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Manuskript zur Sendung >>> 8. Der Zustand der Toten

In dieser Folge von „Fundament des Glaubens“ beleuchtet Boris Bernhard den Zustand der Toten aus biblischer Perspektive. Er erklärt, wie der Mensch aus Körper und Geist besteht und was beim Tod mit diesen Komponenten geschieht. Dabei werden verschiedene weltliche Ansichten dem biblischen Verständnis gegenübergestellt und anhand von Bibelstellen wie 1. Mose 2,7, Hiob und Prediger erläutert. Die zentrale Botschaft ist, dass der Tod ein schlafähnlicher Zustand ohne Bewusstsein ist, aus dem die Gläubigen bei der Wiederkunft Jesu auferweckt werden.

In dieser Folge von „Fundament des Glaubens“ mit Boris Bernhard wird der Zustand der Toten aus biblischer Perspektive beleuchtet. Es werden verschiedene Weltanschauungen vorgestellt und die biblische Lehre über die Zusammensetzung des Lebens und die Auswirkungen des Todes erklärt. Die Predigt betont, dass der Tod ein schlafähnlicher Zustand ist, aus dem die Gläubigen bei der Wiederkunft Jesu auferweckt werden.


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Serie: Fundament des Glaubens

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Serie Fundament des Glaubens. Heute mit Teil Nummer 8, der Zustand der Toten. Wir werden heute gemeinsam herausfinden, was es mit dem Zustand der Toten auf sich hat. Es gibt in dieser Welt drei große Anschauungen darüber, was der Tod eigentlich ist.

[1:02] Es gibt eine Gruppe, die sagt, mit dem Tod ist es das gewesen. Der Körper stirbt und das war es. Es gibt kein Leben nach dem Tod. Das ist die erste Gruppe. Es gibt eine zweite Gruppe, die sagt, der Mensch, der besteht aus einem sterblichen Teil, das ist der Körper, und einem unsterblichen Teil, das ist die Seele. Und sobald Körper und Seele voneinander getrennt werden, beginnt das Nachleben. Ob das direkt im Paradies ist, oder ob das im Fegefeuer ist, oder ob das in der Hölle ist, oder ob das in der Wiedergeburt ist, da unterscheiden sich dann die verschiedenen Anschauungen. Aber in dieser Thematik lässt sich das zusammenfassen.

[1:46] Und es gibt eine dritte Anschauung, die sagt, dass die Toten wie in einem Schlaf sind und dass sie wieder auferstehen oder aufgeweckt werden, wenn Jesus wiederkommt. Und wir werden uns anschauen, welche Indizien uns die Bibel gibt. Aber bevor wir das Wort gemeinsam öffnen, lade ich euch ein, mit mir gemeinsam zu beten.

[2:10] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für diesen neuen Tag des Lebens. Wir danken dir, dass wir letzte Woche deine Wiederkunft studieren durften und dass wir uns jetzt anschauen können, was mit den Menschen ist, die noch auf deine Wiederkunft warten. Heiland, wo sind die Apostel? Wo sind die Jünger? Was passiert mit uns, wenn wir einmal nicht mehr sind? Großer Gott, wir danken dir, dass du Antworten auf solche schwierigen und bedeutenden Fragen gegeben hast. Und wir bitten dich um deinen Heiligen Geist, dass wir verstehen können, was du uns sagen möchtest. Großer Gott, so danken wir dir und bitten das im kostbaren Namen von Jesu. Amen.

[3:03] Das Erste, was wir verstehen müssen, was beim Tod genau passiert, ist es ratsam zu wissen, woraus das Leben besteht, also welche Zutaten Gott verwendet hat für das Leben. Und damit möchte ich euch einladen, mit mir aufzuschlagen. 1. Mose, Kapitel 2, Vers 7. 1. Mose, Kapitel 2, Vers 7. Da bildete Gott der Herr den Menschen, Staub von der Erde und blies den Odem des Lebens in seine Nase. Und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.

[3:36] Wir sehen hier ganz deutlich in diesem Text, dass Gott zwei Zutaten verwendet hat für den Menschen. Nämlich einmal, dass er den Ton, den Staub, die Erde genommen hat, je nach Übersetzung, daraus den Menschen geformt hat und dann den Ruach, den Odem des Lebens in den Menschen gelegt hat. Und was wir hier im Vers 7 toll sehen können, ist nicht, dass der Mensch eine Seele bekommen hat durch den Ruach, sondern zu einer lebendigen Seele wurde.

