In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die dramatische Konfrontation zwischen Elia und den Baals-Propheten auf dem Berg Karmel aus 1. Könige 18. Er analysiert Ahabs Schuldzuweisungen, Elias Aufruf zur klaren Entscheidung für Gott und die symbolische Bedeutung der Wiederherstellung des Altars. Die Predigt fordert die Zuhörer auf, sich eindeutig für Gott zu entscheiden und ihre geistliche Identität zu erkennen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Könige 18:12-18:34
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. KönigePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Folge 400. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir dein Wort haben und dass wir darauf vertrauen dürfen und dass du große Wunder tun kannst im Leben von einem jeden von uns. Danke, dass wir wissen dürfen, dass deine Kraft zu retten nicht auf einzelne Menschen beschränkt ist, sondern dass jeder, egal wer er sei, von dir Trost und Hoffnung und Kraft erhalten kann. Und Herr, darum sind wir heute jetzt zu dir gekommen, dass du durch dein Wort sprichst und dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:21] Wir sind in 1. Könige Kapitel 18. Nach einigen Jahren der Hungersnot, weil es nicht geregnet hat, sendet Gott Elia jetzt, damit er sich dem Ahab zeigt. Er trifft den Obadja, den treuen, Gott treuen, gottesfürchtigen Verwalter des gottlosen Ahabs, der allerdings zurückschreckt vor der Idee, jetzt dem Ahab berichten zu sollen, zu berichten, dass Elia gefunden worden ist. In Vers 12 lesen wir: „Wenn ich von dir weggehe, dann könnte es geschehen, dass sich der Geist des Herrn hinwegnimmt, ich weiß nicht, wohin. Und wenn ich dann komme und es Ahab berichte und er findet dich nicht, so wird er mich töten. Und dein Knecht fürchtet doch den Herrn von Jugend auf. Ist meinem Herrn nicht berichtet worden, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des Herrn tötete, dass ich von den Propheten des Herrn 100 Männer verbarg, hier 50 und dort 50 in Höhlen, und sie mit Brot und Wasser versorgte? Und du sprichst nun: „Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hier!“ Er wird mich töten!“ Elia sprach: „So wahr der Herr, der Herrscher, lebt, vor dem ich stehe, ich werde mich ihm heute zeigen.“
[2:39] Da ging Obadja und berichtete es Ahab. Aber kam Elia entgegen. Und als Ahab Elia sah, sprach Ahab zu ihm: „Bist du da, der Israel ins Unglück bringt?“
[2:51] Wenn Menschen sich im Abfall befinden, dann drehen sie den Spieß um. Sie beschuldigen diejenigen, die zur Wahrheit stehen, die für das Recht einstehen. Es war der Satan, der Gott anklagte, eigensüchtig zu sein. Das, was er selbst schlecht gemacht hatte, was er selbst verbrochen hatte, hat er Gott zu Lasten gelegt. So sehen wir das heute noch und sehen das auch in dieser Geschichte, dass Menschen ihre eigenen Sünden, ihre eigenen Fehler auf andere projizieren, um damit von sich abzulenken. Elia aber sprach: „Nicht ich bringe Israel ins Unglück, sondern du und das Haus deines Vaters.“ Mit anderen Worten: „Schon Omri, weil ihr die Gebote des Herrn verlassen habt und du den Baalen nachgefolgt bist.“ Das Unglück ist Folge der Sünde, nicht Folge der prophetischen Botschaft, nicht Folge der Verkündigung, sondern Folge der Sünde. Wir müssen wissen, dass letztendlich Sünde die Ursache für alles Leid in dieser Welt ist. Es wird die Zeit kommen, wo Menschen glauben, dass das Unheil auf dieser Welt, die sieben letzten Plagen auf die Erde gekommen ist, weil Menschen eine bestimmte Glaubensüberzeugung haben, weil sie sich der Masse sich nicht einordnen, nicht einordnen wollen in die Masse. Aber hier wird sehr deutlich: Die Ursache für alles Unheil in dieser Welt ist letztlich, in letzter Instanz die Sünde.
