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In dieser Predigt, „Der Große Missionsauftrag“, erklärt Boris Bernhard die zentrale Bedeutung der Weitergabe des Evangeliums. Er beleuchtet Jesu Mission auf Erden, die Heilung, Lehre und Verkündigung umfasste, und vergleicht dies mit der heutigen Kirchenpraxis. Anhand biblischer Texte wie Matthäus 28 und Römer 10 wird der Auftrag an alle Gläubigen verdeutlicht, aktiv am Evangelium teilzuhaben und es mit Liebe und Demut in ihrem Umfeld zu verbreiten.


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Serie: Fundament des Glaubens

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Transkript

[5:00] Segen zum Fluch werden, über kurz oder lang, weil das Evangelium eine Macht sein soll, die sich ausbreitet. Es ist eine Macht, die Leben verändert und deshalb sollen wir das weitergeben.

[5:12] Habt ihr euch schon mal die Frage gestellt, was das Ziel war von Jesus' erstem Kommen auf diese Welt, als er durch Maria auf die Welt gelangt ist und dann sein Dienst? Welches Ziel das hatte? Lasst uns das gemeinsam anschauen in Lukas Kapitel 19, den Vers 10. Lukas Kapitel 19, Vers 10.

[5:35] Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Das heißt, Jesus ist gekommen, um die verlorene Menschheit wieder zu sich zu führen. Das, was durch Adam und Eva ins Ungleichgewicht gekommen ist, dass sie Satan nachgefolgt sind, dass sie Satan mehr geglaubt und vertraut haben als dem Wort Gottes. Das soll wieder rückgängig gemacht werden. Der Mensch soll wiederhergestellt werden. Er soll Gott wieder mehr vertrauen als sich selbst oder als Satan. Er ist gekommen, um das zu suchen, was verloren war. Und so ist es auch noch heute. Es soll gesucht werden, was verloren ist, damit diese Menschen zu Gott gebracht werden können.

[6:29] Gott wurde im Himmel angebetet von den Engeln und er hat diese Stellung verlassen, um Sünder wieder zurückzuholen. Er hat das gemacht für die Frau am Brunnen, die so viele Männer hatte. Er hat das gemacht für Zachäus, der so viele Menschen betrogen hat. Er hat das gemacht für Manasse, der Hunderte und Tausende Menschen verführt hat. Er hat das gemacht für mich, der drogenabhängig war, gelogen hat, gestohlen hat. Er hat das gemacht für dich. Deshalb ist Jesus auf die Welt gekommen und das ist die gute Botschaft. Das ist das, was den Menschen gesagt werden muss. Das, was einmal war, ist dir vergeben. Führe jetzt ein neues Leben in Christus.

[7:27] Was hat denn Jesus gemacht, als er hier auf der Erde war? Lasst es uns gemeinsam anschauen. Dazu werden wir mehrere Markus-Texte aufschlagen. Wir fangen an in Markus Kapitel 1, die Verse 14 und 15. Markus Kapitel 1, die Verse 14 und 15. Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium. Und jetzt die Verse 38 und 39. Und er spricht zu ihnen: Lasst uns in die umliegenden Orte gehen, damit ich auch dort verkündige. Denn dazu bin ich gekommen. Und er verkündigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus.

[8:18] Jetzt springen wir ein bisschen in Markus Kapitel 3, die Verse 13 bis 15. Und er stieg auf den Berg und rief zu sich, welche er wollte. Und sie kamen zu ihm und er bestimmte zwölf, die bei ihm sein sollten und die er aussandte, um zu verkündigen und die Vollmacht haben sollten, die Krankheiten zu heilen und die Dämonen auszutreiben. Und Markus Kapitel 6, der Vers 7 und dann die Verse 12 und 13. Und er rief die zwölf zu sich und begann sie je zwei und zwei auszusenden und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister. Und sie gingen und verkündigten, man solle Buße tun und trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