[4:15] Ich habe das mal mathematisch aufgeschlüsselt, weil ich es dann besser verstehen konnte. Und zwar, es gibt die Bestandteile, die Erde, das ist der Körper. Und wenn wir da den Odem des Lebens, also den Geist hinzugeben, dann kommt dabei raus die lebendige Seele oder der Mensch. Das ist die Zutaten, die verwendet werden. Und das hebräische Wort, was hier für Seele verwendet wurde, ist das Wort Nefesh. Und das Wort Nefesh wird in vielen, vielen anderen Stellen übersetzt mit Mensch oder Person. Das heißt, die Zutaten Körper plus Geist ergibt den Menschen, ergibt die lebendige Seele. Das heißt nicht, dass der Mensch nochmal eine extra Seele hat, sondern dass der biblische Begriff Seele den Menschen bezeichnet.

[5:17] Wir kennen das aus dem deutschen Sprachgebrauch, dass wir sagen, das ist ein 300-Seelen-Ort. Oder hier wohnt keine Menschenseele. Das bedeutet nicht, dass hier Geister rumschwirren oder keine Geister rumschwirren, sondern es bedeutet, der Ort hat wenige Einwohner oder gar keine Einwohner. Also wir finden das durchaus auch in unserem normalen Sprachgebrauch.

[5:40] Und jetzt sollten wir uns die Frage stellen, dieser Geist, dieser Odem des Lebens, mit dem müssen wir uns jetzt näher beschäftigen. Und die erste Fragestellung, die wir hier haben, ist, wem gehört der Odem des Lebens? Und dazu schlagen wir einfach auf Hiob Kapitel 32 und dann den Vers 8. Hiob Kapitel 32, Vers 8. Und dann gehen wir ein Kapitel weiter, in Hiob Kapitel 33, den Vers 4.

[6:14] Wir sehen hier ganz deutlich, dass der Odem Gott gehört. Das heißt, dieser Geist, den Gott gibt, diese Lebensenergie, die gehört Gott. Und er ist es, der uns Weisheit gibt und der uns am Leben erhält. Das heißt, wenn Gott diesen Geist entzieht, haben wir kein Leben aus uns selbst und wir müssen sterben. Und dieser Geist ist nicht, was unser Wesen ausmacht, sondern es ist erstmal nur die Lebensenergie. Aber dazu später nochmal mehr.

[6:55] Wir müssen uns anschauen, wann der Tod überhaupt unsere Welt befallen hat. Wann kam der Tod überhaupt hier auf diese Welt? Und dazu lasst uns aufschlagen Römer Kapitel 5, den Vers 12. Römer Kapitel 5 und dann den Vers 12. Darum, gleich wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so der Tod zu allen Menschen gelangt ist, weil sie alle gesündigt haben.

[7:29] Wir sehen hier ganz deutlich, dass es den Tod vorher nicht gegeben hat. Gott hat den Menschen geschaffen für das ewige Leben. Tod war in diesem Plan A überhaupt nicht enthalten. Aber der Mensch, dadurch, dass er gesündigt hat, dadurch, dass er dem Wort Gottes nicht gehorcht hat, hat sich selbst von der Quelle des Lebens getrennt. Und dann hat Gott gesagt, jetzt ist auch nicht vom Baum des Lebens, damit die Sünde nicht verewigt wird. Aber wir sehen hier ganz deutlich, dass durch die Sünde der Tod in diese Welt gekommen ist. Und dass das eine wichtige Rolle spielt, auch in dem Erlösungsplan.

[8:16] Und die Frage, die jetzt essentiell ist für uns alle, ist, was geschieht beim Tod? Das heißt, wenn diese zwei Komponenten des Lebens wieder getrennt werden. Und das ist sehr, sehr spannend. Hiob gibt hierauf eine Antwort in Hiob Kapitel 34, die Verse 14 und 15. Hiob Kapitel 34, die Verse 14 und 15. Wenn er nur noch auf sich selbst achtete und seinen Geist und Odem wieder zurücknähme, so würde alles Fleisch miteinander vergehen und der Mensch zum Staub zurückkehren.

