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In dieser Predigt spricht Daniel Pel über die Bedeutung der Abhängigkeit von Gott und wie Herausforderungen uns stärken können. Er teilt persönliche Geschichten von seinen Erfahrungen im Dienst, die zeigen, wie Gott auch in schwierigen Situationen wirkt und uns formt. Die Botschaft ermutigt dazu, Gott die Kontrolle über unser Leben zu überlassen und auf seine Pläne zu vertrauen, um sein Bild in uns widerzuspiegeln.

In dieser Predigt spricht Daniel Pel über die Bedeutung der Abhängigkeit von Gott und wie Herausforderungen uns stärken können. Er teilt persönliche Geschichten von seinen Erfahrungen im Dienst, die zeigen, wie Gott auch in schwierigen Situationen wirkt und uns in sein Bild formt. Die Botschaft ermutigt dazu, Gott die Kontrolle über unser Leben zu überlassen und auf seine Pläne zu vertrauen, denn das wahre Leben und die größte Freude finden sich im Dienst für ihn.


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Serie: Gefangen im Kreuzfeuer - der Große Kampf und Du!

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Transkript

[0:31] Ich hoffe, ihr seid nicht zu müde. Wir hatten bereits einige tiefe Bibelstunden. Unsere letzte gemeinsame Zeit hier wird ein bisschen anders sein. Ich werde euch einige Geschichten erzählen, wie Gott geführt hat. Ich hoffe, dass diese Erfahrungen euch helfen, eurem Erlöser noch deutlicher und klarer zu folgen.

[1:04] Lass uns mit einem Wort des Gebets beginnen und dann fangen wir an. Lieber Vater, wir danken dir so sehr, dass du den ganzen Sabbat mit uns gewesen bist. Und wir sind jetzt in eine neue Woche hineingestartet. Und wir danken dir, dass wir diese Gewissheit haben, dass du an unserer Seite bist. Und wir bitten dich noch einmal, dass du bei uns bist, während wir jetzt dein Wort suchen und die Prinzipien deines Wortes. Und dass du uns mit deiner Präsenz umgibst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:50] Wenn ihr 1. Mose 1 aufschlagt, dann ist das Erste, was wir über die Bibel erzählen, über die Menschheit. Und das erste, was wir über die Menschheit erzählen, ist, dass wir die Menschheit erzählen. Dann ist das Erste, was wir über die Bibel erzählen, in 1. Mose 1. Was lernen wir dort über Mann und Frau? In Vers 26. Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht. Denn Gott schuf den Menschen in seinem Bild, dem Bild Gottes schuf er sie, Mann und Frau.

[3:09] Während dieses Wochenende haben wir über dieses Thema gesprochen, dieses Thema der großen Kontroverse, wir sind in einem Kreuzfeuer gefangen. Gestern Abend, Freitagabend, haben wir über das Königreich Gottes gesprochen, das in diesem Königreich, in dem wir leben, auf dieser Welt hervorbrechen will. Und Gott möchte dich gebrauchen, damit die Prinzipien seines Königreiches in dieser Welt sichtbar werden, in diesem großen Kampf. Heute Morgen hatten wir den Titel "Immun gegen das Evangelium" und wie einfach es ist, für uns die Sensibilität zu verlieren und die Beziehung zu Gott in unserer Erfahrung.

[4:11] In dieser großen Kontroverse werden wir in verschiedene Richtungen gezogen. Und wir haben heute Morgen über die Gaben, die Gott uns geben will, die wir in Offenbarung 3 finden, um seine Menschen zu ermutigen und zu stärken, gesprochen. Und wir haben heute Morgen auch die Gaben betrachtet, die Gott seinem Volk geben möchte, damit sie wieder Feuer und Flamme fühlen sind und gestärkt werden. Heute Nachmittag haben wir die Rolle des Gesetzes Gottes gesprochen, was das im großen Kampf zu tun hat. Und wie das Gesetz Gottes eine Offenbarung seines Charakters ist, der in unserem Leben sich widerspiegeln soll.

[5:03] Und in diesem großen Kampf haben wir die Wahl, ob wir unserem eigenen Weg folgen, der letztendlich der Pfad des großen Rebellen Luzifers ist, oder wir folgen unserem Erlöser und Schöpfer, Jesus Christus, und wir es ihm erlauben, dass er sein Leben in uns lebt. Und ich hoffe, ihr konntet so einen roten Faden erkennen, wenn ihr das Thema des großen Kampfes angeschaut habt. Und wenn ihr die Online-Zuschauer nicht gesehen habt, dann werdet ihr sie bald auf der Internetseite finden können.

[6:01] Es ist interessant, dass in 1. Mose 1 es heißt, dass der Mensch im Bilde Gottes geschaffen wurde. Und wir haben heute Morgen schon darüber gesprochen, von diesem Bild, dass Gott ein Töpfer ist, der diesen Ton nimmt und uns formt und gestaltet. Schaut gemeinsam in 1. Mose 2, Vers 7. Hier sehen wir, wie Gott das erste menschliche Wesen, Adam, geschaffen hat. Es heißt: Da bildete Gott der Herr den Menschen aus Staub von der Erde und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.

[6:52] Wenn ihr jemals gezweifelt habt, ob Gott euch nahe ist, dann geht nochmal zurück und lest den Schöpfungsbericht. Wir beten keinen Gott an, der in weiter Ferne ist. Ist es nicht wunderbar, dass Gott alles in die Existenz durch sein Wort ruft? Aber wenn es zum Menschen kam, war es nicht einfach nur genug zu reden. Und man bekommt dieses Bild, wie er niederkniet und diesen Menschen aus dem Lehm, aus dem Staub, aus der Erde formt, und wenn Gott seinen Atem atmet und Adam seine Augen zum ersten Mal geöffnet hat, dann war das Erste, was er sah, das Angesicht Gottes. Das ist so ein wundervoller Anfang für diese Geschichte.

