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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über 1. Johannes 2:28-4:1 ermutigt Christopher Kramp Gläubige, in Christus zu bleiben, Gerechtigkeit zu üben und einander zu lieben. Er betont, dass wahre Erlösung zu einem veränderten Leben führt und warnt eindringlich vor Irrlehrern, die das Evangelium verfälschen. Der Sprecher unterstreicht die Bedeutung des Blutes Jesu zur Reinigung und des Heiligen Geistes zur Führung, um im Glauben gefestigt zu bleiben und die Sünde zu überwinden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit 1. Johannes 2:28-4:1. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen können, egal ob wir klein oder groß sind, jung oder alt, dass du, egal in welcher Lebensphase wir uns gerade befinden, wie klug oder wie stark wir sind, ganz egal, was wir mitbringen, du für jeden von uns eine besondere Botschaft hast, dass jeder von uns wichtig für dich ist und dass du jeden von uns durch deinen Heiligen Geist unterrichten möchtest. Herr, wir sehnen uns auch heute an diesem Tag nach einer tiefen, lebendigen Beziehung mit dir, dass wir bei dir bleiben und dass dein Wort in unserem Leben seine Kraft entfaltet. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist, dass wir deine Liebe besser verstehen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:33] Wir sind in 1. Johannes Kapitel 2. Johannes hat die Gläubigen ermutigt, untereinander echte Liebe zu haben, denn nur wenn wir uns einander auch lieben in der Gemeinde, wird sichtbar, dass Gott in unserer Mitte ist. Er hat außerdem davor gewarnt, die Welt lieb zu haben. Man kann nur Gottes Liebe haben oder die Liebe zur Welt. Und er warnt ganz deutlich vor den Irrlehrern, vor den Verführern, die neue, falsche Dinge in die Gemeinde hineinbringen wollten. Und Johannes macht deutlich, dass jeder Gläubige durch den Heiligen Geist die Wahrheit im Wort Gottes entdecken kann. Es braucht nicht mal einen Johannes, sondern jeder kann durch Gottes Wort, durch Gottes Geist erkennen, was Gott möchte und kann gefestigt werden, um bei dem zu bleiben, was als Evangelium ein für allemal uns allen als Gläubigen übergeben worden ist.

[2:34] Wir lesen weiter in 1. Johannes Kapitel 2, Vers 28: "Und nun, Kinder, bleibt in ihm, damit wir Freimütigkeit haben, wenn er erscheint und uns nicht schämen müssen vor ihm bei seiner Wiederkunft." Johannes hat, wie auch Petrus schon und wie auch Paulus und Jakobus, er hat die Wiederkunft vor Augen. Und sein Aufruf ist letztlich der gleiche, den wir schon bei Paulus und in den anderen Briefen und Büchern des Neuen Testamentes gefunden haben: Bleib bei Jesus, bleib bei Gott, halte fest an den Dingen, die du hast, damit, wenn Jesus wiederkommt, du dich nicht schämen musst, sondern dass du ihm mit Freuden entgegengehen kannst. Wie viel mehr gilt das für uns, die wir so nah an der Wiederkunft Jesu leben! Lasst uns an Gott festhalten, damit wir auch wie Paulus sagen können: "Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt."

[3:42] Vers 29: "Wenn ihr wisst, dass er gerecht ist, so erkennt auch, dass jeder, der die Gerechtigkeit tut, aus ihm geboren ist." Und hier steht etwas, was in der modernen Theologie oft geleugnet wird und nicht richtig verstanden und gelehrt wird. Aber die Bibel ist ganz deutlich: Wenn wir Jesu Gerechtigkeit annehmen, ist das nicht nur ein theoretisches Konstrukt, bei dem wir weiter oder wo wir dann vielleicht sogar noch weiter sündigen, das uns irgendwie dann trotzdem rettet. Nein, Gottes Gerechtigkeit wird uns zugerechnet und verliehen. Die Gerechtigkeit, die Jesus erworben hat für uns am Kreuz, die wird uns geschenkt und sie befähigt uns auch. Sie vergibt uns nicht nur all das, was wir Falsches getan haben, und vergibt uns auch nicht nur die Sünden, die ich auch morgen und übermorgen vielleicht noch tun werde. Nein, Gottes Gerechtigkeit befähigt uns, gerecht zu leben. Ja, wenn wir sündigen, so steht es in 1. Johannes: "Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher." Aber gleichzeitig gilt: "Wer aus Gott geboren ist, der tut auch Gerechtigkeit."

