[1:00] dafür darüber viele, viele Theorien, wie der Geist wirkt. Und wir wissen, dass der Heilige Geist ein Teil der Gottheit ist: Vater, Sohn, Heiliger Geist. Diese drei, die sind in einer Wesenseinheit. Und wir werden uns heute mit dem Wirken des Heiligen Geistes beschäftigen. Und das Erste ist, überhaupt zu fragen, was die Aufgabe des Heiligen Geistes ist. Und dazu lasst uns gemeinsam aufschlagen Johannes Kapitel 16, die Verse 7 bis 11 und dann den Vers 13 später noch dazu.
[1:36] Johannes 16, Verse 7 bis 11: „Aber ich sage euch die Wahrheit, es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht. Über die Sünde, dass sie nicht an mich glauben; über die Gerechtigkeit, dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht mehr seht; über das Gericht, dass der Fürst der Welt gerichtet ist.“
[2:17] Wir sehen hier einige Punkte, was die Aufgaben des Heiligen Geistes sind: dass er an Jesus Christus' Stelle tritt. Er ist tatsächlich der Stellvertreter Christi auf der Erde und er überzeugt von verschiedenen Dingen, nämlich von Sünde. Warum überzeugt er von Sünde? Wegen dem Unglauben an Jesus. Und zwar, er wirkt, dass wir erkennen, was Sünde ist, dass wir Sünder sind und dass wir dann einen Erlöser brauchen, welcher ist Jesus Christus. Er überzeugt von Rechtschaffenheit oder Gerechtigkeit. Wir haben gesehen, dass die Prinzipien Jesu hier auf der Erde die Gerechtigkeit sind. Und wenn wir dem nacheifern, können wir das auch sehen. Und das Letzte ist, dass er vom Gericht entscheidet. Warum vom Gericht? Der Heilige Geist zeigt uns auf, welches die Folgen unserer Entscheidungen sind. Entweder wir entscheiden uns gegen Gott und werden verurteilt, oder wir entscheiden uns für Gott und gehören ihm an. Das sind die Möglichkeiten, die wir hier bieten.
[3:31] Und ich möchte mit euch jetzt noch den Vers 13 lesen. Johannes 16 Vers 13: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in alle Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selber reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.“
[3:51] Und jetzt ist die große Frage: Was ist Wahrheit? Wenn dieser Geist der Wahrheit, wenn das die Aufgabe ist, dass er in alle Wahrheit führt, dann sollten wir uns anschauen, was die Wahrheit ist. Und da finden wir drei Definitionen in der Bibel. Die erste Definition finden wir in Johannes 14 Vers 6. Das werde ich jetzt nicht vorlesen und aufschreiben. Das bitte ich euch zu Hause nachzuschlagen, ob es sich denn wirklich so verhält. In Johannes 14 Vers 6 sagt Jesus Christus: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ Und dann haben wir noch Johannes 17 Vers 17. Also wir sehen, Jesus Christus ist die Wahrheit. Und in Johannes 17 Vers 17 finden wir: „Dein Wort, heilige sie in der Wahrheit, dein Wort ist Wahrheit.“ Also die Bibel ist die Wahrheit. Und parallel dazu, vor allem in der Schlachter finde ich das toll übersetzt, Psalm 119 Vers 160. Dort steht geschrieben: „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit.“
[5:03] Und das ist der Hauptgrund, warum wir so viele, viele christliche Ideen und Auffassungen haben, dass wir so viele verschiedene Kirchen haben, weil man nimmt einen Vers und sagt, das hat Jesus gesagt, das ist Wahrheit und darauf baue ich meine Lehre auf. Ihnen ist egal in diesem Moment, dass ihre Lehre eigentlich anderen Bibelfersen widerspricht. Und hier sagt die Bibel: „Die Summe meines Wortes ist Wahrheit.“ Das heißt, wenn ich hier einen Vers habe, der scheinbar hier einem Vers widerspricht, dann muss ich mir anschauen, wie kommen die denn überein. Ein schönes Beispiel ist dafür der Tod von Judas. In einem Evangelium hieß es, er hat sich am Baum erhängt. Der andere, der stürzte von der Klippe, schlug unten auf und seine Gedärme wurden von den Hunden gefressen. Und jetzt ist die Frage: Das sind doch zwei völlig widersprüchliche Aussagen. Welche ist nun richtig? Und selbst Luther hat schon herausgefunden, das muss kein Widerspruch sein. Denn wenn Judas sich an einem Baum erhängt hat, der an einer Klippe ist und dort gestorben ist, das Seil dann gerissen ist, er hinuntergefallen ist und das dann passiert ist, dann passen die Texte überein. Und wenn wir jetzt sehen, wenn wir glauben, dass beides die Wahrheit ist, dann ist das eine probate Lösung, dass es stimmt.
