In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Johannes 2:6-2:27. Er erklärt, wie unser Leben die Nachfolge Jesu widerspiegeln sollte und dass wahre Religion die Imitation Christi ist. Der Sprecher unterscheidet zwischen dem „alten“ und „neuen“ Gebot, betont die Bedeutung der Liebe zu unseren Mitmenschen und warnt eindringlich davor, die Welt zu lieben. Abschließend geht es um die Gefahren von Irrlehren und die Gewissheit, dass der Heilige Geist jeden Gläubigen persönlich in der biblischen Wahrheit unterweist.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Johannes 2:6-2:27
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. JohannesPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass deine Liebe so groß ist, dass egal, was wir gesündigt haben und wie oft wir gesündigt haben, dass das Blut von Jesus uns von aller Sünde, von aller Ungerechtigkeit reinwäscht, dass, wenn wir unsere Sünden bekennen, du treu und gerecht bist. Heute möchten wir deine Liebe und deine Gnade in Anspruch nehmen und heute mit dir an diesem Tag mit deinem Wort und deinem Gesetz in Gehorsam und Übereinstimmung leben. Wir möchten mit dir durch den Alltag gehen und dich bitten, dass du dein Wort in unserem Herzen groß werden lässt, dass wir es gut verstehen, von deinem Heiligen Geist belehrt und instruiert. Hab Dank, dass du dich uns schenken möchtest. Sei du jetzt unser Lehrer, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:41] Wir sind in 1. Johannes Kapitel 2. Johannes macht deutlich, dass, wenn wir unsere Sünden bekennen, dass Gott uns gerne vergibt, dass wir einen Fürsprecher haben, einen Hohenpriester, der für uns gestorben ist, das Sühnopfer für unsere Sünden, und dass wir erkennen können, ob wir wirklich bei Gott sind, wenn wir sein Wort halten, wenn wir seine Gebote halten. Wir lesen weiter in 1. Johannes, Verzeihung, Kapitel 2, Vers 6: „Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist.“
[2:23] Mit anderen Worten, die Beziehung zu Gott zeigt sich, dass unser Leben dem Leben von Jesus gleicht, dass das Leben von Jesus nachahmt. Jemand hat einmal den ungemein klugen Satz gesagt – das ist einer meiner Lieblingssätze überhaupt: Wahre Religion ist die Imitation von Jesus. Religion, das Evangelium ist nicht nur ein Bekenntnis, das wir mit unseren Lippen geben, sondern ein Nachahmen dessen, was Jesus gesagt und getan hat.
[2:58] „Brüder, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern ein altes Gebot, dass ihr von Anfang an hattet. Das alte Gebot ist das Wort, dass ihr von Anfang an gehört habt.“ Johannes sagt also, das, was ich euch sage, ist nichts Neues, kein neues Licht, keine neue Erkenntnis hier. Es werden keine neuen Wahrheiten formuliert, sondern es ist das, was Gott von Anfang an immer deutlich gemacht hat. Seit den Tagen der Schöpfung sind diese Dinge, die Johannes schreibt, wahr. Die sind nicht später dazu gekommen. Man kann in der ganzen Bibel, von 1. Mose an, immer wieder diese Prinzipien finden, die auf verschiedenste Art und Weisen ausgedrückt. Es ist also kein neues Gebot, es ist alt, von Anfang an da gewesen.
[3:44] Und dann sagt er: „Und doch schreibe ich euch ein neues Gebot, was wahr ist in ihm und in euch, denn die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon.“ Das scheint nur auf den ersten Blick, aber auf den ersten Blick scheint es widersprüchlich zu sein. In Vers 7 sagt er: „Ich schreibe euch kein neues Gebot“, und dann sagt er: „Ich schreibe euch ein neues Gebot.“ Und dann begründet er in Vers 8, warum es ein neues Gebot ist. Wir hatten in Vers 7 gesehen, dass dieses Gebot schon immer da gewesen ist, aber obwohl es schon immer da gewesen ist, ist es trotzdem neu, weil Licht darauf scheint. Er sagt: „Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon.“ Diese Lehre, die er hier ausbreitet, war schon immer da, und trotzdem wird sie ganz neu, wenn man sie persönlich durch die Begegnung mit Jesus erfährt.
