Veröffentlicht am
367 Klicks

Manuskript zur Sendung   >>>   CSH_2021_04_Lektion_11

Dieses Video untersucht die Bedeutung des fünften Buches Mose in den späteren Schriften der Bibel. Es wird beleuchtet, wie biblische Persönlichkeiten wie König Josiah und die Propheten Jeremia und Ellen White das fünfte Buch Mose zitierten und anwendeten. Der Vortrag zeigt auf, wie die Prinzipien und Lehren des fünften Buches Mose auch heute noch relevant sind und wie sie zu einer Reformation im persönlichen Leben und in der Gemeinde führen können.


Weitere Aufnahmen

Serie: Christ Study Hour 2021 Q4: Gegenwärtige Wahrheit im 5. Buch Mose

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:34] Ein herzliches Willkommen zu unserer Lektion Nummer 11. Wir sind im vierten Quartal 2021 und wir wollen gemeinsam im fünften Buch Mose weiterstudieren. Unsere Lektion heißt: Das fünfte Buch Mose in späteren Schriften. Wir wollen schauen, wie die anderen alttestamentlichen Bücher das fünfte Buch Mose genutzt haben.

[1:00] In unseren Merktexten finden wir im fünften Buch Mose, Kapitel 4, Vers 29: "Ihr werdet dort den Herrn, deinen Gott, suchen, und du wirst ihn finden, zu den von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst." Bevor wir gemeinsam gleich in unser Sonntags Thema hineingucken und an Tag für Tag durchgehend noch gemeinsam beten und den Herrn bitten, um seine Führung: "O wahrer Vater im Himmel, wir möchten dir danken dafür, dass wir gemeinsam jetzt in deinem Wort studieren können. Und wir möchten dich bitten, dass dein Heiliger Geist uns in die Schrift hineinführt. Und dafür wollen wir dich schon jetzt bitten, im Namen Jesu. Amen."

[1:39] Nun, ich habe ein paar Bibeltexte, die ich mit euch lesen möchte zu den einzelnen Abschnitten. Unser Sonntags Thema war ja das Buch des Gesetzes. Und wenn wir dort im zweiten Chronik nachlesen, ich habe mir die Texte ausgeschrieben. Es sind im Kapitel 22, Verse 3 bis 5, dann heißt es dort: "Und im achtzehnten Jahr der Regierung des Königs Josiah sandte der König den Schafan, den Sohn Assajas, des Sohnes Matthan, den Schreiber, in das Haus des Herrn und sprach: Geh hinauf zu Hilkia, dem Hohenpriester, er soll das Geld bereitstellen, das zum Haus des Herrn gebracht worden ist, das die Hüter der Schwelle vom Volk gesammelt haben, damit man es dem Weltmeister gebe, die am Haus des Herrn die Arbeit beaufsichtigen. Diese sollen es den Arbeitern am Haus des Herrn geben, damit sie die Schäden am Haus ausbessern."

[2:30] Nun, Josiah war ein junger, treuer König, der sich vorgenommen hatte, er möchte das Haus des Herrn wieder flicken, wieder reparieren, ausbessern. Denn das Haus des Herrn war ziemlich kaputt gegangen in Jahren davor, zur Zeit von Manasse. Er hatte sich wirklich darum gekümmert. Und Josiah wollte das jetzt ändern. Und so, als er diesen Gedanken hatte und mit der Arbeit begann, hat er ihn auch gleich gesegnet. Dann entdeckte Josiah einen Schatz.

[2:59] Lesen wir weiter in Vers 8: "Und Hilkia, der Hohepriester, sprach zu Schafan, dem Schreiber: Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des Herrn gefunden." Und Hilkia übergab Schafan das Buch, und er las es.

[3:16] Es wurde was entdeckt: das Buch des Bundes oder das Buch des Gesetzes. Dort im Tempel war etwas verborgen, was jetzt erst wieder entdeckt wurde. Eigentlich dies also eine Abschrift oder Teile aus dem fünften Buch Mose. Wir lesen dazu mal, was Ellen White sagt in "Propheten und Könige", Seite 276.

[3:36] Beinahe ein Jahrhundert früher war, während des ersten Passahfestes, das Hiskia feierte, angeordnet worden, dass Priester täglich dem Volk aus dem Gesetzbuch vorlesen und es daraus unterwiesen und unterweisen sollten. Die Beobachtungen der durch Mose überlieferten Gesetzesvorschriften, besonders derer im Buch des Bundes, einem Teil des fünften Buches Mose, hatte der Herrschaft des Hiskia solcher Blüte verholfen. Man nach sie jedoch hat es gewagt, diese Verordnung aufzuheben. Während seiner Regierung war die für den Tempel bestimmte Abschrift des Gesetzbuches durch Sorglosigkeit und Nachlässigkeit verloren gegangen. Lange Zeit hindurch war das Volk daher nicht mehr darin unterwiesen worden.

[4:18] Manasse war König, also ein direkter Vorfahre von Josiah, der damit aufgehört hatte, dass das Gesetz dem Volk vorgelesen wurde, dass das Volk unterwiesen wurde. Dadurch die Schriftgelehrten. Er hat sich nicht mehr wirklich darum gekümmert. Manasse war kein, naja, er war kein Anhänger der wahren Religion. Er hat viel Götzendienst betrieben, viele schlimme Dinge gemacht in seiner Regierungszeit. Aber vor allem hat er auch dafür gesorgt, dass das Volk das Wort Gottes nicht mehr hört. Und so hat natürlich die ganze das ganze Volk geschwächt, das ganze Volk Gottes.

[4:50] Und es ist so ähnlich bei uns in der Gemeinde auch. Wenn dort nicht mehr verkündet wird, wenn das Wort Gottes nicht mehr klar gehört wird, dann wird das Volk schwach, wird die Gemeinde schwach. Und in dem Fall war eine ganze Generation schwach geworden und der Götzendienst breitete sich im Volk aus.

[5:16] Wir lesen in Vers 10 und 11 in 2. Könige 22: "Und Schafan, der Schreiber, kam zum König und brachte dem König Bericht und sprach: Seine Knechte haben das Geld ausgeschüttet, das im Haus vorhanden war, und haben es den Weltmeistern gegeben, die am Haus des Herrn die Arbeit beaufsichtigen." Dann berichtete Schafan, der Schreiber, dem König und sprach: "Der Priester Hilkia hat mir ein Buch gegeben." Und Schafan las es vor dem König.