[9:08] Jesus hat hier seinen Jüngern schon einen Missionsauftrag gegeben. Er hat gesagt, geht hin und macht neue Jünger. Also er hatte Jünger, die gesagt haben, geht hin und macht neue Jünger. Und was hat Jesus noch gemacht? Er hat geheilt. Er hat gelehrt und er hat gepredigt. Das sind die drei Dinge, die Jesus, als er hier auf der Welt war, in seinem Dienst am meisten und am öftesten getan hat. Und wenn ihr das einmal betrachtet, ist es interessant. Jesus hat am häufigsten geheilt, dann gelehrt und dann gepredigt. Die Predigt war nur ein ganz kleiner Teil seines Wirkens.

[9:54] Und wenn wir in die heutigen Kirchen schauen, was ist denn da? Sind die Kirchen die Orte, wo die Kranken hingebracht werden, damit sie Heilung erfahren? Wohl im seltensten Falle. Wird dort wirklich gelehrt, was in der Bibel drinsteht? Wohl kaum. Das Einzige, was wir noch in der allgemeinen Kirche finden, ist die Predigt. Und hier wird auch nicht das Wort gepredigt, sondern es wird gepredigt, was der schlaue Mensch mal gesagt hat, was der schlaue Mensch mal gesagt hat, was ich schlauer Mensch darüber denke. Und es wird immer geguckt, dass so ein bisschen das schlechte Gewissen gekitzelt wird, damit man auch noch was spürt. Das ist das Christentum, was es heute in Deutschland ist.

[10:49] Und ich muss euch sagen, ich komme relativ frisch aus einem Missionstrip, einem Missionseinsatz von den Philippinen. Dort ist gelebter Glaube was ganz anderes als hier. Wir sind satt, uns geht es uns viel zu gut. Wir sind schon im Saft des Evangeliums und machen das in dritter und vierter Generation, aber wissen gar nicht mehr, was das Evangelium wirklich ist. Wenn ich zu jemandem hingehe und sage, sage mir, was ist das Evangelium? Die frohe Botschaft. Dann sage ich, ja, das ist das die deutsche Übersetzung für das griechische Wort Evangelium. Aber was ist der Inhalt? Da kommen schon viele ins Stocken. Es liegt daran, weil viele von uns zu Traditionschristen geworden sind und nicht mehr wirkliche, echte Herzenschristen sind, die das Wort Gottes durchsuchen und schauen, wo stimmt mein Leben nicht damit überein. Das ist, was Gott machen wollte durch seinen Dienst. Das ist, was Jesus zeigen wollte und deshalb hat er zuerst geheilt, dann gelehrt und dann gepredigt. Und so sollten wir es eigentlich auch machen.

[12:07] Was hat Paulus zum Beispiel angetrieben, das Evangelium zu verkündigen? Paulus war einer der tollsten Apostel, der wirklich hinausgezogen ist und gepredigt hat, gepredigt hat, gelehrt hat, gelehrt hat, diskutiert hat, gesteinigt worden ist, geschlagen wurde, gepeitscht wurde fürs Evangelium. Und wir finden auch, warum das so war. Aber bevor wir das anschauen, möchte ich euch noch den Auftrag sagen, den Jesus seinen Jüngern gegeben hat. Den werden wir vorher noch gemeinsam machen. Matthäus Kapitel 28, die Verse 18 bis 20. Matthäus Kapitel 28, die Verse 18 bis 20. Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit.

[13:21] Das ist das, was Jesus seinen Jüngern gesagt hat, wo er gesagt hat, geht hin, macht zu Jüngern und lehrt sie alles zu halten, was ich euch gesagt habe. Das heißt, sie sollen auch wieder Jünger machen und die sollen auch wieder Jünger machen. Das ist die Idee, die Gott gegeben hat. Wenn wir zum Beispiel die Offenbarung aufschlagen. Offenbarung ist für viele sagen, das ist ein Buch, das kann man ja nicht verstehen. Was sagt denn der Name dieses Buches? Es soll offenbaren, es soll aufdecken. Und in der Offenbarung 1, die ersten Verse sehen wir, dass Gott es Jesus gegeben hat. Jesus seinem Engel, der Engel Johannes. Johannes denen, die es lesen und die, die es lesen, denen, die es noch nicht gelesen haben.

