In dieser Folge der Christ Study Hour 2021 Q4, die sich dem 5. Buch Mose widmet, spricht David Nießner über das Thema „Der ewige Bund“. Er erklärt die Bedeutung des Begriffs „gegenwärtige Wahrheit“ anhand biblischer Texte und beleuchtet die Prinzipien des Bundes, die bereits in der Zeit Abrahams und Noahs angelegt waren. Die Ausführungen betonen die Wichtigkeit des Glaubens über Werke und ermutigen die Zuhörer, Gottes Verheißungen auch dann zu vertrauen, wenn eigene Fehler gemacht wurden.
Gegenwärtige Wahrheit im 5. Buch Mose (CSH 2021 Q4): 3. Der ewige Bund
David Nießner · Christ Study Hour 2021 Q4: Gegenwärtige Wahrheit im 5. Buch Mose ·Themen: 1. Mose, 2. Mose, 5. Mose, Bibel, Bibelstudium, Matthäus, RömerWeitere Aufnahmen
Serie: Christ Study Hour 2021 Q4: Gegenwärtige Wahrheit im 5. Buch Mose
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Transkript
[0:31] Hallo, liebe Freunde, hier zu unserer Christ Study Hour bei Joelmedia TV. Ich möchte euch begrüßen zu unserer dieswöchigen Bibelstudium über das wundervolle Thema des fünften Buches Mose. Und wie wir hier auch auf dem Cover sehen, geht es um das Thema der gegenwärtigen Wahrheit in diesem Buch.
In den letzten beiden Wochen haben wir uns schon tiefer angeschaut, dass eine der größten Erweckungsbewegungen in der Geschichte Israels stattgefunden hat, also das fünfte Buch Mose studiert haben. Und ich möchte mit euch auch heute zu Beginn noch mal einen Text voranschieben in Bezug auf die gegenwärtige Wahrheit, weil ich glaube, dass dieser Text sehr, sehr wichtig ist. Bevor wir das aber machen, lasst uns gemeinsam beten, dass wir hier unter Gottes Leitung stehen.
Ich möchte ja auch noch mal sagen, ich sage das auch immer gerne in den Predigten: Ich glaube, wir haben sehr oft als Floskel gesagt und gebetet: „Sprich durch den Prediger und öffne unsere Herzen“, ohne eigentlich genau zu verstehen, was wir da eigentlich beten. Weil das hört sich gut an, aber was bedeutet es eigentlich? Wenn wir sagen: „Sprich du durch den Prediger“, dann heißt das, wir wollen hören, was Gott zu sagen hat, nicht nur, was vielleicht uns das Ohr juckt.
Und auf gleicher Weise ist es auch wichtig und zu vergegenwärtigen, dass man wir beten: „Öffne unsere Herzen, dass wir verstehen, was du sagen willst, dass wir auch wirklich bereit sind und wirklich auch selber wollen zuhören, was Gott sagt und jetzt auch umsetzen zu wollen.“ Das muss vorab, dass wir uns bewusst werden, was wir eigentlich beten. Und ja, dass wir wirklich Gott hier einladen.
[2:15] Himmlischer Vater, ich danke dir, dass wir dein Wort haben, dass wir das fünfte Buch Mose studieren dürfen. Und ich bitte dich, dass du heute sprichst, dass wir erkennen, was du in diesem Thema uns zu sagen hast, und dass du uns zeigst, wo wir uns ändern sollen, was wir vielleicht gut machen und auf welchem Weg dies führen möchtest. Wir danken dir im Namen Jesu. Amen.
Ja, ihr Lieben, in der letzten Woche habe ich auch schon mal erwähnt, zu Beginn, wir hatten vor einigen Jahren bei einer Gebetslesung, einem Gebetskreis, eine Schwester, die die Frage gestellt hat: „Woher der Begriff ‚gegenwärtige Wahrheit‘ kommt? Ja, wer sich das ausgedacht hat, wenn man immer so davon spricht?“ Aber ihr Lieben, das ist ein Text, eine Antwort, die mit einem Text finden, der aus der Bibel kommt. Lasst uns zusammen 1. Petrus, Kapitel 2, Vers 12 und 13 aufschlagen.
Petrus sagt hier: „Darum will ich es nicht versäumen, euch stets an diese Dinge zu erinnern, obwohl ihr sie kennt und in der euch vorhandenen Wahrheit fest gegründet seid.“ Und das griechische Wort für „vorhanden“ ist „parrhesia“. Es bedeutet auch „gegenwärtig“. Manche Übersetzungen schreiben eben „gegenwärtige Wahrheit“, andere man könnte es auch sagen, dass eine neue Wahrheit, aber „gegenwärtig“ oder „vorhandene Wahrheit“ macht mehr Sinn.
Jedenfalls sagt Petrus dann in Vers 13: „Ich halte es aber für richtig, solange ich in diesem Leibeszelt bin, euch aufzuwecken, indem ich erinnere.“ Gegenwärtige Wahrheit bedeutet nichts anderes wie die Wahrheit, die für eine bestimmte Zeit wichtig ist. Zum Beispiel, dass Jesus das erste Mal kam, war die gegenwärtige Wahrheit die Erfüllung der Prophetie auf das erste Kommen des Messias. Und so finden wir in unserer Zeit gegenwärtige Wahrheiten.
Und der Geist der Weissagung hat uns das auch sehr schön in dem Buch „Erfahrungen und Gesichte“ gesagt, dass gegenwärtige Wahrheit für unsere Zeit solche Dinge sind wie der Sabbat, das Heiligtum, der Zustand der Toten, die Wiederkunft. All diese Dinge, die sage ich mal im großen Teil der Christen als eher verwaschen sind oder in den Hintergrund gerückt wurden. Das heißt nicht, dass die anderen Dinge unwichtig sind, aber dass es einen gewissen Fokus gibt, der dabei helfen soll, die bekannten Irrtümer zu zerstreuen.
Und der entscheidende Aspekt dabei ist, aber dass Petrus sagt in Vers 13: „Das geistliche Weckung dann stattfindet, wenn wir uns mit den Dingen beschäftigen, die wir eigentlich schon kennen.“ Und deswegen auch heute noch mal für die, die die letzten beiden Male nicht dabei waren, wenn wir jetzt das fünfte Buch Mose studieren, lasst uns nicht denken: „Oh, das ist ein altes Buch und Christus hat gesagt, dass es ganz schön ist.“ Lasst uns wirklich zurückkommen und lasst uns die Bibel selber aufschlagen, ausgehend von dem, was Christus vielleicht gesagt hat, dass wir diese gleiche geistliche Weckung erfahren, von der Petrus spricht, wie Israel es getan hat oder erlebt hat.