[5:41] Und es geschah, als der König die Worte des Buches des Gesetzes hörte, zerriss er seine Kleider. Aus dem Schaf an kommt und sagt: "Schau mal, der Priester, der hat dieses diese Schriftrolle gefunden." Muss man ja sagen, und er fängt an, das dem König vorzulesen. Dass der König ist tief getroffen von dem, was er da liest.

[5:59] Und ich möchte euch das mal zeigen in den Schriften von Ellen White in "Propheten und Könige", Seite 277, wie die Reaktion ist und was dort eigentlich gelesen wurde. Das heißt hier: "Josia war tief bewegt, als er zum ersten Mal die in dieser alten Handschrift überlieferten Ermahnungen und Warnungen las. Nie zuvor hatte er so gründlich erkannt, wie eindringlich Gott dem Volk Israel Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt und wie oft er aufgefordert hatte, den Weg des Lebens zu erwählen, damit es zum Lobpreis auf Erden zu einem Segen für alle Völker werde. Mose hatte Israel ermahnt: 'Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und lasst euch nicht vor ihnen grauen, denn der Herr, dein Gott, wird selber mit dir ziehen und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen.'"

[6:51] Das Buch war reich an Zusicherungen, dass Gott jene Menschen ganz und gar zu erlösen plane, die im rückhaltlos vertrauen, wie ihre Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft bewirkt hatte. Sofort er ihn auch bei der Ansiedlung im verheißenen Land kraftvoll helfen und sie an die Spitze der Völker der Erde stellen.

[7:10] Doch gewaltig, als Josiah das nun gelesen hat, hat er seine Kleider zerrissen. Er war tief getroffen im Herzen und er ist beeindruckt. Denn durch dieses durch diese Teile des fünften Buches Mose hat er Gott ganz neu kennen gelernt. Er hat den Gott der Liebe kennen gelernt. Er hat gesehen, dass Gott voller Gerechtigkeit, Gnade und Barmherzigkeit ist.

[7:32] Und ja, er hat gleich die Dinge umgesetzt, die zur Reformation im Volk dann führen sollten. Durch dieses diese Abschrift des fünften Buches Mose hat eine Reformation in seinem Herzen stattgefunden. Und jetzt möchte er das eben als Regent auch ins Volk hineinbringen. Und sofort wissen wir aus der Bibel, hat er den Götzendienst abgeschafft. Und er hat sogar die Priester hinrichten lassen.

[7:54] Ich will, dass man eben zeigen im 2. Könige, Kapitel 23, 14, 19 und 20: "Josia beseitigte auch alle Höhenhäuser in den Städten Samarias, welche die Könige von Israel gemacht hatten, um den Herrn zu erzürnen, und verfuhr mit ihnen ganz so, wie es ihm geboten hatte. Und schlachtete alle Höhenpriester, die dort waren, auf den Altären und verbrannte Menschengebeine darauf und kehrte dann nach Jerusalem zurück."

[8:21] Gewaltig, was der König er tut. Er schafft also quasi im Handumdrehen den Götzendienst im Volk ab. Also er verurteilte die Götzenpriester und verbrennt sie auf den eigenen Altären. Um das klingt ganz schön grausam, aber da haben wir, das ist eine alte Erfüllung eingetroffen, die wir im ersten Könige 13 lesen können.

[8:41] Ich will das mal zeigen im ersten Könige, Kapitel 13. Wir lesen einfach mal Vers 1 und 2. Es geht um einen Propheten, einen Propheten, der den Götzendienst im Volk anklagt. Und wir lesen da: "Aber ein Mann Gottes kam von Juda durch das Wort des Herrn nach Bethel, als er vor dem Altar stand, um zu räuchern. Und er rief gegen den Altar und sprach durch das Wort des Herrn: Altar, Altar, so spricht der Herr: Siehe, es wird im Hause David einen Sohn namens Josiah geboren werden, der wird auf dir die Priester der Höhe, die auf dir räuchern, und man wird Menschengebeine auf dir verbrennen."

[9:28] Das ist wirklich beeindruckend. Also eine alte Verheißung, noch lange Zeit, bevor Josiah geboren wurde, geht jetzt in der Führung, wurde geboren. Und tatsächlich werden jetzt die Priester, die größten Priester dort hingerichtet.

[9:45] Josiah trägt er als Regent hier die Verantwortung im Volk und er sorgt wieder dafür, dass das Wort Gottes auch wieder im Volk gehört wird.

[9:54] Ist doch in unserer Gemeinde genauso. Wenn wir das Wort Gottes nicht mehr hören, kommt Gottes gute, kommt Götzendienst hinein. Wenn im Gottesdienst nicht mehr die Wahrheit verkündet wird, breitet sich Götzendienst aus. Das gleiche auch in den Familien. So das Wort Gottes dort nicht mehr gehört, kommt Götzendienst hinein auf seine ganz besondere und eigenartige Art und Weise.

[10:13] Wird sich der Götzendienst dann in der Familie oder in der Gemeinde ausbreiten. In der Gemeinde tragen die Leiter die Verantwortung, sowie Josiah im Volk die Verantwortung dafür hatte. Tragen der Gemeinde, unsere Leiter die Verantwortung dafür, dass das Wort Gottes gelehrt wird. Und in den Familien sind die Väter die, darauf zu achten haben, dass das Wort Gottes gelehrt wird.

[10:35] In allen Fällen ist sozusagen der Lohn der Treue, bewegen Gottes, der auch im fünften Buch Mose erwähnt wird.

[10:46] Wir kommen zu dem Montags Abschnitt, der da heißt: "Aller Himmel Himmel". Und da zu lesen wir im fünften Buch Mose im zehnten Kapitel, die Verse 12 bis 15. "Und nun, Israel, was fordert der Herr, dein Gott, von dir, als nur, dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem Herrn, deinem Gott, dienst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, indem du die Gebote des Herrn und seine Satzung hältst, die ich dir heute gebiete, zum Besten für dich selbst."

[11:16] "Der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was in ihr ist, gehört dem Herrn, deinen Gott. Dennoch hat er allein deinen Vater sein Herz zugewandt, dass er sie liebt, und er hat ihren Samen nach ihnen aus allen Völkern erwählt."

[11:33] Nämlich, wie es heute der Fall. Und es wird hier erwähnt: "Dem Herrn gehören alle Himmel, Himmel, aller Himmel Himmel. Jeder Planet im Weltall, jeder Stern und jede Galaxie und alles, was da ist, gehört dem Herrn." Eben auch sein Thron, der sozusagen wir dritte Himmel ist. Also unser Himmel und Samos, die Himmel, die zweiten Himmel, das sind dann das Weltall, alles, was sich darin befindet. Und der dritte Himmel, der Thron Gottes. Aber Gott gehört aller Himmel Himmel.