[5:00] Wenn wir wirklich wissen wollen, ob wir die Wiedergeburt erlebt haben, dann können wir das daran sehen, dass Gottes Gerechtigkeit sich auch in unserem Leben zeigt. Nicht durch unsere Kraft, sondern es ist Gottes Werk in uns. Deswegen sagt der Paulus, dass es Gottes Werke sind, die er zuvor – die guten Werke, die er zuvor erschaffen hat, damit wir in ihnen wandeln. Der Punkt an der Sache ist aber: Es sind tatsächlich Werke, es sind Dinge, die tatsächlich praktisch sich zeigen. Echtes Christentum wird sich immer im Alltag deutlich manifestieren, deutlich zeigen.

[5:40] "Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen!" Johannes, und das werden wir noch sehen, hat wie kein anderer das Thema von der Liebe durchdrungen. Er hat ja die Geschichte von Jesus und Nikodemus aufgeschrieben, wo Jesus gesagt hat: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der in ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." Johannes sucht nach Worten, diese Liebe zu beschreiben, die Länge, die Höhe, die Tiefe, wo schon Paulus gescheitert ist, gesagt: "Oh, was für ein Reichtum der Tiefe!" Und Johannes findet keine Worte, die es genau abmessen, die es genau definieren. Alles, was er tun kann, ist, unsere Augen dorthin zu bewegen und sagen: "Seht, schaut hin, seht welch eine Liebe!"

[6:33] Lieber Freund, ist dir bewusst, dass du ein Kind Gottes sein darfst, dass Gott dich so sehr lieb hat, dass er dich sozusagen adoptiert? Dass du und ich die echten Kinder Gottes sind? Das ist nicht nur ein abstrakter theologischer Begriff. Gott meint das wirklich ernst, dass tatsächlich Gott für dich ein Vater ist, dem du alles sagen kannst, der immer für dich da ist und der in allem wirklich nur das Beste für dich möchte. Ich möchte in meinem Leben mehr darüber nachdenken, du auch.

[7:20] "Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat." Weil die Welt Gott nicht kennt, erkennt sie nicht das Werk Gottes an denen, die ihm glauben und ihn lieben. "Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber, dass wir ihm gleich gestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist." Und hier kann man fast Gänsehaut bekommen, denn Johannes sagt: Da sind noch Dinge, die auf uns warten, von denen haben wir noch keine Ahnung. Es ist noch nicht mal ganz klar, es ist noch nicht mal wirklich – Gott hat noch nicht alles gesagt, was er in der Hinterhand hat. Und er hat noch Dinge für uns vorbereitet, von denen ahnen wir mal manches, aber wir wissen doch gar nicht, was er uns alles schenken wird und wie großartig es sein wird in der Ewigkeit und wie es uns verwandelt. Aber wir wissen jetzt schon, dass wir ihm gleich gestaltet sein werden. Wir werden ihn sehen, wie er ist.

[8:13] "Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch er rein ist." Und deswegen brauchen wir das Blut Jesu, denn das Blut Jesu reinigt uns von jeder Sünde. Und das Blut Jesu reinigt uns von jeder Ungerechtigkeit. So steht es in Kapitel 1, Vers 7 und Vers 9. Wenn es heißt, dass wir uns – dass jeder sich reinigt, dann nicht, indem wir uns selbst anstrengen, nicht, indem wir uns selbst waschen, sondern indem wir das Blut Jesu in jeden Bereich unseres Lebens, auf jede Emotion, in jeden Gedanken, überall hineinbringen, dass wir durch und durch gereinigt und geheiligt werden. Lasst uns das Blut Jesu wirklich in jeden Bereich unseres Lebens bringen. Ich möchte noch viel mehr über Jesu Tod am Kreuz nachdenken, damit Gedanken, Taten, Worte, Emotionen, Einstellung, all das durch das Blut Jesu gereinigt werden kann. Ist das auch dein Wunsch?