[14:15] Das Evangelium involviert uns alle. Es involviert Gott, es involviert also sowohl Vater, Sohn, Heiliger Geist. Es involviert die Engel und es involviert uns und es involviert die, mit denen wir sprechen. Das ist die Idee des Evangeliums, dass wir nämlich nicht faul auf der Couch sitzen und konsumieren die Errettung, sondern aktiv mitwirken an unserer Errettung und an der Errettung anderer. Und genau das hat auch Paulus angetrieben. Das, was ich vorhin schon erzählen wollte, nur ohne den Bogen funktioniert das natürlich nicht. Lasst uns gemeinsam aufsteigen. Römer Kapitel 1, die Verse 14 bis 16. Römer Kapitel 1, die Verse 14 bis 16. Ich bin ein Schuldner, sowohl den Griechen als auch den Barbaren, sowohl den Weisen als auch den Unverständigen. Darum bin ich bereit, so viel an mir liegt, auch euch in Rom das Evangelium zu verkündigen. Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, also von Christus nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt. Zuerst für den Juden, dann auch für den Christen.

[15:36] Das ist das, was Paulus angetrieben hat. Das ist genau der Punkt, wo er gesagt hat, ich schulde denen, die es noch nicht kennen, die frohe Botschaft. Er konnte nicht anders, als das Evangelium zu verkündigen, weil er verstanden hat, worum es geht und er schämte sich des Evangeliums nicht. Was glaubt ihr, wie oft geht es mir so, dass ich war früher mal auf einer Missionsschule und dann, wenn Leute von früher gehört haben, der war auf einer Missionsschule, ist sofort im Kopf angegangen, der will mich bestimmt missionieren. Dann fragen sie, wie es war es denn? Was soll ich denn von der Missionsschule anderes erzählen, als was ich gelernt habe? Und dann haben sie mir zum Vorwurf gemacht, du willst uns doch nur missionieren. Das will ich nicht, das kann ich auch nicht. Ich würde mir wünschen, dass ihr mit offenen Herzen zuhört, was ich gelernt habe und selber prüft, ob es stimmt, was ich euch sage. Aber ich kann euch doch nicht bekehren. Das könnte ich nur mit Gewalt. Diese Gewalt habe ich nicht, diese Gewalt will ich nicht und ihr werdet dann Heuchler. Und Heuchler will ich nicht in der Gemeinde haben. Unter den Christen gibt es schon genügend Heuchler. Etwas, was dem Evangelium nicht gut tut.

[16:57] Und so ist es auch bei Paulus gewesen. Paulus hat sich nicht geschämt für das, was er erzählt hat, sondern hat es mutig vorangetrieben. Im heidnischen Rom hat er den Leuten erzählt, so und so sieht es aus. Astarte kann nichts, Zeus kann nichts, Bacchus kann nichts. Jesus Christus ist der Einzige, der euch retten kann. Interessanterweise ist die Zeus-Statue von damals aus Rom immer noch in Rom geblieben. Und die Zeus-Statue wird immer noch angebetet, auch heute noch von Christen. Sie wurde nur umbenannt in Petrus. Ich glaube nicht, dass Paulus damit einverstanden wäre. Ich glaube auch nicht, dass Petrus damit einverstanden wäre. Sie würden heute da stehen und den Leuten, die das küssen, sagen, betet das nicht an, betet Gott an. Hier können wir sehen, wie diese Botschaft im Laufe der Zeit sich verändert hat. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir aufstehen und sagen, wie es ist. Vielleicht nicht so, wie Paulus und Petrus das gemacht hätten damals, sondern indem wir den Leuten sagen, schaut, seht es selbst in der Schrift.