[8:58] Und lasst uns noch Prediger aufschlagen. Prediger Kapitel 12, der Vers 7. Und der Staub wieder zur Erde zurückkehrt, wie er gewesen ist. Und der Geist zurückkehrt zu Gott, der ihn gegeben hat. Das heißt, hier in Hiob und im Prediger sehen wir, was das Verständnis der Menschen vom Tod war. Und es ist ganz logisch. Gott hat am Anfang etwas erklärt in Genesis oder 1. Mose Kapitel 2, Vers 7, wo er gesagt hat, die Bestandteile des Lebens sind Körper plus Geist und das ergibt die lebendige Seele. Und nachdem Gott einmal etwas erklärt hat, muss er es nicht noch mal und noch mal und noch mal erklären, sondern es ist gesetzt.

[9:40] Und hier baut Hiob und Salomo auf dieser Lehre auf und sagt, ich muss wieder zu Staub werden, wenn der Geist des Lebens wieder zu Gott zurückkehrt. Das heißt, diese Lebensenergie geht wieder zu Gott zurück. Ich habe darüber keine Verfügniskraft. Und auch hier habe ich mir wieder mit einer Gleichung abgeholfen. Und zwar, wenn die lebendige Seele, also die Verbindung aus Körper und Geist, dort der Geist weggenommen wird oder der Odem des Lebens, dann entsteht daraus der Tod oder nur der Staub, der übrig bleibt. Das ist die Formel, dass wir verstehen müssen, was der Tod überhaupt ist, biblisch gesehen.

[10:31] Und in dieser Herangehensweise ist es tatsächlich sehr sehr nah an der Vorstellung des Todes von Atheisten, dass man sagt, wenn die Lebenskraft einmal weg ist, was immer das auch ist, die Bibel nennt es jetzt einfach Geist, dann ist der Mensch tot und dann ist erstmal gar nichts mehr. Und das unterstreicht die Bibel noch an anderen Stellen. Und zwar schauen wir einmal, was aufhört zu existieren oder zu sein, wenn der Tod eintrifft. Und dazu gehen wir wieder in den Prediger und später dann noch in die Psalmen. Zuerst in Prediger, Kapitel 9, die Verse 5 und 6. Prediger, Kapitel 9, die Versen 5 und 6. Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben müssen, aber die Toten wissen gar nichts. Und es wird ihnen auch keine Belohnung mehr zuteil, denn man denkt nicht mehr an sie. Ihre Liebe und ihr Hass, wie auch ihr Eifer, sind längst vergangen und sie haben auf ewig keinen Anteil mehr an allem, was unter der Sonne geschieht.

[11:42] Und jetzt lesen wir noch Prediger, Kapitel 9, Vers 10. Prediger, Kapitel 9, Vers 10. Alles, was deine Hand zu tun vorfindet, das tue mit deiner ganzen Kraft, denn im Totenreich, in das du gehst, wird es kein Wirken mehr und kein Plan, keine Wissenschaft und keine Weisheit mehr geben.

[12:06] Und hier in den Psalmen stößt das genau ins selbe Horn. Psalm 6, Verse 5 und 6. Psalm 6, Vers 5 und 6. Kehre doch wieder zurück, Herr, rette meine Seele, hilf mir um deiner Gnade willen, denn im Tod gedenkt man nicht an dich. Wer wird dir im Totenreich Lob singen? Und auch der Psalm 13, Vers 4 sagt das. Schau her und erhöre mich, oh Herr, mein Gott, erleuchte meine Augen, dass ich nicht in den Todesschlaf versinke. Und Psalm 115, Vers 17 sagt, die Toten rühmen den Herrn nicht, keiner, der zum Schweigen hinabfährt.

[12:40] Hier in den Predigern und in den Psalmen sehen wir, was wahrscheinlich David und Salomo ausdrücken wollten, mit was der Zustand der Toten ist. Nämlich, dass die Toten nichts wissen, dass die Toten Gott nicht preisen, dass kein Eifer, kein Hass, keine Freude mehr sein wird. Und kein Denken und keine Wissenschaft. Das heißt, der Mensch ist in einer Art Schlafzustand, in einem Zustand ohne Bewusstsein. Das ist das, was der Tod laut der Bibel, laut den Stellen des Alten Testaments hier ist.

