In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die tragische Geschichte aus 1. Könige 13. Ein Mann Gottes missachtet eine direkte Anweisung des Herrn, nachdem er von einem älteren Propheten getäuscht wurde. Die Episode zeigt die ernsten Konsequenzen des Ungehorsams gegenüber Gottes klarem Wort und betont die Unveränderlichkeit seiner Zusagen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Könige 13:7-13:29
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Könige, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 393.
[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass dein Wort uns die Wahrheit zeigt, und zwar die Wahrheit, die wirklich befreit, die Wahrheit, die wirklich heilig macht, die Wahrheit, die dich, wie du bist, repräsentiert. Und lieber Vater, wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, mit deinem Heiligen Geist erfüllt, sodass wir bereit sind, deine Wahrheit zu verteidigen und dass wir nicht bereit sind, Dinge anzunehmen, die menschlichen Ursprungs sind und die deine Wahrheit verändern und verfälschen. Schenk uns eine echte Liebe zur unverfälschten, reinen Wahrheit deines Wortes. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:25] Wir sind in 1. Könige Kapitel 13. Ein Mann Gottes ist aus dem Südreich Juda in den Norden gekommen, um in Bethel dem König Jerobeam eine Prophezeiung zu geben und ihn zu tadeln für den Kälberdienst, den er nun in seinem Königreich eingerichtet hat.
[1:49] Wir lesen ab Vers 7: „Da sprach der König zu dem Mann Gottes: ‚Komm mit mir heim und erfrische dich! Ich will dir auch ein Geschenk geben.‘ Aber der Mann Gottes sprach zum König: ‚Wenn du mir auch ein halbes Haus geben würdest, so käme ich nicht mit dir, denn ich würde an diesem Ort kein Brot essen und kein Wasser trinken. Denn so wurde mir durch das Wort des Herrn geboten und gesagt: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken und nicht wieder auf dem Weg zurückkehren, den du gegangen bist.‘“
[2:17] Dagegen ging er einen anderen Weg und kehrte nicht wieder auf dem gleichen Weg zurück, auf dem er nach Bethel gekommen war. Gott hatte sehr klar und deutlich direkt zu diesem Propheten gesprochen.
[2:28] Aber in Bethel wohnte ein alter Prophet. Zu dem kam einer seiner Söhne und erzählte ihm alles, was der Mann Gottes an jenem Tag in Bethel getan hatte. Auch die Worte, die er zum König geredet hatte, erzählten sie ihrem Vater.
[2:43] Da sprach ihr Vater zu ihnen: „Welchen Weg ist er gegangen?“ Und seine Söhne hatten den Weg gesehen, den der Mann Gottes, der von Juda gekommen war, eingeschlagen hatte. Da sprach er zu seinen Söhnen: „Sattelt mir den Esel!“ Und sie sattelten ihm den Esel, und er ritt darauf und er ging dem Mann Gottes nach und fand ihn unter einer Terebinthe sitzen und sprach zu ihm: „Bist du der Mann Gottes, der von Juda gekommen ist?“ Er sprach: „Ich bin’s.“
[3:09] Da sprach er zu ihm: „Komm mit mir heim und iss etwas.“ Er aber sprach: „Ich kann nicht umkehren und mit dir kommen. Ich will auch mit dir weder Brot essen noch Wasser trinken an diesem Ort. Denn durch das Wort des Herrn ist zu mir gesagt worden – er sagt hier noch mal sehr deutlich, dass er eine direkte Offenbarung Gottes gehört hat –: Du sollst weder Brot essen noch Wasser trinken. Du sollst nicht auf dem gleichen Weg zurückkehren, auf dem du hingegangen bist.“
[3:34] Aber jener, der alte Prophet, sprach zu ihm: „Ich bin auch ein Prophet wie du, und ein Engel hat durch das Wort des Herrn zu mir geredet und gesagt: Führe ihn zurück in dein Haus, damit er Brot essen und Wasser trinke.“ Er log es ihm aber vor.
[3:52] Dieser alte Prophet behauptete, dass es möglich sei, dass Gott sein Wort ändert, dass der Gott, der gesagt hat: „Geh auf deinem Weg zurück, iss kein Brot und kein Wasser, nimm nicht denselben Weg“, dass dieser Gott seine Meinung geändert hätte und jetzt durch einen Engel wiederum einen Propheten inspiriert habe, der das Gegenteil sagt. Er kehrte aber mit ihm und aß in seinem Haus Brot und trank Wasser.
[4:29] Hier ist ein Prophet, ein Mann Gottes, der mit Vollmacht und mit Zeichen beglaubigt das Wort Gottes weitergibt, der sich aber davon überreden lässt, dass Gott selbst seine Meinung ändert, und damit untergräbt er seinen kompletten Dienst und die Botschaft, die er gerade erst gegeben hat.
