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Manuskript zur Sendung >>> 4. Der Erlösungsplan

In dieser Predigt beleuchtet Boris Bernhard den Erlösungsplan Gottes, beginnend mit den Konsequenzen der Sünde und der Trennung von Gott. Er erklärt, wie Gott durch das Opfer seines Sohnes Jesus Christus einen Weg zur Versöhnung geschaffen hat. Die Ausführungen beinhalten biblische Prophezeiungen, die Bedeutung von Jesu Leiden und Tod sowie die Rolle des Glaubens als Annahme dieses Geschenks. Abschließend wird die Bedeutung des Erlösungsplanes für das persönliche Leben und die Nachfolge Jesu thematisiert.


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Serie: Fundament des Glaubens

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Transkript

[1:00] Und wie dieser Plan überhaupt aussieht. Und bevor wir gemeinsam die Bibel aufschlagen, lasst uns noch mal gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich danke dir so sehr für diesen Tag des Lebens. Ich danke dir, dass wir die Möglichkeit haben, uns jetzt gemeinsam mit deinem Wort zu beschäftigen. Großer Gott, wir bitten dich, sei du bei uns mit deinem Heiligen Geist und hilf uns zu verstehen, was du uns sagen möchtest. Großer Gott, wir danken dir, dass du uns erlöst hast und wir wollen uns anschauen, was du selbst über diesen Plan der Erlösung zu sagen hast. Großer Gott, so bitte ich dich um deinen Segen, um wenig Störung und dass wir wirklich verstehen können, was du uns sagen möchtest. So bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:57] Liebe Freunde, lasst uns gemeinsam aufschlagen Jesaja Kapitel 59 und dann den Vers 2. Jesaja Kapitel 59, Vers 2. Sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er euch nicht hört. Wir sehen hier, was die Folge der Sünde ist. Die Sünde ist wie eine Trennmauer zwischen uns und Gott, und wir können diese Mauer nicht überwinden. Es gibt nur einen, der sie überwinden kann. Und was hat die Sünde angerichtet mit der Beziehung zu uns Menschen zu Gott? Es war so, dass Adam und Eva im Garten Eden gelebt haben und dass sie, sie waren bereits nackt, aber sie haben sich nicht dafür geschämt. Manche glauben sogar, dass sie Gewänder von Licht hatten, also von Gerechtigkeit. Und es ist so, dass sie gesündigt haben. Und was ist passiert, als Gott dann gesprochen hat: "Adam, wo bist du?" Es war nicht so, dass Gott ihm einen Vorwurf gemacht hat. Er hat ihn ganz normal gefragt. Aber Adam und Eva hatten Furcht vor ihm. Er hat sich versteckt oder sie haben sich versteckt vor Gott. Das heißt, die Beziehung von Gott zu uns Menschen hat sich nicht verändert durch die Sünde. Gott liebte Adam und Eva nach wie vor. Aber Adam und Eva hatten jetzt plötzlich ein Gefühl der Scham und der Furcht vor Gott. Das, was sie am meisten geliebt haben vorher, erfüllte sie jetzt mit Angst. Das ist die Veränderung, die die Sünde in ihrem Leben gemacht hat. Und wir sehen, dass sie versucht haben, ihre Nacktheit, ihre Blöße, ihre Schande zu verdecken mit Feigenblättern. Feigenblätter, wissen wir, verrotten sehr schnell. Das heißt, das ist keine dauerhafte Lösung.