[12:10] Und auf jedem Planeten herrscht Liebe. Jedes Geschäft sozusagen im Universum ist in diesem Gesetz der Liebe mit eingebunden und erfreut sich daran jeden Tag. Außer dieser Planet, auf diesem Planeten herrscht Sünde. Der Fürst dieser Welt hat diese Herrschaft übernommen hier und will sein eigenes System aufziehen, ohne Gott, also ohne Liebe.

[12:33] Und Gott hat auf dieser Welt ein Volk berufen, hat gesagt: "Wer zu mir steht, der trete hervor, ich möchte dich erwählen, dass du der Welt zeigst, wie meine Regierung wirklich ist, dass du der Welt zeigst, dass ich ein Gott der Liebe bin."

[12:46] Und so hat er Menschen zum Beispiel zu Abraham und hatten sich offenbart. Und Abraham hat aus dieser Liebe zu Gott angefangen, diese Liebe selber zu leben. Und er sollte ein Vorbild sein für alle, die später noch zum Volk Gottes hinzu kommen.

[13:05] Und immer wieder hören wir von dieser Phrase sozusagen aus dem fünften Buch Mose: "Aller Himmel Himmel" in verschiedenen Textabschnitten, die ich jetzt nicht lesen möchte, aber die wir in unserer Lektion finden können, zum Beispiel 1. Könige 8 oder auch in 1. Chronik 9, Vers 6 oder auch in Psalm 148. Da heißt es immer: "Aller Himmel Himmel".

[13:24] Also das ganze Weltall und alles, was darin ist, alles gehört dir, und du bist König über alle Dinge.

[13:36] Im Psalm 148, den ich gerade genannt habe, heißt es: "Lobet ihn, ihr Himmel der Himmel, und ihr Wasser oben."

[13:48] Nun ist es eher baulich zu wissen, dass Gott über allem thront und dass er alles in der Hand hält. Und wenn wir darüber öfter nachdenken würden, dass Gott alles in der Hand hält, auch unser Leben, dann würde sich in unserem Leben viel verändern. Dass wir würden viel glücklicher sein und viel weniger Sorge tragen.

[14:07] Damals zur Zeit von Hiskia oder auch zur Zeit von Josiah oder auch zur Zeit von Jemia, haben damals die Leviten, die Schriftgelehrten, das Volk unterrichtet. Haben das fünfte Buch Mose gelesen und das Resultat davon war eine Erweckung. Und genau das gleiche können wir heute auch erleben, eine ähnliche Erweckung, wie sie, wenn wir darüber nachdenken, wie groß Gott eigentlich ist und dass er alles in der Hand hält.

[14:34] Ich möchte dazu mal ein Zitat von Ellen White verlesen. Ich finde es in "Der bessere Weg", Seite 89 und Seite 90. "Von den Sternen, die seit urdenklichen Zeiten ihre vorbestimmte Bahn durch das Weltall ziehen, bis zum winzigsten Atom, folgen alle dem Willen des Schöpfers. Gott kümmert sich um alles und erhält, was er geschaffen hat. Er sorgt für die ungezählten Welten des Alls und denkt zugleich an die Bedürfnisse des Sperlings, der unbekümmert sein Lied singt, wenn die Menschen ihrer täglichen Arbeit nachgehen oder sich zum Gebet sammeln, wenn sie sich zur Ruhe legen oder am Morgen aufstehen. Über jeden einzelnen wacht der himmlische Vater in seiner Güte und Barmherzigkeit. Ihm entgeht keine heimlich vergossene Träne, kein Lächeln bleibt unbemerkt."

[15:22] Wenn wir das nur glauben würden, dann spenden alle unnötigen Sorgen. Es gäbe weniger Enttäuschung in unserem Leben, und wir würden vertrauensvoll alle großen und kleinen Nöte in Gottes Hände legen. Denn diese Last, nicht verwirren oder eher drücken kann. Wir könnten uns einer Geborgenheit erfreuen, die uns bislang unbekannt ist. Wenn wir uns an der Schönheit dieser Erde erfreuen, dürfen wir zugleich an die von Gott verheißenen zukünftige Welt denken, in der es weder Sünde noch Tod geben wird.

[15:52] Aber in welche herrlichen Farben wir uns Gottes Reich auch ausmalen, es wird schöner sein, als wir es uns jemals vorstellen können. Denn die für uns sichtbare Schöpfung ist nur ein schwacher Abglanz der zukünftigen Herrlichkeit. Es steht geschrieben: "Was keiner jemals gesehen oder gehört hat, was keiner jemals für möglich gehalten hat, das hält Gott für die bereit, die ihn lieben."

[16:17] Ist das nicht wunderbar? Wenn wir an den Schöpfer aller Dinge, an den Herrn aller Himmel Himmel denken, dann wird uns das in unserem Leben Kraft geben. Und die nötige und so groß erscheinen. Und die Sorgen, die wir haben, werden plötzlich ganz klein. Denn wir wissen ja, dass wir geborgen sind in der Hand dessen, der nie einen Fehler macht, in der Hand dessen, der uns von ganzem Herzen liebt. Und dieses Nachdenken darüber, das gibt Kraft, das gibt Mut, wenn wir in dieser Zeit bitter nötig haben.

[16:49] Und schon damals, immer wenn sozusagen Abfall im Volk war, dann wurden diese Zeilen zitiert, eben aus dem 5. Mose, sowohl bei Hiskia, als auch bei Josiah, als auch bei Jemia. Immer wieder finden wir dieses: "Denkt daran, wie groß Gott ist und dass er das ganze Welt in der Hand hat." Und auch dich, um dich kümmert er sich.

[17:06] Auch jetzt hatten wir noch einen ganz besonderen Abschnitt, nämlich am Dienstag an über das fünfte Buch Mose in Jeremia nachgedacht haben. Da gibt es ganz viel zu sagen. Und ich möchte so ein paar Texte mal anführen, wo wir sehen, dass Jeremia aus dem fünften Buch Mose zitiert.

[17:28] In Jeremia 29, Verse 12 bis 14 heißt es: "Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch gehören. Ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangt, und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der Herr. Und ich werde euer Geschick wenden und euch versammeln aus allen Völkern und von allen Orten, zu denen ich euch verstoßen habe, spricht der Herr. Und ich werde euch wieder an den Ort zurückbringen, von dem ich euch weggeführt habe."

