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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt zur Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp den ersten Johannesbrief (1:1-2:5). Er erklärt, wie Johannes als Augenzeuge Jesu die Botschaft des ewigen Lebens verkündet und betont, dass Gott Licht ist und keine Finsternis in ihm ist. Der Sprecher ermutigt dazu, Sünden zu bekennen, um Vergebung und Reinigung durch das Blut Jesu zu erfahren, und unterstreicht die Bedeutung des Gehorsams gegenüber Gottes Geboten als Zeichen wahrer Gemeinschaft mit ihm.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik]
Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute mit Seite 1294. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:43] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du jeden Tag durch dein Wort persönlich zu mir und zu jedem einzelnen von uns sprichst. Danke, dass wir diesen Schatz deines Wortes haben und danke, dass wir dadurch wachsen dürfen in der Liebe, in der Gnade und dem Glauben. Wir möchten dich bitten, dass die Worte des Johannesbriefes, die wir heute lesen wollen, unsere Herzen anrühren, unseren Charakter verändern, indem wir sie im Glauben annehmen und dass wir lernen, mit dir zu gehen durch den Alltag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:27] Wir beginnen heute mit dem ersten Johannesbrief. Johannes, der Jünger, den Jesus in besonderer Weise lieb hatte, weil er wie kein anderer sich der Liebe Gottes, der Liebe Jesu, geöffnet hat. Dieser Johannes hat nicht nur das wunderbare Evangelium geschrieben, das für viele Menschen sein besonderer Schatz geworden ist, und nicht nur die Offenbarung, mit der wir uns auch noch bald hier beschäftigen werden, sondern auch drei kürzere Briefe. Der erste, der längste von ihnen, ist ein Brief, der keinen spezifischen Adressaten hat, sondern sich ganz allgemein an alle Gläubigen wendet.

[2:11] Wir beginnen in Johannes 1, Vers 1: „Was von Anfang war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir angeschaut und was unsere Hände betastet haben, vom Wort des Lebens.“ Man sieht schon, wie Johannes hier ganz ähnliche Worte verwendet wie zu Beginn des Johannesevangeliums, wo es heißt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Und dann heißt es, dass dieses Wort das Leben war und das Licht der Menschen. Und Johannes spricht hier davon, wie dieses Wort er selbst kennengelernt hat. Er spricht von seiner eigenen Erfahrung, denn er hat Jesus viele Jahre, dreieinhalb Jahre, persönlich begleitet. Er hat etwas gesehen und gehört und betastet von dem ewigen Wort des Lebens, von Jesus.

[3:04] „Und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, das bei dem Vater war und uns erschienen ist.“ Auch das haben wir in Johannes 1, dass das Wort bei Gott war und das Wort war Gott. Und dann heißt es in Vers 14: „Und das Wort wurde Fleisch und wir haben seine Herrlichkeit gesehen.“ Genau denselben Gedanken greift Johannes hier auch auf in diesem Beginn eines Briefes. Jesus ist das ewige Leben. Er hat ja gesagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben, der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Und er, das ewige Leben, ist Mensch geworden. Und Johannes sagt: „Wir haben ihn gesehen.“

[3:40] Vers 3: „Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt. Und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.“ Johannes erzählt nicht Dinge, die er theoretisch irgendwo sich angeeignet hat. Johannes schreibt Dinge auf, die er persönlich erlebt hat, so wie Petrus in seinem Brief gesagt hat, in 2. Petrus 1, dass die Botschaft von der Wiederkunft nicht einfach eine klug ersonnene Fabel ist, sondern dass er selbst Augenzeuge gewesen ist der herrlichen Majestät, der verherrlichten Natur Jesu auf dem Verklärungsberg. „Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“

[4:27] Warum schreibt Johannes seinen Brief? Er hat in Vers 3 gesagt, er wünscht sich, dass die Gläubigen auch Gemeinschaft mit ihm und den anderen Aposteln haben in ihrer Gemeinschaft mit Gott. Gemeinschaft mit Gott und Gemeinschaft untereinander, das ist das große Ziel, auf das alle Schreiber nicht nur des Neuen, auch des Alten Testamentes hinarbeiten. Und er wünscht sich, dass wir Freude haben, dass wir freudig sind. Die Religion von Jesus, die Wahrheit, wie sie in der Bibel präsentiert wird, hat immer das Ziel, uns echtes, tiefes, bleibendes Glück zu schenken. Das ist unser Vorrecht, das heute in Anspruch zu nehmen, indem wir das Buch heute auch lesen, für das mit diesem Ziel geschrieben worden ist.