[4:04] Und was hat Gott gemacht? Wir sehen im Bericht in 1. Mose 3, 1 bis 10, dass Gott ihnen Gewänder oder Schurze aus Fell gemacht hat. Woher hat er das Fell genommen? Und zwar von einem Tier. Eines der Tiere im Garten wurde getötet, um daraus die Kleidung für Adam und Eva zu machen. Und das sollte Adam und Eva jetzt schon zeigen: Der Tod eines unschuldigen Lebens muss vergossen werden für ihre Schuld. Und so sind wir alle schuldig geworden. Und Gott musste für ein Opfer, für ein unschuldiges Leben sorgen, das für uns getötet wurde. Aber lasst uns einmal gemeinsam nachsehen, was das Resultat der Sünde ist. Und dazu schlagen wir auf Römer 6, Vers 23. Römer Kapitel 6 und da den Vers 23. Dort steht geschrieben: "Denn der Sünde Sold ist der Tod. Die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn." Dieser Text zeigt oder beschreibt nicht den Tod zu Staubwerden, also den Tod, den so viele schon ereilt hat. So viele Menschen, die schon gelebt haben, die Jünger, die Familie von Jesus, die Reformatoren und ähnliches. Dieser Tod ist nicht gemeint, sondern Paulus hat hier zwei ewige Konsequenzen gegenübergestellt: Einmal den ewigen Tod und einmal das ewige Leben. Das sind die zwei Möglichkeiten, die wir für die Unendlichkeit haben. Und das ewige Leben ist ein Geschenk, das wir annehmen können, aber nicht müssen. Und es ist so, dass Adam und Eva getrennt waren von Gott. Und dass sie nicht direkt vernichtet wurden durch Gott, ist ein Beweis seiner Gnade. Und es ist so, dass sie ihr Leben lang hatten, um ihren Sinn wieder zu Gott zu kehren, um tatsächlich noch Erlösung zu erlangen. Die Bibel sagt uns nicht, ob sie erlöst sind oder ob sie nicht erlöst sind. Es gibt einige Bibelausleger, die sagen, sie sind nicht erlöst, weil sie Gott kannten und genau wussten, was sie taten. Und wiederum andere sagen, nein, nein, der zweite Adam, Jesus Christus, ist gestorben für den ersten Adam. Aber das möchte ich jedem Einzelnen sich selbst überlassen, wie er dazu denkt. Aber wir wissen, sie hatten eine Bewährungsprobe und die Menschen und wir, du und ich, wir haben eine Bewährungsprobe, solange wir leben. Und da können wir entscheiden, ob wir uns zu Gott wenden oder weiterhin uns von ihm abgekehrt halten.

[6:55] Und lasst uns einmal die erste Prophezeiung in der gesamten Bibel auf den Messias schauen. Und dazu schlagen wir auf 1. Mose Kapitel 3 und dann den Vers 15. 1. Mose Kapitel 3, Vers 15. "Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihren Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen." Gott hat hier das Versprechen gegeben, dass er einen Erlöser schicken wird. Lasst uns den Vers wirklich Punkt für Punkt einmal durchgehen. Er hat gesagt: "Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau." Wir wissen aus dem Kontext, dass Gott hier zu der Schlange spricht, also zu Satan. "Ich will Feindschaft setzen zwischen dir, Satan, und zwischen der Frau. Und zwischen deinem, also Satans Samen, und ihrem Samen, also dem der Frau." Und jetzt wird es ein bisschen kompliziert. Dann steht da: "Er wird dir den Kopf zertreten." Hier ist nicht der Samen oder die Nachkommenschaft, sondern ein Bestimmter gemeint. "Und er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen." Du, Satan, wirst ihm den Samen in die Ferse stechen. Kennen wir denn einen der Nachfahren von Adam und Eva, die die Macht des Teufels zertreten hat, aber der kurz den Stachel, den giftigen Stachel, der zum Tode führt, bekommen hat? Wir sehen, dass es sich in dieser Geschichte um Jesus Christus handelt. Und der Erlösungsplan, den gibt es von Anfang an. Das wissen wir, da es die Bibel sagt.