[6:29] Und den dritten Vers, den ich mit euch anschauen möchte, das ist Psalm 119, Vers 86. Dort steht: „Dein Gesetz ist Wahrheit.“
[6:41] Das Wirken des Heiligen Geistes ist also, dass er in alle Wahrheit führt. Das heißt, der Heilige Geist führt zu Jesus Christus, dem Weg, die Wahrheit und das Leben, zum Wort Gottes, der Bibel, welches Wahrheit ist, und zum Gesetz, noch genauer zu den Geboten. In Vers 86 sind die Gebote geschrieben. Das Gesetz Gottes ist tatsächlich die ganze Schrift. Das Gesetz heißt im Alten Testament Thora und beschreibt die ersten fünf Bücher Mose im Besonderen. Aber es findet auch Anwendung in der gesamten Ausbreitung der Schrift.
[7:21] Und das ist die Aufgabe des Heiligen Geistes. Ich hatte nämlich eine interessante Diskussion mit jemandem, der sagt: „Ich bin vom Heiligen Geist geführt“ und hat Dinge gemacht, die, naja, nicht so wirklich gut sind. Und ich habe ihm dann biblisch belegen können, das ist nicht der Heilige Geist, der dir das sagt. Der Heilige Geist würde dich zu Christus führen. Du sprichst aber hier von jemand anderem. Deshalb denke ich nicht, dass dieser Geist, der in dir spricht, der Heilige Geist ist. Und so können wir tatsächlich falsche Apostel und Lügner entlarven.
[7:56] Und die spannende Frage ist: Wann empfängt eine Person den Heiligen Geist? Ich denke, das ist für jeden von uns interessant. Wann erhalte ich den Heiligen Geist? Wann ist das passiert? Und dazu schlagen wir gemeinsam auf den Epheserbrief, Epheser 1 und da die Verse 13 und 14.
[8:41] Wir sehen hier, dass eine Person den Heiligen Geist empfängt, wenn er das Evangelium hört, also das Wort der Wahrheit, und dem glaubt. Das heißt, wenn du diese Botschaften hörst und daran glaubst und sagst: „Ich glaube, dass da was Wahres dran ist“, dann hast du den Heiligen Geist bereits empfangen. Auf Grund dieser Bibelstelle, das ist die Verheißung, die er dir gegeben hat. Und wir sind versiegelt mit dem Heiligen Geist. In der damaligen Zeit wurden Dinge versiegelt, zum Beispiel Handelsamphoren, die großen Amphoren. Dann kam ein Deckel drauf, so ein Korkdeckel, und wurde verschnürt und die Schnur wurde versiegelt. Und das gehörte dann meinetwegen dem Kaufmann Lysimachus. Und dieser Kaufmann Lysimachus, sein Siegel kam da drauf, damit jeder sehen konnte: Diese Amphore gehört nur ihm. Das ist seins, er hat das erworben.