[8:02] Aber es ist traurig, dass dieses Bild, das Gott auf seine Menschen geprägt hat, verloren gegangen ist durch die Sünde. Aber Gottes Plan ist deswegen nicht verloren. Wenn wir die ganze Geschichte durchgehen, dann stellen wir fest, dass es immer noch sein Plan ist, uns neu zu formen und wiederherzustellen.

[8:27] Ich möchte euch noch ein paar Worte sagen. Ich möchte euch den ersten Buch des Neuen Testaments, den Buch von Matthäus, und dann geht es in das Kapitel 22. Hier gibt es ein faszinierendes Aufeinandertreffen zwischen Jesus und einigen Menschen, die durch die Pharisäer geliefert wurden. Dieser Bericht offenbart wirklich die Absicht, die Gott für dich und für mich hat.

[9:12] Lassen Sie es in Vers 15 betrachten. Da gingen die Pharisäer und hielten Rat, wie sie ihn in der Rede fangen könnten. Hier sitzen sie also um den Tisch herum und diskutieren und planen und arrangieren, wie sie jetzt Jesus fangen können in seiner Rede. Wie können wir ihn in eine Ecke drücken, sodass er sich nicht mehr herausreden kann? Wie können wir sicherstellen, dass er vor den Menschen diskreditiert wird? Sie diskutieren darüber, wie sie das am besten anstellen können.

[9:59] Und dann kommen sie mit einem Plan. Seht euch Vers 16 an. Sie sandten ihre Jünger, sie gingen nicht selbst, samt den Herodianern zu ihm, die sprachen: Sie wissen, dass ihr wahr seid und die Art Gottes in der Wahrheit lehrt, und ihr kümmert euch nicht um jemanden, denn ihr beachtet nicht die Person der Menschen. Hier ist ein Wort von Schmeichelei. Und dann kommt die Frage. Hier ist das Thema, mit dem sie ihn in die Ecke drücken wollen.

[10:39] Vers 17. Darum sage uns, was meinst du? Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben oder nicht? Und jetzt sind sie sicher, diesmal haben wir ihn gefangen. Denn was immer er antwortet, wir haben ihn. Wenn er sagt, ja, es ist in Ordnung, dann diskreditieren wir ihn vor den Juden, denn sie waren ja, wie ihr wisst, unter der Herrschaft der Römer, die sie gar nicht gemocht haben. Nein. Also wenn er nein sagt, dann werden sie ihn vor den Römern diskreditieren. Das ist gut, wenn man zu zweit arbeitet, sagt schon die Bibel.

[11:41] Also die Frage ist, was wird Jesus jetzt antworten? Und manche Leute wünschen sich, dass Jesus auf eine andere Art und Weise geantwortet hätte. Aber ich kann euch sagen, die Art und Weise, wie er geantwortet hat, ist absolut phänomenal. Vers 18.

[12:07] Also erst einmal erkannte er ihre Bosheit, er hat sofort verstanden, was sie vorhatten. Und er sagt: Warum versuchst du mich, ihr Heuchler? Vers 19. Zeigt mir die Steuermünze. Da reichten sie ihm eine römische Münze. Nur, dass wir das Bild vor uns haben. Da steht so eine Gruppe von Menschen um ihn herum. Und obwohl Jesus wusste, dass sie versuchen, ihn zu fangen, war er trotzdem sehr interessiert an ihrer Erlösung.

[12:51] Und was er jetzt tut, ist so unglaublich, es haut mich total um. Er nimmt diese Münze und schaut, was er sagt. Und er sagt zu ihnen: Wessen ist dieses Bild und die Aufschrift? Und du kannst dir vorstellen, wie er diese Münze da hat. Und da ist das Bild von Cäsar direkt drauf. Denn ihr wisst ja, die römische Regierung hatte das ganze Reich unter sich. Wir haben keine Könige hier. Wir sind eine Demokratie. Wir sind nicht wie Norwegen. In Norwegen haben sie noch Könige. Und hier, wer hat den Euro? Ja, wir haben einige Länder. Es funktioniert mit anderen Ländern.

[13:55] Und dann fragt er die Frage: Wessen Bild ist das? Sie antworten ganz korrekt. Sie antworten ihm: Des Kaisers. Und da spricht er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist. Und dann fügt er hinzu: Und Gott, was Gottes ist.

[14:27] Also wenn da der Kopf vom Kaiser drauf ist, dann muss es auch dem Kaiser wieder gegeben werden. Also Jesus war nicht gegen das Steuerzahlen. Aber er bringt eine viel tiefere und wichtige Lektion zutage. Denn er fragt die Frage: Wessen Bild und Aufschrift findet ihr hier? Und er sagt: Gebt dem Kaiser das, wo der Kaiser mit Bild drauf ist. Und dann antwortet, und dann fügt er hinzu: Gebt Gott das, was Gottes ist.

[15:11] Und dann antwortet, und dann fügt er hinzu: Also obwohl es nicht explizit da steht, ist es impliziert, dass wir Gott das geben, wo sein Bild drauf ist. Frage: Wer hat das Bild von Gott? Du. Und ich. Amen.

[15:31] Gemäß 1. Mose 1 warst du im Bilde Gottes gemacht. Was sagt Jesus also hier? Das, was das Bild vom Kaiser hat, gehört dem Kaiser. Und was das Bild von Gott hat, gehört Gott.

