurze Geschichte. Eine ältere Dame wollte einen Chauffeur haben und drei Männer sind in die nähere Auswahl gekommen. Und den ersten fragt sie: „Stellen Sie sich vor, wir fahren auf eine Klippe zu. Wie nah am Abgrund können Sie davor stehen bleiben?“ Und er sagt: „Ich fahre und dann bremse ich und dann ist nur noch ein Meter, also oder vielleicht ein bisschen weniger Platz bis zum Abgrund.“ Und dann kommt der zweite und wird dieselbe Frage gestellt. Und er sagt: „Ich bremse dann und dann sind noch maximal 30 Zentimeter bis zum Abgrund.“ Dann fragt sie den dritten. Der dritte sagt: „Ich fahre nicht auf den Abgrund zu. Ich halte so weit wie möglich Abstand davon. Auch wenn ich noch zehn Meter da bin und Sicherheit habe, ich fahre nicht darauf zu.“ Und er hat die Stelle bekommen.
[36:37] Und so sollten wir es als Botschafter Gottes auch handhaben. Liebe Freunde, ich lade euch ein, gemeinsam mit mir zu beten zu unserem Heiland Jesus Christus. Lieber Vater, wir danken dir für dein Wort, das du uns gegeben hast und wir danken dir, dass du uns liebst. Großer Gott, wir bitten dich um Geduld und um einen demütigen Geist, dass wenn wir Sachen erkannt haben in deinem Wort, die nicht zu unserem Leben passen, dass wir uns mit Eifer daran setzen und es ändern. Heiland, sei es Schmuck, sei es Unmäßigkeit, sei es Zorn, sei es Bitterkeit. Heiland, das sind alles Dinge, die du nicht möchtest. Und bei allem brauchen wir deine Hilfe. So danken wir dir, dass du uns deine Hilfe zur Verfügung stellst. Und wir bitten dich um Erfahrungen, dass es sich lohnt, dir nachzufolgen. Großer Gott, so danken wir dir und bitten das im kostbaren Namen von Jesus Christus. Amen.
[37:45] Liebe Freunde, ich bedanke mich bei euch und freue mich, wenn es das nächste Mal wieder heißt: Fundament des Glaubens, dann mit Thema Nummer 26, die christliche Haushalterschaft. Hier auf www.joelmedia.tv.de. Ich wünsche euch gottesreichen Segen und eine gesegnete Woche.
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