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In diesem Video erklärt Heidi Kohl, warum eine vollwertige Ernährung entscheidend für ein gesundes und hoffnungsvolles Leben ist. Sie beleuchtet die ursprüngliche Ernährung des Menschen und wie die Industrialisierung und moderne Lebensmittelverarbeitung zu einem Verlust von Nährstoffen geführt haben. Anhand von Zitaten und persönlichen Erfahrungen zeigt sie die Vorteile natürlicher Lebensmittel auf und warnt vor den Gefahren künstlicher Zusatzstoffe.


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Serie: Hoffnungsvoll Leben

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Transkript

[0:36] Aber eigentlich dieses Wort "Abnutzung" kommt nur dann wirklich zur Geltung, wenn ich dem Körper nicht das zuführe, was er braucht. Weil sonst dürften wir uns nicht abnutzen, wenn der Körper alles bekommt, was er braucht. Und wenn ich nach diesen Lebensprinzipien lebe, dann kann ich sehr lange fit und gesund sein. Ich habe das leider sehr früh erfahren müssen, dass ich etwas ändern muss. Im Alter von 34 Jahren haben sich sehr viele Beschwerden eingestellt, aber ich konnte dann lernen. Ich habe damals diesen Weg begonnen, als erstes mit der Vollwert-Ernährung und habe dabei schon die ersten großen, tollen Erfahrungen gemacht und bin dann diesen Weg immer weiter und weiter gegangen. Habe dazu gelernt, habe 30 Jahre jetzt gelernt und Erfahrung. Und ich weiß, dass dieses Wort "Abnutzung" ein Begriff ist, den wir eigentlich nicht bräuchten, weil wenn wir dem Körper die richtigen Stoffe zuführen, dann ist er leistungsfähig. Dann kriegen wir nicht unsere Bandscheibenvorfälle in einem bestimmten Alter und manche schon sehr früh. Ich als Krankenschwester habe ja sehr schwer heben müssen und wenn ich jetzt meine Gelenke oder meine Wirbelsäule zu stark belaste, dann wird sie diese Belastungen nicht standhalten können. Und deshalb ist es so wichtig, dass ich das Verständnis bekomme über das, was der Körper wirklich braucht, aber auch das Schädliche, dass ich das Schädliche weglasse, was meinen Körper womöglich zerstört.

[2:13] Und in dieser Woche werden Sie da sehr vieles hören und vielleicht auch noch zum Wort "Abnutzung". Für viele ist das eigentlich eine Ausrede. Ja, ich kann nichts dafür, ich habe eben diese Abnutzung. Und dem möchte ich eigentlich, von dem möchte ich mich fernhalten von diesen Äußerungen. Also, welche nahrhafte Nahrung brauchen wir? Wir sollten solche Nahrungsmittel gewählt werden, die zum Aufbau des Körpers nötigen Elemente am besten liefern. Also, diese Nahrung sollte gewählt werden. Ich habe ja auch einige Zitate hier aus einem Buch, das aus dem Englischen kommt, das übersetzt worden ist in Deutschland: "Weg zur Gesundheit". Und von einer Pionierin auf dem Gebiet der Gesundheit, Frau Ellen G. White, habe ich sehr viel. Das ist vor über 100 Jahren geschrieben worden und das ist so viel Wahrheit drinnen, das ist wirklich ganz phänomenal.

[3:17] Das hier ist auch ein Zitat aus einem dieser Bücher: "In der Wahl unserer Nahrung ist der Appetit kein sicherer Führer." Also, wie viele lassen sich von ihrem Appetit leiten? Vor allem die Jugend, ne? Das schmeckt mir und das andere essen wir gar nicht. Er ist doch falsche Gewohnheiten im Essen verdorben worden. Das betrifft uns alle, weil wir ja auch so aufgewachsen sind. Ich war auch nicht ausgenommen davon. Falsche Gewohnheiten im Essen haben auch bei mir einen Schaden angerichtet und es war sehr schwer, dann eigentlich zu einer gesünderen Ernährung und Lebensweise zu kommen. Wir verlangen oft nach Speisen, welche die Gesundheit beeinträchtigen und statt Kraft Schwäche verursachen. Das auch bei mir der Fall. Nach dem Essen war ich immer müde, konnte nichts mehr machen. Und dann gibt es auch die Sitten der Gesellschaft, die können uns ebenfalls nicht sicher leiten. Die überall herrschenden Krankheiten und Leiden sind zum großen Teil den allgemeinen Fehlern in Bezug auf die Diät zuzuschreiben. Also, das heißt, es werden wirklich viele Fehler gemacht. Sie werden das in dieser Woche sehr viel lernen.

[4:30] In dieser Hinsicht und deshalb heißt es auch für mich persönlich, und ich möchte das auch an Sie weitergeben: Zurück zum Ursprung. Ich habe vor 30 Jahren bei Dr. Brucker in Landstein gelernt, die Ausbildung zum Gesundheitsberater, und das hat mich damals schon sehr beeindruckt. Er hat immer gesagt: "Schaltet seinen Hausverstand ein, geht's zurück zu dem, was ursprünglich war, jetzt zurück zum Natürlichen." Und da möchte ich Sie auch in dieser Woche einige Schritte mitnehmen, zurück zum Natürlichen.

[5:09] Und um zu wissen, welches die beste Nahrung ist, müssen wir Gottes ursprünglichen Plan für die Diät des Menschen studieren. Er, der den Menschen schuf und seine Bedürfnisse versteht, wie es Adam seine Nahrung an. Und wer die Bibel kennt, der weiß: Am Anfang im Schöpfungsbericht steht immer: "Es ist sehr gut" oder "Es war sehr gut". Alles, was Gott geschaffen hat, war vollkommen, war sehr gut. Und der Mensch hat sich eben davon entfernt. Und das ist einfach wichtig, dass wir wissen, hier gibt es im Hoffnung, dass wir erkennen können, dieser Weg und dieses Buch, das so viel wertvolle Ratschläge enthält, kann uns wirklich helfen.