Im Buch 2. Chronik 34, ja, wo das fünfte Buch Mose wieder entdeckt wurde und wo der König das gehört hat, seine Kleidung zerrissen hatte, das ganze Volk dadurch verschont wurde vor dem drohenden Unheil, weil sie das studiert haben, was eigentlich schon lange bekannt war, was aber in Vergessenheit geraten wurde.
[5:56] Und in dieser Woche möchten wir uns dem Thema des ewigen Bundes widmen. Ihr erinnert euch bestimmt, dass im zweiten Quartal 21 wir schon das Thema des Bundes hatten, ja, Gottes Verheißung, der ewige Bund. Und da wird es alle natürlich noch gut parat haben. Ist das jetzt nicht allzu neu? Aber wie gesagt, lasst uns uns damit beschäftigen, damit die geistliche Weckung kommt.
Wenn auch Offenbarung 14 davon spricht, dass sein ewiges Evangelium verkündet wird, dann bedeutet das „ewig“ im Sinne von „stand immer existent“. Ja, das ist nichts Neues oder so. Und genau so spricht die Bibel an vielen Stellen auch über einen ewigen Bund, den Gott schließen möchte. Wenn diese Woche möchten wir jetzt damit befassen, wie auch dieser Bund im fünften Buch Mose, aber auch im ganzen Rest der Bibel zum Ausdruck kommt. Und wir werden sehen, dass der Bund und das Evangelium eigentlich Hand in Hand gehen. Ja, wenn ich vielleicht sogar dasselbe sind.
Weil die Idee des Bundes hat auch schon vor dem Volk Israel, auch schon vor Abraham existiert. Wir lesen ja zum Beispiel auch, dass Gott mit Noah einen Bund geschlossen hat. Aber lasst uns zurückgehen zum ersten Buch Mose, wo wir quasi den Anfang des Bundes decken, den wir dann später im fünften Buch Mose genau ansehen werden.
[7:26] Lasst uns zusammen 1. Mose Kapitel 12, dauert die ersten drei Verse. „Der Herr aber hatte zu Abraham gesprochen: Gehe hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft aus deinem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde.“
Also, das ist interessant, ja. Abraham hat hier alles verlassen müssen, was er bislang hatte. Und ich habe mir auch die Frage gestellt, erst mal gelesen, dass man wir sagen theoretisch, am Ende hat Abraham den großen Glauben, aber lasst uns mal wirklich drüber nachdenken, wer von uns wäre bereit, wenn Gott uns dazu auffordern würde, alles aufzugeben? Wohnungen, Wohnort und wirklich wohin zu gehen, wo Gott uns gebrauchen möchte? Ich meine, oft sagen wir: „Hätten wir, Gott mir das sagen würde, würde ich es machen.“ Glauben wir wirklich, dass wir Gott sagen würden: „Geht alles auf, was du hast“, dass wir das dann machen würden?
Wenn ich die Aufrichtigkeit von manchen frage, stellen, aber das ist eine Frage, ich mich selber, ich mir selber oft gestellt habe: Wenn Gott wirklich sagen würde: „Gehe ja, verlasst das alles und folge mir nach“, wären wir wirklich bereit dazu? Ich habe gerade gestern mit einem lieben Bruder gesprochen, der ist auch bald sich ausbilden lassen wird zum Missionar und er hat auch gesagt, er hat von Gott einen Ruf vernommen, dass er eben zu dieser Missionsschule gehen sollte und dann später selber so ein Projekt aufzubauen. Und hat gesagt: „Am Anfang, ich habe schon sehr, sehr stark an meiner Wohnung gehangen oder auch an der Arbeit einen gesicherten Umständen.“
Und daher ist wirklich die Frage: Wenn Gott wirklich das sagen würde zu uns, wären wir bereit dazu? Und das ist auch diese entscheidende Punkt, der, wenn wir das fünfte Buch Mose studieren, lasst uns das nicht nur studieren oder dem Aspekt, dass es für Israel galt. Wenn es gegenwärtige Wahrheit ist, dann hat es auch uns persönlich was zu sagen.
[9:19] Und deswegen lasst uns, wenn diese Texte lesen, die Frage stellen: Hätten wir genauso reagiert wie diese biblischen Glaubensgrößen?
[9:29] 1. Mose 12, Vers 2: „Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dir fluchen, und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde.“
Das ist quasi der, der erste Bund, der den Gott hier mit Abraham gemacht hatte. Und in den folgenden Kapiteln wird denen immer wieder bestätigt, besonders auch dann, als Abraham kleine Glaubenskrisen hatten. Aber das ist der Bund, der galt, der, dass die Nachkommen Abrahams zahlreich sein sollten.
[10:06] Was wir hier jetzt auch festhalten wollen, dass es dazu in den Römerbrief gehen. Ich hatte jetzt am Wochenende mit lieben Leuten, die auch Christen sind, auch ein Gespräch darüber. Und es kommt immer wieder auf, er ist vielleicht nicht mal zentriert, muss aber in großen evangelikalen Kreisen, dass im Alten Testament quasi die Erlösung oder das Glaubensleben allein auf den Werken beruht hat, die du getan hast. Im Neuen Testament sich nur noch alles um den Glauben dreht. Und weder im Alten Testament der Glaube, noch im Neuen Testament die Werke eine wichtige Rolle spielen.
Ich glaube, dass Satan sehr schlau war, das einzuführen. Aber wir sehen, wenn wir Römer Kapitel 4, lesen die Verse 15, dass das nichts mit Werken zu tun hatte. Also Werksgerechtigkeit, die heißt es: „Was wollen wir denn sagen, dass Abraham, unser Vater dem Fleisch, erlangt hat? Wer nämlich Abraham aus Werken gerechtfertigt worden ist, hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott.“
Denn was sagt die Schrift? „Aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.“ Wer aber Werke verrichtet, dem wird der Lohn nicht aufgrund von Gnade angerechnet, sondern aufgrund der Verpflichtung. Der dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.
Also, alles, was Gott damals gefordert ist, genau das gleiche, was er heute fordert. Wenn wir die Bibel aufrichtig studieren, werden wir das auch ganz klar sehen, dass an erster Stelle der Glaube steht. Denn wir beweisen müssen, also das heißt, beweisen müssen, hört sich blöd an, aber den wir an den Tag legen, um Gottes Verheißungen auch zum Tragen zu bringen. Was sich aber darin zeigt, wie wir dann handeln. Und das finden wir überall in der Bibel.