[9:52] Und jetzt ist es tatsächlich so, der Heilige Geist ist das Unterpfand des Eigentums. Wenn wir versiegelt sind mit dem Heiligen Geist, dann ist das das Siegel, das nur Gott gehört. Und das bedeutet, dass wir Gott gehören. Das ist die Zusicherung, die uns der Heilige Geist gibt in diesem Moment. Es dient als Zeichen einer Anzahlung. Nämlich, Jesus ist gekommen, hat uns erlöst, hat bezahlt, und wir sind versiegelt durch den Heiligen Geist. Das heißt, die Jünger, die zu Pfingsten versammelt waren, haben den Heiligen Geist als Zeichen bekommen, dass Jesus wiederkommen wird, um sie mitzunehmen in sein Reich. Und diese Verheißung gilt bis in die heutige Zeit für uns.
[10:44] Und jetzt ist halt die Frage, welche Rolle der Heilige Geist bei der Bekehrung spielt. Und da finden wir eine spannende Geschichte, wie Jesus zu Nikodemus spricht. Und das finden wir in Johannes Kapitel 3, die Verse 3 bis 8. Johannes Kapitel 3, die Verse 3 bis 8.
[11:05] Jesus antwortete und sprach zu ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Nikodemus spricht zu ihm: „Wie kann ein Mensch neu geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in den Leib seiner Mutter gehen und geboren werden?“ Jesus antwortete: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere nicht, dass ich gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will, und du hörst seinen Sausen wohl, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.“
[11:57] Wir sehen hier die Erfahrung der Bekehrung, dass es wie eine Neugeburt ist, dass der alte Mensch mit seinem alten Trachten so nicht mehr existiert. Und hier kann ich aus meinem eigenen Leben sprechen, der ich gerne Drogen genommen habe. Und das war nicht nur bei Alkohol und Zigaretten der Fall. Es ist dann noch weitergegangen, wie ich Frauen nur zur Lustbefriedigung verwendet habe und in ihnen nicht wirklich Menschen gesehen habe. Und dort hat Gott gezeigt, wie falsch das ist, welch Unsinn ich mit mir selber anstelle und welch Schaden ich in den Leben anderer Menschen anrichte. Gott hat meinen Sinn verändert, mein Streben verändert. Im Herzen wiedergeboren zu werden, das ist die Erlösung, die durch Gott stattfindet. Und wir können ebenso wenig, wie es möglich ist, dass ein Mensch wieder in den Leib seiner Mutter geht, um neu geboren zu werden, können wir aus eigener Kraft unser Leben gottgefällig machen. Das ist das Wirken des Heiligen Geistes.
[13:19] Und sonst haben wir keine Möglichkeit, dieses zu finden. Und es ist auch so, dass wir nicht sehen, wohin der Wind bläst. Ich wusste damals nicht, dass das das Wirken des Heiligen Geistes ist. Aber man kann die Wirkung des Geistes sehen. So wie der Wind kommt und man weiß nicht, woher, sieht man doch, wenn er in den Bäumen die Äste bewegt. Und so kann man auch im Leben der Menschen sehen das Wirken des Heiligen Geistes. Dass es nicht irgendein Hirngespinst ist, sondern dass da die Macht des lebendigen Gottes dahinter steckt.
[14:04] Und wir haben hier die Aussage, dass jemand vom Fleisch geboren ist. Was vom Fleisch ist, ist Fleisch und was vom Geist ist, ist Geist. Und jetzt ist die Frage: Was ist der Unterschied zwischen Geist und Fleisch? Was ist überhaupt Geist und Fleisch? Und dazu möchte ich mit euch lesen Galater 5, die Verse 17 bis 25.
[14:25] Galater Kapitel 5, die Verse 17 bis 25: „Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist wieder das Fleisch. Sie sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.“ Wir sehen hier, dass sie Widersacher sind, dass sie gegeneinander kämpfen. Weiter im Text: „Regiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifungen, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltung, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht ererben.“ Das sind die Früchte des Fleisches. Das führt dazu, wenn der Geist Gottes nicht an den Menschen wirkt und wenn ein Volk Gott ausklammert und lieber jemand anderem nachläuft, dann ist Tod und Leid die Folge.