[9:25] "Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit." Dieser Vers ist die einzige Definition in der Bibel für Sünde. Es gibt heutzutage alles Mögliche, was erzählt wird über die Sünde, aber hier ist die einzige Definition: Sünde ist die Gesetzlosigkeit, das Gegenstück zum Gesetz. Jedes Prinzip, jeder Gedanke, jedes Wort, jede Tat, jede Einstellung, die sich gegen das Gesetz Gottes richtet, dieses verändern, aufheben, brechen und unterwandern will, was immer gegen das Gesetz gerichtet ist, ist Sünde. Denn wenn dies nicht die einzige Definition der Sünde wäre, dann gäbe es ja noch Sünden, die noch irgendetwas anderes sind außer Gesetzlosigkeit. Aber jede Sünde ist gegen das Gesetz gerichtet. Und deswegen dürfen und müssen wir erkennen, dass dies die einzige Definition der Sünde in der ganzen Bibel ist. Es gibt viele andere Beispiele für Sünde, Illustrationen, aber all das wird, wenn man es zurückverfolgt, sich auf diesen Vers zurückbasieren. Was immer die Bibel als Sünde bezeichnet, ist immer eine Rebellion, ein Gegengerichtetsein gegen das Gesetz Gottes. Denn Gottes Gesetz beschreibt ihn, seinen Charakter. Wer dagegen ist, trennt sich von Gott. Deswegen bewirkt Sünde Trennung von Gott.

[11:06] "Und ihr wisst, dass er – das heißt Jesus – erschienen ist, um unsere Sünden hinwegzunehmen." Das hatte Johannes gesagt in Johannes 1, Vers 29: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!" Und in ihm ist keine Sünde. Das haben wir bei Paulus gelesen in Hebräer 4, Vers 14, 15 und 16, dass er in allem versucht worden ist, doch ohne Sünde. Jesus hat in Johannes 8 den obersten der Juden die Frage gestellt: "Wer von euch überführt mich einer Sünde?" Jesus war ohne Sünde. Er kam, um die Sünde hinwegzunehmen. "Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht. Wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt."

[11:50] Wenn wir die Sünde in unserem Leben besiegen wollen, dann gibt es nur eine Hoffnung: Jesus. Denn Jesus ist ohne Sünde und Jesus ist gekommen, um die Sünde wegzunehmen. Das heißt, wenn wir dieses Ziel erreichen wollen, das Johannes ja hier anspricht: "Ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt", dann geht es nur allein und überhaupt mit Jesus. Und wenn wir dann doch einmal fallen, haben wir immer noch Jesus, der uns auch diese Sünde vergibt und uns wieder auf den Weg zurückbringt. Alles allein durch und mit und für Jesus.

[12:33] "Kinder, lasst euch von niemand verführen!" Ich möchte diese Warnung weiterreichen, die Johannes hier ausspricht: "Wer die Gerechtigkeit übt, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist." Wenn Menschen sagen, du kannst einfach weitersündigen und bist trotzdem gerecht, weil Jesus es einhandelt, obwohl du weiter an der Sünde festhältst, dann ist das eine Lüge und eine Verführung, vor der du dich hüten musst. Das Evangelium bewirkt, dass wir durch Gottes Gnade uns von der Welt trennen, von der Sünde befreit werden, dass sie uns genommen wird. Ja, es kann sein, dass wir einmal wieder fallen, aber das ist nicht der Dauerzustand und nicht der Grundtenor unseres Lebens.

[13:20] Erlösung bedeutet, dass die Gerechtigkeit Gottes in unser Leben kommt, in unseren Alltag, in unsere Worte, in unsere Taten, in unsere Einstellung, in unsere Gedanken und Gefühle.

