Dieses Video, Teil der Serie „Gott auf (m)einer Seite“, beleuchtet 1. Chronik 4:42-5:25. Christopher Kramp führt durch die Genealogien und historischen Ereignisse der Stämme Simeon, Ruben, Gad und des halben Stammes Manasse. Er hebt die Bedeutung von Rubens verlorenem Erstgeburtsrecht hervor, die militärische Stärke und göttliche Hilfe der Ostjordanstämme sowie deren späteren Abfall, der zur Verbannung führte. Dabei zieht er Parallelen zu heutigen geistlichen Kämpfen und der Kraft des Gebets.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Chronik 4:42-5:25
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. ChronikPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit 1. Chronik 4, Vers 42. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass du Gebete hörst, so wie du das Gebet von Jabez hörtest. Wir möchten von Herzen bitten, dass du uns reichlich segnest auch an diesem Tag, dass du unsere Grenzen erweiterst, dass deine Hand uns von Moment zu Moment führt in jeder Situation an diesem Tag und dass du uns an diesem Tag vor den Angriffen des Satans ganz bewusst – wir werden sicherlich Schwierigkeiten erleben, aber du hast versprochen, für uns da zu sein und zu beschützen und Kraft zu geben und uns zu stärken. Und so bitten wir dich, dass du uns jetzt auch durch dein Wort stärkst, nach deiner Verheißung, das nicht leer zurückkehrt, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.
[1:28] Wir sind in 1. Chronik Kapitel 4. Es geht um die Nachkommen des Stammes Simeon. Und wir sind gerade schon etliche Jahrhunderte weiter zur Zeit von Hiskia, als dort ein Teil der Simeoniter den Bann an Nachfahren von Ham, von den Meunitern, vollstreckt haben und dort das Weideland in Besitz genommen haben. Wir lesen den Vers 42: „Und ein Teil von ihnen, von den Söhnen Simeons, 500 Mann, zogen zum Bergland von Seir, also dort, wo die Meuniter eben weiter im Süden lebten. An ihrer Spitze Pelatja und Nearja und Refaja und Usiel, die Söhne Jischis. Und sie schlugen den Überrest der Entkommenen von Amalek und wohnten dort bis zu diesem Tag.“ Es gab also offensichtlich noch letzte Amalekiter, die auch nicht durch die Feldzüge des Sauls schon umgekommen sind, sondern und auch Davids Stamm, sondern die sich hier bis in die Zeit von Hiskia noch gehalten haben, dort in der Nähe des Königreichs Edom, und die jetzt hier von den Simeonitern besiegt worden sind.
[2:39] Und die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels – er war nämlich der Erstgeborene, aber weil das Lager seines Vaters entweiht wurde, ist sein Erstgeburtsrecht den Söhnen Josefs, des Sohnes Israels, gegeben, doch ohne dass dieser im Geschlechtsregister als Erstgeborener verzeichnet wurde. Eine ganz interessante Stelle. Es geht jetzt um Ruben. Wir wissen, dass er – und das macht Jakob ja in seinem großen Segen, 1. Mose 49, und die Stelle dann selbst noch mal finden – sehr deutlich, dass er dieses Erstgeburtsrecht eben nicht gibt, weil dieser mit seiner Nebenfrau ins Bett gegangen war. Das heißt, also hier, dass Josef den doppelten Anteil, dass der materielle Segen, das Erstgeburtsrecht bekommen hat. Allerdings normalerweise ist so ein Erstgeburtsrecht auch im Geschlechtsregister verzeichnet, was hier im Fall von Josef dann nicht geschehen ist. Denn es heißt weiter: „Denn Juda war mächtig unter seinen Brüdern, sodass von ihm der Fürst kommen sollte, aber das Erstgeburtsrecht fiel Josefs.“ Eine ganz interessante Sache: Also nominell war Ruben der Erstgeborene. Das erbrechtliche Erstgeburtsrecht mit dem doppelten Segen, sozusagen materieller Art, fiel dem Josef zu, weil dadurch sozusagen seine beiden Söhne – vermutet man – zur eigenständigen Stämmen gezählt wurden. Aber die eigentliche, der eigentliche Segen dieses Erstgeburtsrechts, auf den Messias hindeutend, auf den Fürsten, der kommen sollte, das war dem Juda vorbehalten, wie wir gesehen, wie die Königskinder dennoch tatsächlich im Stamm Juda gewesen ist und wie auch Jesus aus dem Stamm Juda kommen wird. Und man könnte noch hinzufügen, dass zum Erstgeburtsrecht auch so die priesterliche Würde dazugehörte, und die ist dann dem Stamm Levi anvertraut worden. Das ist ein ganz interessantes Bild, das sich hier ergibt.
[4:40] Die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels, waren Henoch und Palú, Hezron und Karmi. Die Söhne Joëls: Schemaja, dessen Sohn; Gog, dessen Sohn; Schimi, dessen Sohn; Micha, dessen Sohn; Reaja, dessen Sohn; Baal, dessen Sohn; Beera, welchen Tiglat-Pileser, der König von Assyrien, gefangen wegführte. Er war ein Fürst der Rubeniter. Hier sehen wir, wie also immer weniger Details, einige Generationen, große Zeiträume übersprungen worden sind. Möglicherweise sind sie auch bestimmte Zeiträume ausgelassen worden, denn Tiglat-Pileser ist dann schon ungefähr 700 Jahre nach der Landnahme Israels. Und seine Brüder nach ihren Geschlechtern, in der Aufzeichnung nach ihrer Geburtsfolge, waren das Oberhaupt Jeïël und Secharja und Bela, der Sohn Asas, des Sohnes Schemas, des Sohnes Joëls. Dieser wohnte in Aroër und bis nach Nebo und Baal-Meon. Und gegen Osten wohnte er bis zur Wüste hin, die sich vom Euphratstrom her erstreckte, denn ihre Herden waren zahlreich im Land Gilead. Das ist ja das Ostjordanland gewesen. Wir erinnern uns, dass der Stamm Ruben, genauso wie der Stamm Gad und Manasse – würde es auch noch gleich weitergehen wird – dass die sich entschlossen hatten, mit ihren Herden und ihren Familien dann im Ostjordanland zu bleiben. Nur eine Abteilung geschickt haben, die dann kampfgerüstet den anderen Stämmen im Westen in Palästina geholfen haben, die Kanaaniter zu besiegen.
