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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die folgenschweren Entscheidungen der Könige Rehabeam und Jerobeam aus 1. Könige 12-13. Er zeigt, wie menschliche Angst und der Wunsch nach Machterhalt zu Abfall vom wahren Glauben führen können, selbst wenn Gottes Verheißungen klar sind. Die Episode warnt davor, göttliche Gebote zugunsten menschlicher Überlegungen zu ändern, und betont gleichzeitig Gottes Gnade, die auch für Sünder bereitsteht.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 392. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass du so viel Weisheit hast, dass wir für jeden einzelnen Tag auf deine Führung und Leitung vertrauen dürfen, dass du uns immer raten möchtest, welchen Weg wir gehen sollen, denn wir eher Gefahr stehen, zu rechts oder zur linken abzuweichen. Herr, ich möchte dich bitten, dass auch heute dein Wort uns hilft zu verstehen, was du wirklich für unser Leben möchtest, wie du unser Leben segnen möchtest.

[1:12] Ich möchte dich bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:24] Wir sind in 1. Könige Kapitel 12. Rehabeam, der auf seinen Vater Salomo gefolgt ist auf dem Thron Israels, hat eine unkluge Entscheidung gefällt. Statt auf die alten Ratgeber seines Vaters zu hören, hat er sich dem Rat seiner Kameraden angeschlossen, der jungen Ratgeber, die ihm geraten haben, das Volk noch mehr zu unterdrücken. Dadurch haben sich die zehn Stämme des Nordens in Israel abgespalten und ein eigenes Königtum jetzt anvisiert.

[1:55] Wir lesen denn Vers 22, als Rehabeam plant, durch kriegerische Maßnahmen die abtrünnigen Stämme zurückzurufen. Es heißt ja in Vers 22: „Aber das Wort Gottes erging an Schemaja, den Mann Gottes, folgendermaßen: Rede zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zum Haus Juda und zu Benjamin und dem übrigen Volk und sprich: So spricht der Herr: Ihr sollt nicht hinaufziehen, um gegen eure Brüder, die Söhne Israels, zu kämpfen. Kehrt um, jeder zu seinem Haus, denn von mir aus ist diese Sache geschehen.“ Und sie hörten auf das Wort des Herrn und kehrten um, wie der Herr gesagt hat.

[2:38] Ein kleiner Lichtblick in dieser ansonsten ziemlich dunklen und düsteren Geschichte. Rehabeam hat eine falsche Entscheidung getroffen, aber zumindest hat er in dieser Situation auf das Wort Gottes, das durch den Propheten an ihn erging, auf Gott gehört.

[2:55] Wenn wir falsche Entscheidungen fällen, dann kann es sein – oder wird es oft so sein –, dass es sehr ungünstige Auswirkungen mit sich bringt. Und viele dieser Auswirkungen wird Gott manchmal stehen lassen, um uns dadurch Dinge zu lehren. Wenn wir dann versuchen, mit Gewalt alles wieder geradezubiegen, dann machen wir die Dinge manchmal noch schlimmer. Wenn wir schon Fehler gemacht haben, dann sollten wir spätestens danach bereit sein, auf Gottes Wort wieder zu hören, auf das, was er durch seinen Propheten oder seine Propheten uns sagt, damit das Problem nicht noch größer wird, sondern der Schaden auch in unserem Leben begrenzt wird.

[3:36] Jerobeam aber baute Sichem auf dem Bergland Ephraim aus und wohnte darin. Und er zog von dort aus und baute Penuel. Jerobeam aber dachte in seinem Herzen: „Das Königreich wird nun wieder dem Haus Davids zufallen, wenn dieses Volk hinaufziehen wird, um dem Haus des Herrn in Jerusalem Opfer darzubringen. So wird sich das Herz dieses Volkes wieder zu ihrem Herrn wenden, zu Rehabeam, dem König von Juda. Ja, sie werden mich töten und sich wieder Rehabeam, dem König von Juda, zuwenden.“

