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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ widmet sich Rabea Kramp dem 17. Kapitel der 1. Chronik. Sie beleuchtet Davids Wunsch, Gott ein Heiligtum zu bauen, und Gottes überraschende Antwort: Nicht David, sondern sein Sohn soll das Haus errichten, doch David wird ein ewiges Königtum zugesagt. Die Sprecherin betont die Wichtigkeit, Gottes Pläne anzunehmen, auch wenn sie von unseren eigenen abweichen, und zeigt, wie Davids Gehorsam zu großem Segen führte.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute wollen wir zusammen die Seite 463 lesen und davor gemeinsam beten.

[0:43] Lieber Gott, wir haben so viel zu verdanken, aber wir wollen dir vor allem für das Heiligtum danken, für das, was du darin offenbart hast über dich, über das Erlösungswerk, dass du es so anschaulich gemacht hast für uns, dass wir es verstehen dürfen, wie dein Erlösungswerk funktioniert. Und es ist so einfach, dass es jedes Kind verstehen kann. Wir bitten dich, dass wir auch die Erlösung in Anspruch nehmen, die du uns anbietest, und dass wir nicht vor dir weglaufen, sondern dass wir gerne zum Heiligtum kommen. Amen.

[1:33] Wir befinden uns in 1. Chronik 17 und dort ab Vers 3. Wir haben ja gestern das Ende von dem Danklied Davids studiert, das Lob- und Danklied über die Bundeslade, über die Überführung der Bundeslade nach Jerusalem, und dass David den Wunsch hatte, Gott ein Heiligtum zu bauen, um den Opferdienst und die Bundeslade wieder an einen Ort zu bringen.

[2:04] Vers 3: Aber es geschah in derselben Nacht, da ging das Wort an Nathan: So geh hin und rede zu meinem Knecht David: So spricht der Herr: Nicht du sollst mir ein Haus bauen, das mir als Wohnung dienen soll. Denn ich habe in keinem Haus gewohnt von dem Tag an, als ich Israel heraufführte bis zu diesem Tag, sondern ich zog von Zelt zu Zelt und von Wohnung zu Wohnung. Wo immer ich mit ganz Israel umherzog, habe ich auch zu einem der Richter in Israel, denen ich gebot, mein Volk zu weiden, jemals gesagt: Warum baut ihr mir kein Haus aus Zedernholz?

[2:49] Gott ist bescheiden. Gott hat sich keinen Palast bauen lassen aus edlen Materialien. Er war zufrieden mit einer Stiftshütte aus Stoffen, aus Fellen, sehr schlicht von außen. Ein bescheidener Gott, der in einem bescheidenen Haus wohnt.

[3:12] So sprich nun zu meinem Knecht David: So spricht der Herr der Heerscharen: Ich habe dich von der Weide unter den Schafen weggenommen, damit du Fürst würdest über mein Volk Israel. Und ich bin überall mit dir gewesen, wohin du gegangen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet und dir einen Namen gemacht, gleich dem Namen der Gewaltigen.

[3:41] Gott macht hier dem David sehr deutlich, dass David eigentlich alles Gott zu verdanken hat, was er ist, was er hat. Und dass David zwar einen edlen Wunsch hat, Gott dieses Haus zu bauen und Gott auch etwas davon zurückzugeben. Aber Gott ihm sagt, dass es ein edles Anliegen ist, was du hast, David, aber eigentlich hast du alles, was du hast, von mir. Und es ist eine schöne Parallele, die wir für uns in unserem Leben anwenden können: Wir können Gott nicht bestechen mit irgendwelchen Geschenken, so wie man vielleicht Götzen früher bestochen hat und ihnen geopfert hat und dann dachte, dann werden sie einem wohlgesonnen sein. Nein, alles, was wir haben, das kommt von Gott.

[4:27] Und ich werde für mein Volk Israel einen Ort bereiten und es einpflanzen, dass es dort bleiben und nicht mehr beunruhigt werden soll. Und die Söhne der Bosheit sollen es nicht mehr verderben wie zuvor, seit der Zeit, als ich Richter über mein Volk Israel eingesetzt habe. Und ich werde alle deine Feinde demütigen. Und ich verkündige dir, dass der Herr dir ein Haus bauen wird. Und es wird geschehen, wenn deine Tage erfüllt sind, so dass du zu deinen Vätern hingehst, so will ich deinem Samen nach dir erwecken, der von seinen Söhnen sein wird, und ich werde sein Königtum befestigen. Der wird mir ein Haus bauen, und ich werde seinen Thron auf ewig befestigen.

[5:21] Gott will seinem Volk Ruhe verschaffen. Und Gott will David ein Haus bauen – eine schöne Wendung, die wir hier lesen in diesem Kapitel. David, der eigentlich den Wunsch hat, Gott endlich ein Haus zu bauen, ein Heiligtum. Und was sagt Gott? Nein, David, ich möchte dir ein Haus bauen, und zwar ein Königtum, das ewig besteht, das ewig Bestand hat. Was könnte sich ein irdischer Herrscher mehr wünschen, als dass er die Zusicherung bekommt, dass sein Königreich, seine Dynastie ewig besteht? Das hätten sich viele Herrscher, vielleicht sogar alle der Geschichte, gewünscht.

[6:05] Aber Gott sagt auch, dass Salomo dieses Haus bauen wird.

[6:15] In Vers 13: Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Und ich will meine Gnade nicht von ihm weichen lassen, wie ich sie von dem weichen ließ, der vor dir war, sondern ich will ihn auf ewig über mein Haus und über mein Königreich einsetzen, und sein Thron soll auf ewig fest bestehen. Gott bekräftigt hier nochmal diese Zusage.