[13:35] "Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an." Er hat die Sünde erfunden, er war der erste, der gegen das Gesetz Gottes rebelliert hat. Er war der erste, der Stolz und Fleischeslust und Augenlust, all diese Dinge kultiviert hat. "Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre." Seit 1. Mose 3:15 steht dieses Evangelium in der Bibel, dass der Sohn Gottes der Schlange den Kopf zertreten wird. Und Römer 16, Vers 20, macht er deutlich, dass er das auch in unserem Leben tun möchte, unter unseren Füßen. "Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott, ebenso, wer seinen Bruder nicht liebt."

[14:17] Der Lackmustest, der Test, ob wir wirklich mit Gott verbunden sind, zeigt sich daran, ob wir unsere Mitmenschen lieben und auch gerecht behandeln, wenn sie so behandeln, wie Jesus sie behandeln würde. Daran zeigt sich unsere Verbindung zu Gott.

[14:39] Vers 9 habe ich noch vergessen: "Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist." Das Geheimnis, nicht zu sündigen, besteht darin, gestorben zu sein, neugeboren zu sein, ein neues Leben zu leben, mit Gott verbunden zu sein. Es ist die Verbindung mit Gott, das von oben gezeugt sein, was Jesus dem Nikodemus erklärt. Nur das allein, das keine menschliche Anstrengung, aus eigener Kraft, keine Willenskraft, sondern die Annahme des geistlichen Lebens von Gott Tag für Tag, Stunde für Stunde, Moment für Moment, sie befähigt, die Sünde zu überwinden und zu lassen.

[15:36] "Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott, ebenso, wer seinen Bruder nicht liebt. Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, dass wir einander lieben sollen. Nicht wie Kain, der aus dem Bösen war und seinen Bruder erschlug. Und warum erschlug er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht." Johannes gibt ein Beispiel ganz von den ersten Seiten der Bibel, wo ein Mensch zwar einen Altar errichtete und Gott anbetete, aber durch sein Verhalten offenbarte, dass das Evangelium keinen Raum in seinem Herzen hatte. Er schlug nämlich seinen Bruder, weil der Gott mehr folgte, besser folgte, wirklich von ganzem Herzen gehorsam war, weil er nämlich an das Evangelium von Jesus geglaubt hat und das Blut des Lammes für ihn ein Symbol war für das Blut Jesu am Kreuz von Golgatha.

[16:32] "Verwundert euch nicht, meine Brüder, wenn euch die Welt hasst." Kain hasste Abel, weil Abel wirklich Gott nachfolgte und Kain nur ein Heuchler war. Die Welt mag manchmal behaupten, dass sie in bestimmten Situationen Gott liebt oder Gott folgt oder allgemein eine religiöse Aura einnehmen, aber wenn Menschen es wirklich ernst mit Jesus meinen, dann wird das immer den Hass der Welt erzeugen.

[16:57] "Wir wissen, dass wir aus dem Tod zum Leben gelangt sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, bleibt im Tod." Hast du echte Liebe zu deinen Brüdern und Schwestern in der Gemeinde? Das ist der Test, ob wir ewiges Leben erlangt haben, ob wir neugeboren sind.

[17:18] "Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder, und ihr wisst, dass kein Mörder ewiges Leben bleibend in sich hat." Das ist das, was Jesus gesagt hat in der Bergpredigt, dass wenn wir über den Nächsten schimpfen, ihn beleidigen ohne Ursache, zürnen, dann sind wir so, als würden wir einen Menschen umgebracht haben. Wir übertreten Gottes Gebote, einen Menschen nicht zu lieben, sondern zu hassen – eine Übertretung des sechsten Gebotes und ist Sünde, weil Gesetzlosigkeit.

[17:54] "Daran haben wir die Liebe erkannt, dass er sein Leben für uns hingegeben hat. Auch wir sind es schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben." Liebe bedeutet nicht einfach nette Worte zu sagen, sondern bereit zu sein, etwas zu geben für den anderen, so wie Jesus bereit war, sich zu geben, bis zum Äußersten zu gehen. "Wer aber die Güter dieser Welt hat und seinen Bruder notleiden sieht und sein Herz vor ihm verschließt, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm?" All das ist nicht abstrakte Theologie, sondern wird ganz praktisch, wenn Menschen in Not geraten. "Meine Kinder, lasst uns nicht mit Worten lieben noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit." Echte christliche Liebe zeigt sich in dem, was wir tun, nicht nur in dem, was wir sagen.

