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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp 1. Chronik 21:1-24. Sie analysiert König Davids folgenschwere Entscheidung, eine Volkszählung durchzuführen, die von Satan inspiriert war und Stolz offenbarte. Die Predigt zeigt die schmerzhaften Konsequenzen dieser Sünde für Israel und Davids tiefe Reue, die ihn dazu führte, sich der Barmherzigkeit Gottes anzuvertrauen und einen Altar auf Ornans Tenne zu errichten. Eine wichtige Lektion über die Ernsthaftigkeit der Sünde und Gottes Korrektur.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Wir lesen heute die Seite 466 gemeinsam, die uns einiges lehren wird, wenn es darum geht, was passiert, wenn wir Fehler machen und wie Gott uns korrigieren muss.

[0:52] Bevor wir einsteigen in das Thema, lasst uns beten.
Lieber Gott, wir haben gesehen, wie siegreich wir sein können, wenn du mit uns Seite an Seite kämpfst und wie viele Siege und wie tiefgründig die Siege sein können, wie vollkommen, wenn wir dir nur vertrauen. Schenk uns dieses Vertrauen und auch die Dankbarkeit dafür an jedem neuen Tag.

[1:21] Wir befinden uns in 1. Chronik 21 und wir haben gelesen in den letzten Kapiteln und Versen, was für ein erfolgreicher Herrscher David war und wie viele Siege er und seine Heerführer errungen haben für das Volk Israel. Ab Vers 1 heißt es: Und Satan stand auf gegen Israel und reizte David, Israel zählen zu lassen.

[1:46] Und David sprach zu Joab und zu den Obersten des Volkes: Geht hin, zählt Israel von Beerscheba bis nach Dan und bringt mir Bericht, damit ich ihre Zahl erfahre. Joab aber sprach: Der Herr füge zu seinem Volk, wie zahlreich es jetzt ist, noch hundertmal mehr hinzu! Aber sind sie nicht, mein Herr und König, alle die Knechte meines Herrn? Warum verlangt mein Herr so etwas? Warum soll eine Schuld auf Israel kommen? Doch das Wort des Königs bestand gegen Joab. So zog Joab aus und durchwanderte ganz Israel und kam wieder nach Jerusalem.

[2:27] David kommt hier auf die Idee, eine Volkszählung durchführen zu lassen und die Zahl seiner wehrfähigen Männer im ganzen Land zu ermitteln.

[2:40] In Vers 1 erfahren wir, von wem diese Idee stammt, nämlich von keinem Geringeren als Satan persönlich, der dieses Vorhaben dem David ins Herz gegeben hat. Und dazu muss man ein bisschen verstehen, was dahintersteckte.

[2:52] David hatte viele Siege errungen, weil er mit Gott zusammen Seite an Seite kämpfte. Nicht selten gewann Gottes Volk, obwohl es in der Unterzahl war, und das war dann ganz offensichtlich, dass es Gottes Verdienst war und nicht der eines genialen Feldstrategen oder eines genialen Königs.

[3:19] Nun aber war es Stolz und Machtgier, was David antrieb, diese Volkszählung durchführen zu lassen. Er wollte sein wie die Herrscher ringsherum, wie die Herrscher der anderen weltlichen Reiche. Ja, er wollte ein starkes Militär und wollte einfach protzen mit einer gut aufgestellten Armee.

[3:44] Joab, sein Heerführer, durchschaute die schlimmen Folgen dieses Vorhabens und versuchte, den König abzubringen, aber sein Rat fand kein Gehör.

[3:57] Wir lesen weiter in Vers 5: Und Joab gab David die Zahl des gemusterten Volkes an. Joab hatte ja ganz Israel durchzogen, um diese Zahl zu ermitteln. Das ganze Israel zählte 1.100.000 Männer, die das Schwert zogen, und Juda 470.000 Männer, die das Schwert zogen.

[4:16] Also roundabout eineinhalb Millionen. Levi und Benjamin hatte er nicht mit ihnen gemustert, denn das Wort des Königs war Joab ein Greuel. So Joab hatte so eine innere, hat sich so innerlich dagegen gewehrt, dass er diese zwei Stämme nicht gezählt hat, weil es wären noch mehr geworden und hätte David noch stolzer gemacht. So hat Joab ihm das verschwiegen.

[4:42] Vers 7: Und diese Sache missfiel Gott, darum schlug er Israel. Und David sprach zu Gott: Ich habe mich schwer versündigt, dass ich diese Sache getan habe. Nun aber nimm doch die Missetat deines Knechtes hinweg, denn ich habe sehr töricht gehandelt.

[5:00] David realisiert hier die Torheit seines Plans, aber es ist schon zu spät.

[5:06] Es ist nicht immer so, dass wir mit unserer Reue über unsere Sünde auch die Folgen unserer Sünde abwenden können. Und diese schmerzvolle Erfahrung musste David leider mehrere Male in seinem Leben machen. Und auch wir müssen diese Erfahrung immer wieder machen, dass wir die Folgen unserer Fehler nicht ungeschehen machen können.

[5:29] David musste das zum Beispiel bei der Sünde mit Batseba lernen oder auch bei der Erziehung seiner Söhne, die sich später gegen ihn gerichtet haben.

[5:42] Vers 9: Und der Herr redete zu Gad, dem Seher Davids, und sprach: Geh hin, rede zu David und sprich: So spricht der Herr: Dreierlei lege ich dir vor. Erwähle dir eines davon, dass ich es dir antue. Und als Gad zu David kam, sprach er zu ihm: So spricht der Herr: Wähle für dich entweder drei Jahre Hungersnot oder drei Monate lang Flucht vor deinen Widersachern, so dass dich das Schwert deiner Feinde ereilt, oder drei Tage lang das Schwert des Herrn und die Pest im Land und den Engel des Herrn als Verderber im ganzen Gebiet von Israel.

