Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die tragischen Umstände von König Sauls Tod und dessen Ursachen: Treulosigkeit und das Nicht-Suchen Gottes. Anschließend wird Davids Erhebung zum König über ganz Israel in Hebron und die Eroberung Jerusalems thematisiert. Die Sendung betont die Bedeutung, Gott von ganzem Herzen zu suchen und wie Gott Menschen gebraucht, die sich für sein Wort einsetzen, um seine Prophetie zu erfüllen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Chronik 10:7-11:16
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. ChronikPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 456. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Danke sagen, dass du mit uns kooperieren möchtest, dass du uns gebrauchen möchtest, die Botschaft der Liebe und Gnade in die Welt zu bringen. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns befähigst, dass wir auch wirklich vertrauensvoll und vertrauenswürdig in deinem Werk arbeiten können, dass wir tatsächlich auch die Disziplin aufbringen, die es braucht, um wirklich zu deiner Ehre auch systematisch zu arbeiten, dass wir uns der großen Ehre, des großen Privilegs bewusst sind, mit dem Gott des Universums gemeinsam zusammenwirken zu können. Bitte fülle uns mit deinem Heiligen Geist, nimm alles weg, was dich hindern kann, uns zu segnen und dass wir ein Segen verankert sein können. Und bitte hilf doch, dass wir dein Wort heute auch so verstehen, wie du es gemeint hast und daraus die Kraft empfangen, die wir brauchen für den Alltag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:43] Wir sind in 1. Chronik Kapitel 10. Es geht um die Geschichte, als König Saul in der Schlacht gegen die Philister so tragisch ums Leben gekommen ist, gestorben ist, sich selbst umgebracht hat. Wir lesen in Vers 7: „Als aber alle Männer Israels, die in der Ebene wohnten, sahen, dass das Heer Israels geflohen und Saul und seine Söhne tot waren, da verließen sie ihre Stadt und flohen. Und die Philister kamen und wohnten darin.“ Die meisten Israeliten lebten ja auf dem Hügelland und dem Bergland, das Schefela und im Bergland von Ephraim, im Bergland von Juda, in der Küstenebene, der Scharonebene am Ufer des Mittelmeeres. Vor allem auch die Philister und die, die hier im Grenzgebiet lebten, die flohen jetzt. So verlor Israel ein Teil seines Territoriums an die Philister, die das für sich beanspruchten.
[2:39] Jetzt, und es geschah am folgenden Tag, da kamen die Philister, um die Erschlagenen auszuplündern. Die fanden Saul und seine Söhne auf dem Bergland von Gilboa liegen. Und sie plünderten aus und nahmen ihm sein Haupt und seine Waffen weg. Und sie ließen ringsum im Land der Philister diese Freudenbotschaft vor ihren Götzen und dem Volk verkünden. Es gibt eigentlich nichts Tragischeres, als wenn die Feinde Gottes vor ihren Götzen eine gute Nachricht, eine Freudenbotschaft verkündigen. Gott hatte genau das Gegenteil vor, er wollte nämlich, dass die Israeliten eine Freudenbotschaft verkündigen können, weil Gott ihnen helfen konnte, über die Feinde Gottes zu siegen. Nun war genau das Gegenteil eingetreten. Und sie legten seine Waffen in das Haus ihres Gottes und seinen Schädel nagelten sie an das Haus Dagons.
[3:32] Als aber alle Einwohner von Jabesch in Gilead hörten, was die Philister dem Saul alles getan hatten, da machten sich alle tapferen Männer auf und nahmen den Leichnam Sauls und die Leichname seiner Söhne weg. Und sie brachten sie nach Jabesch und begruben ihre Gebeine unter der Terebinthe von Jabesch und fasteten sieben Tage lang. Diese Männer von Jabesch konnten sich an eine Tat von Saul erinnern, die er begangen hat, lange vor seinem Abfall, lange bevor er so tief im Götzendienst und in der Rebellion festgefahren war. Nämlich ganz am Anfang, als er König geworden war, da hatte er, erfüllt vom Heiligen Geist, wie einer der alten Richter im Buch der Richter, die Stadt Jabesch in Gilead befreit vor der Gefahr der Ammoniter. Und nach all den Jahrzehnten haben es die Bewohner der Stadt nicht vergessen gehabt, sondern wollten ihm hier jetzt damit die letzte Ehre erweisen.