[12:02] Und wenn wir das ist so auch studieren, ja, ich möchte mit euch dann noch einen anderen Aspekt anschauen. Abraham, das ist wichtig auch zu verstehen, ja, bevor wir jetzt in die Bundesverfassung anschauen, dass Gott auch in gewissen Teil von uns fordert, bevor wir verstehen, ja, was ist für das Volk Israel im fünften Buch Mose zu tun hat. Möchte ich auch hier den Fokus darauf legen, was ist für uns persönlich bedeuten kann.
[12:28] Lasst uns gemeinsam 1. Johannes 1 lesen, dort den neunten Vers. Kennt vielleicht etwas, das vielleicht erkennt bestimmt die Geschichte mit der Ehebrecherin. Das wird ja leider oft sehr, sehr missbraucht, sage ich mal, wenn es zu gewissen Streitfragen kommt oder zu gewissen Sünden in der Gemeinde. Meistens dreht sich um Ehebruch, aber es gibt auch andere Dinge natürlich, dass wenn man dann ein Urteil ziehen müsste, oft gesagt werden: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“ So als Totschlagargument.
Also, was hier so ja gesagt hat zu den Juden damals, als sie dann die Frau gebracht haben zu ihm. Aber wenn wir, wenn wir das wirklich so verstehen, ja, wie viele es heute verstehen, „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“, dann ist die Frage, welchen Wert hatte dann das ganze Rechtssystem im alten Israel, wenn Jesus damit sagt, ja, dass kein Urteil vollstrecken darf, der noch nie gesündigt hat?
Warum hat Gott dann so klare Gerichtsurteile auch verhängen lassen im alten Israel? Und die andere Frage ist, wenn wir wirklich glauben, dass niemand uns oder unsere Mitschwestern etwas sagen darf oder zurechtweisen darf, weil keiner sie gesündigt hat, warum tun wir dann, ist es provokant gefragt, warum tun wir dann, was uns Richter oder Politiker sagen? Es ist sehr bestürzt gefragt und sehr provokant, ich weiß. Aber ich möchte damit sagen, ich glaube nicht, dass Jesus mit dieser Aussage meint, Herr, dass wenn man dann das, wenn man ein Urteil vollstrecken möchte oder eine klare Stellung beziehen möchte, dass man dazu ein Leben geführt haben muss, das nie durch Sünde befleckt war.
[14:20] Wir lesen doch auch zum Beispiel von Hiob, ja, dass er ein Adeliger vor Gott. Aber die Frage ist, hat Hiob auch gesündigt? Und die Antwort ist: Ja, hat es. Also, was bedeutet es, wenn Jesus sagt: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein?“ Wir machen es den kleinen Ausflug, aber ich möchte es bewusst machen, damit wir die Tragweite von dem ganzen verstehen.
[14:43] Den ersten Johannes 1, Vers 9 sagt uns die Bibel: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass wir uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Also, der erste Aspekt, den wir hier anführen möchten, wenn wir unsere Sünden für Gott bekennen und er sie vergibt, dann sind wir durch Jesu Blut gereinigt. Dann sind die Sünden weg.
Es ist sehr faszinierend, Text finden den ersten Johannes 3, Vers 7. Er für den Fall, dass man mir nicht glaubt, er könnte es können, damit aufschlagen 1. Johannes 3, Vers 7: „Kinder, lasst euch von niemand verführen. Wer die Gerechtigkeit übt, der ist gerecht, gleich wie er gerecht ist.“
Das ist faszinierend, dieser Text sagt, und wenn wir nach unserem besten Wissen und Gewissen handeln, im Glauben sind wir genauso gerecht wie Gott gerecht ist. Verstehen wir, was das bedeutet? Wenn Jesus also sagt: „Wer ohne Sünde ist, er“, meinte hier nicht Menschen, die noch nie gesündigt haben. Sein, er meint Menschen, die aufrichtig in Demut vor ihnen kamen, die Sünden bekannt haben und dann nach bestem Wissen und Gewissen an der Hand Christi leben. Ja, nicht nicht ohne ihn, aber mit ihm, er durch uns.
Und deswegen konnten auch Menschen wie Hiob, z.B. untadelig genannt werden vor Gott. Und das ist das, was Jesus meint, Herr, in diesem Beispiel mit der Ehebrecherin, das und das bestätigt auch dann der Vers 9, Johannes 8, dass die Ankläger der Frau von ihrem Gewissen geführt wurden. Sie haben verstanden, dass sie nicht in der richtigen Position hier stehen, um diese Frau anklagen zu können.
[16:26] Vielleicht ein kleiner Ausflug, Johannes 8. Erstens, wir wissen aus dem Geist der Weissagung, dass Jesus die verborgenen Sünden der in den Sand geschrieben hatte. Die Frau anklagen und das bestätigt uns auch Johannes, Jeremia 17, Vers 13, wo es heißt, dass alle, die von Gott abgewichen sind, auf die Erde geschrieben werden.
Und naja, zum einen dessen, zum anderen sagt Jesus, standen sie nicht in der richtigen Position vor Gott. Ja, weil der sechste Vers in Johannes 8 sagt uns, dass sie ihr eine Falle stellen wollten. Also, es ging hier nicht darum, mehr wissen zu wollen, wie müssen wir jetzt reagieren. Hätten sie aufrichtig gefragt, hätte Jesus ganz anders geantwortet. Aber ihr Beweggrund war ein ganz anderer.
Und abgesehen davon, gab es viele andere Gesetze, die sie auch verstoßen haben. Zum Beispiel, hätte auch der Mann von der Frau, mit dem sie Ehebruch begangen hat, hätte bestraft werden müssen. Und eigentlich nach dem islamischen Gesetz hätte auch der Ehemann diese Frau das Verfahren einleiten sollen und nicht irgendwelche wildfremden.
Darüber hinaus sagen sie ja zu Jesus: „Mose hat uns geboten, dass solche gesteinigt werden sollen.“ Aber das Gesetz, 5. Mose 20, Vers 10, sagt nur, dass die Menschen gesteinigt werden sollen, getötet werden sollen, aber nicht umhin gesteinigt. Und so gibt es einige Dinge auch zum Beispiel, sagt das Mosaische Gesetz, dass wir niemanden anstiften sollen, Böses zu tun oder nicht vor Gericht unsere Aussage nach der Menge richten. Und all diese Dinge haben die Juden damals, also die Frau angeklagt, haben nicht beachtet.
Und daher hat Jesus gesagt: „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ Nicht Menschen, die seit jeher tadelloses Leben geführt haben, sondern er spricht von Menschen, die ihre Aufrichtigkeit, ihre Sünden, ihrer eigenen Sünden bekannt haben und dann mit Gott dieses Leben gehen. Die hätten so ein Urteil vollstrecken dürfen, theoretisch. Und das ist ja interessant, da man das alles zieht, ja.