[15:33] Aber lasst uns gemeinsam die Frucht des Geistes anschauen. „Die Frucht aber des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit. Gegen all dies steht kein Gesetz. Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt, samt den Leidenschaften und Begierden. Und wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.“
[16:18] Und hier möchte ich etwas aufzeigen, und zwar, dass die Früchte des Geistes etwas ganz anderes sind als die Früchte des Fleisches. Es sind Liebe, Friede, Freude, dass egal in welcher Lebenssituation ich bin, dass ich diese Eigenschaften habe. Und es ist tatsächlich so, dass wir eine lange Liste von fleischlichen Dingen haben, die ohne das Wirken des Geistes wirklich dahin führen. Aber dass, wenn wir uns vom Geist lenken lassen, dass wir diese guten Sachen erfahren. Und es ist ein Kampf, die fleischliche Natur gegen die geistliche Natur.
[17:00] Und um das besser zu verstehen, möchte ich mit euch ein altes indianisches Sprichwort anschauen. In dieser alten indianischen Sage geht es um einen Hund, um einen guten Hund und um einen bösen Wolf auf der anderen Seite. Und es sagt, dieser gute Hund und dieser böse Wolf, die kämpfen gegeneinander. Und es sagt weiter: „Es wird derjenige am Ende gewinnen, der am meisten gefüttert wird.“
[17:35] Und hier, liebe Freunde, geht es darum, welche unserer Naturen füttern wir. Schauen wir auf Gott und das, was er getan hat, und versuchen wir, ihm nachzueifern. Oder versuchen wir, die Errungenschaften der Welt hinterherzulaufen: Viel Geld, viel Einfluss, viel Macht, viel Spaß, Saufgelage, Völlerei, hässliche Redensarten. Was sind hässliche Redensarten? Schon alleine, wenn ich das Sch-Wort in den Mund nehme, ist das eine hässliche Redensart. Und das ist nicht gemäß dem Geist. Wenn ich aber sage: „Das ist mir doch egal“, dann sagt die Bibel: „Diese werden das Reich nicht ererben.“ Wir sehen also, wie wichtig es ist, unseren Geist nur mit Gottes Dingen zu füttern.
[18:40] Aber wie wandle ich denn gemäß dem Geiste? Und dazu gibt auch die Bibel Aufschluss in Römer, Kapitel 8, die Verse 1 und dann die Verse 5 bis 9. Römer, Kapitel 8, der Vers 1 und dann die Verse 5 bis 9.
[18:56] „So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.“ Und jetzt Verse 8 bis 9: „Denn die, die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt. Die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. Denn fleischlich gesinnt sein ist der Tod. Doch geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch sich dem Gesetz Gottes nicht unterwirft, denn es vermag es auch nicht. Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen. Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, da ja Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.“
[19:45] Wir sehen hier also die Ideen, die wir vorhin schon hatten. Wenn wir Jesus als unseren Erlöser annehmen, dann wollen wir geistlich wandeln und nicht mehr fleischlich. Wir haben immer die Wahl, worauf wir unsere Gedanken richten. Richten wir unsere Gedanken auf Golgatha und auf Gethsemane, auf das Wirken Jesu, was er für uns getan hat, oder richten wir unsere Gedanken und unsere Augen auf Zerstreuung, auf Comedy am Abend, auf Konzerte, auf sonstige Dinge im Internet? Besudeln wir unsere Gedanken oder versuchen wir, unsere Gedanken rein zu handeln?