[13:26] Und wir müssen uns natürlich die Frage stellen, hat sich das denn geändert durch Jesus Christus? Dass durch Jesus Christus dann, wenn man stirbt, sofort der Geist weitergeht und mit Gott zusammen ist. Das denken einige, aber wir müssen genau aufpassen, was die Bibel sagt, weil sonst würde es sich gewissermaßen widersprechen, es sei denn, Jesus hätte das ganz deutlich gesagt. Wir müssen also schauen, worauf diese schlafenden Toten warten. Und das finden wir im Neuen Testament eine spannende Antwort. In 1. Korinther Kapitel 15, die Verse 51 bis 54. 1. Korinther Kapitel 15, die Verse 51 bis 54. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis. Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden. Plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erschallen und die Toten werden auferweckt werden, unverweslich. Und wir werden verwandelt werden, denn dieses Verwesliche muss das Unverwesliche anziehen und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anzieht und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht, der Tod ist verschlungen im Sieg.

[15:01] Wir sehen hier wieder einen typischen Ausspruch von Paulus, wie er besser nicht sein könnte, dass er Sachen verkompliziert, die eigentlich sehr einfach sind. Er sagt, was ist mit den Entschlafenen? Worauf warten sie? Und er sagt, zur Zeit der letzten Posaune. Die letzte Posaune ist das, was wir in der Wiederkunft gehört haben. Das ist der Zeitpunkt, wenn Jesus wiederkommt. Das heißt, in diesem Zeitpunkt der letzten Posaune wird es so sein, dass die Entschlafenen auferstehen und Gott entgegengehoben werden, so wie wir es letzte Stunde gemeinsam studiert haben. Und Paulus sagt hier, erst dann wird der Tod verschlungen sein in dem Sieg.

[15:48] Und jetzt ist es so, dass viele, viele Christen glauben, dass die Verstorbenen ihre Lieben jetzt schon im Himmel sind. Und da müssen wir uns jetzt die Frage stellen, wie kann das sein? Wenn dieser Verstorbene jetzt im Himmel ist und Jesus wiederkommt, dann macht es quasi Wusch. Der Tote kommt von innen, also der für uns Verstorbene, saust wieder auf die Erde hinab in seinen neuen Körper, steht auf und wird Christus entgegengehoben. Das ist eine Sache, die die Bibel an keiner einzigen Stelle sagt, dass das so passieren würde.

[16:39] Wir sehen hier, dass die Wiederkunft, die wir letztes Mal studiert haben, wirklich so stattfinden wird, was auch in Konkurrenz ist mit dem Zustand der Toten. Es gibt viele, viele Glaubensrichtungen, die sagen an dieser Stelle, die Toten, die sind schon im Himmel oder sind im Wegefeuer oder sind vielleicht in der Hölle. Aber wir sehen, das kann nicht sein. Das ist nicht gemäß der biblischen Offenbarung, die uns hier gegeben worden ist.

[17:12] Und es wurde mir auch schon öfter die Frage gestellt, aber Petrus hat doch bekommen die Schlüssel, um aufzuschließen und zuzuschließen. Das heißt, die Kirche, auf die Petrus ja gebaut wurde und die Nachfolger, können doch durch besondere Einsichten da Genaueres uns sagen. Und da finden wir in der Offenbarung wieder was sehr, sehr Spannendes. Offenbarung Kapitel 1, die Verse 17 und 18. Offenbarung Kapitel 1, die Verse 17 und 18. Und als ich ihn sah, fiel ich zu meinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir, fürchte dich nicht. Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende. Und ich war tot und siehe, ich lebe von Ewigkeit in Ewigkeit. Amen.

[18:05] Hier spricht die Stelle von Jesus Christus und wir lesen weiter. Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes. Wir sehen hier, Jesus Christus hat diese Schlüssel. Jesus hat die Schlüssel zum Totenreich und zum Todes. Hier ist im Griechischen das Wort Hades beschrieben, welches auf Deutsch Grab heißt. Das heißt, Jesus Christus ist gestorben und ist wiederauferstanden. Er hat die Autorität, vom Tod ins Leben zu gehen.

