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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die tragische Abkehr König Salomos von Gott, wie in 1. Könige 10:28-11:20 beschrieben. Trotz immenser Weisheit und Reichtum missachtete Salomo Gottes Gebote, indem er Pferde aus Ägypten importierte und zahlreiche fremde Frauen heiratete, die sein Herz zu anderen Göttern verleiteten. Die Predigt warnt davor, Gottes Segen und Weisheit zu ignorieren und betont die Bedeutung von Gehorsam, um nicht vom Glauben abzufallen, selbst im Alter.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 389. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danke sagen, dass wir dein Wort haben und dass wir dort persönlich Schätze entdecken können, dein Wort, deine Stimme hören können, die zu unserem Herzen spricht. Und danke, dass wir direkt mit dir in Kontakt treten dürfen, das, obwohl wir so unwürdig sind und so schwach und so nichts, dass du mit deinem Geist zu uns sprechen möchtest, uns ermutigst und tröstest und stärkst und dass du uns so segnen möchtest, dass unser Leben und unsere Taten und unsere Worte ein Zeugnis sind für die umwandelnde Kraft, die du hast und die du uns geben möchtest. Dafür danken wir dir und bitten wir dich, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:33] Wir sind in 1. Könige Kapitel 10. Salomo ist an der Spitze seiner politischen, militärischen und wirtschaftlichen Macht. Er führt das Volk Israel, das Königreich Israel, an die Spitze aller Nationen. Der äußerliche Höhepunkt der Macht und Prachtentfaltung Israels ist in diesen Jahren erreicht.

[2:00] Wir lesen in Vers 28: „Und Salomo brachte Pferde aus Ägypten, und ein Zug von Kaufleuten des Königs holte sie scharenweise zum Kaufpreis. Und ein Wagen wurde aus Ägypten eingeführt für 600 Silberlinge und ein Pferd für 150. Ebenso führte man sie durch seine Vermittlung auch für alle Könige der Hethiter und die Könige von Aram ein.“

[2:26] In dieser Beschreibung des äußerlichen Glanzes und der unvorstellbaren Macht sieht man aber bereits eine Weichenstellung zum Schlechten. Ihr könnt selbst in 5. Mose 17 noch einmal das Königsgesetz nachlesen, in dem der König ganz deutlich aufgefordert wird, eben nicht das Gold und Silber, die Pferde so stark zu vermehren und dann seine Hoffnung darauf zu setzen.

[2:56] An dem Punkt seines äußerlich, menschlich gesehen größten Triumphes, fing Salomo bereits an, die Ratschläge Gottes zu missachten und damit einen Weg einzuschlagen, der schon bald für ihn und dann später auch für sein Volk in große Katastrophen führen würde.

[3:14] Des Weiteren aber der König Salomo liebte viele fremde Frauen neben der Tochter des Pharao: Hethiter und Amoriter, Edomiter, Sidonier, Moabiter – aus den Völkern, von denen der Herr den Kindern Israels gesagt hatte: „Geht nicht zu ihnen und lasst sie nicht zu euch kommen, denn sie werden gewiss eure Herzen zu ihren Göttern wenden.“ An diesen hing Salomo mit Liebe. Und jetzt zeigt der Text ganz deutlich, dass er trotz all seiner Weisheit und all seiner Herrlichkeit sich schwer versündigt. Es heißt: „Und er hatte 700 fürstliche Frauen und 300 Nebenfrauen, und seine Frauen verleiteten sein Herz.“

[3:50] Vielleicht war ein Teil seines Denkens, dass er zeigen wollte, wie reich er ist, denn 700 fürstliche Frauen, die sollten dann alle auch erben, denen musste er allen entsprechend ein Erbe geben können. Das sollte vielleicht auch ein Statussymbol sein. Sicherlich hatte er auch ein persönliches Problem im Bereich der Sexualität und des Verständnisses der Ehe. Und all seine Weisheit, die größer war als alles, was ein Mensch jemals an Weisheit bekommen hatte, konnte ihn nicht vom Abfall hindern.

[4:20] Alle Weisheit, die Gott uns geben kann, wird uns nicht davor bewahren, schwer abzufallen, wenn wir uns entscheiden, ungehorsam zu sein.

[4:34] Für Gehorsam und Ungehorsam braucht man nicht große Intelligenz, keine große Macht und keine überdurchschnittliche Weisheit, doch einfach den simplen Glauben, dass das, was Gott gesagt hat, wahr ist und gut ist.

[4:48] Weil Salomo ungehorsam war, führte sein Weg plötzlich steil bergab, trotz aller Weisheit, die Gott ihm gegeben hatte. Und es geschah zu der Zeit, als Salomo alt geworden war, verwendeten seine Frauen sein Herz anderen Göttern zu, so dass sein Herz nicht mehr ungeteilt mit dem Herrn, seinem Gott, war, wie das Herz seines Vaters David. Es war nicht in seiner Jugend, sondern vor allem gegen Ende seiner Regierung. Wir haben gesehen, zur Hälfte seiner Regierungszeit ist Gott ihm noch einmal erschienen und hat ihn noch gewarnt. Gegen Ende seiner Regierung beginnt er nun, andere Götter anzubeten. Sein Herz ist nicht mehr völlig auf der Seite Gottes.