[6:01] Und so möchte ich immer wieder dieses Zitat bringen aus dem ältesten Buch, 1. Mose 29, dort, wo Gott für uns die Nahrung angewiesen hat. Und die erste Nahrung war voll vegetarisch. Und Gott sprach: "Siehe, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise." Nun, was sind das für Nahrungsmittel? Sie bestanden aus Obst, Getreide, Samen und Nüssen. Das Gemüse sagt später dazugekommen, aber das erste, was Gott den Menschen gegeben hat, das war das Obst, das Getreide, die Samen und die Nüsse.

[6:48] Und hier wieder eine Aussage aus dem Buch: "Getreidefrüchte, Nüsse und Gemüse bilden die von unserem Schöpfer für uns gewählte Kost. Diese Nahrungsmittel, so einfach und natürlich wie möglich zubereitet, sind die gesündesten und nahrhaftesten. Sie verleihen solch eine Kraft, Ausdauer und Verstandesschärfe, welche durch eine aufwendigere und erregende Ernährung nicht geboten werden kann."

[7:17] Und das mich fasziniert hat, dann diese Aussage: "Kraft, Ausdauer, Verstandesschärfe". Und wenn ich zurückdenke, wie oft ich nach dem Essen müde war und mich am liebsten irgendwo hingelegt hätte und nicht mehr so viel Arbeitsleistung bringen konnte. Und dann hat mich das schon stutzig gemacht. Ich möchte also mehr Kraft haben, mehr Ausdauer, mehr Verstand. Wer möchte das nicht haben? Wir möchten das eigentlich alle haben. Aber dazu brauche ich auch eine Veränderung. Muss ich bereit sein, etwas zu verändern. Darüber werde ich dann immer auch wieder etwas sagen und auch zeigen, auf das, was in diesen 30 Jahren meines Lebens alles entstanden ist, durch das Kennenlernen einfach dieser wichtigen Prinzipien.

[8:17] Wie war die ursprüngliche Ernährung des Menschen? Sie war vollwertig. Tausende Jahre lang ernährte sich der Mensch von den Erzeugnissen der Erde, was gewachsen ist, unverändert, so wie es gewachsen ist. Hat das verarbeitet bei sich zu Hause, oder es hat Mühlen gegeben im Ort. Ist noch gar nicht so lange her, außer wenn man die Geschichte der Ägypter studiert. Die hatten schon eine sehr hohe Zivilisation und die hatten auch schon sehr viele Zivilisationskrankheiten. Also, dem kann man schon sehen, die haben Eingriffe in die Nahrung vorgenommen und dann hat es eben bei ihnen auch schon viele Krankheiten gegeben.

[9:04] Erst durch die Industrialisierung ist ja nicht so lange her, wir würden sagen so 150 Jahre, hat es so begonnen mit der Industrialisierung. Dann sind die Städte immer größer geworden, gewachsen. Die Landflucht hat begonnen, meist vom Land in die Stadt gegangen. Dort hat man mehr Arbeit bekommen. Jetzt ist natürlich haltbare Nahrung notwendig geworden und so hat man begonnen, Lebensmittelkonserven zu schaffen. Es wurde der Zweig der Lebensmittelindustrie ins Leben gerufen und vor allem massive Eingriffe in die Komplexität der Nahrung. Das ist sehr wichtig, dass wir das wissen, dass hier die Struktur verändert wurde, der Geschmack verändert wurde, die Farbe wurde verändert. Die Lebensmittel raffiniert, extrahiert, Stoffe zugesetzt, erhitzt und konserviert.

[10:11] Mein Erhitzen war eigentlich immer schon der Fall, konservieren auf natürliche Weise auch. Und so ist es wichtig für uns, dass wir uns einfach überlegen, was ist das Natürlichste und dass wir wirklich anschauen, was ist in einem Lebensmittel drinnen, dass wir kaufen und was ist da alles mit dieser Nahrung geschehen.

[10:32] Und diese 30 Jahre, in der ich mich mit der Ernährung beschäftige und meinem Lebensstil, ich habe als Krankenschwester sehr viele Krankheiten gesehen, bin dann eben auch selber krank geworden. Und da ist es für mich wichtig geworden, eben dieses große Thema zu hinterfragen und wie kann ich wirklich noch Gesundheit finden, wie kann ich wirklich gesund werden und gesund bleiben? Das ist ja eigentlich das Oberthema von diesem Seminar.

[11:09] Und hier liegt das wirklich sehr viel verborgen, was ich eigentlich auch in dieser Woche ans Licht bringen möchte. Gleich zurück zur Ernährung, die Gott für uns vorgesehen hat. Wir haben hier die natürlichen Lebensmittel, wie sie die Natur bietet. Hier finden wir alle Grundnährstoffe wie Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, auch die wichtigen Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fermente und Faserstoffe. Diese sind in einer natürlichen Frucht, in einem harmonischen Verhältnis so enthalten, dass sie Gesundheit garantieren.

[11:52] Und da haben wir jetzt schon diese Nahrungsmittelgruppen, mit denen wir arbeiten können, wenn wir jetzt wirklich zurück zur Natur gehen wollen. Wir haben das Getreide, das zu den Samen gehört, und die Nüsse und Samen: Weizen, Dinkel, Grünkern, Blumenkerne, Sesam, Mandeln, Pinienkerne und so weiter, aber aufgezählt. Dann von den Früchten, wir haben das Obst: das Kernobst, Steinobst, Beerenobst, Trockenfrüchte, Oliven, Avocados. Dann haben wir die Gemüse: alle Blattgemüse, Wurzelgemüse, Fruchtgemüse, Kräuter und die Hülsenfrüchte. Und mit diesen Naturalien arbeite ich.

[12:35] Und mit dieser Ernährung habe ich jetzt wirklich besondere Erfahrungen an mir selber gemacht und auch an anderen Menschen. Ich habe die zehn Jahre vor meiner Pensionierung habe ich bei mir in meinem Haus Menschen aufgenommen, denn ich war als Krankenschwester sehr neugierig. Ich wollte wissen: Funktioniert das? Kann ich das wirklich machen? Kann ich das praktizieren? Gibt es da Erfolge? Und ich möchte einfach ein Beispiel erzählen von dem, was ich im vergangenen Sommer erlebt habe. Ich mache jetzt nicht mehr viel in dieser Hinsicht, dass ich Menschen bei mir aufnehme. Ich mache mehr Vortragsreisen und Seminare, die ich halte. Aber wir haben eine wieder eine tolle Erfahrung gemacht, die mich immer wieder ermutigt.