[4:29] So starb Saul wegen seiner Treulosigkeit, die er gegen den Herrn begangen hatte, wegen des Wortes des Herrn, das er nicht eingehalten hatte, und weil er die Totenbeschwörerin besucht und befragt hatte. Den Herrn aber hat er nicht gesucht. Darum tötete er ihn und wandte das Königreich David, dem Sohn Isais, zu. Was für eine interessante Stelle hier. Saul stürzt wegen seiner Rebellion, wegen seiner Sünde, von der er nicht lassen wollte. Wir haben schon im Studium von 1. und 2. Samuel gesehen, dass Davids Sünde mit Bathseba sehr viel größer war, als – in Anführungsstrichen – größer war als die Sünde, die Saul am Anfang begangen hatte. Aber Saul wollte nicht umkehren. Er hat nie wirklich echte Buße, echte Reue von Gott angenommen und so hatte er sich immer weiter verhärtet und verhärtet, bis er schlussendlich gestorben ist. Interessant ist hier die Stelle, dass es heißt, er hatte den Herrn nicht gesucht.
[5:30] Denn in 1. Samuel heißt es an der Parallelstelle, dass Gott ihm nicht geantwortet habe. Und die Idee ist, dass Saul tatsächlich formale Anfragen an Gott gerichtet hat. Er hat also formal gebetet, hat Gott nicht gesucht. Es ist möglich, lieber Freund, liebe Freundin, zu Gott zu beten, ohne ihn zu suchen. Es ist möglich, ein Gebet im Namen Jesu zu sprechen, ohne wirklich zu wollen, dass Jesus zu mir spricht. Wonach Gott sich sehnt, sind Menschen, die in ihren Gebeten Gott wirklich suchen von ihrem ganzen Herzen, von ihrer ganzen Seele. Und denen wird Gott antworten, das hat er versprochen in Jeremia 29. Könnt ihr die Stelle dort selbst finden. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Gott meine Gebete dann erhört, wenn ich ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suche.
[6:20] Und ganz Israel versammelte sich zu David nach Hebron und sprach: „Siehe, wir sind dein Gebein und dein Fleisch.“ Diese Phrase kennen wir schon aus 1. Mose 2, als Adam Eva sagt, um deutlich zu machen: „Wir sind eins, wir gehören einander, uns kann nichts trennen.“ „Schon früher, als Saul noch König war, schon damals warst du es, der Israel aus- und einführte. Das war ja die eigentliche Aufgabe des Königs. Die Israeliten wollten ja nach dem Rat von Samuel vor allem deswegen einen König, dass er ihre Kriege anführt. Und der Herr, dein Gott, hat zu mir gesagt: ‚Du sollst mein Volk Israel weiden und du sollst Fürst sein über mein Volk Israel.‘“ Mit anderen Worten, die Menschen erkennen, dass selbst als der Saul nominell König gewesen ist, David de facto eigentlich genau das getan hatte, was ein König hätte tun sollen, wie wir das schon bei Goliath gesehen hatten. Saul war im Zelt geblieben, David hatte den Feind besiegt. Und so sollte er Israel weiden, natürlich auch eine Anspielung auf seinen Hirtenberuf.
[7:28] Alle Ältesten Israels kamen zu dem König nach Hebron und David machte in Hebron einen Bund mit ihnen vor dem Herrn. Und sie salbten David zum König über Israel nach dem Wort des Herrn durch Samuel. Die Prophezeiung, die sich in 1. Samuel 16 ereignet hatte, als Samuel den David gesalbt hat und ihm verkündet hat, dass er König sein würde, erfüllt sich hier, wenn auch erst nach vielen Jahren.
[7:56] Und David und ganz Israel zogen nach Jerusalem, das ist die Jebusiterstadt. Denn die Jebusiter wohnten dort im Land. Es gab eine Gruppe von Kanaanitern, die sich mitten in Israel immer noch gehalten hatten wie ein schwarzer Fleck auf der Landkarte. Drum herum war überall israelisches Territorium. Diese Stadt war immer noch sozusagen in Rebellion gegen das Königreich Israel. Und die Bürger von Jebus sprachen zu David: „Du wirst hier nicht hereinkommen.“
[8:27] David aber eroberte die Burg Zion, und das ist die eigentliche Südstadt am Südhang vom heutigen Jerusalem, das ist die Stadt Davids. Denn David sprach: „Wer zuerst die Jebusiter schlägt, der soll Haupt und Oberster sein.“ Joab, der Sohn der Zeruja, stieg zuerst hinauf und wurde Hauptmann. Er ist deswegen militärischer Anführer in all den späteren Jahren gewesen, weil er hier diesen enorm wichtigen strategischen Sieg errungen hat, nämlich die Stadt Jerusalem, die fast uneinnehmbar erschien aufgrund ihrer strategischen, geografischen Lage, diese Stadt erobert zu haben. David aber wohnte in der Burg, daher nennt man sie die Stadt Davids. Und er baute die Stadt vom Millo an ringsum, während er die übrige Stadt wieder herstellte. Diese Stadt, die eigentlich der schwarze Fleck war, sozusagen auf der Landkarte Israels, wählt sich David zu seiner permanenten Residenz, zu seiner Hauptstadt.