[6:35] Alle diese Worte und diese ganze Offenbarung teilte Nathan dem David mit. Nathan, das lesen wir in Könige und Chronik, ist ein Überbringer verschiedenster Nachrichten, ist ein sehr enger Vertrauter von David, der ihm auch sehr unangenehme Nachrichten von Gott schon überbracht hat.

[6:58] Und er hat auch dieses Mal eine Lektion von Gott für David bekommen. David lag diese Aufgabe sehr am Herzen, das haben wir gestern gesehen, dem Herrn ein Heiligtum zu bauen. Aber Gott sagt: Nein, David, nicht du sollst das Haus bauen, sondern dein Sohn. Und es war so ein tiefer Wunsch Davids, dies zu tun, dass es ihm garantiert nicht leichtfiel, von diesem Plan abzulassen und Gottes Plan zu akzeptieren. Aber was wir daraus lernen können für unser eigenes Leben ist, dass Gott manchmal unsere Pläne ein bisschen ändern muss, wenn sie nicht ganz in Übereinstimmung mit seinem sind, seiner Vorhersehung. Und die Frage ist, wie wir mit der Planänderung Gottes umgehen. Nicht jedem von uns hat Gott jede Aufgabe zugedacht, und nicht jeder von uns kann jede Aufgabe für Gott tun. Wir sehen das zum Beispiel auch in der Mission, wo es im Neuen Testament heißt: Der eine sät und der andere erntet. Nicht jeder, der sät, kann auch ernten, und nicht jeder, der erntet, hat vorher gesät. Aber wie reagiert hier David?

[8:12] Wir lesen weiter: Da kam der König David und setzte sich vor dem Herrn nieder und sprach: Wer bin ich, oh Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast? Also David zeigt, dass er Gott verstanden hat. Er ist dankbar. Und das war noch zu wenig in deinen Augen, oh Gott, sondern du hast über das Haus deines Knechtes noch von ferner Zukunft geredet, und du hast mich für den höchsten Rang eines Menschen ausersehen, Herr Gott. Was kann David dazu noch tun zu dieser Ehre, die du deinem Knecht erweist? Du kennst ja deinen Knecht. Um deines Knechtes willen und nach deinem Herzen hast du alle diese großen Dinge getan und alle diese großen Dinge verkündet. Dir ist niemand gleich, und es gibt keinen Gott außer dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben.

[9:10] David nimmt Gottes Veto an. Er nimmt das willig an, bereitwillig. Er gehorcht Gott und sagt: Wenn es dein Plan ist, dass Salomo das Haus baut oder einer meiner Söhne, dann soll es auch so sein. Er ist dankbar für das, was Gott ihm überhaupt schenkt, und dass Gott ihm solche Zukunftsaussichten schenkt. Das beglückt David schon vollkommen.

[9:33] Vers 21: Und wer ist wie dein Volk Israel, die einzige Nation auf Erden, für die Gott selbst hingegangen ist, um sie sich als Eigentumsvolk zu erlösen, womit du dir einen großen und furchtgebietenden Namen gemacht hast, indem du die Heidenvölker ausgestoßen hast vor deinem Volk her, das du aus Ägypten erlöst hast. Und du hast dir dein Volk Israel auf ewig zum Volk bestimmt, und daher ist ihr Gott geworden. Und nun, Herr, was das Wort, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, bleibe ewig wahr. Toll, wie du geredet hast. Ja, es möge sich bewahrheiten, und so soll dein Name erhoben werden ewiglich, dass man sage: Der Herr der Heerscharen, der Gott Israels, ist Gott für Israel, und das Haus seines Knechtes David möge vor dir Bestand haben.

[10:33] David akzeptiert Gottes Plan, weil er merkt: Gottes Plan ist besser als sein eigener. Und wir kennen diesen Spruch: Der Mensch denkt, aber Gott lenkt. Und das trifft in diesem Kapitel auf dieser Seite zu. Die Zusage, dass Davids Haus ewig Bestand haben wird, nämlich durch den Messias, durch Jesus, das macht David bewusst, wie sehr Gott ihn eigentlich segnet. Und Gott versagt in Anführungsstrichen ihm zwar, dass er das Heiligtum bauen darf, aber er gibt ihm eine viel größere, viel weitreichendere Segenszusage und Aussicht, für die David gern bereit ist, seine Pläne zu ändern.

[11:21] Es gibt einen schönen Vers in Sprüche 15, Vers 32, wo es heißt: Wer die Unterweisung verwirft, verachtet seine Seele; wer aber auf Zurechtweisung hört, erwirbt Verstand. Und das traf auf David zu. David war stets ein Mann, der die Zurechtweisung Gottes akzeptiert hat, und deswegen war er auch sehr erfolgreich in seinem Leben und auch so gesegnet in seinem Glaubensleben.

[11:50] Denn du, mein Gott, hast dem Ohr deines Knechtes geoffenbart, dass du ihm ein Haus bauen willst. Darum hat dein Knecht die Zuversicht gefunden, vor dir zu beten. Und nun, Herr, du bist Gott und hast deinem Knecht so viel Gutes zugesagt. So lasse es dir nun wohlgefällig sein, das Haus deines Knechtes zu segnen, dass es ewiglich vor dir sei. Denn was du, Herr, gesegnet hast, das ist auf ewig gesegnet.

[12:22] Lasst uns beten. Lieber Gott, danke, dass du deine Pläne für unser Leben wahr machst, wenn wir nur bereit sind, sie zu akzeptieren. Danke, dass deine Pläne immer die besseren sind. Lass uns heute an diesem Tag ein Auge dafür haben, was dein Plan für uns ist. Du stellst uns Dinge und Menschen in den Weg, denen wir begegnen sollen und an denen wir wachsen können. Und wir danken dir dafür, dass du alles so wunderbar machst und lenkst. In deinem Namen, Amen.


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