[5:19] „Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen.“ Johannes sagt also: „Ich schreibe euch das, was ich selbst von Gott gehört habe: dass Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist.“ Gott ist nur Licht, er ist das Leben, er ist nur gut zu uns. In ihm ist Licht und gar keine Finsternis. „Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit.“ Da bei Gott keine Finsternis ist, kann man nicht gleichzeitig in der Finsternis leben und mit Gott Gemeinschaft haben. Das geht nicht. Die Botschaft ist sehr simpel: Bei Gott ist keine Finsternis. Wer zu Gott kommt, darf, soll, muss mit Gottes Hilfe auch alle Finsternis hinter sich lassen.

[6:09] „Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ Alle Sünde kann vergeben werden, wenn wir zu Gott kommen, wenn wir zu dem Licht kommen, das in unsere Herzen hineinstrahlt. Das Licht soll ja jeden Menschen erleuchten. Und doch sagt ja Johannes 1, dass viele es nicht ergriffen haben. Die Finsternis ergreift es nicht. Wir müssen uns entscheiden, ob wir uns zum Licht bewegen, ob wir uns in das Licht stellen oder uns abwenden und in der Finsternis bleiben wollen. Wenn wir im Licht wandeln, wenn wir Jesus folgen, dann sagt uns Johannes, gibt es keine Sünde, die wir jemals getan haben, von der Jesus uns nicht reinwaschen kann. Er vergibt sie uns nicht nur juristisch, sondern er reinigt uns von der Sünde. Das Blut Jesu hat die Kraft, was immer du getan hast, dich reinzuwaschen.

[7:31] „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“ Wenn jemand behauptet, er sei ein guter Mensch, er bräuchte keine Vergebung, dann kennt er sich selbst nicht und weiß nicht, was die Wahrheit ist.

[7:46] „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen“ – dieser Vers ist so wertvoll in meinem Leben gewesen, und ich bin mir sicher, er wird auch für euch sehr wertvoll sein. „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er – also Gott – treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Wir haben in Vers 7 gesehen, dass das Blut Jesu uns von aller Sünde reinigt. Und jetzt sagt dann Vers 9, dass Gott uns aufgrund seiner Treue und seiner Gerechtigkeit – denn Jesus hat ja die Strafe schon am Kreuz von Golgatha bezahlt. Wenn wir ihm das glauben, dann ist es Gottes Gerechtigkeit, uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen.

[8:39] Was ist unser Anteil? Unsere Aufgabe ist es, unsere Sünden ehrlich zu bekennen, sie vor Gott zu bringen, sie nicht zurückzubehalten, sondern ihm zu übergeben. Es reicht nicht einfach nur, sie zu benennen, sondern sie zu bekennen. Das heißt, zu bekennen, dass das eine Sünde ist, die man nicht tun sollte und die man auch aufgeben möchte. Zu glauben, dass diese Sünde bereits bei Jesus am Kreuz von Golgatha hing. Und deswegen gebe ich sie ab und behalte sie nicht bei mir. Denn wenn ich die Sünde bei mir behalte, dann möchte ich ja gar nicht wirklich, dass sie am Kreuz von Golgatha getragen wird. Deswegen ist derjenige, der die Sünde biblisch wirklich von Herzen bekennt, auch der, der diese Sünde lassen möchte und durch Gottes Kraft, durch seinen Heiligen Geist, auch lassen kann.

[9:32] „Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.“ Wenn jemand behauptet, er sei ein guter Mensch, er bräuchte keine Vergebung, dann kennt er sich selbst nicht und weiß nicht, was die Wahrheit ist.

[9:46] „Meine Kinder, dies sehen wir mit welchem Zartgefühl, mit welcher Hingabe Johannes an die Gläubigen schreibt.“ Er war einer der letzten Apostel, die noch überlebt haben, und der hatte ein ganz tiefes Bedürfnis, den heranwachsenden Christen, den nächsten Generationen der Gemeinde etwas zu vermitteln, das ihnen helfen würde, fest in Jesus zu bleiben. „Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt.“ Johannes sagt nicht: „Dies schreibe ich euch, weil ihr sowieso immer wieder sündigen werdet.“ Er sagt: „Dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt.“ So wie in Vers 4 gesagt hat: „Dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ Genauso wie Gottes Wunsch ist, dass wir vollkommen freudig sind, ist es auch sein Wunsch, dass wir nicht sündigen. Und dazu ist die Bibel geschrieben, dass wir Freude und Glück finden und nicht sündigen, weil die Sünde unsere Freude und unser Glück kaputt macht.