[18:48] Und diese Schlüssel sprechen immer von einer Autorität. Woran können wir das sehen? Wenn ich einen Schlüssel habe, dann kann ich eine Tür schließen und öffnen. Ich kann hindurch gehen, wie ich möchte. Wenn ich nicht möchte, dass jemand anderes hindurch geht, schließe ich ab. Und wenn ich möchte, dass andere hindurch gehen können, dann schließe ich auf. Das heißt, hier sagt uns die Bibel auf eine sehr, sehr feine Art und Weise, Jesus hat diesen Schlüssel. Er hat die Autorität und er wird die Gräber öffnen, wenn er wiederkommt.

[19:26] Das ist der Zeitpunkt, auf den wir alle warten. Das ist der Zeitpunkt, auf den die Christenheit seit Jahrhunderten wartet. Und tatsächlich ist es so, dass die Vorstellung von dem Fegefeuer und ähnliches, das sind heidnische Ansichten, die im Laufe der Jahrhunderte in das Christentum eingesickert sind und was durch Tradition sich aufrechterhalten hat.

[19:52] Ein tolles Beispiel hierfür sind die sogenannten Putten. Putten sind ja diese Babyengel, die gerne mal dargestellt werden. Ursprünglich kommt diese Idee aus dem alten Babylon. Im Babylon gab es sogenannte Tempelhuren. Das heißt, innerhalb des Gottesdienstes gab es einen Teil, der ein sexueller Akt war. Das heißt, auch Männer, die hingehen konnten, um ihre Gottheiten anzubeten, konnten mit einer dieser Tempelprostituierten einen Akt vollführen und haben damit diesem Gott Wohlgefallen gemacht. Und aus diesen Verbindungen sind natürlich Kinder und Babys entstanden, die oftmals früh gestorben sind oder auch geopfert wurden. Und natürlich ist es so, dass das Mutterherz an diesen Kindern hing und man sich gefragt hat, was ist mit diesen Kindern, die jetzt geopfert sind oder gestorben sind. Und daher kam die Idee, die werden jetzt zu Engeln im Himmel sein. Und da wurden dann diese Babys mit Flügeln dargestellt und das hat sich so hindurch gerettet durch die Zeitalter und das kennen wir heute als Putten. Es bezieht sich aber auf das alte Bild eines Nachlebens direkt nach diesem Leben, was eigentlich ein heidnischer, sogar ein babylonischer Brauch ist.

[21:18] Lasst uns ein paar Verheißungen anschauen, die Jesus uns gegeben hat. Nämlich, was verspricht Jesus denen, die an ihn glauben? Und dazu gehen wir zuerst in Johannes, in das Johannes-Evangelium, Kapitel 11, und da die Verse 1 bis 4. Johannes, Kapitel 11, die Verse 1 bis 4. Es war aber auch einer krank. Lazarus von Bethanien aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha. Nämlich der Maria, die dem Herrn gesalbt und seine Füße mit ihren Haaren getrocknet hat. Deren Bruder Lazarus war krank.

[22:02] Wir kennen diese Geschichte. Wir kennen die Geschichte, dass Lazarus, ein guter Freund von Jesus. Und Jesus war nicht nur ein guter Freund von Lazarus, sondern von der ganzen Familie. Seine Schwester Maria war Gott so dankbar, dass er ihre Schuld vergeben hat, dass sie ihn gesalbt hat mit kostbaren Salböl und dass sie seine Füße getrocknet hat mit ihren Tränen und dann mit ihren Haaren abgetrocknet hat. Und dieser Lazarus war schwer krank.

[22:36] Lasst uns lesen, wie die Geschichte weiter ging in den Versen 11 bis 14. Und dies sprach er und danach sagte er zu ihnen, unser Freund Lazarus ist eingeschlafen, aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken. Da sprachen seine Jünger wahrscheinlich voller Freude. Herr, wenn er eingeschlafen ist, so wird er gesund werden. Jesus hat hier an dieser Stelle etwas Besonderes gemeint. Er sagte, unser Freund Lazarus ist eingeschlafen. Und die Jünger dachten, okay, er ist eingeschlafen, dann geht es ihm bestimmt bald wieder besser. Aber das ist nicht das, was Jesus gemeint hat.