[17:59] Interessant, dass gerade Jeremia das verkündet. Denn es war ja ein Prophet, er lebte in der Zeit, ich glaube, er hat sieben Könige überbrückt. Er lebte in der Zeit der Zerstörung nach Babylon und eben auch in der Zeit während der Gefangenschaft in Babylon. Und Jeremia hat ziemlich deutlich gemacht, was das Volk eigentlich falsch gemacht hat und wie es gerettet werden kann.

[18:28] Jeremia sah um das Volk unter babylonischer Gefangenschaft. Und warum war das so? Und wenn wir das sagen, sein Buch lesen, dann sehen wir, sie hatten Gott vergessen. Sie haben nicht mehr in seinem Wort gelesen, wir haben nicht mehr über ihn nachgedacht. Ihre Gedanken waren weg von Gott. Und weil ihre Gedanken weg von Gott waren und in der Welt waren, wollen sie auch ganz schnell in diese Welt hineingezogen. Und ehe sie sich versahen, waren sie babylonische Gefangene.

[18:52] Also der geistliche Abfall im Volk griff immer mehr um sich, bis es soweit war, dass Babylon sie einfach eingesammelt hatte. Um dieser babylonische Einfluss im Volk, der wurde immer stärker und immer schlimmer. Und die man den Ruf des Propheten wurden nicht gehört.

[19:10] Es ist übrigens am Ende der Zeiten genauso. Also auch im Volk Gottes, wenn Babylon wieder um sich greift und Babylon auch das Volk Gottes bedroht, gerade dann, gerade dann ist es an der Zeit, dass das Wort Gottes wieder studiert wird, besonders auch das fünfte Buch Mose. Das ist wieder erklärt wird, der Bund, den Gott mit seinem Volk macht, und der Segen der Treue, aber auch der Fluch der Untreue, dass wir wissen, wo wir stehen.

[19:38] Es ist für uns an der Zeit, dass auch in unserer Gemeinde und auch in unserem Leben diese Reformation wieder herbeigeführt wird.

[19:46] Nun, Jeremia damals, er hatte das fünfte Buch Mose zitiert in der Hoffnung, kommt diese Reformation. Im fünften Mose 4, ab Vers 23 heißt es: "So hütet euch nun, dass ihr den Bund des Herrn, eures Gottes, nicht vergesst, den er damit euch gemacht hat, und euch nicht ein Bildnis macht von irgendeiner Gestalt, die der Herr, dein Gott, dir verboten hat. Denn der Herr, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott. Wenn du nun Kinder und Kindeskinder zeigst und ihr euch in dem Land eingelebt habt und verderblich handelt und euch ein Bildnis macht von irgendeiner Gestalt und das tut, was böse ist in den Augen des Herrn, eures Gottes, dass sie ihn erzürnt, so rufe ich heute Himmel und Erde zu Zeugen gegen euch an."

[20:25] Himmel und Erde zu zeugen gegen euch an, dass sie gewiss bald ausgerottet werden solltet aus dem Land, das über den Jordan zieht, um das im Besitz zu nehmen. Ihr werdet nicht lange darin wohnen, sondern gewiss daraus vertilgt werden. Und der Herr wird euch unter die Völker zerstreuen, und es wird eine geringe Zahl von euch übrig bleiben unter den Heiden, zu denen euch der Herr hintreiben wird. Dort werdet ihr den Göttern dienen, die das Werk von Menschenhänden sind: Holz und Stein, die weder sehen noch hören, noch essen, noch riechen.

[20:54] Wenn du aber von dort den Herrn, deinen Gott, suchen wirst, du wirst ihn finden, ja, wenn du ihn von ganzem Herzen, von ganzer Seele suchend ist.

[21:01] Das sind beeindruckende Zahlen, damals von Mosis aufgeschrieben, und es erzählt so genau, was da kurz danach, kurz danach im Volk passiert ist. Genau das ist eingetreten. Aber gleichzeitig auch diese Ermutigung: Wenn ihr denn dort in der Gefangenschaft seid, und wenn ihr so weit weg vom Herrn seid, unter den Heiden zerstreut, und vielleicht mitten im Götzendienst, aber ihr denkt an Gott und ihr sucht ihn von ganzem Herzen.

[21:28] Dann will er sich finden lassen. Das ist nicht gewaltig? Also Gott weiß, sein Volk wird in Abfall geraten, sie werden von ihm wegrennen. Aber wenn sie, wenn sie zusammenkommen, wenn sie ihn das suchen von Herzen, er wird sie wieder versammeln, wird sie von überall her zurückbringen. Er holt sie nach Hause.

[21:45] Und das Gleiche, was natürlich damals für das Volk wichtig war, ist eben auch für uns immer noch genauso entscheidend. Und genau so war wie damals.

[22:00] Lesen wir die ersten sieben Verse. Dieses Wort vom Herrn an dieses, dieses Wort, das vom Herrn an dich ergeht.

[22:07] "Ergeht dich in das Tor im Haus des Herrn und rufe dort dieses Wort aus und sprich: Hört das Wort des Herrn, ihr alle aus Juda, die zu diesen Toren hineingeht, um den Herrn anzubeten." So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: "Bessert euren Wandel, eure Taten, so will ich euch an diesem Ort wohnen lassen. Verlasst euch nicht auf trügerische Worte wie diese: 'Der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn, der Tempel des Herrn ist dies.'"

[22:34] Ist dies denn nur, wenn ihr euren Wandel und eure Taten ernstlich bessert? Wenn ihr wirklich Recht übt untereinander, wenn ihr die Fremdlinge, die Waisen und Witwen nicht bedrückt und an dieser Stelle kein unschuldiges Blut vergießt und nicht anderen Göttern nachwandelt zu eurem eigenen Schaden, dann will ich euch an diesem Ort wohnen lassen, in dem Land, das ich euren Vätern gegeben habe, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

[22:57] Und Gott ging es darum, dass ein Volk ein gottgefälliges Leben führt, also sich heiligt, also das Gute tut. Sie sollen ihren Wandel, ihre Taten sollen sie verbessern.

[23:11] Es ging um das Leben, das ich führen. Er hatte keinen Gefallen an einem toten Gottesdienst, an einer toten Religion. Er wollte, dass man das, was man sagt, auch im Leben desjenigen wieder spiegeln kann. Also, dass der Charakter Gottes im Leben seiner Gläubigen, seines Volkes auch sichtbar wurde. Denn ansonsten wären sie ein sehr, sehr schlechtes Beispiel gewesen für die Welt.