[4:19] „Wohl an, so sende nun hin und versammle zu mir ganz Israel auf den Berg Karmel ein, ein Berg, der im Nordwesten Israels gelegen ist, in der Nähe des Mittelmeeres, dazu die 450 Propheten des Baal und die 400 Propheten der Aschera, die am Tisch der Isebel essen.“ So sandte Ahab Boten zu allen Kindern Israels und versammelte die Propheten auf dem Berg Karmel. Diese Idee, dass sie am Tisch der Isebel essen, heißt natürlich nicht, dass der Tisch sehr groß war, sondern dass Isebel mit königlichen Mitteln vom Hof finanziert diesen Götzenkult, diese götzenden Priester unterhalten hat. Da trat Elia vor das ganze Volk und sprach: „Wie lange wollt ihr auf beiden Seiten hinken? Ist der Herr Gott, so folgt ihm nach! Ist es aber Baal, so folgt ihm!“ Und das Volk erwiderte ihm kein Wort. Diese Botschaft hat absolut nichts an Aktualität verloren. Wir müssen uns in unserem Leben entscheiden, in unseren Familien, in unseren Gemeinden: Wie lange wollen wir noch hinken? Auf der einen Seite wollen wir Gott dienen, auf der anderen Seite der Welt? Auf der einen Seite wollen wir dem Heiligen Geist folgen, auf der anderen Seite lassen wir uns vom weltlichen Zeitgeist beeinflussen? Wie lange wollen wir noch auf beiden Seiten hinken? Wir müssen uns entscheiden. Ich muss mich entscheiden, du musst dich entscheiden, jeden Tag aufs Neue: Wem möchte ich heute dienen? Ich möchte auf Gottes Seite stehen. Du auch?“
[5:47] Da sprach Elia zum Volk: „Ich bin allein übrig geblieben als Prophet des Herrn, die Propheten Baals aber sind 450 Mann. So gebt uns nun zwei Jungstiere und lasst sie den einen Jungstier ihnen in Stücke zerteilen und auf das Holz legen und kein Feuer daran legen. So will ich den anderen Jungstier zubereiten und auf das Holz legen und auch kein Feuer daran legen. Dann sollt ihr den Namen eures Gottes anrufen und ich will den Namen des Herrn anrufen. Und der Gott, der mit Feuer antworten wird, der sei der wahre Gott!“ Das ganze Volk sprach: „Das Wort ist gut!“
[6:22] In der Geschichte Israels hatte Gott schon an anderen Momenten mit Feuer geantwortet. Erinnern wir uns an die Aufrichtung der Bundeslade, als die ersten Opfer gebracht worden sind auf dem Brandopferaltar, kam das Feuer vom Himmel herab, um das Opfer zu verzehren und anzudeuten, dass Gott diesen Gottesdienst gnädig ansieht und tatsächlich dieses Opfer annimmt. Erinnern wir uns, wie Feuer vom Himmel kam und wie Gott im Feuer selbst vom Himmel kam auf dem Berg Sinai.
[7:00] Elia sprach zu den Propheten Baals: „Erwählt euch den einen Jungstier und bereitet ihn zuerst zu, denn ihr seid viele, und ruft den Namen eures Gottes an, aber legt kein Feuer daran!“ Sicherlich wird Elia darauf geachtet haben, dass sie nicht betrügen und irgendwie das Volk verführen durch heimlich gelegtes Feuer. Und sie nahmen den Jungstier, den man ihnen gab und bereiteten ihn zu. Und sie riefen den Namen Baals an von Morgen bis zum Mittag und sprachen: „Baal, höre uns!“ Aber da war keine Stimme noch Antwort. Und sie hüpften um den Altar, den man gemacht hatte. Als es nun Mittag war, spottete Elia über sie und sprach: „Ruft laut! Der ist ja ein Gott! Vielleicht denkt er nach, oder er ist beiseite gegangen, oder ist auf Reisen, oder er schläft vielleicht und wird aufwachen!“ Und sie riefen laut und machten sich Einschnitte nach ihrer Weise mit Schwertern und Spießen, bis das Blut an ihnen herabfloss. Das ganze Volk sollte einmal wirklich den Baals-Götzendienst in seiner Tragweite sehen, wie dramatisch und blutig und grausam der eigentlich war und vor allem, wie nutzlos. Bei diesem großen Showdown sollte das Volk erkennen, dass zwar die Masse der Propheten auf der Seite Baals stand, aber dass sie trotzdem nichts ausrichten konnten.