[4:56] Als sie aber zu Tisch saßen, da kam das Wort des Herrn zu dem Propheten, der ihn zurückgeführt hatte, und er rief dem Mann Gottes zu, der von Juda gekommen war, und sprach: „So spricht der Herr: Weil du dem Befehl des Herrn ungehorsam gewesen bist und das Gebot nicht gehalten hast, das dir der Herr, dein Gott, geboten hat, sondern umgekehrt bist und Brot gegessen und Wasser getrunken hast an diesem Ort, von dem er dir sagte, du solltest weder Brot essen noch Wasser trinken, so soll dein Leichnam nicht in das Grab deiner Väter kommen.“
[5:26] Eine dramatische Geschichte, und hier zeigt sich noch einmal, dass Gottes Geist auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen wirken kann. Wir hatten schon vor einiger Zeit gesehen, wie Gottes Geist sogar den Bileam, der gekommen war, um das Volk zu vernichten, zu verfluchen, vom Heiligen Geist inspiriert werden konnte, um gegen seinen eigenen Willen eine Prophezeiung auszusprechen, die sich auch dann wahrhaftig im Leben von Jesus erfüllt hat.
[5:49] Hier finden wir diesen Mann, der gelogen hatte, der etwas Falsches über Gottes Wort gesagt hat, plötzlich vom Heiligen Geist kurzzeitig erfüllt, um dem Mann Gottes, der dieser Lüge geglaubt hat, das Gerichtsurteil zu sprechen.
[6:04] Und es geschah, nachdem er Brot gegessen und getrunken hatte, da sattelte er ihm, dem Propheten, den er zurückgeführt hatte, den Esel. Als er nun fortging, da begegnete ihm auf dem Weg ein Löwe, der tötete ihn, und sein Leichnam lag hingestreckt auf dem Weg, und der Esel stand neben ihm, und der Löwe stand neben dem Leichnam.
[6:22] Eine ganz außergewöhnliche Sache: Ein Löwe tötet einen Menschen, aber frisst ihn nicht und fällt auch den Esel nicht an, und der Esel, der nicht wegrennt vor einem Löwen. Ganz offensichtlich ist, dass hier keine natürliche Sache, sondern Engel Gottes müssen anwesend sein und den Löwen zurückhalten, den Esel dort halten, um deutlich zu machen: Hier hat Gott gehandelt.
[6:49] Und als Leute vorüber vorbeigingen, da sahen sie den Leichnam hingestreckt auf dem Weg liegen und den Löwen bei dem Leichnam stehen, und sie kamen und sagten es in der Stadt, in welcher der alte Prophet wohnte.
[7:01] Als unser Prophet, der ihn vom Weg zurückgeholt hatte, das hörte, sprach er: „Es ist der Mann Gottes, der dem Befehl des Herrn ungehorsam gewesen ist.“
[7:09] „Darum hat ihn der Herr dem Löwen übergeben, der ihn zerrissen und getötet hat, nach dem Wort, das der Herr zu ihm geredet hat.“ Da redete er mit seinen Söhnen und sprach: „Sattelt mir den Esel!“
[7:21] Zweimal musste er das sagen zu seinen Söhnen: einmal, um den Mann gegen Gottes Wort zurückzuholen, einmal, um den toten Mann, der gerichtet worden ist wegen seines Unglaubens, zu holen.
[7:34] Und als sie ihn gesattelt hatten, da ging er hin und fand seinen Leichnam hingestreckt auf dem Weg liegen und den Esel und den Löwen neben dem Leichnam stehen. Der Löwe hatte den Leichnam nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen.
[7:47] Da hob der Prophet den Leichnam des Mannes Gottes auf und legte ihn auf den Esel und führte ihn zurück, und er kam in die Stadt des alten Propheten, um ihn zu beklagen und zu begraben.
[8:00] Was für eine tragische Geschichte! Lasst uns niemals der Lüge Satans glauben, dass Gott sein Wort und seine Meinung ändert. Er ändert seine Meinung nicht. Was er sagt, bleibt bestehen.
[8:13] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte hilf uns, dass wir dein Wort fest an deinem Wort festhalten und es als das sehen, was es ist, nämlich in Wahrheit dein Wort, das in uns mächtig wirkt. Dass wir niemals der Lüge Satans glauben, dass du dich geirrt hast oder deine Meinung änderst, du dein Wort nicht mehr hältst, sondern dass wir dein Wort höher schätzen, das ewiges Leben schenkt. Schenk uns solchen Glauben durch deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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