[23:37] Das Volk Gottes wird seit jeher immer an den Taten erkannt werden. Denn an den Taten werden wir erkennen, ob ein Baum gut ist oder schlecht, ob ein Mensch den richtigen Weg gewählt hat oder den falschen.

[23:55] 15, Vers 17 bis 19 heißt es: "Denn der Herr, euer Gott, er ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, mächtige und furchtbare Gott, der die Person nicht ansieht und kein Bestechungsgeschenk annimmt. Der den Weisen und den Witwen und dem Fremdling lieb hat, so dass er ihm Speise zur Kleidung gibt. Und auch ihr sollt den Fremdling lieben, denn ihr seid ebenfalls Fremdlinge gewesen im Land Ägypten."

[24:20] Im 5. Mose 24, Vers 17 heißt es: "Dann du sollst das Recht eines Fremdlings und einer Waise nicht beugen und soll das Kleid der Witwe nicht zu..."

[24:35] Vers 21: "Wenn du deinen Weinberg gelesen hast, du sollst du danach nicht nachlesen halten. Es soll dem Fremdling, der Waise und der Witwe gehören."

[24:49] Und 5. Mose 27, Vers 19: "Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, der Waise und der Witwe beugt!" Das ganze Volk soll sagen: "Amen."

[25:00] Und Gott hat im 5. Buch Mose angekündigt, wie er möchte, dass sein Volk lebt, woran es erkannt werden soll. Und sie sollen gerecht sein zu jedem, nicht nur zu ihren Brüdern und ihren Familien und ihrem Volk, sondern eben auch zu den Fremdlingen. Denn die Idee von Gott war ja von Anfang an, er wollte ein Volk berufen, das sein Licht, sein Charakter in die ganze Welt hinaus spiegelt.

[25:22] Und durch dieses Leben wird das Volk erkannt werden.

[25:30] Jetzt ist ja so, dass wir durch dieses Leben nicht leben können. Wir kennen dieses Leben aus frommen Erzählungen und vielleicht aus der einen oder anderen Predigt. Hat man das gehört, und es klang immer so gut. Aber um wirklich...

[25:44] ...und Gott, um dieses Leben wirklich zu leben, muss man Gott kennen. Also Umkehr ist notwendig. Nicht immer nur: "Höre, dann sagt er, das ist ein frommes Leben und schön, wie der Jeremia gelebt hat, oder der Nehemia, oder schön, was Julia gemacht hat. Aber ich kenne nur diese Geschichten." Aber hab selber nie eine enge Beziehung zu Gott gehabt, dann werde ich diese Männer bewundern für das, was sie getan haben, aber ich werde nie selber dieses Leben leben können. Denn dieses fromme Leben ist ja nur sozusagen die Frucht des Geistes, der in einem wohnt.

[26:18] Also, wenn ich wirklich eng mit Christus verbunden bin, eng am Weinstock hängen, und ist lebendige Wasser, also der Heilige Geist, in mein Herz hineinkommt, dann kommt diese Frucht hervor, diese Frucht des Geistes. Und ohne diese Umkehr ist es nicht möglich, zu Gottes Volk zu gehören.

[26:35] Wir lesen Jeremia 4, Vers 4: "Beschneidet euch für den Herrn und beseitigt die Vorhaut eurer Herzen, ihr Männer von Juda und die Einwohner von Jerusalem, damit mein Zorn nicht ausbricht wie ein Feuer, das niemand löschen kann, wegen der Bosheit eurer Taten." Jeremia ruft das Volk auf und sagt: "Beschneidet eure Herzen."

[26:56] Als mit anderen Worten, kehrt um. Und was prägt ihr, Revier? Da, woher kommt diese...

[27:01] ...dieser Frass? "Beschneidet eure Herzen." Es kommt aus dem 5. Buch Mose, Kapitel 30, Vers 6: "Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz seiner Nachkommen beschneiden, dass du den Herrn, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst."

[27:20] Also diese Herzensbeschneidung ist etwas, das wir nicht aus dem Neuen Testament kennen, sondern im 5. Buch Mose, da wurde schon gesagt, Gott möchte dein Herz beschneiden. Und Jeremia predigt das und hofft, dass es zur Reformation im Volk kommt.

[27:38] Und hat sein Volk nicht vergessen. Möchte zigaretten... Und Jeremia kämpft um dieses Volk.

[27:42] Ich möchte euch mal zeigen, was ein Reiter zuschreibt und für die Gemeinde geschrieben hat. Band 1, ihr seid ihr 412: "Der Glaube, der zur Lösung führt, ist kein zufälliger Glaube. Er bedeutet nicht einfach Zustimmung des Verstandes, sondern er ist ein Glaube, der tief im Herzen wurzelt, der Christus als persönlichen Erlöser annimmt. Er ist überzeugt, dass Christus alle, auch den allerletzten, der durch ihn zu Gott kommt, retten kann. Zu glauben, dass er andere rettet, aber dich nicht, ist kein wahrer Glaube. Wenn sich jedoch ein Mensch an Christus als eine einzige Hoffnung auf Erlösung klammert, dann wird der Grundstein für den wahren Glauben gelegt. Wer solch einen Glauben besitzt, wird dazu gebracht, all die Regungen seiner Seele Christus zu überlassen. Sein Verstand lässt sich vom Heiligen Geist leiten, und sein Charakter wird nach dem göttlichen Vorbild verwandelt. Sein Glaube ist kein toter Glaube, sondern ein Glaube, der durch die Liebe tätig wird und den Menschen dazu bringt, die Herrlichkeit Christi zu erkennen und dem göttlichen Wesen ähnlicher zu werden."

[28:57] Also Glaube ist nicht einfach nur so ein tolles Wort, sondern Glaube meint wirklich: Ich will mit Christus eng verbunden, und ich glaube, dass egal wie schwach ich bin, und egal in welcher Situation ich mich befinde, aber ich glaube, dass Christus mich angenommen hat. Er hat mir vergeben. Ich bin rein in seinen Augen geworden, und er wird mich in sein Reich retten. Und das ist so ein Resultat von der engen Verbindung zu Christus. Denn umso enger ein Mensch zu Christus kommt, umso mehr ist überzeugt davon, dass er gerettet ist. Aber er ist auch mehr überzeugt davon, dass er es nicht verdient hat.

