Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die Ereignisse rund um Davids Krönung und den Versuch, die Bundeslade nach Jerusalem zu bringen. Er analysiert die tragischen Folgen der Missachtung göttlicher Anweisungen bei der Überführung der Lade, die zum Tod Usahs führte. Kramp betont, dass Gottes Gesetz Segen bringen soll, wenn es von Herzen befolgt wird, und schließt mit Davids Bestätigung als König und dem Segen Gottes für Israel.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Chronik 12:35-14:5
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. ChronikPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 459. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:40] Lieber Vater im Himmel, wir leben in ganz unruhigen Zeiten. Und wir möchten, so wie die Söhne Issachars, verstehen, was in diesen Zeiten angesichts der prophetischen Lage dein Volk tun soll. Wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und Klarheit schenkst, dass wir nicht auf Spekulationen und menschliche Meinung hereinfallen, sondern dass wir aus deinem Wort heraus genau beurteilen, wo wir stehen und dann anderen, unseren Brüdern und Schwestern, unseren Freunden und Verwandten helfen können zu sehen, was jetzt getan werden muss in unserem Leben, in unseren Familien, unseren Gemeinden, in dieser Welt. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch den Heiligen Geist zu uns sprichst und dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:45] Wir sind in 1. Chronik Kapitel 12. Es geht um das Heer der zwölf Stämme, die aus den verschiedenen Gegenden Israels kommen, um David in Hebron zum König zu krönen.
[2:00] Wir lesen dann Vers 35 von Naftali: 1.000 Oberste und mit ihnen 37.000, die Schild und Speer führten. Von denen von Dan 28.600 zum Kampf gerüstet. Von Asser 40.000, die in das Heer zogen, zum Kampf gerüstet. Und von denen jenseits des Jordan, von den Rubenitern, Gaditern und dem halben Stamm Manasse 120.000 mit allerlei Kriegswaffen. Was für gewaltige Massen an Soldaten, die hier den König David in Hebron unterstützen wollten. Alle diese Kriegs-Leute, die schlachtreihen geordnet kamen mit ungeteiltem Herzen nach Hebron, um David zum König zu machen über ganz Israel. Das ganze Israel war übrigens einmütig dafür, David zum König zu machen. Das war ja keine Selbstverständlichkeit, aber Gott hat es so vorhergesagt und so trat es ein, dass all die verschiedenen Stämme zusammenkamen und diese eine einmütige Entscheidung trafen: David soll unser König sein. Gott wünscht sich auch, dass wir in unseren Gemeinden, in unserer Kirche, einmütige Entscheidungen treffen, dass wir in Einheit vorangehen und zwar die Entscheidungen, die mit dem Wort Gottes, mit der Prophetie übereinstimmen.
[3:33] Und sie waren dort bei David drei Tage lang und aßen und tranken, denn ihre Brüder hatten für sie Speisen zubereitet. Auch brachten die, welche nahe bei ihnen wohnten, bis nach Issachar, Sebulon und Naftali, auf Esels-, Kamelen-, Maultieren- und Rindern Mehlspeisen, Feigen- und Rosinenkuchen, Wein, Öl, Rinder, Schafe, in Menge. Denn es war Freude in Israel. Man half sich gegenseitig, bewirtete sich und sorgte füreinander. Dann ist auch Freude in Israel, wenn Gottes Gemeinde Freude herrscht, dann ist man füreinander da, dann hilft man sich und dann feiert man auch geistlich zusammen.
[4:19] Und David hielt Rat mit den Obersten über 1.000 und über 100, mit allen Fürsten. Und David sprach zu der ganzen Gemeinde Israels: „Wenn es euch gut erscheint und wenn es von dem Herrn, unserem Gott, ist, so lasst uns rasch Botschaft senden zu unseren übrigen Brüdern in allen Gegenden Israels, sowie zu den Priestern und Leviten in ihren Bezirksstädten, dass sie sich zu uns versammeln und lasst uns die Lade unseres Gottes wieder zu uns holen.“ Das ist die Bundeslade, die wir schon aus der Stiftshütte in 2. Mose kennen. „Denn zu den Zeiten Sauls fragten wir nicht nach ihr.“ Jahrzehntelang hat das, hat die Bundeslade keine große Rolle gespielt. Als Saul König war, war der Heiligtumsdienst nicht so, wie er hätte sein sollen. Die Bundeslade und damit das Gesetz Gottes waren nicht im Zentrum des Bewusstseins. Das sagte die ganze Gemeinde, dass man so handeln solle, denn diese Sache war recht in den Augen des ganzen Volkes. Eigentlich eine sehr noble und richtige und wichtige Sache, die Bundeslade wieder zurückzuholen, dass der Gegenstand, der die Gegenwart Gottes repräsentiert hat und in dem das Gesetz Gottes als Grundlage der ganzen Gesellschaft Israels zu finden war.