[15:51] Da gibt es eine Frage, die förmlich danach drängt, gefragt zu werden, und sie wird nicht gefragt. Denn die Frage hätte sein müssen: Was gehört an Gott? Und ich bin mir sicher, Jesus hätte geantwortet: Das, wo das Bild und die Aufschrift Gottes drauf ist. Aber stattdessen heißt es in Vers 22: Als sie das hörten, verwunderten sie sich, und sie ließen ab von ihm und gingen davon.

[16:23] Seht ihr, in dieser Begegnung, da möchte Jesus uns sagen: Du und ich, wir gehören zu Gott. Denn du und ich, wir haben sein Bild. Ja, dieses Bild ist getrübt worden durch die Sünde, aber es hat seinen Wert nicht verloren.

[16:47] Ich nehme die Illustrationen aus Norwegen, um hier kein Problem zu bekommen. Wenn ich jetzt die norwegischen Münzen nehme, und das ist total abgenutzt und dreckig und schmutzig, wenn ich in einen Laden gehe, und ich habe diese dreckige Münze und eine ganz neue glänzende Münze, ist das der selbe Wert. Und ich nehme ein Produkt, tue es dann auf das Band, ich kann die glänzende Münze nehmen und kann das Produkt mitnehmen, und ich kann aber auch die schmutzige nehmen und trotzdem das Produkt mitnehmen.

[17:41] Du und ich, wir haben unseren Wert in den Augen Gottes nicht verloren. Aber natürlich, da muss etwas getan werden. Er möchte uns nehmen und uns neu polieren, sodass wir wieder ganz glänzend werden. Aber denke niemals, dass du an Wert verloren hast. Allein die Tatsache, dass Gott seinen Sohn gesandt hat, damit er für uns stirbt, zeigt, dass wir auch von unendlichem Wert für ihn sind.

[18:23] Aber in diesem großen Kampf gibt es diese Wahlmöglichkeit, ob wir uns dem Kaiser geben, also den Dingen dieser Welt, oder ob wir uns Gott geben. Und was so traurig ist, dass wir, die wir das Bild Gottes auf uns haben, uns so oft dem Kaiser, den Dingen dieser Welt geben. Aber es gibt einen anderen Weg. Aber es gibt dieses Bild, das Gott in uns formen möchte, das Bild von ihm selbst.

[19:09] Wisst ihr, wenn ihr im Glauben vorangeht, und wenn du dich selbst Gott gibst, das ist nicht unbedingt ein leichter Weg, aber es ist ein Pfad, der letztendlich Freude und Befriedigung gibt. Eines der Schlüsselwörter oder Prinzipien, in meiner Erfahrung, ist Abhängigkeit. Abhängigkeit von Gott.

[19:51] Wenn du im Glauben vorangehst, und du anfängst, für ihn zu arbeiten, und du es ihm erlaubst, durch dich andere zu erreichen, ist es nicht notwendigerweise das einfachste Leben, aber was es uns lehrt, ist, uns ganz auf ihn zu stützen, von ihm abhängig zu sein.

[20:19] Ich habe vor ungefähr 10 Jahren angefangen als Bibelarbeiter. Ich hatte diesen Traum, die Bibel mit Leuten zu studieren und sie zu sehen, die zu Gott kommen. Und ich dachte, es wäre viel einfacher, als es tatsächlich war. Und ich hatte die Möglichkeit, nachdem ich einen einjährigen Bibelschulkurs besucht hatte, die Möglichkeit, nach Amerika zu gehen, in die USA. Und ich hatte diesen amerikanischen Traum. In Europa ist Evangelisierung ziemlich schwierig, es ist sehr säkular, und es ist schwer, Bibelstundenkontakte zu bekommen. Jetzt werde ich einfach in den USA Bibelarbeit durchführen, das wird so einfach sein.

[21:22] Ich habe meine Sachen gepackt, bin hingegangen, und wir sind von Tür zu Tür gegangen, mit einem anderen jungen Mann von Haus zu Haus gegangen, und wir haben dort versucht, Menschen für Bibelstunden zu gewinnen. Und es hat nicht lange gedauert, bis mein amerikanischer Traum ziemlich zerplatzt ist. Und es war nicht so einfach, wie ich gedacht habe. Denn nicht jeder wollte die Bibel studieren, eigentlich nur sehr wenige. Und diejenigen, die gesagt haben, sie würden gerne die Bibel studieren, als ich dann zu ihnen kam, hatten sie doch was anderes zu tun.

[22:06] Nach einer Zeitperiode, die wirklich, also wirklich heftig war, um es mal vorsichtig auszudrücken, da habe ich an der einen Tür geklopft, und da hat die Frau gesagt: Ja, ich bin nicht interessiert. Aber dann war eine andere Frau, die hinter ihr so hervorkam, und sobald sie die Tür geklopft hatte, sagte die andere Frau: Ich würde gerne eine Bibel studieren. Und ich dachte: Ja, meine erste Bibelstudie. Und ich fragte sie: Wo lebst du? Denn sie war nur einen Besuch da. Und sie hat mir ihre Adresse aufgeschrieben, mir gegeben. Und es war ein bisschen seltsam, ich dachte, ich finde schon heraus, wo das ist.

[22:58] Ein paar Tage später habe ich es aufgeschaut und bin dort gefahren, und ich fand, dass es ein Mental-Rehab-Center war. Und ich bin dort angekommen und dachte: Oh, was werde ich hier bekommen? Nun, mal sehen. Aber auf dem Weg war ich wirklich in meinem Geist und habe diese Bibelstudie vorbereitet. Und ich war so begeistert, und ich war so begeistert, und ich bin durch das Thema immer wieder durchgegangen. Und ich habe gedacht, ich werde Daniel 2 machen. Und ihr kennt es ja, diese Statue, der Traum von Nebukadnezar mit den verschiedenen Königreichen, die zur Wiederkunft Jesu führen. Und ich gehe das immer noch mal durch, und ich denke, ich kann es in einem sehr einfach zu verstehenden Format darstellen. Und ich gehe das immer noch mal durch, um sicherzustellen, dass ich das wirklich leicht verständlich darstellen kann. Und ich gehe noch mal durch, dass ich all die Daten in meinem Kopf richtig habe, die verschiedenen Nationen, der Prophetie.