[8:51] Lasst uns gemeinsam anschauen: 2. Timotheus, Kapitel 1, Vers 9. "Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unseren Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor Zeit der Welt." Wir haben hier ein Bild von Johannes Calvin, weil dieser Text oft dafür gebraucht wird, dass Gottes Vorhersehung eine Vorherbestimmung ist. Das ist auch das, was die Calvinisten bis heute glauben, dass Gott wie ein großes Uhrwerk funktioniert, wo alles schon vorher bestimmt ist. Und dieser Text wird gerne dazu genommen, dass Jesus Christus, der irgendwann aufgetaucht ist, schon von Anfang an da war. Das zeigt allerdings nur, dass Jesus schon von Anfang der Zeit existiert hat und Gott schon von Anfang an diesen Plan für uns Menschen hatte. Tatsächlich, wenn alles vorher bestimmt wäre, dann hätten wir so etwas wie den freien Willen nicht. Er wäre nur eine Illusion. Und das Zweite ist, dann wäre alles so, weil Gott es so gewollt hat. Das hieße, dass das Böse ein Teil des Planes Gottes ist. Und Gott hat mehrfach in seiner Schrift gesagt: "Das Böse, das wollte ich nicht. Das ist eine Irritation in unserem Leben. Das will ich gar nicht." Und das sind die Dinge, mit denen wir zu kämpfen haben. Wir sehen also hier ein Bild, das Menschen im Kopf haben aufgrund eines Bibelferses, die aber nicht in den gesamten Kontext passen. Da werden wir in einem anderen Studium noch näher darauf eingehen.

[10:48] Und die Frage ist, was musste Jesus tun, um die Menschheit zu retten und zu erlösen? Wir wissen, was er getan hat und wir müssen uns die Frage stellen: Musste das so sein? Lasst uns gemeinsam aufschlagen: Hebräer 12, Vers 2. Dort steht: "Und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten Gottes." Wir sehen hier in diesem Text, dass etwas zwischen Gott und der großen Freude stand. Welches ist die große Freude? Dass wir einmal mit Jesus zusammen im Himmel leben werden. Und Jesus hätte nicht auf die Erde kommen müssen. Die Menschheit wäre verloren gewesen, aber er hätte sich diesem Leid niemals aussetzen müssen. Aber Gott selbst ist auf die Erde herabgekommen und hatte zwischen sich das Leiden am Kreuz an Golgatha und dem Glück mit den Erlösten im Himmel auf ewig zusammenzuleben. Das war zwischen ihnen. Und Jesus hat die freie Entscheidung getroffen, zu sagen: "Das möchte ich. Das tue ich. Ich nehme all dieses Leid auf mich, um meine Menschen zu erlösen."

[12:24] Und hier zeigt sich etwas Wunderbares. Und zwar, wenn ich in einen Laden gehe und einen tollen Anzug finde, wo ich sage, den würde ich mir gerne holen. Und ich sehe aufs Preisschild und da steht 1500 Euro drauf. Dann sage ich, das ist mir zu teuer. Allerdings, wenn ein sehr wohlbetuchter Mann da hinkommt und sagt, das ist ein Anzug, der gefällt mir. Und er schaut aufs Preisschild und sieht die 1500 und sagt: "Gerne zahle ich das dafür." Jetzt ist die Frage, warum kauft der eine es und der andere kauft es nicht? Mir ist der Anzug das nicht wert, so viel Geld dafür auszugeben. Und für den anderen ist es der Anzug wert, dieses Geld dafür zu investieren. Das heißt, der Preis wird durch den Verkäufer festgelegt, während der Wert durch den Käufer definiert wird. Und wir wissen, dass Jesus Christus uns erkauft hat. Wodurch? Dadurch, dass er sein Leben hergegeben hat. Und das zeigt den Wert, den jeder einzelne Mensch, den du für Jesus Christus hast. Und das zeigt uns eigentlich das wirkliche Menschenbild, was jeder Christ in sich tragen sollte. Dass jeder Mensch, ganz gleich, was er getan hat und wie er ist, einen unendlichen Wert für Gott darstellt und somit auch für uns darstellt. Natürlich dürfen wir jetzt nicht in Romantik verfallen und sagen, dadurch sind jede Strafen erlassen. Wenn Menschen andere Menschen gefährden, muss diese Gefährdung natürlich eingedämmt werden. Aber dennoch ändert das am Wert dieses Menschen nichts. Und das ist eigentlich das Bild, das uns gezeigt wird. Und Jesus Christus hat uns erkauft. Das ist übrigens ein Indiz dafür, dass Jesus Christus nicht nur ein göttliches Wesen ist, sondern Gott selber ist. Denn wenn er, göttliche Gerechtigkeit funktioniert so, dass man eins fürs andere austauschen könnte, das hieße, wenn ich ein perfektes Leben führen würde und führen könnte und geführt hätte und aufgrund des Verdienstes meines perfekten Lebens das ewige Leben bekommen bzw. nicht die Strafe der Sünde erleide, welches der Tod ist, dann könnte ich maximal mein Leben hergeben für eines anderen. Zum Beispiel, wenn ich möchte, dass mein Papa erlöst wird, dass ich sage, ich gebe mein ewiges Leben auf, um es ihm zu geben. Weil ich kann nicht mehr geben, als ich sowieso habe. Aber Jesus Christus hat das Leben von allem erkauft. Und das funktioniert nur, wenn er das Leben ist. Wenn er geben und geben und geben und geben kann und dadurch auch zahlen und zahlen und zahlen und zahlen kann. Aber das nur am Rande. Da werden wir uns in einem späteren Studium noch mal genauer mit beschäftigen.