[20:27] Und das ist die Sache. Gott kann, und bitte hört mir hier ganz genau zu, Gott kann denjenigen nicht erlösen, der sich gegen ihn entscheidet. Der sagt: „Gott, ich will nicht deinen Weg gehen, sondern ich will meinen Weg gehen.“ Und jetzt denkst du dir bestimmt: „Ja, aber die ganzen Dinge, die machen doch sicherlich keinen Spaß. Wie soll ich denn da noch Freude haben?“ Tatsächlich ist das auch eine Verheißung Gottes, dass er neue Ideen, neue Gedanken, neue Interessen, neue Vorlieben geben wird. Wenn wir das, was wir haben, Gott wirklich übergeben, wird er uns beschenken mit viel, viel, viel besseren und tolleren Dingen. Und das ist eine Erfahrung, die ich in meinem Leben machen durfte. Es heißt praktisch, schlechte Gewohnheiten abzulegen und neue Interessen zu machen. Früher habe ich mir gedacht, wenn ich für Gott arbeite, dann wird mir ja langweilig. Jetzt, wo ich für Gott arbeite, könnte es fünf von mir geben und ich würde das immer noch nicht schaffen, was es alles zu tun gäbe. Es ist verblüffend, es ist der Wahnsinn.
[21:49] Jesus will mit seiner Kraft uns von der Verdammung befreien und er will mehr tun, als uns nur zu erlösen, sondern er will uns auch die Kraft geben, das Böse zu überwinden. Das ist das, was die Bibel mit Heiligung beschreibt. Wir werden diese theologischen Begriffe im Rahmen unserer Studien noch öfter anschauen, diese Begriffe von Rechtfertigung und Heiligung. Aber wirklich, dass sich unser Leben ändert und immer mehr so wird wie Christus, das ist der Weg der Heiligung.
[22:26] Und da ist die Frage: Welche Eigenschaften hat dieser neue Mensch, dieses neue Denken? Und dazu schreibt Paulus zu den Kolossern im Kolosserbrief, Kapitel 3, Versen 5 bis 10. Kolosser, Kapitel 3, Versen 5 bis 10.
[22:41] „So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist. Um solche Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. In dem allen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr noch darin lebtet. Nun aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte – das, was wir vorhin hatten – aus eurem Munde. Belügt einander nicht. Und hier gelten auch die kleinen Notlügen. Hier gelten sogar die Lügen, dass es den Weihnachtsmann gibt und Elfen und so weiter. Denn ihr habt den alten Menschen samt seinen Werken ausgezogen und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat.“
[23:43] Wir sehen hier ganz deutlich, dass der neue Mensch von Gott geboren ist und dass er ein neues Denken hat, dass es wirklich in die Fußstapfen Jesu wandeln heißt. Wir haben die Erkenntnis, dass wir erlöst sind und aus Dankbarkeit dafür und dass wir sehen, dass wir die Kraft haben, überwindet zu werden, sollten wir unser Leben immer mehr anpassen auf Jesus Christus.
[24:08] Aber wie kann ich denn in das Ebenbild verwandelt werden, was hier gesprochen wird? Und dazu gehen wir in einen meiner Lieblingstexte in der ganzen Bibel. Das ist 2. Korinther 3 Vers 18. Ich werde den Text erst mal mit euch gemeinsam lesen und dann werden wir ihn ein bisschen umstellen, dass wir ihn besser verstehen können.
[24:36] 2. Korinther 3 Vers 18: „Wir alle aber spiegeln mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und wir werden verwandelt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur anderen, von dem Herrn, der der Geist ist.“ Hier sehen wir, dass wir verwandelt werden, indem wir anschauen. Und was sollen wir anschauen? Die Herrlichkeit des Herrn. Und zwar werden wir dann verwandelt von Herrlichkeit zur Herrlichkeit durch den Heiligen Geist. Okay, das ist ein wenig kompliziert. Das sollten wir jetzt auftröseln.