[4:05] Gott hatte ihm verheißen, dass er eine beständige Dynastie haben kann. Gott hatte ihm versprochen, für ihn da zu sein und ihm zu helfen. Aber Jerobeam schaute auf die äußeren Umstände, er schaute mit menschlichen Augen auf die Situation. Er hatte Angst, dass sein eigenes Volk sich gegen ihn wenden könnte, und statt auf das zu vertrauen, dass Gott durch den Propheten ihm versprochen hatte, versuchte er jetzt, das Volk davon abzuhalten, zum Tempel nach Jerusalem zu gehen. Um seine eigene Macht zu erhalten, dachte er, sei es notwendig, den wahren Glauben zu bekämpfen und durch ein Gegenstück auszutauschen.

[4:53] Die Ausübung des wahren Glaubens, wie Gott ihn in der Bibel vorgeschrieben hatte, wurde von Jerobeam als eine Bedrohung für seine eigene Macht empfunden. Hier können wir sicherlich eine ganze Reihe von interessanten Aspekten wahrnehmen, die auch für die Neuzeit gelten, wenn Menschen, die das tun wollen, was Gott gesagt hat, zu einer Bedrohung für die innere Sicherheit des Staates angesehen werden.

[5:22] Darum hielt der König Rat und machte zwei goldene Kälber und sprach zu dem Volk: „Es ist zu viel für euch, nach Jerusalem hinaufzuziehen. Seht, das sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten herausgeführt haben!“

[5:36] Man hat ein Déjà-vu. Man erinnert sich natürlich an die Geschichte in 2. Mose 32, als unter Aaron dieses eine goldene Kalb gemacht worden ist.

[5:49] Interessanterweise werden hier sogar zwei goldene Kälber gemacht. Irgendwie muss der König Jerobeam auf den Gedanken verfallen sein, dass es zwar vor Jahrhunderten falsch gewesen sei, aber dass das, was vor Jahrhunderten falsch gewesen sei, jetzt aufgrund anderer politischer Umstände plötzlich ganz okay sein. Wie oft passiert es in unserer Zeit, dass Dinge, die die Bibel klar verbietet, wir aufgrund geänderter Umstände, geänderter kultureller Umstände, als plötzlich ganz okay ansehen wollen.

[6:17] Das hat es auch, dass auch hier der König Rat hält und möglicherweise auch Rat bekommen. Es sind zwei Könige in diesem Kapitel, die in ihrem Rat eine dramatisch falsche Entscheidung fällen. Die Entscheidung von Rehabeam hatte harte Konsequenzen für die nächsten Jahrhunderte. Die Entscheidung von Jerobeam hat ebenfalls Konsequenzen für die nächsten Jahrhunderte, denn bis zum Ende des Nordreiches Israel hat sich dieses Nordreich Israel niemals von dieser Sünde wirklich erholt und getrennt und dann diese Sünde aufgegeben.

[6:53] Und er stellte das eine in Bethel auf und das andere setzte er in Dan. Bethel war genau im Süden des Nordreiches, an der Grenze zum Land Benjamin. Dan war die nördlichste Stadt. Also von Süden und Norden aus begrenzte dieser Kälberkult sozusagen das Gebiet, das Jerobeam in Israel regierte.

[7:17] Aber diese Tat wurde für Israel zur Sünde, und das Volk ging zu dem einen Kalb bis nach Dan. Er machte auch ein Höhenheiligtum und setzte aus dem ganzen Volk Priester ein, die nicht von den Söhnen Levis waren.

[7:33] Am fünfzehnten Tag des achten Monats veranstaltete er ein Fest wie das Fest in Juda und opferte auf dem Altar. Ebenso machte er es in Bethel, indem er den Kälbern opferte, die er gemacht hatte, und er ließ in Bethel die Priester den Dienst verrichten, die er eingesetzt hatte.

[7:46] Er ändert alles. Er bringt nicht nur diese goldenen Kälber erneut in den Gottesdienst ein, wie damals Aaron auf Vorschlag des Volkes. Nein, er ändert auch das Fest. Das Laubhüttenfest sollte am fünfzehnten Tag des siebten Monats gefeiert werden. Er ändert das Fest vom siebten auf den achten.

