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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ führt Christopher Kramp in das Buch 1. Chronik ein, erklärt dessen historischen Kontext und den Fokus auf das Königreich Juda, Jerusalem und den Tempel. Er beleuchtet die umfassenden Genealogien von 1. Chronik 1:1-31, die die Heils-Linie von Adam über Noahs Söhne bis zu Abraham und seinen Nachkommen nachzeichnen. Kramp betont, wie diese Abstammungslisten Gottes treue Bewahrung seines Erlösungsplans über Jahrtausende hinweg verdeutlichen, selbst durch große Katastrophen wie die Sintflut.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 444. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:41] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir jeden einzelnen Tag in deinem Wort lesen können, dass du durch deinen Heiligen Geist sprichst, dass wir immer wieder neue Dinge erfahren konnten, aber vor allem auch immer wieder an Dinge erinnert werden dürfen, die du uns schon einmal gezeigt hast, dass wir sie festigen und vertiefen können und dass dein Wort immer für uns da ist. Danke, dass du immer wieder zu uns sprichst und uns zu dir ziehst. Das bitten wir auch heute für diesen Tag: Lass dein Wort nicht leer zurückkehren, sondern ausführen, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:15] Wir beginnen heute mit einem neuen Buch, mit dem Buch 1. Chronik. Wie schon bei den Samuel-Büchern und den Königs-Büchern sind auch die beiden Chroniken, die Chronik-Bücher, eigentlich im hebräischen Original ein Buch gewesen, ein Buch der Chronik. Und dieses Buch der Chronik, das in unseren Bibeln aufgeteilt ist auf 1. und 2. Chronik, ist in gewisser Weise der Beginn einer Reihe von Büchern, zu der dann auch noch Esra und Nehemia gehören, die noch einmal einen Durchgang durch die Geschichte Israels bieten. Wir haben gesehen, wie von der Zeit Mose bis ans Ende von Könige ein linearer Durchgang durch die Geschichte Israels gegeben worden ist. Und die Chroniken werden am Anfang ganz summarisch, ganz kurz mit Hilfe vieler Namen, Jahrhunderte zusammenfassen und dann in der Geschichte Davids wieder einsteigen und noch einmal vieles wiederholen, das aus anderer Perspektive mit neuen Details, das wir schon aus Samuel und Könige kennen, und dann weiterführen, ebenfalls bis zum Exil in Babel und dann darüber hinaus. Und daran zeigt sich auch schon ein bisschen der neue Fokus dieses Buches, nämlich ganz besonders auf das Königreich Juda, auf das südliche, von wo dann auch wieder nach dem Exil Menschen zurückgekehrt sind, auf die Stadt Jerusalem und auch auf den Tempel.

[2:40] Wir wollen zunächst einmal ganz vorne beginnen in 1. Chronik, Vers 1: Adam, Set, Enosch, Kenan, Mahalalel, Jered, Henoch, Metuschelach, Lamech, Noah, Sem, Ham und Jafet.

[3:00] Allein diese wenigen Verse spannen schon viele Hunderte, mehr als anderthalb Jahrtausende, wie wir in 1. Mose 5 nachlesen können. Die Söhne Jafets waren Gomer, Magog, Madai, Jawan, Tubal, Meschech und Tiras. Das sind jetzt hier in dem, was in 1. Mose 10 die Völkertafel genannt wird, die Aufteilung der Erde nach der Sintflut.

[3:22] Und die Söhne Gomers waren Aschkenas, Rifat und Togarma. Und die Söhne Jawans waren Elischa, Tarschisch, die Kittiter und die Rodaniter. Die Söhne Hams waren Kusch, Mizraim, Put und Kanaan. Und die Söhne Kuschs waren Seba, Hawila, Sabta, Ragma und Sabtecha. Und die Söhne Ragmas waren Scheba und Dedan. Kusch aber zeugte Nimrod, der war der erste Gewaltige auf Erden. So wird uns ja in 1. Mose 10 berichtet. Er hat als erster ein größeres Reich nach der Sintflut wieder aufgerichtet, auf das sich dann alle weiteren folgenden Weltreiche letztendlich immer so ein bisschen auch zurückführen lassen. Er war der erste, der wieder die Rebellion gegen Gott auch politisch institutionalisiert hat. Mizraim aber zeugte die Luditer, die Anamiter, die Lehabiter, die Naftuhiter, die Patrusiter, die Kasluhiter (von denen die Philister ausgegangen sind) und die Kaftoriter. Die Philister sind ja ganz offensichtlich aus der Ägäis, aus dem Mittelmeer gekommen, und hier wird darauf auch Bezug genommen.