[8:20] Als nun der Mittag vergangen war, weissagten sie, bis es Zeit war, das Speisopfer darzubringen. Aber da war keine Stimme noch Antwort noch Aufhorchen. Da sprach Elia zu dem ganzen Volk: „Tretet heran zu mir!“ Als nun das ganze Volk dem trat, stellte er den Altar des Herrn, der niedergerissen war, wieder her. Das war natürlich auch eine symbolische Handlung. Der Glaube Israels sollte wieder hergestellt werden, der jetzt schon seit Jahrzehnten immer mehr mit Füßen getreten worden war, den man seit der Mitte, seit der mittleren Regierungszeit Salomos nicht mehr wirklich praktiziert hatte. Das sollte wieder hergestellt werden. Und Elia nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, dem das Wort des Herrn ergangen war: „Du sollst Israel heißen.“ Eine ganz bewegende Szene, denn sie soll das Volk an ihre Identität, an ihre geistliche Identität erinnern. Israel sollte Jakob heißen, weil er mit Gott gerungen hatte und überwunden hatte sein eigenes Ich, sich an Gott geklammert hatte und deswegen in Anführungsstrichen Gott besiegt hatte, wie wir gesehen haben in 1. Mose 32, als er sagte: „Ich lasse dich nicht, es sei denn du segnest mich.“ Er hatte sein Leben lang versucht, durch eigene Weisheit, durch eigene Kraft, den Segen zu erhalten, aber er wusste jetzt, er braucht den Segen Gottes. Nur Gott kann ihn segnen. Und diese Identität sollte nicht nur ein Stamm haben, nicht nur der Stamm Juda im Süden, wo der Tempel Gottes zu finden war, sondern alle zwölf Stämme Israels sollten doch diesen Glauben haben. Und so erinnert Elia sie daran, dass die zehn Stämme des Nordens Teilhaber sind des Glaubens, der zumindest in der Theorie in Jerusalem immer noch gepredigt wurde. Und er baute aus den Steinen einen Altar im Namen des Herrn und machte um den Altar her einen Graben, so breit wie für zwei Kornmaß Aussaat. Und er errichtete Holz zu und zerteilte den Jungstier in Stücke und legte ihn auf das Holz. Und er sprach: „Füllt vier Krüge mit Wasser und gießt es auf das Brandopfer und auf das Holz!“ Und er sprach: „Tut es noch einmal!“ Und sie taten es noch einmal. Und er sprach: „Tut es zum dritten Mal!“ Und sie taten es zum dritten Mal. Er wollte deutlich machen: „Hier ist kein menschlicher Trick.“ Wenn er jetzt versucht hätte, mit einem menschlichen Trick das Feuer anzufachen, es wäre gar nicht gelungen. Dieses Opfer konnte nur göttliches Feuer, das übers Wasser hinweg anzünden. Das sollte deutlich machen, dass hier wirklich Gott wirken würde. Lasst uns gemeinsam beten.
[10:50] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns hilfst, dass wir einen Beitrag dazu leisten, dass der Glaube der Väter, das ewige Evangelium, die Botschaft, die du unseren Müttern und Vätern im Glauben geschenkt hast, wieder hergestellt wird in unseren Familien, unseren Gemeinden, in dieser Welt. Dass es sichtbar wird, dass alle, die du berufen hast, wirklich ganz fest ihre Identität in dir erkennen. Herr, lass uns solche Elias sein in dieser letzten Zeit und hilf uns, wenn wir selbst auf beiden Seiten hinken zwischen dir und der Welt, dass wir heute noch eine klare Entscheidung für dich fällen und uns ganz und ohne ohne Reserve, ohne jeden Zweifel und ganz auf deine Seite stellen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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