[18:29] Und warum haben sie das angeschaut? Erstens, wie gesagt, ein kleiner Ausflug, weil es sehr interessant ist das Thema. Zum anderen aber sehen wir, das haben wir hier zum ersten Johannes gesehen, wenn wir Gottes Verheißungen glauben und was ist so faszinierend, dann sind wir genauso gerecht wie Gott selber.
[18:48] Und das sollte für uns auch eine Ermutigung sein. Ja, das hat nichts mit Hochmut zu tun oder mit, sag ich mal, Fanatismus, aber es zeigt uns, wie Gott ja unseren Glaubensgehorsam segnet, wenn wir im Glauben vorangehen, nicht dem Gefühl nach, sondern dem Glauben nach.
[19:05] Hätte Abraham ja diesen Verheißungen nicht geglaubt, hätte Gott es auch niemals verwirklichen können. Wir wissen, dass Abraham einmal nicht einmal, sondern einige Male gestolpert ist. Und zum Beispiel dann, als ja, ich glaube 14 Jahre warten musste, dann immer noch kein Isaak da war, dann quasi auf die Bitte seiner Frau hin nachgeholfen hat mit Hagar.
[19:33] Trotzdem hat Gott geholfen. Also, letztes, nach einer Predigt hat mich eine Frau auch gefragt: „Hier ist es aber, wenn ich jetzt schon Versprechen von Gott habe und dann irgendwie ein Fehler gemacht habe, ist dann der ganze Segen verwirkt?“ Aber das sehen wir, das ist nicht der Fall. Deswegen auch hier eine praktische Ermutigung.
[19:52] Es war zwar nie Gottes Absicht, dass Ismael geboren werden sollte, nicht weil diesmal nicht mochte, aber weil Isaak der Sohn der Verheißung werden sollte. Aber als Ismael da war, hat Gott die Verheißungen Abrahams nicht aufgelöst. Ja, es stand weiterhin die Verheißung, dass von Sarah und Abraham dieses Kind kommen sollte.
[20:15] Aber Gott hat trotz allem in seiner großen Gnade dann auch Ismael gesegnet. Weil vielleicht erinnert ihr euch, als dann ihr sagt, ja, ein paar, ein bisschen älter geworden war, hat Ismael sich lustig gemacht über ihn und Sarah hat gesagt zu Abraham, dass Hagar weggeschickt werden sollen mit Ismael. Khatib, weil es war ja sein Sohn, aber Gott hat gesagt, er soll das machen.
[20:38] Und da ist Hagar mit Ismael in der Wüste waren, hat Gott auch das Weinen der Hagar gehört. Hat aber gesagt: „Auch Ismael werde ich segnen.“ Also, es ist sehr interessant, wenn man das mal so in der Tiefe auch studiert, dass Gott sehr, sehr gnädig damit umgegangen ist, aber seine Verheißungen Abraham gegenüber trotzdem nicht aufgehoben hat, auch wenn er hier einen falschen Schritt gegangen ist.
[21:01] Und daher auch für euch als Ermutigung, wenn ihr, egal was es war, wenn er eine persönliche Verheißung von Gott bekommen habt oder auf eine Verheißung wartet und...
[21:08] habt oder auf eine Verheißung wartet und ihr einen Fehler gemacht habt, wie allen.
[21:10] Weit sagt den Schritt zu Jesus. Wir werden oft vor Gott niederfallen und weinen müssen, aber wir dürfen nicht entmutigt sein, weil Gott uns nicht verstoßen hat. Wenn wir eine Reihe zurückkommen, wird er uns wieder aufhelfen.
[21:24] Aber natürlich heißt es nicht, dass wir alles in Frage stellen und Gott es gesagt hat, der wird das schon tun, weil Gott auch von uns dann den Glaubensgehorsam gefordert. Weil nur dann kann er diese Segen auch verwirklichen.
[21:40] Abraham ist zwar gestolpert, aber trotzdem daran festgehalten. Und das lesen wir auch im Römerbrief, dass es auch total faszinierend, dass Abrahams Glaube nicht schwach wurde und er nicht seinen Leib in Betracht gezogen hat, obwohl er über 100 war. Und trotzdem daran festgehalten. Er wusste, dass Gott es auch tun kann, was er versprochen hat.
[22:05] Mit dem Hintergrundwissen lasst uns zurückgehen, beziehungsweise in der Geschichte nach vorne springen von Abraham zum Volk Israel zurück zum fünften Buch Mose.
[22:15] Im fünften Buch Mose und dort Kapitel 9. Ich möchte den fünften verlesen. Fünfter Mose Kapitel 9, Vers 5. Gott sagt hier: "Denn nicht um eine Gerechtigkeit und eines aufrichtigen Herzens willen kommst du hinein, um ihr Land in Besitz zu nehmen, sondern wegen ihrer Gottlosigkeit vertreibt der Herr, dein Gott, diese Heidenvölker aus ihrem Besitz und damit er das Wort aufrechterhalte, dass der Herr deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat."
[22:55] Das ist auch ein sehr wichtiger Aspekt, der in diesem Gnadenbund vorkommt. Es war nicht, weil Israel besonders gut aussah oder besonders hervorgestochen ist von all den Völkern aus irgendwelchen Gründen. Gott hat das Volk Israel erwähnt, aber nicht, weil sie besser waren, sondern weil die anderen es ja schlimm getrieben haben. Und weil Gott diesen Bund aufgerichtet hat.
[23:18] Dass es dazu noch einen anderen Text lesen im dritten Buch Mose, Kapitel 26.
[23:26] Und dort Vers 42. Dritte Mose 26, Vers 42. Beziehungsweise fangen wir in Vers 40 an: "Dann werden sie ihre Schuld und die Schuld ihrer Väter bekennen, samt ihrer Untreue, die sie gegen mich begangen haben, und dass sie sich mir wieder setzen. Deswegen auch ich mich ihnen widersetzte und sie in das Land ihrer Feinde brachte. Wenn sich dann ihr unbeschnittenes Herz demütig, so dass sie dann ihre Schuld annehmen." Vers 42: "Jetzt will ich an meinem Bund mit Jakob gedenken und auch an meinem Bund mit Isaak und an meinem Bund mit Abraham. Und ich will an das Land gedenken."
[24:10] Also der Bund, den Gott hier mit Israel endlich zur Erfüllung bringen möchte, bestand darin, dass er den schon lange vorher mit den Vätern Israels geschlossen hatte. Die Verheißung war gegeben. Und ich sage mal, diejenigen, die das Privileg haben, an die Erfüllung des Bundes zu erleben, kann man nur dieses Privileg, weil Gott es schon vorher geschlossen hat. Also auch hier, wenn wir so etwas lesen, ja, es sollte dem Volk Israel nicht dazu dienen, dass sie jetzt sagen: "Hat Gott hat uns auserwählt."