[23:15] Lasst uns den Text weiterlesen. Jesus aber hatte von seinem Tod geredet. Sie dagegen meinte, er rede vom natürlichen Schlaf. Daraufhin nun sagte es in Jesus frei heraus, Lazarus ist gestorben. Und jetzt die Verse 21 und 26. Da sprach Martha zu Jesus, Herr, wenn du hier gewesen wärst, mein Bruder wäre nicht gestorben. Doch auch jetzt weiß ich, was immer du von Gott erbitten wirst, das wird Gott dir geben. Jesus spricht zu ihr, dein Bruder wird auferstehen, Martha. Martha spricht zu ihm, ich weiß, dass er auferstehen wird. In der Auferstehung am letzten Tag. Jesus spricht zu ihr, ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?

[24:16] Wir sehen hier in dieser Geschichte ganz deutlich, was Jesus wirklich aussagen möchte. Wir sehen nicht nur, dass Jesus gesagt hat, Lazarus ist eingeschlafen. Wenn der Tod nicht so etwas wäre wie ein Schlaf, hätte Jesus an dieser Stelle gelogen, beziehungsweise die Unwahrheit gesagt. Und damit wäre der ganze Erlösungsplan, der ganze Plan, dass er sündlos sein musste, hinfällig gewesen. Das ist jetzt eine sprachliche Spitzfindigkeit, aber wir können das auch weiter im Text sehen, dass seine Jünger dachten, wenn er geschlafen hat, dann ist ja alles in Ordnung. Und Jesus hat gesehen, sie verstehen nicht den Schlaf, den ich gemeint habe. Deshalb sagt er, er ist gestorben.

[24:59] Und auch zu Martha hat er dann später gesagt, glaubst du, dass er auferstehen wird? Und Martha wusste ganz genau, ich glaube doch an die Wiederauferstehung am letzten Tag. Das heißt, wenn du wiederkommen wirst, in all deiner Herrlichkeit, dann werden die Toten auferstehen. Nicht vorher. Aber Jesus hatte etwas Besonderes für seinen Freund Lazarus, dass er ihn schon vorher wiedererweckte.

[25:33] Die evangelische Theologie spricht hier von Wiedererweckung und Wiederauferstehung. Dass die Wiederauferstehung mit dem unverweslichen Körper ist und die Wiedererweckung immer noch mit einem verweslichen Körper. Also wir sehen, dass Lazarus hier immer noch einen verweslichen Körper hatte und auch wieder sterben musste im Laufe der Zeit. Aber dass Jesus schon da die Autorität hatte, Tote wieder auferstehen zu lassen. Und er hat in Vers 25 die köstliche Verheißung gegeben, ich bin die Auferstehung und das Leben. Und jeder, der an mich glaubt, muss nicht sterben.

[26:04] Jesus hat den Tod erlitten, damit wir frei von der Angst vom Tod sein können. Wir müssen uns nicht die Frage stellen, was wird nach dem Tod passieren? Der Tod ist wie ein schlafähnlicher Zustand. Das heißt, wie wenn ich abends müde ins Bett gehe und vorausgesetzt ich habe keinen Traum und am nächsten Morgen wieder aufwache, ist das für mich eine Zeitspanne gleich null. Ich bin ins Bett gegangen, ich bin wieder aufgestanden und zwischendurch hatte ich kein Bewusstsein.

[26:48] Und ähnlich ist der Zustand der Toten laut der Bibel. Das heißt, an meinem Lebensabend, wenn ich mich zur Ruhe lege, werde ich in einen Zustand keines Bewusstseins kommen. Und dann, wenn ich wieder aufwache, werde ich sehen, wie Jesus Christus in den Wolken kommt und mir einen neuen Körper schenkt und mich ihm entgegen hebt.

[27:14] Ich möchte hier ein Zitat von Dr. Martin Luther machen. Martin Luther hat auch an den Seelenschlaf geglaubt. Das sehen wir in seinen Tischgesprächen und in seinen frühen theologischen Werken. Und er sagt, wenn denn einst mein Herr, Jesus Christus, in den Wolken erscheint, würde sagen, Dr. Martin, erhebe er sich, mein guter und treuer Knecht.