[29:31] Es ist umso näher zu Christus kommen, und so heiliger wird unser Leben. Umso mehr Zeit mit ihm verbringen. Also, umso mehr ich an ihn denke, umso mehr ich mit ihm rede, umso mehr ich von ihm lerne, umso enger wird mein Leben mit dem von Christus verbunden werden. Und umso mehr weiß ich, dass ich gerettet bin, auch wenn ich es nicht verdient habe.

[29:51] Und diese, diese dies in mir, der Glaube in mir, das Wissen, dass Gott mich erlöst hat, dieses Wissen wird auch aus mir heraus kommen. Denn was eben, was im Herzen ist, davon geht der Mund über. Also, wenn ich davon erzähle, was Christus für mich getan hat, werde ich dadurch auch andere Menschen erreichen. Denn das Wasser, das Christus uns geben möchte, so der Heilige Geist, wird in uns zu einer Quelle werden, der dieses ewige Leben sprudelt. Wovon das Herz voll ist, dessen geht der Mund über.

[30:27] Und so möchte Christus gerne dadurch, dass er dich rettet und dir deine Sünden vergibt, und jetzt zeigt, dass du ein gerettetes Kind Gottes bist, diese Freude und Liebe ins Herz hineinlegen, dass du damit ein Zeuge wirst für die ganze Welt, dass Gott Liebe ist.

[30:40] Mit unserer Mittwochsabschnitt hat es doch geheißen: Was fordert der Herr? Und da wollen wir den Text lesen aus Micha. Ich habe ihn ein bisschen abgekürzt. Wir lesen Micha 6, die Verse 6 bis 8. "Womit soll ich vor den Herrn treten, mich beugen vor dem erhabenen Gott? Soll ich mit Brandopfern, mit einjährigen Kälbern vor ihn treten? Hat er wohl Gefallen an tausend Widdern oder an unzähligen Strömen von Öl? Soll ich meine Erstgeborenen geben für meine Übertretung, die Frucht meines Leibes für die Sünde meiner Seele?"

[31:13] Es ist, wie gesagt, ein Mensch, was gut ist und was der Herr gefordert, was anderes als Recht zu tun, Liebe üben und demütig wandeln mit einem Gott.

[31:26] Was fordert Gott wirklich von uns? Gott fordert von uns, dass wir ein anständiges, rechtschaffenes Leben führen in Gottesfurcht. Das ist das, was Gott gerne sehen möchte. Er möchte nicht irgendwelche rituellen Handlungen sehen. Er möchte nicht irgendwelchen Traditionen gefangen sind. Er möchte einen echten, aufrichtigen Glauben.

[31:45] Und sagen, unsere in unserem Leben sehen möchte sehen, dass wir unseren Nächsten lieben, dass wir auch mal auf Vorteile verzichten, damit es den anderen besser geht, dass wir niemanden übervorteilen, dass wir ihn...

[31:57] ...nichts in unserem Leben irgendwie ihn betrügen, dass wir ehrlich sind. Das möchte Gott gerne sehen. Und das sind so Opfer, die er liebt, und darüber freut er sich.

[32:13] In Amos 5, 24 heißt es: "Es soll aber das Recht ein Heer fluten wie Wasser und die Gerechtigkeit ein unerschöpflicher Strom."

[32:22] Hosea 6, 6: "Denn dann lieber habe ich wohl Gefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern."

[32:31] Also Gott mag hier im Alten Testament ganz eindringlich sein Volk, mehr ist es immer wieder Ideen und Zitate aus dem 5. Buch Mose. Lebt ein anständiges Leben, fragt vor der Welt.

[32:42] Wenn ich wirklich bei dir bin, wenn du mich wirklich in deiner Mitte haben willst, wenn ich dein Gott sein soll, dann wirst du ein anständiges Leben leben. Denn wenn du nur so tust, als wärst du ein Christ oder ein Nachfolger, dann wird es keinen Druck auf dich machen. Dann hast du ein frommes Gesicht und du hältst viele Rituale ein und irgendwelche besonderen heiligen Handlungen, wie es aussieht. Aber vor der Welt bist du ein Gespött, denn sie sehen, dass du dich irgendwie von der Welt losgesagt hast, dich irgendeinen Glauben verschrieben hast und sagst, dass es der Glaube an den Gott Israels. Aber am Ende sind es nur fromme Phrasen und sind es nur Rituale und irgendwelchen Traditionen, in dem man gefangen ist.

[33:23] Und die Welt schaut dich an und denkt: "Okay, du hast deinen eigenen Götzendienst gebaut und bist jetzt gefangen in diesem Dienst." Dieser Gottesdienst gefällt ihr nicht. Dieses Leben gefällt ihr nicht. Musst viele Freiheiten aufgeben.

[33:36] Und ich möchte jeden Menschen dazu überreden, mitzumachen. Das macht überhaupt keinen Sinn.

[33:41] Und die Welt wird spotten. Das Volk Gottes, und genau das ist ja damals passiert. Die Leute sind zum Gespött geworden, denn sie haben sich zwar Volk Gottes genannt, aber ganz viel Götzendienst mit zugelassen. Volk und was am Ende herauskam, also eine geteilte Religion. Sie selbst waren was ganz Besonderes, waren aber gefangen im gleichen Götzendienst wie alle anderen Völker. Und man hat überhaupt keine Veränderungen in ihrem Charakter gesehen.

[34:08] Sie haben sich sozusagen herausgezogen aus der Welt, ohne dass sie wirklich in ihrem Herzen begründen konnten. Es war eher ein Sport.

[34:14] In ihr 2, Vers 17, dann mahnt nicht mir das an. Das sprach ich zu ihm: "Ihr seht das Unglück, in dem wir uns befinden, wie Jerusalem in Trümmern liegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht länger eingesperrt sind." Das ist die Grundfesten unseres Glaubens, dem Fall der heiligen Stadt wieder aufbauen. Denn wir sind ja eingesperrt für alle Völker.

[34:48] Nun, Gott möchte, dass sein Volk, also wir, in seinem Gesetz leben. Er möchte, dass wir ein Vorbild sind für die Menschen drumrum, dass die Menschen staunen und sagen: "Was für ein Gott hast du?"