[15:53] Die Frage, die wir uns jetzt stellen sollten, ist: Als die Zeit nahe war für Jesus zu sterben, was belastete ihn am meisten? Und dazu gehen wir in Matthäus Kapitel 26, die Verse 36 bis 39. Matthäus Kapitel 26, die Verse 36 bis 39. "Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hierher, solange ich dorthin gehe und bete. Er nahm mit sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedeus und fing an zu trauern und zu sagen. Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod. Bleibt hier und wacht mit mir. Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber, doch nicht wie ich will, sondern wie du willst." Wir sehen in den Geschichten, vor allem in den Parallelversen, Jesus hat Blut geschwitzt bei diesen Gebeten. Er wollte nicht sterben. Er hat gesagt: "Vater, wenn es irgendeinen anderen Weg gibt, dann nehmen wir den bitte. Lass diesen Kelch an mir vorüber gehen, aber nicht mein Wille, sondern dein Wille soll geschehen." Und wir sehen im Vers 38: "Er war betrübt bis in den Tod." Eine wirkliche Seelenzerrissenheit. Und warum hatte er die? Viele meinen, dass Jesus hier wusste, er kommt ans Kreuz und hatte Angst vor den physischen Schmerzen, dass die Nägel durch die Hände und die Füße getreten werden, dass er die Dornenkrone aufgesetzt bekommt, dass er geschlagen wird, dass er ausgepeitscht wird, etc. Aber ist das tatsächlich die Furcht, die Jesus befallen hat? Wir sehen im Lukas Evangelium, in Lukas 12, die Verse 4 und 5, dass Jesus zu seinen Jüngern gesagt hat: "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Leib und Seele töten kann." Das heißt, Jesus hatte hier nicht Angst um das körperliche Leid, was ihm zugefügt werden könnte. Sonst wäre er ein Heuchler gewesen, wenn er zu den anderen sagt: "Fürchtet euch nicht, was die euch antun können", aber ich fürchte mich davor. Nein, es muss etwas anderes dahinter gesteckt haben.