[13:24] Es kam eine Frau zu mir, die hat einen Gleitwirbel und sie konnte fast nicht mehr gehen, nur mehr ein paar Schritte. Und sie hatte sehr starke Schmerzen, musste ständig Tabletten nehmen. Und sie hat dann auch ein Entschlackungsprogramm mitgemacht und einige Rohkosttage. Und dann wieder diese Ernährung, sehr schon früher mal kennengelernt, aber wieder fallen gelassen. Diese Ernährung wieder durchgeführt und jeden Tag Bewegung, Wasser trinken auch genügend und all diese wichtigen Faktoren, die zur Gesunderhaltung beitragen. Und nach diesen zwei Wochen haben wir dann schon eine größere Wanderung unternommen, diese ohne Schmerztabletten durchführen konnte. Und sie hat mich jetzt vor ein paar Wochen angerufen und hat gesagt, sie hat 16 Kilo abgenommen. Sie war stark übergewichtig, sie hat keine Schmerzen mehr, sie braucht keine Tablette mehr nehmen und sie macht jeden Tag ihr Bewegungsprogramm.

[14:30] Und hier möchte ich, möchte immer wieder auch ein paar Erfahrungen einfließen lassen, die uns ermutigen sollen. Wie gesagt, ich war als Krankenschwester neugierig, ich wollte wissen, funktioniert das. Und wir haben das wirklich in hunderten Fällen erleben dürfen, ob das jetzt Depressionen waren oder ob das irgendein Schmerzzustand war, der auf das Bewegungssystem zurückzuführen war, oder auch sonstige andere Beschwerden. Also, wir haben wirklich sehr schöne Erfahrungen gemacht.

[15:04] Ich möchte auch hier noch ein Zitat bringen von Pfarrer Sebastian Kneipp, der auch schon zu dieser Zeit vor 150 Jahren dieses Zitat geprägt hat: "Man darf annehmen, dass alles, was die Erde zur Nahrung hervorbringt, uns vom Schöpfer in der besten Form geboten ist. Und wer die größte Sorgfalt trägt, dass es unverändert bleibt, gewinnt auch den größten Vorteil." Und das bestätigt auch wieder das, was ich selbst erfahren habe.

[15:35] Es ist wichtig zu wissen, dass unser Stoffwechselgeschehen nach ganz bestimmten Ordnungsprinzipien abläuft, wobei das Vorhandensein aller Vitalstoffe entscheidend ist. Vor 30 Jahren hat auch Dr. Brucker über diese wichtigen Themen bereits referiert und die Menschen aufmerksam gemacht, dass alle Vitalstoffe wichtig sind und nicht Nahrungsmittel, die man auseinanderreißt und verschiedene Stoffe dann entfernt und dann nicht mehr alles drinnen ist.

[16:06] Was ich noch sagen wollte zu den vier Nahrungsmittelgruppen, die ich Ihnen vorher gezeigt habe, mit denen ich arbeite, habe ich also sehr, sehr viele Rezepte entwickelt, gut schmeckende Rezepte. Und deshalb biete ich auch immer wieder Kochkurse an und lerne in der Bevölkerung den Menschen, wie Sie gesünder kochen können. Ich habe so manchmal Spitzenjahre, wo ich in einem Jahr 17 Kochkurse gemacht habe. Das waren so Kochkurse, die haben mir meistens vier Abende. Und das war für mich dann so ein Spitzenjahr. Und ich glaube, ich habe sicher schon 200 Kochkurse gemacht insgesamt. Und es macht mir einfach riesen Freude, diese Kenntnisse weiterzugeben, wie man wirklich kochen kann, um gesund zu bleiben oder vielleicht auch wieder gesund zu werden.

[17:05] Wir brauchen alle Nährstoffe. Wir brauchen Baustoffe wie Eiweiß und Mineralstoffe. Wir brauchen Brennstoffe wie Kohlenhydrate und Fette. Und wir brauchen die Vitalstoffe. Das sind die Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme, Wasserstoffe, Farb-, Duft- und Geschmackstoffe und vor allem die essentiellen Fettsäuren, Omega 3, 6 und 9. Und da werden wir dann beim Vortrag über Fette dann mehr darüber hören. Wir gehen ja wirklich durch die ganze Ernährung durch, damit Sie auch hier das Wichtigste erfahren, was es heute zu wissen gibt.

[17:49] Professor Kollath hat diesen Ausdruck geprägt: "Lass die Nahrung so natürlich wie möglich, vollwertig und unverändert." Das wäre das Beste. Dann gibt es mechanische Veränderungen. Das heißt, wenn ich ein Getreidekorn mahle, dann ist das eine mechanische Veränderung. Oder wenn ich Nüsse mahle, ist das auch eine mechanische Veränderung. Dann gibt es fermentative Veränderung, das heißt milchsauer vergoren, etwas milchsauer zu vergehen. Das ist auch eine fermentative Veränderung. Dann gibt es das Erhitzen und dann eben auch Erhitzen und sterilisieren und halt natürlich konservieren. Also, das ist etwas, was allgemein über 1000 Jahre üblich war.

[18:39] Und dann kam wieder der sechste Punkt, der rot angezeichnet ist: das Raffinieren, das Extrahieren. Also, jetzt in diesem Zeitalter der Zivilisation, das Konservieren, das chemisch Verändern und das Aromatisieren. Wir gehen also hier von wertvoll bis denaturiert. Das sind also die Wege, die die Lebensmittelindustrie gegangen ist, um unsere Nahrung, die Gott für uns geschaffen hat, zu verändern. Und wir schauen uns jetzt an, was hier verändert wurde und was jetzt in diese rote Spalte hineingehören, das, was wir eigentlich meiden sollten.