[25:16] Die Kurzform hiervon ist: Durch Ansehen werden wir verändert. Das, was wir ansehen, dahin werden wir uns verändern. So ist es tatsächlich so, dass wir wissen, dass Kinder, die einem schlechten Einfluss ausgesetzt sind, selber anfangen Straftaten zu tun. Das ist das große Problem in den Vereinigten Staaten, dass wir da so Viertel haben, dass eine nach der anderen Generation straffällig wird, weil sie das von der Straße lernt, weil ihr Umfeld so einen Einfluss auf sie hat, dass sie das selber tun. Und so ist es auch mit uns. Wenn wir auf Gewalt, auf Pornografie oder ähnliche Dinge schauen, werden wir dadurch zwangsläufig verändert. Aber wir sollen auf die Herrlichkeit des Herrn schauen.
[26:08] Und nun ist die Frage: Was ist die Herrlichkeit des Herrn? Und dazu gibt die Bibel eine Antwort, weil dieses wichtige Thema möchte ich nicht aus mir selber heraus anschreiben. Die Herrlichkeit des Herrn finden wir in 2. Mose Kapitel 4, erstmal 33, 2. Mose Kapitel 33 und da die Verse 17 bis 19.
[26:31] „Der Herr sprach zu Mose: Auch das, was du jetzt gesagt hast, will ich tun. Denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden und ich kenne dich mit Namen.“ Und Mose sprach: „Lass mich deine Herrlichkeit sehen.“ Also Mose will die Herrlichkeit sehen, in die wir verwandelt werden. Und er sprach: „Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will ausrufen den Namen des Herrn vor dir. Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.“
[27:07] Also was passiert hier? Es ist so, dass Mose sagt: „Herr, ich möchte deine Herrlichkeit sehen.“ Und was antwortet Gott? Er sagt: „Ich möchte meine Herrlichkeit an dir vorüberziehen lassen und dir meinen Namen sagen.“ Das heißt, der Name des Herrn ist seine Herrlichkeit und die Herrlichkeit ist sein Name. Das hilft uns immer noch nicht so viel, wenn wir sagen, wir werden in die Herrlichkeit Gottes verwandelt durch Anschauen von der Herrlichkeit. Wir schauen uns den Namen Gottes an und werden in seinen Namen verwandelt. Das macht noch nicht so viel Sinn.
[27:59] Ein Schuh wird erst daraus, wenn wir die Geschichte weiterlesen in 2. Mose 34 und da die Verse 5 bis 7 im nächsten Kapitel. Da kam der Herr hernieder in einer Wolke und trat da selbst zu ihm und rief aus den Namen des Herrn. So und was passierte? „Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief aus: Der Herr, der Herr, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue, der der tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, aber ungestraft lässt er niemand, sondern sucht die Missetat der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied.“
[28:40] Wir sehen hier, dass Gott nicht an Mose vorüber gegangen ist und gesagt hat: „ Jehova, Jehova oder Jahwe oder ähnliches“, sondern er hat gesagt: „Der, der gnädig, barmherzig, voller Güte ist, der tausende Gnade bewahrt, aber das Unrecht nicht ungestraft lässt.“ Hier ruft Gott seinen Namen aus und sagt es mit seinem Charakter. Das heißt, Gottes Charakter ist sein Name und das ist seine Herrlichkeit und jetzt wird ein Schuh draus. Dadurch, dass wir den Charakter Gottes betrachten in unserem Leben, werden wir verwandelt von seinem Charakter immer mehr zu seinem Charakter hin. Das ist die Verheißung, die er uns gegeben hat. Das bedeutet es, in sein Ebenbild verwandelt zu werden.
[29:39] Das geht nur durch ernstes Gebet und dadurch, dass unser Glaube in Christus wächst. Und die Frage ist: Wie kann der Charakter Christi in uns erzeugt werden? Und dazu hat Jesus was ganz Interessantes gesagt, ein Gleichnis aus der Natur. Das finden wir in Johannes 15, die Verse 4 bis 8. Johannes Kapitel 15, die Verse 4 bis 8.