[35:00] Schau mal, 5. Mose 4, 5-6: "Gott ist Idee mit seinem Volk, so sagt sie nun und tut sie, denn darin besteht eure Weisheit und euer Verstand vor den Augen der Völker, wenn sie alle diese Gebote hören. Wir werden sie sagen: Wie ist doch dieses große Volk ein so weises und verständiges Volk? Es geht hier um die Gesetze des Herrn, tut sie, bewahrt sie und lebt sie. Und wenn die Menschen euch dann sehen werden aus allen Völkern, werden sie sagen: Was für ein verständiges und weises Volk. Das haben sie doch für einen großen Gott." Das war eigentlich die Idee, die Gott hatte.

[35:39] Und diese Idee, die Gott damals mit Israel hatte, hat er übrigens auch heute mit seinem Volk, mit dir und mir. Er möchte, dass die Menschen uns ansehen und sagen: "Schau mal, was für ein Glaube, was für einen Gott!" Wir sollen nicht zum Gespött werden für die Welt.

[35:59] Vielleicht erinnert ihr euch, am Donnerstag hatten wir doch gelesen über Daniel, dieses lange Gebet, dass Daniel dann damals gesprochen hat. Und ich möchte einen Teil davon gleich behandeln. Wir lesen zuerst im 5. Buch Mose, das, worauf er sich dann später bezieht.

[36:13] 5. Mose 4, Verse 27 bis 31: "Und der Herr wird euch unter die Völker zerstreuen, und es wird eine geringe Zahl von euch übrig bleiben unter den Heiden, zu denen euch der Herr hintreiben wird. Dort werdet ihr den Göttern dienen, die das Werk von Menschenhänden sind: Holz und Stein, die weder sehen noch hören, noch essen, noch riechen. Wenn du aber von dort den Herrn, deinen Gott, suchen wirst, du wirst ihn finden, ja, wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst, wenn du in der Drangsal bist und dich all diese Dinge getroffen haben, am Ende der Tage, so wirst du zu dem Herrn, deinem Gott, umkehren und seiner Stimme gehorsam sein. Denn der Herr, dein Gott, ist ein warmherziger Gott. Er würde dich nicht verlassen noch verderben. Er wird auch den Bund, den er euren Vätern geschworen hat, nicht vergessen."

[37:01] Was für ein mächtiges Wort. Wir hatten den Anfang ja schon gelesen. Jetzt heißt es hier: "Wenn du aber von dort den Herrn, von deinem ganzen Herzen suchen wirst, so wird er sich finden lassen." Dann heißt es am Ende der Tage. Also es bezieht sich sowohl damals auf das Volk, die den Abfall waren, die dann Babylon waren, die Götzendienst getrieben haben und dann in Gefangenschaft geführt worden sind. Aber es bezieht sich auch auf unsere Zeit.

[37:30] Denn das Gleiche wird wieder passieren mit dem Volk. Das Volk gerät in Abfall, gerät in Götzendienst, wird in diese Welt verstrickt, wird nach Babylon hineingezogen. Aber das Volk ist trotzdem immer noch Gottesvolk. Das Volk Gottes wird niemals Babylon sein, weil wir dann... wird Druck ausüben und wird versuchen, sie alle in die Gefangenschaft zu führen. Aber Gott hat sein Volk in seiner Gemeinde, dass nämlich die Menschen, in denen Christus wirklich lebt, die in denen der Geist Gottes ist.

[37:57] Und diese hat Gott genau im Auge. Sie sind sein Augapfel, wie die Bibel sagt.

[38:05] Und immer zu erinnern an Daniel. War ja ein Prophet, aber ein sehr frommer Mann. Er war genau, er lebte genau in dieser Zeit, als Israel in Gefangenschaft in Babylon war. Und Daniel muss sich an diese tröstlichen Worte im 5. Buch Mose erinnert haben. Wenn also dieses lange Gebet spricht, zitierte genau eben aus dem 5. Buch Mose.

[38:27] Und wir können das ganze Gebet jetzt nicht lesen. Das hatten wir am Donnerstag zu Hause, jeder für sich gemacht. Aber ich will einen Teil daraus zitieren. Und Daniel 9, die Verse 9 bis 13: "Daniel betete damals: Aber bei dem Herrn, unserem Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung, denn gegen ihn haben wir uns aufgelehnt und wir haben nicht gehört auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, um in seinem Gesetz zu wandeln, das er uns durch seine Knechte, die Propheten, vorgelegt hat. Sondern ganz Israel hat ein Gesetz übertreten und ist abgewichen, so dass du auf deine Stimme gar nicht führen wolltest. Darum hat sich auch über uns ergossen, was als Fluch und Schwur im Gesetz Moses, des Knechtes Gottes, geschrieben steht, weil wir gegen ihn gesündigt haben. Und so hat er seine Worte ausgeführt, die gegen uns und unsere Herrscher, die uns regierten, ausgesprochen hat, dass er groß ist und Unheil bei uns bringen wolle, wie es unter dem ganzen Himmel noch nirgends vorgekommen. Und wie ist nun wirklich Jerusalem geschehen ist, genauso wie es im Gesetz Moses geschrieben steht, ist all dies Unheil über uns gekommen. Wir suchten das Angesicht des Herrn nicht, dadurch zugesehen, entschieden, dass wir uns von unseren Sünden abgewandt und auf deine Wahrheit geachtet hätten."

[39:48] Und Daniel betet, und er benutzt die Idee aus dem 5. Buch Mose. Er hat das 5. Buch Mose im Gedanken und spricht zu Gott und sagt: "Wir sind schuldig. Wir haben genau die Dinge getan, von denen du gesagt hast, dass wir sie nicht tun sollen, und deine Worte sind alle eingetreten, genauso wie du gesagt hast. Und der Fluch, den du darauf gelegt hast, ist auf uns gekommen. Und die Stadt, von der wir dachten, sie wird niemals untergehen, ist zerstört worden."

[40:16] Und Daniel bekennt, dass genau die Dinge eingetreten sind, die Gott im 5. Buch Mose vorausgesagt hatte. Aber dann, und das ist das Schöne, wird eben in diesem Gebet auch deutlich, wenn...

[40:27] Eben in diesem Gebiet auch deutlich, wenn wir uns Gott nun aber zuwenden, wenn wir wieder zu ihm zurückkommen, egal wie tief er in Babylon stecken oder in unserem Fall, egal wie tief im Babylon oder Ägypten oder wo auch immer wir gefangen sind. Der Herr wird uns dann befreien, wenn wir zu ihm kommen, genau wie er damals das Gebet von Daniel erhört hatte. So wird er auch heute das Gebet seiner treuen Jünger erhören. Daniel kannte er hat ja nun die Verheißung bekommen, dann später, wir lesen das jetzt nicht, aber wenn wir im Buch Daniel weiterlesen, kommt ihr die Verheißung, dass Gott die Gefangenschaft des Volkes wenden wird. Und das hat er diese ganzen Offenbarung bekommen und konnte bis ans Weltende sehen und schauen, was alles noch passieren muss. Aber am Ende konnte er auch sehen, dass es ein Volk übrig bleiben wird. Also es wird den Teufel nicht gelingen, das Volk Gottes zu vernichten. Sie werden in Gefangenschaft geführt, sie kommen die drei, sonst passieren wilde Dinge, aber am Ende bleibt dort ein Volk Gottes bestehen. Mögest du und ich zu diesem Volk gehören.