[19:20] Kunstfette wie Margarine und gehärtete Fette. Darüber werde ich dann beim Fett-Thema genauer sprechen, warum und wieso. Dann vor allem chemisch gewordene Öle, dann Stärkemehl, Auszugsmehl, Weizen- und Trockenmehl, Fabrikzucker, Schokolade, Konfekt, Süßigkeiten, Kuchen und Torten aus Fabrikzucker, künstliche Aromastoffe, Vitamine, Fermente, Nährstoffe, dann Trockenmilch, Kondensmilch, Trockenei, Fleischextrakt, Fermente, Hormone, Eiweißpräparate, zum Teil künstlich hergestellt, dann künstliche Mineralwasser und vor allem künstliche Zitronensäure. Wir werden das dann am nächsten Samstag, ist der letzte Abend, da werden wir dann über die Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln sprechen und da werden Sie auch staunen, was hier verändert wurde, wo ich auch lange nicht Bescheid gewusst habe.

[20:23] Aber ich bin dankbar, dass ich dahinter blicken darf und möchte Sie auch hier ermutigen, sich das zu Herzen zu nehmen. Die Nahrung, die Sie kaufen, genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich habe in meiner Handtasche immer eine Lupe, wo ich das, das ist so klein geschrieben, da muss ich das immer schauen, was da drinnen ist.

[20:46] Ja, wir leben in einer Zeit der chemischen Zusatzstoffe. 20 Millionen 600.000 Tonnen pro Jahr werden weltweit gegessen und da fallen auf jede Person vier Kilo chemische Zusatzstoffe. Das ist ein Faktum.

[20:59] Und dann haben wir auch hier noch eine sehr wichtige Information, dass wir auch hier wissen, was hier passiert, wenn wir glauben, wir kaufen mein Maiskeimöl und das ist etwas sehr Wertvolles. Dann sollen Sie aber auch wissen, dass wir einen Teelöffel Maiskeimöl 18 Maiskolben gebraucht werden. Man, die Maiskörner werden dann für was anderes noch verwendet, aber es wird hier der Keim herausgenommen und daraus das Öl gemacht. Es ist eigentlich eine Verschwendung, wenn wir das so betrachten.

[21:42] Und was für uns wichtig ist auch zu wissen, dass eben in der ganzen Frucht, an dem ganzen Maiskorn, alle Begleitstoffe sind, die notwendig sind, um dieses Fett abzubauen und zu verarbeiten. Das ist nicht als Flagge oder als Ballaststoff hängen bleibt im Körper und dann mit der Zeit Schäden macht. So geschieht es eben mit vielen Nahrungsmitteln, die verändert worden sind.

[22:12] Und letztendlich wissen wir alle, dass sie sich in den Arterien als erstes ablagern, diese Fette, die nicht abgebaut werden können. Werden dann in die Arterienwand hineingebaut oder auch das Cholesterin, das dann zu viel da ist, und wir bekommen mit der Zeit, oder sie werden in die Fettzellen deponiert und wir werden übergewichtig.

[22:41] Die Ganzheit ist mehr als die Summe ihrer Teile. Hier am Beispiel von Mandeln: Sie haben in 100 Gramm Mandeln 3,7 Gramm Kohlenhydrate und 15,2 Gramm Ballaststoffe. Sie haben 19 Gramm Eiweiß, sie haben 24 Gramm Fett, dann mehrfach ungesättigtes Fett, dann Mineralien wie Natrium, Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Fluor, Spurenelemente, dann die Vitamine mit Vitamin A, dann Vitamin E, sehr wichtig ist für die Zellwand, dann mit die Vitamine der B-Gruppe, die wir in der Hauptsache in den Nüssen und im Getreide finden, so wichtig für unsere Nerven und für unser Gehirn sind. Hier haben wir das Niacin und das Vitamin B6.

[23:39] Ja, das natürliche Lebensmittel ist dem künstlichen weit überlegen. Wir haben hier die natürliche Frucht und dann die Nachahmung. Wie schön ist so eine natürliche Frucht. Und das andere ist das Kunstprodukt. Was bringt uns das Kunstprodukt? Was bringt uns die Nachahmung? Es verdirbt meinen Geschmack. Es sind so viel Kalorien, die ich aufnehme, sehr viel Zucker ist drinnen, das geht in die Fettzellen. Ich nehme zu und was fehlt, sind die Vitalstoffe, die ich in der natürlichen Frucht habe.

[24:28] Ja, das natürliche Lebensmittel ist dem künstlichen überlegen. Wir sehen es hier am Vollkorn, hoher Wert beim Vollkornbrot oder beim Naturreis. Und hier haben wir das Weißmehl auf der anderen Seite und den weißen Reis. Das alles entwertet ist, wo die wichtigsten Stoffe fehlen.

[24:49] Auch hier haben wir eine Gegenüberstellung: den hohen Wert in den natürlichen Nahrungsmitteln, den vollwertigen, und gegenüber die hochkonzentrierte Eiweißnahrung, von der die meisten Menschen sich heute ernähren, die in dem Sinn einen niederen Wert hat, weil die lebenswichtigen Vitalstoffe fehlen. Wir werden das dann am morgigen Abend hören über die Phytochemikalien, denn tierische Produkte enthalten keine Phytochemikalien.

[25:28] Und es ist einfach wichtig, dass wir hier dazu lernen und diese Erkenntnisse dazu gewinnen. Und nun zu den Ballaststoffen. Wir brauchen Ballaststoffe, wir brauchen 40 Gramm täglich. Sie verlängern das Sättigungsgefühl, verkürzen die Transitzeit, verzögern die Resorption von Glukose. Denn wenn die Glukose so schnell ins Blut schießt, kann es dann später umso mehr zu diesen berüchtigten Abfällen, Blutzuckerabfall bzw. Unterzuckerung kommen. Und wenn die Gehirnzellen nicht genügend Glukose bekommen, dann werden sie grantig werden, dann werden sie nervös werden, dann werden sie gereizt sein. Sie werden sehr schnell die Nerven verlieren. Ballaststoffe verhindern Stuhlverstopfung, Hämorrhoiden, Krampfadern, Divertikulose. Also, sehr viele Zivilisationskrankheiten können wir verhindern, allein schon durch eine ballaststoffreiche Ernährung.