[30:01] „Bleibt in mir und ich in euch, wie eine Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt. Ich bin der Weinstock, sagt Jesus, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Rebe und wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.“
[30:52] Wir können den Charakter Christi nur hervorbringen, wenn wir uns an ihn dranklammern, wenn wir mit ihm zusammenleben, wenn wir, wir können Jesus nicht nachahmen, aber wir können Jesus erlauben, sein Leben in uns zu führen, und das ist das große Geheimnis. So kann unser Charakter verwandelt werden, langsam in den Charakter Jesu, wenn wir wirklich ihn betrachten, wenn wir schauen, was er gemacht hat.
[31:29] Christus nachfolgen bedeutet, deinen Verstand auf Jesus und sein Wort auszurichten. Jesus nachzufolgen heißt, ihn zu bitten im Gebet, ihm nachzufolgen. Und ich möchte mit euch zum Abschluss noch 1. Korinther 6, Vers 20 lesen.
[31:48] 1. Korinther, Kapitel 6, Vers 20: „Denn ihr seid teuer erkauft, darum preist Gott mit eurem Leibe.“ Wir sind teuer erkauft und Jesus hat seinen Heiligen Geist geschickt als Unterpfand für uns, dass wir erlöst sind und damit wir ein christliches Leben führen, durch die Kraft Gottes.
[32:20] Und meine Frage ist: Bist du bereit, bist du willens, den Heiligen Geist in dir wirken zu lassen und ein neues Leben zu führen? Und ich kann dir eines versprechen, das ist nicht nur mein Zeugnis, sondern das ist ein Zeugnis vieler, vieler, vieler Menschen. Dein Leben wird sich zum Positiven verändern. Nicht die äußeren Dinge werden sich zum Positiven verändern, vielleicht wird es sogar noch schlimmer, aber du wirst glücklich sein. Du wirst einen Frieden haben, der durch nichts aus der Ruhe gebracht werden kann. Erlaube dem Heiligen Geist in deinem Herzen zu wirken.
[33:03] Du spürst jetzt, dass du denkst: „Soll ich dem wirklich folgen?“ Wenn du die Entscheidung schon getroffen hast, dann stehe jetzt auf. Und wenn du kämpfst mit dieser Entscheidung, du stehst hier nicht für mich auf, sondern tue es in deinem stillen Kämmerlein nur für Gott und stehe auf und sage: „Ich möchte, dass dein Heiliger Geist an mir wirkt, dass mein Leben gereinigt wird durch deine Kraft.“
[33:31] Und wenn das dein Wille ist, bitte bete mit mir. „Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass du deinen Stellvertreter, den Heiligen Geist, gesandt hast an deiner Statt, dass die Jünger damals dich vor sich sehen konnten und dir nachzueifern konnten, um mehr zu werden wie du. Und du dann den Heiligen Geist sandest, damit du nicht mehr nur von außen wirkst, sondern in uns. Herr, ich bitte dich, wirke du in uns, dass unser Leben sich verändert. Lass den Heiligen Geist in unserem Leben wirken, dass sich unsere Gewohnheiten verändern, dass wir mehr und mehr werden wie du.“
[34:17] Großer Gott, so danken wir dir und bitten dich um den Segen für die Woche, bis wir uns nächste Woche wieder wohlbehalten wiedersehen. So bitten wir im kostbaren Namen Jesu. Amen. Und das nächste Thema, mit dem wir uns nächste Woche beschäftigen werden, ist das Thema Nummer 6, welches ist das Gebet, wo wir uns anschauen, wie funktioniert das Gebet zu Gott? Gibt es irgendwelche Formen und Normen, die ich einhalten muss? Was ist das Gebet überhaupt? Welchen Zweck hat es? Und das werden wir gemeinsam uns anschauen. Euch wünsche ich gottesreichen Segen, eine tolle Woche und ich hoffe, dass wir uns nächste Woche wiedersehen.