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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp in 1. Könige 12 ein, wo König Rehabeam nach Salomos Tod vor einer entscheidenden Wahl steht. Er muss entscheiden, ob er dem weisen Rat der Ältesten folgt, die zu Demut und Dienst raten, oder dem harten, selbstbehauptenden Rat seiner jungen Freunde. Seine folgenschwere Entscheidung führt zur Spaltung Israels und verdeutlicht die weitreichenden Konsequenzen, die kurzfristige, unweise Entscheidungen haben können. Der Sprecher betont die Notwendigkeit, täglich Gottes Weisheit zu suchen und dem Vorbild Jesu in Liebe und Dienst zu folgen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 391. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir in deinem Wort sehen, welche großen Pläne du für unser Leben hast, aber dass wir dort auch sehen, unter welchen Bedingungen du uns wirklich segnen kannst. Und so möchten wir dich bitten, dass du uns heute durch den Heiligen Geist das Studium deines Wortes inspiriert, was du für unser Leben dir wünschst, aber auch, dass wir sehen, wie wichtig und entscheidend es ist, dass wir dir in allem folgen aus Glauben und Liebe durch deine Kraft und dass wir wirklich darauf vertrauen, dass deine Wege die besten Wege sind. Und wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist, wie du es versprochen hast. Im Namen Jesu. Amen.

[1:28] Wir beginnen heute mit 1. Könige 12. Salomo ist gestorben, sein Sohn Rehabeam ist König an seiner Stelle geworden. Es heißt in Vers 1: "Und Rehabeam zog nach Sichem, denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum König zu machen." Sichem liegt in dem nördlichen Teil von Israel, nicht in Jerusalem, sondern in Sichem, jenem Ort, an dem Abraham zuallererst in Kanaan angekommen war. Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn Nebats, dies hörte – Jerobeam aber war noch in Ägypten, wohin er vor dem König Salomo geflohen war, denn Jerobeam war in Ägypten geblieben – und man hatte ihn gesandt und ihn rufen lassen. Da kamen Jerobeam und die ganze Gemeinde Israels und redeten mit Rehabeam und sprachen: "Dein Vater hat unser Joch hart gemacht. So mache du nun den harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, das er uns auferlegt hat, leichter, so wollen wir dir dienen." Hier sehen wir, dass tatsächlich auch wohl gegen Ende seines Lebens Salomo das Volk sehr bedrückt hat, eher wie ein Tyrann, denn als ein weiser Herrscher.

[2:45] Er sprach zu ihnen: "Geht hin für drei Tage, dann kommt wieder zu mir." Und das Volk ging weg. Da hielt der König Rehabeam einen Rat mit den Ältesten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er noch lebte, und sprach: "Geratet ihr, dass wir diesem Volk antworten sollen?" Das waren Männer, die über viel Erfahrungen verfügten, Erfahrung in Regierungsgeschäften und darüber hinaus Lebenserfahrung. Sie waren ja schon deutlich älter. Sie aber antworteten ihm so: "Wenn du heute diesem Volk ein Knecht wirst und ihm dienst und auf es hörst und zu ihm gute Worte sprichst, so werden sie deine Knechte sein dein Leben lang." Jesus hat später dieses Prinzip aufgegriffen und gesagt: "Wer der Oberste sein will, der sei aller Knecht." Jesus ist Knecht geworden, Jesus hat uns gedient, er hat gute Worte gesprochen, und alle, die Jesus wirklich annehmen, werden bereit sein, ihr Leben lang Jesus zu dienen.

[3:51] Aber er verwarf den Rat der Ältesten, den sie ihm gegeben hatten, und hielt mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, die vor ihm standen. Das waren offensichtlich seine Freunde, zu denen er besonders guten Draht hatte, und sprach zu ihnen: "Was ratet ihr, dass wir diesem Volk antworten, das zu mir gesagt und gesprochen hat: 'Mache das Joch leichter, das dein Vater auf uns gelegt hat'?" Da redeten die Jungen zu ihm, die mit ihm aufgewachsen waren, und sprachen: "Dem Volk, das zu dir gesagt hat: 'Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht, du aber mach es uns leichter', dem sollst du antworten: 'Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines Vaters. Und nun, wenn mein Vater ein schweres Joch auf euch gelegt hat, so will ich euch auch noch schwerer machen. Hat mein Vater euch mit Geißeln gezüchtigt, so will ich euch mit Skorpionen züchtigen!'" Der Rat ist also: Zeigen Stärke, lass dich nicht unterbuttern, zeig, wo der Hammer hängt, zeige, dass du Herr im Haus bist.

[4:48] Als nun Jerobeam samt dem ganzen Volk am dritten Tag zu Rehabeam kam, wie der König gesagt hatte: "Kommt am dritten Tag zu mir."