[18:19] Ich bin in eine Bambushütte gegangen, also nicht Buschhütte, aber in der Bambushütte in den Philippinen. Eine neun- oder zehnköpfige Familie hat dort gewohnt, in einer Fläche, die nicht viel größer ist, als das, was ihr hier seht. Das war der Schlafraum, etwa einen Meter über dem Wasser. Und mit ihnen habe ich die zehn Gebote nur durchgelesen. Nur durchgelesen. Und ich bin zum zweiten Gebot gekommen, ganz am Ende, wo es heißt: Du sollst dir weder Bildnis noch Gleichnis machen. Und auf Philippinisch, auf Tagalog ist das anscheinend deutlicher übersetzt als im Deutschen. Und zwar da heißt das Bildnis Statue oder Statuette, was auch eine mögliche Übersetzung ist, was auch der Sinn von Bildnis ist. Aber es kann auch ein gemaltes Bild zum Beispiel sein und sagt, du sollst das nicht machen und du sollst es nicht anbeten. Und sie hatte in ihrem Schlafgemach so ein kleines, ja, Statuenpaar von Jesus und Maria. Und sie hat in den zehn Geboten gesehen und gesagt, dann ist doch das falsch. Und ich habe Gott so sehr gedankt, dass er ihr gezeigt hat, das ist falsch. Sie hat es noch am selben Tag vernichtet, weil sie sagt, ich möchte Gott mehr folgen. Das ist die Macht des Evangeliums. Und dafür hat sich Paulus nicht geschämt.

[20:05] Und lasst uns mal schauen, welchen Dienst Gott allen Gläubigen gegeben hat, jedem Einzelnen, dir und mir, den du dieses Video anschaust. Weil ich denke nicht, dass wenn du nicht gläubig wärst, dass du bis zum Ende durchhältst. Und falls doch, hoffe ich, dass es bald der Fall sein wird. Und schau, was er den Gläubigen als Aufgabe gegeben hat. 2. Korinther, Kapitel 5, die Verse 18 bis 20. 2. Korinther, Kapitel 5, die Verse 18 bis 20. Das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. So sind wir nun Botschafter für Christus und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt. So bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch mit Gott versöhnen.

[21:00] Das ist das, was Gott uns zum Auftrag gegeben hat, dass wir stellvertretend für Christus sagen, lasst euch mit Gott versöhnen. Wie geht das? Indem ihr Jesus annehmt, indem ihr sagt: Jesus, danke, dass du die Schuld, die eigentlich auf mir liegt, bezahlt hast und dass ich mit deiner Hilfe ein neues, anderes Leben führen kann. Das ist eigentlich das Evangelium. Viele von uns wissen doch tief in uns drin, dass wir nicht wirklich gut sind. Wir sind nicht so schlimm wie andere. Okay, es gibt immer einen Schlimmeren, immer. Ein Mörder im Gefängnis sagt, es gibt ja noch die Kindervergewaltiger und die Kindervergewaltiger sagen, es gibt ja noch was Schlimmeres. Und das, was ich gemacht habe, ist ja sowieso nicht so schlimm. Aber das, was wir wirklich tief in unserem Inneren wissen, ist, wir sind gar nicht so gut. Die Fassade ist nicht so toll wie das, was innen ist. Aber Gott sagt, ich sehe nicht das, was du getan hast, sondern ich kann sehen, was aus dir werden kann mit meiner Hilfe. Jeder, der diese Einladung annimmt, der diese Transformation in seinem Leben erfahren hat, der sieht, Gott ist lebendig und das alles ist kein Traum und keine Einbildung, von der gesprochen wird. Das ist die wahre Macht des Evangeliums.