[4:34] Kanaan aber zeugte Zidon, seinen Erstgeborenen, und Het, und die Jebusiter, die Amoriter, die Girgaschiter, die Hiwiter, die Arkiter, die Siniter, die Arwaditer, die Zemariter und die Hamatiter.

[4:51] Die Söhne Sems waren Elam, Assur, Arpachschad, Lud und Aram; und die Söhne Arams waren Uz, Hul, Geter und Masch. Arpachschad aber zeugte Schelach, und Schelach zeugte Heber. Und dem Heber wurden zwei Söhne geboren: Der Name des einen war Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde geteilt; und der Name seines Bruders war Joktan.

[5:09] Ein ganz interessanter Vers zunächst einmal wegen dem Namen Heber, von dem sich wohl der Begriff der Hebräer ableiten soll. Und auch diese interessante Stelle mit dem Peleg. Auch hier gibt es verschiedene Interpretationen: Hat sich damals die Erde geologisch geteilt? Ist damals der Urkontinent aufgespalten worden, vielleicht durch Ereignisse, die nach der Sintflut noch einmal die Erdoberfläche, die Kontinente stark beeinträchtigt haben, vielleicht einen Asteroideneinschlag, Kometeneinschlag oder vielleicht auch einen Suiten-Anschlag oder vielleicht auch große Erdbeben, die hier eine Rolle gespielt haben? Oder handelt es sich vielmehr um die Aufteilung der Menschen im Zuge dessen, was am Turmbau zu Babel passiert ist? Für beide Theorien gibt es Argumente. Wir wollen uns hier nicht festlegen, dass ihr mal auch gehört habt, welche Ideen mit diesem interessanten Vers, den wir auch in 1. Mose 10 finden, verbunden sind.

[6:08] Und Joktan zeugte Almodad, Schelef, Hazarmawet, Jerach, Hadoram, Usal, Dikla, Obal, Abimaël, Scheba, Ofir, Hawila und Jobab. Dies alles waren Söhne Joktans. Sem, Arpachschad, Schelach, Heber, Peleg, Regu, Serug, Nahor, Terach, Abram, das ist Abraham. Die Söhne Abrahams waren Isaak und Ismael.

[6:38] Hier in den letzten Versen sehen wir noch einmal eine direkte Linie von Sem, einem dem besonders gesegneten Sohn Noahs, der Träger der Heils-Linie ist, über viele Jahrhunderte hinweg jetzt hier bis zu Abraham, dessen Geschichte ja sehr viel Platz einnimmt in 1. Mose Kapitel 12 bis Kapitel 25. Das sind ihre Geschlechter: Der Erstgeborene Ismaels Nebajot, dann Kedar, Adbeel, Mibsam, Mischma, Duma, Massa, Hadad, Tema, Jetur, Nafisch und Kedma. Das sind die Söhne Ismaels. Etwas möchte Gott mit Geschlechtsregistern zum Ausdruck bringen: Wir sehen hier, wie die Heils-Linie von Adam schon über mehr als 2000 Jahre hindurch von ihm bewahrt worden ist, durch alle großen Katastrophen, selbst die Sintflut hindurch. Und das soll uns auch zeigen, dass Gott über Jahrhunderte und Jahrtausende diesen Plan der Erlösung bewahrt hat, damit auch wir daran Anteil haben können.

[7:35] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danken wir, dass du der Herr der Geschichte bist, dass du von den allerersten Tagen Adams an bis heute diesen Plan der Erlösung bewahrt hast, dass er weitergetragen ist von Generation zu Generation. Damals diese Heils-Linie, die auf den kommenden Messias hinwies. Und wir können heute zurückschauen und sehen, wie der Glaube des Messias und an den Messias über die Jahrhunderte auch weitergetragen worden ist in unsere Zeit. Hilf uns, dass wir uns immer bewusst machen, dass dieses Evangelium ein ewiges Evangelium ist, das schon vor Tausenden von Jahren geglaubt und in Anspruch genommen worden ist und es auch damals schon Menschen verändert hat. All das bitten wir auch für unser Leben heute an diesem Tag im Namen Jesu. Amen.


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