[9:26] Und ich glaube, hier liegt auch ein Typus vor für den Sohn Davids, für Jesus, der sich genau den einen Planeten, der sich in Rebellion gegen die Regierung Gottes befand, ausgesucht hat, diesen nicht nur zu erobern für die Liebe und das Gesetz Gottes, sondern auch dort bis in alle Ewigkeit die Zentrale der universalen Regierung Gottes zu haben. Wir lesen in Offenbarung, dass die Stadt Gottes, das neue Jerusalem, auf diese neue, wiederhergestellte Erde kommen wird.
[10:00] David wurde immer mächtiger, und der Herr der Heerscharen war mit ihm. David ging von Stärke zu Stärke, von Vollmacht zu Vollmacht voran, weil Gott mit ihm war. Wenn Gott mit mir ist, wenn er mit mir sein darf, weil ich ihn einlade in mein Leben und mein Leben ihm gebe, dann verspricht mir Gott, dass ich an Stärke zunehmen werde und nicht abnehmen werde, dass meine geistliche Kraft zunehmen wird und nicht gemindert wird.
[10:26] Und dies sind die Obersten von Davids Helden, die mit ganz Israel kräftig beistanden bei seiner Erhebung zur Königswürde, als man ihn zum König machte nach dem Wort des Herrn über Israel. Da gab es also ein Wort Gottes, es erfüllt sich. Und es gab aber Menschen, die David kräftig unterstützten, die ihm beistanden, Helden. Gott braucht auch heute Menschen, die mitwirken, die die Erfüllung des Wortes Gottes, die Erfüllung der Prophetie mit unterstützen. Das sind die wahren Helden. Auch wenn die Welt sie nicht immer kennt oder so gut wie nie kennt, sind das die wahren Helden, die Gottes Wort unterstützen und für die Erfüllung des Wortes Gottes sich einsetzen.
[11:14] Dies ist die Zahl der Helden Davids: Jaschobam, der Sohn Hachmonis, das Haupt der Wagenkämpfer. Dieser erhob seinen Speer gegen 300, die auf einmal erschlagen wurden. Nach ihm war Eleasar, der Sohn Dodos, der Ahohiter. Der war unter den drei Helden. Er war auch mit David bei Pas-Dammim, als die Philister sich dort zum Kampf versammelt hatten. Nun war dort ein Ackerstück, auf dem Gerste stand, und das Volk floh vor den Philistern. Da traten die beiden – das ist also er und David – mitten auf das Ackerstück und verteidigten es und schlugen die Philister. Und der Herr rettete sie durch einen großen Sieg. Es waren nicht die beiden, die alleine durch ihre Präsenz und ihre Kraft hier die ganzen Philister aufgehalten haben. Es war der Herr. Manchmal braucht Gott nur ein oder zwei Menschen, die Widerstand leisten gegen die Attacken des Feindes, auch wenn das ganze Volk flieht. Gott braucht Menschen, die, auch wenn niemand sonst an ihrer Seite kämpft, für das Wahre und das Richtige und das Göttliche sich einsetzen und dafür kämpfen.
[12:26] Und drei von den 30 Obersten zogen zum Felsen hinab zu David in die Höhle Adullam, als das Heer der Philister im Tal Refaim lagerte. David aber war damals auf der Berghöhe, und eine Besatzung der Philister war damals in Bethlehem. Lasst uns gemeinsam beten.
[12:42] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass du uns heute mit deinem Heiligen Geist und mit Kraft ausstattest, dass wir in unserem Alltag, in unserem Leben uns einsetzen können dafür, dass sich dein Wort in unserem Leben, in unseren Familien, in unseren Gemeinden, in dieser Welt erfüllt, dass wir echte geistliche Helden sind, nicht weil wir uns selbst toll fühlen, sondern weil wir deinen Geist wirken lassen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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