[6:21] So überlege dir nun, welche Antwort ich dem zurückbringen soll, der mich gesandt hat. Und David sprach zu Gott: Mir ist sehr angst. Ich will in die Hand des Herrn fallen, denn seine Barmherzigkeit ist sehr groß, aber in die Hände der Menschen will ich nicht fallen.

[6:43] Dieser Vers, dieser letzte Vers, den wir gelesen haben, offenbart Davids tiefes Vertrauen zu Gott, selbst in dieser schlimmen Krise, in dieser Glaubenskrise.

[6:50] Lieber möchte David in Gottes Hände fallen als in die Hände seiner Feinde. David hatte ein Trauma von Verfolgungen. Er war jahrelang vor Saul und seinen Männern geflohen und er wusste ganz genau, wie es sich anfühlt, ein Getriebener zu sein. Das wollte er nie wieder erleben.

[7:14] Und David war es auch, der in den Psalmen schrieb: Richte mich, Herr!

[7:17] Denn ein Gläubiger weiß, dass Gott ein gerechter Richter ist, aber er ist nicht nur Richter, er ist gleichzeitig unser Anwalt. Nun, Gott hatte Vertrauen zu diesem Richter und diesem Anwalt.

[7:30] Wir lesen weiter: Da ließ der Herr die Pest über Israel kommen, sodass 70.000 Mann aus Israel umkamen. Und Gott sandte den Engel nach Jerusalem, um es zu verderben. Und als er vor der verderbte, sah es der Herr und ihn reute das Unheil.

[7:50] Und er sprach zu dem Engel, der verderbte: Genug! Lass deine Hand nun sinken! Der Engel des Herrn aber stand bei der Tenne Ornans, des Jebusiters.

[8:00] Und David hob seine Augen und sah den Engel des Herrn zwischen Erde und Himmel stehen und in seiner Hand ein bloßes Schwert über Jerusalem ausgestreckt. Da fielen David und die Ältesten, in Sacktuch gehüllt, auf ihr Angesicht. Und David sprach zu Gott: Habe nicht ich gesagt, dass man das Volk zählen soll? Ich bin es, der gesündigt und sehr böse gehandelt hat. Was haben aber diese Schafe getan? Herr, mein Gott, lass doch deine Hand gegen mich und das Haus meines Vaters gerichtet sein und nicht gegen dein Volk zur Plage!

[8:35] David musste diese sehr harte Lektion lernen und er sah die wirklich schlimmen Folgen seiner Sünde. Sein Hirtenherz schlug hier, denn er sagt: Was haben diese Schafe getan? Und er spürt die Verantwortung für sein Volk und er realisiert, dass es seine Schuld war, dass diese 70.000 Menschen umgekommen sind.

[9:01] Der Ort, der hier genannt wird, etwas findet sich nämlich: die Tenne Ornans wird später noch einmal große Bedeutung erlangen.

[9:08] Und wir lesen davon weiter in Vers 18: Und der Engel des Herrn befahl Gad, David zu sagen, dass er hinaufgehen solle, um dem Herrn einen Altar aufzurichten auf der Tenne Ornans, des Jebusiters.

[9:21] So ging David hinauf nach dem Wort Gads, dass dieser im Namen des Herrn geredet hatte. Und Ornan wandte sich um und sah den Engel, und seine vier Söhne versteckten sich mit ihm. Ornan drosch aber gerade Weizen.

[9:36] Und David kam zu Ornan, und Ornan blickte um sich und sah David, und er ging aus der Tenne heraus und verneigte sich vor David mit dem Angesicht zur Erde.

[9:45] Und David sprach zu Ornan: Gib mir den Platz der Tenne, damit ich dem Herrn einen Altar darauf baue. Um den vollen Geldwert sollst du ihn mir geben, damit die Plage von dem Volk abgewendet wird.

[10:00] Da sprach Ornan zu David: Nimm hin, mein Herr und König, tue damit, was ihm gefällt. Siehe, ich gebe die Rinder als Brandopfer und Dreschwagen als Brennholz und den Weizen zum Speisopfer. Alles gebe ich zum Geschenk.

[10:17] Aber der König David sprach zu Ornan: Nein, nicht so, sondern ich will es um den vollen Geldwert kaufen, denn ich will nicht für den Herrn nehmen, was dir gehört, um umsonst Brandopfer zu bringen.

[10:31] David erwirbt hier diesen Ort, diesen ganz besonderen Ort, die Tenne Ornans, um dort einen Altar zu bauen und um dort zu opfern, um diese Plage abzuwenden, die Pest über sein Volk.

[10:46] Nicht nur David und die Ältesten sahen diesen Engel, diesen Würgeengel mit dem Schwert, das über Israel ausgestreckt war. Auch Ornan und seine Söhne sahen diesen Engel, und was für ein unglaublich furchtgebietender Anblick muss das gewesen sein, der diese Männer sehr furchtsam gemacht hat und der David vor Augen geführt hat, welche schlimmen Folgen Sünde haben kann.

[11:11] Lasst uns gemeinsam beten.
[11:14] Herr, bewahre uns vor Stolz, bewahre uns vor Sünde. Führe uns das schreckliche Angesicht der Sünde mehr vor Augen, damit wir nicht leichtfertig damit umgehen und lass uns heute an diesem Tag ganz bewusst durch den Tag gehen und ganz bewusst darauf achten, dass wir in deinen Wegen wandeln, dass wir nicht davon abweichen und dass wir nicht ungehorsam werden. Bewahre uns und behüte uns in deinem Namen. Amen.


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