[4:35] Wenn ein Gegenstand vom Licht angeleuchtet wird, ist der immer noch derselbe Gegenstand, ist kein neuer Gegenstand, und trotzdem sieht er völlig neu aus. Eine Landschaft, wo die Sonne nicht hinkommt, weil der Himmel so stark bedeckt ist, ist zwar dieselbe Landschaft, aber erst wenn die Sonne darauf strahlt, dann entfaltet sie ihre ganze Schönheit.
[4:58] Die Wahrheiten der Bibel waren alle schon da, aber durch die Offenbarung Jesu Christi, dann wenn das Licht in mein eigenes Herz scheint, dann werden all diese Wahrheiten, die es schon immer gab, für mich plötzlich eine neue Erkenntnis, ein neues Gebot. Neu, weil es jetzt verstanden ist, ins Herz gedrungen ist. Das ist die Idee auch vom Neuen Bund. Den hat ja Gott sich nicht zwischendurch irgendwann neu ausgedacht, der war von Anfang an schon da, in Prophezeiung beschrieben, dem Inhalt nach schon immer derselbe, der ewige Bund. Und doch, durch das, was Jesus am Kreuz getan hat, erst wirklich juristisch bestätigt. Und indem das Licht in mein Herz scheint, werden all diese Dinge, die Gott schon immer gesagt hat, plötzlich ganz verständlich. Das Licht scheint in die Finsternis, und möge es in unser Herz jeden Tag scheinen, dass wir die Dinge, die Gott schon immer gesagt hat, wir sie endlich sehen, endlich verstehen, und die für uns ein neues Gebot in diesem Sinne dann sein werden.
[6:15] „Wer sagt, dass er im Licht ist und doch seinen Bruder hasst, der ist noch immer in der Finsternis.“ Ob ich im Licht bin oder in der Finsternis, ob ich mit Gott lebe oder ohne ihn, das zeigt sich praktisch im Umgang mit dem Nächsten. Das zeigt sich daran, wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe, welche Gefühle ich für sie habe. Wenn ich einen Menschen hasse, wenn ich meinen Bruder hasse, wie kann ich da mit Gott enge Gemeinschaft haben? „Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und nichts Anstößiges ist in ihm. Wer aber seinen Bruder hasst, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen verblendet hat.“
[7:03] Vielleicht sind es gerade diese Themen, der Umgang mit unserem Nächsten, mit unserem Bruder, mit unserer Schwester, die dazu führen, dass, wenn wir nicht Gottes Wort folgen, wenn wir Argwohn und Neid und Hass im Herzen wachsen lassen, dass wir deswegen in viele andere schlimme Dinge hineinstolpern, weil wir nicht mehr im Licht wandeln.
[7:28] „Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen.“ Wir dürfen wissen, dass, wenn wir um Vergebung gebeten haben, dass sie auch vergeben sind. Johannes sagt: „Ich schreibe euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ Das haben wir in Kapitel 1, Vers 4 gesehen. Er sagt: „Ich schreibe euch, damit ihr nicht sündigt.“ Er sagt auch: „Ich schreibe euch, weil eure Sünden vergeben sind.“ Und wir dürfen wissen, dass unsere Sünden vergeben sind.
[7:56] „Ich schreibe euch, ihr Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, weil ihr den Bösen überwunden habt. Ich schreibe euch, ihr Kinder, weil ihr den Vater erkannt habt.“ Johannes wendet sich auch an verschiedene Altersgruppen, und das zeigt uns, dass das Evangelium sowohl für Kinder als auch für Teenager und Jugendliche als auch für erwachsene Menschen immer eine besondere Botschaft bereithält. Gottes Wort gilt für alle Altersgruppen, und für jeden hat Gott eine ganz spezielle, besondere Botschaft.