[26:33] Ballaststoffe bestehen aus Stärke, die der Organismus nicht spalten kann. Deshalb bleiben sie im Darm wie ein Palast, aber sie sind wertvoll und...

[26:43] Vollkornprodukte geben uns den vollen Wert des Korns. Das war Jahrtausende lang die Ernährung der Menschen. Doch plötzlich wurde das Ausmalen modern. Das Weißmehl kommt es, konnten sich nur reiche Leute leisten. Die Armen aßen weiter Vollkorn, bis der Siegeszug des weißen Mehls und deren Produkte dann Schritt für Schritt in diese heutige Zeit hineingekommen sind. Die kleinen Mühlen haben aufgehört mit ihrer Arbeit und große Industriezweige sind entstanden.

[28:25] Wir schauen uns jetzt ein Getreidekorn an. Was enthält es? Wir haben hier die Randschicht und wir haben den Mehlkörper. Und eines ist wirklich interessant: dass dieser Mehlkörper, aus dem wird das Auszugsmehl gemacht. Nur mehr ein Bruchteil der B-Vitamine und überhaupt der Mineralien enthält, wie wenn wir das gleich auf einer Liste ansehen, die das volle Korn enthält. Auch der Keim ist dann nicht mehr da im Weißmehl und auch hier gibt es einen starken Verlust an diesen Vitaminen.

[29:07] Ich habe das selbst gehört in meinen Fortbildungen, dass ein Arzt von der Geriatrie erwähnt hat, dass bei den alten Menschen vor allem die Demenz und Alzheimer hatten. Und dann hat er ihre Gehirne untersucht und vor allem auf den Vitamin-B-Gehalt untersucht und man hat festgestellt, dass kaum mehr Vitamin B vorhanden war. Und dann wissen wir auch, dass bei Alzheimer eine Eiweißschlacke ist, eine aggressive, die nicht abgebaut werden kann, die sich einlagert in den Nervenzellen, in der grauen und in der weißen Substanz und dass dadurch dann diese Zellen absterben und es dann eben zu diesen Intelligenzverlust kommt.

[29:59] Hier haben wir jetzt die Gegenüberstellung von Weißmehl, Vollmehl und Vollkornmehl. Beim Weißmehl haben wir eine 40-prozentige Ausmalung und wird das Type 415 bezeichnet. Dann haben wir hier bei Type 812 eine 80%ige Ausmalung. Das ist so das Vollmehl, das man zu kaufen kriegt. Und dann haben wir Vollkornmehl. Da gibt es keine Type, also das ist 100% das Getreide, klein gemahlen, fein gemahlen. Und das sind tausende Jahre lang den Menschen zur Ernährung und zur Gesunderhaltung.

[30:39] Es gibt noch mehrere Typen von Mehl. 1600 ist so das dunkle Mischbrot, 1700 ist das Weizenbackschrot, der aber auch kein Keim mehr enthält. Hier haben wir jetzt diese Liste, auf die ich jetzt eingehen möchte, ein bisschen zum Vergleich, wenn Sie sich das hier anschauen.

[31:03] Wir haben hier im Naturprodukt 11,2 Gramm Eiweiß. Wir sehen hier Eiweißverlust 6%. Wir haben das Weißmehlprodukt. Hier haben wir Fett 2,1 Gramm, haben wir schon 52% Verlust. Ein Gramm. Dann bei den Mineralien ist es also noch dramatischer. Wir haben hier Kalium 63% Verlust, Calcium wiederum 63% Verlust, vor 80% Magnesium haben wir 41%. Ja, Magnesium ist hier nicht erwähnt. Eisen haben wir 41% Verlust. Und die B-Vitamine, hier sehen wir auch wieder 87% und bis zu ja, das Höchste ist das 86, 87% von 60% aufwärts.

[31:57] Während diese wertvollen Vitamine verloren gehen durch das Ausmalen, dann beim Reis ist es ähnlich. Wenn wir weißen Reis verwenden, verlieren wir 5% Eiweiß, dann so viel Fett, dann die Mineralien auch wieder 40%, 30%, 74%, 77% Eisen, dann bei den B-Vitaminen eben wiederum so viele, wie fast bei dem Maismehl. Hier haben wir von 65 aufwärts bis über 80% Verlust. Also das ist schon viel, wenn man sich bedenkt, dass wir dann alle zu wenig von diesen Stoffen haben.

[32:42] Und das hat natürlich auch Auswirkungen. Und wir schauen uns das jetzt auch an ein paar Beispielen an. Sie müssten also zwei Scheiben Weißbrot essen, um die Menge Pantothensäure zu erhalten, die in einer Scheibe Vollkornbrot enthalten ist. Und was bedeutet das dann auf der anderen Seite? Zu viel Kalorien.

[33:01] Wir gehen wieder weiter. Bei Vitamin B6 sind da schon drei Scheiben, die ich essen müsste, um den Wert von einer Scheibe Vollkornbrot zu haben. Und wiederum dann zu viel Kalorien. Dann Sie müssten vier Scheiben Weißbrot essen, um die Menge Kupfer zu erhalten, die in einer Scheibe Vollkorn enthalten ist. Bei Phosphor sind es schon fünf Scheiben. Bei Biotin sind es dann letztendlich zehn Scheiben, damit ich diese Menge erhalte, die in einer Scheibe Vollkornbrot enthalten ist.

[33:39] Und dann kann man sich ja vorstellen, man auch nicht in diesem Maße. Und dann nimmt man gerne zu viel Kalorien zu sich und Leiden dieser heutigen Zivilisationsgesellschaft ist das Übergewicht. Ja, das ist ein ganzer Industriezweig geworden mit Fitnessprogrammen und Gewichtsreduktionsprogrammen, die letztendlich bei den meisten nichts gebracht haben. Denn wenn man dann wieder in das alte Ernährungsverhalten zurückkommt, dann nimmt man wieder zu und das noch ärger als vorher.