[41:35] Wie gehören wir dazu? Indem wir unser Leben Christus in die Hand nehmen, indem wir an ihn denken, im Zeit verbringt, indem er erst Teil unseres Lebens wird und dann unser Leben wirklich ganz in seiner Hand nimmt. Dass unsere Gedanken immer bei ihm sind, können wir auch weise Entscheidungen treffen, durch den Heiligen Geist geführt und gelenkt. Gott hat uns nicht vergessen, auch wenn es manchmal so aussehen mag, vielleicht in einer Gemeinde oder in deinem Leben und denkst, es geht nicht mehr, da alles wichtig geworden ist, sieht aus wie Ägypten oder sieht aus wie Babylon. Aber wo ist Gott? Wenn wir Gott suchen und wie Daniel auf Knien, selbst in der Gefangenschaft, unser Herz ausschütten und sagen: "Herr, sieh ein Volk, bitte befreie dieses Volk", dann können wir uns darauf verlassen, dass er sein Volk befreit und dich und mich wieder in die Freiheit führt.

[42:26] Ich möchte abschließend ein Zitat ist ein Bilder von Reich Gottes gefunden habe auf Seite 138. Dort heißt es: "Wer in Not ist oder ungerecht behandelt wird, soll Gott um Hilfe bitten. Wendet euch ab von den Menschen, die ihr Herz aus Stein haben und tragt eure Anliegen dem vor, der uns geschaffen hat. Er weist keinen ab, der mit der Bereitschaft zur Umkehr zu ihm kommt. Kein aufrichtiges Gebet wird überhört." Wo die Engel ihre Choräle singen, hört Gott auch das leiseste Rufen eines Menschen. Ob wir ihm in einem abgeschiedenen Raum das Herz ausschütten, oder ob wir auf der Straße leise beten, immer erreichen unsere Worte den Thron des Herrschers über das All. Auch wenn sie vielleicht für das menschliche Ohr unhörbar sind, gehen sie trotzdem nicht verloren und können auch von der Geschäftigkeit um uns herum nicht erstickt werden. Nichts kann den Ausdruck unseres inneren Verlangens dämpfen. Ein gläubig gesprochenes Gebet steigt in jedem Fall über den Lärm der Straßen, wird das Gehör der Welt zum Himmel empor. Wir reden ja mit Gott und er hört uns.

[43:34] Auch wenn du das Gefühl hast, du könntest dich eigentlich gar nicht in Gottes Gegenwart wagen, darfst du ihn ohne Angst dein Anliegen vortragen. Als er sich in Christus für die Sünden der Welt opferte, nahm er sich damit der Sache eines jeden Menschen an. Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahin gegeben. Wie sollte er uns mit ihm nicht alle schenken? Sollte er sein Wort, dass er uns zur Ermutigung und Stärkung gab, nicht aufhalten?

[44:07] Ist das nicht schön, das zu hören? So wie Daniel damals gebetet hat, so sollen wir auch heute gehen, soll in unser Herz ausschütten. Und egal, wenn du dich fühlst, dass du in Gefangenschaft geraten bist, du wie das Volk damals, für das Daniel hier stellvertretend bittet. Wir haben schlimme Dinge getan, wir sind von Gott abgewichen, der Fluch hat uns getroffen und jetzt sitzen wir dort in unserem Land. Aber Herr, diese Dinge hast du alles schon vorher gesagt und gewusst, dass diese Dinge kommen. Und trotzdem hast du uns verheißen, wenn wir zu dir kommen, dann wirst du uns wieder annehmen. Du wirst uns aus der Gefangenschaft herausführen. Und das haben wir so nötig heute, jeder einzelne von uns, aber auch die ganze Gemeinde, dass die Gemeinde wiederbelebt wird, dass eine Erweckung stattfindet, dass wir die Mission, die Gott immer noch seinem Volk gegeben hat, doch endlich ausführen. Damals sollten die Menschen, wenn sie das Volk Gottes sehen, Gott selbst sehen. Die sollten die Herrlichkeit Gottes sehen durch das Volk. Und heute sollen die Menschen die Herrlichkeit Gottes sehen, indem sie heute auf das Volk Gottes blicken, zu dem du und ich auch gehören. Möge Gott, der Herr, das in unseren Herzen umsetzen, dafür sein Antlitz widerspiegeln, dass man in uns das Gesetz der Liebe in Taten sehen kann. Lasst uns beten.

[45:23] Und sie lieber Vater im Himmel, wir möchten wir dafür danken, dass du dein Volk nie vergessen hast. Ja, auch wenn du uns manchmal auch schwierige Wege führst, so soll es doch unserer Heiligung, unserer Reinigung, unserer Veränderung dienen. Wir möchten Gedanken dafür, dass uns jedes fünfte Buch Mose gegeben hast, damit es eine Reformation in deinem Volk bewirkt. Immer wieder haben deine Propheten daraus zitiert und hey, du hast du uns bis heute erhalten. Hilf uns, dass wir ein gutes Verständnis davon bekommen, würdest du in unserem Herzen leben, Herr, dass deine Herrlichkeit auch in uns widergespiegelt wird, sollen Zeugnis für alle Völker bist du ein gnädiger, gerechter und liebevoller Gott bist. Danke, Herr, dass du uns immer wieder als deine Kinder annimmst und dass wir uns geborgen fühlen dürfen in dir. Im Namen Jesu.

[46:15] Danke, ihr Lieben, dass wir dieses Thema gemeinsam studieren konnten. Ich möchte gleich ein Land für nächste Woche da, wollen wir weitermachen mit dem zwölften Kapitel dann und da wollen wir uns das Buch Mose im Neuen Testament anschauen. Dann selbst die Apostel im Neuen Testament haben das fünfte Buch Mose zitiert. Gottes Segen euch bei der Vorbereitung dafür. [Musik]


Lizenz

Copyright ©2021 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.