[18:35] Und lasst uns einmal anschauen, was die Bibel selber sagt über diese Qualen, die Jesus erlitten haben muss. Es wurde bereits im Buch Jesaja vorhergesagt. Lasst uns gemeinsam aufschlagen: Jesaja Kapitel 53, die Verse 3 bis 6. Jesaja Kapitel 53, die Verse 3 bis 6. "Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg. Darum haben wir ihn für nichts geachtet. Für wahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist unserer Missertat willen verwundet und unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in die Irre wie Schafe. Jeder sah auf seinen Weg, aber der Herr warf unsere alle Sünden auf ihn." Und jetzt gehen wir noch in die Verse 10 bis 12. "Aber der Herr wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und lange leben. Und das Herrenplan wird durch ihn gelingen, weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Durch seine Erkenntnis wird er mein Knecht, der Gerechte, den vielen Gerechtigkeit schaffen. Denn er trägt unsere Sünden, damit sich ihm die vielen zur Beute geben. Und er soll die Starken zum Rauber haben, dafür, dass er sein Leben für den Tod gegeben hat, hat er den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der vielen getragen hat und für die Übeltäter gebetet hat." Wir sehen hier ganz klar, was Jesus Christus durchgemacht hat. Das sind die Leiden des Messias und wir finden keine menschlichen Worte, um das zu finden. Im Wort 5, dieses "zerschlagen", ist das Wort im Hebräischen "Dakar". Und es bedeutet wirklich pulverisiert, zerschlagen, zerstoßen. Wenn wir einen Tonkrug nehmen, dann sind das nicht einzelne große Scherben, sondern es bleiben kleine Splitter, es bleibt Staub übrig. Und das war der Gemütszustand von Jesus, was er genommen hat. Und wir haben ihn nicht als wert erachtet. Die Pharisäer und das Volk haben gesagt: "Du bist der Sohn Gottes, dann steig doch herunter und hilf dir selbst, dann wollen wir glauben." Sie haben nicht gesehen, was Jesus in diesem Augenblick für sie getan hat. Sie haben es nicht zu schätzen gewusst.

[21:46] Und ich möchte mit euch nochmal das Kernthema dieses Textes anschauen. Das Kernthema dieses Textes ist, was Jesus für uns getan hat. In Vers 4: "Für wahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen." Vers 5: "Doch er wurde unserer Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetat zerschlagen." Weiter im Vers 5: "Die Strafe lag auf ihm und durch seine Wunden sind wir geheilt worden." Vers 6: "Der Herr warf unsere aller Schuld auf ihn." Vers 8: "Wegen der Übertretung meines Volkes hat ihn Strafe getroffen." Vers 10: "Sein Leben zum Schuldopfer gegeben." Vers 11: "Wird mein Knecht die vielen gerecht machen und ihre Sünden wird ertragen." Und Vers 12: "Und die Sünde vieler getragen." Hier sehen wir, was Gott in unserer Erlösung erwirkt hat, wie wichtig diese Tat für uns ist.

[22:54] Und jetzt lasst uns schauen, was, welche Erfahrung Jesus am Kreuz gemacht hat. Und dazu lasst uns gemeinsam aufschlagen: Matthäus 27, den Vers 46. Matthäus 27, Vers 46. Dort steht geschrieben: "Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabatani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Das ist der Moment, vor dem Jesus die größte Sorge und Angst und Pein hatte in Gethsemane, weshalb er Blutstropfen geschwitzt hat. Warum? Wir wissen, dass er, dass die Sünde von Gott trennt. Und er, der immer eins war mit dem Vater, war plötzlich getrennt von ihm. Das ist das größte Leid, was Jesus zu ertragen hatte und zu erdulden hatte in all dieser Zeit.

[24:02] Und lasst uns gemeinsam schauen, welches Symbol verwendet wurde, um Jesu Opfer darzustellen. Und dieses Symbol finden wir in Johannes Kapitel 3, die Verse 14 und 16. Johannes Kapitel 3, die Verse 14 und 16. "Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben." Jesus spricht hier in der Vorgeschichte von der Schlange in der Wüste. Und ich möchte euch diese Geschichte schnell erzählen, wie sie war. Und zwar, dass Gott hat das Volk Israel durch die Wüste geführt und geschützt. Und das Volk Israel hat gemeckert und getan und gemacht. Und dann hat Gott gesagt, sie sehen den Segen nicht, den ich ihnen gebe, deshalb muss ich meine schützende Hand von ihnen tun, dass sie den Segen überhaupt sehen. Und dann kamen die Giftschlangen. Und diese Schlangen haben die Leute gebissen, sodass sie ein heftiges Fieber bekommen haben und viele gestorben sind. Und sie haben zu Gott geschrien: "Gott, rette uns!" Und Gott hat zu Mose gesagt: "Mache du eine bronzene Schlange und binde sie oben an einen Stock. Und jeder, der auf diese Schlange schaut, der soll geheilt werden." Und ich denke, es gab im Volk einige, die gesagt haben: "Nein, was bringt mir das, auf so eine bronzene Schlange zu schauen?" Und sind gestorben. Aber viele haben auf diese Schlange geschaut und gesagt: "Ich glaube Gott, dass er mich retten wird." Und sie wurden geheilt.