[6:20] Und in den Tagen Sauls führten sie Krieg mit den Hagaritern, und diese fielen durch ihre Hand, und so wohnten sie in deren Zelten auf der ganzen Ostseite von Gilead. Wir sehen ja, wie zu bestimmten Zeiten bestimmte besondere Ereignisse in der Geschichte der Stämme herausgegriffen werden. Hier einen Krieg gegen ein Volk im Osten, der zur Zeit von Saul stattfand, den wir so in der Geschichte in 1. Samuel natürlich nicht finden. Und die Söhne Gads wohnten ihnen gegenüber im Land Baschan bis nach Salcha. Also, jetzt hatten wir Ruben, jetzt kommt Gad, ein weiterer Stamm, der im Ostjordanland gelebt hat, und zwar im Land Baschan, dort wo früher einmal Og, der König der Riesen, regierte, der von Mose und der zweiten Generation Israels besiegt worden war. Joël war das Oberhaupt, und Schafan der zweite, und Jaïna und Schafat in Baschan. Und ihre Brüder nach ihren Vaterhäusern waren Michael, Meschullam, Scheba, Jochaï, Sisa und Heber, insgesamt sieben. Das sind die Söhne Abdiels, des Sohnes Guris, des Sohnes Jachis, des Sohnes Gilads, des Sohnes Michaels, des Sohnes Jischais, des Sohnes Jachdos, des Sohnes Bus. Der Sohn Abdiels, des Sohnes Guris, war das Oberhaupt ihrer Vaterhäuser. Und sie wohnten in Gilead, in Baschan und in deren Dörfern und in allen Weideplätzen Sarons bis an ihre Ausgänge. Sie alle wurden in Geschlechtsregistern aufgezeichnet zur Zeit Jotams, des Königs von Juda, und Jerobeams, des Königs von Israel. Das ist also um die Jahrhundertwende zum achten Jahrhundert hin dann geschehen, diese Aufzeichnungen. Geschlechtsregister war also nicht immer überall sofort selbstverständlich.
[8:04] Interessanterweise bei den Söhnen Rubens und den Gaditern und dem halben Stamm Manasse waren 44.760 tapfere Leute, die mit dem Schwert auszogen, Männer, die Schild und Schwert führten und den Bogen spannten, kampfgeübt waren. Das war also so die militärische Stärke der Ostjordanstämme. Die führten Krieg mit den Hagaritern und mit Jetur und Nafisch und Nodab. Und es wurde ihnen geholfen gegen sie, und die Hagariter und alle, die mit ihnen waren, wurden in ihre Hand gegeben, denn sie riefen im Kampf zu Gott, und er ließ sich von ihnen erbitten, weil sie auf ihn vertrauten. Schon wieder haben wir inmitten einer unendlich scheinenden Liste von Namen eine Gebetserfahrung, zwar eine gewaltige, denn Gott lässt sich hier erbitten, und im Kampf, im Krieg hilft Gott ihnen, weil sie zu ihm gebetet haben. Auch wir dürfen wissen: Wenn wir in Auseinandersetzungen geraten, dürfen wir beten, und Gott wird uns helfen.
[9:04] Und sie führten jetzt hinweg 50.000 Kamele, 220.000 Schafe, 2.000 Esel, dazu 100.000 Menschenseelen, denn es fielen viele Erschlagene, denn der Kampf war von Gott. Und sie wohnten an dieser Stelle bis zur Wegführung. Das heißt also bis zur Zeit von Tiglat-Pileser, der dann und die weiteren Könige, die dort saßen, das assyrische Fünfte, die dann das Nordreich weggeführt haben.
[9:36] Und die Söhne des halben Stammes Manasse wohnten im Land von Baschan bis nach Baal-Hermon und bis zum Senir und dem Berg Hermon. Sie waren zahlreich. Das ist also der dritte Stamm, also hier ist nur ein halber Stamm, und der weiter im Norden wohnte. Hermon. Das sehen wir, das ist dann schon der Libanon, der hier als Grenze angegeben wird. Und das waren die Oberhäupter ihrer Vaterhäuser: Epher, Jischï, Eliël, Asriël, Jirmeja, Hodawja und Jachdiël, Kriegshelden, Männer von Namen, Häupter ihrer Vaterhäuser. Aber sie fielen ab von dem Gott ihrer Väter und wurden den Göttern der Völker des Landes nach, die Gott vor ihnen vertilgt hatte.
[10:17] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, auch wir kommen immer wieder in Konfliktsituationen im Alltag, in unserem Leben, in unseren Familien, in der Gemeinde, auf Arbeit, im Studium, wo immer sie auch sind, Herr. Und wir brauchen deine Hilfe, wenn der Feind uns angreift, wenn er uns verführen will zur Sünde, wenn wir den geistlichen Kampf zu kämpfen haben, dann wollen wir jeden Moment zu dir beten, dass du kämpfst. Denn es ist ein Kampf, den du in uns hineingelegt hast, schon in 1. Mose 3, Vers 15, damit wir sicher sein können durch dich. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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