[24:42] Er sagt letzten Endes: "Ihr kommt dieses Privileg, aber nur, weil ich mit eurem Glaubensvater Abraham schon lange zuvor dem Bund geschlossen habe." Und das ist genau das Gleiche mit uns. Ja.
[24:54] Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass die Siebenten-Tags-Adventisten, das Volk, die Übrigen aus Offenbarung 12 sind, wie Ellen White sagt im Zeugnis für die Gemeinde, Band 9, dass wir als Volk besondere Lichtträger sind für Gott. Das ist nicht, weil wir irgendwie für uns besonders gut benehmen oder besonders hübsch sind. Es ist, weil Gott es schon lange vorausgesagt hat. Aber wir das Privileg haben dürfen, Teil dieses Volkes zu sein.
[25:27] Und auch hier, ich weiß theoretisch, natürlich wissen wir, dass wir nicht hochmütig sein sollten damit und prahlen sollten. Aber vielleicht kam es schon ab und zu vor, dass wir trotzdem so gehandelt haben, dass wir dachten: "Na ja, wir sind ja das Volk, die Übrigen, Gott hat uns die Wahrheit gegeben."
[25:44] Und es war nicht Zeit meiner Amtszeit, aber die Älteren von euch kennen bestimmt noch die Frage, wenn man sich früher getroffen hat in den Gemeinden: "Wie lange bist du schon denn der Wahrheit?" Vielleicht kennt ihr die Frage noch.
[25:58] Ihr Lieben, wir kommen nun in den Genuss dieser Erfüllungen zu sehen und Teil von Gottes Endzeitvolk zu sein.
[26:09] Wegen seiner Führung. Lasst uns auch hier deswegen unseren Stolz beiseitelegen und vor Jesus auf die Füße legen. Aber vor Jesus, vor seine Füße legen, nicht auf die Füße, weil es Gottes Gnade ist, die uns dazu ja bewegt hat. Dem Bund, den Gott mit dem Volk Israel geschlossen hat.
[26:29] Also, ich sage mal, das Zentrum des Bundes waren die Zehn Gebote. Und man versucht ja oft auch in der Theologie, vielleicht das Evangelium und das Gesetz ein bisschen mit dem Seziermesser auseinanderzuschneiden. Das ist das Gesetz und das ist das Evangelium. Aber ich glaube, wir sollten das gar nicht machen, weil die beiden Hand in Hand gehen.
[26:54] Man hat schon einige sinnlose und auch leider Debatten geführt, die falsche Wege geführt haben, wenn man versucht hat, diese Dinge, die so Hand in Hand gehen, zu trennen.
[27:02] Hätten wir das Gesetz nicht, ja, woher sollten wir wissen, was Sünde ist? Dann hätte er auch der Lösungsplan gar nicht vollzogen werden sollen, weil gegen was hätten wir denn gewöhnlich? Wenn es kein Gesetz gibt, gibt es aber kein Evangelium. Gibt es keine Lösungsplan. Dann ist das Gesetz zwar ein Spiegel, der uns zeigt, was wir falsch machen, aber es ist keine Lösung, da wir das bereinigen können. Und deswegen denke ich, müssen wir das zusammen behandeln.
[27:28] Und naja, das kann im fünften Buch Mose immer wieder vorkommen und zeigt eben, dass es quasi auf Grund der Zehn Gebote dieser Bund erst ratifiziert werden konnte. So also festgelegt werden konnte und bestätigt wurde.
[27:42] Wurde. Ihr Lieben, ich möchte mit euch noch einen anderen Aspekt heilen, wenn wir nämlich von einem Gesetz lesen. Wir haben manchmal den Eindruck im fünften Buch Mose, dass das Gesetz hier sehr nah zuseher, vielleicht im Vordergrund steht in manchen Augen. Und das quasi, soll man sagen, ich habe auch schon viele Geschwister getroffen, die gesagt haben: "Ja, dieser Weg der Heiligung und so weiter, das ist ja nur seine eigenen Werke hier."
[28:10] Aber ich glaube, dass dem nicht so ist. Ich glaube schon durchaus, dass manche Leute, dass er missbraucht haben auch. Und auch wenn man in die Adventgeschichte schaut, viele Predigten, das war gerade so um 1888, da haben wir uns als Gemeinde darauf fokussiert, das Gesetz zu predigen. Und das Gesetz, wenn das Gesetz und das Gesetz.
[28:32] Gesetz. 1884 z.B. hat die Riders mit einem Buch veröffentlicht, das heißt "The Books of the Present Truth", also auf Deutsch heißt das vielleicht zu viel wie "Darstellungen der gegenwärtigen Wahrheit". Theologisch ist das Buch sehr gut, weil dort die ganzen, sagen wir, dies am Sonntag Frage, wird das ja schön aufgezeichnet. Man hat also typisch adventistische Standpunkte, die darin vertreten werden. Aber Ellen White schreibt die Riders mit als Antwort auf dieses Buch einen Brief, wo sie sagt: "In seinen Predigten ist so wenig von Christus." Das ist eine sehr harte Aussage.
[29:09] Und ich denke, wie gesagt, warum erzähle ich das alles? Dass es durchaus sein kann und ich kenne auch leider viele, die sehr viel Fokus darauf gelegt haben, aber ich sage mal, diese Freude in ihrem Leben oder diese Herzlichkeit auch total gefehlt hat. Und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum viele Menschen da bisschen Abstand halten wollen, wenn man vom Gesetz spricht.
[29:32] Ich kann ich aber sagen, ich habe eine andere Erfahrung gemacht und lasse es dazu in das Lukas-Evangelium noch gehen. Ich glaube nämlich, dass der Weg der Heiligung, den Gott für uns vorgesehen hat, zu unserem Besten dient, uns Freuden in Fülle gibt. Bei Jesus hat gesagt: "Ich habe meines Vaters Gebote gehalten." Und Jesus sagt auch zu seinen Jüngern: "Ich gebe euch meine Freude, ja, ich gebe euch meinen Frieden." All diese Dinge, es sagt, wir sollen den Heiligen Geist bitten, damit unsere Freude völlig werde.
[30:07] Vollkommene Freude. Ich habe mir auch die Frage gestellt, was ist vollkommene Freude? Aber ihr Lieben, vollkommene Freude kann nur eine Übereinstimmung mit Gottes Gesetzen geben. Aber wenn die Bibel uns sagt, dass wir vollkommene Freude haben können, wenn wir Gottes Gebote erhalten, aber wir das nicht erleben, dann ist die Frage, wo ist der Fehler? Ist der Fehler bei Gottes Gesetz, so dass der Fehler bei unserem Verständnis?