[25:54] Und die Frage ist, warum vergleicht hier die Bibel Jesus Christus mit dieser Schlange oder vergleicht sich Jesus Christus selber mit dieser Schlange, wo die Schlange doch einigermaßen für Satan steht, was wir bisher immer gemacht haben. Die Antwort ist folgende: Die Schlangen haben die Menschen gebissen, und so sollten sie auf eine andere Schlange schauen, um geheilt zu werden. Und das ist ein Bild auf den Erlösungsplan, dass nämlich die Menschheit gebissen wurde von der giftigen Schlange der Sünde durch Satan und dadurch sterben muss. Wenn wir aber auf das Kreuz schauen, auf Jesus Christus schauen, der für uns zur Sünde geworden ist, den sollen wir anschauen, und durch den können wir errettet werden. Und es gibt viele Leute da draußen, die sagen: "Ich brauche nicht auf Jesus zu gucken, was soll mir das schon helfen." Aber das ist das Bild, was Gott in die Geschichte seines Volkes schreiben wollte: Schaut auf Jesus, damit ihr Errettung findet.

[27:11] Und was wir uns immer fragen: Wie sollte unser Leben denn aussehen, nachdem wir Jesu Opfer angenommen haben? Und Petrus gibt hier eine tolle Antwort. Petrus ist einer der ersten Gemeindeältesten, der ersten christlichen Gemeinde. Lass uns aufschlagen: 1. Petrus, Kapitel 2 und an den Vers 24.

[28:01] Wir sehen hier, wie Gott uns behandelt. Gott wurde so behandelt, wie wir es verdienen, damit wir so behandelt werden können, wie er es verdient. Er wurde an den Baum des Todes genagelt, damit wir Zugang zum Baum des Lebens haben. Er hat die Dornenkrone aufgesetzt bekommen, damit du die Krone des Lebens ererben kannst. Er war nackt am Kreuz, damit wir mit seiner Gerechtigkeit begleitet werden können. Er hat die Trennung zu seinem Vater erduldet, damit wir nie wieder von ihm getrennt sein müssen. Das ist das, was Jesus für uns getan hat. Und wir sollten ihm nacheifern. Und diese Nacheiferung finden wir in 1. Petrus 2, Vers 24. 1. Petrus 2, Vers 24.

[29:00] "Tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden." Hier haben wir die Nachfolge zu Jesus. Wir sollen Buße tun und uns bekehren. Und das Wort Buße ist das griechische Wort, das muss ich immer nachschlagen, Metanoia. Metanoia bedeutet wörtlich darüber nachdenken. Das heißt, wir sollen über den Weg, den wir eingeschlagen haben, nachdenken und umkehren, bereuen das, was wir tun und künftig mit Jesus gemeinsam ziehen.

