In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ schließt Rabea Kramp die Erste Chronik ab und beleuchtet die letzten Verse von Kapitel 29. Sie konzentriert sich auf Davids überwältigendes Gebet des Lobpreises und der Dankbarkeit für die freiwilligen Gaben des Volkes zum Tempelbau. Der Vortrag vergleicht Salomos privilegierten Start als König mit Davids schwierigem Weg und betont die Bedeutung eines ungeteilten Herzens für Gott.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Chronik 29:11-29:30
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. ChronikPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute wollen wir zusammen die Seite 475 lesen und die Erste Chronik beschließen. Und bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam beten.
[0:43] Lieber Gott, wir danken dir für alles Gute, für alle Gaben, die du uns schenkst und dass wir auch dir zurückgeben dürfen. Wir danken dir, dass du so gut bist, dass wir ja wissen dürfen, dass uns nichts Gutes versagt. Amen.
[1:04] Wir befinden uns immer noch in Erster Chronik 29. Gestern haben wir gesehen, dass das Heiligtum mithilfe von freiwilligen Gaben des ganzen Volkes auch gebaut wurde, natürlich auch mit den Gaben, die David beschafft hatte, aber auch eben mit diesen freiwilligen Gaben des Volkes. Und hier lesen wir ab Erste Chronik 29, Vers 10: „Und David lobte den Herrn vor der ganzen Gemeinde und sprach: Gelobt seist du, Herr, du Gott unseres Vaters Israel, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Dein ist die Majestät und die Gewalt und die Herrlichkeit und der Glanz und der Ruhm; denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein, Herr, ist das Reich, und du bist als Haupt über alles erhaben. Reichtum und Ehre kommen von dir; du herrschst über alles. In deiner Hand stehen Kraft und Macht; in deiner Hand steht es, alles groß und stark zu machen. Und nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen deinen herrlichen Namen.“
[2:17] Diese drei Verse klingen fast wie Psalmverse. Aber wir sehen hier, wie David wirklich überwältigt ist von den freiwilligen Gaben, die das Volk gibt. Er rühmt Gott dafür, dass alle Schätze ihm gehören. Und wenn wir ehrlich sind, vergessen wir das manchmal in unserem eigenen Leben, dass eigentlich alles, was wir besitzen, was wir erlangt haben, den Lohn, den wir jede Woche auf unserem Konto haben – all das, was wir haben, das kommt eigentlich von Gott und es gehört ihm. Und wenn wir unseren Zehnten geben, dann geben wir eigentlich nur Gott zurück, was ihm sowieso gehört.
[2:52] Wir lesen weiter, Vers 14: „Denn was bin ich, und was ist mein Volk, dass wir Kraft haben sollten, in solcher Weise freiwillig zu geben? Denn von dir kommt alles, und aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben. Denn wir sind Fremdlinge und Gäste vor dir wie alle unsere Väter; unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten und bleibt nicht bestehen. Herr, unser Gott, dieser Reichtum, den wir bereitgestellt haben, um dir ein Haus zu bauen für deinen heiligen Namen, kommt von deiner Hand; alles gehört dir. Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst und an Aufrichtigkeit hast du Wohlgefallen. Darum habe ich dies alles in Aufrichtigkeit meines Herzens freiwillig gegeben, und ich habe jetzt mit Freuden gesehen, wie dein Volk, das sich hier befindet, dies bereitwillig gegeben hat. Herr, du Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Israel, bewahre ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volkes und richte ihr Herz fest auf dich. Und gib meinem Sohn Salomo ein ungeteiltes Herz, dass er deine Gebote, deine Zeugnisse und deine Satzungen bewahre und alles ausführe und dass er diesen Bau errichtet, den ich vorbereitet habe.“
[4:13] Diese Spendenaktion des Volkes Gottes muss wirklich überragend gewesen sein, ein Meer an edlen Materialien. Und man merkt es David an seinen Worten an, wie überwältigt er davon ist, das alles zu sehen.
[4:27] Vers 18 ist ein interessanter Vers, denn David bittet hier für das Volk, dass sie ewig diese Einstellung, diese innere Herzenseinstellung der freiwilligen Gaben behalten. Wir wissen, dass das leider in der Geschichte dann nicht mehr so ist. Aber David hat hier dieses Gebet, und es ist ein schönes Gebet. Auch bittet er für seinen Sohn, nämlich dass er in den Satzungen und Geboten Gottes wandelt, damit es ihm gut geht und damit er auch alles ausführen kann. Und auch dieses Gebet wird leider nur für eine bestimmte Zeit Erhörung finden, beziehungsweise Salomo entscheidet sich irgendwann nach der Hälfte seiner Regentschaft wahrscheinlich, dass er Gott nicht mehr ungeteilten Herzens dient.