[24:14] Und ich komme dann dieser Reha-Klinik an. Und der Mann, der mich da eingeführt hat, hat gesagt: Bleib hier einfach sitzen im Raum, ich gehe und hole sie. Und dann ist sie gekommen, und sie haben uns in den Raum gesteckt, Tür zu geschlossen, da waren wir jetzt.

[24:42] Wenn man versucht, alles richtig zu machen, dann macht man natürlich alles falsch. Ich kann mich erinnern, als wir die Bibelschule hatten, hatten wir diese Unterrichtseinheiten in Evangelisierung. Und sie haben uns immer unterrichtet: Wenn ihr, bevor ihr eine Bibelschule anfangt, habt immer so ein bisschen Smalltalk, versucht, die Leute kennenzulernen. Und wir Studenten haben gefragt: Wie lange soll das sein? Dann sagten sie: Vielleicht so 10 Minuten. 40, 45 Minuten, und dann endest du mit deinem Gebet und mit dem Thema für das nächste Mal. Und ich dachte, ich werde jetzt alles richtig machen. Und ich fragte: Erzähl mir was über dich. Und sie hat es getan. Aber nicht nur 10 Minuten, sie hat wirklich ihr ganzes Leben mir offenbart. Und ich habe das alles aufgenommen, ich wusste gar nicht, wie ich das verarbeiten soll. Über ihre Kindheit, ihre Jugend, wie sie missbraucht worden ist in der Familie, wie sie ihre Familie verlassen hat und in so eine Gang gekommen ist, und wie sie vermeintlich die Liebe ihres Lebens gefunden hat, der sie dann aber auch wieder als Ehemann missbraucht hat. Sie hatte ein Kind, das Kind war nicht mehr mit ihr, sie wollte Selbstmord begehen, und war jetzt in dieser Reha-Klinik. Und wir sind jetzt schon lange über 10 Minuten.

[26:30] Und ich denke mir: Was soll ich denn jetzt sagen? Und ich denke mir: Meine Bibelstunde über Daniel 2 ist jetzt irgendwie nicht so angemessen. Ich habe keine Ahnung, wie ich jetzt von da zur Prophezeiung von Nebukadnezar komme. Und das ist meine erste Bibelstunde, was soll ich tun?

[27:00] Und ich bete und sage: Gott, was soll ich tun, gib mir ein paar Worte. Und in solchen Momenten, wenn Leute ihr ganzes Leben ausschütten, dann tendieren wir dazu, einfach so etwas zu sagen wie: Ja, ja, ich verstehe schon, wie es dir geht. Und ich bin fast dabei, dieses Wort zu sagen, ja, ich weiß, dann schlucke ich das zurück, weil ich mir bewusst bin, ich weiß ja gar nicht, wie es dir geht, ich kann das gar nicht verstehen. Und ich habe gebetet, ich habe gesagt: Gott, du musst mir irgendwas jetzt geben, ich weiß absolut nicht, was ich sagen soll.

[27:46] Und in diesem Moment der Abhängigkeit, da wurde die ganze Bibelstunde, die ich vorbereitet hatte, ganz anders. Und ich habe etwas ungefähr nach der Art gesagt. Ich habe gesagt: Ich weiß nicht, ich kann das nicht nachvollziehen, wie es dir geht, aber ich kenne jemanden, der das nachvollziehen kann. Gott hat seinen Sohn für dich gegeben, und obwohl es so scheint, dass niemand sich für dich sorgt und niemand dich liebt, er tut es. Und wenn du der Einzige wärst, er wäre immer noch bereit für dich zu sterben.

[28:34] Und diese Idee war so neu für sie, dass da jemand ist, der sie liebt, jemand, der sie geschaffen und erlöst hat. Und in solchen Momenten, in denen wir in Gottes Arbeit sind, sind wir so abhängig von ihm.

[28:56] Und als ich an diesem Tag nach Hause fuhr, dachte ich zu mir selbst: Gott, ich kann nicht alleine sein, du musst mir helfen. Du musst mich führen. Wir können tun, was in unserer Kraft liegt, aber wir brauchen Gott, der uns aufrechterhält und uns die richtigen Worte im richtigen Moment gibt. Das ist die Lektion der Abhängigkeit, die wir lernen, wenn wir im Werk Gottes arbeiten.

[29:36] Nicht nur hatte ich den amerikanischen Traum, ich hatte einen anderen Traum, und das war öffentliche Evangelisierung. Meine Frau und ich wurden verheiratet, ich empfehle das nicht, aber wir fuhren auf eine evangelistische Reise. Wir waren jung und ein bisschen verrückt. Und am nächsten Tag, als wir verheiratet wurden, fuhren wir auf die andere Seite Norwegens, wo wir unsere erste öffentliche Evangelistik-Serie machen wollen. Und wir haben tausende von Flyern verteilt. Das ist unsere allererste Evangelistik-Serie. Und das sind die Diskussionen, die wir hatten. Ich denke, wir werden so viele Leute haben, dass sie gar nicht alle in diesen gemieteten Raum passen werden. Weißt du, was wir machen werden? Wir werden zwei Vorträge halten nacheinander. Und wir werden den Leuten sagen: Es sind zu viele Leute, ihr müsst auch mal später kommen, in einer halben Stunde. Und wir haben uns vorbereitet auf dieses große Ereignis mit gewaltigen Erwartungen.