[8:02] Vielleicht auch ein interessanter Typus auf Entwicklungen der Kirchengeschichte, als der Tag des Herrn, der Tag der Ruhe, vom siebten Wochentag auf den Tag danach verlegt worden ist.

[8:17] Und er opferte auf dem Altar, den er in Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tag des achten Monats, des Monats, den er aus seinem eigenen Herzen erdacht hatte. Und er veranstaltete den Kindern Israels ein Fest und opferte auf dem Altar und räucherte.

[8:33] In mancher Hinsicht war es ähnlich wie das, was in Juda geschah. Es war verändert, es war ein modifiziertes, es waren eigene menschliche Gedanken dazugekommen. Das sollte den Gottesdienst im Königreich Israel, im Nordreich, für die nächsten Generationen prägen und zum Untergang führen.

[8:53] Aber siehe, ein Mann Gottes kam von Juda durch das Wort des Herrn nach Bethel, als Jerobeam bei dem Altar stand, um zu räuchern. Und er rief gegen den Altar durch das Wort des Herrn und sprach: „Altar, Altar! So spricht der Herr: Siehe, es wird im Haus David einen Sohn namens Josia geboren werden, der wird auf dir die Priester der Höhen schlachten, die auf dir räuchern, und man wird Menschengebeine auf dir verbrennen.“

[9:17] Diese Prophezeiung hat sich Jahrhunderte später wörtlich erfüllt, als Josia, einer der letzten Könige des Südreiches Juda, als das Nordreich Israel schon nicht mehr existent war, dort genau das getan hat, was man dann später auch nachlesen kann.

[9:34] Und er gab an jenem Tag ein Zeichen und sprach: „Das ist das Zeichen, dass der Herr dies geredet hat: Siehe, der Altar wird bersten und die Asche, die darauf ist, verschüttet werden.“

[9:45] Und es geschah, als der König das Wort des Mannes Gottes hörte, wie er gegen den Altar von Bethel rief, da streckte Jerobeam seine Hand von dem Altar aus und sprach: „Ergreift ihn!“ Aber seine Hand, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, verdorrte, sodass er sie nicht wieder zu sich ziehen konnte.

[10:07] Und der Altar barst, und die Asche wurde vom Altar herab verschüttet, gemäß dem Zeichen, das der Mann Gottes durch das Wort des Herrn angekündigt hatte.

[10:18] Da ergriff der König das Wort und sprach zu dem Mann Gottes: „Besänftige doch das Angesicht des Herrn, deines Gottes, und bitte für mich, dass meine Hand mir wiedergegeben werde!“

[10:29] Da besänftigte der Mann Gottes das Angesicht des Herrn, und die Hand des Königs wurde ihm wiedergegeben, und sie wurde wie zuvor.

[10:36] Gottes Gnade ist auch für Sünder wie Jerobeam da. Gottes Gnade ist bereit, dem Menschen zu helfen, der sich gegen ihn versündigt, wenn er darum bittet.

[10:48] Wo hätte Jerobeam noch um mehr gebeten als nur um die Heilung seiner Hand? Lasst uns gemeinsam beten.

[10:55] Lieber Vater im Himmel, bitte bewahre uns davor, dass wir deine Verheißungen beiseite setzen und stattdessen aus menschlichen Erwägungen Dinge tun, die am Ende nicht nur uns selbst, sondern vielen Generationen nach uns möglicherweise noch zum großen Schaden werden könnten. Gib, dass wir darauf vertrauen, dass, auch wenn menschliche Überlegungen uns den Eindruck erwecken, dass ein Weg falsch ist, den du geführt hast, wir doch vertrauen, dass du die Wahrheit kennst, dass du die Zukunft kennst und dass du für uns sorgen möchtest. Und heile uns von aller Rebellion, die wir in unserem Herzen in uns getragen haben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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