[5:16] Wir lesen weiter, Vers 20: „Und David sprach zu der ganzen Gemeinde: Nun lobt den Herrn, euren Gott! Und die ganze Gemeinde lobte den Herrn, den Gott ihrer Väter, und sie neigten sich und warfen sich nieder vor dem Herrn und vor dem König. Am folgenden Morgen aber opferten sie dem Herrn Schlachtopfer, und sie opferten dem Herrn Brandopfer: 1000 Jungstiere, 1000 Widder und 1000 Lämmer, samt ihren Trankopfern, dazu Schlachtopfer in Menge für ganz Israel. Und an jenem Tag aßen und tranken sie vor dem Herrn mit großer Freude. Und sie machten Salomo, den Sohn Davids, zum zweiten Mal zum König und salbten ihn dem Herrn zum Fürsten und Zadok zum Priester. So saß Salomo auf dem Thron des Herrn als König anstelle seines Vaters David, und er hatte Gedeihen, und ganz Israel war ihm gehorsam. Und alle Obersten und Gewaltigen, auch alle Söhne des Königs David, unterwarfen sich dem König Salomo. Und der Herr machte Salomo überaus groß vor ganz Israel und verlieh seinem Königtum eine Herrlichkeit, wie sie vor ihm kein König über Israel gehabt hatte.“
[6:29] Salomo hat hier unglaublich gute Voraussetzungen für seine eigene Herrschaft. Nicht nur, dass er materiell gesegnet ist, sondern David hat auch alles so eingerichtet und so gerichtet, dass Salomo eigentlich sofort loslegen kann mit einem guten Fundament für seine Herrschaft. Seine Familie steht hinter Salomo, das Volk steht hinter Salomo, die Leviten stehen hinter ihm. Es ist alles gerichtet, und er hat wirklich die besten Startbedingungen, die man sich für einen jungen König vorstellen kann. Ganz anders als David es hatte. David hatte unglaublich große Schwierigkeiten, er hatte die Verfolgung durch Saul einige Jahre zu erleiden. Und vielleicht ist es manchmal besser im Leben, ein bisschen eine schwere Zeit durchzumachen, dann bleibt man vielleicht vor Abfall bewahrt. Salomo blieb es jedenfalls nicht, vielleicht auch, weil er es zu leicht hatte, weil ihm alles vorbereitet wurde und er durch keine Schwierigkeiten mehr gehen musste. Es war auf jeden Fall eine Prüfung für David gewesen, die ihm geholfen hat – eine Prüfung, die Salomo nicht hatte.
[7:43] Ja, wir lesen auch, dass Salomo zum zweiten Mal zum König gesalbt wird. Auch ein großes Ereignis, das hier nur in einem Vers kurz erwähnt wird, aber sicher war es ein ganz großes Fest. Und Salomo tritt hier in große Fußstapfen, in große Fußstapfen von David, der ein sehr anerkannter und beliebter König war.
[8:03] Vers 26: „So regierte David, der Sohn Isais, über ganz Israel. Die Zeit aber, da er über Israel regierte, betrug 40 Jahre: in Hebron regierte er sieben Jahre und in Jerusalem regierte er 33 Jahre. Und er starb in gutem Alter, satt an Leben, Reichtum und Ehre. Und sein Sohn Salomo wurde König an seiner Stelle. Und die Geschichte des Königs David, die frühere und die spätere, ist aufgezeichnet in der Geschichte Samuels, des Sehers, und in der Geschichte Nathans, des Propheten, und in der Geschichte Gads, des Sehers, samt seiner ganzen Regierung und seiner Macht und den Ereignissen, die unter ihm vorgekommen sind in Israel und unter allen Königreichen der Länder.“
[8:47] Ein sehr bewegtes Leben geht zu Ende, und Gott hat David unglaublich gesegnet. Das konnten wir im Buch Samuel, in den Königen und in der Chronik bereits lesen. David legt sich zur Ruhe, und das ganze Königreich übergeht an Salomo. Und wir beschließen das Buch Erste Chronik. Aber eigentlich hat die Chronik keine Unterteilung gehabt im ursprünglichen, sondern eigentlich müssen wir nahtlos anschließen, und das wollen wir morgen tun. Aber lasst uns zum Ende noch gemeinsam beten.
[9:26] Lieber Gott, wir danken dir, dass wir durch das Leben von David sehen können, dass du alle, die aufrichtigen Herzens sind, segnest, dass du ihnen Gelingen schenkst und dass du sie in Frieden einschlafen lässt. Herr, wir bitten dich auch für uns, dass du uns heute segnest an diesem Tag, dass du uns ein ungeteiltes Herz schenkst und dass wir ganz nah bei dir sind. Amen.
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