[29:44] Und ich möchte mit euch zum Abschluss noch Epheser 2, die Verse 8 und 9 lesen. Epheser, Kapitel 2, die Verse 8 und 9. "Denn aus Gnade seid ihr gerettet, durch Glauben. Und das nicht aus euch. Gottes Gabe ist es. Nicht aus Werken, damit sich jemand rühme. Nicht jemand rühme." Ich möchte mit euch diesen Vers ein wenig erklären. Und zwar ist es so, wir haben, obwohl wir doch unter der Gnade stehen, gibt es am Ende der Zeit zwei Gruppen: nämlich einmal die Geretteten und einmal die Verlorenen. Und ich habe das in einem Schaubild einmal dargestellt. Und zwar, es ist da Gott. Und Gott hat die Gnade ausgeschüttet. Das ist seine Gnade. Und zwar über die Geretteten und die Verlorenen, gleichermaßen. Und in dem Text Epheser finden wir, dass wir aus Gnade durch Glaube gerettet werden. Der Unterschied zwischen den Verlorenen und Geretteten ist der Glaube, der wie ein Rezeptor wirkt nach biologischem Schlüssel-Schloss-Prinzip, damit wir die Gnade wirklich empfangen können. Und dieser Glaube ist, dass wir Gottes Wort und der Bibel glauben. Wir sehen, dass es ein freies Geschenk ist. Gottes Gnade ist nichts, was wir verdient haben. Alles, was wir verdient haben durch unser Tun, ist der Tod. Der Sünde Sold ist der Tod. Aber die Gnadengabe Jesu Christi ist das ewige Leben. Durch die Gnadengabe Christi sind wir errettet. Dadurch, dass der Vater seinen Sohn für uns gegeben hat, hat er den Himmel über uns ausgeschüttet. Wir sind aus Gnade durch Glauben gerettet. Und dieser Glaube, der muss sich entwickeln. Der ist nicht von heute auf morgen da. Durch Gebet und durch das Studieren der Bibel wirst du diesen Glauben erhalten.

[32:04] Und meine Frage an dich: Siehst du, dass du in deinem Leben Verfehlungen getan hast? Und siehst du, dass diese Verfehlungen dazu geführt haben, dass du in Disharmonie, in Uneinigkeit mit Gott geraten bist? Und möchtest du dieses Geschenk der Gnade annehmen? Ich weiß nicht, wie deine Lebenssituation ist, ob du gerade in der Ausbildung bist oder gerade frisch verliebt oder noch in der Schule oder dass du in der Ehe bist und es hier und da kriselt. Dass du vielleicht schon an deinem Lebensabend bist und denkst: Was soll mir das noch bringen? Lieber Freund, die Errettung ist für Jesus zu jedem Zeitpunkt so wichtig, dass er sein Leben dafür gegeben hat. Und wenn es heute dein Wille und deine Entscheidung ist, mehr über Gott zu erfahren und dass dein Glaube wachsen kann in sein Wort und in ihn, bitte ich dich, mit mir gemeinsam aufzustehen, dort wo du bist und zu Gott zu beten. Gib dir diesen Ruck, stehe jetzt auf und übergib dein Leben an Jesus Christus. Lasst uns gemeinsam beten.

[33:22] Großer Gott im Himmel, wir danken dir so sehr für deinen Plan der Erlösung, dass du die ursprüngliche Beziehung, wie sie Adam und Eva hatten, in Liebe zu dir zu sein, wiederhergestellt bekommen. Heiland, dass wir mit reinem Gewissen leben dürfen und dass wir dir immer mehr nachfolgen, je mehr wir erkennen. Großer Gott, wir danken dir, dass du uns so sehr liebst, dass du dein Leben für uns gegeben hast, dass du all dieses Leid in Kauf genommen hast, nur damit wir dir näher sein können. Großer Gott, so bitte ich dich um deinen Segen für uns alle, für die kommende Woche und bis zu unserem nächsten Studium. Heiland, so danken wir dir und bitten das im kostbaren Namen Jesu. Amen.

[34:17] Und unser Studium für die nächste Woche wird sein: Das Wirken des Heiligen Geistes, Thema Nummer 5. Wir werden uns gemeinsam anschauen, wann wir den Heiligen Geist empfangen, wie er wirkt, was er tut, weil darüber sind so viele verschiedene Theorien wie Sandkörner am Meer. Und ich kann euch sagen, es ist ein spannendes Studium, das in Gottes Wort für uns bereit ist. So wünsche ich euch gottesreichen Segen und bis nächste Woche.


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