[31:08] Erster Abend. Wir beten und warten. Es wird immer näher zu sieben Uhr, der Startpunkt geht los. Eine Person kommt rein. Zweite Person kommt. Und am Ende waren es fünf Leute anwesend. Und ich habe gedacht: Okay, das ist nicht ganz das, was ich erwartet habe, aber ich werde jetzt trotzdem predigen und dann werden sie alle anderen einladen und dann wird es morgen voll sein. Ich habe mein Herz hinausgepredigt und dann sind wir da in diese kleine Unterkunft gegangen, bereit für all die Menschen, die jetzt kommen sollten.

[31:58] Zweiter Abend. Weißt du, wie viele kamen? Eine Person. Aber diese eine Person war die Person, die die Moderation machen sollte. Also hier sind wir. Wir haben eine Person für die Moderation. Wir haben einen Sprecher. Und wir hatten eine Frau, die mich übersetzen sollte. Also ich habe jetzt meinen Computer und alle meine Sachen zusammengepackt. Und dann sagt der, der die Moderation machen sollte: Also ich würde die Botschaft gerne hören, dann predigen sie wenigstens für mich. Also ich stehe hierher gekommen, um jetzt nichts zu haben. Also ich stehe vorne, ich predige, meine Frau übersetzt ins Norwegische und derjenige, der die Moderation hat, hört zu. Das ist nicht einfach die Hochzeitsreise, die ihr euch vorstellen könntet.

[33:08] Also wir haben diesen Abend beendet und wir gehen raus und es regnet in Strömen. Und in meinem Kopf hat es auch geregnet. Denn für mich war meine evangelistische Karriere jetzt vorbei. Ich habe gedacht, ich bin immer noch jung, ich kann das damit aufhören, kann auch vielleicht eine andere Ausbildung machen und dann irgendwie weiterkommen im Leben. Und wir sind dann hingefahren zu dieser Unterkunft, die wir gemietet hatten.

[33:54] Und ich saß auf der Bettkante, habe zu Silvia, meiner Frau gesagt: Ja, wir sind jung, wir haben es probiert, es funktioniert nicht, wir können etwas anderes finden. Also ich bin so dankbar für meine treue Frau, die mich ermutigt hat. Und sie hat gesagt: Eines Tages wirst du zurückschauen mit einem Lächeln drauf. Also wir sind dem Glauben vorangegangen. Wir werden uns davon nicht stoppen lassen.

[34:22] Natürlich gab es da jetzt Lektionen, die wir lernen konnten. Es gibt bestimmte Methoden, die man in Evangelisationen macht, die wir noch nicht wirklich kannten. Das ist so wie die Geschichte von den Jüngern, die die ganze Nacht fischen und nichts fangen. Und dann ist es so wie Jesus, der am Ufer am nächsten Morgen steht und sagt: Werft euer Netz auf der anderen Seite, auf der rechten Seite aus. Sie hätten ja sagen können: Hey, wir haben die ganze Zeit schon gefischt, haben nichts gefangen. Aber sie haben ihr Netz ausgeworfen, es war so voll, dass ihr Boot beinahe gesunken ist. Also haben wir weitergemacht. Und haben gelernt, während wir gegangen sind.

[35:24] Okay, so muss man das also vorbereiten, so sollte man das also tun, und das haben wir Stück für Stück gelernt. Ich erzähle euch eine andere Geschichte. Wir haben eine Evangelisierungsreihe in Dänemark vorbereitet. Und weil ich ein bisschen vorsichtig war, weil ich wusste, dass es schwer ist, einen Raum mit Evangelismus zu füllen. Und weil ich ein bisschen vorsichtig war, weil ich wusste, dass es ziemlich schwierig ist, so einen Raum zu füllen in der öffentlichen Evangelisation. Und ich habe den Leuten gesagt, mit denen wir zusammen gearbeitet haben: Schaut her, Dänemark ist ein sehr säkulares Land, Kopenhagen, die Hauptstadt, ist auch sehr säkular. Und ich sagte: Erwartet nicht zu viel, aber Gott wird schon Menschen herführen.

[36:22] Wir haben diesen Hotelraum gemietet. Und es passt ungefähr 70 Menschen. Und ich war schon so, mit dem, was ich weiß: Oh, ich weiß nicht, ob wir das füllen können, das wird echt schwer. Und Gott überrascht uns immer wieder. Weil die Zeit, in der ich zwei Sessions vorbereite, das passiert nicht. Und jetzt hoffe ich, dass wir wenigstens die Hälfte des Raums in Dänemark füllen können.

[37:02] Die erste Nacht kommt, wir hatten so viele Leute, dass sie auf der Rückseite standen und manche draußen, die nicht reinkamen. Und das ist wahrscheinlich, wie ich Evangelismus machen sollte. Und was wir getan haben, war, dass eine Person herumging und einige unserer Freunde aus dem Raum rief, damit sie Platz für andere machen konnten. Nach der ersten Nacht kommt der Hotelmanager zu uns und sagt, dass wir das Kontrakt gebrochen haben.

[37:46] Und er hat gesagt: Ihr habt den Vertrag gebrochen. Ihr habt zu viele Leute im Raum gehabt. Und da gibt es bestimmte Feuerschutzregelungen und so weiter. Und er hat gesagt: Weil ihr den Vertrag gebrochen habt, weil ihr zu viele Leute hattet, könnt ihr nicht weiter hier sein. Also ich möchte jetzt mal überlegen, was das bedeutet. Wir hatten ja eine komplette Serie angekündigt. In dieser Halle. Und jetzt hatten wir all die Leute, die gekommen sind. Und am nächsten Abend, am nächsten Tag, sollte der nächste Vortrag sein. Da konnten wir nicht mehr dort im Hotel sein. Was sollen wir jetzt machen?