[8:31] „Ich habe euch geschrieben, ihr Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich habe euch geschrieben, ihr jungen Männer, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt.“ Was für eine interessante Botschaft gerade auch an junge Männer, die oft in besonderen Herausforderungen stehen, dass Gottes Kraft in ihnen mächtig sein kann, dass sie den Bösen und das Böse in ihrem Leben überwinden.
[9:02] „Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm.“ Man kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen. Man kann nicht auf zwei Seiten hängen. Man kann nicht gleichzeitig die Liebe Gottes in Anspruch nehmen und gleichzeitig die Welt lieb haben. Und leider geschieht das immer und immer wieder heute auch unter vielen Menschen, die gerne mit Gott leben wollen, aber gleichzeitig die Welt nicht loslassen wollen. Die mit einem Bein in der Welt leben wollen, mit dem anderen mit Gott. Und geht uns nicht oft auch in unserem Leben so, dass wir versuchen, beide Welten irgendwie unter einen Hut zu bekommen? Aber Johannes sagt uns ganz, ganz deutlich: Wir dürfen uns nicht täuschen. Wenn wir die Welt lieb haben, dann ist die Liebe Gottes in unserem Herzen nicht. Sie hat dann keinen Platz, weil die Welt die Liebe Gottes vertreibt. Und wir müssen jeden Tag neu uns entscheiden: Soll die Liebe Gottes unser Herz erfüllen, oder soll die Welt unser Herz erfüllen? Es geht nur eines von beidem.
[10:05] Und damit wir wirklich verstehen, was die Welt bedeutet, gibt uns Johannes dazu ein paar wichtige, eine wichtige Definition: „Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt.“ Augenlust, Fleischeslust und Hochmut des Lebens, Stolz – das sind die Dinge, die Eva schon in 1. Mose 3 zu Fall gebracht haben. Man kann lesen, dass sie diese Frucht sah, dass sie sie gerne essen wollte, dass sie danach Verlangen hatte, und dass sie weise werden sollte. Wir können auch sehen, dass Jesus genau diese drei Dinge, die Augenlust, als er auf dem Berg stand und der Satan ihm alle Reiche der Welt gezeigt hat; die Fleischeslust, als er hungrig war und der Satan ihn verführen wollte, Brot aus den Steinen zu machen; der Hochmut, als Satan ihn verführen wollte, quasi ein Wunder zu seiner eigenen Show, zu seiner eigenen zur Schaustellung zu tun.
[11:06] Wir können sehen, dass Jesus genau diese Dinge für uns in seiner menschlichen Natur überwunden hat, besiegt hat, sodass wir im Glauben an ihn diesen Sieg auch zu unserem Sieg machen können. Denn Jesus hatte die Liebe des Vaters in sich. Jesus hatte ja gehört, dass Gott zu ihm gesagt hat: „Du bist mein Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Der Vater liebte ihn, und diese Liebe hat er festgehalten. Es war das Festhalten an der Liebe des Vaters, das ihn befähigt hat, in der Versuchung standhaft zu sein. Als der Satan sagte: „Wenn du Gottes Sohn bist“, und daran Zweifel gesät hat, hat Jesus geantwortet mit: „Es steht geschrieben.“ Gott hatte ihm gesagt, dass er Gottes Sohn ist. Er hatte ihm versichert, dass er ihn liebt, und dieses Festhalten an der Liebe Gottes hat ihn befähigt, standhaft zu sein. Eva hat offensichtlich die Liebe Gottes aus den Augen verloren und ist gefallen.