[34:15] Also wichtig ist bei all dem, dass die Ernährung umgestellt wird, dass ich hier wirklich beginne, Schritt für Schritt meine Ernährung auf Vollwertkost umzustellen. Ja, in einer gesunden Ernährung benötigen wir fettlösliche Vitamine, wasserlösliche Vitamine. Das werden eigene Themen. Und wir benötigen alles, wir benötigen alle diese wertvollen Stoffe, denn jedes einzelne Vitamin und jeder einzelne wichtige Spurenelement oder Mineral hat eine Aufgabe in unseren Körper zu erfüllen. Und wenn das uns fehlt, dann kann es zu Entgleisungen kommen.

[34:56] Ja, wir benötigen alle Stoffe aus der Natur und nicht da retten. Es sind heute eine Tablettenindustrie geworden und viele wollen ganz schlau sein und die normale Zivilisationskost weiter essen, aber dafür diese Nahrungsergänzungen oder sonstige Tabletten dazu nehmen. Ja, deshalb wir kommen das jetzt am Ende des ersten Teiles. Deshalb wird es notwendig sein für unsere Gesundheit und für das Glück der ganzen Familie, dass wir als Frauen, vielleicht auch Männer, kochen lernen.

[35:38] Das Klugheit und Geschick auf unserer Seite ist und dass wir hier wirklich den Schlüssel für die Gesundheit unserer Familie in der Hand haben. Ein Beispiel des vollwertigen Frühstücks. Wir haben hier ein Granola, das ich auch immer in den Kochkursen zeige. Wir haben hier vollwertige Gebäck und wir haben hier die Früchte. Das wäre so für ein Frühstück eine Möglichkeit, wie wir uns gesund ernähren können.

[36:11] Hier haben wir Nüsse drin, Trockenfrüchte, Obst, Vollkorn und dann mit Sojamilch, mit Pflanzenmilch dann das schmackhaft auch zu machen und mit den Früchten. Ja, wir wünschen guten Appetit für dieses Frühstück. Wenn Sie Lust haben, das auch nachzuvollziehen, Sie können auch ein Vollkornbrot genießen mit einem Fruchtmousse und hier mit einem Mandelmus als Brotaufstrich oder hier ein Früchtebrot, selbst gebacken mit Vollkorn und hier wiederum das Granola.

[36:51] Ein sehr wichtiges Frühstücksgericht, dass sich bei uns in meiner Familie sofort durchgesetzt hat. Das hat sich bis heute gehalten. 30 Jahre essen meine Kinder, meine Familie, also meine Kinder sind schon groß, aber ist meine Familie dieses Granola.

[37:14] Ja, und ich möchte Sie gleich bitten, dass Sie etwas sich vormerken, dass es auch einen Kochkurs geben wird. Und hier haben Sie ein Bild von meinen Kochkursen. Sind immer sehr gut besucht und es ist immer macht immer große Freude. Sie sehen es auch an den Gesichtern, alle schauen interessant zu, interessiert zu und sind immer mit voller Begeisterung dabei.

[37:39] Das wäre jetzt der erste Teil gewesen. Und dann, nachdem das Frühstück eine so leidige Sache ist bei den meisten Menschen, möchte ich jetzt noch auf das Thema Frühstück als im zweiten Teil etwas eingehen und vor allem den gesundheitlichen Wert eines guten Frühstücks dann Ihnen noch weitergeben. Schwungvoll in den Tag.

[38:15] Wozu brauchen wir ein gutes Frühstück? Es ist das Thema für jeden wichtig, das zu lernen, denn wir werden gleich sehen, was heute üblich ist. Hier haben wir schon die erste Tatsache: Viele Menschen können kein Essen in der Früh sehen, wenn sie aus dem Bett kriechen. Die meisten stehen auch zu spät auf und haben dann gar keine Zeit. Sehr viele nehmen nur eine Tasse Kaffee zu sich und vielleicht eine Marmeladesemmel. Das ist das Standardfrühstück eines Erwachsenen.

[38:49] Wenn man sich das vorstellt, und dann die Zahl der Kinder, die ohne Frühstück in die Schule gehen, steigt auch ständig an. Und warum lassen die meisten Menschen das Frühstück weg? Am häufigsten geben sie an die Gründe: keine Zeit zum Frühstücken, keinen Hunger, abnehmen. Ich möchte abnehmen. Das ist auch so eine Lüge, die man sich selber einredet. Das stimmt nämlich alles nicht. Und es ist ihnen einfach gar nicht wichtig. Sie erkennen einfach gar nicht die Wichtigkeit eines Frühstücks.

[39:26] Ja, wir brauchen einen vollen Tank. Wenn wir mit leeren Tank in den Tag gehen, dann werden wir sehr schnell ausgepowert sein. Sie werden auch nicht auf die Idee kommen, mit einem leeren Tank eine Fahrt anzutreten. Oder? Also Sie müssen Ihren Tank voll fühlen und Sie müssen auch das Richtige hineingeben, sonst wird auch Ihr Motor zum Stottern beginnen.

[39:55] Sie brauchen die notwendige Energie. Zuvor, eine Gruppe von Wissenschaftlern brachte 10 Jahre damit zu, die Auswirkungen des Frühstücks zu untersuchen. Ihre Schlussfolgerung war, dass ein gutes Frühstück sowohl Kindern als Erwachsenen hilft, weniger reizbar zu sein, leistungsfähiger zu sein, energiegeladener und bessere Prüfungsergebnisse sind dabei herausgekommen. Also das ist wissenschaftlich untersucht worden.

[40:31] Ja, wir wissen, dass das Frühstück den Kindern Verhalten zu besseren Noten zu kommen. Vor allem bei den Tests hat man das dann festgestellt, vor allem die Vormittagstests. Und diese Kinder, die wirklich sehr gut gefrühstückt hatten. Denn ein gutes Frühstück versorgt unser Gehirn mit dem richtigen Treibstoff. Dadurch verbessern sich die geistige Leistung, die geistige Funktion und vor allem die Konzentrationsfähigkeit.