[5:37] So versammelte David ganz Israel vom Sihors in Ägypten an bis nach Lebo-Hamat, also von ganz Süden bis nach ganz Norden, um die Lade Gottes von Kirjat-Jearim zu holen. Da war sie immer noch, nachdem und wir erinnern uns, in 1. Samuel ist das beschrieben, und bei den Philistern gewesen. Dort hatte Gott Plagen gesandt, und die Philister hatten sie dann zurückgebracht auf einem Wagen, der von Kühen gezogen worden ist, die eigentlich ihre eigenen Kälber zurückgewiesen, weil der Herr sie Richtung Israel trieb. Und dort an der Grenze, an der Grenze zwischen Israel und Philister, dort wurde die Bundeslade wieder entdeckt. Dort hatten viele auf die Bundeslade hineingeschaut, waren gestorben, weswegen die Bewohner von Bet-Schemesch sie nach Kirjat-Jearim regelrecht abgeschoben hatten. Dort stand sie jahrzehntelang und dort sollte sie abgeholt werden. Und David zog mit ganz Israel hinauf nach Baala, das ist Kirjat-Jearim, welches in Juda liegt, um die Lade Gottes, deren Name über den Cherubim thront, das sind die beiden goldenen Cherubim, die als Engel, als symbolische Engel, die himmlischen Heerscharen repräsentieren, die auf das Gesetz Gottes schauen und es studieren, wo sein Name angerufen wird, von dort herauszuholen. In der Bibel ist der Name Gottes ganz eng mit seinem Gesetz und mit der Bundeslade verknüpft.
[7:21] Und sie ließen die Lade Gottes auf einem neuen Wagen aus dem Haus Abinadabs führen. Und Usah und Achjo lenkten den Wagen. Es war zwar ein neuer Wagen, was an dem Wagen? Gott hatte eigentlich in den Büchern Mose eine ganz andere Anweisung gegeben. Er hatte gesagt, dass die Leviten, die hier zur Verfügung standen, sogar, dass sie die Bundeslade auf den Tragstangen tragen sollten, damit auch niemand sie berührt. Selbst die Leviten sollten sie nicht anfassen. Stattdessen tut man jetzt eine Methode, die die Philister angewandt hatten. Die Philister waren übrigens nicht gestorben, als sie die Bundeslade anfassten, weil sie es nicht besser wussten. Aber die Israeliten konnten es besser wissen. Wir werden noch sehen, sie haben es auch letztlich besser gewusst oder hatten die Möglichkeit, es zu wissen. Und sie tun trotzdem sehr gleichgültig mit diesen Vorschriften Gottes umgehen und denken sich vermutlich: „In der Hauptsache wird die Bundeslade zurück, wie es doch jetzt letztendlich egal, oder?“ David aber und ganz Israel spielten vor Gott her mit aller Kraft und Liedern und laut mit Harfen und Handpauken, interessanterweise mit Zimbeln und Trompeten. Sie dachten wirklich aufrichtig, dass so wie sie das tun, alles ganz richtig ist. Als sie zur Tenne kamen, streckte Usah seine Hand aus, um die Lade zu halten, denn die Rinder waren ausgeglitten. Es hätte niemals Rinder geben sollen, niemals diesen Wagen geben, sodass dann auch all das nicht passiert. Das, was jetzt passiert, ist nur die Spitze des Eisberges, weil man sowieso nicht das tut, was Gott gesagt hat. Man hätte im Hause Abinadabs noch einmal nachfragen können, warum die Bundeslade dort so lange gewesen ist. Man hätte noch mal erfahren, was man einst schon wusste, dass Tausende gestorben waren, weil sie die Bundeslade hineingeschaut haben, wahrscheinlich auch angefasst haben. Man wusste, es ist nicht nötig, sie anzufassen. Und trotzdem hat man sich so leichtfertig mit ihr abgegeben. Und als Usah merkte, die Rinder sind ausgeglitten, die Lade droht zu kippen, dann fasst er sie an. Das heißt hier: „Da entbrannte der Zorn des Herrn über Usah, und er schlug ihn, weil er seine Hand an die Lade gelegt hatte, und er starb dort vor Gott.“
[9:37] Viele fragen sich, warum das passiert ist. Aber wenn man den gesamten Hintergrund sieht, sieht man, dass hier nur die Spitze des Eisberges ist. Man hatte versucht, in guter Intention etwas Tolles für Gott zu machen, aber hatte seine Anordnung ignoriert. Und Gott kann es nicht gefallen, wenn wir zwar mit großem Tamtam ihn loben, aber seine Gebote dabei ignorieren. Er hat sich was dabei gedacht.