[12:14] Das heißt, lieber Freund, liebe Freundin, das Geheimnis ist für mich und für uns alle, was wir lernen müssen, ist, in der Versuchung daran festzuhalten, dass Gott die Liebe ist und dass er mich liebt. Denn wenn die Liebe Gottes in meinem Herzen ist, kommt die Welt nicht hinein, weder die Fleischeslust noch die Augenlust noch der Stolz, der Hochmut des Lebens. „Und die Welt vergeht und ihre Lust. Wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.“ Ja, wir können uns entscheiden, aber wenn wir auf das Resultat sehen, dann merken wir, es gibt nur eine gute Entscheidung. Man kann sich zwar für die Welt entscheiden, aber man wird nur einen kurzen, scheinbaren, vermeintlichen Genuss haben und dann für immer Verlierer sein. Oder man hält fest an Gottes Liebe und wird für Ewigkeit mit Gott verbunden sein. Wer den Willen Gottes tut aus Liebe zu Gott, der bleibt.
[13:11] „Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt“ – was ja im Buch Daniel und auch bei Paulus in 2. Thessalonicher 2 ganz deutlich beschrieben wird und dann in Offenbarung auch noch einmal – „so sind jetzt viele Antichristen aufgetreten, dann erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.“ Schon Paulus hat in 2. Thessalonicher 2 davon geschrieben, dass das Geheimnis der Gesetzlosigkeit sich schon zu seiner Zeit regte, dass schon die ersten Prinzipien hineingebracht wurden in die Gemeinden Gottes, aus denen sich später dann dieses furchtbare Gebilde des antichristlichen Systems, der römischen Kirche, entwickeln sollte.
[13:51] „Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns, denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollte offenbar werden, dass sie alle nicht von uns sind. Und ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wisst alles.“ Nun, das bedeutet nicht, dass die Gläubigen allwissend sind, man muss den Johannes richtig verstehen, aber er sagt mit anderen Worten, dass auch wenn Irrlehrer kommen, die behaupten, dass sie große, neue, wichtige Offenbarungen haben, die niemand anders verstanden hat, dann dürfen wir wissen, dass jeder Gläubige vom Heiligen Geist gelehrt wird, und der Heilige Geist sehr wohl in der Lage ist, jedem Gläubigen das zu zeigen, was für ihn notwendig und wichtig ist.
[14:34] „Ich habe euch nicht geschrieben, als ob ihr die Wahrheit nicht kennen würdet, sondern weil ihr sie kennt und weil keine Lüge aus der Wahrheit ist.“ So wie Paulus immer wieder die alten Wahrheiten betont, so betont auch Johannes die Dinge, die seine Zuhörer und Leser eigentlich schon kennen, damit sie dabei bleiben.
[14:52] „Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.“ Wer leugnet, dass Jesus der wahre König ist? Vielleicht fragst du dich aber, wie geschieht das? Durch das kleine Horn, das päpstliche Rom, das in Daniel und in 2. Thessalonicher ja so deutlich, vor allem auch in Daniel so deutlich beschrieben ist. Nun, das geschieht genau dadurch, dass das, was Jesus zum König macht, sein einmaliges Opfer am Kreuz von Golgatha, geleugnet wird, indem immer wieder er anscheinend in der Eucharistie geopfert wird, und indem sein Königsamt als Priesterkönig im himmlischen Heiligtum nach der Weise Melchisedeks geleugnet wird, indem menschliche Priester an seiner Stelle Sünden vergeben.
[15:53] Jesus wird vielleicht zwar als Christus bezeichnet in der römischen Kirche, aber die gesamte römische Theologie leugnet, dass Jesus im biblischen Sinne der Christus, der König ist, der König der Gnade, bei dem man Gnade finden kann, so oft man zu ihm betet.
[16:16] „Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.“ Jesus und Gott der Vater sind so eng miteinander verbunden, dass, wenn damals Irrlehrer auftraten, die behaupteten, Gott dem Vater zu folgen, aber Jesus verwarfen, man daran wissen konnte, dass sie auch mit Gott dem Vater keine Verbindung hatten.