[38:34] Wir haben angefangen zu beten. Und wir haben gedacht: Wie sollen wir das jetzt lösen? Am nächsten Tag haben wir angefangen, Telefonanrufe zu machen, um eine andere Lokalität zu finden. Wir haben zwei logistische Hauptprobleme. Erstens: eine neue Lokalität zu finden. Zweitens: mussten ja auch all die Gäste, die das in der ersten Lokalität erwarten, noch transportiert werden zu der neuen Lokalität.

[39:12] Wir haben die ganzen Lokale, die Bibliotheken, die Auditorien, die Hallen, alles, was wir denken können. Hotels. Und die erste Frage, die man natürlich immer gestellt bekommt, wenn man fragt: Kann ich da einen Raum mieten? Ja, wann denn? Wir sagten: Heute Abend. Nein, das geht überhaupt nicht. Du musst da Monate oder ein halbes Jahr voraus sein. Überall hat es sich geschlossen.

[39:48] In den Beginn haben wir versucht, Orte zu finden, die nah waren, weil wir über die zweite Herausforderung dachten, einen Bus zu bekommen und sie zu transportieren. Und Kopenhagen ist eine große Stadt. Aber nach einer Weile haben wir nicht einmal darüber nachgedacht, wo es ist. Es war einfach nur, um einen Ort in Kopenhagen zu finden.

[40:12] Also haben wir all diese Orte angerufen. Und dann hat uns ein Freund angerufen, der hat uns einige Nummern gegeben. Und dann hat er uns noch eine Nummer gegeben, aber wir wussten nicht, wo es ist. Wir haben einfach nur eingegeben, wir haben nicht mal auf die Karte mehr geguckt. Und wir haben angerufen und haben den Mann gefragt: Wir hätten gerne diesen Raum. Und er hat gefragt: Wann braucht ihr es? Heute Abend. Das war ein Moment der Stille. Und er hat gesagt: Ihr wisst was, es gibt nur eine Rockband, die hat gerade ihren Vertrag gecancelt. Heute Abend ist frei. Und dann haben wir uns überlegt, was wir tun können.

[41:12] Und dann haben wir uns überlegt, was wir tun gut können. Und dann haben wir einfach ausgedrückt, wie groß unser Raum ist. Und wie groß denn wohl dein Raum ist? Wo ist es? Wisst ihr, wo es war? Es war auf der anderen Seite der Straße. Und an diesem Abend hatten wir Leute, die zurückkamen. Und weil sie beim ersten Mal keinen Sitz gefunden haben, waren sie jetzt frühzeitig da. Und wir sagten, dass die Halle zu klein war, also sind wir heute Abend da. Und so haben wir die andere Halle gefüllt. Ist nicht Gott gut?

[41:58] Wir müssen unsere Abhängigkeit auf ihn richten. Wenn wir abhängig werden von Gott, dann wird er Wunder tun. Er wird Wunder entfalten, wo wir sehen, wie seine Botschaft mit Macht vorankommt. Wie seine Botschaft mit Kraft vorankommt. Aber es ist nicht ohne Herausforderung. Wir müssen diese Abhängigkeit von ihm lernen. Nicht auf unsere eigenen Kraft zu vertrauen, sondern vollständig und ausschließlich auf seine Kraft zu vertrauen.

[42:36] Ich hatte noch einen Traum. Ich hatte einen Traum von Auslandsmissionen. Auf dem afrikanischen Kontinent und anderen Orten, wo man diese Menschen bekehrt. Und alle lachen. Alle haben weiße, wunderschöne Zähne. Und sie gehen ins Wasser und wieder raus. Ich würde gerne in ein tropisches Land gehen und Menschen in Massen zu Jesus führen.

[43:16] Und wir hatten diese Gelegenheit. Ein Freund von uns war aus Kenia, Ostafrika. Und er hat uns gefragt, ob er eine evangelistische Reihe in seinem Land machen kann. Wir haben einige unserer Freunde in Europa gefragt und haben ein Team zusammengestellt. Und wir haben uns vorbereitet, nach Ostafrika zu gehen, nach Kenia. Und ich war per E-Mail in Kommunikation mit meinem Freund aus Kenia, wo wir uns vorbereitet haben. Und wir würden in seinem Haus übernachten.

[43:56] Ich habe ihm E-Mails geschrieben, ob er sicher ist, dass es genügend Räume gibt. Und er schrieb immer die gleiche Nachricht zurück, dass alles in Ordnung ist. Auf jede Frage. Ja, es ist alles in Ordnung, kommt bloß. Habt ihr ein Badezimmer? Ist da Elektrizität? Alles vorbereitet? Und er hat gesagt: Es ist alles in Ordnung, kommt bloß. Also sind wir gegangen.

[44:30] Also wir sind an diesem Haus angekommen. Es war immer noch dabei, gebaut zu werden. Es war noch nicht wirklich beendet. Da waren keine Möbel. Das war einfach nur Beton. Keine Elektrizität. Kein Bad. Nur ein Loch im Boden für 15 Leute. Und das sollte natürlich auch für die Dusche und alles andere sein. Ich spare euch die Details. Aber das ist jetzt unser Heim.

[45:12] Ich gucke auf mein Rückfahrticket. Das sind also zwei Monate bis dahin. Wo bin ich jetzt hineingeraten? Und weil das Haus immer noch gebaut werden musste, hat dieser Zement diese kleinen roten Ameisen angezogen. Wenn wir also am Abend auf diesem dünnen Matratzen, auf diesem Betonboden geschlafen haben, haben diese Ameisen die Entscheidung getroffen, so eine Art Umweg über unseren Körper zu machen. Und die haben gebissen.