[41:07] Andere Studien brachten ein gesundes Frühstück mit folgenden Punkten in Zusammenhang: vor allem also weniger chronische Erkrankungen, dann erhöhte Lebenserwartung, dann bessere allgemeine Gesundheit. Also das sind eindeutige Ergebnisse gewesen in Studien. Und wiederum andere haben aufgezeigt, dass Menschen, die erst in einer Pause etwas Nahrung zu sich nahmen, eine verminderte Arbeitsleistung aufwiesen.

[41:42] Und wenn man weiß, dass die Blutzuckerkurve so durchgeht, wenn man das gleich anschauen, dann und wir kommen in die Unterzuckerung hinein, dann lässt die Arbeitsleistung ganz rapide nach und die Gefährdung, die Unfallgefährdung ist auch sehr groß.

[42:02] Viele Menschen versuchen, diesen Energieeinbruch am Vormittag entgegenzuwirken, indem sie Kaffee, Tee oder Cola mit etwas Süßem zu sich nehmen, entweder eine Mehlspeise oder ein süßes Brötchen oder ein Kipferl wird allgemein so gehandhabt. Aber was ist jetzt wirklich ein gesundes Frühstück? Es mag kulturelle Unterschiede geben, aber von einem guten Frühstück ist die Rede, wenn es mindestens ein Drittel bis zur Hälfte der täglichen Kalorien enthält.

[42:34] Wer macht das schon? Ich sollte eben ballaststoff-, vitamin- und mineralstoffreich sein. Ein altes Sprichwort heißt: Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann. Aber heute hat sich alles umgekehrt. Wenn das gleich sehen.

[43:02] Hier haben wir die Inhaltsstoffe, die notwendig sind für ein vitalstoffreiches Frühstück. Versuchen Sie es einmal mit Vollkorngetreide, mit Vollkornbrot, ein paar frischen Obststücken, und Sie werden merken, dass Ihre Kraft den ganzen Vormittag anhält. Ich habe das auch in meinem Beruf erlebt, dass ich als Krankenschwester tätig war. Sechs Stunden hat dieses Frühstück angehalten und ich war sechs Stunden leistungsfähig. Man, das ist schon in einem Beruf, der einen so fordert, körperlich wie psychisch und geistig, ist das schon ein tolles Ergebnis.

[43:38] Also das habe ich persönlich auch erlebt. Und ich war ja auch lange im Krankenhaus tätig und war sehr dankbar, dass ich dann nicht musste so anderen Sachen greifen und wieder zu Energie zu kommen.

[43:55] Hier haben wir wieder so ein Bild eines vollwertigen Frühstücks mit seinem Granola, selbstgemachtes Granola ist das aus Haferflocken, aus Nüssen, aus Trockenfrüchten und auch Samen, wirklich eine Power-Nahrung. Hier haben wir zwar jetzt nicht das Bild, weil diese Präsentation kommt, dass Amerika und die Amerikaner haben auch ganz andere Ernährungsgewohnheiten. Bei uns ist es üblich, dass wir in der Früh im den Kaffee trinken und eine Marmeladesemmel zu uns nehmen zum Frühstück.

[44:31] Und auch dadurch keine Ballaststoffe haben. Und so sich das auswirkt. Wir schauen uns jetzt diese Blutzuckerwerte an. Der Zucker aus Nahrungsmitteln, besonders wenn sie zuckerreich sind mit wenig Ballaststoffen, schnellt den Blutzucker hinauf. Wir sehen, dass das gleich hinauf geht und im Versuch verursacht einen raschen Anstieg, gefolgt von einem Absturz schon nach einer Stunde, so dass es hier so diesen Unterzuckerungszuständen kommt.

[45:14] Also je länger ich diese Weißmehl und Zucker Nahrung, je länger ich dieser fröhne, desto eher wird dieser Mechanismus dann sich entwickeln, dass diese Unterzuckerungszustände entstehen. Aber andererseits verhindert eine ballaststoffreiche Nahrung eine zu rasche Aufnahme der Glukose. Und das ist ja das, was sehr wertvoll ist, weil auch das Gehirn dann gleichmäßig mit Glukose versorgt wird.

[45:36] Hier haben wir jetzt die Blutzuckerkurve eines vollwertigen Frühstücks. Hier haben wir ein Porridge, also ein Haferbrei mit Früchten. Und hier kommt es nicht zu diesen starken Ableiten der Blutzucker des Blutzuckers.

[45:58] Wir schauen uns jetzt noch andere entwertete oder minderwertigere Nahrungsmittel an, bzw. die nicht mehr diese Ballaststoffe enthalten. Wir sehen hier an dieser Orange, dass sie 2,5 Gramm Ballaststoffe enthält, aber im Orangensaft nur mehr 0,5 Gramm. Beim Vollkornbrot haben wir 2,2 Gramm Ballaststoffe und beim Weißbrot nur mein 0,6. Also hier sehen wir dann den Vergleich. Hier haben wir diesen Haferbrei mit 4,0 Gramm Ballaststoffe und die Cornflakes nur mit 0,5. Also hier dieser Vergleich.

[46:44] Und jetzt wollen wir diese Frage nachgehen. Nein, wir haben hier noch die Ballaststoffe. Also hier haben wir das, was man schon vorher gehört haben: reich an Ballaststoffen. Und hier haben wir im keine Ballaststoffe in diesen tierischen Produkten, sondern nur in diesen natürlichen pflanzlichen Produkten.

[47:13] Ballaststoffe helfen nämlich dabei, den erhöhten Cholesterinwert zu senken, dann mit dem Übergewicht fertig zu werden, dann beim Diabetes einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel zu bekommen und vor allem auch als Krebsvorbeugung, nicht schon vorher erwähnt habe.

[47:34] Und jetzt stellen wir uns die Frage: Warum so viele Menschen das Frühstück weglassen? Was sie dazu zu sagen haben. Die Antwort war: keine Zeit. Also die Antwort, die die meisten Menschen gegeben haben. Ja, zu viele Menschen haben die Gewohnheit, abends zu lange aufzubleiben, dann schlafen sie morgens so lange wie möglich. Dann hat man keine Zeit mehr zum Frühstücken. Das ist klar. Dann eilen sie ohne Frühstück hinaus.