[27:48] Und diese Verheißung möchte ich gerne annehmen. Deshalb muss ich mir keine Sorgen machen, wenn man mir mein Leben nehmen möchte, weil ich weiß, dass mein ewiges Leben geborgen ist in Jesus Christus, dem ich vertraue und für das ich wirklich lebe. Das ist keine leere Floskel für mich und für dich muss es auch keine leere Floskel bleiben.

[28:10] Ich möchte mit dir gerne zum Abschluss Hiob Kapitel 19, die Verse 25 und 26 lesen. Hiob Kapitel 19, die Verse 25 und 26. Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und zuletzt wird er sich über den Staub erheben. Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, dann werde ich von meinem fleischlos Gott schauen. Ja, ich selbst werde ihn schauen und meine Augen werden ihn sehen, ohne ihm fremd zu sein. Danach sehnt sich mein Herz in mir.

[28:58] Dies ist die Verheißung, die schon Hiob hatte. Wir wissen, dass Hiob nach der Sintflut und vor Abraham spielte. Er wusste, dass dieser Erlöser kommen wird. Er hatte den festen Glauben daran und einige tausend Jahre später kam dieser Erlöser. Hiobs Hoffnung war nicht umsonst. Er hatte die Zusicherung, auferweckt zu werden. Ich habe die Zusicherung, auferweckt zu werden. Und auch ihr zu Hause dürft diese Zusicherung haben. Die Bibel nennt das Heilsgewissheit.

[29:29] Und wenn wir gemäß unseres Wissenstandes Gott nachfolgen, wenn wir ihn wirklich an Stelle Nummer Eins in unseren Leben setzen, dann haben wir dieses kostbare Versprechen, dass er, der der Sieger über den Tod ist, auch dich zum Sieger über den Tod macht. Und wir müssen uns eines immer in Erinnerung rufen, wir werden eine Ewigkeit mit Jesus zusammenleben. Das heißt, wir sollten so verändert werden, dass wir es mit ihm aushalten. Weil sonst wäre diese Ewigkeit für uns nichts Schönes.

[30:07] Und diese Veränderung in unserem Herzen kann Gott bewerkstelligen. Wenn also du merkst, dass dein Leben noch nicht vollständig Christus übergeben ist, dass in deiner Alltagsgestaltung, in deinen Entscheidungen, die du triffst, sehr viel Eigennutz drin ist und sehr viel Angst ist, was soll aus mir nur werden? Vertraue auf Gott. Er hat noch nie jemanden hängen lassen, der wirklich mit ganzem Eifer ihm nachfolgt.

[30:48] Ich lade euch ein, wenn es euer Begehren ist, von Gott verändert zu werden und auch ihm entgegengehobten zu werden. Das heißt, stehe auf, mein guter und treuer Knecht. Wenn du heute diese Entscheidung zum Leben treffen möchtest, bitte ich dich, da wo du bist, aufzustehen und mit mir gemeinsam zu beten. Jetzt ist die Zeit. Gewinne diesen Kampf und lasse den Sieg schenken.

[31:14] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass du uns Klarheit und Verständnis gegeben hast über den Zustand der Toten. Wohin wir gehen, was mit unserer Lebensenergie passiert und wie unser Bewusstsein sein wird im Tod. Großer Gott, ich bitte dich so sehr, hilf uns, unser Leben dir wirklich in die Hand zu geben, dass wir keine Angst haben brauchen, sondern dass wir die Zusicherung annehmen dürfen, Heiland, dass wir das Vertrauen zu dir gewinnen, dass wir sehen, du möchtest unser Freund sein, du möchtest uns aus diesem Gefängnis befreien. Großer Gott, bitte hilf uns. So danken wir dir und bitten das im kostbaren Namen von Jesus Christus. Amen.

[32:07] Liebe Zuschauer, liebe Freunde, wir sehen uns nächste Woche wieder zu dem nächsten spannenden Thema, nämlich was wird nach der Wiederkunft kommen und das wird das Thema sein, das Millennium, die tausend Jahre, die stattfinden werden nach Jesu Wiederkunft und wir werden auch hier wieder spannende Dinge herausfinden, die sich nicht immer mit dem, was man allgemein glaubt, was das Millennium ist, decken, aber dass wir wirklich biblische Beweise über und über finden können, wie es sich damit verhält. Ihnen und euch eine schöne Zeit.


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