[30:36] Ich möchte mit euch Lukas 2, Vers 52 lesen. Hier heißt es: "Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gnade bei Gott und den Menschen."
[30:48] Wenn wir das fünfte Buch Mose studieren, ja, und wir von dieser großen Erweckung lesen, die hier beschrieben wurde, und wir verstehen, dass Jesus vollkommen war, dass aber auch er nach diesem Text an Gnade und Weisheit zugenommen hat, also dass auch er gewachsen ist, dann sollten es das ermutigen, dass wir vor Gott nicht irgendwie so einen Level an Perfektion erreichen müssen, dass wir fähig sind, in den Himmel zu kommen, sondern dass der Prozess des Lernens und Wachsens bis in alle Ewigkeit fortgesetzt wird.
[31:18] Wird. Und mit dem Hintergrund, wenn wir all diese Gesetze, eine Forderungen sehen, ja, denn den Bund, den Gott geschlossen hat, muss erst wieder daran erinnert als Zentrum das Gesetz. Es ist ein lebenslanges Wachsen und ist es dazu da, um uns Freude in Fülle zu geben.
[31:42] Einen anderen wichtigen Aspekt finden wir auch im fünften Buch Mose, Kapitel 5.
[31:46] Und dort im dritten Vers 11. Kapitel 5 und dort Vers 3. Man fragt sich vielleicht mit diesen Text liest, was meint Mose hier?
[32:04] Lasst uns 5. Mose 5 lesen, Vers 3. Nicht mit unseren Vätern hat er diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier alle am Leben sind.
[32:15] Wenn man diesen Text liest, kommt vielleicht die Frage auf, was sagt er hier? Ja, wir haben doch gerade gelesen, dass der Bund mit Abraham geschlossen wurde, dann mehrmals bestätigt wurde und am Sinai dann wieder mit dem Volk Israel geschlossen wurde. Aber jetzt sagt Mose hier, dass der Bund nicht mit den Vätern geschlossen wurde, sondern mit denjenigen, die heute am Leben sind.
[32:42] Entweder hat Mose Unrecht, oder wir müssen unser Verständnis erweitern. Ich glaube, wie auch die Sabbath School uns hier sagt, dass das Moses Art und Weise war, das Folge wissen zu lassen, dass die Verheißungen, er hat jener Erfüllung treten sollten, jetzt dieser lebenden Generation gelten sollten.
[33:02] Der Bund wurde zwar vorher gegeben, weil wir auch gelesen haben, denn Volk Israel wohl es gegönnt, die Erfüllungen davon zu sehen. Was leider die Generation aus Ägypten nicht geschafft hat, weil sie in Unglaube und Stolz gefallen sind und dadurch dann auch wirklich wortwörtlich gefallen sind in der Wüste. Haben die Nachkommen dieser Menschen erreicht, haben sie, weil sie dann den Glauben hat, noch eine zweite Land einzutreten.
[33:29] Und auch hier möchten uns die Frage stellen, was kann das für uns persönlich bedeuten?
[33:38] Ich glaube, dass wir auch als Volk Gottes schon sehr lange in der Wüste der Geschichte im Herwandern, dass wir viele Möglichkeiten hatten, das himmlische Kanaan zu betreten, aber nie eingetreten sind aus verschiedenen Gründen, leider. Ja, wenn du zum Beispiel an die Zeit um 1888 zurückdenkst, als sonst nur Gnade, Gerechtigkeit aus Glauben gepredigt haben, weil die Predigten der Adventpioniere oder der fortgeschrittenen Advent meine sagen, wieso sich nur auf das Gesetz fokussiert haben, aber das Leben, ja, das Wachsen in Christus vernachlässigt haben.
[34:17] Hat Gott die Botschaft gesandt und es gibt sehr interessante Zitate von Ellen White. Sie sagt, dass Johnson Wagner Gerechtigkeit aus Glauben besser predigen können als sie. Das ist schon starke Aussage. Aber wir wissen leider, dass diese Botschaft abgelehnt wurde im allgemeinen Stil. Und Ellen White geht sogar so weit zu sagen, dass manche von den leitenden Brüdern damals die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen haben, weil sie diese Botschaft abgelehnt haben. Und wir wissen, was das bedeutet.
[34:49] Gott hat sehr lange mit dem Volk Israel gehandelt und gewürgt und naja, wir lesen sie immer wieder, dass immer wieder Abfall kommt, denn Israel. Immer wieder hat Gott sie zurückgeholt, aber es gab irgendwann auch eine Grenze bei all dem. Die ganzen Verheißungen im Alten Testament, ja, die abgegeben wurden, dass aus Jerusalem das Gesetz wieder kommen, der dass der König in Jerusalem einziehen wird und solche Dinge. Obwohl wir wissen, dass es sich nicht mehr durch erfüllen wird, weil diesmal gleich warum.
[35:21] Aber ich glaube, dass all diese Versprechen mit dem irdischen Israel hätten erfüllt werden können. Und wenn sie nicht abgefallen wären, glaube ich, dass sie heute immer noch Gottes auserwähltes Volk sind. Aber weil es leider nicht funktioniert hat und sie dann auch noch den Sohn Gottes verworfen haben, hat Gott seinen Plan ändern müssen. Und es war nicht mehr das Volk Israel als geschlossenes Volk, das das Licht weiter tragen sollte, sondern wie Paulus sagt, er wurde zu den Heiden gesandt, damit auch dort dieses Licht ausgegossen wird.
[35:54] Aber jetzt ist die Frage, was hat uns das alles zu sagen? Ja, warum möchten uns das überhaupt ansehen? Lasst uns Matthäus 21 lesen ab Vers 33. Das ist ein wichtiger Aspekt, gerade in Bezug auf das, was wir in 5. Mose 5, Vers 3 gelesen haben, dass die Verheißungen, die siebte das Volk aus Ägypten nicht erhalten konnte, dass das an die junge Generation weitergegeben wurde.
[36:20] Wurde. Ähnliche Texte finden wir Matthäus 21, ab Vers 33. Das ist das Gleichnis von den Weingärtnern. Hört ein anderes Gleichnis: Es war ein gewisser Hausherr, der pflanzte einen Weinberg, zog einen Zaun darum, grub eine Kelterei, baute einen Wachturm, verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes. Als nur die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte in Empfang zu nehmen. Aber die Weingärtner ergriffen seine Knechte und schlugen den einen, den anderen töteten sie, den dritten steinigen sie. Rasend er wieder andere Knechte mehr als zuvor, und sie behandelten sie ebenso. Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: "Sie werden sich von meinem Sohn scheuen." Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie: "Das ist der Erbe, kommt, lasst uns ihn töten und sein Erbgut in Besitz nehmen." Und sie ergriffen ihn, stießen ihn im Weinberg hinaus und töteten ihn.