[16:40] „Was ihr nun von Anfang an gehört habt, das bleibe in euch.“ Die große Bürde der Apostel im Neuen Testament ist nicht, ständig neue, unerhörte Wahrheiten zu entdecken und zu formulieren, sondern die grundlegenden Wahrheiten des Evangeliums, die glasklar in der ganzen Bibel ausgebreitet sind, bei denen zu bleiben, sie festzuhalten. Und das muss auch heute unser Fokus sein: nicht ständig etwas Neues zu hören und etwas Neues uns auszudenken, sondern bei den klaren christlichen, biblischen Botschaften zu bleiben, die seit Jahrhunderten und Jahrtausenden das Rückgrat des Wortes Gottes gebildet haben. Was wir schon kennen, dabei sollen wir bleiben, und so kann Gott uns immer neue Tiefen dieser Wahrheit zeigen, immer neue Facetten offenbaren, sodass das Licht immer heller und heller leuchtet.
[17:33] „Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet auch ihr in dem Sohn und in dem Vater bleiben.“ Unsere Gemeinschaft mit Gott hängt davon ab, dass wir auch in der Lehre bleiben, die wir von Gott gehört haben. Man kann nicht die Lehre verwerfen und gleichzeitig eine Beziehung zu Gott haben. Heute gibt es viele Menschen, die behaupten, dass die Lehre nicht so wichtig sei, Hauptsache, man habe eine Beziehung zu Jesus. Aber Johannes, der Jünger, der Jesus liebte, der Jünger, der vielleicht enger mit Jesus war als alle anderen, sagt: Das geht nicht. Man kann nur eine Beziehung mit Gott aufrechterhalten, wenn man auch bei der biblischen Lehre bleibt. Alles andere ist ein Trug und eine Illusion.
[18:19] „Und das ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige Leben. Dies habe ich euch geschrieben von denen, die euch verführen.“ Also Johannes schreibt nicht nur, um unsere Freude vollkommen zu machen. Er schreibt nicht nur, um uns zu zeigen, dass die Sünde in unserem Leben keine Rolle mehr spielen soll, sondern er schreibt auch, um uns vor Irrlehren und Verführern zu warnen, die es damals gab und die es heute gibt. Und wenn Menschen kommen und sagen, sie haben große, wunderbare Erkenntnisse, und es ist alles ganz anders, als sie bisher gedacht haben, dann erinner dich an 1. Johannes 2:20. Der Heilige Geist kann dich persönlich lehren, und wenn du bei dem bleibst, was Gott dir in seinem Wort gezeigt hat, dann bist du sicher, dann bleibst du bei Gott.
[19:05] „Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt es nicht nötig, dass euch jemand lehrt, sondern wie euch die Salbung selbst über alles belehrt, ist es wahr und keine Lüge, und so wie sie euch belehrt hat, werdet ihr in ihm bleiben.“
[19:23] Johannes weiß: Die Sicherheit der Gemeinde liegt nicht darin, dass ein besonders begabter, besonders vom Geist erfüllter Gemeindeleiter oder Apostel oder eben Johannes die ganze Lehre zusammenhält, sondern die besteht darin, dass alle Gläubigen eine lebendige Beziehung zu Gott haben, wie sie im Neuen Bund in Hebräer 8, Vers 11 beschrieben wird, dass keiner mehr den anderen lehren wird: „Erkenne den Herrn!“, sondern alle werden Gott kennen, vom kleinsten bis zum größten. Und dass, wenn alle Gott kennen, auch Gott alle durch den Heiligen Geist lehren kann. Dadurch ist die Gemeinde sicher. Je mehr Geschwister eine lebendige Beziehung zu Gott haben, je mehr Gläubige in der Bibel von Gott selbst gelehrt werden, desto weniger Chance haben die Irrlehrer, die umherziehen.
[20:15] Und so wie sie euch belehrt hat, werdet ihr in ihm bleiben. Lasst uns bei Gott bleiben. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass wir nicht von einem Prediger, einem Pastor, einem Bibellehrer, einem Theologen abhängig sein müssen, sondern dass du durch den Heiligen Geist uns alles zeigen kannst, was für unsere Erlösung wichtig ist. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns vor Irrtum und vor Verführung bewahrst, und dass wir bei dem bleiben, was du uns gezeigt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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