[10:53] „Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten. Und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.“ Das Ziel ist das Ziel, das Johannes hier durch sein Wort, durch Gottes Wort an uns richtet, ist, dass wir nicht sündigen. Aber es kann passieren, dass wir gesündigt haben. Es kann passieren, dass wir sündigen. Es kann passieren, dass wir fallen. Und wenn jemand sündigt, so müssen wir nicht verzweifeln. Wir müssen nicht glauben, dass wenn wir einmal Erlösung erlebt haben, wenn wir reingewaschen sind durch das Blut Jesu, dass wenn wir dann erneut fallen, dass es dann keine Hoffnung für uns gibt. Er sagt: „Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher.“ Wir haben im Hebräerbrief sehr deutlich gesehen, dass Jesus für immer lebt, dass er uns vollkommen erretten kann, dass wir zu ihm kommen können mit Freimut und von ihm Gnade und Barmherzigkeit zur rechtzeitigen Hilfe finden können.

[11:48] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du gesündigt hast, wenn du heute keinen Frieden mit Gott hast, dann kannst du heute zu ihm kommen. Und heute ist Jesus für dich da, und heute wird er dir vergeben, wenn du es wünschst. Er wird dich reinwaschen, und du kannst wieder ganz fleckenlos vor ihm stehen.

[12:08] Beachten wir, dass Johannes nicht sagt: „Und da wir sowieso immer sündigen werden.“ Er sagt: „Wenn jemand sündigt.“ Sünde sollte nicht die Regel in unserem Leben sein, sondern die Ausnahme, die, wenn sie passiert, uns noch näher zu Jesus treibt. Denn er ist das Sühnopfer für unsere Sünden. Er ist für uns geopfert worden, und zwar nicht nur für unsere Sünden, sondern für die Sünden der ganzen Welt. Denn Johannes 3, Vers 16 sagt ja, dass Gott die ganze Welt geliebt hat. Jesus ist für alle Sünden gestorben auf der ganzen Welt. Das heißt auch für deine, auch für die, die du vielleicht gerade erst begangen hast, für die du noch nicht Vergebung gebeten hast, für die du vielleicht glaubst, dass du gar nicht Vergebung mehr erbeten kannst, oder die dir so lieb geworden ist, dass du sie vielleicht gar nicht aufgeben möchtest. Jesus ist dafür gestorben, und das heißt, dass er die Kraft geben möchte, Reue zu empfinden, die Sünde lassen zu wollen und sie ihm zu geben, damit er dich, lieber Freund, liebe Freundin, heute reinwaschen kann und du heute ganz rein vor ihm stehen darfst.

[13:14] „Und daran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten.“ Heute gibt es viele Menschen, die behaupten, mit Gott zu leben, die behaupten, Jesus nachzufolgen, und die aber für die Gebote Gottes kaum etwas übrig haben. Johannes sagt: „Den wahren Glauben man Gottes Gebote hält.“ „Wer sagt: ‚Ich habe ihn erkannt und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht.‘ Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind.“

[13:50] Möchtest du wissen, woher du wissen kannst, dass du wirklich mit Gott verbunden bist? Es liegt nicht an deinem Tun, es liegt nicht an deiner Anstrengung, aber es liegt daran, dass du die Liebe Gottes in Anspruch nimmst und in seinem Wort, in seinen Geboten bleibst, dass du sie hältst, dass du nicht von ihnen abweichst durch Gottes Kraft. Denn dort, wo Gott ist, dort ist auch sein Gesetz. Dort, wo Gott ist, da ist sein Wort. Und wenn Gott wirklich in unserem Leben ist, dann wird auch sein Wort und sein Gebot eine entscheidende Rolle spielen.

[14:31] Wenn Gottes Wort und Gottes Gebot in unserem Leben nicht so entscheidend sind, wie kann Gott gegenwärtig sein? Und deswegen sagt Johannes, der Gehorsam dem Wort Gottes gegenüber ist sozusagen der Test, nicht die Qualifikation, aber der Test, um zu sehen, dass tatsächlich Gott in meinem und in deinem Leben wirkt. Lass uns heute mit allem, was uns vielleicht von Gott noch getrennt hat, zu Jesus kommen, uns reinwaschen und durch seine Kraft mit ihm leben und seine Gebote halten wollen.

[15:03] Wir noch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir die Verheißung haben, dass wenn wir unsere Sünden bekennen, dass du treu und gerecht bist. Auch wenn wir untreu gewesen sind, bleibst du treu, denn du kannst dich nicht verleugnen, wie es in 2. Timotheus 2, Vers 13 steht. Und deswegen möchten wir heute in Anspruch nehmen, das, was immer uns von dir getrennt hat oder trennt, dass du es durch das Blut von Jesus reinwaschen kannst und willst und jetzt, wo wir es dir bringen und dich darum bitten, auch tust. Hab Dank dafür von ganzem Herzen. Amen.


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