[22:29] Und da ist jetzt die Frage, welchen Stellenwert sollte denn diese Evangeliumsverkündigung in unserem Leben einnehmen? Und da finden wir im Matthäus-Text von Jesus selbst die Antwort. Matthäus Kapitel 13, die Verse 44 bis 46. Matthäus Kapitel 13, die Verse 44 bis 46. Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin, verkauft alles, was er hat und kauft jenen Acker. Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine kostbare Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er hatte und kaufte sie. Und den nächsten Text finden wir in Matthäus 6, Verse 18 bis 21. Damit es nicht von den Leuten bemerkt wird, dass du fastest, sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergeben. Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. Und jetzt Matthäus 6, Vers 33. Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch all dies zuteil werden.

[23:53] Das ist das, was Gott sagt, sollte der Stellenwert sein. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und alles andere wird euch zuteil werden. Sammelt euch die Schätze im Himmel. Was sind denn die Schätze, die wir für den Himmel haben können? Die Bibel sagt, dass wir wie Edelsteine sind. Diese Schätze, die wir sammeln, sind wir Menschen. Es gibt nur zwei Dinge, die wir mit in den Himmel mitnehmen können. Das ist unser Charakter und das sind die Menschen, die wir zu Jesus führen durften. Überlegt mal, welch besondere Verbindung wir mit diesen Menschen bis in die Unendlichkeit haben werden. Wir sagen, dank deiner Arbeit bin ich heute hier. Und ich sage, nur wegen der Arbeit von dem und von Christus bin ich hier. Und so wird alles, alle Ursachen zurückverfolgt auf den einen, auf Jesus Christus, der gekommen ist, um uns zu erlösen. Ihm wird am Ende alle Ehre zuteil werden. Die Ehre, die jetzt schon sein sollte.

[25:11] Das heißt, die Schätze, die wir sammeln sollten, ich kann diesen Anzug nicht mit in den Himmel nehmen. Ich kann dieses Gesicht nicht mit in den Himmel nehmen. Ich kann mein Auto, mein Haus, sonstige Dinge nicht mit in den Himmel nehmen. Mein Laptop, den ich mir geholt habe, kann ich nicht mit in den Himmel nehmen. Aber ich hoffe, dass ich meine Mama mit in den Himmel nehmen kann. Mein Papa, meine Schwester, mein Schwager, mein Neffe, der bald geboren wird. Das sind die Schätze, die ich sammeln möchte. Und natürlich möchte ich auch selber da sein. Deshalb hat die Evangeliumsverkündigung in meinem Leben die erste Rolle. Überlege, ob es auch für dich Sinn macht.

[26:02] Lass uns gemeinsam den Psalm 126, die Verse 5 und 6 aufschlagen. Psalm 126, die Verse 5 und 6. Dort geht es nämlich um die Frage, ist es immer leicht, das Evangelium zu verkünden? Schlagt es mit mir gemeinsam auf. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Wer weinend hingeht und den Samen zur Aussaat trägt, der kommt gewiss mit Freuden zurück und bringt seine Gaben. Gott weiß, dass es uns nicht leicht fällt, das Evangelium einfach so zu verkündigen. Warum? Weil wir so viel Widerstand erleben, weil so viele unangenehme Situationen entstehen. Aber Gott verspricht uns, auch wenn wir in Trauer das Evangelium säen, wir werden mit Freuden zurückkommen und es ernten. Das ist eine so schöne Verheißung.

[27:08] Und ich habe eine Frage. Wessen größtes Bedürfnis ist es, das Evangelium zu verkündigen? Ähnlich wie beim letzten Mal, beim 10. sind wir es. Und den Beweis finden wir in 1. Korinther Kapitel 9, Vers 16. 1. Korinther Kapitel 9, Vers 16. Denn wenn ich das Evangelium verkündige, so ist das kein Ruhm für mich, denn ich bin dazu verpflichtet und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigen würde. Der zweite Text finden wir in Kapitel 9, die Verse 22 bis 27. Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette. Dies aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben. Das ist eine Bedingung, um an ihm teilzuhaben. Deshalb mache ich das alles.