[37:19] Dann hinterher des zweiten Werks kommt, was wird er mit diesen Weingärten tun? Sie sprachen zu ihm: "Er wird die Übeltäter auf üble Weise umbringen und den Weinberg anderen Weingärtner verpachten, welche ihm die Früchte zu ihrer Zeit abliefern werden."
[37:38] Jesus spricht zu ihnen: "Habt ihr noch nie in den Schriften gelesen? Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der es zum Eckstein geworden vom Herrn ist das geschehen und es ist wunderbar in unseren Augen."
[37:49] Netzwert 43 kommt der interessante Teil. Darum sage ich euch, das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt.
[37:58] Das ist ein sehr interessanter Text. Und alle, die quasi den Glauben haben, dass es Volk Israel, es gibt ja in der Dispensationalisten Lehrer dieser Idee, dass das Volk Israel am Ende der Zeit noch mal eine große Rolle spielen wird, ja, dass die Juden Gottes auserwähltes Volk sind und na ja, irgend einen Zweck erfüllen werden. Aber Jesus sagt uns hier ganz klar, gibt übrigens noch andere Stellen zum auch, das mit dem Feigenbaum zum Beispiel, Jesus verflucht. Das ist alles ein Sinnbild, das mit der Verwerfung Jesu, wie es hier heißt.
[38:31] Zum Schluss kam der Sohn, aber auch der wurde getötet. Das mit der Verwerfung Jesu, das Volk Israel nicht mehr lange als Volk bestanden hat und Gott es als Volk verworfen hat, nicht die einzelnen Gläubigen, aber es folgt.
[38:50] Und das Reich Gottes anderen gegeben wurde. Genau das gleiche 5. Mose 5, Vers 3. Da wurde nicht das ganze Volk verworfen, aber zumindest die Generation, die hätte einziehen können ins Land Kanaan. Und das ist auch eine wichtige Lehre für uns.
[39:05] Es gibt, ich weiß nicht genau, wo steht, aber es gibt ein Zitat von Ellen White, wo sie sagt, dass Unglaube und Stolz die großen Sünden sind, wo sich Gottes Volk schuldig macht. Und daher, lasst uns nicht den gleichen Fehler begehen wie Israel, sondern lasst uns ja in Buße vor ihnen kommen, dass wir nicht auch davon ausgeschlossen werden.
[39:27] Ich glaube nicht, dass Gott ein anderes Volk berufen wird, weil die profitieren, sagt, dass Gottes Endzeitvolk das Werk auch beenden wird. Aber die entscheidende Frage ist, sind wir persönlich mit dabei?
[39:39] Und ihr Lieben, ich glaube, es gibt keine größere Freude, dass wir sehen können, dass wir am lauten Beruf teilnehmen dürfen.
[39:49] Aber es gehen wir noch mal zurück zu dem Volk Israel damals, fünftes Buch Mose, Kapitel 26.
[39:54] Und dort die Verse 16 bis 19. Ein sehr, sehr schöner Text. Fünfter Mose 26.
[40:07] Wer also 16 bis 19: "An diesem heutigen Tag gebiete dir der Herr, dein Gott, dass du diese Satzungen und Rechtsbestimmungen hältst zu bewahren. Tun sie von ganzem Herzen und von ganzer Seele. Du hast dem Herrn heute gesagt, dass er ein Gott sein soll und dass du auf seinen Wegen wandeln willst und seine Satzungen, Gebote und Rechtsbestimmungen halten und seiner Stimme gehorchen willst. Und daher hat die heutige zugesagt, dass du sein Eigentum des Volkes sein sollst, so wie er es dir verheißen hat. Und dass du alle seine Gebote hältst und dass er dich als höchstes über alle Völker setzen will, die er gemacht hat, zur Lob und Preis und dass du ein heiliges Volk sein sollst, dem Herrn, deinem Gott, wie verheißen hat."
[40:53] Sie. Sehr schöner Text. Also diese Berufung, ja, die Israel hatte, als Licht für die Welt zu wirken, wurde hier noch mal bestätigt. Und gleichen Vers 16 sagt uns der Text: "An diesem heutigen Tag gebiete dir Herr."
[41:07] Dann Vers 17: "Denn du hast im Herrn heute zugesagt und so weiter." Ist auch eine sehr wichtige Lehre für uns.
[41:13] Wenn ja, dass wir unsere unsere Entscheidung für Gott, unsere Bekehrung oder unsere Änderung, was auch immer, unser Wirken für ihn nicht aufschieben. Wenn er heute sagt, dass wir diesen Weg gehen sollen, es nicht aufzuschieben, denn jedes Mal, wenn wir etwas aufschieben, wir Satan diesen diese Verzögerung nutzen können, um uns wieder wegzubringen von den Weg der Wahrheit. Und vielleicht kennt ihr da einige Beispiele auch von Menschen, die sich bekehren wollten, aber gesagt haben: "Auch, ich warte noch ein bisschen." Aus irgendwelchen Gründen. Und dann leider wieder abgefragt sind.
[41:48] Aber auch hier können wir sehen, sowie Mose das Volk aufgefordert hat, so auch uns heute.
[41:51] Heute, wenn wir heute etwas Neues erkennen, dass wir auch im Glauben daran handeln und uns nicht abbringen lassen für einen Weg der Wahrheit.
[42:02] Erleben, ich glaube, dass sie sehr wichtig an zeitgemäße Dinge, die wir hier studiert haben.
[42:08] Und eine Frage, mit der wir abschließen möchten, ist die Art und Weise, wie wir wieder unsere Beziehung zu Gott aussieht.
[42:21] In 5. Mose 8, Vers 5 sagt uns die Bibel: "So erkenne nun in deinem Herzen, dass der Herr, dein Gott, dich erzieht, wie ein Mann seinen Sohn erzieht."
[42:30] Man denkt, er vielleicht erste Erziehung. Aber ihr Lieben, wenn Gott unser Ziel ist, das eine schöne Erziehung, oder?
[42:38] Oder Kapitel 14, Vers 1: "Ihr seid Kinder des"
[42:41] Kapitel 14, Vers 1: „Ihr seid Kinder des Herrn, eures Gottes.“ Das ist auch ein wundervolles Bild. Gott hat damals auch klare Linien gezeigt, aber er wollte schon immer mit seinem Volk umgehen, wie er mit Kindern umgeht.