[5:26] Natürlich wissen wir, dass gerade in Jugendzeiten Menschen besonders angefochten werden vom Satan. Aber auch wenn wir schon älter und gesetzt sind mit mehr Lebenserfahrung, dürfen wir nicht die Gefahr unterschätzen, dass wir, indem wir Gewohnheiten einüben, die von Gottes Wort wegführen, die wir vielleicht entschuldigen als nicht so schlimm, wir irgendwann uns ganz oder teilweise von Gott entfernen.

[5:48] So lief Salomo der Erste nach der Gottheit der Sidonier und nach Milkom, dem Gräuel der Ammoniter. Und Salomo tat, was böse war in den Augen des Herrn und folgte dem Herrn nicht völlig nach, wie sein Vater David. Da baute Salomo eine Höhe für Kemosch, den Gräuel der Moabiter, auf dem Berg, der östlich von Jerusalem liegt, und für Moloch, den Gräuel der Ammoniter. Und ebenso machte er es jetzt für alle seine ausländischen Frauen, die ihren Göttern räucherten und opferten.

[6:15] Da wurde der Herr zornig über Salomo, weil sein Herz sich abgewandt hatte von dem Herrn, dem Gott Israels, der ihm zweimal erschienen war. Auch hier sehen wir, dass das wohl danach gewesen ist, in den letzten Jahren, also zumindest in der letzten Hälfte, der zweiten Hälfte seiner Regierung. Ja, der ihm gerade wegen dieser Sache das Gebot gegeben hatte, dass er nicht anderen Göttern nachwandeln sollte. Aber er beachtete nicht, was ihm der Herr geboten hatte.

[6:41] Gott hatte ihn gesegnet wie kaum einen Menschen zuvor, aber er achtete nicht auf das Gebot Gottes.

[6:48] Was nützt es, wenn ich und wenn du reichen Segen empfangen und wir dann aber nicht auf Gottes Gebot achten? Wenn wir nicht seinem Gebot folgen, aller Segen, alle Weisheit wird uns nichts nützen.

[7:05] Salomo fiel von Gott ab und riss das ganze Volk oder weite Teile des Volkes mindestens mit sich in den Abgrund des Götzendienstes. Darum sprach der Herr zu Salomo: „Weil dies von dir geschehen ist und du meinen Bund nicht bewahrt hast, noch meine Satzungen, die ich dir geboten habe, so will ich dir gewiss das Königreich entreißen und es deinem Knecht geben. Doch zu deiner Zeit will ich es nicht tun, um deines Vaters David willen, aus der Hand deines Sohnes will ich es entreißen.“

[7:33] „Nun will ich ihm nicht das ganze Reich entreißen, einen Stamm will ich deinem Sohn geben, um meines Knechtes David und um Jerusalems willen, das ich erwählt habe.“

[7:43] Und der Herr erweckte dem Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter. Der stammte aus dem Königsgeschlecht von Edom. Es geschah nämlich, als David in Edom war und als Joab, der Heerführer, hinaufzog, um die Erschlagenen zu begraben, erschlug er alles, was männlich war in Edom. Denn er blieb sechs Monate lang dort mit ganz Israel, bis er alles ausgerottet hatte, was in Edom männlich war. Da floh Hadad und mit ihm etliche Edomiter von den Knechten seines Vaters, um nach Ägypten zu gehen. Hadad aber war noch ein kleiner Knabe. Und sie machten sich auf von Midian und kamen nach Paran. Und sie nahmen Männer mit sich aus Paran und kamen nach Ägypten zum Pharao, dem König von Ägypten. Der gab ihm ein Haus, wies ihm Unterhalt an und gab ihm Land. Und Hadad fand große Gnade beim Pharao, so dass er ihm auch die Schwester seiner Gemahlin, die Schwester der Königin Tahpenes, zur Frau gab. Und die Schwester der Tahpenes gebar ihm Genubat, seinen Sohn. Und Tahpenes zog ihn auf im Haus des Pharao, so dass Genubat im Haus des Pharao unter den Söhnen des Pharao war.

[8:45] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte dich persönlich für mich und für jeden Einzelnen, der dieses Video sieht, darum bitten, dass du uns als allererstes einen solchen Glauben schenkst, der bereit ist, deinem Wort zu folgen, dass du uns Kraft schenkst, dir gehorsam zu sein, was immer dein Wort sagt. Denn wir sehen, dass alles Tun und Schenken am Ende verloren ist, wenn wir uns von dir abwenden. So vergib uns, wo wir den Bund nicht bewahrt haben. Vergib uns, wo wir von deinem Wort abgewichen sind, wo wir deine Warnungen in den Wind geschlagen und verachtet haben. Herr, vergib uns von ganzem Herzen. Reinige uns durch das Blut des Jesus Christus, das er für mich und für jeden von uns am Kreuz von Golgatha vergossen hat. Und hilf uns, dass durch deinen Heiligen Geist, nach deiner Weisheit, wir dir gehorsam sind in allem, was du sagst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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