[4:56] Übrigens interessanterweise ein gutes Beispiel für die inklusive Berechnungsweise, die man in der Bibel immer wieder findet. Wir hatten in Vers 5 gesehen: "Geht hin für drei Tage, dann kommt wieder." Sie sollen drei Tage weggehen und dann am dritten Tag kommen sie wieder zu. Diejenigen, die am dritten Tag zurückkommen, sind im biblischen Denken drei Tage lang weg gewesen. Das wird auch wichtig, wenn man später berühmte Stellen im Neuen Testament anschaut, wo es darum geht, dass Jesus drei Tage im Grab sein wird und am dritten Tag aufersteht. Da gab der König dem Volk eine harte Antwort und verwarf den Rat, den ihm die Ältesten gegeben hatten, und er redete mit ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: "Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will es euch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen!" So schenkte der König dem Volk kein Gehör.

[5:52] Denn es wurde so vom Herrn gefügt, damit er sein Wort erfüllte, das der Herr durch Ahija von Silo zu Jerobeam, dem Sohn Nebats, geredet hatte. Gott kannte die Entscheidung schon im Vorhinein. Er wusste, wie sich Rehabeam frei entscheiden würde und hat entsprechend bereits die Zusage an Jerobeam gegeben. Aber Gott hat den Rehabeam nicht programmiert, er hatte eine echte Entscheidungsfreiheit. Er hätte sich für den guten Rat der Weisen entscheiden können, und Gottes Plan wäre auf eine andere Art und Weise, er hätte sich aber auf eine andere Art und Weise gezeigt.

[6:34] Wir müssen uns entscheiden, wem wir vertrauen. Und manchmal sind auch wir in solchen Situationen, dass Menschen mit mehr Lebenserfahrung, mit mehr Erfahrung uns etwas raten, während Leute, die uns sehr nahestehen, die wir gut kennen, vielleicht das Gegenteil raten. Und aus dieser Geschichte können wir lernen, dass Lebenserfahrung und Weisheit ein Gewicht haben, das wichtig ist, dass der Rat zur Demut, der Rat zur Geduld, der Rat zur Liebe besser ist als der Rat zum, ja, zur Selbstbehauptung und zum Egoismus. Lasst uns auf diejenigen hören, die uns dazu raten, freundlich zu sein, die uns dazu raten, liebevoll zu sein und auch zu dienen. Und niemand redet uns das deutlicher und klarer und hat es durch sein eigenes Vorbild vorgemacht als Jesus Christus selbst. Sein Rat ist der beste, den wir überhaupt annehmen können.

[7:32] Als nun ganz Israel sah, dass der König ihnen kein Gehör schenkte, antwortete das Volk dem König und sprach: "Was haben wir für einen Anteil an David? Wir haben kein Erbteil an dem Sohn Isais! Auf, Israel, zu deinen Zelten! Sorge du nun für dein Haus, David!" So ging Israel zu seinen Zelten. Mit anderen Worten: Die meisten Stämme Israels haben sich von der Dynastie Davids abgekehrt. Und Rehabeam regierte nur über die Kinder Israels, die in den Städten Judas wohnten. Und der König Rehabeam sandte den Fronmeister Adoram hin, aber ganz Israel steinigte ihn, sodass er starb. Der König Rehabeam aber eilte und stieg auf seinen Wagen, um nach Jerusalem zu fliehen. So fiel Israel ab vom Haus Davids bis zu diesem Tag. Diese Fehlentscheidung, die dann von drei Tagen entstand, führt dazu, dass die Geschichte Israels ab diesem Zeitpunkt bis zum Ende in getrennten Bereichen verläuft. Eine Fehlentscheidung mit drei Tagen Bedenkzeit beeinflusst die nächsten Jahrhunderte der Geschichte Israels. Wir haben keine Ahnung, wie weitreichend unsere Fehlentscheidungen oft sind, die wir in kurzer Zeit treffen. Wir brauchen jeden Tag die Weisheit Gottes, um Katastrophen in unserem Leben und im Leben anderer Menschen abzuwenden.

[8:51] Und es geschah, als ganz Israel hörte, dass Jerobeam zurückgekommen war, da sandte man sich hin und berief ihn in die Volksversammlung und machten ihn zum König über ganz Israel. Und niemand folgte dem Haus Davids als allein der Stamm Juda. Als aber Rehabeam nach Jerusalem kam, versammelte er das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, 180.000 auserlesene Krieger, um gegen das Haus Israel zu kämpfen und das Königtum wieder an Rehabeam, den Sohn Salomos, zu bringen.

[9:21] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sind umgeben von Menschen, die uns Dinge raten, und oft müssen wir in kurzer Zeit Entscheidungen fällen, und oft fehlt uns die Weisheit. Und Herr, so möchten wir dich bitten, dass du uns hilfst, auf den richtigen Rat zu hören, vor allem auf den Rat, den du uns gibst, denn das ist der beste und wichtigste Rat, den wir überhaupt haben können: dass wir lernen, freundlich zu sein und liebevoll und zu dienen und nicht unsere eigene Machtstellung zu behaupten, nicht uns selbst zu erhöhen. Herr, bewahre uns vor Fehlentscheidungen, die unser Leben und das Leben anderer Menschen negativ beeinflussen werden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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