[42:59] Und die Frage, die für uns herausspringt, ist: Welche Art von Beziehung haben wir mit Gott? Wenn wir unsere Hand aufs Herz legen – und wie gesagt, ich sage das nicht als Anklage, sondern weil ich mir die Frage selber gestellt habe – wenn wir die Hand aufs Herz legen, wer von uns würde wirklich sagen, dass Gott unser Vater ist?
[43:15] Theoretisch sagen wir das, aber wer von uns würde wirklich sagen, dass Gott unser Vater ist, wenn wir dann nicht mit Gott Erfahrungen gemacht haben, dass wir sagen können: Ich glaube, das ist eine Art von Beziehung, die unvergleichlich ist. Aber auch hier der entscheidende Punkt ist, ob wir diese praktische Erfahrung wirklich gemacht haben.
[43:37] Ich glaube, wir sind in sehr, sehr interessanten Zeiten und wir gehen schnurgerade auf die Wiederkunft zu. Aber was wir dazu brauchen, ist eine persönliche Erfahrung mit Gott und die gegenwärtige Wahrheit, die in diesem Buch finden. Faszinierend, das betrifft nicht nur damals die Zeit, sondern auch heute.
[43:59] Wer von uns würde Gott seinen Vater nennen? Ich glaube, dass, wenn wir das wirklich sagen können von Herzen, dass wir auf einem super guten Weg sind.
[44:08] Lass uns noch kurz in das vierte Kapitel zurückspringen, Kapitel 4 und dort den Vers 20: „Aber hat der Herr genommen und herausgeführt aus dem Eisenschmelzofen aus Ägypten, damit ihr sein Eigentums-Volk sein solltet, wie es heute der Fall ist.“
[44:27] Gott sagt hier ganz klar, dass er sein Volk ja aus einem Ofen geholt hat, wo sie sonst geistlich gesehen verbrannt werden. Und deswegen, wenn wir auch diese harten Forderungen manchmal lesen im Gesetz, wenn ihr verstehen, dann, wenn wir glauben, ja, dass der Vater genau den gleichen Charakter hatte wie Jesus und dass der Gott im Alten der gleiche wie im Neuen Testament ist, dann werden wir auch mit Dankbarkeit überfließen, wenn wir lesen, dass Gott uns ja herausgeführt hat, gerettet hat vor dieser großen, großen Trübsal, dass er uns geholfen hat aus der Sünde herauszukommen.
[45:07] Die Liebe, ich möchte noch abschließen mit einem Text aus dem ersten Buch Mose, weil ich glaube, es ist sehr wichtig ist in unserer Zeit, wirklich die Abscheulichkeit der Sünde zu verstehen. Wir wissen ja theoretisch, Sünde ist das Übertreten des Gesetzes Gottes, aber auch hier wissen wir eigentlich, wie schmerzhaft Sünde ist.
[45:29] Wenn wir zum Beispiel in 1. Mose 4, Vers 7 lesen, sagt Gott zu Kain: „Ist es nicht so, wenn du Gutes tust, darfst du dein Haupt erheben? Wenn wir aber nicht Gutes tun, so lauert die Sünde vor der Tür, und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet. Du aber sollst über sie herrschen.“
[45:52] Also Gott sagt hier, wenn wir von den Wegen der Gerechtigkeit abweichen, dann lauert die Sünde vor der Tür und ihr Verlangen ist auf uns gerichtet. Also die Sünde möchte bei uns herrschen, aber Gott sagt, es ist ja gerade andersrum: Sein wir sollen über die Sünde herrschen. Und das ist auch schon das Evangelium.
[46:07] Ja, in diesen alten Geschichten, wo wir damals denkt, da ging es nur um Opfer, ihr Leben, das ist das Evangelium dort, dass wir über die Sünde herrschen, dass Gott uns befreit hat aus diesem Eisenschmelzofen aus Ägypten, was ja auch ein Sinnbild ist für das Haus der Sünde.
[46:26] Lasst uns bewusst werden, was der Preis gekostet hat, dass Gott uns herausgebracht hat, und lasst uns wirklich diese praktische Erfahrung suchen, dass wir wirklich sagen können: Gott ist mein Vater, und ich bin bereit, mit ihm alles zu gehen und zu tun.
[46:45] Ich glaube, dass das fünfte Buch Mose ja nicht mehr Christoph, was gesagt hat, oder weil die Sabbath-Schule und so schön vormacht. Ich glaube wirklich, dass das fünfte Buch Mose sehr viel gegenwärtige Wahrheit enthält. Und daher auch hier nochmal die herzliche Einladung für jeden persönlich, ausgehend von dem Studium, dass wir hier machen mit der Kreis-da-die-Aua, das fünfte Buch Mose persönlich tief zu studieren und zu sehen, wo finde ich das Evangelium da drin.
[47:11] Wenn die Sabbath-Schule recht hatte und diese Worte hier „Gegenwärtige Wahrheit im fünften Buch Mose“ stimmen, dann glaubt mir, wir werden die Familien finden, anstatt, so wie es nie vermuten würden.
[47:25] Wir laden auch für die nächsten Wochen eine herzliche Einladung dabei zu sein, um diese Impulse mitzunehmen. Und ich denke, dass wir kurz davor stehen, wo Gott in spe-Tränen ausgießen möchte, damit er wieder kommen kann, dass das Werk abgeschlossen werden wird.
[47:41] Ich möchte mir erstmal zum Abschluss noch beten, gerade darum und vor allem Gott auch bitten, wie ich auch anfangs gesagt habe, nicht als Floskel, sondern wirklich bitten, dass Gott uns hilft, seine Worte zu verstehen und dass unsere Herzen weit offen sind, diese gegenwärtigen Wahrheiten aufzunehmen und vor allem umzusetzen.
[48:01] Und nicht nur Wissen zu konsumieren und noch eine Predigt, noch ein Buch und noch einen Vortrag, sondern praktisch zu handeln und den Menschen das zu bringen, wonach ihr Herz sucht.
[48:12] Himmlischer Vater, ich danke dir für das tolle Studium, dass wir machen konnten. Wir sehen, wie vom fünften Buch Mose aus Lichtstrahlen in das ganze, den ganzen Rest der Bibel übergehen und wir überall deine Herrlichkeit finden.
[48:30] Und so möchte ich dich bitten, Herr, dass du uns hilft, die praktische Erfahrung zu sammeln und zu versuchen, mit dir, dass wir die Sünde hassen, uns von der Sünde trennen und dass wir uns ganz auf dein Wort ausrichten werden, damit der Spätregen ausgegossen werden kann und du wieder kommen kannst.
[48:47] Und dafür möchten wir dir danken im Namen Jesu. Amen.
[48:50] Amen. [Musik]
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