[18:42] "Und daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind und damit werden wir unsere Herzen vor ihm stillen, dass, wenn unser Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles weiß." Kennst du das, dass dein Herz dich verurteilt? Zum Glück hängt unsere Erlösung nicht von den Gefühlen unseres Herzens ab. Unsere Erlösung hängt davon ab, dass wir glauben, dass Gott ist, dass wir glauben, dass Jesus für uns gestorben ist. Und wenn wir daran festhalten, dürfen wir glauben, dass seine Gerechtigkeit uns zugerechnet und verliehen wird, dass alle unsere Emotionen, die hoch und runter fahren, unsere Gedanken des Herzens, die mal richtig und mal falsch sein mögen, nicht die Kontrolle über unsere Heilsgewissheit haben dürfen, sondern der Glaube an das, was Gott für uns getan hat und tut und noch tun wird, wenn wir bei ihm bleiben.

[19:48] "Geliebte, wenn unser Herz uns nicht verurteilt, dann haben wir Freimütigkeit zu Gott, und was immer wir bitten, das empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was vor ihm wohlgefällig ist." Was für eine wunderbare Verheißung für das Gebet! Wenn wir mit Gott im Reinen sind und seine Gebote halten durch seine Kraft aus Liebe zu ihm, dann dürfen wir echte Gebetserfahrungen in Anspruch nehmen. "Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und einander lieben nach dem Gebot, das er uns gegeben hat. Und wer seine Gebote hält, der bleibt in ihm und er in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt, an dem Geist, den er uns gegeben hat."

[20:39] Wir sehen, wie Johannes auf verschiedene Art und Weisen immer wieder den Gläubigen deutlich machen möchte, woran sie erkennen können, dass sie echte Christen sind, dass sie auf dem richtigen Weg sind, auch wenn Irrlehrer ihnen alles Mögliche erzählen, wenn Irrlehrer das Evangelium aus der Balance bringen und falsche Dinge hereinbringen. Dann dürfen wir an dem Zeugnis des Heiligen Geistes in unserem Leben wissen, dass wir Kinder Gottes sind. Sagt nicht Paulus schon in Römer 8, dass der – der Geist Gottes – das ist auch ein wichtiges Argument dafür, dass der Geist Gottes eine Person ist – der Geist Gottes unserem Geist Zeugnis gibt, dass wir Kinder Gottes sind.

[21:19] "Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind, denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen." Gerade weil so viele falsche Lehren kursieren, falsche Propheten, die Menschen verführen wollen, ist es wichtig, dass wir wachsam sind, dass wir die Wahrheit kennen, wie sie in der Bibel steht, dass wir eine lebendige, tägliche Beziehung mit Jesus haben, dass wir den Heiligen Geist in unserem Leben erleben und Gottes Wort und Gottes Führung erkennen, damit wir vor den Irrlehrern gewappnet sind, gefeit sind. Möge Gott uns das schenken, dass wir heute erleben, wie er uns sicher durch den Alltag führt. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir haben heute gesehen, dass du Großes mit uns vorhast. Selbst Johannes, der dich so gut kannte, konnte nicht einmal genau sagen, was du alles in der Zukunft für uns vorbereitet hast. Aber schon hier auf dieser Erde dürfen wir etwas erleben, was so groß ist, dass es unsere Vorstellungskraft fast sprengen möchte, nämlich, dass wir durch deine Kraft, durch die Verbindung mit dir, nicht sündigen müssen, dass wir Freiheit haben dürfen, dass wir durch den Glauben erleben dürfen, dass die Wiedergeburt uns zu wirklich anderen Menschen macht und deine Gerechtigkeit uns zugerechnet und verliehen wird, sodass sie sich in unserem Leben auch sichtbar zeigt. Herr, das wünsche ich mir jeden Tag. Ich bin mir sicher, ganz viele, wenn nicht alle von denen, die heute dieses Video sehen und hören, wünschen sich das. Und darum bitten wir dich, dass du uns das als das Wichtigste in unserem Leben täglich schenkst. Hab Dank dafür im Namen Jesu.


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