[27:57] Der Kampf und der Lohn eines Dieners des Herrn. Wisst ihr nicht, dass die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber nur einer den Preis erlangt? Lauft so, dass ihr ihn erlangt. Jeder aber, der sich am Wettkampf beteiligt, enthält sich allen. Jene, um einen vergänglichen Siegeskranz zu empfangen, wir aber einen unvergänglichen. So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse. Ich führe meinen Faustkampf nicht mit bloßen Luftstreichen, sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen predige und verwerflich werde. Hier sagt Paulus etwas so Wichtiges. Wir sehen es heute im Top-Leistungssport. Der Top-Leistungssportler, bevor er seinen Lauf macht, Usain Bolt, der wird vorher keinen Burger essen. Der wird vorher alles tun, um Top-Leistungen bei diesem Lauf machen zu können. Und so möchte das Gott auch für uns, dass wir Top-Leistungen erbringen können und dass wir nicht zu Heuchlern werden.

[29:10] Wie oft hören wir von Pfarrern oder Pfarrerinnen, gerade in der evangelischen Kirche, der Alkoholkonsum sollte mäßig gemacht werden und verantwortungsbewusst danach nicht Autofahren. Wir sehen, dass auch in der Leitung der Kirche das nicht immer so gehandhabt wurde. Wir sehen, dass in der katholischen Kirche gerade aktuell wieder viele Missbrauchsfälle im Sinne von Jugendlichen und Minderjährigen ist. Die sogenannte Pädophilie. Und der Papst sich zwar geschockt äußert, aber immer mehr Details herauskommen, dass er schon länger davon wusste und nichts getan hat. Es ist eine Heuchelei, was das Christentum so unangenehm macht für viele und so unattraktiv macht. Und das kann ich verstehen. Und auch bei mir war es ja so, als ich euch Thema 24, die Gesundheit, erzählt habe. Ja, aber ich gebe es zu und sage, auch ich muss was tun.

[30:23] Warum ist das gut für uns? Nämlich dadurch, dass wir nicht zu Heuchlern werden wollen und gute Vorbilder sein sollen, geben wir uns mehr Mühe. Ich meine, das sehen wir ja zum Beispiel, wenn wir Kinder haben. Wir gehen vielleicht mal dann und wann über rote Fußgängerampeln. Aber wenn wir unseren Sohn oder unsere Tochter in der Hand halten, um ein gutes Vorbild zu sein, halten wir doch dann bei rot. Und so sollen wir auch gute Beispiele als Christen sein. Uns dient es am meisten, das Evangelium zu verkündigen.

[31:08] Und ich möchte mit euch zum Abschluss noch Römer 10, die Verse 13 bis 15 lesen. Römer, Kapitel 10, die Verse 13 bis 15. Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Wie sollen sie aber den Namen anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger? Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht: Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen.

[31:57] Wir sehen, Jesus hat uns berufen, damit wir hinausgehen und ihn verkündigen, damit die Leute ihn hören und an ihn glauben und dann gerettet werden. Das ist der große Missionsauftrag, dass wir alle in unserem Einflussbereich den Menschen von der frohen Botschaft erzählen. Wenn du eine Mutter bist, erzählst deinen Kindern. Du hast Freunde, erzählst ihnen. Nicht aufdringlich, sondern das, was dich bewegt, das, was dich verändert. Wenn es wirklich gute Freunde sind, interessieren sie sich für dich und fragen, was beschäftigt dich denn so sehr? Dann kannst du darüber reden. Sie müssen ja nicht dir nachfolgen, sondern sie sollen von dem einen hören, der Leben verändern kann.

[32:47] Glaubst du, dass Gott auch dich berufen hat, um ihn zu verkündigen? Wer soll es denn tun? Wer soll es deinen Freunden, deinen Kollegen, deinen Mitschülern, deiner Familie erzählen, wenn nicht du? Gott hat dir eine spezielle Aufgabe gegeben und Gott möchte dir helfen, dass wenn das dein Wunsch ist, dass er dir hilft, dass er dir Wissen gibt, dass er dir Weisheit gibt, dass er dir Geduld gibt, dass du diesen Auftrag erledigen kannst.