[45:56] Und während der Nacht, da waren wir so im Außenbezirk einer Stadt und der Mann am Nachbarn, obwohl er überhaupt kaum Geld hatte, hat er offensichtlich genug Geld gehabt, um ein TV-Set zu kaufen. Und er hat das zum öffentlichen Kino gemacht. Und wir hatten keine Fenster in diesem Haus. Und die ganze Nacht wurden diese Filme da gezeigt. Und es gab keine Fenster in dem Haus. Also da war dieser Lärm, der hineinkam. Die Ameisen, die gebissen haben. Und was machen wir hier? Wir haben diese evangelistische Serie gestartet. Haben gepredigt. Also es waren nicht so diese Bilder, die ich aus den Magazinen kannte.

[47:06] Als wir am Ende dieser Serie angelangt waren, in den frühen Morgenstunden, waren drei Männer, die in das Haus eingebrochen sind, mit diesen langen Macheten. Und sie sind durch das Haus gegangen und haben uns komplett ausgeraubt. Also bis heute denke ich, es ist ein Wunder, dass wir nicht aufgewacht sind. Ich denke, es war die Beschützung Gottes. Es gibt Geschichten in diesen Ländern, wo die Leute aufwachen, und das ist das Ende davon. Ich denke, Gott hat uns tief schlafen lassen.

[47:56] Interessant, wir schliefen in diesem Bett, und sie standen direkt neben uns, weil es ihre Füße markierte. Sie standen natürlich direkt neben uns. Also haben sie alle unsere Taschen genommen, alle unsere Anliegen. Und ich bin durch den Schrei eines unserer anderen Teammitglieder aufgewacht, und sie hat gerufen: Wir sind ausgeraubt worden. Und ich dachte zu mir selbst: Nein, ich bin nicht ausgeraubt worden. Und wir hatten keine Elektrizität, also habe ich angefangen, in der Wohnung zu fühlen, und ja, alle Taschen sind weg.

[48:40] Und so sind wir als Team zusammengekommen, und wir haben uns gedacht: Was machen wir jetzt? Und ganz ehrlich, da gehen einige Dinge durch deinen Kopf. Und das Erste, was in meinem Kopf kam, war: Lass uns das erste Flugzeug nach Hause nehmen. Wir haben diese Missionssache versucht, der Traum ist geplatzt, lass uns nach Hause gehen.

[49:08] Als wir als Team zusammengekommen sind und gebetet haben, ich habe mir gedacht: Was würde jetzt Paulus tun? Paulus, der ausgeraubt, gesteinigt worden ist, der Schiffbruch erlitten hat, der geschlagen worden ist. Er ist weitergegangen und hat das Evangelium gepredigt. Und wir haben uns entschieden, das war nach einem Monat, und wir hatten noch einen zweiten Monat, und wir wollten in eine neue Gegend. Es war die Nacht, bevor wir in die neue Gegend gehen. Und die Leute waren auf uns gewartet. Und wir haben entschieden: Lass uns vorangehen. Wir werden dem Feind nicht erlauben, das hier zu stoppen.

[49:58] Ich wollte in dieser neuen Gegend eine evangelistische Serie predigen, aber ich hatte keinen Computer, keinen Projektor, keine Folien, meine Bibel wurde gestohlen, was mir sehr wertvoll war, weil ich all diese Anmerkungen hatte, und es gab keinen weißen Raum in den Büchern von Daniel und Offenbarung. Und als der Polizist kam und fragte: Was gestohlen worden ist, was ist das Wertvollste, was gestohlen worden ist? Habe ich gesagt: Meine Bibel. Er fragte: Was noch? Computer, Projektor, Videokamera. Er hat den Punkt verstanden. Aber hier werde ich jetzt eine neue Serie predigen, ohne all diese Dinge.

[50:52] Ich habe eine Taschenbibel von einem Freund ausgeliehen, und ich erinnere mich, ein anderer Freund von mir hat etwas gesagt, was ich niemals vergessen werde. Ich habe diese Taschenbibel gehalten, und ich habe gesagt: Okay, das ist jetzt alles, was ich habe. Und ein anderer Freund sagt: Vergiss niemals, dass er einen Stein geschlagen hat.

[51:22] Wir sind in diese neue Gegend gefahren, und ich habe eine ganze Serie gehalten, ohne Computer, ohne Projektor, ohne meine Notizen, nur mit einer geborgenen Taschenbibel. Das war wahrscheinlich die beste evangelistische Serie, die ich jemals gepredigt habe. Warum? Wenn wir schwach sind, ist er perfekt in unserer Schwäche. Und wir hatten ein wunderbares Ergebnis. Und die Leute wurden mit Lächeln auf den Gesicht getauft. So wie auf den Bildern. Wundervoll.

[52:06] Aber es passiert nur durch Herausforderungen. Es passiert, wenn wir realisieren, dass wir uns völlig von ihm abhängig machen müssen. Wir kennen das Ende der Geschichte nicht, aber Gott weiß es. Und Gott verheißt uns, dass er uns vom Anfang bis ans Ende führen wird. Manchmal wollen wir die Geschichte zu Ende schreiben, aber wir müssen Gott erlauben, die Geschichte zu beenden.