[48:02] Die Lösung wäre: Versuchen Sie abends früh genug schlafen zu gehen, um sich um morgen wirklich frisch zu sein und Zeit zu haben zum Wasser trinken. Das war das erste, was wir in der Früh tun sollen. Dann sollen wir eben auch noch Bewegung machen. Das wäre ja auch noch wertvoll. Wer kann das, ne? Vor der Arbeit noch irgendwie eine kleine Runde zu joggen. Und dann sollen wir ein noch Zeit haben für ein gutes Frühstück, auch noch zum richtig kauen und nicht das einfach so hinunter schlucken.

[48:40] Das funktioniert auch bei Kindern sehr gut, wenn wir sie zu früh, also früh genug ins Bett bringen, so dass sie rechtzeitig beim Frühstückstisch erscheinen können. Aber leider sagen viele Leute: Ich bin morgens nicht hungrig. Oder ist das so üblich? Meistens sagen: Ich bin morgens nicht hungrig.

[49:09] Warum ist das so? Vermutlich ist die große Abendmahlzeit schuld. Oder da hat sich ein vieles verkehrt in der heutigen Gesellschaft. Wir essen kein Frühstück, wer ist aber dafür und Vormittag dann irgendwas schnelles zu Mittag, danach irgendwas schnelles, vielleicht eine Käsesemmel oder eine Fleischkäsesemmel oder sonst irgendein Fast-Food-Produkt. Und am Abend schaufeln wir dann so richtig ein. Das ist gemütlich, das sitzen wir dann vom Fernseher oder mit der Familie zusammen und da wird so richtig dann reingeschaufelt.

[49:47] Und wie schaut es dann in der Nacht aus? Also hier haben wir dann die schlaflose Nacht. Diejenigen, die nicht schlafen können, weil der Verdauungsapparat jetzt Schwerstarbeit leisten muss. Der muss also die ganze Nacht schwer arbeiten und die Giftstoffe sind alle noch nicht ausgeschieden am Morgen. Und deshalb können wir in der Früh nichts zu uns nehmen. Es ist einfach nicht möglich, hier noch was reinzubringen. Der Körper streikt, also da geht nichts.

[50:25] Und deshalb ist es wichtig, daran zu denken, dass unser Magen auch in der Nachtruhe braucht. Am Abend sollen wir wirklich die kleinste, die kleinste Mahlzeit einnehmen. Und dann werden wir in der Früh wirklich Appetit haben auf ein gutes Frühstück.

[50:42] Also der Magen braucht in der Nacht Ruhe. Wir nähern uns jetzt dem Ende. Was ist die Lösung? Wir wollen es ja nicht ohne Lösung gehen lassen. Wie gesagt, ein leichtes Abendessen und vielleicht auch noch was trinken. Wasser trinken ist wirklich das Beste. Früher hätte man das gar nicht sagen dürfen, aber heute ist schon viel, viel mehr Aufgeschlossenheit da in diese Richtung. Und es lässt uns ja auch wirklich viel besser dann auch in der Nacht schlafen.

[51:11] Und wir werden auch vielleicht auch abnehmen können. Und ich darf wirklich auch hier wieder sagen: Im letzten Jahr waren einige Damen bei mir, die sich vorgenommen haben, die Ernährung umzustellen und abzunehmen. Und es sind wirklich viele Kilos geflogen. Das ist wirklich die eine mit 16 Kilo, eine andere mit elf Kilo, mit 13 Kilo innerhalb von einigen Monaten. Also wirklich ganz toll.

[51:42] Gewichtsreduktion mit gesunder Ernährung ohne zu hungern. Das wäre also das wichtigste Prinzip. Und hier dürfen wir jetzt kreativ werden. Wir brauchen nicht in der Früh nur unsere Weißbrotsemmel, diese weiße Semmel mit Butter und mit Marmelade und den Bohnenkaffee, sondern wir dürfen lernen, was ich alles in der Früh essen kann.

[52:13] Ich kann schon etwas am Vortag vorbereiten. Granola ist etwas, dass ich am Wochenende machen kann, vorbereiten kann und davon nicht die ganze Woche dann sehen kann. Ich kann mir Gebäcke machen als Vollkorn oder auch kaufen. Und ich werde meinen Einkaufszettel erweitern mit mehr Obst und vor allem mit gesunden Cerealien.

[52:46] Ich möchte hier noch etwas aus der Heiligen Schrift bringen. Eine Aussage aus dem Psalm 78, 24 und 25: In den 40 Jahren, wo das Volk Israel durch die Wüste wanderte, ließ Gott Manna auf sie regnen als Speise. Er gab ihnen Brot vom Himmel. Und das war so, würde ich sagen, das war dann so. Sie machten Gebäck draus, sie haben es dann gemahlen und sie haben daraus mit einem Brei gemacht oder ein Gebäck gebacken. Und dieses Manna wurde jeden Tag einmal gegeben und zwar immer in der Früh.

[53:29] Das ist schon ein Hinweis für uns aus dem ältesten Buch. Natürlich regnet es heute das Frühstück nicht vom Himmel herab. Sie müssen sich selbst bemühen, dieses Frühstück zuzubereiten. Und dieses Bild einer glücklichen Familie sollte sie auch anspornen. Mit diesem Bild entlasse ich sie heute aus diesem Vortrag über die Vollwerternährung und über ein gesundes Frühstück und wünsche Ihnen Anregungen, die Sie weiter verfolgen und für ein gesünderes Leben, für ein gesundes Frühstück und dass sie hier wirklich beginnen zu lernen und auch Kochkurse besuchen.

[54:16] Wir werden dann auch etwas anbieten.

[54:19] Wir werden dann auch etwas anbieten und auch hier haben wir Literatur, meine Rezepte und alles, was ich so in diesen 30 Jahren gelernt habe, niedergeschrieben habe. Danke fürs Zuhören.


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