[10:02] Und David entbrannte darüber, dass der Herr den Usah so hinweggerafft hatte. Und er nannte jenen Ort Perez-Usah bis zu diesem Tag.
[10:09] David fürchtete sich vor Gott an jenem Tag und sprach: „Wie soll ich die Lade Gottes zu mir bringen?“
[10:20] Den Eindruck, dass Gott zu dienen extrem gefährlich ist, vermutlich darum ließ David die Lade nicht zu sich in die Stadt Davids bringen, sondern ließ sie beiseite führen in das Haus Obed-Edoms, des Gatiters. So blieb die Lade Gottes beim Haus Obed-Edoms in seinem Haus drei Monate lang. Und der Herr segnete dieses Haus Obed-Edoms und alles, was er hatte. Gott hat niemals vorgesehen, dass die Bundeslade zu einem Instrument des Tötens, zu einem Instrument, vor dem man Angst haben muss. Es war ja die Sünde und die Rebellion und das Nichtbeachten des Wortes Gottes, obwohl es zur Verfügung stand, das Ignorieren der Warnungen, die man früher gehört hatte, dass Menschen, die das Gleiche getan hatten, schon gestorben waren, das dazu geführt hatte, dass plötzlich diese Sünde jetzt auch zu schwerwiegenden Konsequenzen hat.
[11:10] In Wirklichkeit möchte Gott durch seine Gegenwart uns nicht Angst machen. Sein Gesetz soll uns nicht erschrecken. Das möchte uns segnen. Aber es kann uns nur dann segnen, wenn wir wirklich von ganzem Herzen auch das tun wollen, was Gottes Wort sagt.
[11:26] Und Hiram, der König von Tyrus, sandte Boten zu David und Zedernholz und Maurer und Zimmerleute, damit sie ihm ein Haus bauten. Und David erkannte, dass der Herr ihn als König über Israel bestätigt hatte, denn sein Königreich war zu hohem Ansehen gebracht worden um seines Volkes Israel willen. Gott segnete David und das Volk über alle Völker hinaus, sodass sich jetzt so langsam das erfüllen konnte, was Mose schon in 5. Mose Kapitel 4 angedeutet hat, dass die Völker sagen: „Was für ein weises Volk!“ Israel sollte 5. Mose 28 sagt: „Zum Haupt werden und nicht zum Schwanz.“ Und David nahm sich in Jerusalem noch mehr Frauen, und David zeugte noch mehr Söhne und Töchter. Und dies sind die Namen derer, die ihm in Jerusalem geboren wurden: Schobab, Nathan, Salomo, Jibhar, Elischua.
[12:27] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich wirklich von Herzen um Vergebung bitten, wenn wir vielleicht vor lauter Begeisterung gedacht haben, wir tun ja einen großen Dienst, aber in Wirklichkeit das, was wir hätten wissen können aus deinem Wort, ignoriert haben, für unwichtig erachtet haben, vernachlässigt haben. Herr, gib, dass wir wirklich uns die Frage stellen, wie wir dir gefallen können und auch die Schönheiten und die Kraft des Wortes richtig verstehen und seine Heiligkeit, die uns nicht Angst machen soll, sondern uns segnen möchte. Herr, gib uns dieses Verständnis von seiner Heiligkeit in unserem Leben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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