[33:34] Hast du gemerkt, wie wichtig das ist und dass du das in deinem Leben vielleicht vernachlässigst? Dass du in deinem Leben, wenn du es tust, vielleicht auch zu grobschlechtig machst. Dass du sagst, Hauptsache ich habe das Evangelium verkündigt. Ich habe meinen Job getan, aber in Wirklichkeit halbherzig bist. Dass es dir nicht wirklich um den Menschen geht, sondern dass es dir vielmehr um dich geht, dass du es halt erzählt hast.

[34:07] Wir brauchen eine tiefe Herzensveränderung. Wir brauchen diese brennende Liebe für andere Menschen. Wir müssen wirklich erkennen, wer wir sind und wir waren, damit wir diese Gnade vollends verstehen können und sehen, wie wichtig diese Gnade für die Menschen ist. Es reicht nicht, sich nur Christ zu nennen. Das reicht bei Weitem nicht und das muss den Menschen erzählt werden. Begleite du mich. Begleite die Kirche. Begleite wirklich aufrichtige Christen. Begleite Christus und den Heiligen Geist bei dieser Aufgabe.

[34:53] Ich bitte dich, mit mir zum Abschluss nochmal zu reden. Dafür zu beten und da, wo du bist, mit mir auf die Knie zu gehen und dafür zu beten.

[35:14] Lieber Vater im Himmel, vielen Dank für dieses Bibelstudium, vielen Dank, dass du uns gezeigt hast, dass du das Geschenk der Gnade auch heute noch anbietest. Heiland, wir können sehen, dass so viel Falschheit, so viel Heuchelei innerhalb deiner Christengemeinde ist und wir sehen, dass wir selber nicht frei davon sind. Aber ich bitte dich, reinige du unsere Herzen, zeig du uns, was noch nicht richtig ist, lass uns gute Vorbilder sein und nutze du uns, um unser Umfeld zu erreichen. Nicht, dass wir sie zwingen, dem nachzufolgen, was du sagst oder was wir glauben, sondern diese Einladung weiterzugeben. Heiland, bitte gib uns diese Liebe in unser Herz. Wir danken dir und bitten das im kostbaren Namen von Jesus Christus. Amen.

[36:10] Meine lieben Freunde, ich danke euch für die tolle Zeit, die wir gemeinsam hatten. Ich werde heute mein vorerst letztes Video hier bei www.joelmediatv.de gemacht haben. Ich werde nach Italien gehen und dort als Lehrer auf einer Schule sein, wo ich selber ausgebildet wurde. Es ist ein spannender Schritt, aber so ist das Leben mit Gott, dass er neue Aufgaben gibt, neue Berufungen gibt und es dient uns zum Besten, denn ich werde viel, viel lernen. Ich werde viel über mich lernen und ich werde viel lernen, was die Arbeit angeht, die es in seinem Werk hat. Diesmal nur an einer anderen Stelle und ich wünsche jedem Einzelnen von euch gottesreichen Segen.

[37:05] Und ihr dürft weiterhin mit all euren Fragen uns kontaktieren, mich kontaktieren. Ich werde meine E-Mail-Adresse hier behalten und ich freue mich über jeden Einzelnen, der sagt, das hat mir wirklich geholfen, anderen Menschen das Evangelium weiterzubringen. Es hat mir geholfen, einfach mein Glauben nochmal neu einzunorden. Ihr dürft mir auch sagen, nein, ich bin überhaupt nicht damit einverstanden, aus dem und dem und dem Grund. Wenn ihr mir biblische Argumente geben könnt, ich bin dankbar dafür, denn worum geht es denn im Leben? Ein Leben in Demut zu führen unter dem Wort Gottes, weil wir dadurch den größten Segen erhalten, den wir in unserer kurzen Lebenszeit hier haben können und den größten Segen zu erhalten für die Unendlichkeit mit dem, dem wir leben, Christus und mit den Menschen, die wir lieben. So verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und Gottes Segen.


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