[52:40] Stellt euch vor, in diesen Instanzen, was wäre, wenn ich auf der ersten Bibelstunde mit dieser Frau wäre? Was wäre, wenn sie ihr Herz rausgepumpt hätte und ich nicht wusste, was ich sagen sollte, und ich wäre einfach nach Hause gegangen? Was wäre, wenn auf der ersten evangelistischen Serie, wenn nur diese eine Person am zweiten Abend kam? Was wäre, wenn ich zusammengepackt wäre und nach Hause gegangen wäre? Was wäre, wenn wir in Kopenhagen, wo wir das Zimmer nicht hatten, gesagt hätten: Jetzt ist es vorbei, wir gehen nach Hause? Was wäre gewesen, wenn wir als wir in Afrika beraubt worden sind, wir gesagt hätten: Okay, lass uns einfach nach Hause gehen? Wir hätten ein erstaunliches Erlebnis mit Gott verpasst.

[53:42] Denn oft ist es so, wenn du gerade durch eine ganz schwierige Situation in deinem Leben gehst, dann ist der Segen meistens gerade um die Ecke. Seht ihr, wir wollen die Geschichte gerne beenden. Aber wir müssen Gott erlauben, die Geschichte zu beenden.

[54:00] Einige Jahre zuvor sind meine Freunde nicht einkaufen gewesen. Und wann immer meine Frau Früchte sieht, möchte sie sie kaufen. Vor allem Bananen. Und vor allem deswegen, weil sie dann einfrieren wird und dann Bananen-Eiscreme machen wird. Wir sind an diesem Supermarkt vorbeigefahren und da steht drauf, dass Bananen günstig verkauft werden. Und sie sagt: Stopp, wir müssen diese Bananen bekommen. Und ich sage: Hoffentlich brauchen wir noch was anderes. Weil ich wusste, sie wird wahrscheinlich eine ganze Menge kaufen. Sie sagt: Nein, wir brauchen nichts anderes. Sie hat jetzt den Einkaufswagen mit all diesen Bananen angefüllt. Jetzt werden wir also zur Kasse gehen und ihr werdet denken, wir sind einfach total verrückt.

[55:06] Also kommen wir zur Kasse und sie packt die Bananen auf. Und der Mann ist ein junger Mann. Er schaut in die Bananen. Er schaut uns an. Er schaut in die Bananen. Er schaut uns an. Ich konnte sehen, was er denkt. Arbeitet ihr im Zoo oder was? In einem Moment der Brillanz dachten wir, lass uns doch erklären, warum wir diese Bananen kaufen. Und sie erklärt ihm jetzt den Prozess, wie man Bananen-Eiscreme macht. Und so muss man am Anfang anfangen. Erstmal würde ich die Bananen schälen. Aber bevor sie irgendetwas sagen würde, sagt der Mann: Das mache ich immer, wenn ich Bananen esse.

[56:08] Er hat die Geschichte beendet, aber ein bisschen zu früh. Wir sind in einer Erfahrung, und wir versuchen die Geschichte zu beenden, aber wir lassen Gott das nicht. Gott hat Pläne für uns, die weit über das hinausgehen, was wir uns jemals vorstellen könnten. Beende die Geschichte nicht, bevor Gott sie beendet. Und wenn du in solchen schwierigen Moment bist, vertraue auf ihn und glaube an ihn. Denn um die Ecke wartet eine Erfahrung, die du auf jeden Fall nicht verpassen möchtest.

[56:50] Gott hat einen Plan und einen Zweck für dein Leben. Er möchte dich in sein Bild erschaffen. Gib Gott das, was ihm gehört. Es gibt nichts spannenderes, als für Gott zu arbeiten. Es gibt nichts spannenderes, als in dem Pfad zu gehen, den Gott für dich vorbereitet hat. Es ist nicht notwendig, in dem Pfad zu gehen, wo alles super läuft. Es gibt Herausforderungen auf dem Pfad. Aber es ist in diesen Herausforderungen und durch diese Herausforderungen, dass Gott seine Stärken zeigt. Und ich möchte, dass du so ein Leben nicht verpasst.

[57:44] Erlaube Gott, in dir zu arbeiten. Fange an, andere Menschen um dich herum zu erreichen. Und erlaube Gott, dass er die Angelegenheiten deines Lebens so gestalten kann, dass er zum Vorschein kommt. Und erlaube ihm, dich in sein Bild zu schaffen. Und wenn du das tust, wenn du dich wie der Ton in die Hände des Töpfers begibst, es wird ein Weg der totalen Abhängigkeit von ihm sein. Du siehst das Ende noch nicht von Anfang an. Aber du lernst, ihm zu vertrauen, denn du weißt, wenn du deinen Vertrauen in ihn setzt, das Beste ist noch zu kommen. Amen.

[58:38] Das ist mein Gebet für jeden einzelnen von uns. Wer von euch möchte sagen: Ich möchte das spannende Leben des Dienstes vor Gott leben? Amen.

[58:50] Lass uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass du mit uns gewesen bist an diesem Abend. Danke, dass du uns gerufen hast, dir zu dienen. Engel hätten das Werk tun können, aber doch hast du es der Menschheit übertragen. Denn du weißt, die größte Freude wird im Dienst gefunden. Gott, ich bitte, dass wir im Dienst unsere Schwachheit erkennen und deine Stärke annehmen. Lass uns ganz auf dich vertrauen. Lass uns ganz festhalten an der Verheißung, dass du, der du ein gutes Werk in uns angefangen hast, es auch vollenden kannst und willst. Danke, dass du der Anfänger und der Vollender unseres Glaubens bist. Und dass wegen des Todes und der Auferstehung Jesu Christi, dass du deswegen die Geschichte unseres Lebens schreiben kannst. Und ich bete, dass die Kapitel, die noch geschrieben werden müssen, dass sie nicht in unserer Kraft geschrieben werden, sondern in deiner Kraft. Denn wir bitten es im kostbaren und allmächtigen Namen Jesu Christi. Amen.

[1:00:38] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!


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